Der geheimnisvolle Rodrigo

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Wie vielen jungen Frauen passierte „es “ auch mir zum ersten Mal während des Urlaubs, und glaubt mir: Die Geschichte, die ich euch jetzt erzählen werde, ist zwar sehr romantisch, aber auch ausgesprochen lustig.

Ich muß zunächst vorausschicken, daß ich von Mutter Natur mit allem ausgestattet worden bin, was ein junges Mädchen für die Männerwelt reizvoll macht, als da sind: lange, rassige Beine, ein fester, knackiger Hintern und kleine, aber straffe und wohlgeformte Brüste.

Doch nicht nur mein Body, auch mein Gesicht kann sich durchaus sehen lassen. Volle, braune Haare, die sich in weichen Wellen auf meine schmalen Schultern ergießen, umrahmen ein niedliches Konterfei mit großen, graugrünen Augen, einer niedlichen Stupsnase und einem kleinen, sinnlichen Mund, mit dem ich wunderbar schmollen und meine zahlreichen männlichen Verehrer regelrecht zur Verzweiflung bringen kann.

Kurzum: Ich weiß, daß ich hübsch bin, und bis ich vor zwei Jahren meine Unschuld verlor, war ich ein ganz schön eingebildetes Luder, das die Männer, die es umschwärmten, mitunter wie den letzten Dreck behandelte, wofür ich mich heute im Nachhinein schäme.

Ich war gerade sechzehn Jahre alt, als ich meine Lehre als Datenverarbeitungskauffrau bei einem bedeutenden deutschen Mobilfunkunternehmen begann. Die Arbeit machte mir großen Spaß und ging mir flott von der Hand. Auch bei den Herren der Schöpfung hatte ich von Anfang an einen dicken Stein im Brett. Die männlichen Azubis, allesamt ein oder zwei Jahre älter als ich, baggerten gnadenlos, und hätte ich es ernsthaft darauf angelegt, hätte ich jeden Tag mit einem anderen ins Bett hüpfen können.

Aber ich war damals noch Jungfrau, und aus irgendeinem Grunde, der mir wohl selbst nicht ganz bewußt war, wollte ich das seinerzeit auch noch ein Weilchen bleiben.

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Zu allem Überfluß schlich auch noch dieser Rüdiger um mich herum, der schon zweiundzwanzig Jahre zählte und seine Ausbildung im vorigen Jahr beendet hatte. Dieser hochgewachsene, dunkelhaarige Jüngling mit der randlosen Designerbrille vor den etwas kurzsichtigen, blauen Augen hatte sich offenbar bis über beide Ohren in mich verknallt, doch zeigte ich auch ihm beharrlich die kalte Schulter, wirkte er mit seiner konservativen Garderobe, seiner Vorliebe für klassische Musik und seiner allzu besonnenen und bedächtigen Lebensweise auf mich eher farblos und langweilig.

Aber sei es, wie es sei: Auf jeden Fall kratzte ich im vorletzten Sommer meine gesamten Ersparnisse zusammen und gönnte mir einen richtig tollen Luxusurlaub auf Gran Canaria. Kurz bevor ich meine Reise antrat, verabschiedete ich mich selbstverständlich von meinen Kollegen und veranstaltete bei dieser Gelegenheit in meiner Abteilung einen kleinen Sektumtrunk. An dieser Zusammenkunft nahm natürlich auch Rüdiger teil, und als er mich ansah, trug sein Gesicht ein merkwürdiges Lächeln, das ich damals noch nicht zu deuten wußte…

Ich hatte schon eine Woche auf der drittgrößten der Kanarischen Inseln hinter mir und war hellauf begeistert von der gepflegten Hotelanlage, den herrlichen Badestränden und den Kamelausflügen ins Landesinnere.

So wunderschön hatte ich mir den ersten Urlaub ohne meine Eltern wahrhaftig nicht vorgestellt, und vom strahlenden Sonnenschein Gran Canarias würde ich noch zehren, wenn ich längst wieder zuhause im Büro hockte und dunkle Novemberwolken über den Himmel zogen.

Ich war also bester Laune, als jener „geheimnisvolle Fremde“ in meinem Hotel auftauchte, von dem ich im weiteren Verlauf dieser Ferien Dinge lernen sollte, von denen ich bis dahin nicht einmal während meiner schwülsten Masturbationsphantasien geträumt hatte.

Aber der Reihe nach: Als ich den Burschen das erste Mal sah, räkelte ich mich gerade in einem der Liegesessel auf der Sonnenterrasse des Hotels und schleckte genüßlich ein großes Waffeleis. Ich war soeben vom Badestrand zurückgekehrt und trug außer meinem äußerst gewagten roten Bikini keinen Faden am Leib, als der braungebrannte und hoch aufgeschossene Fremde mit dem sehnigen, muskulösen und alles in allem sehr männlichen Körper den Liegestuhl neben meinem ansteuerte und sich kurzerhand darauf niederließ.

