Gespräche 01: Ertappt

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***

Die Haustür öffnete sich, Lena stand im Flur und sagte:

„Hallo Papa, ich weiß, ich habe mich nicht angemeldet, darf ich trotzdem für einige Tage hier bleiben?“

Werner freute sich:

„Hallo Kleines, natürlich darfst du, schließlich bist du hier aufgewachsen.

Du bist jederzeit willkommen. „

Er winkte seine Tochter herein, fand es aber trotzdem merkwürdig, dass sie ihren Besuch nicht angekündigt hatte. Als Teenager ging sie bei ihm ein und aus, schlief abwechselnd bei ihrer Mutter, dann wieder bei ihm, aber seit sie studierte, wohnte sie bei seiner Ex, weil der Weg von dort bis zur Uni viel kürzer war. Immerhin sah er sie regelmäßig an Wochenenden, an denen er sie kulinarisch verwöhnen konnte.

Er betrachtete Lena von oben bis unten, bemerkte, dass sie in einem kurzen Rock steckte, und fragte:

„Du bist so hübsch zurecht gemacht, du kommst wohl nicht von der Uni. „

„Doch. „

Werner sagte verlegen:

„Ich dachte nur… zu meiner Zeit gab es an der Uni kaum Mädchen in Röcken, wir trugen alle Jeans. „

Er scherzte:

„Wir sahen aus wie Maos Soldaten, nur in Blau.

Lena lachte zurück:

„Jeans gibt's noch immer, aber in verschiedenen Farben. Heute tragen viele Studentinnen auch Röcke. „

Werner legte erleichtert die Hände auf ihre Schultern:

„Die Emanzipationswelle hat doch nicht alles weggespült, was schön und weiblich ist. „

Er wollte wissen:

„Was führt dich zu mir, so mitten in der Woche? Normalerweise meldest du dich fürs Wochenende an.

„Ach Papa, seufzte Lena, „ist eine lange Geschichte, ich glaube, ich bringe besser mal die Tasche nach oben. „

Als sie sich anschickte die Treppe hoch zu steigen, schlug er vor:

„Ich wollte gerade kochen, wenn du Appetit hast, tue ich's gleich für zwei. Etwas bescheidener als am Wochenende vielleicht, aber du wirst es mögen. „

Lena freute sich:

„Au ja, ich habe einen Bärenhunger.

Sie drückte ihm einen Kuss auf die Wange und flötete:

„Ich habe den liebsten Papi der Welt. „

Dann eilte sie die Treppe hoch.

***

Lena stand an Papas Seite und schaute zu, wie er die Salatsauce anrührte. Nach einer Weile sagte er:

„Ich denke, es hat einen besonderen Grund, dass du heute hier bist.

„Ach“, zischte sie, „gleich mehrere. „

„Erzähl mal der Reihe nach. „

Sie begann:

„Mamas neuer Freund hat mich schon von Anfang an genervt. „

Werner fand:

„Das ist normal, dass sich Kinder an neue Beziehungen ihrer Eltern gewöhnen müssen, das war bei mir und Heidrun nicht anders, erinnerst du dich?“

„Ja, ich weiß“, antwortete seine Tochter trotzig, „aber Heidrun ist nett, und ich freue mich, dass du mit ihr zusammen bist.

Bei Mamas Neuem ist das ganz anders. „

„Was denn?“

„Eigentlich war ich drauf und dran, mich mit der neuen Situation bei Mama zu arrangieren, ich bin ja eh nicht mehr oft zu Hause, doch die letzten Tage wusste ich nicht mehr so recht, ob der Neue mehr auf mich steht oder auf sie. „

„Ach so“, verstand Werner, „da hat Kerstin wieder mal ein gutes Händchen gehabt.

„Sie gerät immer an die falschen Kerle“, schnaubte Lena und wurde nachdenklich:

„Ich irgendwie auch, das habe ich vielleicht von ihr geerbt. „

„Na“, munterte Werner seine Tochter auf, „mindestens hast du ihre Schönheit, wenn ich dich angucke, ist mir, als hätte ich die achtzehnjährige Kerstin vor mir. Das waren zauberhafte Zeiten damals. „

„Du meinst, ich werde auch mal so wie sie?“ sorgte sich Lena.

„Was stört dich denn an deiner Mama?“

„Ach, manchmal spricht sie schlecht über dich, besonders vor dem neuen Freund. Vorgestern hat sie beim Nachtessen hinausposaunt, das Einzige, in dem du gut warst, sei in der Küche und im Bett gewesen. „

„Immerhin etwas“, erwiderte er und lächelte:

„Mach deine Mama nicht schlechter als sie ist. Sie hat einige Probleme, was soll's.

Jeder Mensch hat irgendwo seine Unzulänglichkeit. „

„Und einige wie Mama haben gleich mehrere davon“, murrte sie.

Werner klatschte in die Hände:

„So, Herrschaften, zu Tisch. „

Lena setzte sich und hielt Papa den Teller hin. Sie stopfte sich eine Ladung Salat in den Mund und wollte wissen:

„Und? Wie läuft's mit deiner Freundin?“

„Bestens“, antwortete er, „wir sehen uns alle vierzehn Tage am Wochenende, und an den anderen bist du ja meist hier.

„Wollt ihr nicht zusammenziehen, Heidrun und du?“

Werner tupfte sich mit der Serviette Salatsauce von den Mundwinkeln und erklärte:

„Du weißt ja, Heidrun hat ihren Verlagsjob in Berlin, und ich den meinen hier. Wir lieben unsere Arbeit. Eines von uns müsste den Job beim Zusammenziehen aufgeben. „

Er überlegte:

„Und überhaupt, Heidrun ist auch geschieden. Wir genießen es beide, unsere Freiräume zu haben, wir wollen uns nicht gleich zu Beginn unserer Beziehung auf den Füßen herum trampeln.

„Ja aber“, warf Lena ein, „hältst du das aus, bloß alle vierzehn Tage? Ich meine, ihr schlaft doch zusammen. „

„Aber sicher“, lachte er, „auch wenn sich das Kinder von ihren Eltern kaum vorstellen können. „

„Ich bin kein Kind mehr“, protestierte Lena, „ich denke bloß, ich selbst könnte das kaum länger als ein paar Tage aushalten, so ganz ohne…“

Werner grinste:

„Ja, und was glaubst du, mit was Heidrun und ich die Zeit verbringen? Wenn wir schon mal zusammen sind, bleibt nicht viel Zeit für Spaziergänge.

Lena stotterte:

„Ehrlich? Ich dachte… Heidrun sieht so gepflegt aus, ich meine, eine richtige Dame, immer im Geschäftskostüm, ihr traut man gar nicht zu…“

„… dass unter dem adretten Zweiteiler ein Vulkan schlummert?“ kicherte er, „du hast ja keine Ahnung, wie gerne wir es miteinander treiben. „

„Gleich so?“ staunte seine Tochter, „und ich habe gedacht, ihr würdet bloß…“

„Falsch gedacht“, unterbrach sie Werner und wechselte das Thema:

„Und wie bist du zugange mit Guido?“

„Wir sind seit einer Woche nicht mehr zusammen“, murmelte sie kleinlaut.

„Ach so“, begriff er, „das tut mir leid. Bestimmt gibt's Gründe dafür. „

„Klar“, seufzte Lena, „jede Menge, aber im Moment möchte ich nicht darüber sprechen, später vielleicht. „

Werner nickte ihr verständnisvoll zu und begann das Geschirr abzuräumen, seine Tochter half ihm. Als sie den Küchentisch abgewischt hatte, fragte sie:

„Ich habe Noemi meinen Laptop ausgeliehen, seither muss ich improvisieren.

Ich sollte Vorlesungsnotizen abtippen, darf ich deinen PC benutzen? Ich kann mir die Notizen dann zumailen. „

Selbstverständlich durfte sie. Werner ging mit ihr ins kleine Büro neben der Küche, startete seinen PC und legte eine Verknüpfung zu den Daten auf die Benutzeroberfläche mit der Bemerkung:

„Lege da drin dein eigenes Verzeichnis an, so werden deine Texte beim nächsten Backup gleich mit gesichert. „

Als er das Zimmer verlassen wollte, umarmte ihn Lena:

„Danke Papa, du bist immer so fürsorglich, irgendwie kümmerst du dich mehr um die Dinge als Mama.

Sie küsste ihn auf die Wange und setzte sich vor den PC. Werner ging zufrieden in die Küche zurück und füllte die Spülmaschine. Er mochte es, wenn Lena bei ihm war, das brachte jedes Mal die Erinnerung zurück, als sie eine Familie waren. Seine Ex schien schon damals eifersüchtig auf ihre Tochter gewesen zu sein, denn sie hatte wiederholt schnippische Bemerkungen darüber gemacht, wie gut diese sich mit ihrem Papa verstand.

