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*

Das erste sanfte Tageslicht schimmerte durch die Vorhänge am Fenster von Leonies Zimmer. Im Halbschlaf warf die Schülerin einen Blick auf die Uhr. Zwanzig vor sieben. Normalerweise lief jetzt ihr Radiowecker, sodass die herrschende Stille ihr bewusst machte, dass Samstag war, sie ausschlafen und noch ein wenig träumen konnte. Sie nahm das kleine Kissen, das auf ihrem großen Kopfkissen lag und schob es in die Mitte des Bettes, zwischen ihre Beine, um sich daran zu reiben.

Ein wenig erregt dämmerte sie wieder weg.

Zusammen mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Florian, genannt Flo, bewohnte Leonie das Dachgeschoss im Haus ihrer Eltern. Es hatte fast die Qualität einer eigenen Wohnung: Alles, was ihnen dazu fehlte, war eine Küche. Wenn man die Treppe heraufkam, konnte man geradeaus in ein Badezimmer durchgehen, das die Geschwister sich teilten, rechts davon war die Tür zu Leonies Zimmer, links führte der Weg zu Flo.

Wer sich in einem der Räume befand, musste jedoch nicht zur Treppe zurück, um ins Bad zu gehen, denn in den hinteren Bereichen der beiden Zimmer gab es jeweils noch mal eine Tür dorthin.

Etwa eine Stunde, nachdem Leonie das erste Mal die Augen geöffnet hatte, erwachte Flo und spürte eine heftige Morgenlatte. Er bedauerte, dass dahinter keine sexuelle Erregung steckte, sondern seine Blase zu stark gefüllt war. Im Bett liegen zu bleiben und sich selbst zu befriedigen, war somit leider keine Alternative.

Müde schleppte er sich auf die Toilette.

Leonie wälzte sich mit einem heißen Urlaubsflirt auf einem Strandhandtuch und tauschte leidenschaftliche Küsse mit dem attraktiven Südländer aus, als das Meeresrauschen eine bedrohliche Lautstärke annahm. Mit aller Macht versuchte sie, sich an den schönen Traum zu klammern, weil ihr eigentlich längst klar war, was gerade passierte. Im nächsten Moment hatte sie nicht mehr den idyllischen Sandstrand vor Augen, sondern ihr Zimmer zu Hause, und musste akzeptieren, dass das mediterrane Meeresrauschen nur die heimische Toilettenspülung gewesen war.

Sie verfluchte ihren Bruder, umso mehr, als sie feststellte, dass sie nun auch auf Toilette musste und somit nicht in ihrem warmen Bett liegen bleiben konnte.

Flo kroch in seinem Zimmer wieder unter die Bettdecke und versuchte, weiterzuschlafen. Kaum hatte er seine Augen geschlossen, zerstörte ihm die laute Toilettenspülung direkt wieder die Entspannung. Dennoch konnte er der Situation etwas Positives abgewinnen: Wenn Leonie und er jetzt beide gepinkelt hatten, würde für die nächste Zeit Ruhe sein.

Und es war ja erst Viertel vor acht.

Die Geschwister hatten ein entspanntes Verhältnis. Sie hatten Spaß zu zweit und in der ganzen Familie, sie gingen sich auf die Nerven, sie stritten und vertrugen sich, waren aber grundsätzlich immer füreinander da. So lange es nicht einer von ihnen ausdrücklich verboten hatte, störten sie sich nicht an spontanen gegenseitigen Besuchen in ihren jeweiligen Zimmern. Obwohl die Verteilung der Räume klar festgelegt war, hatte es sich so mit der Zeit ergeben, dass ihre Sachen sich über das ganze Dachgeschoss verteilten.

Der Begriff „Wohngemeinschaft“ war für ihr Zusammenleben deshalb fast zu schwach. Auch, weil es für beide keine Rolle spielte, wie sie voreinander aussahen, welche Kleidung sie trugen oder ob sie überhaupt welche trugen und es kein Problem für sie war, gleichzeitig das Bad zu benutzen.

In jedem Zimmer gab es direkt neben der Tür zum Badezimmer ein Alleinstellungsmerkmal, das die Geschwister sich teilten: In Flos Zimmer stand dort ein großes Regal, in dem sie ihre Schulsachen, alle Bücher, CDs, DVDs und Spiele untergebracht hatten, in Leonies Zimmer befand sich dafür der große, gemeinsame Kleiderschrank.

Daraus ergab es sich, dass Flo morgens meistens das Zimmer seiner Schwester betrat, um sich sein Tagesoutfit herauszunehmen. Leonie störte sich abgesehen von dem sowieso unkomplizierten Umgang mit ihrem Bruder auch deshalb nicht daran, weil sie es kaum mitbekam, da es sich in der hintersten Ecke des Raumes abspielte.

Es war halb neun, als Flo es aufgab, noch einmal einzuschlafen. Erneut schwang er sich aus dem Bett und ging durch das Bad Richtung Kleiderschrank.

An der zweiten Tür drückte er bemüht leise die Türklinke herunter und schlich sich auf Zehenspitzen in Leonies Zimmer.

„Hey“, hörte er die raue, noch etwas verschlafene Stimme seiner Schwester und erfuhr so, dass seine Bemühungen völlig umsonst gewesen waren. Er ging um die Ecke und sah Leonie mit ihren zerzausten, braunen Haaren im Bett liegen.

„Guten Morgen“, begrüßte er sie.

„Schon wach?“, fragte sie ihn.

„Ich kann nicht mehr schlafen, seit du auf dem Klo warst!“, frotzelte er.

Leonie lachte.

„Du warst aber zuerst auf dem Klo!“

Gespielt genervt seufzte Flo und setzte sich auf die Bettkante.

„Sonst gut geschlafen?“

Sie brummte unzufrieden.

„Das war jetzt deine Antwort?“

Leonie brummte ein weiteres Mal.

„Mir ist zu warm!“, stellte sie dann fest und schob ihre Decke beiseite. Unterhalb der Boxershorts, die sie trug, kamen nicht nur ihre schönen, nackten Beine zum Vorschein, sondern auch das kleine Kissen.

„Warum schläfst du mit einem Kissen unter der Decke?“, wunderte Flo sich.

„Keine Ahnung“, stellte sie sich dumm, „das ist mir im Schlaf da irgendwie hingerutscht. „

Flo griff nach dem Kissen, um seinen Kopf darauf abzulegen, als er anschließend zu ihr ins Bett stieg und sich auf den Rücken legte.

Mit einem T-Shirt und Boxershorts trug er in etwa das gleiche Outfit wie seine Schwester und stellte beim Blick in Richtung Fußende etwas fest:

„Sag mal, hast du da eine von meinen Boxershorts an?“

Leonie grinste verlegen.

„Erwischt…“

„Aber wieso? Du hast doch eigene…“

„Aber keine so schöne… und bequeme…“

„Und da hast du dir gedacht, du klaust die einfach mal, der dumme Flo merkt das schon nicht?“, witzelte er.

„Nein“, beschwichtigte sie ihn, „ich dachte, du wirst schon nichts dagegen haben. Wir sind doch Geschwister!“

Bei ihrem nächsten Satz brach sie in Gelächter aus:

„Du kannst dir auch gerne mal meine Unterwäsche leihen!“

„Gerne, aber nur, um dir da reinzuwichsen!“, erwiderte Flo reflexartig und erschrak im nächsten Moment darüber, dass er das wirklich laut gesagt hatte.

„Iiiih, baaah, du Ferkel!“, war Leonies Reaktion, mit der sie ihn sofort wieder provozierte.

„Jetzt tu doch nicht so, da stehst du doch drauf!“

„Deine Mudda steht drauf!“, antwortete sie und kassierte innerhalb von einer Hundertstelsekunde seinen Konter:

„Das ist auch deine Mudda!“

Daraufhin konnte Leonie sich vor Lachen nicht halten und steckte ihren Bruder schnell an. Die beiden konnten nicht mehr aufhören, bis sie keine Luft mehr bekamen und infolgedessen keine andere Wahl hatten, als sich wieder zu beruhigen.

In dieser Erholungsphase legte Leonie ihren Kopf auf die Schulter ihres Bruders und sah ihn mit ihren treuen, dunkelblauen Augen an.

„Flo?“

„Hm?“

„Wenn du in meine Unterwäsche wichsen willst, heißt das, du stehst auf mich?“

Irritiert drehte Flo ihr seinen Kopf zu.

„Wie bitte? Du bist meine Schwester!“

„Okay – war eine blöde Frage.

Die beiden wandten ihren Blick nicht voneinander ab.

Flo grinste verschmitzt, schob seinen Arm unter Leonies Rücken und hob ihren Körper ein kleines Stück hoch.

„Nein, du hast Recht“, lachte er, während sie sich zur Seite abrollte und schließlich auf dem Bauch lag. Blitzschnell legte er sich auf sie, hielt sie unter sich fest und drückte seinen Unterleib gegen ihren.

„Ich bin total scharf auf dich und will geilen Inzestsex mit meiner heißen Schwester! Ja, ja, ja!“

„Au, das tut weh“, beschwerte sie sich lachend, als sie Flos Gewicht auf sich spürte.

„Geh von mir runter!“

Leonie versuchte, sich zu befreien, Flo hielt dagegen, sodass die beiden sich in einem Spaßkämpfchen im Bett hin- und herwälzten, bis ihnen erneut die Luft ausging.

„Stooop!“, flehte Leonie um Gnade, als Flo mal wieder die Oberhand gewonnen hatte und sie hilflos unter ihrem Bruder gefangen war. Er ließ von ihr ab, sie drehte sich auf die Seite.

So lag er hinter ihr, mit seiner Hand berührte er ihren Arm und kraulte ihn zärtlich.

Ohne ein Wort zu sagen, griff sie kurz darauf hinter sich, um Flo die Hand auf den Po zu legen und ihn an sich zu drücken. Er löffelte seine kleine Schwester, legte den Arm um sie und schloss die Augen.

Die Geschwister spürten sich gegenseitig, ihren inzwischen wieder ruhigen Atem, sie fühlten ihre Nähe und zusammen gelang ihnen das, was sie beide allein nicht mehr geschafft hatten: Friedlich aneinandergekuschelt schliefen sie noch einmal ein.

Im Dämmerzustand rieb Leonie langsam ihren Po an Flos Ständer, der diesmal nichts mit einer vollen Blase zu tun hatte.

Im Arm ihres großen Bruders fühlte Leonie sich geschützt und geborgen. Der Altersunterschied machte sich inzwischen zwar kaum mehr bemerkbar, doch sie hatte sich in ihrem tiefsten Inneren nie von dem Gedanken verabschiedet, dass Flo groß und stark war und auf sie aufpasste. Kam nun ein Monster ins Zimmer, würde es keine Chance haben.

Natürlich glaubte sie schon lange nicht mehr an Monster, aber für alle Fälle abgesichert zu sein, war trotzdem ein gutes Gefühl.

Flo atmete ruhig und tief ein. In seinem Bauch sammelte sich die Luft an, sodass er sich sanft gegen Leonies Rücken drückte. Am Hinterkopf seiner kleinen Schwester sog seine Nase ihren Duft ein: Überreste des Shampoos, Duschgels und Deos vom Vortag, vermischt mit ihrem eigenen Körpergeruch, der sich durch den Nachtschweiß gebildet hatte.

Die Kombination war jedoch keinesfalls unangenehm. Er konnte sie im wahrsten Sinne des Wortes „gut riechen“.

Um zehn Uhr öffnete Leonie wieder die Augen und beschloss, aufzustehen. Ihr Bruder sah ihr nach, als sie auf ihren nackten Füßen trippelnd den Weg zum Bad einschlug. Das lange, braune Haar fiel ihr offen über die Schultern. Sie war insgesamt eher klein, ein Meter sechzig vielleicht, und mit einer tollen, schlanken Figur ausgestattet.

Die zierlichen Beine wirkten lang im Verhältnis zu ihrer Körpergröße, sie war sozusagen ein Model im Miniaturformat. Flo behielt die Uhr im Blick, weil er wusste, dass eine Dusche seiner Schwester etwa eine Viertelstunde in Anspruch nahm.