Mir gefielen der athletische Waschbrettbauch und der feste Knackpo dieses mit einer knappen Badehose ebenfalls nur spärlich bekleideten Prachtkerls jedenfalls auf Anhieb, und sein markantes Gesicht mit den himmelblauen Augen und den schwarzen Stoppeln eines sexy Dreitagebartes machte mich ebenfalls tierisch an. Zudem wurde sein herbes Konterfei auch noch von einer dichten Mähne pechschwarzer Locken umrahmt, die er im Nacken zu einem langen Zopf zusammengebunden hatte.

In meinen Augen repräsentierte dieser Mann den Typ des coolen Latin Lovers, auf den ich total abfuhr, seit ich im Kino das erstemal einen Film mit Antonio Banderas gesehen hatte, nur daß dieser Typ wesentlich größer war als mein Hollywood-Idol.

Langer Rede kurzer Sinn: Dieser Supermann brachte mein junges Blut in Wallung und meine sinnliche Phantasie zum Überkochen, und so kam es, daß ich ihn eine ganze Weile ungeniert anstarrte, bis ich unwillkürlich meine Augen schloß und mein Eis auf eine Art und Weise mit Lippen und Zunge zu bearbeiten begann, die selbst den kaltblütigsten Vertreter des starken Geschlechts schwach machen mußte.

Ganz sacht ließ ich meine Zungenspitze an der dünnen Grenzlinie zwischen Eis und Waffel entlang gleiten, gerade so, als handele es sich um einen Schwanz, seinen Schwanz, dessen Eichelkranz ich auf diese Weise kitzelte.

Augenblicke später sog ich die Eiskugel ganz in meinen Mund hinein, nuckelte und lutschte daran, als ginge es um mein Leben. Ich trank den süßen Saft, zu dem das Cremeeis in meiner Mundhöhle schmolz, so gierig, als sei es der Nektar seiner Lenden. Wie in sinnlicher Trance ließ ich meine Rechte in den dünnen Slip meines Bikinis wandern, suchte und fand mein feuchtes, schmelzendes Mädchenfleisch, rieb und streichelte mich, bis ich vor Verlangen immer lauter stöhnte.

Die süße Agonie des Orgasmus brach so heftig über mich herein, daß mir der Rest der Eistüte aus den Händen glitt und zu Boden fiel. Minutenlang dämmerte ich in einem seligen Halbschlaf vor mich hin, bis ich plötzlich eine sanft streichelnde Hand auf meiner Wange spürte und eine leise, sonore Männerstimme vernahm, die zu mir sagte: „Hallo, kleine Senorita, aufwachen!“

Irritiert schlug ich die Augen auf und stellte überrascht fest, daß meine kleine Peepshow-Einlage meinen rassigen Latin Lover glattweg veranlaßt hatte, sich von seinem Liegestuhl zu erheben und sich neben mich zu hocken.

„Entschuldigen Sie vielmals!“ seufzte ich mit überzeugend gespielter Zerknirschung. „Ich habe mich aufgeführt wie ein billiges Flittchen! Das ist normalerweise ganz und gar nicht meine Art! Aber… ach ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen das erklären soll…“

„Das ist auch gar nicht nötig, Kleines!“ erwiderte der Typ mit einem süffisanten, ein wenig selbstgefälligen Lächeln auf den Lippen. „Ich bin mir meiner Wirkung auf Frauen im allgemeinen und Mädchen Ihrer Altersgruppe im besonderen durchaus bewußt!“

„Eingebildet sind Sie wohl gar nicht!“ ging ich auf seinen ironischen Tonfall ein.

„Aber Sie haben recht: Ich finde Sie wirklich super, und in meinem Höschen verursachen Sie eine wahre Überschwemmung. Doch wie kommt es, daß Sie so gut Deutsch sprechen?“

„Oh, ich habe viele Jahre in Deutschland gelebt!“ sagte er noch immer lächelnd, diesmal allerdings wirkte sein Mienenspiel ausgesprochen zärtlich und liebevoll. „Im übrigen sind die meisten Touristen in diesem Hotel Deutsche! Da habe ich Sie einfach auf gut Glück in dieser Sprache angesprochen, und das hat ja auch wunderbar geklappt!“

„Sie sind wirklich nett!“ stellte ich mit einem leisen, verlegenen Kichern fest.

„Wie fänden Sie es, wenn wir unsere Bekanntschaft vertiefen würden?“

„Das wäre absolut fabelhaft!“ entgegnete er unerwartet ernst. „Ich mag Ihre direkte und offene Art, Senorita! Aber ich will dennoch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und die Situation ausnützen, denn das ist wiederum nicht mein Stil. Erst einmal möchte ich Sie etwas näher kennenlernen! Apropos: Tanzen Sie gern?“

„Aber natürlich!“ erwiderte ich begeistert. „Welches Mädchen in meinem Alter tut das nicht?“

„Okay, kleine Senorita, dann treffen wir uns heute abend in der Hoteldisco!“ stellte er in einem ebenso sachlichen wie bestimmten Tonfall fest, der keinen Widerspruch duldete.

