Scham und Leidenschaft 07

Tage, Nächte, Wochen, Monate. Wie lange ist es her, dass ich aufgehört habe, ein Sexualleben mit Gleichaltrigen zu haben? Wie lange ist es her, dass mein Vater zu meinem einzigen Sexualobjekt geworden ist? Und wie lange wird es wohl dauern, bis er es annimmt? Bis er seine Hemmungen, die ich nachvollziehen kann, aber nicht verstehen will, überwindet?

Als ich in den Wochen darauf das altbekannte Knarzen wieder höre, ignoriere ich es.

Freue mich auf der einen Seite darüber, dass meine Eltern anscheinend wieder Sex und die Kälte, die zwischen ihnen herrschte, überwunden haben. Und bin auf der anderen Seite enttäuscht darüber, dass wieder nicht ich es bin, die dieses Knarzen verursacht. Ich bin mehrfach versucht, nach oben zu gehen, aber den Beiden zuzuschauen, jetzt, wo… wo all das passiert ist — das ist irgendwie nicht mehr vorstellbar.

Also mache ich es mir lediglich selbst, sobald das Knarzen ertönt.

Benutze hin und wieder dabei mein Spielzeug, stelle mir tausende Begebenheiten vor und bin doch unbefriedigt, wenn das Knarzen über mir endet und ich dreimal gekommen bin.

An einem dieser Abende liege ich frustriert in meinem Bett, starre zur Decke und schiebe die Hand eher lustlos zwischen meine Beine, als das Knarzen beginnt. Es ertönt eine Minute, wenn überhaupt, ehe es plötzlich abbricht. In meiner Vision wechseln sie die Stellung… holen eine Gleitcreme oder…

…und dann höre ich ihre Stimmen.

Lauter, als normal. Diskutierend. Hitzig debattierend. Ich verstehe kein einziges Wort, doch ich kann heraus hören, dass es keine netten Worte sind. Dass sie sich streiten. Ich überlege kurz, zur Tür zu schleichen und sie zu öffnen, in der Hoffnung, ein paar Worte verstehen zu können, doch nach einem letzten Türschlagen verstummen die Stimmen. Stille.

Ich warte lange in die Nacht hineinhorchend darauf, dass noch irgendetwas passiert. Dass es eventuell wieder knarzt.

Oder sie sich noch einmal Streiten. Doch nichts passiert. Also schlafe ich ein…

…und werde von einem unangenehmen Geräusch geweckt. Es tönt durch mein Zimmer, ohne dass ich sagen kann, was es ist. Unruhig drehe ich mich auf den Rücken, öffne die Augen. Es ist noch immer dunkel. Und es fühlt sich nicht an, als hätte ich lange geschlafen. Das Geräusch ertönt wieder und entpuppt sich als Weinen. Erst jetzt erschrecke ich, als mir bewusst wird, dass es von meinem Bettende kommt.

Ich richte mich auf, erkenne den Schemen in der Dunkelheit, der vor meinem Bett kniet. Und natürlich ist es mein Vater, der da sitzt. Etwas, was ich irgendwie erwartet habe. Nicht, dass er weint, aber immerhin, dass er doch zum ersten Mal in meinem Zimmer auftaucht. Der die Arme auf dem Bett neben meinen Füßen verschränkt hat, davor hockt, den Kopf auf den Armen, weinend. Ihn weinen zu hören, bringt mich durcheinander.

Ich weiß nicht, warum er weint. Und warum er hier ist. Vielleicht aber verstehe ich auch die Tragweite nicht. Vielleicht habe ich sie von Anfang an nicht verstanden.

Ich beuge mich vor und lege eine Hand auf seine Schulter. Er zuckt nicht zum ersten Mal zurück, als hätte meine Hand ihn verbrannt. Sein Kopf schnellt hoch, er sieht mich an und in der erkennenden Dunkelheit wird mir bewusst, dass er nackt ist.

„Es geht nicht“, weint er. „Wenn ich da oben liege und… ich muss die ganze Zeit an dich denken. An… an deinen jungen… an meine Tochter… ich kann keinen Sex mehr haben mit…“, er legt den Kopf wieder auf seine Arme, weint. Nicht all zu laut. Jämmerlich, klagend. Schniefend.

Ich strample die Decke von mir, rutsche zu ihm, hocke mich im Schneidersitz vor seine verschränkten Arme.