Es war Viertel nach zehn, als Leonie die Dusche abdrehte und einen Schritt nach vorne machte, um die Türen der Duschwand zu öffnen und sich von draußen ihr Handtuch zu holen. Doch wie von Zauberhand öffneten sich die Türen von außen und eine Hand reichte ihr das Handtuch hinein.

Verdutzt steckte sie den Kopf aus der Dusche und sah in Flos dunkle, braune Augen in einem fürsorglichen Gesicht. Dass er auch nackt war, bemerkte sie gar nicht.

Sie bedankte sich bei ihm, nahm das Handtuch und begann, sich abzutrocknen.

„Bitteschööön“, flötete Flo fröhlich und ging zum Waschbecken, um sich dort die Zähne zu putzen.

„Wasch machschst du heute scho?“, fragte er mit der Zahnbürste im Mund.

„Ich bin nachher mit Jonas verabredet. „

„Oh, ein Date?!“

„Das ist kein ‚Date‘!“

„Und Jonas weiß das auch?“

„Wir sind nur Freunde!“, bestand sie darauf, während sie sich mit dem Handtuch die Fußsohlen trocken rubbelte und anschließend die Dusche verließ.

„Leonie und Jonas, Leonie und Jonas, Leonie und Jonas…“, leierte Flo im Kindergartentonfall vor sich hin, bis seine Schwester mit dem Handtuch auf ihn eindrosch.

„Hör auf jetzt!“, protestierte sie und hängte des Handtuch an einem dafür vorgesehenen Haken auf.

Er spülte seinen Mund aus und säuberte seine Zahnbürste. Die Geschwister standen nun gemeinsam vor dem Spiegel.

„Im Ernst“, fuhr Flo fort und sah seine Schwester durch den Spiegel an, „ihr kennt euch lange, ihr versteht euch gut, ihr mögt euch. Ihr würdet super zueinander passen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er Nein sagen würde.

„Ich weiß“, seufzte Leonie. „Aber ich mag ihn eben wirklich nur als Freund. Und genau deshalb will ich ihn nicht verletzen. „

„Okay. Alles, was ich will, ist, dass es dir gut geht“, erwiderte Flo und küsste sie auf die Wange, bevor er in die Dusche ging. Zufrieden lächelnd sah Leonie ihm im Spiegel nach, wo er nun von hinten zu sehen war. Ihr Bruder war bestimmt zwanzig Zentimeter größer als sie, hatte kurze, struppige, schwarze Haare, war gut gebaut und hatte einen ziemlich knackigen Hintern.

Eine liebe Freundin hätte sie ihm von Herzen gegönnt.

Nachdem Leonie am Nachmittag mit Jonas im Kino gewesen war, hatten die beiden Pech mit ihrem Bus nach Hause gehabt: Einer war gerade abgefahren und der nächste kam erst eine halbe Stunde später. Zum Zeitvertreib lud Jonas seine beste Freundin auf ein Eis ein. Da die Eisdiele jedoch brechend voll gewesen war, hatten sie es auf die Hand genommen und saßen nun zu zweit an der Bushaltestelle.

Jonas‘ Blick wanderte angespannt durch die Gegend.

„Alles klar bei dir? Suchst du was?“, hakte Leonie nach, der seine merkwürdigen Gebärden nicht entgangen waren.

Seine Augen zuckten nun noch nervöser. Dann atmete er tief durch und erklärte:

„Ich muss dir was sagen. „

„Okay?!“

„Also, es ist so, ich hab…“

Bitte sag es nicht, dachte Leonie, die nach ihrer langjährigen Freundschaft mit Jonas ein Gespür dafür hatte, was ihn beschäftigte.

Bitte sag einfach etwas anderes.

„Leonie, ich hab mich in dich verliebt. „

Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Welchen Ausweg hatte sie, mit dem sie ihm nicht wehtun würde?

„So, jetzt ist es raus“, stellte er erleichtert fest. Die Erleichterung hielt nur kurz an, weil er bald darauf merkte, dass sie immer noch nicht reagiert hatte.

„Jonas, das…“, stammelte sie unbeholfen kopfschüttelnd und ihre Bemühungen, kein mitleidiges Gesicht zu machen, gingen wahrscheinlich komplett nach hinten los.

Denn Jonas hatte es schon begriffen und seufzte enttäuscht:

„Du nicht. „

„Es tut mir so leid“, versuchte sie, das Beste aus der Situation zu machen und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Ich habe dich wirklich sehr gern als besten Freund, aber mehr ist da nicht. Und ich will dir nichts vormachen. Mir ist klar, dass das jetzt richtig scheiße für dich ist und wenn ich jetzt nicht aufhöre, zu reden, tue ich dir wahrscheinlich nur weiter weh.

Deshalb höre ich jetzt besser auf, zu quatschen. Komm her. „

Sie umarmte ihn fest. Beide atmeten tief durch.

„Vielleicht ist es besser, wenn wir uns eine Weile nicht sehen“, schlug Jonas von sich aus vor, als sie sich aus der Umarmung lösten.

„Ja, vielleicht“, stimmte Leonie ihm traurig zu.

Der Bus kam. Leonie und Jonas sprachen auf der Fahrt kein Wort mehr, bis sie sich voneinander verabschiedeten.

Nachdenklich sah sie aus dem Bus ihrem besten Freund hinterher, der zuerst aussteigen musste und mit gebrochenem Herzen die Straße entlang trottete. Mit einem lieb gemeinten Lächeln auf den Lippen winkte sie ihm noch einmal zu, wie sie es seit vielen Jahren jedes Mal tat. Doch diesmal winkte Jonas nicht zurück und würdigte sie keines Blickes.

Leonie fühlte sich elend und wollte nur noch nach Hause. Sie hoffte, dort Flo ihr Herz ausschütten zu können und ging gar nicht erst in ihr eigenes Zimmer, sondern direkt zu ihm.

Allerdings war dort niemand. Also stieg sie die Treppe wieder hinunter und erkundigte sich bei ihren Eltern nach Flo.

„Er ist bei seiner Lerngruppe“, berichtete ihre Mutter und hakte besorgt nach: „Ist alles in Ordnung bei dir? Du siehst so blass aus…“

„Jaja, alles klar“, log Leonie, „es war nur ein aufregender Film. Ich geh wieder nach oben. „

In ihrem Zimmer schmiss sie sich auf ihr Bett und drückte ihr Gesicht frontal auf ihr Kopfkissen, als würde die so vor ihren Augen entstehende Dunkelheit sie vor der Realität bewahren.

Natürlich half ihr das kein bisschen dabei, ihre Gedanken abzustellen, sondern sie drückte damit nur ihre Nase platt. Für das, was sie soeben getan hatte – ihrem besten Freund Jonas eine Abfuhr zu erteilen – hätte sie jedes andere Mädchen auf Lebenszeit verflucht, ach was, in Stücke gerissen.

Warum konnte sie nicht genau so fühlen wie er? Warum musste sie so gemein zu ihm sein? Er hatte es verdient, glücklich zu sein! Warum musste ausgerechnet sie diejenige sein, die ihm das kaputt machte? Warum hatte er sich auch ausgerechnet in sie verliebt? Sie hatte jede Menge toller Freundinnen, mit denen sie ihn jederzeit verkuppelt hätte! Und was sollte es, dass ihr Bruder ausgerechnet jetzt mit seiner Lerngruppe abhängen musste, statt für sie da zu sein?! Eine Stunde lang wälzte sie sich unruhig hin und her, dachte darüber nach, ob sie tief in sich nicht doch größere Gefühle für Jonas finden konnte, ob sie es vielleicht einfach mit ihm versuchen sollte und ob die Liebe möglicherweise mit der Zeit noch kommen würde…

Dann hielt sie es nicht mehr aus und gab eine Nachricht auf ihrem Smartphone ein, die sie an Flo schicken wollte: „Kannst du nach Hause kommen? Ich brauche dich!“ Doch sie zögerte, die Nachricht abzuschicken.

War sie denn wirklich eine solche Dramaqueen? Hatte sie die Zeit als hilfloses, kleines Mädchen, das ohne großen Bruder nicht klar kam, nicht hinter sich? Gerade wollte sie die eingetippte Nachricht wieder löschen, als sie Schritte auf der Treppe hörte. Sofort stolperte sie aus dem Bett und stürzte aus ihrer Zimmertür. Auf der Treppe stand eine große, junge, blonde Schönheit mit Modelmaßen.

„Oh, hi“, begrüßte die Blonde sie und streckte ihr die Hand aus, „du musst Leonie sein.

Dein Bruder schwärmt ja in den höchsten Tönen von dir. Wir sind uns bestimmt schon mal auf dem Schulhof über den Weg gelaufen. Ich bin Kati. „

Bevor Leonie etwas erwidern konnte, kam Flo die Treppe herauf.

„Oh, schon zurück?“, sprach er Leonie an, „wie war's mit Jonas?“

„Gut“, presste Leonie zwischen ihren Zähnen hindurch. Die Wahrheit ging diese Kati einen Scheiß an.

„Ist das dein Freund?“, wollte das blonde Model neugierig wissen.

Leonies Augen funkelten böse.

„Ihr bester Freund“, antwortete Flo für seine Schwester.

„Verstehe“, grinste Kati.

Gar nichts verstehst du, dachte Leonie, und das ist auch gut so.

„Mein Zimmer ist da“, erklärte Flo und ließ Kati hineingehen. Sie drehte sich noch einmal zu Leonie um und säuselte: „Okay, bis später, Süße!“

In Gedanken schüttelte Leonie sich angeekelt, während Flo Kati folgte, seiner Schwester ganz leise zuraunte: „Jetzt bitte nicht stören!“, und die Tür hinter sich schloss.

Leonie ging zurück in ihr Zimmer und knallte die Tür von innen zu.

„Echt nett, deine Schwester“, sprach Kati kurz vor dem lauten Knall aus, um danach irritiert zu fragen: „Was war das?“

Flo nahm ihre Hände und sah ihr in die Augen.

„Egal“, antwortete er. „Endlich allein…“

Sie legte ihre Hände an die Seiten seines Bauchs und zog ihn an sich.

Ihre Lippen trafen sich zu einem zarten Kuss, bei dem ihre Zungen zaghaft miteinander spielten.

Flo schloss die Augen und sah – Leonie.

Auf einmal war ihm, als hätte er etwas übersehen. An seiner Schwester war eben etwas anders gewesen als sonst. Nicht so, dass es jeder gemerkt hätte. Kati zum Beispiel hatte sie nett gefunden, obwohl sie kaum ein Wort mit ihr gewechselt hatte. Aber er war ihr Bruder und er merkte, wenn etwas nicht stimmte.

Kati küsste ihn leidenschaftlich fordernd und zog ihn zum Bett. Er versuchte, den Gedanken an Leonie zu verdrängen. Es war unglaublich, dass die rattenscharfe Kati mit zu ihm gekommen war, willig, mit ihm rumzumachen. Die Chance konnte er sich nicht entgehen lassen, nur weil Leonie irgendeine Laus über die Leber gelaufen war. Was auch immer ihr Problem war, es musste bis morgen warten. Er stieg mit Kati ins Bett und schob seine Hand unter ihr Top.

Trotz aller innerer Gegenwehr konnte Leonie nicht anders, als sich vorzustellen, was gerade im Zimmer ihres Bruders passierte. Am Morgen hatte sie zwar noch darüber nachgedacht, dass sie Flo von Herzen eine Freundin gönnte, aber damit hatte sie bestimmt nicht gemeint, dass er jetzt mit diesem nuttigen Flittchen rummachte. So wie die aussah, ging sie wahrscheinlich alle drei Tage mit einem anderen Jungen nach Hause. Sie meinte nun, sich daran zu erinnern, dass sie Leonie tatsächlich schon mal auf dem Schulhof gesehen hatte und zwar immer mit verschiedenen Jungs.

Bestimmt hatte Kati schon ihre halbe Stufe gevögelt. Wie war das möglich, dass Flo ausgerechnet auf diese billige Schlampe reinfiel?

Kati öffnete den Gürtel an Flos Hose, schob ihre Hand hinein und tastete sich bis in seinen Schritt vor. Er schloss die Augen.