Dennoch wagte ich es, diesem so schönen wie arroganten Kerl wenigstens ein bißchen Paroli zu bieten, indem ich kurzerhand zu ihm sagte: „Ich werde da sein, Senor! Aber nennen Sie mich bitte nicht immer „kleine Senorita“! Ich heiße Ilka. Und wie ist überhaupt Ihr Name?“

„Nun, Senorita Ilka!“ erwiderte er mit einem geradezu faunischen Lächeln. „Das werden Sie noch früh genug erfahren. Aber bis es soweit ist, nennen Sie mich bitte Rodrigo!“ Verdammt, das Auftreten dieses Burschen war nicht nur selbstbewußt, sondern schon fast unverschämt.

Ergo wollte ich bereits zu einer spitzen Erwiderung ansetzen, doch ehe ich auch nur ein einziges Wort herausbrachte, lag sein warmer, zärtlicher Mund auf meinen weichen Lippen, während seine Hand behutsam mein Knie streichelte.

Diese Berührung war so zärtlich, daß ich seinen Kuß einfach erwidern mußte. Ganz sanft umschlangen meine Arme seinen Nacken, während ich vor Wonne seufzend seinen heißen Atem trank. Und als die empfindsame, wissende Spitze seines agilen Lutschorgans schließlich behutsam meine Lippen kitzelte, gewährte mein Mund Rodrigo sogleich Einlaß und verwickelte ihn in ein zärtlich schlängelndes Zungenspiel, das eine kleine Ewigkeit zu dauern schien und uns beiden sehr viel Spaß machte.

„Phantastisch!“ seufzte Rodrigo, nachdem unsere verspielt schnäbelnden Münder sich wieder voneinander gelöst hatten. „Sie gehen wirklich ran, kleine Senorita!“ Ich wollte zwar noch gegen diese unerwünschte Anrede protestieren, doch da war mein geheimnisvoller Fremder bereits aufgestanden und zurück ins Hotel geeilt.

Nun, wie es aussah, besaß dieser ebenso schöne wie rätselhafte Mann auch eine sehr rücksichtsvolle und zurückhaltende Ader, die ihn davon abhielt, mich schnurstracks auf sein Zimmer abzuschleppen und mich dreist zu vernaschen.

Und obwohl ich mir momentan nichts sehnlicher gewünscht hätte, ließ seine vornehme und ritterliche Art meinen Respekt vor ihm sogar wachsen.

Doch so rettungslos ich diesem südländischen Casanova auch verfallen war, gab es noch etwas, das mir an ihm verdammt spanisch vorkam: Seine blauen Augen, die einen ausgesprochen interessanten und erregenden Kontrast zu seinem dunklen Teint und seinen pechschwarzen Locken bildeten, schienen mich an irgendjemanden aus der Heimat zu erinnern, wenn ich im Moment auch beim besten Willen nicht darauf kam, wer das hätte sein können…

Nun, der schöne Rodrigo tanzte, wie er küßte und streichelte, nämlich geradezu göttlich.

Abend für Abend trafen wir uns in der riesigen Nobeldisco des Hotels und hotteten im flackernden, stroboskopartigen Licht der Lasershow ab, was das Zeug hielt. Besonders genoß ich allerdings die langsamen und engen Tänze, bei denen seine großen, schlanken Hände ganz sanft auf meinen festen, kleinen Hinterbacken ruhten, während seine Lippen meine Halsbeuge mit zart dahingehauchten Küssen bedeckten oder seine Zunge zärtlich meine Ohrmuschel liebkoste. Doch obgleich ich in diesen Tagen nur noch Wachs in seinen forschenden und streichelnden Händen war, versuchte er mich nicht ein einziges Mal zum Sex zu drängen.

Ergo verging eine weitere kostbare Urlaubswoche, ehe ich mir endlich ein Herz faßte und selbst den ersten Schritt tat. Wieder einmal schwebten Rodrigo und ich wie in einem sinnlichen Traum über die Tanzfläche. Der Discjockey hatte ein relativ langsames und nicht allzu lautes Stück von irgendeiner Boygroup aufgelegt, als ich meinem mysteriösen Verehrer kurzerhand in den Schritt griff. Verdutzt fühlte ich das ganze Ausmaß und die stählerne Härte seiner männlichen Erregung und flüsterte ihm mutig ins Ohr: „Rodrigo, die Zeit ist reif! Ich will nicht mehr länger warten!“ Dann ergriff ich entschlossen seine Hand und führte sie unter den knallengen, roten Minirock aus Nappaleder, den ich mir eigens für aufregende Disconächte zugelegt hatte.

„Himmel, kleine Senorita, du bist ja schon ganz feucht!“ raunte Rodrigo, als seine flinken Finger frech unter den Zwickel meines Slips glitten und mein vor Verlangen zerfließendes Fötzchen ertasteten. „Ich glaube du hast recht: Gegen diesen Zustand müssen wir unbedingt etwas unternehmen!“ Wenige Augenblicke später verließen wir die Diskothek Hand in Hand und schwebten buchstäblich in den Fahrstuhl, der uns zu Rodrigos Zimmer empor trug…

Es läßt sich kaum beschreiben, mit welcher Zärtlichkeit Rodrigo mich auf das Bett seines Hotelzimmers dirigierte und mich sanft aus meinen Klamotten schälte, die sich in einem wirren Knäuel neben unserem Liebeslager sammelten.