Überlege, was ich sagen könnte. Überlege, ob das hier tatsächlich viel weitere Wellen zu schlagen droht, als ich erwartet hatte. Überlege, ob es tatsächlich falsch war, zu ihm nach oben zu gehen. Zu ihm ins Wohnzimmer zu gehen. Meinen Eltern zuzuschauen, nachdem ich wusste, dass er mich gesehen hatte. Jetzt saß ich also hier — mit meinem weinenden Vater vor dem Bett, der keinen Sex mehr mit seiner Frau haben konnte, weil er dabei an mich denken musste.

Ich berühre ihn wieder, dieses Mal mit beiden Händen an seinen Schultern. Er hebt seinen Kopf, schaut mich an, versucht, das Weinen zu unterdrücken. Dann richtet er sich auf und zieht mich an der Taille zu sich und ich löse meinen Schneidersitz, rutsche an der Bettkante nach vorn und umschlinge dort mit den Beinen seinen Unterleib, umarme ihn. Seine Arme umfangen mich, als hätte er nur darauf gewartet, drücken mich in meinem Kreuz näher an sich heran, füllen jegliche Luft zwischen unseren Körpern aus.

Seine rechte Hand rutscht unter mein Schlafshirt und zieht es mir binnen weniger Sekunden über den Kopf. Kurz rückt er dafür wenige Zentimeter von mir weg, ehe er mich erneut umgreift und noch heftiger an sich drückt.

„Ich will es“, murmelt er in meinen Hals hinein. Ich spüre es zwischen meinen Beinen pochen.

„Ich will es, aber ich darf nicht. Ich darf nicht, aber ich will es.

„, spüre, wie sich die erste Flüssigkeit sammelt. Spüre, wie ich feucht werde. Spüre auch, wie es nicht nur in meinem Unterleib pocht. Sondern auch in Seinem. Wie er eine Vorwärtsbewegung damit macht und mir seinen Unterleib zwischen die Beine presst. Spüre, wie sein Schwanz wächst und an meinen Unterschenkeln entlang reibt. Spüre, wie er größer wird und seine Eichel gegen meine Unterwäsche stößt.

Dann löst er die Umarmung kurz, nimmt mein linkes Bein und hebt es an seine Schultern hinauf, legt den Arm wieder darum und verfährt genauso mit meinem rechten Bein.

Klemmt mich völlig ein zwischen seinen Armen und seinem Körper und atmet von Sekunde zu Sekunde lauter. Dann wieder ein überraschend heftiges Umarmen. Es fühlt sich verzweifelt und aufgeregt zugleich an. Ich habe das Gefühl, er zerquetscht mich. Seine Arme, die mir die Luft nehmen, sein Schwanz, der gegen meine nasse Unterwäsche spannt.

Immer wieder übt er Druck aus. Stöhnt. Und ich stöhne mit. Drückt dagegen. Seufzt. Schiebt sich gegen den Stoff, zieht ihn mit.

Grunzt. Stößt zu, als hätte er Sex. Stöhnt. Wird dabei immer schneller und zieht immer mehr von dem durchweichten Stoff mit sich, während er sich bemüht, mich in seiner Umarmung verzweifelt an sich zu fesseln. Dringt ein, wenn auch nicht viel, wenn auch nicht tief, so ist es doch ein Eindringen. Das erste Eindringen überhaupt. Mit Stoff dazwischen, ja, aber intensiver als alles Bisherige.

Er macht weiter. Hält mich umklammert, hält mich fest, zieht mich an sich ran, stößt auf mich zu.

Stößt in den Stoff hinein und scheint ihn zermürben zu wollen. Scheint eindringen und doch nicht eindringen zu wollen und wird dabei immer schneller. Keiner von uns kommt auf die Idee, die Unterwäsche einfach zu entfernen. Stöhnt immer lauter und als ich Angst habe, dass meine Mutter uns hören könnte, halte ich ihm den Mund zu.

Der Stoff durchweicht. Lässt sich immer weiter dehnen und mit hineinziehen. Einen Zentimeter, zwei Zentimeter.

Mein Vater bleibt hartnäckig, stößt immer wieder zu, atmet laut. Ich weiß nicht, wie tief, doch irgendwann gibt es einen Ruck. Irgendwann gibt der Stoff wie erwartet nach und springt in eine von beiden Richtungen, springt, von der Eichel meines Vaters verdrängt, zur Seite und gewährt Eintritt. Mein Vater schaut mir mit geöffnetem Mund in die Augen, als es passiert, als der Stoff weicht und seine Eichel in die klitschnasse Mitte trifft. Als meine inneren Schamlippen Platz machen und ihn einlassen.

Er schaut mich an, als sein Schwanz in mich hineinfährt, als würde er dort hingehören.

