Ein unglaublicher Sommer 01

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Tobias ging spazieren. Bis zum Beginn der Parade war noch Zeit. Er würde sich früh genug einen guten Platz sichern, an einer Bande gegenüber der Reithalle. Von dort hatte man den besten Blick.

Die Weilheimer Pferdewoche hatte wieder einmal eine riesige Menge an Besuchern an diesem ersten Sonntag angelockt. Eine Woche lang trafen sich Pferdeenthusiasten und Pferdezüchter und –händler auf dem großen Wiesengelände außerhalb der Stadt, um sich auszutauschen, Pferde und Zubehör zu kaufen oder zu verkaufen.

Die Weilheimer Pferdewoche war landesweit berühmt.

Tobias schritt genüsslich über das weiche Gras. Wie immer, wenn er als Indianer verkleidet war, trug er keine Schuhe. Er liebte es, den natürlichen Untergrund unter seinen nackten Sohlen zu fühlen.

Tobias war fast nackt. Alles was er am Leib trug war ein simpler Indianerschurz aus weichem braunem Naturleder. Er hatte sich ein schmales Seil um die Hüften geschlungen und vorne verknotet und dann den Schurz eingehängt.

Man führte ihn zwischen den Beinen hindurch und zog ihn vorne und hinten hoch, führte ihn zwischen Körper und Schnur durch und ließ die überstehenden Enden dann nach unten hängen. Hinten bedeckte der Schurz gerade mal den Hintern von Tobias, vorne reichte er bis zur Hälfte seiner Oberschenkel. Von der Seite betrachtet, sah Tobias fast nackt aus. Man konnte seine nackten Schenkel sehen und die Schnur. Einen Slip trug er grundsätzlich nicht zum Indianerschurz.

Er war unter dem Leder nackt.

Tobias liebte es, auf diese Art angezogen zu sein. Außer dem knappen Schurz trug er nur etwas indianischen Schmuck, drei Halsketten aus Tierknochen und Glasperlen und geflochtene Lederbändchen an den Hand- und Fußgelenken. Letztere nannte er in Gedanken seine Fesselriemchen. Wenn er die trug, konnte Tobias sich vorstellen, gefesselt zu sein, eine Vorstellung die er liebte und die ihn erregte.

Er kam an einem kleinen Getränkestand vorbei.

Marcel, der Sohn der Meyers, winkte ihm zu: „Gehst du schon in Richtung Parade? Ist doch noch zu früh. „

„Ich streife noch ein wenig herum“, gab Tobias zurück.

Obwohl beide Jungen vor wenigen Wochen achtzehn geworden waren, musste Tobias zu Marcel aufschauen. Der Sohn der Meyers war einen Kopf größer als er selbst. Neben Marcel sah Tobias aus wie ein jüngerer Bursche, was noch durch seinen schlanken, fast zierlichen Körperbau betont wurde.

Es war komisch: Sein Vater war ein athletisch gebauter Riese, ein turmhoher breiter Kerl, der früher im Turnverein ein Star gewesen war, aber Tobias hatte den zierlichen Körperbau seiner Mutter geerbt, ebenso wie ihre Augenfarbe und die Haare. Vom Vater hatte er nur seine Gelenkigkeit. In dem kleinen Lederbeutel, den er an der Hüftschnur trug, befand sich außer Geld auch sein Ausweis. Wenn er nach der Parade irgendwo ein Bierchen trinken wollte, konnte es ihm leicht passieren, dass man ihn nach dem Ausweis fragen würde.

Er hasste es.

Tobias marschierte weiter. Er lief zwischen mobilen Paddocks und Pferdehütten herum und schaute sich alles in Ruhe an. Es machte ihn an, fast nackt zwischen den Attraktionen des Pferdemarktes herum zu laufen, besonders weil er barfuß war.

Er musste sich ein Grinsen verkneifen, wenn er daran dachte, wie seine Mutter das Barfußgehen ihres Sohnes unterstützte und ihn schon in frühester Kindheit dazu ermuntert hatte.

Seine Mutter war eine eingefleischte Ökofrau, eine Frau, die gerne barfuß durch ihren ausgedehnten Garten lief, um mit Mutter Erde in Kontakt zu sein und die Erdstrahlen auf ihre Reflexzonen einwirken zu lassen. Auch in indianischer Verkleidung lief sie wann immer möglich barfuß. Für sie bedeutete die Mitgliedschaft in einem Indianistikverein vor allem Nähe zu Mutter Natur und zu einem naturnahen Leben, was immer man sich darunter auch vorzustellen hatte. Ihr Mann hingegen stand auf indianische Bräuche und Zeremonien.