Und als seine Lippen, seine Zunge und seine magischen Hände dann über meine zarte, sonnengebräunte Haut glitten, wurde ich abermals völlig willenlos. Mit geschlossenen Augen und vor Wonne leise stöhnend überließ ich mich den süßen Gefühlen, die seine Liebkosungen durch meinen schlanken Körper rieseln ließen.

Ich war dermaßen hin und weg, daß ich gar nicht mitbekam, daß Rodrigo sich urplötzlich an der Schublade seines Nachtschranks zu schaffen machte. Ich erwachte erst aus meiner sinnlichen Trance, als sich zwei Paar Handschellen klickend um meine Handgelenke schlossen, und ehe ich auch nur an eine wirksame Gegenwehr hätte denken können, hatte er mich schon an den Messingrahmen seiner luxuriösen Bettstatt gekettet.

„He, Rodrigo, was soll das?“ protestierte ich verwirrt, als er sich jetzt zu allem Überfluß auch noch seines seidenen Halstuchs entledigte. Mit einemmal bekam ich regelrecht Angst vor meinem vermeintlich so tollen Latin Lover. Mein Körper war vor Entsetzen wie gelähmt und meine Kehle wie zugeschnürt, als er sich unvermittelt über mich beugte und mir mit seinem Halstuch die Augen verband, doch muß ich zugeben, daß er auch dabei sehr sanft und zärtlich zu Werke ging.

Trotzdem muß ich eine fingerdicke Gänsehaut gehabt haben, als ich endlich wieder fähig war zu sprechen und ihn schluchzend anflehte: „Bitte, bitte. Rodrigo – du kannst alles von mir bekommen, aber tu mir nichts!“ Meine Furcht war damals absolut echt, denn was wußte ich schon von diesem seltsamen Spanier, dem ich wie eine kleine Nutte auf sein Zimmer gefolgt war? Zwar wurde ich noch immer das Gefühl nicht los, den Typ von irgendwoher zu kennen, doch wußte ich andererseits, daß solche Eindrücke manchmal trügerisch sein konnten.

War ich etwa an einen Triebtäter geraten, der mich erst brutal vergewaltigen und dann umbringen würde? Aber warum zum Teufel hatte er mich dann noch nicht geknebelt?

Mir schossen die Tränen heiß aus den Augen, und ich setzte bereits zu einem gellenden Hilfeschrei an, als ich seine Hand abermals sehr warm und sanft auf meiner Wange spürte und seine leise, einschmeichelnde Stimme zu mir sagte: „Aber, aber, kleine Senorita, ich habe dir doch wohl keine Angst eingejagt? Glaubst du etwa, ich könnte einem so goldigen Geschöpf wie dir auch nur ein Haar krümmen?“

„Ei-eigentlich nicht, Rodrigo!“ stammelte ich noch immer vollkommen verstört.

„Aber in der heutigen Zeit kann man nie wissen!“

„Hab keine Angst, mein Schatz!“ tröstete er mich, indem er mit seiner Fingerspitze zärtlich die Konturen meiner Lippen nachzeichnete, und als sein sensibler Zeigefinger schließlich behutsam Einlaß in meinen Mund begehrte, konnte ich nicht anders, als voller Wollust daran zu saugen und zu knabbern.

„Na also, kleine Senorita, so gefällst du mir schon besser!“ murmelte er leise. Dann entzog er mir seinen Finger, und Augenblicke später hörte ich, wie er die Kühlschranktür seines Zimmers öffnete.

Im nächsten Moment vernahm ich Geräusche, die sich tatsächlich wie das Knirschen und Splittern von Eis anhörten, und harrte gespannt der Dinge, die da kommen sollten. Zwar erschien mir die ganze Situation noch immer ein wenig gespenstisch, doch war es meinem seltsamen Liebhaber dennoch gelungen, meine anfängliche Angst gänzlich zu vertreiben.

„Ich habe mir gedacht, bei dieser Hitze könntest du eine kleine Abkühlung vertragen, kleine Senorita!“ raunte er mir Sekunden später mit sanfter Stimme ins Ohr, und dann fühlte ich nur noch, wie etwas wunderbar Kaltes und Nasses das warme Fleisch meiner Brüste berührte.

„Das ist schön, hör bitte nicht auf!“ seufzte ich voller Wohlbehagen, als Rodrigo den Eiswürfel, oder welche Form das Ding auch immer haben mochte, über die zarten Aureolen meiner Brustwarzen kreisen ließ, bis sich die beiden winzigen Nippel in deren Zentrum hart und steil aufrichteten.

Und als Rodrigo oder wie immer er auch heißen mochte, das kühle Schmelzwasser von meinen Brüsten leckte und meine spitzen Wonneknospen mit seiner Zunge umspielte, glaubte auch ich, vor Lust zerfließen zu müssen wie ein Eisblock in der Julisonne.