Und während er mich dabei anschaut, überkommt mich Übelkeit bei dem Gedanken, dass er eindringen wird, dass kein Stoff mehr unsere Körperteile voneinander fernhält, dass er in seine Tochter eindringen, sie aufspießen und nehmen wird. In seine Tochter eindringt! Seine Tochter fickt! Das, was ich mir seit Monaten vorstelle, kommt mir jetzt, da es passiert, plötzlich so bizarr vor.

So vulgär, so ausgeschlossen, so unglaubwürdig.

Und während er mich dabei anschaut, muss er meine Gedanken erraten haben. Muss, wenn nicht gar, genau die gleichen Gedanken haben.

Und ich weiß, was passieren wird.

Seine Eichel nur wenige Zentimeter in mir, kaum spürbar, springt er auf seinen Knien zurück.

Fast rutsche ich von der Bettkante, halte mich noch rechtzeitig daran fest, die Füße auf dem Fußboden nach Halt suchend.

Dann schaue ich ihn erschrocken an. Und er sieht genauso erschrocken zurück.

„Was… was hast du gefühlt?“, will er wissen, als würde er sich vergewissern wollen.

„Dich“, antworte ich atemlos. „Dich. Dich… meinen Vater… in mir. Ich weiß nicht ob…“

„Ja“, er starrt nach unten, schaut seinen Schwanz an, schaut mir wieder in die Augen. „Ich hab… oh Gott, ich hab… ich hätte dich fast…“

Fast schon entgeistert starrten wir uns gegenseitig an.

In die Augen, den Körper des anderen abtastend. Ich kam mir nicht nackt vor. Eher fühlte es sich so an, als würde ich nur vor ihm nackt so sein, wie ich sein sollte. Es fühlte sich richtig an. Und doch hatten wir hatten einen Punkt überschritten, mit dem wir jetzt nicht wirklich umgehen konnten. Beide.

Hatte ich bisher seit Monaten nichts Anderes gewollt das das hier, kam es mir jetzt so vor, als hätte ich etwas in Gang gesetzt, was ich weder aufhalten noch schlussendlich tatsächlich ertragen konnte.

Das hier war mehr als eine simple Liebelei. Mehr als jugendliches Rumstochern in anderen Körpern. Mehr als ein Experiment, bei dem es keine Verlierer gibt. Das hier war mehr, als ich es hätte benennen können. Mehr, als ich es mir damals, vor dem Schlafzimmer meiner Eltern sitzend, masturbierend, je hätte ausmalen können.

Was ich erwartet hatte? Natürlich war ich vorwiegend neugierig. Neugierig auf Sex mit einem Mann, der älter ist als ich und mir eventuell etwas beibringen kann.

Etwas, was ich meinen Altersgenossen schlussendlich voraus habe. Voraus haben könnte. Denn das, was ich mit Denen bisher hatte, war Nichts. Nicht einmal ein Hauch von Nichts im Vergleich zu diesem Mann da, der nackt, auf Knien sitzend, in meinem Zimmer saß und schockiert darüber war, dass unsere Geschlechter sich berührt hatten. Und der bis vor wenigen Minuten noch geweint hatte, weil er doch eigentlich genau das hier wollte.

Ich war neugierig gewesen, wie es sich anfühlen würde, wenn der eigene Vater die Tochter nimmt.

Ein Tabu. Eine Grenze. Und wer ist nicht neugierig darauf, Grenzen zu überschreiten? Ich war es. Definitiv. Aber als ich jetzt hier saß und meine Nacktheit sich richtig anfühlte, spürte ich auch den Widerwillen in mir. Den Widerwillen, meinen Vater in meinen Körper hinein zu lassen. Ich spürte sogar seinen Widerwillen, spürte ihn fast schon körperlich — wie er sich davor sträubte, diesen Akt — den Akt der Lust und den Akt des Kinder-Zeugens mit und in seinem eigenem Kind zu vollziehen.

Der Gedanke kam mir absurd vor. Noch viel absurder, wenn man versuchte, sich in seine Situation hinein zu versetzen. Wenn ich ein Mann wäre, würde ich dann mit meinem Schwanz in den Körper meiner Tochter eindringen wollen?

Und überhaupt war das Wort ‚Kind‘ völlig falsch. Denn das bin ich nicht. Nicht mehr. Das habe ich ihm und mir selbst bewiesen. Aber der Widerwille bleibt. In ihm. Und jetzt spürte ich ihn plötzlich auch in mir.

„Vielleicht sollten wir…“, beginne ich und er unterbricht mich sofort wieder.