Klar war Lena sein Engel gewesen, und wie sie es gemocht hatte mit ihm zusammen zu sein, mit ihm zu spielen, Ausflüge in den Wald zu machen und sich von ihm Geschichten erzählen zu lassen. Geschichten las er ihr unterdessen nicht mehr vor, aber sie führten am Wochenende lange Gespräche über alles, was sie und ihn interessierte. Vielleicht war es das, was er an seiner Exfrau vermisst hatte.

„Eigenartig“, überlegte er, „normalerweise sind es die Frauen, die sich darüber beklagen, dass sie mit ihren Männern nicht sprechen können.

Nach einer halben Stunde war die Küche blitzblank, und er schlüpfte aus der Küchenschürze, da hörte er Lena. Sie stieg mit stampfenden Schritten die Treppe hoch. Nanu? So laut war sie normalerweise nie, sie bewegte sich eher wie eine Katze durch die Wohnung und hatte ihn immer wieder mal erschreckt, wenn sie plötzlich hinter ihm stand.

Werner hängte die Schürze an den Haken, da hörte er erneut Getrampel auf der Treppe.

Lena neigte sich in die Küche, sie hatte ihre Tasche um die Schulter gehängt, durchbohrte ihn mit wütenden Blicken und schnaubte:

„Das hätte ich nie von dir gedacht, Papa. „

Schon war sie weg. Als Letztes hörte er die Haustür ins Schloss fallen. Werner war perplex, was um alles in der Welt war geschehen?

Er stieg ins erste Stockwerk und schaute in Lenas Zimmer nach.

Es war leer, alles war unverändert. Nichts zu sehen, was seine Tochter in Rage hätte bringen können. Er kehrte ratlos ins Erdgeschoss zurück und warf einen Blick in sein Büro, dort war sie als letztes gewesen. Das Licht brannte noch, und auch der PC war nicht ausgeschaltet. Werner schaute ratlos auf den Bildschirm, der die Benutzeroberfläche zeigte, es war eigentlich nicht die Art seiner Tochter, einfach so davonzulaufen.

Er ließ sich auf den Stuhl plumpsen, da entdeckte er am Boden unter der Tischfläche ein Knäuel.

Werner bückte sich und holte es hervor. Mein Gott, das war ein Damenhöschen, Lenas Höschen. Er konnte es nicht verkneifen, das Wäschestück an seine Nase zu führen. Es roch frisch gewaschen, und kein Zweifel, auch nach dem Kind seiner Ex, vielleicht etwas zarter, aber nicht weniger verführerisch.

Werner suchte mit den Augen den Boden ab und fragte sich verwirrt, ob Lena… ach was, sie hatte nicht mal als Kleinkind irgendwo hin gepinkelt, wie kam er bloß auf diese blöde Idee.

Er schnupperte ein weiteres Mal an ihrem Höschen. Der betörende Duft sagte ihm, dass etwas Aufregendes gewesen sein musste. Hatte sie im Internet Pornos angeguckt? War sie dabei über etwas gestolpert, das sie aus dem Gleichgewicht gebracht hatte? Er stopfte das Höschen gedankenverloren in seine Hosentasche und lehnte sich zurück.

Sicher hatte sie bereits Notizen von der Uni abgetippt, er würde sie ihr zumailen. Werner klickte auf das Symbol, das er ihr bereitgestellt hatte.

Das Verzeichnis mit ihrem Namen war leer. Er klickte sich an den Ausgangspunkt zurück und betrachtete die Namen der Nachbarverzeichnisse, in denen er seine eigenen Daten ablegte, da schwante ihm, was der Grund für ihre Entrüstung gewesen sein könnte.

In einem der Verzeichnisse hatte er erotische Geschichten abgelegt. Im Internet fanden sich davon zwar tonnenweise, aber nur wenige gute. Weil er es leid gewesen war endlos zu suchen, wenn er eine Geschichte nochmals lesen wollte, hatte er sie auf seinem PC abgespeichert.

Hatte Lena die Geschichten gefunden? Das war doch kein Grund, gleich so wütend zu werden, schon gar nicht, wenn man in anderer Leute Daten herumstöberte. Bestimmt hatte auch sie auf ihrem Laptop bereits jede Menge Pornos angeguckt, was sie vermutlich nie zugeben würde.

Werner dachte daran, dass seine Sammlung nur aus Inzestgeschichten bestand. Er öffnete das Verzeichnis und schaltete den Reiter mit dem letzten Datenzugriff ein. Und tatsächlich fand er das heutige Datum auf einer, zwei, fünf, acht Geschichten.

Die Uhrzeit des Zugriffs bestätigte ihm, dass Lena eine ganze Reihe seiner Inzestgeschichten gelesen hatte. Offenbar hatte sie nicht nur gelesen, denn die Folge ihrer Lektüre lag immer noch wie ein prickelndes Echo in seiner Nase.

Schämte sie sich deswegen? Hatte sie sich so aufgeführt, um sich nicht zu verraten? Nein, dafür waren ihre Blicke zu verärgert gewesen. Sie hätte einfach nur schweigen können, er hätte nicht mal bemerkt, dass sie einen unerlaubten Ausflug in seine Daten unternommen hatte.

Und wenn sie sich bloß über Papas erotische Vorliebe empörte, warum hatte sich dann dieser verräterische Duft in ihrem Höschen festgesetzt? Vielleicht hatte sie gerade deswegen so verstört reagiert. Egal, er musste mit ihr darüber sprechen.

Werner ging in den Flur, holte seine Handy aus der Jackentasche und wählte Lenas Nummer. Ihr Telefon war ausgeschaltet, deshalb entschied er sich, eine SMS zu schreiben. Lange würde sie es nicht aushalten mit ausgeschaltetem Handy, sie würde seine Bitte lesen und ihn zurückrufen.

Er verbrachte den ganzen Abend vor dem Fernseher, ohne dass ihn seine Tochter zurückrief. Als er feststellte, dass er nicht einmal mehr mitbekam, was auf dem Bildschirm lief, stieg er die Treppe hoch, legte Lenas Höschen auf die Kommode in ihrem Zimmer und verschwand im Bad, um sich bereit für die Nacht zu machen.

***

Der nächste Tag verstrich, ohne dass Lena zurückrief. Am Abend entschied sich Werner, etwas zu tun, was er nur ungern Tat, er rief bei seiner Ex an.

Sie meldete sich und war zu seiner Überraschung auch freundlich, so konnte er gleich fragen, wo ihre Tochter steckte. Kerstin war verwirrt:

„Sie sollte doch bei dir sein.. hat sie mir wenigstens gesagt. „

„Ja, gestern war sie kurz da, dann war sie plötzlich weg. Jetzt weiß ich nicht, wo sie ist. „

„Bestimmt bei ihrer Freundin“, überlegte Kerstin.

„Du meinst Noemi?“

„Klar Noemi, die beiden sind doch seit eh unzertrennlich.

Werner bedankte sich und legte auf. Klar, darauf hätte er selber kommen können, sicher war sie bei ihrer Studienkollegin. Er kannte Noemi seit ihrer Kindheit, als sie mit Lena zusammen im Sandkasten spielte. Eigentlich gehörte sie während der ganzen Kindheit zur Familie, er hatte früher stets augenzwinkernd behauptet, er hätte zwei Töchter.

Werner war beruhigt, er würde Lena nicht bei ihrer Freundin aufscheuchen, sie sollte selber entscheiden, ob und wann sie sich bei ihm melden wollte.

***

Am folgenden Tag hatte Werner einen Termin bei einem Kunden nahe bei der Uni seiner Tochter. Er fragte sich, ob er bei dieser Gelegenheit nach ihr Ausschau halten wollte, doch er verwarf den Gedanken. Sicher gab es für Studenten nichts Peinlicheres als Eltern, die ihnen in ihrem Revier nachstellten. Aber wenigsten konnte er das Gelände durchqueren, wie es die andern Passanten auch taten, vielleicht würde er ja Lena zufälligerweise kreuzen.

Er fuhr mit dem Wagen auf die gegenüberliegende Seite der Uni, stellte seinen Wagen ab und überquerte die Straße zum Eingang der Parkanlage. Auf dem schmalen Asphaltweg betrachtete er die Studenten, die ihm entgegen kamen. Wie Lena gesagt hatte gab es tatsächlich mehr als nur Jeans zu sehen, Kleider in allen Farben, und zahlreiche Mädchen trugen Röcke.

Ihm fiel eine Studentin auf, die vor ihm ging, und deren dunkles Haar gut zu dem bunten Muster ihres Sommerrocks passte.