„Warte nur, es kommt noch viel besser!“ flüsterte er zärtlich, und im nächsten Moment fühlte ich, wie er den Eiswürfel ganz sacht über die heiße Haut meines flachen Bauches wandern ließ. Das Eis war kalt und naß, doch Rodrigo lenkte es so geschickt über meinen zum Zerreißen gespannten Körper, daß ich instinktiv meine Schenkel spreizte, und als mein phantasievoller Lover die Reste des Würfels ganz sacht um das harte, pulsierende Stäbchen meines Kitzlers kreisen ließ, kannte meine Lust keine Grenzen mehr.

Ich zerrte vergeblich an den Ketten der Handschellen, wobei sich die Fesseln schmerzhaft in meine Gelenke gruben, und mein Körper bäumte sich wild auf, als ich mit einem hellen, jauchzenden Urlaut den Gipfel aller irdischen Genüsse erklomm.

„Oh, Rodrigo, das war einfach gigantisch,“ schluchzte ich, als ich endlich wieder sprechen konnte, doch war dieser geile Teufel von einem Mann offenbar nicht bereit, mir auch nur eine winzige Atempause zu gönnen.

Ich konnte zwar nicht sehen, wie er sein Gesicht in meinem Schritt vergrub, doch als ich wenig später spürte, daß etwas warmes, feuchtes und unsagbar geschmeidiges über meine weichen Liebeslippen flatterte, erkannte ich instinktiv, daß das nur seine Zunge sein konnte.

Und als jetzt auch dieses unglaublich agile und flinke Organ die harte, empfindliche Freudenperle zwischen den feuchten Blättern meiner Liebesblüte umwarb und umschmeichelte, brach die namenlose, prickelnde und kribbelnde Lust gleich noch einmal eruptiv aus mir hervor, ließ mich hecheln, wimmern und keuchen, bis mir buchstäblich die Luft wegblieb und ich nur noch ein heiseres, trockenes Schluchzen ausstoßen konnte.

Noch nie zuvor hatte ich einen Orgasmus so heiß und intensiv erlebt, und das lag nicht etwa nur daran, daß ich das erste Mal in meinem Leben von einem Mann liebkost wurde, sondern auch an der Tatsache, daß ich nicht sehen, sondern nur erahnen konnte, was Rodrigo mit mir tat. Wider Erwarten bereitete mir diese bizarre Mischung aus Nichtwissen und totalem Ausgeliefertsein außerordentliches Vergnügen, doch hatte ich dennoch das Bedürfnis, meinem ersten Mann tief in die Augen zu sehen, wenn ich endlich „richtig“ mit ihm schlief.

„Mach mich los und nimm mir die Augenbinde ab!“ seufzte ich daher, als die heißen Wellen meiner Ekstase versiegt waren. „Ich will, daß wir uns lieben, Rodrigo!“

„Das werden wir auch, meine Süße!“ erwiderte mein wundersamer Galan ernst. „Gleich bin ich bei dir!“

Dann vernahm ich auch schon das leise Rascheln, mit dem er sich seiner Kleidung entledigte, Augenblicke später nahm er das Halstuch von meinen Augen, und schließlich schloß er auch die Handschellen auf.

„Oh, la la, meine kleine Senorita!“ seufzte er gerührt, als ich daraufhin vom Bett aufsprang, ihm weinend und lachend zugleich um den Hals fiel und sein schönes, männliches Gesicht mit heißen, schmatzenden Küssen überschüttete.

„Ich liebe dich!“ schluchzte ich dabei wieder und wieder. „Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich!“

„Ich weiß, mein Kleines!“ erwiderte er sanft, zog mich eng an sich und strich mir behutsam mit seiner Hand übers Haar.

Dabei konnte ich die ganze Stärke seiner Erregung an meinem Oberschenkel spüren.

Er küßte mich zärtlich auf den Mund, und im nächsten Moment lagen wir auch schon in seinem Bett. Diesmal spielte ich den aktiveren Part und genoß die leisen Seufzer, mit denen Rodrigo die Streicheleinheiten quittierte, die meine schlanken, zierlichen Hände seinem Körper angedeihen ließen.

„Oh, ja, kleine Senorita, mach nur schön weiter!“ murmelte er genüßlich, als meine kleine Faust sein steifes, knüppelhartes Glied umschloß und dieses prachtvolle Wonnezepter zärtlich streichelte und massierte.

Mir war selbst nicht bewußt, was ich tat, als ich mit einemmal seine muskulöse Brust zu küssen begann, und als ich schließlich an seinen Brustwarzen leckte und sog, wobei ich zu meiner gelinden Verblüffung feststellen mußte, daß diese Behandlung ihre Wirkung auch bei Männern nicht verfehlt, wurde Rodrigos Atem doch mit einemmal deutlich schwerer und hektischer. Doch erst, als ich mich ganz langsam südwärts küßte und schleckte, stieß mein Lover hörbar die Luft durch die Nase aus, und als mein Gesicht zu guter Letzt in seinem Schritt ruhte, konnte er nur noch unartikuliert keuchen, so wieselflink flatterte meine nasse, wendige Zunge an seinem dicken, steifen Schwengel entlang.

„Oh, Ilka, du machst mich wahnsinnig!“ brach es aus Rodrigo hervor, als ich seinen strammen Spargel schließlich tief in meinen Mund hinein sog, zärtlich daran knabberte und den prallen Knauf seiner Eichel mit der Zunge umschlängelte. „Oh, du geiles, kleines Biest!“ keuchte er, und in meinen Ohren klangen diese Worte wie das schönste Kompliment.

