Scham und Leidenschaft 09

Die Tage vergingen jetzt anders. Ich wusste, dass wir es wieder tun würden. Dass wir uns wieder sehen und begegnen würden, wie wir es im Alltag nicht tun. Ich wusste auch, dass wir auf eine Gelegenheit warten würden, in der wir das Haus für uns haben. Es war zu riskant, es zu tun, wenn meine Mutter nur nebenan oder obendrüber oder lediglich außer Haus war. Also warteten wir. In einer angenehmen Spannung, die mich irgendwie erleichterte.

Die Frage, ob wir es tun sollen oder nicht, stand nicht mehr im Raum. Nicht, dass wir uns darüber einig gewesen wären, aber so komisch die letzte Begegnung sich auch immer angefühlt hatte: Wir würden es tun. Irgendwann. Weil wir es wollten. Beide. Einvernehmlich. Was sollte daran schlussendlich falsch sein?

Und während wir warteten, hatte mein Vater Sex mit meiner Mutter. Über mir. Hörbar. Hoch ging ich nicht mehr, aber ich machte es mir weiterhin selbst, während ich ihnen zuhörte.

Die Häufigkeit war geringer als noch bis vor wenigen Monaten, aber ich konnte spüren, dass sich das Verhältnis zwischen meinen Eltern entspannte. Dass es wieder normaler wurde. Dass mein Vater einen Rhythmus gefunden hatte, mich zu wollen und seine Ehe aufrecht zu erhalten. Zumindest glaubte ich das. Und es erleichterte mich.

Als es endlich soweit war — als meine Mutter das Haus verließ, um eine Nacht bei ihrer Schwester zu verbringen –, wäre es nur logisch gewesen, wenn wir auf keine Einladung des Anderen gewartet hätten.

Wenn wir uns sofort, mit dem Schließen der Tür hinter meiner Mutter, entgegen gelaufen wären — voller Lust und Gier und Leidenschaft und schon vorher schwitzenden Körpern –, um es endlich zu tun. Vielleicht wäre es so abgelaufen, wenn es eine Geschichte oder ein Film gewesen wäre. Wenn wir uns in einer dieser Storys befinden würden, in denen zu guter Letzt noch ein weiteres Familienmitglied dazustößt und — als wäre es das normalste der Welt — mitmacht, weil es sofort Lust darauf hat.

Aber so einfach war es nicht.

Es war völlig absurd, dass eine Mutter ihren Ehemann und ihre Tochter beobachtet, sich auszieht und dann fröhlich mit ins Bett springt. Genauso absurd war es, dass beide Elternteile ihren Sohn dazu einladen. Oder zu wem-auch-immer ins Bett steigen, um ihn anzulernen. Inzeststorys verraten dir nie, was in einem Menschen vorgeht, der gerade dabei war, Sex mit seinem eigenem Kind zu haben. Inzeststorys verraten dir genauso wenig darüber, was ein Mensch denkt, der beginnt, sexuelle Gedanken gegenüber einem Elternteil zu hegen.

Ich meine — dass das nicht normal war, wissen wir alle, völlig egal, was sich in unseren Fantasien abspielt.

Es war nicht so einfach. Im Gegenteil. Es knisterte lediglich erneut, wie schon einmal, und wir schlichen umeinander herum, als könnten wir die Tatsache, dass wir allein waren — endlich allein und frei, alles zu tun, was wir wollten! –, nicht wirklich begreifen. Zumal mir der Gedanke an ein leidenschaftliches übereinander Herfallen irgendwie absurd vorkam.

Das hier war keine Liebesbeziehung. Da waren keine herzzerreißenden Emotionen in mir, die in mir brodelten, um endlich ausbrechen zu dürfen. Wir wollten Sex. Wir zogen uns magnetisch an, obwohl wir es nicht sollten. Wahrscheinlich zogen wir uns sogar genau deswegen so extrem an — weil wir es nicht durften.

Und genau dieser Tatbestand stand noch immer wie eine Mauer zwischen uns. Daran änderte auch ein leeres Haus nichts, was förmlich daran schrie, dass wir es tun sollten.

Also läuft es ab, wie eine sich ständig wiederholende Zeitschleife: Getrennt voneinander rufen wir uns ein „Gute Nacht!“ zu, gehen in das jeweils eigene Schlafzimmer und als ich das Knarzen von oben hörte, gehe ich hoch. Es war, als wären wir nach dem zu-Bett-gehen zu zwei völlig anderen Menschen geworden. Als wären wir davor noch immer Vater und Tochter, die ein völlig normales Leben führen. Vielleicht ein Vorteil für unsere momentane Situation.