Der Blick. In Leonies Augen hatte er Trauer und Wut erkannt. Warum hatte sie überhaupt vor ihrem Zimmer gestanden? Jetzt begriff er, dass sie wahrscheinlich auf ihn gewartet hatte.

Und dann war Kati aufgetaucht.

„Ist alles okay bei dir?“, fragte Kati nach, die inzwischen festgestellt hatte, dass sich in seiner Hose nichts tat.

Flo atmete resigniert aus.

„Ehrlich gesagt: Nein. „

„Oh… Okay. Wir müssen das nicht tun. „

„Hm“, brummte Flo unschlüssig, dem es nicht leicht fiel, diese Gelegenheit verstreichen zu lassen.

„Oder… hast du vielleicht noch nie…?“, wollte Kati wissen.

„Das ist es nicht“, wich er der eigentlichen Frage aus. „Es geht um L…Lisa. „

Im letzten Moment hatte er sich entschieden, doch nicht ganz bei der Wahrheit zu bleiben. Wenn seine kleine Schwester Probleme hatte, besonders solche, die er bisher selbst nicht kannte, ging Kati das nichts an.

„Wer ist Lisa?“

Flo erfand nun eine rührselige Geschichte von einer angeblichen Ex-Freundin, die die perfekte Partnerin für ihn gewesen war, die aber vor kurzer Zeit mit ihren Eltern hatte wegziehen müssen und sich deshalb von ihm getrennt hatte.

„Ich kann auch gut zuhören“, bot Kati ihm an, „erzähl mir mehr von Lisa. „

„Sicher? Ich meine, eigentlich hatten wir hier was anderes vor. Soll ich dir wirklich von meiner Ex erzählen?“

„Weißt du, Flo, ich hab eigentlich noch nie eine richtige Beziehung gehabt. Nur Bettgeschichten. Aber die große Liebe, das ist es doch, wovon wir alle träumen. Ich auch. Deshalb mag ich solche Geschichten.

Also, leg los. „

Jetzt bereute Flo fast, dass er Lisa gerade erfunden hatte. Und doch gelang es ihm, seine Traumbeziehung in Worte zu fassen:

„Es war einfach perfekt mit uns. Ich hab sie angesehen und war zu Hause, ganz egal, wo wir waren. Wir haben uns als unsere eigene, kleine Familie gefühlt, wenn wir zusammen waren. Ich hatte niemals Angst davor, mit ihr über etwas zu reden, ganz egal, was es war.

Wir haben uns blind verstanden. Wir konnten wochenlang zusammen abhängen und uns genau so gut wochenlang gegenseitig in Ruhe lassen, wenn es nötig war. Wir haben uns nie Gedanken darüber gemacht, ob wir gerade schön voreinander aussehen. Ob ungeschminkt, gerade aus dem Bett gefallen, nackt, wir waren einfach in jeder Situation wunderschön füreinander und das wussten wir. Natürlich haben wir uns auch mal gestritten, aber dabei war immer längst klar, dass wir uns wieder versöhnen würden.

Und dass das alles viel zu klein war, um uns auseinanderzubringen…“

„Wow“, staunte Kati, „und das hat sie weggeworfen, nur weil sie wegziehen musste?“

Diesen Teil seiner Lügengeschichte hatte Flo fast schon wieder vergessen.

„Ja“, antwortete er, weil ihm nichts anderes übrig blieb.

„Trotzdem: Das ist die ganz große Liebe!“, stellte Kati fest. „Habt ihr nicht mal an eine Fernbeziehung gedacht?

„Sie hat nicht daran geglaubt, dass das funktioniert“, baute Flo die Geschichte noch weiter aus.

„Das ist alles?“, fragte Kati verwundert. „Junge, du darfst diese Frau auf keinen Fall aufgeben! Das findest du kein zweites Mal! Krieg deinen Arsch hoch und kämpf um sie! Wenn ihr genau so viel an dir liegt wie dir an ihr und sie dich genau so vermisst, dann schafft ihr das! Versprochen!“

Flo gab sich nachdenklich.

„Vielleicht hast du Recht…“

„Natürlich habe ich Recht!“

„Okay, ist ja gut.

Direkt morgen rufe ich Leonie an. „

„Leonie? Ich denke, sie heißt Lisa?!“

Lachend schüttelte Flo den Kopf.

„Ja, natürlich. Leonie ist ja meine Schwester…“

„Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück. Und sag mal Bescheid, wie es gelaufen ist… Mann, wie gerne hätte ich einen Typen, mit dem ich solche Gefühle habe!“

Wenige Zeit später machte Kati sich auf den Weg nach Hause.

Flo brachte sie zur Tür. Inzwischen war es dunkel geworden. Zum Abschied erhob sie den Zeigefinger in seine Richtung.

„Ruf sie an. Lisa und du, ihr habt noch eine Chance, ich spüre das!“

„Mach ich. Und Danke“, erwiderte Flo und schloss die Tür hinter ihr.

Alle Details seiner romantischen Lügengeschichte, die eigentlich nur davon ablenken sollte, dass er sich Sorgen um seine Schwester machte, hatten ihn einige Zeit gekostet.

Ihm stellte sich deshalb jetzt die Frage, ob Leonie überhaupt noch wach war. Zurück in seinem Zimmer überlegte er hin und her, bis ihm ein Ritual aus der Kindheit einfiel, das er mit seiner Schwester immer kurz vor dem Einschlafen durchgeführt hatte: Klopfzeichen. Auch wenn ihre Zimmerwände nirgends direkt aneinander grenzten, kamen diese Geräusche an. Allzu penetrant wollte er es jedoch nicht machen, denn falls Leonie tatsächlich schon schlief, wollte er sie nicht aufwecken.

So klopfte er mit kleinen Pausen sechs Mal gegen die Wand.

Klopf.

Leonie war in Gedanken gerade wieder bei Jonas.

Klopf.

Nicht im Ernst, dachte sie, als das zweite Klopfen ertönte.

Klopf.

Sie verdrehte genervt die Augen und verkroch sich unter ihrem Kopfkissen.

Das nächste Klopfen war nur noch dumpf und sehr weit entfernt zu hören.

Nicht genug, dass sie an diesem Tag ihrem besten Freund das Herz hatte brechen müssen und mit niemandem darüber reden konnte.

Auch das fünfte Klopfen kam noch leise unter ihrem Kopfkissen an.

Jetzt musste sie auch noch ihrem großen Bruder zuhören, wie er diese billige Bitch gegen die Wand bumste. Es gab nur einen Ausweg: So schnell wie möglich einschlafen.

Das war mit ihrem Gefühlschaos nahezu unmöglich.

Also wollte sie erstmal das Klopfgeräusch abstellen, so gut es ging, und fing an, unter dem Kopfkissen in Lauten eine unbestimmte Melodie von sich zu geben.

„Lalalalalalalalalalalalalalalalalalalala!“

Lange reichte die Luft dafür nicht, also musste sie nun wohl oder übel unter dem Kopfkissen hervorkommen. Die Stille ließ sie mit Genugtuung feststellen, dass der Sex im Nebenzimmer wohl vorbei war.

Sie dachte an den Morgen zurück und sehnte sich danach, wieder in Flos Armen zu liegen.

Eine bessere Einschlafhilfe gab es nicht. An anderen Tagen hätte sie nun einfach zu ihm herüber gehen und sich zu ihm ins Bett legen können, aber das war ja jetzt dank der blöden Blondine nicht möglich. Unruhig wälzte sie sich hin und her und wartete darauf, endlich einschlafen zu können.

Am Sonntagmorgen sah Flo die Gelegenheit gekommen, sich endlich um Leonie zu kümmern, also betrat er wie am Samstag um halb neun ihr Zimmer durch die Badezimmertür.

Kaum hatte sie ihn gehört, sprang sie aus dem Bett und rauschte im T-Shirt und seiner Boxershorts an ihm vorbei.

„Morgen“, presste sie lustlos heraus, während sie im Bad verschwand.

Verdutzt wartete Flo ab, bis die Toilettenspülung ging. Er vermutete zunächst, dass Leonie wegen eines dringenden Bedürfnisses so kurz angebunden gewesen war. Erst als er die Dusche laufen hörte, begriff er, dass sie nicht vorhatte, wieder ins Bett zu gehen.

Also betrat er ebenfalls das Bad und putzte sich die Zähne. Als die Dusche nicht mehr lief, reichte er Leonie wie am Vortag ihr Handtuch, das sie ihm grob aus der Hand riss.

„Kannst du nicht einmal warten, bis ich im Bad fertig bin?!“, fuhr sie ihn genervt an.

„Entschuldigung, ich wusste nicht, dass dich das neuerdings stört…“, antwortete er überrascht.

„Dann weißt du es jetzt!“

„Ist ja gut! Kriegst du deine Tage oder was ist los mit dir?“

„Was geht dich das an?!“

„Ganz ruhig.

Also soll ich rausgehen?“

Unschlüssig verzog Leonie das Gesicht. Ihr war klar, dass sie ihn ein wenig unfair behandelte, umso mehr, als er sich nun tatsächlich rücksichtsvoll zurückziehen wollte.

„Ja, Nein, Vielleicht?“, hakte er nach.

„Du kannst bleiben“, legte sie sich mit Schmollmund fest.

„Bei dir ist wirklich alles in Ordnung?“, stellte er ihr besorgt die Frage, die ihn seit dem Vorabend beschäftigte.

„Ja, wieso?“

„Zum einen habe ich das Gefühl, dass du mich gleich auffressen willst, dabei weiß ich gar nicht, was ich eigentlich falsch gemacht habe. Als Kati und ich gestern hier angekommen sind, habe ich außerdem in deinen Augen gesehen, dass du unglücklich bist. „

Leonie schossen Tränen in die Augen. Wieso im Einzelnen genau, wusste sie selbst nicht, aber einen Anteil daran hatte definitiv die Tatsache, dass ihr Bruder ihr ansah, wenn es ihr dreckig ging und zwar selbst dann, wenn auf der Treppe ein heißes Model stand, das sich von ihm flachlegen ließ.

Sie konnte nicht vermeiden, auch zu schluchzen, wodurch auch Flo nicht entging, dass sie weinte. Er kam zu ihr in die Dusche und nahm sie in den Arm, obwohl sie nicht nur nackt war, sondern sich auch immer noch nicht abgetrocknet hatte. Ihre Tränen und das Wasser tropften auf sein T-Shirt und seine Boxershorts.

„Hey, Kleine“, beruhigte er seine Schwester, „alles wird gut, ich bin da.

Leonie klammerte sich an ihn und genoss seine Nähe. Tröstend strich er ihr über den Rücken. Ihm war egal, dass seine Klamotten immer nasser wurden, weil es sie beruhigte, dass er sie festhielt. In einer Hand hielt sie immer noch ihr Handtuch, das er ihr abnahm, als sie sich wieder gefangen hatte.

Liebevoll sah er ihr in die Augen.

„Pass auf, wir trocknen dich jetzt erst mal ab, dann ziehst du dir was an und du erzählst mir, was los ist.

Okay?“

„Okay“, gab Leonie ihr Einverständnis.

Flo legte ihr das Handtuch um die Schultern und rubbelte sanft ihren Rücken trocken. Als er danach die Dusche verlassen wollte, hielt Leonie ihn auf.

„Kannst du weitermachen?“, fragte sie leise. „Das hat sich gut angefühlt. „

Er kam zurück und bearbeitete den Körper seiner Schwester weiter mit dem Handtuch, erst die Beine von hinten, dann von vorne und schließlich den Bauch.

Für Leonie fühlte es sich eher nach einem wohlgemeinten Streicheln als nach Abtrocknen an. Dennoch erfüllte die Aktion ihren Zweck und sie war an den betreffenden Stellen nicht mehr nass.

„Den Rest schaffst du aber allein?“, fragte Flo unsicher, weil er sie nicht ohne Not begrapschen wollte.

„Hast du Schiss, meinen Arsch und meine Titten anzufassen?“, kicherte Leonie.

„Es könnte ja sein, dass du das nicht willst“, stellte er fest.

„Jetzt stell dich mal nicht so an, wir sind doch eine Familie. „

Flo zuckte mit den Schultern.