Weniger schön fand ich es allerdings, als sich Rodrigos Körper unvermittelt aufbäumte, während sein steifer Pimmel seine heiße, glibberige Ladung mitten in meine Gaumenhöhle feuerte.

Im ersten Moment ekelte ich mich schon ein bißchen und wollte das Zeug hastig ausspucken, doch dann stellte ich zu meiner gelinden Verblüffung fest, daß der Geschmack frischer Männersahne gar nicht so übel ist.

Ein bißchen herb vielleicht, gleichzeitig aber auch etwas süßlich, schmeckt Sperma ungefähr so wie warme Milch mit etwas Honig und einem Spritzer Mandelaroma, also in etwa wie die Mixtur, die ich als kleines Kind trinken mußte, wenn ich unter einem Husten litt.

„Hey, kleine Senorita!“ lachte Rodrigo, nachdem sich die brausenden Wogen seines Orgasmus allmählich wieder geglättet hatten. „Jetzt bin ich aber echt baff! Du bläst ja wirklich einmalig!“

„Danke,“ erwiderte ich trocken. „Ich hoffe nur, daß du nach diesem Abgang noch Manns genug bist, mich zu entjungfern…“

„Was?“ keuchte er daraufhin völlig perplex. „Habe ich dich eben richtig verstanden? Du hast noch nie zuvor..?“

„Nein, habe ich nicht!“ gestand ich ihm mit einem verlegenen Lächeln.

„Deshalb habe ich wohl vorhin auch so viel Angst gehabt, als du deine Fesselspiele mit mir veranstaltet hast!“

„Madonna, Kleines, warum hast du mir nicht gleich gesagt, daß du noch Jungfrau bist?“ tadelte er mich und wirkte auf einmal wirklich betroffen. „Dann hätte ich doch niemals solche Sachen mit dir gemacht! Kein Wunder, daß du mich im ersten Moment für einen Perversen gehalten hast! Du wirktest nur so…wahnsinnig erfahren, wenn du verstehst, was ich meine!“

„Ach was, schon vergessen,“ erwiderte ich mit einer wegwerfenden Handbewegung.

„Ich habe noch nie so viel Lust und Freude empfunden wie in dieser Nacht! Und jetzt laß uns nicht mehr lange darum herum reden: Mach mich endlich zur Frau – sofern du das noch kannst!“

„Du bist ja auf einmal ganz schön frech!“ stellte er mit einem amüsierten Grinsen fest. „Aber keine Sorge: Du hast mir nur den ersten Überdruck aus den Murmeln gesogen! Glaub mir, ich werde es dir kleinem Biest besorgen – und zwar nach allen Regeln der Kunst!“

„Aber nur mit Gummi!“ dämpfte ich seinen allzu überschäumenden Enthusiasmus.

„Da ich bis heute mit keinem Mann zusammen gewesen bin, nehme ich auch die Pille noch nicht!“

„Keine Sorge, Süße, ich habe an alles gedacht!“ lächelte Rodrigo, ehe er sich abermals an der Schublade seines Nachttischs zu schaffen machte und ein Päckchen Präservative daraus hervor kramte. Wenig später fummelte er eines der dünnen, feuchten Latextütchen aus seiner Plastikhülle, dann baute er sich mit steifer, stolz emporgereckter Wonnelanze vor der Bettkante auf und rollte sich die zarte Gummihaut geschickt über seine imposante Männlichkeit.

„Toll!“ seufzte ich bei dem Gedanken, daß dieser majestätische Riemen gleich meinen Schoß erobern und meinen jungfräulichen Körper mit seiner urwüchsigen Kraft erfüllen würde. Im nächsten Augenblick lag Rodrigo dann auch schon wieder neben mir und ließ sein pralles Liebeszepter so einladend wie provozierend von seinem Unterleib emporragen.

„Setz dich auf mich, kleine Ilka!“ raunte er unsagbar sanft. „Dann kannst du das Tempo des Eindringens selbst bestimmen und wirst die wenigsten Schmerzen haben!“

Ach ja! durchzuckte es mich siedendheiß.

Unserem Glück stand ja immer noch dieses blöde Häutchen im Weg, dessen Einreißen beim ersten Sex für ein Mädchen mit alles andere als angenehmen Empfindungen verbunden war. Nun ja, was sollte es? Da mußte frau eben durch!

„Oh. Ilka, du bist so wunderschön!“ stöhnte Rodrigo ergriffen, als ich mich entschlossen in den harten, muskulösen Sattel seines Schoßes schwang und seinen stocksteifen Knüppel beherzt in mich aufnahm.

„Oh, was, oh mein Gott!“ keuchte ich, als der heiße, stechende Schmerz der Defloration mir die Tränen in die Augen trieb, doch dieses unschöne Gefühl war nur von kurzer Dauer, dann steckte mein strammer Latin Lover bis zum Anschlag in mir, und als ich vorsichtig auf ihm hin und her zu wippen begann, wich der anfängliche Schmerz einem warmen, wohligen Gefühl unendlicher Freude und namenlosen Glücks.