Als ich das hell erleuchtete Schlafzimmer betrete, fühlt es sich jedoch anders an als sonst. Da stehe ich: Erwartungsvoll. Aufgeregt. Und auch ein bisschen ängstlich. Doch das Knistern fühlt sich an, als hätte es sich in einen permanenten Funken verwandelt. Mein Vater sitzt auf dem Bett, nackt, sein Geschlecht erigiert in die Höhe ragend. Er wartet auf mich. Macht es sich nicht selbst — das Knarzen war lediglich eine Einladung zum Hochkommen.

In seinem Blick liegt Verlangen und Gier sowie Unsicherheit gleichzeitig.

Ich trete zu ihm heran, bis ich fast direkt vor ihm stehe. Dort schaut er zu mir hoch und seine Arme strecken sich unmerklich aus, um mich an sich zu ziehen, doch er hält sich zurück.

„Es gibt keine Lösung, oder?“, will er leise wissen.

Ich schüttle den Kopf.

„Wir wollen es.

Beide. Und wir sollten es tun, nicht wahr?“, fragt er weiter.

Ich nicke.

„Es darf nie Jemand erfahren. Das hier… und das davor. Und das, was wir vielleicht noch…“

„Ich weiß“, antworte ich.

„Das hier ist falsch“, seufzt er. „Du solltest nicht hier sein. „

„Ich weiß“, wiederhole ich mich.

„Der Sex mit deiner Mutter ist nicht schlecht, weißt du?“, erzählt er, zögert und streckt endlich die Arme nach mir aus.

Legt die Hände an meine Taille und zieht mich sanft auf seinen Schoß. Seine Berührungen entfachen eine sofortige Gänsehaut und entsenden Hitzewellen von den Zehen bis hinauf zu meinem Kopf. Ich folge ihm, rutsche auf seinen Knien in Richtung seines Unterleibes. „Da hat mir nie etwas gefehlt. Das hat mich immer… völlig befriedigt…“, mein Unterleib stoppt kurz vor seinem Geschlecht. Es pulsiert und er starrt nach unten auf Meines. Streicht mit beiden Daumen über meinen Schamhügel, was einen wohligen Schauer in meiner Mitte auslöst.

„Ich hätte nie gedacht, dass man etwas so sehr begehren kann, was man nicht haben darf…“, er schaut hoch, fixiert meine Augen. „Etwas, was ein Teil der eigenen Ehefrau ist. Mit welchem man sie nicht einmal betrügt, verstehst du?“

Ich nicke. Verstehe völlig, was er meint.

„Das hier“, er nickt in Richtig meines Geschlechts. „Ist das Letzte, was ich besitzen darf. Und das Einzige, was ich mir so sehr wünsche, dass es wehtut.

„, sein Schwanz pulsiert zur Bestätigung und er stöhnt auf. Dann zerrt er an mir und zieht mich zu sich, klemmt seinen Schwanz zwischen unsere Körper ein. Hebt mich an und hätte mich beinahe, ohne zu Zögern, auf seinen Schwanz gesetzt. Doch in letzter Sekunde bangt er doch noch. Lässt mich wieder runter und seine Eichel berührt lediglich meinen Unterleib.

„Willst du es auch wirklich?“, will er wissen.

Ich nicke.

Das Verlangen zwischen meinen Beinen schmerzt mittlerweile. Es pocht und vibriert. Was ich beim letzten Mal noch als komisch empfunden hatte, als er ganz kurz in mir war, empfinde ich jetzt als notwendig. Es musste passieren.

Und in seinen Augen sehe ich, dass auch er so empfindet.

Er packt mich an der Taille und hebt mich seitwärts auf das Bett, drückt mich auf den Rücken und schiebt mich hoch.

Setzt sich zwischen meine gespreizten Beine.

Eine Bildwiederholung überschwemmt mich, als mir bewusst wird, dass wir diese Szenerie schon einmal durchlebt hatten. Als er wollte und dann plötzlich doch nicht wollte. Als er sich ablenkte, indem er sein Gesicht zwischen meine Beine drückte. Ein Unterfangen, welches damit endete, dass er mir in den Mund fickte. Nur kurz, aber intensiv. Etwas, was ihn verstört zu haben schien.

Das hier ist jedoch anders.

Er rutscht nach vorn, schiebt seine Knie zwischen meine Kniekehlen, presst seinen Unterleib an meinen und legt seinen Schwanz auf meinen Schamhügel. Presst ihn dort mit seiner Hand fester auf die brennende Haut und seufzt. Mit der anderen Hand greift er in meinen linken Unterschenkel hinein und hebt damit meinen Unterleib an. Presst seinen Schwanz der Länge nach zwischen meine nassen Schamlippen und seufzt erneut. Lauter. Erwartungsvoll. Dann hebt er seinen Schwanz an und lässt ihn erneut zwischen meine Schamlippen sinken.