„Wie du möchtest. „

Er rubbelte ihr mit dem Handtuch über die Pobacken. Dann zog er es einmal von hinten nach vorne zwischen ihren Beinen hindurch, bedeckte auf der Vorderseite ihres Körpers ihre Brüste damit und strich es vorsichtig über die kleinen Hügel.

Die Blicke der Geschwister trafen sich, als Flos Hände kurz auf Leonies Busen liegen blieben und sie lächelten sich an.

Leonie nahm Flo das Handtuch ab, rubbelte ihre Fußsohlen trocken und verließ die Dusche. Flo zog seine von seiner Schwester durchnässten Sachen aus und warf sie auf den Badezimmerboden, um nun selbst zu duschen. Als Leonie das Bad verließ, fiel sein Blick durch die Scheibe der Duschwand auf ihren süßen, kleinen Po.

Der Junge, der diesen abbekam, konnte sich glücklich schätzen.

Nach der Dusche trocknete Flo sich ab, zog sich an und ging zu Leonies Bett, auf dem sie nachdenklich auf dem Rücken lag. Er legte sich neben sie. Kurz darauf hatte er ihren Kopf auf seiner Brust, während am Fußende ihr rechter Fuß mit seinem linken Fuß spielte, beide mit Socken bekleidet. Mit einer Hand fuhr er seiner Schwester zärtlich durch die Haare.

„Dann erzähl mal. Was ist los?“

„Jonas hat mir gesagt, dass er sich in mich verliebt hat“, eröffnete Leonie einen Monolog über die Situation an der Bushaltestelle und ihre Gefühle. Flo hörte sich alles an und leistete verständnisvoll Beistand.

„Du hast alles richtig gemacht“, bewertete er ihre Reaktion, „falsche Hoffnungen hätten ihm nur noch mehr wehgetan. „

„Warum fühlt es sich dann trotzdem so scheiße an?“, klagte sie.

„Weil dir etwas an deinem besten Freund liegt. Aber das ist auch genau der Grund, aus dem du ihm jetzt wehtun musstest. Lass ein bisschen Gras drüber wachsen. Jonas wird darüber hinwegkommen. Und wer weiß, in ein paar Monaten lacht ihr vielleicht zusammen darüber. „

„Hoffentlich. Ach Mann, am liebsten würde ich ihm eine Freundin organisieren…“

„Halt, Stop, ganz dumme Idee! Wenn du die Chance erhalten willst, dass er dein bester Freund bleibt, dann hältst du dich da raus, klar?“

„Ist ja gut, Chef… Ich hab nur gedacht, du als kleiner Casanova hättest jetzt vielleicht die heißen Tipps, welche Mädels in der Schule auf der Suche sind…“

„Wie, Casanova? Hab ich was verpasst?“

„Ich versteh schon: Der Kavalier genießt und schweigt.

Es geht mich ja auch nichts an. „

„Hab ich irgendwas verpasst? Schwesterherz, wovon redest du?“

„Du bist heute aber auch schwer von Begriff! Ich rede von deiner Model-Eroberung von gestern! Kati!“

In seinem Brustkorb spürte sie ein leichtes Lachen.

„Wenn da mal was gelaufen wäre“, seufzte er.

„Wie jetzt?!“

„Es stimmt ja, dass wir wollten.

Aber dann hab ich mich die ganze Zeit gefragt, was mit dir los ist und war mit den Gedanken woanders. „

Jetzt spürte Flo auf seiner Brust ein leises Lachen von Leonie.

„Du hast wegen mir keinen hochgekriegt?“

„Was gibt es denn da zu lachen? Kannst du das bitte mal als Kompliment sehen, dass du mir wichtiger bist als irgend so eine sexy Tussi?!“

Leonies Herz machte in der Tat Freudensprünge, doch eine Sache war ihr noch nicht klar:

„Aber ich hab euch doch gehört heute Nacht… so Bums-, äh, also, Klopfgeräusche…“

„Da war Kati doch längst weg.

Ich hab ihr was von einer Ex erzählt, die meine große Liebe war, aber weggezogen ist und dass ich noch so sehr an der hänge, dass ich mich nicht auf sie einlassen kann. Sie hat sich das zwar alles bereitwillig reingezogen, aber es gab ja für sie dann keinen Grund mehr, zu bleiben. Mit dem Klopfen wollte ich herausfinden, ob du noch wach bist, weil ich mir Sorgen um dich gemacht habe. Die Klopfzeichen haben wir als Kinder jeden Abend gemacht, weißt du nicht mehr?“

Leonie fragte sich, wie bescheuert sie eigentlich gewesen sein konnte, das als Sexgeräusche zu interpretieren.

„Und du hast gedacht, ich hätte wilden Sex mit Kati gehabt?“

„Das war ja wohl auch nicht völlig abwegig, ihr hattet es zumindest vor!“, verteidigte Leonie ihre Vermutung.

„Hast Recht“, gab Flo zu.

Sie nahm seine Hand.

„Flo?“

„Hm?“

„Du bist der beste Bruder der Welt. „

„Das ist gar nicht so schwer, wenn man die beste Schwester der Welt hat“, gab er das Kompliment flüsternd zurück und küsste ihre Kopfhaut.

Händchen haltend schlossen sie die Augen und holten gemeinsam den Schlaf nach, der ihnen in der vergangenen Nacht gefehlt hatte. Wenn Leonie Flos ruhigen Atem spürte, war ihr Problem mit Jonas ganz weit weg. Und dass Kati keine Chance gegen sie gehabt hatte, fühlte sich verdammt gut an.

Am späteren Sonntagvormittag standen Leonie und Flo auf. Ihre Eltern hatten längst gefrühstückt, woran sie sich aber nicht störten.

Sie hatten ja sich, um gemeinsam zu essen. Die Geschwister verloren kein Wort darüber, waren sich aber im Stillen einig, den ganzen Tag miteinander zu verbringen. Nach dem Frühstück taten sie ihrer Mutter einen Gefallen und hängten im Garten eine Maschine Wäsche auf die Leine. Unter der argwöhnischen Beobachtung ihrer Eltern, die sie für zu alt für so etwas hielten, spielten sie danach eine Zeit lang Fangen. Leonie musste sich ihrem großen Bruder etliche Male geschlagen geben.

Sie kriegte ihn nicht, als sie ihm hinterherlief und schaffte es nicht, vor ihm zu fliehen, wenn er ihr hinterherjagte. Doch jede neue Niederlage stachelte nur ihren Ehrgeiz an und zum Schluss gelang es ihr tatsächlich einmal, ihn an seinem Shirt zu erwischen. Sie wendete all ihre Kraft auf, um ihn zu Boden zu stürzen, bevor er ihr entwischen konnte. Als er im Gras landete, reagierte sie blitzschnell und setzte sich auf ihn.

„Jetzt gehörst du mir!“, drohte sie ihm spielerisch.

„Das werden wir ja sehen!“, wehrte er sich und wand seinen Körper unter seiner Schwester hin und her, bis sie den Halt verlor und zur Seite von ihm herunter rollte. Reflexartig stieg er auf sie und hielt nun sie fest.

„So schnell wendet sich das Blatt!“, feierte Flo seinen Triumph, doch auch Leonie dachte keinesfalls daran aufzugeben, sodass die beiden sich lachend im Gras hin und her kugelten, bis sie irgendwann erschöpft und außer Atem nebeneinander liegen blieben und in den blauen Himmel sahen.

Dünne Wolken zogen vorbei.

„Was siehst du?“, fragte Leonie.

„Wolken. „

„Wow. Du bist ja so ein Romantiker. “ Im Flüsterton schob sie hinterher: „Kein Wunder, dass du Kati nicht rumgekriegt hast!“

„Pass bloß auf!“, warnte Flo sie daraufhin und stieß sie mit einem Finger in die Seite.

„Aaah“, schrie sie lachend auf, „ist ja gut, ich hör auf!“

„Dann sag doch mal, was du da siehst, wenn du so romantisch bist!“

„Die Wolke da sieht aus wie ein Herz.

Flo musste lachen.

„Das ist ja wohl die billigste Antwort, die dir jetzt einfallen konnte. Vor allem, weil diese Wolke mit einer Herzform wirklich so gut wie gar nichts zu tun hat!“

„Und die da…“, Leonie musste schon beim Ansetzen losprusten, bevor sie beim letzten Teil des Satzes in großes Gelächter ausbrach, „sieht aus wie ein Penis!“

Ihr Bruder schüttelte verständnislos den Kopf.

„Sag mal, kann es sein, dass du heute etwas sexbesessen bist?“

Auf die Frage ging sie nicht weiter ein und erläuterte stattdessen ihre Entdeckung.

„Guck doch mal! Da unten sind die beiden Hoden, daraus wächst dann der Penis! Oben ist der sogar ein bisschen dicker, da ist die Eichel!“

„Hilf mir mal kurz: Wer war das noch mal, der mich eben unromantisch genannt hat?“

„Was kann ich denn dafür, dass diese Wolke nun mal aussieht wie ein Penis?!“

„Wir müssen dir dringend deine Medikamente geben“, frotzelte Flo.

„Jetzt gib zu, dass diese Wolke eine Penisform hat!“

Er sah erneut in den Himmel.

„Ah, ja, jetzt sehe ich es auch!“, behauptete er wenig überzeugend.

„Du bist blöd!“, reagierte sie darauf.

„Du bist blöd!“, entgegnete er.

„Nein, du bist blöd!“

„Deine Mudda ist blöd!“, antwortete er.

„Das ist auch deine Mudda!“, konterte diesmal sie blitzschnell und bescherte ihnen beiden erneut einen heftigen Lachanfall.

Als sie sich davon erholt hatten, fragte Leonie:

„Was machen wir jetzt?“

„Radfahren“, schlug Flo wie aus der Pistole geschossen vor.

„Cool“, erwiderte sie umgehend.

Die Geschwister blieben erst mal im Gras liegen.

Auch wenn es noch einen Moment dauerte, rafften sie sich tatsächlich zu einer kleinen Radtour auf, bei der sie nicht darauf verzichten konnten, sich in Wettbewerben in Form kleiner Rennen zu messen.

Wieder gewann Flo jedes Mal, was immer wieder Leonies Ehrgeiz befeuerte, doch diesmal blieb ihr ein Erfolgserlebnis verwehrt.

Beim Abendessen hauten sie nach all der Bewegung an der frischen Luft richtig rein und verabschiedeten sich direkt danach müde ins Bett. Gemeinsam putzten sie sich in ihrem Badezimmer die Zähne und sagten sich Gute Nacht. Dabei gab Flo seiner Schwester spontan ein Küsschen auf den Mund, wie er es schon Ewigkeiten nicht mehr getan hatte.

Beide standen vor den Türen zu ihrem Zimmer, als sie sich noch einmal herumdrehte.

„Flo?“, hielt sie ihren Bruder auf.

„Ja?“

„Das war ein schöner Tag. „

Er lächelte sie an.

„Fand ich auch. Träum was Schönes. „

„Du auch“, wünschte sie ihm.

Beide blieben weiterhin stehen.

„Jetzt geh“, forderte er sie belustigt auf.

„Du zuerst“, spielte sie den Ball zurück.

„Wieso?“

Sie verdrehte die Augen.

„So kommen wir nie ins Bett. „

Er sah sie herausfordernd an.

„Es könnte ja sein, dass ich da gar nicht hin will. „

Sie warf ihm einen verwunderten Blick zu.

„Ach ja?“

„Jedenfalls nicht ohne dich.

Wieder spürte Leonie ihr Herz klopfen und grinste ihn breit an.

„Das hört sich gut an…“

„Ich hab in den letzten Tagen gemerkt, dass ich am besten schlafe, wenn du bei mir bist“, begründete Flo seinen Vorschlag.

Seine Schwester nickte und kam auf die andere Seite des Bads.

„Geht mir genau so“, stimmte sie ihm zu, nahm seine Hand und machte sich mit ihm zusammen auf den Weg in sein Bett.

Unter der Decke kuschelten sie sich als Löffelchen aneinander. Zum ersten, aber nicht zum letzten Mal verbrachten sie gemeinsam eine Nacht in einem Bett.

