Cousins, Teil 01

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Fast hätte ich ihn nicht erkannt. Aber etwas an seiner Körperhaltung, während er den Manet betrachtete, machte mich stutzig. Ich musterte ihn verstohlen.

„Joachim?“

Irritiert schaute er zu mir.

„Ja?“

Dann fiel der Groschen.

„Hans?“ In seine weichen Züge schlich sich dasselbe verhaltene Lächeln wie bei unserer letzten Begegnung, als ich ihm vom Rücksitz des Wagens meines Vaters zuwinkte.

Zweihundert Kilometer weit weg und sieben Jahre her war das.

Ich nickte.

„Was machst du hier?“ wunderte ich mich.

„Schulausflug, 'ne Idee von unserem Kunstlehrer, ist hier geboren. Wir übernachten in der Jugendherberge unten am Rhein. Morgen geht's retour. „

„Bist du allein unterwegs?“

Er schüttelte den Kopf:

„Irgendwo lungern noch ein paar von uns rum.

Gemeinsam schlenderten wir durch die Museumssäle. Es brauchte kein großes Gequatsche, um zu merken, dass wir auf derselben Wellenlänge funkten. Nach einem einstündigen Rundgang lockte der schöne Tag Joachim und mich zu zwei Eisbechern an einen Tisch vor dem nächsten Straßen-Café. Zunehmend gute Laune verleitete uns anschließend, Bier zu bestellen. Der ungewohnte Alkohol verstärkte die irritierenden Regungen, die Joachims zurückhaltendes Naturell und der Anblick seines hübschen Gesichtes in mir auslösten.

Er sah mindestens zwei Jahre jünger aus als ein Gymnasiast der Oberstufe. Hellblondes, nahezu schulterlanges Haar, volle Lippen, schmale Schultern und schmale Hüften, fast zu schlank, auf eine gefällige Weise blass. Die drei Mädchen zwei Tische weiter sahen des Öfteren zu uns. Leider fehlte meinem Cousin und mir die Traute für den nötigen Smalltalk mit der niedlichen Clique.

Wir zahlten, zogen wieder los, nicht ohne einen letzten Blick zu den drei Schätzchen, versorgten uns mit Dosenbier aus einem Kühlfach der Lebensmittelabteilung im Kaufhof und besetzten einen kurzen Fußmarsch später die gusseiserne Bank auf dem Balkon des Wasserturms.

Golden ergoss sich der Oktober in die Pergola der Gartenanlage unter uns und blinkte in den sachten Wellen der Wassertreppe des Springbrunnens. Wir ließen das beschauliche Treiben bummelnder Paare und fröhlicher Familien mit einem zweiten Bier auf uns einwirken. Der Gerstensaft haute richtig rein. Wir alberten herum. Lachten, sahen uns an, lachten, und plötzlich lotste dieses unbeschwerte Lachen unsere Lippen und Zungenspitzen zueinander. Von einem Moment zum nächsten kippte die Stimmung. Von ausgelassen zu andächtig.

Weich umfingen Joachims Lippen meinen Mund. Gefühlvoll rollte Zunge um Zunge

Jeden Augenblick hätten Besucher die Galerie betreten können, dennoch verschwendeten wir keinen Gedanken daran, so versunken waren wir ins unverhoffte Miteinander unserer Zungen und Lippen. Ich wollte am liebsten nie mehr den Mund von Joachims beschwörendem Schlecken lösen, und seine Lippen schmiegten sich auf meine, als müsse er sieben Jahre ohne jeden Kontakt auf einmal wettmachen.

Irgendwann hielten wir doch inne, schauten uns an, ernst, fragend, ungläubig, und überlegten wahrscheinlich beide, ob wir nicht einfach nur lachen und die vergangenen Minuten abtun sollten als eine jugendliche Spinnerei zweier vorübergehend durchgeknallter Vettern.