Er schoss mit einem selbstgebauten Holzbogen auf Zielscheiben und übte sich in Indianertänzen ebenso wie im Werfen von Messer und Tomahawk.

Als Kind hatte es Tobias im Weilheimer Indianerklub gut gefallen. Am Wochenende lebten sie draußen am Waldrand auf der weiten Wiese von Ringerts in Tipis. Man konnte in der Natur spielen, im Wald, auf der Wiese, am Bach.

Heutzutage interessierte sich Tobias nicht mehr besonders für den Verein.

Er kam nur mit zu den Wochenendtreffen, weil er dann seiner geheimen Leidenschaft frönen konnte: In möglichst spärlicher Kleidung und mit nackten Füßen einher zu gehen. Dies gefiel ihm ganz besonders, wenn er es in ungewohnter Umgebung tun konnte wie gerade jetzt auf dem Pferdemarkt.

Der Weilheimer Indianerklub war immer Teil der Weilheimer Pferdewoche gewesen und das seit seiner Gründung im Jahr 1899. Schon damals hatte es ein Indianerlager am Rande der Festwiese gegeben und interessierte Zuschauer konnten erfahren, wie echte Indianer im Wilden Westen gelebt hatten.

Alles machen sie nach, dachte Tobias bei sich. Sie weben Indianerdecken, sie leben in Indianertipis, sie fertigen alle möglichen Sachen des täglichen Gebrauchs an. Aber einen Marterpfahl haben sie nicht.

Den hatte er sich schon als kleiner Junge brennend gewünscht. Bereits mit acht Jahren hatte er davon geträumt, dass sich mitten im Lager ein solcher Marterpfahl befand und dass man sich zum Spaß daran fesseln lassen konnte.

Mit zehn hatte er sich getraut, diesen Wunsch — als witzigen Vorschlag getarnt — auf einer Vereinssitzung vorzutragen. Alle hatten laut gelacht.

„Jau dat wär´s doch Kinners!“ hatte Adam Kirchhoff gerufen. „Wir stelln einen Marterpfahl ins Indianerlager und die Besucher können sich mal fesseln lassen, nur so zum Spaß. Dat gäb dolle Fotos fürs Album, nech?“ Er sprach das Wort „Marterpfahl“ aus wie „Moaderfoal. „

„Jau, und dafür müssen se auch noch zahln“, hatte Ralf Merkel gerufen, der Zweite Vorsitzende des Vereins.

„Dat brengt orntlich Geld inne Kasse. „

Tobias war ganz aufgeregt gewesen. Er hatte fest daran geglaubt, dass es in jenem Jahr auf der Weilheimer Pferdewoche einen echten Marterpfahl geben würde. Aber daraus wurde nichts. Die Erwachsenen verwarfen das Projekt. Tobias war mächtig enttäuscht gewesen. Auf die Großen war eben kein Verlass!

Er lief über die kurzgemähte Wiese zur Reithalle und stellte sich an die mobile Bande. Noch waren nur wenige Leute da, aber sie kamen aus allen Richtungen herbei.

Bald würde es ein wildes Gedrängel geben. Jeder wollte die Pferdeparade aus nächster Nähe sehen.

„Hallo Naturbursche. Wieder barfuß auf Mutter Erdes Rücken unterwegs?“ Der Vater von Marcel trat neben Tobias. Grinsend schaute er auf die nackten Füße des Jungen. Viele im Verein nannten ihn „den Naturburschen“, weil Tobias es mit dem Barfußgehen noch ernster nahm als seine Mutter. Selbst wenn es kalt wurde und er lange Sachen tragen musste, verzichtete er bewusst auf Mokassins.

Aber nicht, weil er Mutter Erde nahe sein wollte oder aus sonstigen spirituellen Gründen, sondern weil es ihn anmachte barfuß zu gehen. Aber das durften die anderen natürlich nicht wissen. Das war das Geheimnis von Tobias.

„Bleibt ihr die ganze Woche auf dem Markt?“ fragte Marcels Vater.

Tobias schüttelte den Kopf: „Papa hat keinen Urlaub bekommen. Heute Abend fahren wir nach Hause. Wir kommen erst zum nächsten Wochenende wieder.