Die Geschwister schliefen schnell ein. Am nächsten Tag begann die neue Schulwoche, sodass sie sich nicht ständig sehen konnten, doch abends trafen sie sich in einem Bett zum Kuscheln und schliefen beieinander. Endlich war der Freitagabend gekommen, an dem sie etwas später als sonst zusammen in Flos Zimmer lagen und sich mit dem freien Gefühl des bevorstehenden Wochenendes locker miteinander unterhielten.

„Kann ich dich mal was fragen?“, tastete Leonie sich vorsichtig vor. Sie lag auf der Seite neben Flo, der sich in Rückenlage begeben hatte, mit dem Kopf an seiner Schulter angelehnt.

„Na klar“, gab er ihr in beruhigendem Tonfall zu verstehen.

„Wenn du letzte Woche mit Kati geschlafen hättest, wäre das dein erstes Mal gewesen?“

Flo erinnerte sich daran, dass Kati ihm eine sehr ähnliche Frage gestellt hatte.

Und er stellte einen Unterschied fest: Es machte ihm nichts aus, seiner Schwester ehrlich zu antworten.

„Ja“, gab er zu.

Aus seiner Liegeposition heraus konnte er nicht sehen, dass Leonie ein Lächeln über das Gesicht huschte.

„Jetzt bin ich dran“, forderte er und fügte eine Frage hinzu:

„Hast du schon mal jemanden mit Zunge geküsst?“

„Nein“, gestand sie.

„Echt?“, wunderte Flo sich, „auch Jonas nicht? Oder eine Freundin, nur mal zum Üben, zum Ausprobieren?“

„Nein, echt nicht“, bestätigte Leonie noch einmal. „Wie viele hast du denn schon geküsst?“

Flo zählte in Gedanken schnell durch.

„Drei… nein, Vier, mit Kati. „

Diesmal entging ihm, dass Leonie für einen kurzen Moment das Gesicht verzog. Das Frage-und-Antwort-Spiel gefiel ihm.

Er hatte sich seiner Schwester immer nah gefühlt, doch nie so sehr wie seit dem vergangenen Wochenende und in diesem Moment.

„Machst du es dir selbst?“, wollte er als nächstes wissen.

Leonie schlug ihm mit der flachen Hand auf den Bauch.

„Du bist ganz schön neugierig!“

„Ach ja, ich? Wer musste denn zuerst unbedingt wissen, ob ich noch Jungfrau bin?!“

„Das wusste ich eh.

„Ah ja. Warum hast du dann gefragt?“

„Nur, um sicherzugehen. „

Er setzte ein verschmitztes Grinsen auf.

„Ich weiß auch, dass du es dir selbst machst“, versuchte er, sie zu provozieren.

„Woher?“, fragte Leonie leicht unsicher.

„Spätestens jetzt, weil du Schiss hast! Weil ich dich mal beobachtet haben könnte?“

„Hast du?“, hakte sie ängstlich nach.

Sein Grinsen wich einem sanften Lächeln.

„Nein. Du kannst wieder runterkommen. Außerdem ist doch nichts dabei, wir machen es doch alle. „

Leonie verschränkte ihre Finger mit seinen, sodass sie seine Hand festhielt.

„Ich bin dran“, stellte sie fest. „Hast du schon mal an mich gedacht, als du dir einen runtergeholt hast?“

„Natürlich nicht!“, widersprach er sofort und wurde dann neugierig: „Hast du…?“

„Nein“, antwortete sie schnell.

Einige Augenblicke unangenehmer Stille vergingen, bis Leonie wieder das Wort ergriff:

„Wahrheit ist durch. Jetzt kommt Pflicht!“

„Ach, wir spielen?“

„Du hast mir die letzte Frage gestellt…“

„Eigentlich habe ich dir ja nur deine Frage zurück gestellt. „

„Frage ist Frage! Also darf ich jetzt was bestimmen, was du machen musst! Kraul mir den Rücken!“

Dagegen hatte Flo erst mal nichts einzuwenden.

Sie rollte sich auf ihn, drückte ihren Kopf neben seinem auf die Matratze und schob ihr Shirt ein kleines Stück hoch, bevor sie ihre Arme unter Flos Rücken schob und die Hände von unten auf seine Schulterblätter legte. Er ließ seine Fingerspitzen langsam unter ihr Shirt wandern, um ihren Rücken zaghaft damit zu streicheln.

„Mmmmmmmm“, summte sie genussvoll, als sie die Gänsehaut spürte, die sich über ihren ganzen Körper ausbreitete.

An einer Stelle war Flos Händen jedoch ein Hindernis im Weg: Leonies BH störte. Sie fragte sich, warum sie diesen hier und jetzt überhaupt trug, drehte ihren Kopf zu Flos Ohr und flüsterte ihm zu:

„Mach ihn einfach auf. „

Nach ein wenig Fummelei gelang es ihm, den Verschluss zu öffnen, sodass ihr Rücken jetzt vollständig freigelegt war. Zärtlich ließ er seine Fingerkuppen darauf tanzen. Ihre Gänsehaut war kaum mehr auszuhalten, was sie zu immer genussvolleren Lauten verleitete.

Einen kleinen Spaß konnte ihr Bruder sich daraufhin nicht verkneifen:

„Kommst du gleich?“, fragte er scherzhaft nach einem ihrer Wohlfühlgeräusche.

Statt einer direkten Antwort auf die Frage erwiderte sie nur:

„Das ist so schön!“

Flo ließ es dabei bewenden und streichelte sie weiter liebevoll. Es ließ sich nicht vermeiden, dass die Situation ihn erregte. Der kleine Busen seiner Schwester lag auf seinem Brustkorb.

Ihren Schritt fühlte er an seinem Penis, den er nicht daran hindern konnte, steif zu werden. Es war ihm Leonie gegenüber jedoch nur ein bisschen unangenehm, weil er nicht sagen konnte, dass es ein schlechtes Gefühl war. Also sollte es ihm Recht sein, solange seine Schwester sich nicht beschwerte. Es war ja auch nicht der erste Ständer, den er mit ihr zusammen im Bett hatte, bisher hatte sie sich auch nicht daran gestört.

„Ist das eigentlich normal, mit seiner Schwester im Bett immer wieder einen stehen zu haben?“, murmelte Leonie in ihrem „Rückenkraulkoma“.

Es hörte sich eher nach echtem Interesse als nach einer Beschwerde an.

„Ich schätze schon“, antwortete Flo, „das ist die Nähe. Ändern kann ich es auch nicht, das kommt einfach so. „

„Hm-hm“, akzeptierte sie die Erklärung, „na ja, egal, so lange du mir den Rücken kraulst…“

Flo drehte den Kopf zur Seite, um seiner Schwester ein Küsschen auf den Hals zu drücken und setzte seine hauchzarten Fingeraktivitäten auf ihrem Rücken fort.

Lange Zeit blieben sie genau so aufeinander liegen, bis beide fast weggedämmert waren.

„Kann ich dich jetzt noch mal was fragen?“, wisperte er im Halbschlaf.

„Okay“, antwortete Leonie gleichgültig.

„Als du bei meinen Klopfgeräuschen dachtest, ich hätte Sex mit Kati – Warst du da eifersüchtig?“

Seine Schwester gab ein Geräusch von sich, das nach Bestätigung klang. Und sagte in müde protestierendem Tonfall kurz darauf das Gegenteil:

„Du bist mein Bruder.

Danach schliefen sie ein.

Der folgende Samstag war unerträglich heiß. Es brachte kaum etwas, dieser Art von Hitze mit Eis, Schwimmausflügen oder kühlen Getränken zu begegnen. Stattdessen waren im Haus alle Vorhänge zugezogen, niemand traute sich nach draußen und auch im Haus war jeder Zentimeter Bewegung zu viel, wenn man sich den Schweiß vom Leib halten wollte. Es blieb nichts weiter zu tun, als auf den Sonnenuntergang zu warten.

Selbst danach hörten die Probleme nicht auf: Leonie und Flo wollten beide nicht auf ihre bewährte Bettpartnerschaft der letzten Tage verzichten, das gewohnte Aneinanderkuscheln war in dieser Nacht jedoch mit ekligem Aneinanderkleben gleichzusetzen. Ratlos lagen sie ohne Decke auf Leonies Bett und hatten lediglich zwei kleine Finger ineinander verhakt. Auch dazwischen bildete sich Schweiß.

Auf einmal kam Flo eine Idee.

„Du bist mir für gestern Abend eine Pflichtaufgabe schuldig!“, stellte er fest und hoffte, dass sie seine letzte Frage vom Vorabend nicht dagegen aufwiegen würde.

„Bitte nicht heute. Ich will einfach nur noch hier liegen und irgendwann einschlafen können. „

„Hör dir die Aufgabe doch erst mal an. „

Genervt rollte sie mit den Augen.

„Was willst du?“

„Geh mit mir schwimmen. Jetzt. Hinten im See. „

Der Garten ihres Elternhauses grenzte an ein Waldstück, in dem man nach ein paar Schritten einen idyllischen, kleinen See fand, der zum Baden einlud.

„Schwimmen! See!“, rief Leonie reflexartig.

Bei den Temperaturen tagsüber war ihnen selbst dieser kurze Weg zur Abkühlung zu weit gewesen, doch inzwischen war es dunkel geworden.

„Aber wir haben uns schon umgezogen!“

Sie sah an Flo und sich herab, wo die üblichen Schlafoutfits aus T-Shirt und Boxershorts zu sehen waren (nackt schwitzten sie nur noch mehr) und ärgerte sich:

„Warum bist du da nicht früher drauf gekommen?!“

„Ist doch egal“, fand ihr Bruder, „Schuhe an und los!“

„Was?“, wunderte sie sich mit einem leichten Lachen.

Flo stand auf, schnappte sich seine Sneakersocken vom Boden, zog sie an und reichte Leonie ihre, die daneben lagen.

„Auf dem Waldweg sieht uns keiner. Und am See ist bestimmt auch nichts mehr los. „

Sie nahm ihm die Socken aus der Hand und durchdachte den Plan noch mal, während sie sie anzog:

„Wir könnten uns auch Badezeug anziehen…“

Es traf sie ein mitleidiger Blick ihres Bruders, woraufhin sie sich ihrem Schicksal ergab:

„Okay, okay, wir machen es verrückt und spontan, wie du es dir ausgedacht hast.

Die Geschwister schlichen durchs Haus, holten ihre Schuhe und machten sich in T-Shirt und Boxershorts auf den Weg in den Wald. Das luftige Outfit passte ziemlich genau, weil es nicht mehr so unerträglich heiß wie am Tag war, die Luft aber immer noch angenehm warm. Es war aufregend, um diese Zeit so durch den Wald zu laufen und schwer, sich der Faszination des von Flo erdachten Abenteuers zu erwehren.

In vorfreudiger Stimmung kamen die Geschwister am See an.

Bevor sie zu dem kleinen Sandstrand einbiegen konnten, an dem sie ins Wasser gehen wollten, hielt Flo an und zeigte Richtung See.

„Ganz so einzigartig war die Idee wohl doch nicht“, stellte er fest.

Leonies Blick folgte seinem Zeigefinger. Am Strand brannten ein paar Kerzen, in deren Schein sie im Uferwasser ein junges Pärchen entdeckte, nackt ineinander verschlungen und in einen Kuss vertieft.

„Mist“, ärgerte sie sich, „da stören wir doch nur.

„Abwarten“, gab Flo sich optimistischer, „vielleicht gehen die ja auch gleich. „

Seine Schwester war sich da nicht so sicher, doch er sollte Recht behalten: Nach zehn Minuten Wartezeit verließen die Verliebten den Strand. Zu Leonies Entzücken ließen sie die Kerzen zurück.

Die Geschwister hatten sich im Gebüsch versteckt. Als das Pärchen auf seinem Weg vom Strand weg an ihnen vorbei kam, trat Flo von einem Fuß auf den anderen und zerdrückte damit lautstark einen Ast auf dem Boden.