„Du bist ein tapferes Mädchen, kleine Senorita,“ lobte Rodrigo mich, und seine Hände spielten fasziniert mit meinen kleinen, knackigen Lustbällen, während meine Reitbewegungen immer schneller und rhythmischer wurden und mein schwerer, hektischer Atem allmählich in ein leises, japsendes Wimmern und Hecheln überging. Mein Gott, tat das gut, diesen prallen, Kraftstrotzenden Liebesspeer in meiner Muschi zu fühlen und an diesem harten, steifen Pfahl in meinem feuchten, lüsternen Fleisch auf und nieder zu gleiten.

Jeder Nerv in mir vibrierte vor Verlangen, und das, was am Anfang nur ein angenehmes Jucken und Kribbeln in meiner Pussy gewesen war, entwickelte sich mehr und mehr zu einer lodernden Feuersbrunst der Leidenschaft, in der ich zu verbrennen und gleichzeitig wiedergeboren zu werden glaubte.

Ich weiß nicht mehr, ob ich nur leise geseufzt oder laut geschrien habe, als die tosenden Gewalten eines gigantischen Lustgipfels über mich hinweg brausten, doch als ich die Kontrolle über meinen Körper allmählich zurückgewann, fand ich mich weinend vor Glück in Rodrigos starken Armen wieder.

„Kleine Senorita!“ murmelte er leise und unendlich zärtlich, während er mir die salzigen Tränenspuren von den Wangen küßte. „Wie fühlt man sich als frisch gebackene Senora?“ „Großartig!“ erwiderte ich voll aufrichtiger Bewunderung. „Ach, Rodrigo, ich wünschte, ich könnte ewig so mit dir zusammensein!“

„Nun, Ilka, wer weiß!“ orakelte er rätselhaft. „Aber bevor wir irgendwelche Zukunftspläne schmieden, laß es uns noch einmal tun! Ich habe nämlich immer noch wahnsinnige Lust auf dich!“

„Weißt du was,“ entgegnete ich mit wieder erwachter Ausgelassenheit.

„Mir geht es ganz genau so!“

Sprach's und ließ mich eilends auf allen Vieren nieder, so daß mein knackiger, kleiner Apfelhintern prall und einladend vor Rodrigos Gesicht emporragte. Mein süßer Po schien ihn außerordentlich zu erregen, denn kaum hockte mein stolzer Spanier hinter mir, begann er auch schon, meine straffen, runden Bäckchen mit seinen zärtlichen Küssen zu bedecken.

„He, du Ferkel!“ protestierte ich kichernd, als ich urplötzlich seine Zunge in meiner Kerbe spürte, doch ehrlich gesagt fand ich das sanfte Kitzeln an meinem Anus durchaus angenehm, stimmte es mich doch auf äußerst lustvolle Weise auf die zweite Nummer meines Lebens ein.

Rodrigo wechselte noch rasch das Kondom, dann attackierte sein herrlicher Schwanz mich auch schon von hinten, und ich jauchzte vor Glück, denn in dieser Stellung spürte ich ihn noch viel tiefer in meiner engen, nassen Muschel als beim erstenmal. Dabei heizten seine großen Hände, die warm und fest auf meinen Hinterbacken ruhten, meine Lust zusätzlich an. Offenbar bin ich ein sehr verschmuster Typ, der nichts mehr liebt als zärtliches Streicheln und sanftes Kneten.

Auch Rodrigo schien es trotz der Gummihaut über seinem Schwanz ausnehmend gut in mir zu gefallen, denn das Tempo seiner Bewegungen steigerte sich proportional zu seiner wachsenden Erregung, und ich erwiderte jeden brünstigen Stoß seiner kraftvollen Lenden mit federnden Gegenbewegungen meines Beckens und schrie meine Freude laut und ungeniert heraus, was meinen geilen, südländischen Hengst motivierte, mich noch härter und heftiger „ranzunehmen“.

Und in dem Augenblick, als die Wogen der Erfüllung heiß über mich hinweg tosten, spürte ich, daß sich jetzt auch Rodrigo unaufhaltsam dem Gipfel der Gefühle näherte.

Ich schrie laut und unartikuliert, als sein ohnehin großes und pralles Glied in meiner wollüstig zuckenden Möse noch ein Stück weiter zu wachsen schien, dann hörte ich nur noch sein heftiges Aufstöhnen und das leise „Plopp“, mit dem sein erschlaffender Penis aus meiner wunschlos glücklichen Muschi flutschte.

Danach lag Rodrigo eine ganze Weile keuchend und schnaufend auf dem Bett. Der zweite Orgasmus dieser wunderbaren Nacht hatte selbst seinem schlanken, sehnigen Körper einiges abverlangt, und es bedurfte vieler zärtlicher Küsse und Streicheleinheiten, um ihn aus seiner postkoitalen Ermattung zu wecken.