Er betrachtete sie von hinten, bewunderte ihre tolle Figur, und als sie sich etwas zur Seite drehte, lachte er erfreut:

„Hallo Noemi!“

Sie erkannte ihn und strahlte:

„Hallo Werner, du hier? Wie geht's dir?“

Sie trat zu ihm, umarmte ihn mit Küsschen und kicherte:

„Sag nicht, du hättest dich wieder an der Uni eingeschrieben. „

Er wies auf das Gelände:

„Das wär mir noch, nein, ich muss zu einem Kunden auf der anderen Seite.

Er zeigte hinter sich:

„Die freien Parkplätze aber liegen dort. „

Er besann sich:

„Da ich dich schon treffe, weißt du, wo Lena ist?“

„Bei mir“, lachte sie, „Lena schläft bei mir. „

„Aha“, bemerkte er konsterniert, „vorgestern wollte sie noch bei mir schlafen, da ist sie plötzlich verschwunden ohne zu sagen wohin. Ich mache mir Sorgen.

Er fragte vorsichtig:

„Hat sie etwas erzählt?“

„Ziemlich viel“, nickte Noemi bedeutungsvoll.

Werner bat sie:

„Macht's dir etwas aus, bei einem Kaffee darüber zu sprechen? Lena antwortet nämlich nicht auf meine Anrufe. „

„Gerne“, freute sie sich, „meine nächste Vorlesung ist erst in einer Stunde. „

Sie setzten sich ins nahe Parkcafé.

Während sie auf ihre Getränke warteten, suchte Werner nach einem Anfang:

„Sie war vorgestern kurz da, saß vielleicht eine Stunde vor dem Computer, und auf einmal war sie weg. Sie hat nichts gesagt, aber wütend ist sie gewesen, das habe ich bemerkt. „

Da Noemi nichts dazu sagte, rückte er mit seiner Vermutung heraus:

„Vielleicht etwas peinlich, wenn ich das sage, eh… auf meinem PC sind ein paar erotische Geschichten abgespeichert.

Ich denke, Lena hat sie gelesen und… vielleicht hat sie etwas dagegen, dass ihr Papa erotische Geschichten liest. „

„Acht Stück“, antwortete Noemi schmunzelnd.

„Was meinst du?“

„Acht Geschichten hat sie gelesen. Hat mir Lena erzählt. Sie hat mir auch gesagt, dass es Inzestgeschichten sind. Allesamt. „

„So?“ sagte Werner verdattert, „ihr habt wohl keine Geheimnisse voreinander, Lena und du. „

„Entschuldige, Werner“, kicherte sie, „das soll dir doch nicht peinlich sein mit den erotischen Geschichten.

Ich habe auch schon welche gelesen. Ziemlich viele sogar. „

„Aber vermutlich keine Inzest-Geschichten“, vermutete er zerknirscht.

„Doch“, gab Noemi zurück und erklärte:

„Ich denke da nicht gleich wie Lena. Wir studieren beide Psychologie, da müsste uns klar sein, dass Fantasie und Wirklichkeit zwei verschiedene Dinge sind. „

Er vermutete:

„Das mit der theoretischen Psychologie funktioniert offenbar nur, wenn es sich um Menschen handelt, die man nicht kennt.

„Vielleicht, ja“, lachte sie, „auf alle Fälle habe ich Lena gesagt, sie solle sich wieder einrenken und mit dir darüber sprechen. „

Sie seufzte:

„Bei ihrer Mutter will sie momentan nicht wohnen, und um ehrlich zu sein, bei mir ist es etwas eng. Zwar habe ich im Moment keinen Freund, es ist also Platz genug in meinem Bett, aber trotzdem wäre es besser, sie würde sich bei dir ausbreiten, immerhin hast du ein ganzes Haus für dich.

„Was? Ihr beide schlaft in demselben Bett?“

„Ja“, kicherte Noemi, „und an deinem Gesicht kann ich ablesen, dass deine Fantasie Purzelbäume schlägt. „

„Err…“, würgte Werner hervor, „an sowas habe ich gar nicht zu denken gewagt. „

Sie neigte sich zu ihm:

„Und ich habe bereits vermutet, du hättest zu viele deiner Geschichten gelesen. „

„Ach was“, winkte er ab, doch Noemi setzte noch eins drauf:

„Wenigstens wär's nicht Inzest.

Er schüttelte den Kopf und lachte:

„Es wäre schön, wenn es Lena auch so locker sehen könnte wie du. „

„Wird sie bestimmt“, versicherte ihm Noemi, „sie braucht bloß noch etwas Zeit. Wir haben zwei Nächte darüber gesprochen, ich glaube, bald wird sie zu ihrem Papa zurückkehren. „

Werner war erleichtert. Er lehnte sich zurück, plauderte mit ihr über ihr Studium, bis sie innehielt:

„Irgendwie eigenartig, meine Schulzeit liegt schon so weit zurück, und ich hab dich eine Weile nicht gesehen.

Mir ist aber, als hätte ich meinen Papa getroffen. „

„Schön, dass du das sagst“, antwortete er gerührt.

„Meinen Vater habe ich ja nie gekannt“, seufzte sie, „angeblich lebt er in Südamerika. Egal, du warst du für mich der bessere Papa. „

Werner dachte daran, dass die attraktive Frau, die neben ihm saß, einst Lenas Spielgefährtin war. Eigentlich war sie immer bei ihnen gewesen.

Als Knirpse saßen sie oft auf seinem Schoß und hörten gespannt zu, wenn er ihnen Geschichten erzählte. Es war eine gute Zeit mit den beiden. Die zwei am Bistro-Tisch verloren sich in ihren Plaudereien, bis Noemi auf ihre Armbanduhr blickte. Werner tauchte aus dem Gespräch auf:

„Ach ja, deine Vorlesung… und mein Kunde. „

Er rief die Bedienung und zahlte. Sie erhoben sich, und Noemi umarmte ihn mit den Worten:

„Mach dir keine Sorgen, Werner, du bist der liebste Papa der Welt, Lena weiß das.

Sie verabschiedete sich mit Küsschen und tauchte in der Studentenschar unter. Er schaute ihr nach und überlegte, dass sie ihm ein großes Kompliment gemacht hatte. Sie war Tochter einer alleinerziehenden Mutter und einem Vater, den sie nie gekannt hatte. Tatsächlich war er für sie so etwas wie ein Ersatzvater gewesen. Er ergriff seine Aktenmappe und machte sich auf den Weg.

***

„Hallo Papa, da bin ich wieder.

Lena stand in der Küchentür.

„Nanu“, staunte Werner und freute sich:

„Ich habe dich vermisst, Liebes. Du hast auf meine SMS nicht geantwortet, ich habe mir richtig Sorgen gemacht. „

„Entschuldige“, sagte Lena kleinlaut, „ich war sowas von blöd, einfach so zu verschwinden, bloß weil du…“

„Weißt du was?“ unterbrach er sie und zeigte auf den Herd, die Spaghetti hier sind in fünf Minuten gar.

Es dürfte reichen für zwei. „

„Danke, Papa. „

Als er die Teigwaren abtropfen ließ, hörte er, dass seine Tochter die Treppe hoch stieg und ihre Tasche in ihr Zimmer brachte. Diesmal klangen ihre Schritte so seidenweich, wie er es gewohnt war. Eigentlich hörte er gar nicht ihre Schritte, lediglich das leise Knarren der Treppenstufen, das verriet, ob sie hinauf oder hinunter stieg.

Lena kam zurück in die Küche, und er band ihr wie früher eine Küchenschürze um, denn sie hatte es nie fertig gebracht, Spaghetti auf die Gabel zu drehen ohne sich zu bekleckern.

Sie saßen am Küchentisch und aßen stumm ihre Teigwaren. Beide schienen sie die passenden Worte zu suchen um das Gespräch zu eröffnen, doch gelang es ihnen zuerst nicht. Schließlich schlug Werner vor:

„Vielleicht machen wir einen Spaziergang, wenn ich die Küche aufgeräumt habe, ich glaube, wir haben uns einiges zu sagen. „

Lena seufzte auf:

„Ja, finde ich eine gute Idee. Vielen Dank für die Spaghetti, Papa.

Sie streifte die Küchenschürze ab, hängte sie hinter der Tür auf und verschwand in ihrem Zimmer.

***

Nach einer halben Stunde verließen sie das Haus und machten sich auf in Richtung Waldrand. Sie brauchten sich nicht abzusprechen, wo es lang gehen sollte, schon früher hatten sie jeden Spaziergang mit dem Weg über die angrenzenden Felder begonnen. Nach einigen schweigsamen Minuten begann Werner:

„Ich denke, wir haben ein paar Sachen zu besprechen.