Joachim fand zuerst seine Stimme wieder und schlug einen Spaziergang zum Rheinufer vor, Richtung Jugendherberge. Ein wenig Abstand zu dem, was hier eben passiert war, schien mir auch das Vernünftigste. Den ganzen Weg über schwiegen wir. Und steuerten am Ende doch — wie zum Hohn auf unsere Skrupel — unwillkürlich ein Plätzchen im Grünen an, wo man die Umgebung im Blick hatte, aber zwischen Büschen und einzelnen Birken einigermaßen versteckt vor neugierigen Augen war.

Wir trotzten Verlegenheit, Anspannung und Bammel, unserem Mangel an Erfahrung, indem wir kurzerhand sofort die Kleidung abstreiften, uns im Schutz der Sträucher auf dem Stück Wiese niederließen und unter einer warmen Herbstsonne die nackten Körper aneinanderdrängten. Unsere Zungen streichelten sich. Eng umschlungen, Haut an Haut im dichten Gras küssten wir uns, die pochenden Erektionen in lautlosem Gefecht, unsere Beine umklammerten sich gegenseitig. Das — geringe — Risiko einer Entdeckung wie ein zusätzlicher Kitzel.

Irgendwann ertrugen wir das stumme Gewinsel unserer Schwänze nicht länger. Fast zugleich schlüpften unsere Hände zwischen die Schenkel, strichen über Hodensäcke und Ständer, ehe meine Finger sich fest um Joachims Penis legten und seine Hand meinen Steifen umschloss. Jeder wollte unbedingt das fremde Glied spüren, dessen Härte und Größe prüfen, unmittelbar die Erregung des Freundes erleben. Eine fremde Hand am eigenen Schwanz zu fühlen, beschleunigte unseren Zungentwist — und jagte zügig den Saft aus unseren Schwengeln.

Aufgewühlt drückten wir uns noch enger aneinander, küssend, auf unseren bespritzten Bäuchen verschmierten deftige Spermaschlieren. Nach einer Weile trennte sich ein leises Lächeln Joachims von meinen Lippen. Er sah mich an. Dann rutschte er herum, umarmte meinen Unterleib, die Hände um meine Pobacken gewölbt, und näherte den Mund meiner Eichel. Und nach einigem Zögern glitten seine schönen Lippen langsam über meinen unverändert steifen Penis. Umso heftigeres Saugen und Lutschen massierte anschließend mein Glied.

Überrascht und überwältigt schlang ich sofort ebenso die Arme um sein Becken, barg Joachims perfekt proportionierte Gesäßhälften in meinen Händen. Sein bauchiger Phallus bog sich in einem sanften Schwung meinem Mund entgegen. Aus dem Mäulchen des prall geschwollenen Hauptes quoll ein Rest Sperma hervor. Meine Zungenspitze grub die Samenperle aus dem aufklaffenden Spalt, und der Geschmack seines Ejakulats erregte mich auf eine Weise, wie ich es nicht erwartet hätte. Züngelnd, leckend, lutschend streichelte mein Mund Joachims Eichel und seinen Schaft, bevor begieriges Saugen meine Schleimhäute an die glatte Haut des kräftigen Penis presste.

Wir ergaben uns völlig der Intimität dieser geilen Umarmung. Jeder kostete ausgiebig den Schwanz des anderen, bis erneut der Samen sprudelte. Und unsere überströmende Zuneigung verlangte, die milchige Soße zu schlucken, die unsere Zungen umspülte.

Ich wälzte mich herum und wand mich zurück in Joachims Arme, gierig empfing mein Mund seine Lippen, das bettelnde Fächern seiner Zunge. Unaufhörlich flossen unsere Hände über den Leib des Freundes.

Samenfeuchte Zungen und Lippen glitschten umeinander.

Durch buntes Laub flimmerte der warme Glanz eines herrlichen Oktobertages. Im weichen Gras aneinandergedrückt schliefen wir ein und erwachten erst im Abendrot.

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