Ich zucke. Und er stöhnt, als ein matschendes Geräusch entsteht.

Er wiederholt die Bewegung und schlägt seinen Schwanz fester zwischen meine Schamlippen. Scheint sie mit seinem Schwanz schlagen zu wollen.

„Das hier darf…“, er stöhnt unkontrolliert, während er die Bewegung fortsetzt. „…nie Jemand erfahren. Niemand!“

Ich nicke. Zucke. Stöhne. Kann es kaum noch aushalten.

Und als meine Hände nach unten greifen, kurz seinen Schwanz berühren und dann meine Schamlippen auseinanderziehen, stoppt er die Bewegung endlich, drückt seine Eichel zielgerichtet auf die inneren Schamlippen und verdrängt sie.

Er schaut mich an, gierig, noch immer nicht ganz überzeugt davon, dass es jetzt soweit sein soll und dass wir es beide wollen.

Ich nicke.

Also drückt er zu.

Drückt seine Hand hinunter und presst seine Eichel in mich hinein. Er seufzt und vollendet nur Sekunden später die Bewegung mit seinem Unterleib. Gleitet in mich hinein, als hätten wir das schon einhundert Mal getan.

Schaut mir in die Augen und gleitet in mich hinein, als würde er dort hingehören. Gleitet in mich hinein, stöhnt, richtet sich auf, beugt sich über mich und stemmt seine Arme links und rechts neben mir auf das Bett, um auch die letzten Zentimeter in einer fließenden Bewegung vollziehen zu können. Am Anschlag stöhnt er und übertönt meine eigenes Stöhnen. Hält inne und fixiert meine Augen. Beide schauen wir uns an, kurzzeitig fassungslos, dass es endlich passiert ist.

Mit offenen Mündern schauen wir uns an.

Kurz entsteht vor meinen Augen das Bild, wie ein Vater seine Tochter pfählt. Wie er deren Beine spreizt und sich hinein drängelt. Wie sich ihr Körper öffnet und sich um ihn herum wieder schließt. Wie ihr Körper ihn aufnimmt, wie noch keinen anderen Körper zuvor, obwohl sein Körper doch ein Fremdkörper sein sollte. Das Bild blitzt vor meinen Augen auf wie eine Fotografie.

Und ich sehe jedes Detail. Die Eichel, die Schenkel, den Schweiß. Und ich sehe, dass es richtig ist. Das Bild gefällt mir. Das Bild des Vaters zwischen den Schenkeln seiner Tochter.

Ich spanne die Muskeln meiner Mitte an. Spüre ihn. Spüre ihn vollends. Und weiß, dass auch er das tut. Das sagt sein Blick. Das sagen seine Augen. Und sie suchen auch nach einer Unsicherheit. Suchen nach dem Gefühl, welches beim letzten Mal in uns hochkam, als wir uns beinahe an diesem Punkt hier befunden hatten.

Sucht nach dem Widerwillen in uns beiden. Und als er ihn nicht findet, zieht er seine Knie ein wenig an, entzieht sich mir — nur wenige Zentimeter! – und gleitet erneut in mich hinein. Wartet auf die Reaktion. Die Gier in seinen Augen vergrößert sich, als er meine sieht. Und dann endlich wiederholt er die Bewegung, ohne sie zu stoppen.

Fährt in mich hinein, dreht am Anschlag seine Bewegung in die Gegenrichtung, entzieht sich mir und glitscht erneut in mich hinein.

Hört auf, es fließen zu lassen, und beginnt, zu stoßen.

Stößt in mich hinein und ändert mit jedem Stoß seine Härte und seine Geschwindigkeit, bis ich bei jedem einzelnen Eindringen aufstöhne. Kurze, quietschende Geräusche mache und schon nach kürzester Zeit das Gefühl habe, zu kommen. Bei jedem Stoß zu kommen. Es brennt. Es feuert. Und es brennt auch in ihm.

„Oh Gott“, sind die einzigen Worte, die er zwischendurch mehrfach atemlos stammelt.

Bis er sich auf mich drückt und regelrecht in meinen Körper hineindrängt. Die Arme unter meinen Körper schiebt, die Hände in meine Schultern krallt und sein Gesicht in meine Halsbeuge presst. Mich in pumpenden Bewegungen an sich zieht, mich aufspießt, mich pfählt, stöhnt und grunzt und nur kurz darauf kommt. Laut. Explodierend.

Und als sein Schwanz pulsiert, registriere ich das Vibrieren in mir, wie ich es noch nie gespürt habe.