„Schade“, meinte Marcels Vater.

Tobias zuckte mit den Schultern: „Egal. Ich fahre halt jeden Tag mit dem Rad zum Waldweiher im Gründerforst und mache mir gemütliche Tage. „

„Der Weiher im Gründerforst? Da geht doch kaum einer hin. „

„Das ist ja gerade das Gute“, gab Tobias zurück. „Da habe ich meine Ruhe. „

„Dann viel Spaß.

“ Marcels Vater entfernte sich.

Tobias trat zu den Begrenzungen der Paradestrecke. Es waren Teile aus Stahlrohren. Er lehnte mich mit dem Oberkörper an die brusthohe Begrenzung. Er spürte das weiche Gras unter seinen nackten Fußsohlen. Sanfter Wind strich von der Seite unter seinen knappen Indianerschurz.

Tobas stellte sich vor, nackt zu sein. Wenn wir statt Indianer einen Stamm von Papuaeingeborenen nachstellen würden, könnte ich nackt gehen, überlegte er.

Er unterdrückte ein Grinsen. Im Wald bei Ringerts Wiese war er schon oft nackt unterwegs gewesen. Es war ein erregendes Spiel. Immer hatte er dabei wildes Herzklopfen und doch zog er gelegentlich seinen Schurz aus. Es war ein Leichtes, den Schurz aus der Gürtelschnur zu ziehen und er konnte das Teil, wenn es sein musste, wieder schleunigst anziehen.

Um ihn herum kamen immer mehr Leute zusammen. Ein echtes Gedränge setzte ein.

Tobias war froh, extra früh gekommen zu sein. Hier vorne an der Bande konnte er alles gut sehen und keiner konnte ihm auf die Füße treten.

Von links ertönte ein Fanfarensignal. Aha, die Parade begann. Schon tauchten die ersten Leute mit ihren Pferden auf. Es war der Ronheimer Arbeitspferdeverein mit seinen schweren Ackerkolossen. Die Reiter sahen auf den riesigen Pferden seltsam klein aus.

Aus den Lautsprecher dröhnte eine Stimme, die alles genau beschrieb.

Die Ronheimer pflügten mit ihren Pferden nach alter Tradition und sie ritten sie auch.

Eine Anzahl von Reitmulis tauchte auf, dann kam eine Abteilung feuriger Araber. Dahinter kamen die Weilheimer Indianer mit ihren buntgescheckten Indianerpferden. Vorneweg ritt die sechzehnjährige Alina auf ihrem Schecken. Alina war die Schwester von Marcel. Sie ritt barfuß. Tobias merkte auf. Ganz genau betrachtete er Alinas bloße Füße, als das Mädchen vorbeiritt.

Tobias liebte es nicht nur, selber barfuß zu gehen, ihm gefiel auch der Anblick nackter Mädchenfüße.

Im Verein gab es die manchmal zu sehen. An den normalen Vereinswochenenden liefen einige Mädchen barfuß, aber wenn sie auf Treffen fuhren, zogen sie sich meistens ihre kostbarsten Mokassins an, Dinger die mit bunten Glasperlen bestickt waren.

Umso erstaunter war er, Alina auf diesem offiziellen Anlass mit nackten Füßen zu sehen. Gerade weil es ein hochoffizieller Anlass war, erregte es ihn, dass das Mädchen mit bloßen Füßen ritt. Alina benutzte keine Steigbügel.

Ihre Füße baumelten frei an den Seiten ihres Pferdes herunter. Sie wippten leicht.

Tobias fiel ein, dass Alina sehr oft barfuß ging. Fast so oft wie er selber war sie mit nackten Füßen anzutreffen. In ihren unterschiedlichen Indianerkleidern sah das allerliebst aus.

Tobias stellte sich vor, Alinas hübsche Füße an den Knöcheln zusammenzuschnüren. Der Gedanke erregte ihn.

Plötzlich kam ein muskulöser Arm von hinten um ihn herum.

Nanu, dachte Tobias. Er meinte, dass jemand an ihm vorbei nach vorne zum Absperrzaun fasste, um sich abzustützen. Das Gedränge war inzwischen extrem. Wenn man nicht aufpasste, konnte man glatt umgeschmissen werden. Tobias wurde fest gegen die Absperrung gepresst. Er konnte sich kaum rühren.

