Scham und Leidenschaft 11

Ich muss eingeschlafen sein, denn als ich die Augen öffne, ist es stockdunkel. Das Haus schweigt. Ich wälze mich hin und her, versuche, die letzten Stunden und Wochen und Monate im Kopf durchzugehen und festzustellen, wann mein Leben begonnen hatte, aus dem Ruder zu laufen. Wann mein Leben begonnen hatte, auf den Moment zuzusteuern, in dem ich mich gerade befand. In dem alles aufgeflogen war. In dem… alles, alles irgendwie vorbei war. Einfach so, ohne Vorwarnung.

Ich stehe auf, ziehe mich an und schleiche in die Küche. Habe Hunger und Durst. Versuche, mir möglichst leise beides zusammen zu suchen. Was oben passiert, möchte ich nicht wissen. Ich weiß nicht, wer sich wo und in welchem Zustand befindet. Und ich möchte es auch gar nicht wissen. Nicht mehr. Daran habe ich keinen Anteil, daran kann ich nichts ändern. Immerhin bin ich die, die sich in eine Ehe gedrängt… die wahrscheinlich eine Ehe zerstört hat.

Und ich komme mir mies und hinterhältig vor.

Das ist mein hauptsächlicher Gedanke, oder? Dass ich wahrscheinlich eine Ehe zerstört habe. Dass ich den Seitensprung eines Anderen hervorgerufen habe. Dass ich ihn dazu gebracht habe, seine Frau in deren gemeinsamen Ehebett, deren gemeinsamen Schlafzimmer zu betrügen. Aber hatte ich bis vor kurzem nicht auch noch geglaubt, dass das hier eigentlich gar kein Fremdgehen ist? Dass das gar nicht geht, weil wir immerhin Vater und Tochter sind? Dass ich weder eifersüchtig noch sonst irgendetwas auf meine Mutter sein kann, weil das hier immerhin ihr Mann war? Und es war eben nicht nur ihr Mann, sondern auch mein Vater.

Muss man an diesem Punkt etwas Neues anstatt der ‚Eifersucht‘ erfinden?

Wie soll ich meiner Mutter denn erklären, dass es… kein Seitensprung war? Dass ihr Mann nicht fremdgegangen ist? Ich meine, was würde sie denn von mir halten, wenn ich ihr erläutere, dass es eigentlich nur sexuelle Neugierde war und sich zu etwas entwickelte, was mit nichts anderem vergleichbar ist? Und dass sie sich keine Sorgen machen muss — immerhin mag mein Vater den Sex mit ihr weiterhin, das hat er selbst gesagt, aber das mit mir ist eben… na ja.

Ich bin halt seine Tochter. Das ist etwas anderes, oder?

Und es ist natürlich auch blauäugig, das so sehen zu wollen.

Ich befürchte sogar, dass es blauäugig ist, es überhaupt irgendwie anders sehen zu wollen als meine Mutter. Sie ist die Außenstehende. Sie ist die, die es betrachtet, ohne dabei gewesen zu sein. Ohne das zu empfinden, was wir empfunden haben… wir, die… etwas tun, was Andere als gesetzeswidrig empfinden.

Es ist komisch, darüber nachzudenken. Und es ist komisch, darüber nachzudenken, was meine Mutter, jetzt, wo sie es weiß, dazu sagt. Und was sie wohl tun wird. Was sie gar denkt. Und was mein Vater wohl tun wird. Und überhaupt — was jetzt aus uns wird. Wie wir das wieder flicken sollen. Und ob es überhaupt zu flicken geht.

Es gibt kein ‚uns‘ mehr. Keine Familie mehr. Nicht wahr?

Ich gehe wieder ins Bett und überdenke die momentane Situation.

Und als ich darüber hinweg einschlafe und wieder erwache, scheinen tausende von Stunden vergangen zu sein. Es ist hell draußen, ich habe jegliches Zeitgefühl verloren und das Haus schweigt. Ich fühle mich alt und müde und weiß lediglich, dass wir keine Familie mehr sind. Und dass es meine Schuld ist.

Das Haus schweigt weiter, als die Zeit vergeht. Ich traue mich irgendwann aus dem Zimmer hinaus, mache mir ein einfaches Mittagessen und verschwinde wieder in meine eigenen vier Wände.