Vielleicht ist es nicht leicht, offen über Dinge zu sprechen, mit denen man nicht gerade hausieren geht. „

„Ich weiß, was du meinst, Papa“, murmelte Lena. Er fragte:

„Vielleicht kostet es etwas Überwindung, aber versprichst du mir, ehrlich zu sein und nicht zu schimpfen mit mir?“

„Versprochen“, antwortete sie. Werner fuhr fort:

„Ich weiß, Kinder können sich kaum vorstellen, dass ihre Eltern ein Sexleben haben, das finden sie bestenfalls komisch.

„Ja“, erwiderte sie, „am Anfang war das schon so, doch später habe ich gewusst, was ihr in eurem Schlafzimmer treibt, du und Mama. Ich konnte euch hören. „

Er lächelte:

„Dabei haben wir uns so Mühe gegeben leise zu sein. Das hast du aber kaum von deinem Zimmer aus mitkriegen können. „

„Eh… nein“, stotterte Lena, „aber vor eurer Zimmertür war's dann deutlich zu hören.

„So so“, grinste er, „ich wusste gar nicht, dass du so ungezogen warst. Wie alt warst du damals?“

„Vierzehn. „

„Ach so, in diesem Alter war dir natürlich klar, was Männlein und Weiblein so alles zusammen treiben. „

„Sicher… nur, ihr wart meine Eltern, und ich konnte es mir irgendwie nicht so recht vorstellen. „

Sie kicherte:

„Ich hätte nur zu gerne gesehen, wie ihr es macht, Mama und du.

„Deshalb hatten wir immer die Tür geschlossen. „

„Leider“, seufzte Lena, „so hielt ich halt ein Ohr an die Tür. „

„Warst du oft vor unserem Zimmer, wenn Mama und ich?…“

„Ziemlich oft“, antwortete sie verlegen.

Werner staunte:

„Hattest du nicht Angst vor den Geräuschen, die deine Eltern machten?“

„Zuerst schon, aber später verstand ich es, als ich es an mir ausprobierte.

Er schwieg eine Weile, dann erkundigte er sich zögerlich:

„Und? Hast du es auch an dir ausprobiert, wenn du an unserer Tür?…“

Er sah aus den Augenwinkeln, dass es seiner Tochter heiß in die Wangen schoss. Sie schwieg einen Moment, doch als er sich umdrehte und sie musterte, nickte sie verschämt. Werners Stimme klang versöhnlich:

„Ist doch nichts dabei. Da du schon so ehrlich bist, will ich es auch sein.

Auch ich spiele an mir herum, besonders, wenn ich die Woche über allein bin und mich nach Heidrun sehne. „

Lena fragte stockend:

„Tust du es auch… ich meine… wenn du deine Geschichten liest?“

„Dann besonders“, gestand er, „dabei gehen einem viele Dinge durch den Kopf. „

Er wollte wissen:

„Was hast du dir damals vorgestellt, als du vor unserer Tür gehorcht hast?“

Sie schluckte leer, doch dann überwand sie sich:

„Ich habe mir vorgestellt, wie du dein… dein Ding in Mama steckst.

Werner lächelte:

„Unterdessen weißt du ja, wie das geht. Bestimmt hast du bereits Erfahrung in solchen Sachen. „

Sie gingen eine Weile schweigend nebeneinander her, bis Werner sagte:

„Ich weiß, eigentlich geht's mich nichts an, und du musst auch nichts sagen, aber… wie war dein Liebesleben mit Guido?“

„Ach Papa“, seufzte Lena, „darfst du schon wissen. „

Sie überlegte:

„Was soll ich sagen… klar liebe ich auch romantischen Sex, noch öfters allerdings überfällt es mich einfach, dann will ich es gleich.

Für Guido war das in Ordnung, aber danach hätte ich es gerne kuschelig gehabt, doch schlief er immer gleich ein. „

Werner fragte:

„Was vermisst du mehr, Guido oder den Sex?“

Lenas Antwort kam sofort:

„Im Moment bin ich weder auf Guido scharf noch auf einen nächsten Freund… auf Sex hingegen schon. Manchmal kann ich nicht mal den Vorlesungen folgen, und ich hätte die größte Lust, irgendeinen netten Typen auf dem Unigelände anzuquatschen, für Sex und nichts weiter sonst.

„Und? Hast du's schon getan? „

„Wo denkst du hin, Papa, da wäre ich gleich am nächsten Morgen Gesprächsthema Nummer eins. „

Sie wollte wissen:

„Wie lange liest du schon Inzestgeschichten?“

„Ein Weilchen“, antwortete er, „ich meine, seit einiger Zeit schäme ich mich nicht mehr dafür. Wenn man jung ist, schämt man sich für die eigenen Fantasien, aber später sieht man es gelassener.

„Ist mir auch so gegangen“, bestätigte Lena, „als ich deine Geschichten entdeckt habe… du Lieber, habe ich mich erschreckt. Der Gedanke, dass mein Vater sowas liest… wie eine Bedrohung… doch dann hat's mich mehr und mehr fasziniert. Und wenn ich daran dachte, dass mein Papa…“

„Ist immer so mit verbotenen Dingen“, grinste Werner, „nie schmecken Kekse besser als wenn man sie vorher in der Küche geklaut hat.

„Genau!“ rief Lena, „vorletzte Woche habe ich zwei paar schöne Schuhe anprobiert. Eigentlich hätte ich beide gewollt, habe mich jedoch nur für ein Paar entschieden. Ich habe der Verkäuferin gesagt, ich wolle die Schuhe nicht im Karton, da ist sie nach hinten gegangen und hat sie in eine Kunststofftüte gepackt. Du glaubst es nicht, Papa, zu Hause, als ich die Tasche auf den Teppich geleert habe, sind zwei Paare heraus gepurzelt, bezahlt habe ich aber nur eines.

„Ich vermute“, schmunzelte er, „du hast das überzählige Paar nicht zurückgebracht. „

„Nein“, lachte sie, „der Schuhladen ist zu groß für ein schlechtes Gewissen, und die Verkäuferin hätte nichts davon gehabt. Ich hingegen schon, du hast ja keine Ahnung, wie riesig ich mich gefreut habe. „

Werner bemerkte:

„Das kann richtig kribbeln, wenn man etwas Unerlaubtes tut, ohne dass es die anderen merken.

„Du hast recht, Papa, kaum war Guido zurück, zeigte ich ihm die Schuhe und wollte gleich Sex. „

„Dann ist es noch gar nicht lange her, dass du mit Guido zusammen warst. „

„Nicht wirklich. Wie ich bereits gesagt habe, mir war's recht, dass es Guido immer eilig hatte, doch er war bereits eingeschlafen, bevor es richtig los ging. Und da war noch etwas, das ich nicht genau bezeichnen kann.

Sex wird erst richtig toll mit gegenseitigem Vertrauen, aber bei Guido war irgendwie nicht genug davon da. „

Werner nickte:

„Vielleicht ist das auch der Grund, dass ich Inzestgeschichten lese. In einer guten Familie vertraut man sich, muss sich nicht verstellen, man kann so sein, wie man ist, egal was passiert. „

Lena gestand:

„Ich muss zugeben, die Geschichten auf deinem Computer haben mich beim zweiten Hingucken fasziniert, irgendwie habe ich darin alles gefunden, was ich bei Guido vermisst habe.

Nach einer Pause:

„Ja, die Geschichten haben mich angemacht, obschon ich mich gleichzeitig über dich geärgert habe, das ist ja das Verrückte daran. „

Werner legte ihr beschwichtigend eine Hand auf die Schulter:

„Mach dir nichts draus, Liebes, Neues macht beim ersten Versuch oft Angst, aber bereits beim zweiten schon weniger… und, äh… ich glaube zu wissen, dass dich die Geschichten nicht nur erschreckt haben.

Er lächelte seine Tochter so lange an, bis sie schmollte:

„Du hast mein Höschen auf meine Kommode gelegt. „

„Ich hab's wohl kaum in meinem Büro liegen lassen können. Manchmal sind Leute im Haus, sicher hätte ich bald dumme Fragen beantworten müssen. „

Lena zog die Mundwinkel nach oben, zog die Augenbrauen hoch und presste die Lippen zusammen, um ein Herausprusten zu unterdrücken, dann hakte sie sich bei ihm unter, wartete, bis sich das drohende Herauslachen verflüchtigt hatte, und seufzte:

„Mein Papa blamiert sich wegen einem Damenhöschen auf seinem Büroboden…“

Während sie einem Weizenfeld entlang gingen, sah Werner, dass es im Kopf seiner Tochter arbeitete, schließlich sagte sie:

„Du, Papa?“

„Ja?“

„Wenn du… ich meine, wenn du Inzestgeschichten liest, stellst du dir da etwas Bestimmtes vor?“

„Was soll ich sagen“, überlegte er, „die Personen und Handlungen sind frei erfunden, da geschehen Dinge, die in der Wirklichkeit nie so ablaufen.