Wie angewurzelt bewegten Leonie und er sich keinen Millimeter weiter. Währenddessen hörten sie das Pärchen beim Gespräch:

„Julian! Was war das?“

„Bestimmt nur ein Kaninchen oder so. Komm, Feli, wir müssen nach Hause!“

Die beiden entfernten sich von Leonie und Flo, die sicherheitshalber noch einige Zeit mucksmäuschenstill stehen blieben. Als sie sich wieder sicher fühlte, nahm Leonie die Hand ihres Bruders.

„Komm, mein kleines Kaninchen!“, lachte sie und ging mit ihm Richtung See.

Für eine warme, einladende Atmosphäre sorgte neben den Kerzen am Strand auch der fast volle Mond, der sich auf der Wasseroberfläche spiegelte. Leonie zog ihre Schuhe aus, streifte die Socken ab und steckte sie hinein, ließ sich den warmen Sand durch die Zehen rieseln und entledigte sich ihres T-Shirts. Anders als in der vergangenen Nacht trug sie diesmal keinen BH.

Obwohl er seine Schwester schon oft nackt gesehen hatte, hatte dieser Anblick etwas Neuartiges für Flo: Der Mond warf ein ungewohntes Licht auf die Handvoll Brüste.

Auch er befreite sich von Shirt, Schuhen und Socken. Zum Schluss stiegen beide aus ihren Boxershorts und liefen nackt ins Wasser.

Es kostete sie bei dieser Außentemperatur keine Überwindung, sofort vollständig abzutauchen. Beim Schwimmen genoss Flo das seltene Gefühl, seinen Penis im Wasser auf und ab schweben zu fühlen. Auch Leonie hatte ihre Freude daran, dass das weiche Wasser ihre Brüste und ihren Schambereich umspülte. Sie schwammen ein paar Züge, drehten sich an der Wasseroberfläche auf den Rücken und genossen ihre Erfrischung nach dem überaus heißen Tag.

Auf dem Weg aus dem tiefen Wasser in den Bereich, in dem sie beide wieder stehen konnten, hielt Leonie sich an Flos Schultern fest und ließ sich ziehen. Als ihre Füße wieder auf festem Grund standen, erinnerte sie sich an das knutschende Pärchen, Julian und Feli, deren Namen sie im Gebüsch versteckt aufgeschnappt hatte.

Flo lächelte sie glücklich an. Sie überlegte, wie sie ihren Gedanken formulieren sollte.

„Ich bin doch jetzt dran mit einer Pflichtaufgabe für dich, oder?“, entschied sie sich zunächst für eine offensive Vorgehensweise.

„Wenn wir immer noch spielen?! Hast du denn eine Idee?“

„Naja…“, ruderte sie zurück, „du musst es auch nicht unbedingt machen…“

Neugieriger hätte sie Flo nicht machen können.

„Raus damit, ich fresse dich schon nicht auf. „

„Du hast mich doch gestern gefragt, ob ich schon mal mit Zunge geküsst habe.

Nur so zum Test. „

„Ja…?“, erinnerte er sich.

„Könntest du… könnte ich… also, ich meine, vielleicht könnten wir das mal machen? Zum Ausprobieren?“

Leonie erlebte ihren Bruder einen Moment lang sprachlos.

„Vergiss es, blöde Idee“, redete sie daraufhin schnell weiter.

Flo machte einen Schritt auf sie zu, was relativ lange dauerte aufgrund der Tatsache, dass er durch das Wasser waten musste.

„Ich meine, wir sind ja schließlich Geschwister, das ist absolut…“, fuhr sie fort.

Ihr Bruder zog langsam seine Hände aus dem Wasser, legte ihren Kopf hinein und bewegte seine Lippen auf ihre zu. Sie verstummte, ihr Mund blieb leicht geöffnet und Flos Zunge suchte sich ihren Weg, erst durch seine eigenen, dann durch ihre Lippen. Ihre Zungenspitzen berührten sich und spielten für einen ganz kurzen Moment miteinander, bis er sich wieder zurückzog und sie sanft ansah, weiterhin mit ihrem Kopf in seinen Händen.

„…ekelhaft“, beendete sie ihren abgebrochenen Satz in einem völlig anderen, irritierten Tonfall.

„Ja!“, stimmte Flo ihr plötzlich überschwänglich zu, nahm seine Hände wieder weg und spuckte zur Seite in den See.

„Entschuldigung“, bremste er sich anschließend selbst, „ich meine natürlich nicht, dass du ekelhaft bist, aber wie du schon sagst, sind wir ja Geschwister und…“

Leonie schob ihre Arme unter seinen Achseln hindurch, umklammerte ihn und zog ihn an sich.

„Vielleicht haben wir es nicht richtig gemacht…“, unterbrach sie ihren Bruder und drückte ihre Lippen wieder auf seine. Schnell wagte sie sich mit ihrer Zunge in seinen Mund vor und küsste ihn voller Leidenschaft, was er nach einer kurzen Überraschungsphase mehr und mehr erwiderte.

Aufgrund des Feuerwerks der Gefühle, das sie beide nun durchfuhr, konnten sie minutenlang nicht voneinander ablassen. Letztendlich blieb ihnen aber nichts anderes übrig, weil sie Luft holen mussten.

Mit einem zufriedenen Lächeln löste Leonie sich von Flo.

„Küssen ist toll!“, stellte sie fröhlich fest.

„Wow“, war alles, was Flo staunend hervorbrachte.

In ihrer Umarmung standen sie sich eine Zeit lang schweigend gegenüber.

Am Strand erlosch die letzte Kerze.

„Es ist wohl Zeit, nach Hause zu gehen“, schloss Leonie daraus, löste Flo aus ihrer Umklammerung und machte sich auf den Weg aus dem Wasser.

Er folgte ihr.

Für den Rückweg zogen die Geschwister sich zunächst nur Socken und Schuhe an. Die Luft war immer noch warm genug, um ihre nackte Haut auf halbem Weg zu trocknen, sodass sie sich dann wieder in ihre Schlafoutfits begeben konnten. Zu Hause schlichen sie sich zurück in Leonies Zimmer, legten sich wieder ohne Decke auf ihr Bett, als wäre nie etwas gewesen und verhakten erneut zwei kleine Finger miteinander.

Erfrischt und erschöpft schlossen sie die Augen und schliefen ein.

Am frühen Sonntagmorgen wachte Leonie auf und stellte erleichtert fest, dass es merklich kühler geworden war. Es sprach somit nichts dagegen, ihrem Bruder wieder ein bisschen näher zu kommen. Sie sah ihn von der Seite an. Er schlief friedlich, sein Mund war kaum sichtbar geöffnet und seine schwarzen Haare waren in bester Ordnung. Sie waren einfach zu kurz, um über Nacht durcheinander zu kommen.

Mit einer Hand berührte sie sie ganz sachte an seiner Kopfseite. Sie fühlten sich schön weich an. Verträumt beobachtete sie den schlafenden Flo. Irgendwie fand sie ihn süß.

Etwas später wagte sie sich an seinen Arm und führte ihn hinter ihrem Nacken vorbei, um sich hineinzulegen. Obwohl er kurz unregelmäßig atmete, wachte Flo nicht auf. Mit seinem danach wieder beruhigenden Atemrhythmus half er Leonie, auch noch einmal einzuschlafen.

Als Flo die Augen aufschlug, hatte er die langen, braunen Haare seiner Schwester im Gesicht, die über Nacht eine chaotische Formation angenommen hatten.

Ihr wohlvertrauter, lieblicher Duft stieg in seine Nase, doch so angenehm das auch war, er hatte ihre Haarpracht auch im Mund und musste sich zunächst davon befreien. Höchst vorsichtig schob er die Haare beiseite und war erleichtert, dass es ihm gelang, Leonie nicht aufzuwecken. Er genoss den Anblick des wunderschönen Mädchens mit einem wohligen Gefühl, woraufhin ihm leise herausrutschte:

„Ich liebe dich. „

Zaghaft gab er ihr einen Kuss auf die Stirn, schloss seine Augen wieder und schlief weiter.

Später wurden die Geschwister gemeinsam wach und grinsten sich verschlafen an.

„Guten Morgen“, begrüßte Leonie Flo mit weicher Stimme.

„Na?“, erwiderte er, „kann es sein, dass du mir heute Nacht einfach so meinen Arm geklaut hast?“

Er hielt seine rechte Hand hoch, die nach wie vor um den Körper seiner Schwester herum lag.

Sie beantwortete seine Frage mit einem ertappten Lachen.

„Ich glaube, meine kleine Schwester braucht mal eine kleine Lektion!“, drohte er ihr und nutzte den Arm, auf dem sie lag, um sie einmal über sich hinweg zu rollen und auf der anderen Seite des Bettes auf sie zu steigen. Leonie wehrte sich unter Gelächter, blieb allerdings chancenlos. Flo war stärker und hielt ihre Hände auf dem Bett fest, sodass sie nahezu bewegungsunfähig war.

„Ist ja gut, ich ergebe mich!“, kiekste sie unter ihm.

„Ergeben? Das ist doch kein Wettkampf!“, widersprach er ihr. „Das ist die Strafe dafür, dass du nachts fremde Körperteile klaust!“

„Gnade! Ich schwöre, ich habe meine Lektion gelernt!“

Flo sah ihr prüfend in die Augen.

„Dann will ich das mal glauben“, entschied er dann wohlmeinend, „jedenfalls, wenn ich einen Kuss bekomme!“

Leonie lächelte.

„Wenn es weiter nichts ist…“

Ihre leicht geöffneten Lippen trafen sich und sie züngelten miteinander.

Flo ließ Leonies Hände frei, sie umarmte ihn. In seiner Boxershorts wurde es enger. Sein steifer Penis drückte sich zwischen die Schenkel seiner Schwester. Der zarte Kuss wurde zu einem leidenschaftlichen Knutschen. Leonies Hände griffen nach seinem Po. Er bewegte ihn auf und ab. Sie rieben sich aneinander. Dann beendete Flo den Kuss und sah seine Schwester besorgt an.

„Alles gut?“, fragte er sie fürsorglich.

Sie nickte.

„Das fühlt sich gut an. Nicht aufhören. „

Leonie ließ eine Hand auf seinem Po liegen, wanderte mit der anderen in seinen Nacken und zog ihn wieder an sich, um ihn erneut zu küssen. Sie spreizte ihre Beine, um sie hinter seinem Rücken wieder zueinander zu führen und ihn so noch fester an sich zu drücken. Weiter rieben sie sich aneinander. Flo löste sich aus dem Kuss, legte seinen Kopf direkt neben ihren und erhöhte das Tempo.

Sein leises Stöhnen drang an ihr Ohr.

Zwischen den Beinen fühlte sie, dass sie feucht geworden war. Es war wunderbar, ihren Bruder zu spüren, seinen Körper, seine Haut, seine Erregung. Auch sie stöhnte leise in sein Ohr. Sie wurden immer schneller, das Atmen immer hektischer. Gemeinsam steigerten sie sich, bis Flo sich unter heftigem Seufzen in seine Boxershorts entlud. Leonie drückte ihn noch fester an sich, sein Körper entspannte sich auf ihr.

Sanft legte sie ihm ihre Lippen auf den Hals.

Kurze Zeit später rollte Flo sich zur Seite von ihr herunter. Sein Gesicht strahlte eine große Zufriedenheit aus. Leonie war verwirrt.

„Ist alles in Ordnung?“, erkundigte er sich, weil ihm das auch nicht entgangen war.

„Ich weiß nicht, ob ich gerade auch einen Orgasmus hatte“, antwortete sie ehrlich.

„Oh“, erwiderte er leicht bedauernd.

Dann lächelte er seine Schwester liebevoll an und schob langsam eine Hand unter den Bund ihrer Boxershorts. Sie griff nach der Hand.

„Nicht“, hielt sie ihn auf.

Flo schloss kurz die Augen und atmete tief durch.

„Ja, richtig, wir sind Geschwister, das war alles schon viel zu viel…“

„Das ist es nicht“, erklärte sie.

„Ach nein?“, wunderte er sich.

„Ich bin einfach noch nicht bereit. Es tut mir leid. „

Ihr Bruder befreite seine Hand aus ihrem festen Griff und strich zärtlich über ihre Finger.