Der Arm fasste um Tobias herum. Er spürte eine Hand an seiner Hüfte. Alina ritt direkt vor ihm vorbei. Sie war ganz nahe.

Er konnte ihren rechten Fuß genau betrachten.

Die fremde Hand schlüpfte unter seinen Indianerschurz. Tobias blieb die Luft weg. Er stand ganz still und starr. Er wollte sich umdrehen, aber die Leute drückten ihn erbarmungslos gegen die Absperrung. Er konnte sich nicht rühren. Irgendwie wollte er es auch nicht. Er warf nur kurz einen Blick nach unten. Er sah unten im Gras seine nackten Füße. Dann die waagrecht laufenden Bretter der Absperrung.

Die Reiter konnten nichts sehen. Niemand konnte etwas sehen.

Niemand sah, wie eine Hand von rechts unter den Schurz von Tobias schlüpfte und sich schamlos Zugang zu seinem Schoß verschaffte. Auch Tobias sah es nicht. Zu eng war er gegen die Absperrung gepresst. Umso mehr spürte er es! Die fremde Hand fasste sein Glied.

Tobias keuchte. In dem Lärm den die Leute machten, hörte man es nicht.

Die Hand begann den Penis von Tobas rhythmisch zu reiben. Auf und ab rieb sie. Sie fasste fest zu, fast grob. Tobias stand wie erstarrt. Er blickte auf Alinas nackte Füße. Das Mädchen war jetzt an ihm vorbei und er konnte ihre nackten Fußsohlen anschauen, ihre runden Fersen und die zierlichen Zehen, deren Unterseiten wie kleine Trauben aussahen. Alina musste seit einer geraumen Weile barfuß unterwegs gewesen sein. Ihre Sohlen waren dunkel verfärbt.

Die fremde Hand rieb und massierte.

Tobias konnte es nicht glauben. Er wurde hier mitten unter hunderten von drängelnden Zuschauern von einem Fremden masturbiert. Er fühlte sich überrumpelt und ein bisschen vergewaltigt. Aber es machte ihn an. Er war bis zum äußersten erregt.

Die Weilheimer Indianer waren vorbei. Die Parade lief weiter. Verschiedene Reitervereine zeigten ihre Pferde. Ständig zogen Pferde mit ihren Reitern vorbei.

Tobias kriege kaum noch etwas davon mit. Er verging vor Lust. In ihm tobte ein Sturm aus unterschiedlichsten Gefühlen. Er war empört über diesen zudringlichen Fremden, der ihn einfach ungeniert anfasste. Er wusste, er musste sich umdrehen und den Kerl zur Rede stellen. Aber in dem wüsten Gedränge war das unmöglich. Die Meute presste Tobias erbarmungslos gegen die Barriere. Letzten Endes gefiel ihm das. Es enthob ihn von der Pflicht, den Fremden an seinem Tun zu hindern.

Denn zugleich fühlte er eine nie gekannte Erregung, nicht nur, weil ihn jemand auf herrlichste Weise qualvoll langsam masturbierte. Es machte ihn vor allem an, weil er hier fast nackt inmitten von hunderten Menschen stand. Es fand in aller Öffentlichkeit statt und das erregte Tobias zusätzlich, ebenso die Tatsache, dass dieser Wildfremde der hinter ihm stand, ihn ohne Erlaubnis oder Aufforderung anfasste — einfach anpackte und Tobias mit festem Griff masturbierte.

Ich werde mitten in der Öffentlichkeit von einem Fremden gewichst, dachte Tobias ungläubig. Inmitten der Zuschauermenge!

Von links kam eine weitere Reitergruppe. Es war eine Folklorevereinigung, er wusste nicht mehr, von wo die kamen. Aber sie stellten irgendwelche Reiter aus der ungarischen Pusta dar, glaubte Tobias sich zu erinnern. Jungen und Mädchen trugen komische altmodische Kostüme und alle hatten blanke Füße. Der Anblick der nackten Füße der vorbeidefilierenden Reiter erregte Tobias noch mehr.

Er konnte kaum noch an sich halten. Mit Gewalt musste er ein lautes Stöhnen unterdrücken. Die reibende Hand in seinem Schritt erregte ihn maßlos.