„Ja schon“, erwiderte sie gedehnt, „aber wenn du liest, wie ein Vater mit seiner Tochter… ich meine, hast du dir dabei schon vorgestellt, dass du?…“

Als Lena nicht weitersprach, übernahm Werner:

„Du denkst an etwas Konkretes?“

„Irgendwie schon“, seufzte sie, „ziemlich konkret. „

„Du meinst, ich mit meiner Tochter?… mit dir?…“

„Ja“, hauchte sie.

„Ach Kind“, wehrte er ab, „im wirklichen Leben wäre sowas ziemlich… stell dir mal vor, was andere Leute dazu sagen würden.

„Geschieht ja nur in der Fantasie“, antwortete Lena, „und ich werd's auch ganz bestimmt nicht weiter erzählen. „

Sie ließ nicht locker:

„Sag schon, hast du es dir dabei schon vorgestellt?… ich meine… mit mir?“

Werner versuchte auszuweichen:

„Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Ich denke, ich werde mir einige Geschichten vornehmen und versuchen, es mit dir vorzustellen, vielleicht weiß ich danach mehr.

„Wirst du's mir auch sagen?“

„Versprochen“, hüstelte er. Werner war froh, dass sie sich dem Haus näherten, Lena war ihm mit ihrer Fragerei doch etwas zu nahe auf die Pelle gerückt. Trotzdem hatte ihm das Gespräch gut getan, er fühlte sich leicht und unbeschwert. Auch seine Tochter schien sich von ihrem Groll befreit zu haben, denn als sie sich der Haustür näherten, kicherte sie:

„Ich will noch heute ein paar von deinen Inzestgeschichten lesen, darf ich?“

„Sicher“, entgegnete er freimütig und öffnete die Tür.

Lena stieg die Treppe hoch, er rief ihr nach:

„Allerdings werde ich dir die gleiche Frage stellen wie du eben. „

Sie blieb stehen, drehte sich um und schwieg, aber sie nickte tapfer.

***

Am Abend kochte Werner Lenas Lieblingsspeise, Papas Buletten mit Kartoffelpuffern und Gemüse. Als er seine Tochter zu Tisch rief, musste er nicht lange warten. An diesem Abend ließen sie beide ihre Tischmanieren links liegen und sprachen mampfend und kauend über Lenas Studium und über seine letzten Ferien mit Heidrun.

Er war froh, dass seine Tochter ihre Befangenheit abgelegt hatte, denn sie war das Letzte, was er verlieren wollte. Nach dem Dessert wischte sie sich mit der Serviette den Mund sauber, bedankte sich für das Essen und erhob sich. Werner fragte:

„Heute ist Samstag, triffst du dich nicht mit deinesgleichen in einer Disco oder so?“

„Ach nein“, seufzte sie, „ich bin diese Woche schon einmal davongelaufen, heute bleibe ich hier.

Er freute sich:

„Dann räume ich mal die Küche auf. „

Er überlegte:

„Eigentlich hatte ich im Sinn, bloß vor dem Fernseher abzuhängen, ich hatte eine anstrengende Woche. „

„Ist gut, Papa“, sagte Lena und streckte gähnend die Fäuste zu Decke hoch, „ich komme dann auch. „

Nach einer halben Stunde verließ Werner die Küche und wollte ins Wohnzimmer gehen, da bemerkte er Licht in seinem Büro.

Lena hatte sich doch tatsächlich vor seinen Computer gesetzt. Warum hatte sie beim Spaziergang so darauf beharrt zu erfahren, ob er es sich bei den Vater-Tochter-Geschichten zusammen mit ihr vorstellte? Er deutete das als Zeichen, dass sie mit Papas ungewöhnlichen Vorlieben gelassener umzugehen begann.

Während des Gesprächs beim Spaziergang war ihm zum ersten Mal so richtig bewusst geworden, was er beim Lesen seiner Geschichten geflissentlich übergangen hatte. Ja, er hatte es sich auch mit seiner wirklichen Tochter vorgestellt, mehr als einmal, eigentlich immer.

Natürlich konnte er Lena nicht mit diesem Geständnis konfrontieren, bestimmt würde sie gleich wieder davonlaufen. Sie hatten sich zwar gegenseitig versprochen ehrlich zu sein, aber dazu wäre später auch noch Gelegenheit. Noch besser, wenn sich ihre Neugierde legen, und sie ihn gar nicht mehr ausfragen würde, so könnte er sich den Seelenstriptease ersparen.

Er nahm auf der Couch Platz und schaltete den Fernseher ein, die Samstagabend-Show lief. Nach einer Viertelstunde legte er die ausgestreckten Arme auf die Sitzlehne und überlegte sich, ob ihn die seichte Sendung langweile.

Nein, er langweilte sich kein bisschen, obschon er der Show kaum folgte, er genoss es, gedankenleer vor der Glotze zu sitzen und das Wohlbehagen zu spüren, seine Tochter im Haus zu haben. Nach einer halben Stunde lehnte sich Lena ins Zimmer und fragte:

„Hat das WLAN im Haus noch das gleiche Passwort wie früher?“

„Klar“, antwortete er, „ich weiß es nicht mal mehr auswendig. „

„Ich hab's noch auf meinem Laptop“, erklärte sie, „der ist oben in meinem Zimmer.

Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn geheimnisvoll auf die Wange. Werner blickte mit süßer Verwunderung in ihr Gesicht, wieso bedankte sie sich für eine derart banale Auskunft mit einem Kuss? Und weshalb glänzten ihre Augen? Er ließ sich zufrieden in die Couch sinken und war sich nun endgültig sicher, dass ihm seine Tochter keine weiteren Vorwürfe machen würde wegen seiner Geschichtensammlung.

Er entspannte sich mehr und mehr, bis das Fernsehbild zu verschwimmen begann.

Als er zu sich kam, wusste er nicht, ob und wie lange er geschlafen hatte, aber Lena war da und hatte es sich neben ihm gemütlich gemacht. Wie früher hatte sie sich halb liegend, halb sitzend in die Couchecke gekuschelt. Nach einer Weile drehte er sich zu ihr und sagte:

„Also von mir aus kannst du umschalten, eigentlich betrachte ich nur die bunten Flecken auf dem Bildschirm. Vielleicht möchtest du etwas anderes sehen?“

Er musterte seine Tochter von oben bis unten und hüstelte:

„Nicht, dass mir das unangenehm wäre, nur… dein Rock ist etwas gar kurz, das irritiert mich.

Lena machte keine Anstalten die Beine zu schließen, stattdessen murmelte sie:

„Ich habe vorhin noch andere Geschichten gelesen. Da ist eine drunter, die ist mir vorgekommen wie früher bei uns zu Hause. „

„Ach komm“, winkte Werner ab, „das sind erotische Geschichten, und Erotik fand bei uns ausschließlich hinter der verschlossenen Schlafzimmertür deiner Eltern statt. „

„Nicht ganz“, kam es zweideutig zurück.

„Welche Geschichte meinst du?“ fragte er unwirsch und ertappte sich dabei, dass seine Augen an Lindas Körper hinunterwanderten und unter ihren Rock schlüpften. Sicher würde sich Lena gleich auf der Couch manierlich zurecht rücken und sich seinen Augen entziehen, doch er irrte sich, ihre Beine blieben auseinander gefaltet und gaben den Blick frei auf ihr helles Höschen. Ihre Worte drangen wie aus der Ferne zu ihm:

„Ich war vierzehn.

Mama war weg, und du hast Fußball geschaut. „

„Ja“, versuchte er sich zu erinnern, „früher saß ich vor jedem Drittliga-Spiel. „

Er versicherte sich mit einem Kontrollblick, dass seine Tochter zum Fernseher schaute, sie sollte auf keinen Fall bemerken, dass sich seine Augen unter ihren Rock verirrt hatten, und sie sollte schon gar nicht mitbekommen, wie anbetungswürdig er den Anblick fand. Sie sagte tonlos:

„An diesem Abend hast du aber nicht nur Fußball geguckt.

„Sicher auch die Tagesschau“, erwiderte er. Lena kicherte:

„Du hast erst auf Fußball umgestellt, als ich nach unten gekommen bin. „

Er vermutete:

„Ich habe immer wieder mal von einem Spiel zum anderen gewechselt. „

„An diesem Abend hast du aber von einem Porno auf Fußball geschaltet, Papa. „

Werner verschluckte sich und musste husten, er spürte, wie es ihm heiß und kalt über den Rücken lief.