Es bleibt still. Ich schaue fern und versuche, eine Antwort auf folgende Frage zu bekommen: Was soll ich jetzt tun? Soll ich ausziehen? Soll ich… so tun als wäre nichts passiert? Was wird meine Mutter tun? Was wird mein Vater tun?

Ich schlummere ein und als ich erneut erwache, dämmert es draußen. Noch immer ist es klirrend leise. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Als hätte Jemand die Uhren angehalten, um diese Situation peinlichst genau festzuhalten und in die Länge zu ziehen.

Ich stehe auf und durchschreite die Küche. Laufe wieder zurück, die Treppe hinauf. Alles ist leer, alles ist ruhig. Das Bad genauso wie das Schlafzimmer meiner Eltern. Im Wohnzimmer die einsame Gestalt meines Vaters auf dem Sessel, der Fernseher starrt ihn schwarz an — und er starrt ausdruckslos zurück. Als hätte die Zeit auch ihn eingefroren.

Es fröstelt mich und leichte Angst steigt in mir auf.

Angst vor dem, was passieren könnte. Angst vor dem, was ich angerichtet habe. Was wir angerichtet haben…

„Wo ist Mutti?“, will ich leise wissen.

Das Wort ‚Mutti‘ hallt klirrend durch den Raum, wie es zuvor die Stille getan hat. Es scheint ein Echo zu werfen und dabei höhnisch zu lachen.

Er antwortet nicht sofort. Die Sekunden vergehen quälend langsam, ehe er mit rauer Stimme beinahe flüstert: „Bei Tante Luisa.

Sie kommt in frühestens einer Woche zurück. „

Sie hat das Haus also verlassen. Hat festgestellt, dass diese Situation vorerst unüberwindbar… nicht zu ertragen ist. Hat festgelegt, dass er sich um alles weitere kümmern muss, was auch immer das sein wird. Oder wird sie sich von ihm trennen? Wird sie Tante Luise davon erzählen und wenn ja — was wird das für Folgen haben? Wie wird der Rest der Familie darüber denken? Wie wird… was… warum… die Gedanken fressen mich auf.

Tausend Fragen, die ich ihm gerne stellen würde und die er wohl genauso beantworten kann, wie ich.

Wer könnte auch all diese absurden Fragen beantworten?

Ich mache einen Schritt zurück, beschließe, wieder in mein Zimmer zu gehen, ehe mir bewusst wird, dass ich niemals nie einfach so wieder zurück in mein Zimmer gehen kann. Dass jetzt alles anders ist. Dass mich in meinem Zimmer die Gedanken genauso auffressen, wie hier.

Dass es keinen Unterschied macht, wo ich mich befinde. Dass es nie wieder einen Unterschied machen wird, wo ich mich…

Ich drehe mich wieder zum Wohnzimmer zurück, will dort einen Schritt in seine Richtung machen und auch das kommt mir plötzlich widersinnig vor. Was soll ich denn jetzt bei ihm? Und was soll ich…

Die Tränen fließen einfach so. Ohne Vorwarnung.

Völlige Überforderung.

Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.

Wohin ich gehen soll. Was ich sagen oder bei wem ich mich entschuldigen soll. Mein Körper erbebt und ich zitterte unkontrolliert, werde überschwemmt von Heulkrämpfen, die mich kurzzeitig gefangen halten, ohne dass ich etwas dagegen tun kann. Als der erste Krampf vorbei ist, schaue ich ihn an — und er schaut zurück. Ausdruckslos, als hätte er mit dem hier überhaupt nichts zu tun. Was mich dazu bringt, von einer erneuten Welle überrollt zu werden.

Erst da wird sein Blick weich. Erst da steht er unschlüssig auf, ehe er mich noch unschlüssiger umarmt und nur Sekunden später ebenfalls beginnt, zu weinen.

Da stehen wir also und weinen. Umarmen uns, halten uns aneinander fest. Und ich habe absolut nicht das Gefühl, dass es den Moment irgendwie besser macht. Im Gegenteil. Alles fühlt sich noch schlimmer an, als vorher. Hieraus gibt es keinen Ausweg. Mit großer Wahrscheinlich weiß Tante Luisa schon von all dem… vielleicht gar der gesamte mütterliche Teil der Familie…

Mit jedem weiteren Gedanken rast mein Herz schneller, geht es mir schlechter.