„Oh, Ilka, du hast mir so gut getan!“ seufzte er schließlich mit Tränen in den Augen, ehe er mich sehr sanft, aber noch immer ziemlich müde umarmte. „Du bist das wundervollste Mädchen, mit dem ich je im Bett gewesen bin!“

„Das Kompliment gebe ich gern zurück!“ entgegnete ich schlagfertig. „Du bist ein phantastischer Liebhaber! Aber wie heißt du wirklich, mein Schatz?“

Ich stutzte, als mit einemmal ein ausgesprochen schelmisches Lächeln auf seinen Lippen lag, doch war ich erst recht perplex, als er mich jetzt sanft, aber sehr bestimmt aus seiner Umarmung entließ, entschlossen aus dem Bett stieg und wortlos in die kleine Naßzelle des Hotelzimmers ging.

Und als „Rodrigo“ dort wieder herauskam, wäre ich fast in Ohnmacht gefallen, denn vor mir stand kein anderer als – mein so lange unterschätzte und schnöde verschmähter Kollege Rüdiger!

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„Du kannst deinen Mund ruhig wieder schließen, kleine Senorita!“ sagte Rüdiger mit einem vergnügten Schmunzeln, und ganz plötzlich lag kein harter, spanischer Akzent mehr in seiner Stimme. Auch seine langen, schwarzen Locken waren spurlos verschwunden und dem für ihn so typischen, konservativen Kurzhaarschnitt gewichen.

Nur sein Körper hatte sich nicht verändert: Der war nach wie vor muskulös, sehnig und sportlich – genau richtig, um einer Frau großes Vergnügen zu bereiten!

„A – aber!“ stammelte ich verwirrt. „Das gibt es doch gar nicht!“

„Doch, kleine Ilka, das gibt es!“ entgegnete er zärtlich, als er sich neben mir auf der Bettkante niedergelassen hatte. „Man nennt das Liebe, meine Süße! Und was den technischen Ablauf der Geschichte angeht: Du hast dich schon seit Monaten so sehr auf deinen Urlaub gefreut, daß du allen im Betrieb erzählt hast, wann und wohin du verreist.

Da fiel es mir nicht schwer, das gleiche Hotel zu buchen – allerdings eine Woche später – und dir hierher zu folgen. Ein paar Tage Solarium zuhause sorgten für die nötige, südländische Bräune, und kurz vor meiner Abreise mußte ich nur noch meine Brille durch ein paar Kontaktlinsen ersetzen und meine braunen Haare unter einer übrigens sehr teuren schwarzen Perücke verbergen. Am schwierigsten war es noch, diesen verdammten spanischen Akzent einzustudieren und ihn bis zuletzt durchzuhalten.

Aber wie dem auch sei: Auf jeden Fall verwandelte sich der etwas langweilige deutsche Büroangestellte Rüdiger binnen weniger Tage in den stolzen, geheimnisvollen Spanier Rodrigo! Ich hoffe, du bist mir jetzt nicht allzu böse, Ilka, aber ich sah einfach keine andere Möglichkeit, an dich heranzukommen! Ich bin doch schon seit einem Jahr verrückt nach dir!“

„Das habe ich wohl gemerkt,“ erwiderte ich in einem zunächst noch leicht säuerlichen Tonfall, als ich meine grenzenlose Verblüffung überwunden hatte.

Das war mir vielleicht ein dreister, verrückter Hund! Sekunden später jedoch schossen mir abermals Tränen der Rührung in die Augen, und ehe Rüdiger noch etwas sagen konnte, sprang ich auch schon aus dem Bett und stürzte förmlich in seine offenen Arme.

„Oh, Rüdiger!“ seufzte ich zwischen zwei langen, innigen Küssen. „Wie konnte ich hochnäsige Ziege einen so wunderbaren Mann nur für farblos und spießig halten! Du hast mich zur Frau gemacht und mir die schönste Nacht meines Lebens geschenkt.

So einen zärtlichen und einfallsreichen Liebhaber wie dich kann sich jede Frau nur wünschen!“

„Nun, für jede Frau bin ich jetzt ja wohl nicht mehr zu haben!“ entgegnete Rüdiger lächelnd. „Ich hoffe doch, daß wir es erst einmal ein Weilchen miteinander versuchen werden – als Freund und Freundin meine ich!“

„Darauf kannst du Gift nehmen – Rodrigo!“ frotzelte ich unter Tränen, während er mich sanft im Nacken kraulte und mir leise ins Ohr raunte: „Ich liebe dich über alles, mein kleines, süßes Ilka-Schätzchen!“

Nun, Rüdiger und ich sind noch immer ein glückliches Paar, und ich hoffe inständig, daß das noch sehr lange so bleibt.

Auch wenn seit unserer heißen Premiere auf Gran Canaria bereits zwei Jahre verstrichen sind, ist unsere Beziehung noch genauso phantastisch wie am ersten Tag, zumal Rüdiger mich beim Sex immer wieder mit neuen, manchmal zwar etwas skurrilen, aber stets ausgesprochen lustvollen Einfällen überrascht.

Am schönsten ist es jedoch, wenn er ab und an in der Gestalt Rodrigos zu mir kommt, denn das erinnert mich an unser erstes, unvergeßliches Beisammensein in jener lauen, subtropischen Sommernacht, in der ich seine „kleine Senorita“ gewesen bin…

ENDE.

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