Mit einem Schlag war der besagte Abend in seinem Kopf. Ständig hatte er auf Fußball umschalten müssen, weil sich seine pubertierende Tochter langweilte und andauernd herunter kam, um etwas aus der Küche zu holen. Er war sich so sicher gewesen, dass sie nichts davon mitgekriegt hatte. Wie hatte sie das bloß angestellt? Keine Chance zu lügen, vor allem nicht, wenn man sich gleichentags zur Ehrlichkeit bekannt hatte. Er seufzte auf:

„Ich geb's ja zu.

Deine Mama war eine ganze Woche lang weg, und ich allein. „

Er bemerkte, dass er drauf und dran war sich zu entschuldigen, doch er besann sich:

„Ja, diesem Abend hatte ich ganz einfach Lust auf Sex. Ich weiß nicht, ob du das verstehst, wenn einem nichts Anderes mehr durch den Kopf geht. „

„Oh doch, Papa“, stimmte Lena in sein Seufzen ein, „mehr als du dir vorstellen kannst.

Er fuhr weiter:

„Deine Mama war weg, aber der Porno war da, also habe ich ihn mir angeguckt. Natürlich schaltete ich um, wenn du nach unten kannst, Pornos sind nicht wirklich geeignet für kleine Mädchen. „

„Ich war bereits vierzehn“, protestierte Lena, „ich wusste doch, was abging, drum kam ich zu dir auf die Couch, ich wollte mehr sehen, doch du bliebst stur beim Fußball.

Werner entsann sich:

„An diesem Abend hattest du eine Zeitschrift auf dem Bauch, du wolltest doch gar nicht fernsehen. „

„Darf ich ehrlich sein, Papa?“

Er lächelte ihr ins Gesicht:

„Das haben wir uns heute versprochen. „

Lena murmelte:

„Ich hab nicht wirklich gelesen, mit der Zeitschrift habe ich bloß meine Augen verdeckt.

Ich habe doch gewusst, dass du mir unter den Rock guckst. „

Erst jetzt begriff Werner, dass sich seine Tochter genau so unverschämt auf der Couch drapiert hatte wie an diesem besagten Abend. Da sie sich nach wie vor nicht anschickte ihre Beine zu schließen, wagte er einen erneuten Blick unter ihren Rock. Die verklärte Stimme seiner Tochter:

„Ich fand das so aufregend, zuerst einfach so, ich fühlte mich irgendwie so herrlich nackt vor dir.

Dann aber, als ich merkte, dass es dich anmachte, wurde ich ganz anders. „

„Und wie konntest du wissen, dass mich das anmacht?“

Werner ahnte schon, was kommen würde. Lena kicherte:

„Ich sah es an deiner Hose, da war eine große Beule drin, die längste Zeit, bis zum Ende des Fußballspiels. „

Er ließ die Schultern hängen:

„Das ist ungerecht, bei Jungs sieht man das gleich.

Werner schaute mit festem Blick unter Lenas Rock und sagte:

„Mädchen können ihre süßen Gelüste besser verstecken. „

Er raunte, ohne die Augen von ihrem Höschen zu nehmen:

„Du liegst genauso auf der Couch wie damals. „

Lena schwärmte:

„Ich werde den Abend nie mehr vergessen, das war das erste Mal, dass mich andere Augen heiß gemacht hatten.

Deine Augen, Papa. „

Werner schluckte:

„Nachdem du dich so genau erinnerst, kann ich's wohl schlecht leugnen. Ja, mir ging es ähnlich, ich schäme mich noch heute deswegen. Kerstin war weg, du und ich alleine zu Hause. Ich stellte zum ersten Mal fest, wie groß du geworden warst… und ja, ich musste mir eingestehen, dass es meiner heranwachsenden Tochter gelungen war, ihren Papa scharf zu machen. „

Lena gestand:

„Und ich erst.

Ich hätte mich gleich auf der Couch vor dir streicheln können. Natürlich hättest du mich aus dem Zimmer geworfen, also biss ich auf die Zähne und ließ es sein. „

Werner schaute unsicher in Lenas Gesicht, dann wieder auf ihr Höschen. Als er erneut hochschaute, hielt sie seinem Blick stand, ihrem Mienenspiel war abzulesen, dass sie sich entschlossen hatte, in ihrer halb liegenden Stellung für immer zu verharren. Er seufzte:

„Mein Gott Lena, ist das anstrengend, ehrlich zu sein, ich glaube, ich brauche jetzt ein Bier.

Er erhob sich mit der Frage:

„Wollen Sie auch eins, Frau angehende Psychologin?“

„Gerne, Papa. „

Werner kam mit zwei geöffneten Bierflaschen ins Wohnzimmer, überreichte Lena die eine und setzte sich an seinen Platz zurück. Sie leerten schweigend ihre Flaschen. Als er sich vorbeugte, um die seine auf den Glastisch zu stellen, reichte ihm seine Tochter die ihre und hielt die Hand vor den Mund, um ein Bäuerchen zu unterdrücken.

Allmählich fing Werner an sich daran zu gewöhnen, dass seine Tochter unbekümmert wie ein Teenager auf der Couch fläzte und sich nichts daraus machte, dass Papas Augen immer unverhohlener unter ihren Rock schlüpften. Er schaute andächtig auf das weiße Dreieck zwischen ihren Schenkeln und sagte:

„Irgendwie ist es befreiend zu beichten, was damals in meinem Kopf vorging. Ja, auch ich musste meine Hand im Zaum halten. „

Er klatschte die Hände vor seinem Gesicht zusammen:

„Was hätte meine vierzehnjährige Tochter bloß gedacht, hätte ihr Papa plötzlich an sich herumgemacht.

Lena murmelte:

„Am nächsten Tag, als du weg warst, guckte ich mir den Porno an. „

Er murrte:

„Hätt ich mir denken können, dass du das Versteck findest. „

„Papa, du hast mir versprochen nicht zu schimpfen. „

„Tue ich auch nicht“, beruhigte er sie, „es wäre ja zu blöd, dass wir uns nach so langer Zeit gegenseitig vorwerfen, denselben Porno angeschaut zu haben.

Lena wurde munter:

„Kannst du dich noch an den Film erinnern?“

„So halb vielleicht“, überlegte er, „aber du weißt ja, ein Porno ist wie der andere. „

„Klar“, antwortete sie, „doch in diesem Film gibt's sogar eine Handlung, nicht Oscarreif, aber immerhin wird eine Geschichte erzählt. “

„Um was ging's eigentlich?“ wollte er wissen.

„Das ist der Film mit der Familie: die Eltern und eine Tochter.

„Ich glaube, ich erinnere mich schwach“, erwiderte er, „die Mutter geht mit dem Handwerker in den Keller, um ihm zu zeigen, wo die Waschmaschine steht. „

„Und im Keller steht noch was ganz Anderes“, kicherte Lena, „die Tochter bleibt mit dem Vater im Wohnzimmer, sie weiß, dass es im Keller unten eine ganze Weile dauern würde, und sie verführt ihren Papa. „

Werner bemerkte, dass Lena seine Blicke verfolgte, die auf ihrem Höschen herumwanderten.

Ihm dämmerte, dass er sich mitten in der erwähnte Szene befand, in dieser saß der Vater hilflos vor seiner Tochter und starrte zwischen ihre geöffneten Beine. Und wie die Filmtochter es genoss, dass sich in Papas Hose eine mächtige Beule abzeichnete. Werner blickte an sich hinunter, dann schaute er in Lenas Gesicht und grinste:

„Ich glaube, jetzt habe ich die Szene wieder beisammen, die beiden trauen sich nicht, weil sie befürchten, die Mutter würde gleich nach oben kommen.

Lenas Stimme bebte:

„Drum wagen sie nur, sich selbst zu streicheln. „

Sie räusperte sich, bevor sie eingestand:

Als ich mir am nächsten Tag den Film anguckte, stellte ich mir vor, ich würde die Tochter sein, und… du der Vater… wir würden uns zuschauen… ich könnte sehen… wie du es dir machst.

Werner schluckte leer:

„Ich glaube, jetzt brauche ich etwas Stärkeres.

Er ging zur Hausbar und holte eine Flasche Cognac hervor.

„Für mich auch einen“, krächzte Lena.

Er schenkte sich einen Doppelten ein, da hörte er:

„Für mich bitte auch einen großen. „

Er setzte sich mit den Getränken zurück auf die Couch und überreichte Lena ihr Glas. Es herrschte angespannte Stille, als sie wortlos an ihren Gläsern nippten.

Schließlich erkundigte sie sich:

„Hast du den Porno noch?“

„Mama hat sie alle mitgenommen“, antwortete er.

„Was? Mama schaut Pornos? Das hätte ich ihr nicht zugetraut. „

„Vielleicht hat sie sich in den Handwerker aus der Waschküche verguckt“, versuchte er zu scherzen. Lena brachte mit unergründlichem Lächeln einen USB Stick zum Vorschein und verriet:

„Habe den Porno im Internet gefunden und auf den Stick geladen.