Mir wird übel bei all den Gedanken. Und das Weinen wird noch krampfartiger.

Ich kralle mich an meinem Vater fest und weine herzzerreißend. Habe das Gefühl, zu ersticken, wenn ich ihn auch nur ein bisschen weniger festhalte. Und er? Stimmt mit ein. Tiefer als mein eigenes Weinen, aber nicht weniger verzweifelt.

Die Welt schweigt, die Zeit steht still und das Weinen übertönt irgendwann alle Gedanken. Fühlt sich irgendwann sogar regelrecht gut an.

Weinen. Und dabei im warmen Körper eines anderen liegen. Wenn es so bleibt, wenn die Zeit einfach so von jetzt an nicht mehr weiterläuft, wird alles irgendwie bestimmt wieder gut…

Als ich seine Erektion an meinem Bauch spüre, durchschüttelt mich ein erneuter Heulkrampf. Er presst sich an mich, während er meinen gesamten Körper noch ein Stück fester an sich drückt. Kurz will ich zurückweichen. Kurz sträubt sich alles in mir, einen Vorgang, der alles, alles zerstört hat, zu wiederholen, überhaupt zuzulassen, aber…

Was auch immer wir tun, es…

Also tue ich es ihm nach.

Presse meinen Unterleib an seinen, kralle mich in ihn hinein.

Alles was daraufhin folgt, passiert, ohne dass wir darüber nachdenken. Ohne, dass wir an die Folgen denken. Ohne, dass dabei Zeit vergeht.

Wir zerren aneinander, ziehen uns aus, beide weinend und keuchend und darauf bedacht, den anderen trotzdem so fest wie möglich an sich zu pressen. Umarmen und umschlingen uns. Zu keiner Sekunde sind unsere Körper mehr als zwei Zentimeter voneinander entfernt.

Als wir nackt sind, schluchzen wir und er umschlingt meine Taille, hebt mich an. Klemmt seinen Schwanz zwischen meine Schenkel, zwischen denen es viel, viel feuchter ist, als ich es mir je hätte vorstellen können. Er fädelt seinen Schwanz ein, indem er mich wieder ein Stück hinab lässt, und es vibriert, es bebt, es erschüttert unsere Körper heftiger, als es das Weinen bisher getan hat. Es ist heiß und kalt zugleich.

Er gleitet mühelos hinein, hier, im Stehen, während unsere Gesichter nass von den Tränen sind, als würde er dort hingehören.

Dann hebt er mich an, schwingt mich nach rechts, als hätte er nur darauf gewartet. Wir keuchen, schlucken die neu aufkommenden Schluchzer hinunter.

Mein Po rutscht ungeschickt über die Sessellehne, wo er mich absetzt. Und als ich die Beine hebe und spreize, macht er einen winzigen Schritt in meine Richtung. Umschlingt mich, als würde sein Leben davon abhängen. Dringt vollends in mich ein. Nimmt mich und meinen Körper in Besitz.

Presst mich an sich und versucht, noch tiefer einzudringen. Seine Hände an meinem Steiß, die mich auf ihn schieben. Seine Bewegungen gleichen einem Ertrinkenden, der versucht, Luft zu holen und zu überleben. Und ich öffne mich. Umklammere ihn und lasse ihn hinein. Fordere ihn zu Bewegungen auf, die er ausführt. Fast schon verzweifelt dringt er immer wieder in mich ein, mit seinen Händen schmerzhaft Druck auf meinen Steiß ausübend. Immer wieder. Zieht sich ein winziges Stück zurück und fährt noch härter in meinen Schoß als zuvor.

Keine Gedanken finden den Weg zu uns, während wir uns dem Anderen hingeben. Nur der Eine: Wir tun das hier, um uns irgendwie zu retten.

Der Moment verfliegt fast schlagartig, als er kommt. Als er keucht und stöhnt und ihm dabei ein Schluchzen entfährt. Als er seine letzten Stöße abgehackt in mich hineinpumpt, als sein Schwanz vibriert und die Hitze in meinem Unterleib verstärkt. Als er — und ich glaube, dass es das ist, was den Moment der Gedankenfreiheit zerstört — sich in seiner Tochter ergießt, sie dabei verzweifelt umschlingt und ihm bewusst wird, was er da tut.