Spüre die heiße Flüssigkeit, die sich in mich ergießt und in mir ausbreitet. Spüre, wie er kommt, wie er sich entlädt, wie er meinen Körper füllt. Wie er sich mit dem Kommen noch weiter in meinen Körper hineinzudrücken versucht, mich noch fester an sich presst. Wie er weitermachen will, wo es kurzzeitig kein Weitermachen gibt. Wie sein Körper nicht nachgibt und weitere Bewegungen in mich hinein macht…

…während ich das Gefühl habe,

nicht mehr Stöhnen oder gar Kommen zu können,

nichts mehr in mich aufnehmen zu können,

keine Luft mehr zu bekommen.

Zu platzen.

Zu explodieren.

Überzulaufen.

Sein Körper, der sich weiterhin bewegt. Mich weiterhin an sich presst. Mich weiterhin festhält. Sein Schwanz, der erschlafft und doch nicht erschlafft. Sein Mund, der wieder und wieder nur diese zwei Worte in meinen Hals hinein murmelt.

„Oh Gott. „

Er richtet sich schwer atmend auf, will mir in die Augen schauen, doch er rutscht aus mir hinaus und richtet den Blick auf meine Mitte.

Schaut hinab, legt die Hände an meine Unterschenkel und kann den Blick nicht abwenden von dem, was er sieht. Und von dem, was ich spüre: Wie es aus mir hinausläuft. So warm, wie mein Körper es ist. Etwas dickflüssiger, als meine eigenen Körperflüssigkeiten es sind.

Ich sehe ihn schlucken. Sehe eine kurze Unsicherheit in seinen Augen aufkommen, als er mich wieder anschaut.

Keiner von uns hatte daran gedacht, ein Kondom zu benutzen.

Wie auch, wenn das einzige, woran wir in den letzten Wochen gedacht haben, die Berührung unserer Geschlechtsorgane war? Wie auch, wenn ein Kondom nicht vor dem geschützt hätte, was sich tatsächlich abspielte: Nämlich dass ein Vater in den Körper seiner Tochter eindringt. Unabhängig von einer Schicht Gummi dazwischen, die nichts daran geändert hätte.

„Oh Gott, das ist…“, murmelt er dieses mal stockend und ich nicke abweisend. Muss nicht hören, was er zu sagen hat, weil ich es weiß: Was da zwischen meinen Beinen hinausläuft, ist das gleiche Sperma, aus dem ich entstanden bin.

Das muss er nicht laut aussprechen, um es zu einer Wahrheit zu machen. Das wissen wir beide. Das war uns beiden bewusst, noch bevor wir das hier taten. Noch bevor wir beschlossen, die Möglichkeit des Kondoms überhaupt erst gar nicht zur Sprache zu bringen.

Er schluckt erneut, als er nach seinem Schwanz greift und sich über mich beugt. Als er ihn halb erschlafft zwischen meine Schamlippen steckt und sich erneut auf mich legt.

Mich umschlingt und sein Unterkörper leicht stoßende Bewegungen macht. Er will etwas sagen, holt mehrfach Luft, doch die Worte kommen nicht über seine Lippen. Und auch ich will etwas sagen, doch auch ich finde Nichts, was beschreiben könnte, was hier gerade passiert ist.

Also bewegt er seinen Unterleib in mich hinein. Langsam, drängend, mich unter sich begrabend.

Bis er wieder wächst, bis er mich erneut ausfüllt.

Und mich ein zweites Mal in dieser Stellung nimmt.

Nicht drängelnd, sondern lediglich fordernd.

Mit langsamen, abgehackten Stößen in mich hinein.

Als würde er jede Sekunde, jeden Millimeter davon in sich aufnehmen wollen.

Und als würde er wollen, dass auch ich jeden Millimeter von ihm in mir aufnehme.

Nicht enden wollende Bewegungen, die immer wieder einen Punkt in mir finden, der mich zucken und seufzen lässt.

Nicht enden wollende Bewegungen, während er regelmäßig ansetzt, um etwas zu sagen. Keine Worte findet und die Bewegung in mir fortsetzt. Bewegungen statt Worte. Nicht enden wollende Bewegungen, in denen sein Schwanz in meinem Körper verweilt, mich ausfüllt, tiefer in mich hineindrängt. Nicht enden wollende Bewegungen, in denen ich mich fallen lasse, mich öffne, ihn einlasse. In denen ich so entspannt bin, dass ich nur noch aus einem Körper bestehe, der in Besitz genommen wird.

In denen ich so entspannt bin, dass ich das Gefühl habe, ohne diesen Schwanz niemals wieder genauso entspannt zu sein.

In denen ich so entspannt bin, dass ich das Gefühl habe, der Natur ein Schnippchen geschlagen zu haben, indem ich mich hier dem Mann hingebe, für den ich nicht nur scheinbar gemacht wurde, sondern der mich zudem auch gemacht habt. Das Wortspiel erschien mir makaber, doch es ließ mich lächeln.

Ich wurde gemacht, um genommen zu werden.

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