Schauen wir ihn an, Papa?“

Werner löste erschreckt den Blick von Lenas Höschen und schaute mit suchenden Augen im Zimmer umher:

„Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, ich glaube nicht, dass sich das vor der eigenen Tochter ziemt. Bestimmt würde es eine Beule in meiner Hose geben. „

„Ach Papa“, schmollte sie, „du hast ja schon eine. „

Sie hüpfte zum Fernseher und steckte den USB Stick ein.

Nachdem sie mit flinken Fingern auf der Fernbedienung herumgedrückt hatte, legte sie sich wieder auf die Couch. Werner drehte sich zu ihr und stellte fest, dass ihre Beine noch weiter auseinander ragten als vorher. Er unterwarf sich dem süßen Kribbeln, das der Anblick ihres stoffbedeckten Venushügels in ihm auslöste und ergab sich der Nötigung:

„Na gut, schauen wir uns den Streifen an, aber so, wie du auf der Couch liegst, da kann ich nicht garantieren, dass ich nur zum Bildschirm gucke.

Lena antwortete nicht, sie schaute bereits gespannt zum Fernseher, nur ihre rosagefärbten Wangen verrieten, dass ihr Papas unverschämte Blicke willkommen waren. Auf dem Bildschirm war ein Wohnzimmer zu sehen. Mitten drin ein Mann mittleren Alters und ein Mädchen. Sie schmusten und küssten sich innig.

Werner staunte:

„Ist mir damals gar nicht aufgefallen, das Mädchen sieht aus wie fünfzehn. „

Plötzlich stoben die zwei im Film auseinander und setzten sich ein jedes in einen Sessel.

Die Kamera schwenkte zum Grund ihrer Panik, die Mutter war aus dem Keller zurück. Sie trug einen Wäschekorb, erklärte, die Waschmaschine sei kaputt, der Mechaniker bereits unterwegs. Da klingelte es auch schon an der Haustür. Lena rief:

„Die Frau sieht aus wie Mama. „

„Jetzt wo du's sagst“, murmelte Werner, „die Schauspielerin sieht tatsächlich aus wie Kerstin. „

Die Mutter verschwand samt Wäschekorb und Mechaniker im Keller.

Vater und Tochter blieben sitzen und blinzelten sich schelmisch lächelnd zu. Das Töchterchen öffnete bereitwillig die Beine und schaute verzückt zu Papa, der schier aus dem Häuschen geriet.

Sie starrte unentwegt auf seine Beule, bis er ihren auffordernden Blicken nicht mehr widerstehen konnte und sich anschickte, seine Erektion aus der Hose zu schälen, doch da kam die Gattin die Treppe hoch, um einen Schraubenzieher aus der Küchenschublade zu holen. Werner brummte:

„Hat der Mechaniker nicht sein eigenes Werkzeug mitgebracht?“

„Sein wichtigstes schon“, kicherte Lena.

Die Filmmutter warf den beiden im Wohnzimmer einen argwöhnischen Blick zu und verschwand. Neue Einstellung im Keller: die Mutter hatte sich halb auf die Waschmaschine gelegt und wurde vom Handwerker von hinten genommen. Lena wollte wissen:

„Ist Mama auch mal fremdgegangen?“

„Mit einem Mechaniker?“ fragte Werner belustigt.

„Egal, mit irgendeinem Kerl. „

Er überlegte:

„Soviel ich weiß, nein.

Dann zögerte er:

„Da war aber eine andere Geschichte, über die wir eigentlich Stillschweigen vereinbart hatten. „

Er entschied sich:

„Aber ich denke, dass ich es dir erzählen darf nach all den Jahren, immerhin bist du unterdessen erwachsen. „

„Sag schon, Papa“, drängte Lena.

„Nun, deine Mama fragte sich, wie sich das anfühlen würde, mit einem andern Mann.

„Ehrlich?!“

„Ja, und sie wollte zugucken, wie ich es mit einer anderen Frau trieb. „

„Meine Mutter?… das wollte sie wirklich?“

Werner schmunzelte:

„Von deiner Mama weißt du noch so einige Dinge nicht. Ja, es war ihre Idee. Ich stieg darauf ein, und wir lernten kurz darauf ein aufgeschlossenes Paar kennen, wirklich nette Leute, die hatten die gleichen Neigungen wie wir.

„Kenne ich sie?“

„Nein, du warst damals noch klein, und immer bei Oma, wenn sie uns besuchten. „

„Fahr weiter“, forderte Lena ihn auf.

„Bald waren sie bei uns zu Besuch, und wir probierten aus, was deine Mutter vorgeschlagen hatte. „

„Und Mama war wirklich erpicht drauf?“

„Und wie! Sie drängte mich geradezu, wollte unbedingt sehen, wie ich die Frau des Kollegen von hinten nahm.

„Hier im Wohnzimmer?“

„Ja, wir hatten damals eine andere Couch. Die Frau des Kollegen war scharf auf mich, ich hatte nicht erwartet, dass sie sich gleich beim ersten Mal so gehen lassen würde. Deine Mama gab Anweisung, sie solle auf die Couch rutschen, und mir befahl sie beinahe, mich hinter die Frau zu knien und ihr Höschen herunterzuziehen. „

„Ih Papa, hast du?“

„Langsam kam ich auf den Geschmack, so schob ich der Frau das Höschen herunter und begann ihren Po zu küssen.

Lena stieß aus:

„Mein Papa… wer hätte das gedacht. „

Werner erzählte:

„Ich sah doch, wie heiß sie war, und der Kollege ermunterte mich mit Blicken, ihre Muschi zu lecken, dabei holte er sein Ding hervor und rieb es wie wild. Als ich bemerkte, dass deine Mama fast ausflippte beim Zugucken, stand ich auf und nahm die Frau. „

„Von hinten?“

Werner zeigte zum Bildschirm:

„Ja, genau so.

Mittlerweile hatte die Film-Mutter den Platz gewechselt, kniete auf einem kleinen Trog und streckte dem Mechaniker den prallen Hintern entgegen. Er konnte aufrecht stehend seinen Ständer zwischen ihren Schamlippen versenken. Lena war ganz aufgeregt:

„Wie ging's weiter, hat Mama nur zugeschaut?“

„Die ersten zehn Minuten schon. „

Er zeigte auf den runden Hocker neben der Couch:

„Sie saß hier, hatte eine Hand in ihrem Höschen und streichelte sich beim Zugucken selbst.

„Was, vor euch dreien?“

„Das schien sie erst recht anzumachen, denn sie schlüpfte aus dem Höschen, setzte sich breitbeinig hin und achtete darauf, dass wir zuschauten, wie sie es sich selber besorgte. „

„Und der andere Mann?“

„Der stand neben Mama und schaute ihr zu. Ihn geilte das genauso auf wie deine Mutter und mich. Mama holte mit ihrer freien Hand seinen Ständer aus der Hose und massierte ihn.

„Wow“, drang es aus Lena, „und dann?“

„Als es deine Mama nicht mehr aushielt, tauschte sie mit dem Kollegen die Plätze. Er ließ sich seine Hose ausziehen und setzte sich vor ihr auf den Hocker. „

Werner zeigte auf den Ledersitz:

„Ich war immer noch dran, die Frau des Bekannten von hinten zu nehmen, wir schauten den beiden auf dem Hocker zu.

Mama steckte zuerst den Ständer des Kollegen in den Mund, später stellte sie sich breibeinig über seine Schenkel, doch sie ließ seinen Schwanz nicht gleich in ihre Muschi. „

„Warum?“

„Sie blickte zu uns und wartete, bis wir hinguckten. Erst als sie sah, dass wir es kaum erwarten konnten, ließ sie sich gehen, zuerst nur zögerlich, bis sie den Ständer des Kollegen fühlen konnte … ihre Muschi dehnte sich… mehr und mehr… mein Gott, Lena, ich könnte viel Schlechtes über deine Mutter sagen, aber sie hatte wundervolle Schamlippen.

War das ein Anblick, als der Kollege seinen Schwanz tief in deine Mama rammte. „

Eine Weile herrschte Stille. Werner bemerkte, dass seine Tochter unentwegt auf die Beule in seiner Hose starrte, sie fragte:

„Und ihr habt euch nicht geschämt, dass euch andere dabei zuschauen?“

„Zuerst befürchte ich das“, erwiderte er, „aber meine Sorge war unbegründet. „

Lena wollte wissen:

„Wie ist es, Sex zu haben, wenn andere zugucken?“

„Wenn ich zurückdenke und ehrlich bin… einfach nur geil.