Er presst mich an sich, schluchzt, ich sitzend auf der Sessellehne, er vor mir stehend, zwischen meinen Beinen, mit denen ich ihn umschlungen halte. Meine Brüste an ihn gedrückt, sein Gesicht neben meinem, in die entgegengesetzte Richtung blickend. Sein Schwanz zuckt noch einige Male, während er schluchzt. Dann beginnt er erneut zu weinen. Nicht jämmerlich, nicht krampfend. Eher gleichmäßig aufgebend.

Ich will etwas sagen, bringe jedoch nichts heraus.

Seine Umklammerung wird unangenehm, doch ich rühre mich nicht. Lasse ihn weinen und unterdrücke selbst ein Schluchzen.

Und dann fährt ein Ruck durch seinen Körper.

Er richtet sich auf, lässt mich los, zieht seinen Schwanz aus mir hinaus. Das Loslassen kommt so plötzlich, dass ich den Halt auf der Sessellehne verliere und ungeschickt nach rechts abrutsche. Er sieht es, hilft mir jedoch nicht. Als ich wieder sicher stehe, schaue ich ihn an — und sehe in ein wütendes Gesicht.

Seine Augen glitzern angriffslustig, nachdem er bis gerade eben noch geweint hatte.

Die Luft knisterte unangenehm.

„Kannst du mir mal sagen, was wir hier tun?“, fährt er mich an. Ich zucke erschrocken zusammen. Hätte niemals mit diesem lauten, vorwurfsvollem Ton gerechnet.

„Ficken hier rum, als würde uns das alles nichts angehen“, fährt er fort und macht einen Schritt nach hinten. Das obszöne Wort ‚ficken‘ stört mich.

„Es ist… alles…“, er fuchtelt mit den Händen in der Luft herum und sucht nach Worten. „…es ist alles im Arsch. Alles!“

Das letzte Wort spuckt er regelrecht aus.

Gern hätte ich ihm zugestimmt, aber sein Ton ist noch immer um einige Nuancen zu aggressiv, als dass ich etwas hätte sagen wollen.

Er grummelt etwas Unverständliches, macht einen Schritt Richtung Flur. Und stellt dann wahrscheinlich genau das Gleiche fest, wie ich, als ich vorhin Richtung Tür gehen wollte: Was auch immer wir jetzt tun, ändert nichts daran, dass es für unsere momentane Situation absolut keine passende Lösung gibt.

Schon gar nicht, während wir uns nackt im gleichen Zimmer befinden.

Er macht den Schritt wieder rückgängig, starrt mich an. Öffnet den Mund, um etwas zu sagen. Doch ihm fällt nichts ein. Ich spüre die heiße Flüssigkeit, die zäh zwischen meinen Schamlippen entlang fließt und sich einen Weg nach draußen sucht. Kurz schaue ich hinunter. Und er folgt meinem Blick. Sieht, was ich sehe.

Ich löse mich vom Sessel und gehe auf ihn zu.

Will ihm meine Hand reichen. Doch als ich ihn berühre, zuckt er zurück, als hätte meine Berührung ihn verbrannt. Wieder glitzert in seinen Augen neu entfachte Angriffslust. Als müsste er sich verteidigen. Als würde ich ihm weh tun wollen.

„Um's Ficken geht's hier also, ja?“, will er hart wissen. Ich schüttle den Kopf, bringe keinen Ton heraus. Er greift nach meinem Handgelenk, umklammert es und zieht mich dadurch barsch zu sich heran.

Gesicht an Gesicht. „Hier ging's doch immer nur um's ficken, oder? Lass uns den eigenen Vater verführen, das macht bestimmt ne Menge Spaß! War es das, ja? War es das?“

Die letzten drei Worte speit er mir förmlich ins Gesicht und ich bin sprachlos von dem, was er das sagt. Immerhin dachte ich, dass wir beide wissen, was wir da tun. Dass wir beide wissen, dass wir es eben nicht tun sollten.

Und dass es unser beider Entscheidung war, dieses Verbot hinter uns zu lassen — nicht umsonst haben wir nicht nur mehrfach darüber gesprochen, sondern… hat er denn alles vergessen? Hat er die letzten Monate vergessen? Das Verlangen? Die Blicke? Die Unsicherheit?

„Okay“, wirft er dann abschließend in den Raum hinein und scheint das, was er zuvor noch gesagt hat, als nicht beantwortet und somit als Tatsache hinzunehmen. Er stößt mich von sich, packt mich an den Schultern und schiebt mich wieder auf den Sessel zu.