„Dir muss gar nichts leid tun, Süße. Du hast alle Zeit der Welt. Versprochen. „

Flo gab ihr einen intensiven, langen Zungenkuss. Anschließend sah er an sich herunter und betrachtete den Fleck in seiner Boxershorts.

„Ich geh mich mal frisch machen“, lachte er und stand auf. Bis zum allerletzten Moment, in dem er in ihrer Reichweite war, hielt Leonie seine Hand.

Den Geschwistern stand eine harte Prüfung bevor: Drei Tage später brach Flo für eineinhalb Wochen auf Stufenfahrt nach Prag auf. Sie versuchten, sich schon in der Nacht zuvor gebührend voneinander zu verabschieden, konnten aber nicht widerstehen, sich direkt vor Flos Abreise noch einmal heimlich auf dem Schulklo zu treffen.

Obwohl außer ihnen niemand dort war, versteckten sie sich sicherheitshalber in einer der Kabinen, in der sie sich nun in den Armen lagen. Leonie versuchte, nicht zu weinen.

„Ich will nicht, dass du so lange weg bist“, schluchzte sie.

„Eineinhalb Wochen sind nicht lang“, beruhigte Flo sie, „in zwei Wochen weißt du schon gar nicht mehr, dass ich überhaupt weg war. „

„Trotzdem…“, wimmerte sie weiter, „was ist, wenn dir was passiert? Ich will mitkommen!“

Flo lachte.

„Ich würde dich auch mitnehmen. Aber du hast mit meiner Stufe nichts zu tun. „

Er nahm ihr Gesicht in beide Hände, sah ihr eindringlich in die Augen und redete auf sie ein:

„Mir wird nichts passieren, klar? Und wenn ich wiederkomme, ist es nicht mehr lange bis zu den Ferien, in denen wir zusammen wegfahren. Nur wir beide ganz alleine. Wenn du mich zu stark vermisst, denk daran und freu dich drauf.

Dann überstehst du die paar Tage ganz locker. „

„Okay. „

Leonie versuchte, tapfer zu sein und drückte ihren Bruder ein weiteres Mal ganz fest an sich.

„Ich muss jetzt los“, stellte er fest und küsste sie auf die Wange. „Grüß Mama und Papa. „

Als er vor der Ausgangstür stand, winkten sie sich kurz zu, bevor er hinaustrat. Nachdem die Tür schon wieder zugefallen war, flüsterte Leonie:

„Ich liebe dich.

Am Abend versuchte sie gar nicht erst, in ihrem eigenen Zimmer zu bleiben, sondern legte sich direkt in Flos Bett. Sie schnappte sich einen getragenen Pulli, den er auf seinem Schreibtischstuhl hinterlassen hatte und vergrub ihre Nase darin. Als sie gerade den Gedanken fasste, dass sie die Abwesenheit ihres geliebten Bruders so vielleicht überstehen würde, hörte sie ihr Handy auf dem Nachtschränkchen vibrieren. Es war eine Nachricht von Flo:

„Wir sind gut angekommen.

Ich vermisse dich. Aber wir sehen uns schon bald wieder. Wollte dir nur sagen, dass ich an dich denke. Gute Nacht, meine Kleine. „

Leonie kuschelte sich an den Pulli und machte ein Selfie. Das schickte sie ihm mit den Worten:

„Ich vermisse dich auch. Aber nicht so schlimm, ich hab Ersatz gefunden. Der riecht genau so wie du, quatscht aber nicht so viel. Ich denk an dich und wünsche dir viel Spaß, mein Süßer.

Danach fiel es ihr leichter als gedacht, ohne Flo einzuschlafen.

Das Gästehaus in Prag, in dem Flo mit seiner Stufe untergebracht war, war von einer Grünanlage umgeben. Das Wetter war gut und die Zimmer ein wenig zu eng zum Daueraufenthalt, sodass die Schüler jede freie Minute draußen verbrachten. Flo lag mit Kati und ein paar weiteren Mitschülern in der Sonne, als sie ihn ansprach:

„Lust, spazieren zu gehen?“

Durch die Menge der anderen Schüler ging ein zweideutiges Raunen, das Flo ignorierte.

„Klar, wieso nicht. „

Außer Hörweite der anderen sah Kati ihn erwartungsvoll an.

„Und?!“

Sie sah aus, als würde sie vor Neugier platzen. Flo verstand nicht, was sie meinte und reagierte mit einem irritierten Blick.

„Was und?“

„Hast du mit Lisa telefoniert? Seid ihr wieder zusammen?“

Endlich fiel der Groschen.

Lisa. Die angebliche Ex-Freundin. Hatte er mit ihr telefoniert? Waren sie wieder zusammen? Nach kurzem Nachdenken erzählte er Kati, was sie hören wollte:

„Ja, habe ich. Ja, sind wir. Sie hat mich am Wochenende besucht. „

„Cool!“, freute sie sich für ihn und umarmte ihn sogar. „Wie war es?“

„Superschön!“, schwärmte er und beugte sich verschwörerisch zu seiner blonden Mitschülerin herüber, um dann leise weiterzusprechen: „Wir sind im Mondschein schwimmen gegangen!“

Katis Augen leuchteten.

„Erzähl mehr!“

Flo holte weiter aus, berichtete von dem heißen Wetter, wegen dem sie tagsüber nichts hatten machen können und von seiner spontanen Idee, zum See zu gehen, als sie eigentlich schon im Bett gelegen hatten. Penibel achtete er darauf, Leonies Namen konsequent durch Lisa zu ersetzen, besonders, als er zu der Stelle mit dem unglaublich intensiven Kuss im See kam. Erleichtert, dass er seinen Bericht fehlerlos überstanden hatte, kam er zum Ende:

„Dann ist am Strand die letzte Kerze ausgegangen und Leonie meinte, das wäre ein Zeichen, dass wir wohl langsam nach Hause gehen sollten…“

„Leonie?“, hakte Kati nach.

Nein! Nein! Nein! Nein!

„Ach, Mensch, Lisa“, verbesserte er sich schnell.

In seiner Hosentasche vibrierte sein Handy. Es war eine Nachricht von Leonie:

„Noch 4 Tage. Ich freu mich auf dich. „

Dazu gehörte ein Bild, auf dem sie ihre Lippen zum Kuss gespitzt hatte. Es zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht.

„Von ihr?“, vermutete Kati.

Er nickte glücklich.

„Darf ich auch mal sehen?“

„Nein!“, protestierte er und ließ das Handy schnell wieder in der Hosentasche verschwinden. Jetzt brauchte er schnell eine Ausrede…

„Sorry, aber das Foto ist… ähm… sehr privat. „

„Oh, verstehe“, grinste Kati und zwinkerte ihm zu.

„Gehen wir zurück zu den anderen?“, schlug er vor.

Sie war einverstanden, zögerte dann aber doch noch mal.

„Moment, Flo… eins noch. Es gibt keine Lisa, oder? Eigentlich erzählst du mir die ganze Zeit von deiner Schwester, Leonie…“

Er blieb wie angewurzelt stehen.

„Wie… wie kommst du denn darauf…“, setzte er empört an, doch Kati hatte ihn schon wieder unterbrochen:

„Ich habe Augen im Kopf.

Als ich bei euch war, habe ich mitbekommen, wie sie dich angesehen hat. Ich habe auch gemerkt, wie sie mich angesehen hat. Du hast mir doch nicht wirklich geglaubt, dass ich ihren Auftritt da 'nett‘ fand. „

„Keine Ahnung“, stammelte Flo.

„Außerdem hast du damals schon Schwierigkeiten gehabt, den Namen ‚Lisa‘ über die Lippen zu kriegen. Gerade eben hast du es wieder verwechselt. Du willst mir das Foto nicht zeigen, das sie dir geschickt hat.

Hör mit den Spielchen auf. „

Flo zitterte nervös. Das konnte schwierig werden.

Kati strich ihm über den Arm.

„Mach dir keine Sorgen. Von mir wird niemand etwas erfahren. Ich verurteile dich auch nicht dafür. Wenn das zwischen Leonie und dir alles so ist, wie du es mir von Lisa und dir beschrieben hast, dann habe ich überhaupt keinen Zweifel daran, dass ihr zusammengehört.

Und zwar für immer. Geschwister hin oder her. „

Flo fiel ein ganzes Gebirge vom Herzen. Er bedankte sich bei Kati mit einer innigen Umarmung. Auf ihrem Weg zurück zu den anderen fragte er sie:

„Sag mal, hast du eigentlich einen besten Freund?“

„Spätestens jetzt“, grinste sie und zwinkerte ihm zu.

Leonie klickte sich im Internet durch Fotos aus Prag, die Flos Mitschüler gepostet und auf denen sie ihren Bruder markiert hatten.

Einige davon kannte sie bereits aus den letzten Tagen. Sie freute sich für ihn, dass er offensichtlich eine gute Zeit hatte. Dann aber begann eine neue Serie, bei der sie sich fragte, ob seine Zeit nicht vielleicht ein bisschen zu gut war. Überall, wo Flo zu sehen war, war auf einmal auch Kati, das blonde Model. Die beiden schienen unzertrennlich, ständig legte sie einen Arm um ihn und grinste grenzdebil in die Kamera. Das war die eine Sache, aber was ihr endgültig einen Stich ins Herz versetzte, war, dass Flo sich das offensichtlich nicht nur gefallen ließ, sondern auch noch seinen Spaß daran hatte.

Sie wollte sich nicht ausmalen, was das für die Momente bedeutete, in denen gerade niemand eine Kamera auslöste. Und ihr Bruder sülzte sie jeden Abend voll, wie sehr er sie angeblich vermisste und dass er an sie dachte! Sie beschloss, sich das nicht gefallen zu lassen und schrieb ihm wütend:

„Du weißt schon, dass es im Internet lauter Fotos gibt, von dir und Kati? Ich hoffe, sie ist es wert!“

Keine zehn Minuten später rief Flo an.

Leonie war hin- und hergerissen, ob sie rangehen und mit ihm sprechen wollte. Aufgeregt entschied sie sich letztendlich dafür.

„Ja?“, bellte sie unfreundlich.

„Hallo“, sprach Flo ganz ruhig, „hör mir kurz zu, ja?“

„Was gibt es da noch groß zu sagen?“

„Leonie, du verstehst das alles total falsch. „

„Ja, genau“, erwiderte sie sarkastisch.

„Ich hab nicht viel Zeit, das kostet von hier aus alles Geld.

Vertrau mir doch bitte. Ich habe absolut gar nichts mit Kati. Wir verstehen uns nur ganz gut, das ist alles. Und das auch nur, weil…“

Flo stockte.

„Weil?“, fragte Leonie, diesmal eher neugierig als sauer.

„Weil sie erraten hat, dass da zwischen mir und dir irgendwas ist. „

„Du hast ihr von uns erzählt?“, reagierte sie jetzt wieder wütend.

„Es ging nicht anders.

Pass auf, ich erkläre dir das alles, wenn ich wieder zu Hause bin. Du wirst sehen, es ist alles halb so schlimm. Und ich verspreche dir hoch und heilig, dass da nichts läuft. Bitte glaub mir. Ich habe dich sehr lieb, das hat sich nicht geändert und das wird sich auch nie ändern. Okay?“

Leonie schwieg überfordert.

„Okay?“, fragte Flo noch einmal nach. „Ich muss jetzt auflegen!“

„Okay“, schmollte sie, „ich hab dich auch sehr lieb.

Sie verabschiedeten sich voneinander und Leonie stellte fest, dass im Laufe des Telefonats eine unerwartete Nachricht auf ihrem Handy eingegangen war:

„Hey Leonie, wie geht es dir? Können wir reden? Liebe Grüße, Jonas. „

Einfach wurde das nicht. Aber es war das Mindeste, was sie für ihren besten Freund tun konnte. Also schrieb sie zurück:

„Hey Jonas, mir geht es gut.

Dir hoffentlich auch? Wir können uns gerne mal wieder treffen. Liebe Grüße, Leonie. „

Die Rückfahrt aus Prag im Zug fühlte sich für Flo nach der längsten Reise seines Lebens an, da er mit dem Moment, in dem er in den Zug eingestiegen war, kaum mehr erwarten konnte, zu Hause bei Leonie zu sein. Dass sie zu seiner Ankunftszeit am Freitagmorgen noch in der Schule sein würde, machte seine Ungeduld nicht besser.