Wir trafen uns danach regelmäßig mit dem anderen Paar, bis es in eine andere Stadt zog. „

Lena schwieg, sie musste das Gehörte zuerst verdauen. Erst als im Film das Wohnzimmer ins Bild rückte, schaute sie aufmerksam zum Fernseher. Am Stöhnen, das aus dem Keller drang, war anzuhören, dass die beiden in ihren Ledersesseln noch eine ganze Weile ungestört bleiben würden. Die Tochter spreizte ihre Beine, schob das Höschen zur Seite und zeigte Papa ihre Muschi.

Die Beule in seiner Hose muckte auf. Er holte seine Erektion hervor, rieb sie gemächlich und schaute zu, wie sein Töchterchen ihre Muschi streichelte.

„Magst du dich jetzt wieder erinnern?“ kam es aus Lenas Ecke.

„Ja“, erwiderte Werner knapp. Er sah aus den Augenwinkeln, dass seine Tochter eine Hand auf ihren Venushügel gelegt hatte, und glaubte zu wissen, auf was die Sache hinauslief. Er brauchte unbedingt noch einen Cognac und stand auf.

„Ich auch“, bat Lena.

Werner brachte gleich die ganze Flasche und schenkte nach. Seine Tochter war auch nervös, denn sie leerte ihr Glas so schnell wie er und stellte es nach einer knappen Minute auf den Tisch zurück. Er wagte erneut, Lena einen Blick zuzuwerfen, sie starrte zum Bildschirm, auf dem sich Vater und Tochter gegenüber saßen und es sich vor den Augen des Gegenübers selber besorgten.

In der nächsten Einstellung war nur der Schaft des Vaters zu sehen, fest von seiner Hand umklammert, und dahinter im Unschärfebereich die Tochter, die gleich mehrere Finger in ihre Muschi stieß und mit aufgerissenen Augen zu Papa starrte.

Werner wagte sich kaum zu bewegen, schaute nur noch zum Bildschirm, auf dem sich die zwei ihrem Höhepunkt näherten. Er war froh, dass Lenas Blicke auf den Fernseher geheftet waren, denn er spürte, dass sich auf seinem Schoß die Alpen auftürmten.

Die zwei auf dem Bildschirm stöhnten auf, und der Film-Papa spritzte ab. Wenig später kam die Film-Mutter aus dem Keller zurück und hatte den Mechaniker im Schlepptau. Sie bedankte sich für seine Dienste und entließ ihn. Als sie misstrauisch ins Wohnzimmer spähte, war ihr Ehegatte daran die Zeitung zu lesen, während ihre Tochter fleißig an ihrer Jacke strickte, dann wurde der Bildschirm schwarz.

Stille im Wohnzimmer.

Werners Augen blieben auf dem dunklen Fernseher kleben, bis ihn Lenas Stimme zurückholte:

„Genau wie damals, Papa, als du Fußball geguckt hast. „

Er seufzte:

„Nur wissen wir diesmal, wie es um uns steht. „

Lena hatte die Hand auf ihrem Höschen liegen lassen, atmete tief durch und flüsterte:

„Ich kann's sehen bei dir, Papa, das ist ja so…“

Er schaute in ihr Gesicht:

„Das mit dem Porno war deine Idee, ich habe dich vorgewarnt.

Werner sah, dass seine Tochter unentwegt auf seine Körpermitte starrte, dabei tippten ihre Finger zaghaft auf ihrem Höschen herum. Sie sprach zu ihm, als würde sie um Süßigkeiten betteln:

„Musst du auch auf die Zähne beißen, Papa?“

„Es geht gerade noch“, antwortete er mit gepresster Stimme, doch Lena ließ nicht locker:

„Ich mag aber nicht mehr auf die Zähne beißen. „

Werner sah, dass sie ihm bettelnd in die Augen blickte und mit der Hand über ihr Höschen strich.

Er versuchte krampfhaft wegzuschauen, doch vergebens, stattdessen starrte er auf ihre Finger, die den Stoff ihres Slips immer tiefer durchfurchten. Schließlich packte er die Beule in seiner Hose und begann sie zu kneten. Lenas verzückte Stimme:

„Oh Papa, deine Augen… wie damals. „

Ihre Worte vertrieben seine Hemmungen, er gestand mit belegter Stimme:

„Ich weiß noch, du hattest ein weißes Höschen an, wie jetzt.

Mein Gott Lena, dir war es als vierzehnjähriges Mädchen gelungen, deinen Vater scharf zu machen. Ich kam mir so ausgeliefert vor, fast hätte ich dich drum gebeten, deine Muschi sehen zu dürfen. „

„Ob Papa, wie gerne hätt ich's getan. „

Lena stieß einen befreiten Seufzer aus, schob ihr Höschen zur Seite und teilte mit dem Finger ihre Schamlippen. Werner konnte es nicht fassen. War das wirklich seine Tochter, die breitbeinig neben ihm auf der Couch lag und ihm benommen vor Erregung ihre Muschi herzeigte? Er zog den Reißverschluss seiner Hose herunter und holte seine Erektion hervor.

Das war Lena nicht genug, sie raunte:

„Alles. „

Er sah die drängende Gier in ihrem Gesicht, führte die Hand erneut in die Hose und brachte alles zum Vorschein, was er ihren Augen anzubieten hatte.

„Oh Papa, du bist so groß“, haucht seine Tochter, streckte die Beine zur Decke hoch und streifte sich das Höschen über den Po. Sie zupfte es von den Füssen, stellte sie zurück auf die Sitzfläche und spreizte mit den Händen ihre Knie.

Lena schien zu jubeln, als er mit aufgerissenen Augen auf ihre Muschi starrte, geistesabwesend seinen Schaft packte und ihn zu massieren begann. Und wie er erst hinguckte, als sie mit den Fingern der einen Hand ihre Schamlippen spreizte und den Mittelfinger der andern in ihren Lustkanal steckte. Werner ächzte:

„Du bist so schön, wenn das du tust. „

„Für dich, Papa. „

Sie hielt in ihrer Bewegung inne, und auch Werners Hand setzte aus.

Einen kurzen Moment Stille, dann drang es ihr aus tiefster Seele:

„Ist mir alles wieder in den Sinn gekommen, als ich deine Geschichten gelesen habe. Ich hab mir das seit diesem Film gewünscht, ich wollte sehen, wie du dich streichelst, Papa, und wie du hart wirst, wenn du zuschaust, wie ich es mir selber mache. „

Die beiden verharrten eine Weile in ihrer Erregung, blickten sich mit verzerrtem Lächeln ins Gesicht und gaben sich mit den Augen zu verstehen, dass sie zu allem bereit waren.

Werner erhob sich und seufzte:

„Schau nur, was du mit deinem Papa angestellt hast. „

Er kniete sich aufrecht zwischen Lenas Beine auf die Couch, schob ihr das Becken entgegen und umfasste seinen Schaft. Seine Tochter trieb zwei Finger in ihren Lustkanal und beobachtete, wie Papa, nur eine Armlänge vor ihrem Gesicht seinen Ständer rieb, für sie allein. Jedes Mal, wenn sich beim Zurückziehen der Hand seine pralle Eichel entblößte, weiteten sich ihre Augen.

Liebestropfen drangen aus seiner Schwanzspitze. Als Papa mit der freien Hand unter seine Eier fasste, ließ Lena den Zeigfinger um ihre Lustknospe wirbeln und keuchte:

„Papa, ich will mit dir zusammen…. „

„Oh Mädchen, ich bin gleich…“

„Ja, Papa, ja…“

Werner starrte auf Lenas wild gewordene Finger, die gleich zu dritt ihre Muschi weiteten… sie warf den Kopf hin und her… da stieg es in ihm hoch… er schloss die Augen und spürte… wie es kraftvoll aus ihm spritzte… zwei Mal… drei Mal… dann versank er im weichen Nebel.

***

Werner öffnete die Augen und blinzelte zu seiner Tochter, sie hatte den Kopf auf die Sitzlehne gelegt, schaute verträumt zur Decke hoch und verstrich mit der Hand Papas Spuren auf ihrem T-Shirt. Er griff benommen nach seinem Glas, doch das war leer. Lena rappelte sich auf, setzte sich eine Minute schweigend an seine Seite, dann entdeckte sie am Boden ihr Höschen. Sie fasste es, drückte ihm einen Kuss auf die Stirn und flüsterte:

„Das war der schönste Abend seit meiner Schulzeit, Papa.

Als Werner aus seinem Taumel erwachte, wusste er nicht mehr, wie lange er sitzen geblieben war, aber er hörte das Geräusch der elektrischen Zahnbürste aus dem oberen Stockwerk. Er brachte die Gläser in die Küche und fragte sich benebelt, was eigentlich geschehen war. Hatte er zuviel getrunken?… hatte er wirklich vor seiner Tochter?… egal, zuerst musste er schlafen.

– Fortsetzung folgt -.

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