Als ich dagegen stoße, verhärtet sich sein Griff.

„Wenn es dir um's Ficken geht, Schatz…“, das Wort ‚Schatz‘ spuckt er erneut abschätzig hinaus, während er mich mit dem Oberkörper auf die Sessellehne drückt. „…, zeige ich dir gern, was Männer wirklich wollen!“

Seine Hände greifen nach meiner Taille, heben mich an, schieben mich hinauf. Meine Füße verlieren den Halt am Boden und mein Schambein landet auf der Sesselkante, während ich verzweifelt versuche, nicht links oder rechts hinunter zu rutschen.

Ich weiß, was kommt. Natürlich weiß ich das.

Und ich weiß absolut nicht, wie er…

…wodurch dieser Sinneswandel kommt. Dieser Schuldzuspruch. Diese ruppige, harsche, fast schon böswillige Art. Als hätte er die letzten Monate vergessen. Die Zweifel. Die Blicke, die wir uns zugeworfen haben. Das alles hier ist doch… nicht einfach nur passiert, weil ich reine Lust hatte. Weil ich ein biestiges Miststück bin, welches mit voller Absicht ihren Vater verführt hat.

Das hier ist doch absolut nicht mit böser Absicht passiert! Und das weiß er doch!

„Papi?“, frage ich erschrocken in den Raum rein, als er meine Pobacken auseinander zieht, sich hinab beugt und feucht darüber leckt. Meine Stimme hört sich… so klein an. Und ich frage mich plötzlich, ob ich ihn jemals schon so angesprochen habe. Mit ‚Papi'… und ich weiß es ehrlich nicht mehr.

„Papi?“, wiederhole ich erneut, als nichts passiert.

Wieder beugt er sich hinab, wieder krallen seine Daumen sich in meinen Po, ziehen ihn auseinander. Dann spuckt er direkt auf meinen Anus. Ich zucke zusammen. Das Spucken widert mich an. Widert mich noch mehr an, als seine obszönen Worte vorhin.

Dann drückt er seinen linken Daumen in meinen Darm und ich zucke erneut zusammen.

„Papi?“, rufe ich nun lauter, mit noch höherer Stimme, und mein Darm zieht sich krampfartig zusammen.

Noch immer hoffe ich, dass er scherzt. Noch immer glaube ich nicht, dass er mir… Gewalt antun könnte. Nicht nach allem, was passiert ist. Nicht nach allem, was wir besprochen haben.

„Wir wissen doch beide, dass es nie nur um's ficken ging, Papi“, presse ich panisch heraus und imitiere sein Wort ‚ficken‘, als sein Daumen sich tiefer gräbt. Das Wort ‚Papi‘ spucke dieses mal ich abschätzig heraus, in der Hoffnung, dass das vierte Erwähnen der Tatsache, dass er ‚mein Papi‘ ist, irgendetwas bringt.

„Wir… wir wollten es doch beide… und wir wussten doch beide, dass…“

Sein Körper, der sich verlagert. Der sich an mich presst, während er seinen Unterkörper positioniert. Seine rechte Hand, die nach seinem Schwanz greift. Ich erwarte Schmerz, doch es kommt keiner. Ich spüre lediglich seine Hand. Er holt sich mit der Rechten einen runter und ich bin mir sicher, dass er das lediglich tut, weil er nicht steht. Sein linker Daumen gräbt sich unterdessen weiter in meinen Anus.

Ich verziehe mein Gesicht. Sein zweites Daumenglied ist ziemlich schnell bis zum Anschlag in mir, ehe er beginnt, den Daumen eher ziellos zu bewegen und es sich immer hektischer selbst zu machen.

„Papi?“, versuche ich es erneut. „Erinnerst du dich an… das erste Mal? Als wir es beide wollten und… irgendwie doch nicht? Da haben wir keinen Sex ge… da haben wir nicht gefickt. Weißt du noch?“

Seine Bewegungen werden abgehackter.

Sein Daumen hört auf, sich zu bewegen.

Er antwortet nicht. Scheint nur verbissen seinen Schwanz wieder zum Stehen bringen zu wollen.

Dann ein lautes Schnaufen von ihm.

Er zieht seinen Daumen aus mir hinaus.

„Papi?“.

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