Längst wollte Tobias die Hand nicht mehr wegschieben und ihren Besitzer anblaffen: „Was unterstehen Sie sich! Hände weg!“ Oh nein. Er wollte, dass die Hand weitermachte. Er war der aufdringlichen Berührung inzwischen in hilfloser Willigkeit ausgeliefert. Seine Erregung war so groß, dass er vor Enttäuschung aufgestöhnt hätte, wäre die Hand jetzt in dieser Sekunde verschwunden.

Er schaute konzentriert auf die bloßen Füße der Jugendlichen Reiter, die an ihm vorbeiritten, vor allem auf die Füße der Mädchen, aber die Füße der Jungen verschmähte er nicht. Ob unter denen einige waren, die wie er selber gerne barfuß waren? Lieben sie es, mit nackten Füßen zu reiten? Versetzte es sie in Erregung? Oder trugen sie ihre bloßen Füße nur als Teil der authentischen Kostümierung?

Tobias stellte sich lieber vor, dass es die Reiter anmachte, mit nackten Füßen zu reiten.

Ihn machte es jedenfalls an, sie so zu sehen. Er verging vor Erregung. Die große, starke Hand masturbierte ihn weiter. Sie packte fest zu, sehr fest. Tobias war fassungslos.

Er wusste, er sollte sich wehren, aber er konnte es nicht. Er wollte dass die Hand weitermachte. Er wollte ihr ausgeliefert sein. Er stellte seine nackten Füße ein bisschen auseinander, um der Hand besseren Zugang zu seiner intimsten Körperstelle zu gewähren.

Er schämte sich dafür, aber gleichzeitig erregte es ihn maßlos, sich so hinzugeben.

Ja! Ja!, dachte er. Sein Kopf schien sich mit heißem Puder zu füllen. Seine Erregung wuchs mit jeder Sekunde. Ja! Ja!

Er bohrte die nackten Zehen in den weichen Wiesengrund.

Ich bin gefesselt, dachte er. Er spürte die Lederriemchen an seinen Knöcheln. Gefesselt! Ich bin gefesselt!

Die Hand packte noch fester zu und rieb schneller.

Ja!, dachte Tobias. Oh Gott! Ja! Mach mit mir, was du willst!

Es schwoll in ihm an, trug ihn nach oben wie eine große Welle. Dann kam er. Er musste mit aller Macht einen Aufschrei unterdrücken. Sein Penis spritzte wild. Immer wieder spritzte es aus Tobias heraus, während die Hand ihn fest weiterwichste.

Endlich war es vorbei. Tobias musste sich an der Bande festhalten, weil ihm die Knie weich wurden.

Er war froh über das Gedrängel. Die Leute rund um ihn herum stützten ihn, sie hielten ihn aufrecht. Beinahe wäre er zusammengebrochen.

Die Hand verschwand aus seinem Indianerschurz. Die Parade ging auf ihr Ende zu. Gerade ritten die letzten Reiter vorbei. Das Gedränge um Tobias lichtete sich. Er stand noch immer atemlos an der Bande und hielt sich mit beiden Händen daran fest. Endlich schaffte er es sich umzusehen. Direkt hinter ihm standen zwei junge Frauen.

Keine von ihnen war es gewesen.

Die Hand, die Tobias regelrecht vergewaltigt hatte, war groß und stark gewesen — eine Männerhand.

Tobias blieb noch eine Weile an der Bande stehen, auch als alle Leute sich zerstreuten. In seinem Inneren tobte ein Sturm von Gefühlen. Er war verwirrt und fassungslos. Er konnte nicht glauben was gerade mit ihm passiert war. Man hatte ihn in aller Öffentlichkeit masturbiert! Es war beinahe eine Vergewaltigung gewesen.

Und es hatte ihm gefallen. Zwar hatte er sich im ersten Moment wehren wollen, aber sobald die Hand angefangen hatte, seinen Penis zu stimulieren, war Tobias diesem Übergriff in hilfloser Erregung ausgeliefert gewesen und er hatte still gehalten.

Er hatte still gehalten, weil es ihm gefallen hatte, von einem Mann gegen seinen Willen masturbiert zu werden.

Ich habe still gehalten, dachte er.

Ich habe es über mich ergehen lassen. Ich habe es zugelassen.

Noch immer war er aufgewühlt und erregt. Er konnte nicht fassen, was man mit ihm gemacht hatte.

Ich habe still gehalten.

Er hatte still gehalten. Weil irgendetwas tief in ihm drin es gewollt hatte. Und wie!.

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