„Ja. „

Als würden wir gleichzeitig das Gleiche denken. Als wären wir eine Person, die da in meinem Zimmer sitzt und mit sich selbst spricht.

Er erhebt sich und schickt sich an, zu gehen. Bleibt an der Tür stehen und öffnet sie nicht. Schweigen, welches uns einhüllt. Es knistert wieder.

Ich glaube, wenn er jetzt geht, würden wir einen Punkt finden, an dem wir es beenden könnten. Wir hatten Vieles, was Vater und Tochter nicht haben sollten, sogar eine kurze Berührung unserer intimsten Stellen hatte es gegeben, aber wir haben ‚es‘ noch nicht vollzogen. Wir hatten keinen Sex. Haben, wenn man es nicht ganz so kleinlich betrachtet, noch keine Grenze überschritten und noch kein Tabu gebrochen. Noch kann er wieder hoch gehen und mich das Knarzen hören lassen.

Noch kann er wieder hoch gehen und seine Frau nehmen, wie er es bisher auch getan hatte. Die Frau, die ihm eine Tochter geschenkt hatte, die jetzt im Zimmer darunter liegt und selbst eine Frau geworden ist. Konnte er das? Diese Frau unten drunter ab jetzt ignorieren, nach allem, was geschehen ist?

„Vielleicht sollten wir…“, beginnt diesmal er und dreht sich wieder um. „Ich weiß nicht. Es langsam angehen lassen?“

„Langsam?“, ich muss Lächeln und kann mir nicht vorstellen, wie genau wir etwas langsam angehen können.

„Ich weiß nicht, ob das noch geht“, ich sitze noch immer auf der Bettkante und ziehe mir jetzt vorsichtig, ohne ihn anzuschauen, meinen nassen Slip von den Beinen. „Ich weiß nicht, ob es langsam geht und ob es überhaupt geht. „

Der Slip landet geräuschvoll auf dem Boden, dann lege ich mir die rechte Hand zwischen die Beine. Fahre zwischen meinen Schamlippen entlang und versuche mir vorzustellen, wie es sich anfühlen würde, wenn er endlich in mir wäre.

Vollends. Wäre es eine Erlösung oder wäre es das Schlimmste, was wir beide machen könnten?

Er kommt wieder zu mir zurück und kniet sich vor mich. Nah, aber noch nicht nah genug, um mich zu berühren. Sein Schwanz war zu seiner normalen Größe geschrumpft. Hing schlaff und regungslos zwischen seinen Beinen. Das würde nicht lange so bleiben, wenn er…

Er beugt sich vor und sieht mir dabei tief in die Augen.

Er sieht müde aus. Als wäre er es leid, hier zu sein. Als wäre er es leid, Entscheidungen treffen zu müssen.

„Wir wollen es also beide“, stellt er langsam fest, sich jedes Wort genau zurechtlegend. „Und fanden es dennoch beide… komisch. Vielleicht sollten wir…“, er suchte nach einer Lösung. Noch immer oder schon wieder. Etwas, was uns helfen würde, diese Sache fortzusetzen oder zu beenden.

Ihm fällt keine Lösung ein.

Und ich habe sie auch nicht.

Die heutige Lösung ertönt von oben. Ein Knarzen, welches eine Bewegung im Bett meiner Eltern anzeigt. Beide schauen wir erschrocken nach oben, dann seufze ich genervt und lasse mich rücklings auf mein Bett fallen, während mein Vater hektisch aufsteht und ein Grunzen von sich gibt. Ohne ein weiteres Wort verlässt er das Zimmer, schließt so leise es geht die Tür und ist aus meiner Nacht verschwunden.

Ich spiele noch einen Moment an mir herum. Lustlos, denn es ist Niemand da, der mir dabei zusieht. Lustlos, denn meine Finger sind kein vergleichbarer Ersatz für seine Finger oder gar… mehr. Für mehr von ihm. Und fast hätten wir es getan. Komisch, dass wir kurz davor standen und es dennoch nicht getan hatten. Komisch, dass wir es beide doch eigentlich wollten und aufhörten, als der Zeitpunkt da war. Als wir es endlich hätten tun können.

Dann das Knarzen von oben. Als wäre mein Vater nie hier gewesen. Als hätte er nicht nackt vor meinem Bett gesessen, geweint und dann beinahe Sex mit seiner Tochter gehabt. Das Knarzen wird schneller, lauter, rhythmischer. Er nimmt meine Mutter und aus dem hektischen Knarzen entnehme ich Verzweiflung.

Lust.

Zorn und Wut.

Scham und Leidenschaft.

Und während sie über mir Sex haben, mache ich es mir heftig selbst.

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