Er nahm sich fest vor, seine kleine Schwester von der Schule abzuholen und das ganze Wochenende mit ihr zu verbringen. Die einzige Ablenkung während dieser Rückreise waren Gespräche mit Kati, die mit seinem Schlafabteilnachbar getauscht hatte, um diesem und ihrer Abteilnachbarin ein paar schöne Stunden zu ermöglichen.

„Freust du dich auf Leonie?“, begann sie eines der Gespräche.

„Ich kann es kaum abwarten, sie wiederzusehen“, gab er zu.

„Das geht ihr bestimmt genau so. „

Flo seufzte und wackelte unsicher mit dem Kopf.

„Ich weiß nicht, wie sauer sie wirklich ist. „

„Wegen uns?“, vermutete Kati richtig. „Das legt sich, wenn du ihr alles erzählst. Und wenn nicht, kann ich auch noch mal mit ihr reden. „

„Danke“, erwiderte Flo, der tatsächlich unsicher war, ob er darum herumkommen würde, dieses Angebot anzunehmen.

„Wisst ihr eigentlich schon, wie es mit euch jetzt so weitergeht?“, wollte Kati wissen.

„Was meinst du?“

„Als Paar. Als Geschwister. Wenn ihr wirklich richtig zusammen sein wollt, dann müsst ihr doch irgendwo hin, wo euch keiner kennt. Sonst habt ihr keine Chance. „

Nachdenklich ließ Flo seinen Blick wandern.

„Nein“, antwortete er dann, „das wissen wir nicht.

Ich glaube, wir wollen uns auch gar keine Gedanken darüber machen. Es ist einfach wunderschön, wenn wir zusammen sind, wir genießen das von Tag zu Tag. „

Kati lächelte.

„Das verstehe ich gut. „

Nach einer kurzen Pause fragte sie:

„Hattet ihr eigentlich schon Sex?“

Flo warf ihr einen irritierten Blick zu.

„Was geht dich das an?“

„Also nicht.

Er seufzte.

„Wir lassen uns Zeit. „

„Ihr seid sooo süß!“, bewunderte Kati das ohne jede Häme.

Leonies Treffen mit Jonas war anfangs etwas verkrampft verlaufen, doch dann hatten sie einen Weg gefunden, sich fast so locker miteinander zu unterhalten wie früher. Zum Abschied hatten sie sich geschworen, für immer beste Freunde zu bleiben. Dennoch war Leonie sich nicht sicher, welche Hoffnungen sich Jonas in seinem tiefsten Inneren vielleicht doch noch machte.

Den ganzen Schultag lang ging ihr deshalb ein Gesprächsfetzen aus dem Treffen durch den Kopf, der möglicherweise zwei Probleme auf einmal aus der Welt schaffen konnte.

„Ist dein Bruder jetzt eigentlich mit dieser Kati zusammen? Die ist auf den Fotos immer bei ihm!“, hatte auch Jonas festgestellt.

„So weit ich weiß, sind sie nicht zusammen“, hatte Leonie ihm geantwortet. So weit sie wusste?! Sie hatte sich doch fest vorgenommen, ihrem Bruder zu vertrauen…

„Gut, dann hab ich ja noch Chancen“, hatte Jonas gegrinst.

„Ja, auf jeden Fall, ran da!“, hatte sie ihn motiviert.

Blöd war nur, dass sie nicht wusste, wie ernst er das gemeint hatte. Aber wenn er wirklich auf Kati stand, konnte das die Lösung sein. Jonas würde sie vergessen und zwischen Kati und Flo würde nicht doch irgendwann einmal mehr laufen. Vorausgesetzt, Leonie konnte sich auf den Gedanken einlassen, dass Kati gut genug für Jonas und doch keine blöde Ziege war.

Diese Idee hatte sie den ganzen Tag über eher beschäftigt als der Schulunterricht und spukte ihr immer noch durch den Kopf, als sie durch das Schultor ins Wochenende schritt. Bis ein Anblick auf der anderen Straßenseite sie aus ihren Gedankenspielen riss. Dort stand ein ihr bestens bekannter, schwarzhaariger Junge, der ihr freudig zuwinkte.

„Flo!“, rief sie mit strahlenden Augen und lief über die Straße, ohne sich umzusehen.

Zum Glück kam kein Auto.

„Hi“, lachte er warm, als sie ihm um den Hals fiel. Die Geschwister hielten sich ganz fest in den Armen.

„Ohmeingottichhabdichsovermisst“, plapperte Leonie ohne Punkt und Komma drauf los.

„Schhhh…“, bremste er sie. „Ich hab dich auch vermisst. Aber jetzt bin ich ja wieder da!“

Sie verstummten und gaben sich dem Gefühl hin, sich wieder gegenseitig zu spüren, den vertrauten Duft des anderen wahrzunehmen und endlich wieder beieinander zu sein.

Erst jetzt wurde Leonie so richtig bewusst, dass sie ihren Liebsten zurück hatte. Auf einmal brachen alle Dämme: Ihr kamen die Tränen und sie weinte bitterlich.

„Hey, was ist denn los, Maus?“, sorgte ihr Bruder sich um sie.

Die Fassung zu bewahren, fiel ihr weiterhin schwer, dann aber brachte sie doch schluchzend heraus:

„Nichts… gar nichts… Das sind Freudentränen!“

„Ooooh“, entwich es Flo mitfühlend, er drückte seine süße Schwester noch fester und tätschelte ihr trostspendend den Rücken.

Ein paar Minuten später hatte Leonie sich wieder gefangen. Die Geschwister gingen ein Eis essen, bei dem Flo von Prag erzählte und Leonie von ihrer Versöhnung mit Jonas. Das nahm Flo zum Anlass, ihr sein Verhältnis zu Kati haarklein zu erklären, woraufhin sie ihrem Bruder endgültig verzieh. Die Gedankenspiele über Jonas und Kati behielt sie trotzdem zunächst für sich.

Zu Hause verbrachten sie den Nachmittag mit ihren Eltern bei Kaffee und Kuchen, danach packte Flo seine Sachen aus, bevor schließlich das Abendessen anstand.

Anschließend kehrte endlich etwas Ruhe ein und die Geschwister zogen sich in Leonies Zimmer zurück. Ihr eigenes Bett hatte sie seit Flos Abreise nicht mehr genutzt.

Aneinander zugewandt lagen sie auf der Seite und sahen sich lange einfach nur glücklich in die Augen. Flo strich seiner Schwester liebevoll mit einer Hand über den Arm. Leonie rückte näher an ihn heran und gab ihm zärtliche Küsse, die er voller Zuneigung erwiderte.

Er legte seine Hand auf ihren Rücken, um Leonie damit auf sich zu rollen. In dieser Position wurden ihre Küsse leidenschaftlicher, bald spürten sie gegenseitig ihre Erregung. Um sich an ihm zu reiben, bewegte Leonie sich auf und ab. Flo hatte durch ihre Jeans ihre Pobacken fest im Griff. Nach einigen wilden Küssen stützte sie sich auf ihren Händen ab, um ihrem Bruder einen lüsternen Blick zuzuwerfen und ihm etwas vorzuschlagen:

„Lass es uns tun.

Jetzt!“

Er lächelte.

„Ja? Sicher?“, hakte er grinsend noch einmal nach.

„Ganz sicher!“, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen und grinste freudig zurück.

Er packte seine Schwester und wälzte sich mit ihr einmal herum, um sie auf den Rücken zu legen. Leidenschaftlich küsste er sie und entfernte ihr Shirt. Seine Lippen wanderten über ihren Hals, in den Ausschnitt ihres schwarzen BHs, den er nicht kannte, und küssten ihren flachen Bauch.

Leonie schloss die Augen und gab sich seinen Liebkosungen hin. Flo öffnete den Knopf an ihrer eng anliegenden Jeans und streifte sie von ihren schlanken Schenkeln ab. Ihre Socken kamen dabei gleich mit, sodass sie nur noch in BH und Slip vor ihm lag – schwarz, zueinander passend und ihm völlig unbekannt.

„Was ist?“, flüsterte Leonie, als er nicht weitermachte.

„Hast du das geplant?“, vermutete er, „mit neuer Unterwäsche?“

Sie grinste und winkte ihn mit dem Zeigefinger zu sich heran.

„Gestern gekauft. Für dich“, wisperte sie ihm ins Ohr.

Anerkennend nickte er.

„Du steckst voller Überraschungen“, stellte er fest. Seine Lippen näherten sich dem Mund seiner Schwester zum nächsten Kuss und er wälzte sich ein weiteres Mal mit ihr herum, sodass nun wieder sie auf ihm lag.

Leonie zog ihn ebenfalls bis auf die Unterwäsche aus, streichelte und küsste seine Brust und seinen Bauch.

Er schloss seine Augen und tauchte in eine andere Welt ab.

Ihre Lippen kamen an seinem Hals an. Flo tastete sich auf ihrem Rücken zu ihrem BH-Verschluss vor, öffnete ihn und warf den BH aus dem Bett. Dann bewegte er den Mund auf Brusthöhe seiner Schwester und knabberte sanft an ihren Nippeln, die steif abstanden. Ein drittes Mal drehten sie sich herum, er legte sich seitlich neben Leonie und liebkoste weiter ihre Brüste.

Über ihren Bauch hinweg wanderte eine Hand zu ihrem Slip und schließlich hinein. An seinen Fingern spürte er darin eine unglaubliche Feuchtigkeit. Sein Blick suchte das Gesicht seiner Schwester, die lustvoll zurücklächelte. Daraufhin ließ er von ihrem Busen ab und befreite sie von ihrem Slip.

Er schob seinen Kopf zwischen ihre Beine und tauchte mit der Zungenspitze in ihre Spalte ein. Ein weiteres Mal schloss sie die Augen, legte eine Hand in seinen Nacken und konzentrierte sich voll und ganz darauf, ihn zu spüren.

Ihren Körper durchfuhr ein wohliges, lustvolles Beben, während Flos Zunge sich den Weg zwischen ihre Schamlippen bahnte.

Mit Begeisterung schmeckte er den süßen Saft seiner Schwester, spürte die Innenseiten ihrer Oberschenkel an seinen Wangen und sog den lieblichen Duft ihrer jungen Haut ein.

Leonie verlor jegliches Zeitgefühl und hatte keine Vorstellung davon, wie lange Flo sie geleckt hatte, als er schließlich mit Küssen über ihren Bauch, ihre Brüste und ihren Hals zu ihrem Kopf zurückwanderte und wieder heiße Zungenspiele mit ihr begann.

Ungeduldig zog sie seine Boxershorts ein Stück herunter, sodass sein brettharter Ständer freigelegt war. Flo entledigte sich der Unterhose ganz und legte sich zurück auf seine Schwester, die ihn mit offenen Armen empfing. Plötzlich stockte ihm der Atem.

„Fuck!“, rief er plötzlich leise aus. „Haben wir Gummis?“

„Überraschung!“, flüsterte Leonie ihm leise zu, „ich hab mir die Pille verschreiben lassen. „

Beinahe ungläubig sah er ihr in die Augen.

„Du bist unglaublich“, befand er und küsste sie.

Seine mit reichlich Vorsaft getränkte Eichel berührte Leonies nassen Schlitz. Sie fasste den Schwanz ihres Bruders an und streichelte ihn langsam. Wie von selbst bewegte er sich auf ihr Loch zu.

Die Welt blieb für die Geschwister für einen Moment lang stehen. Flo sah in Leonies süßes Gesicht, Leonie sah in Flos süßes Gesicht.

Nun zählten nur sie beide.

„Ich liebe dich“, fasste Flo das Gefühl hingebungsvoll in Worte.

„Ich liebe dich auch“, erwiderte Leonie das Gefühl mit einem Lächeln.

Er stieß seinen Schwanz in ihre Muschi.

Sie stöhnte vor Lust auf.

Er zog ihn ein Stück heraus.

Ihre Hände krallten sich in seinen Pobacken fest und drückten ihn fest an sich.

Er schob seinen Schwanz wieder hinein.

Leonie entfuhr ein vergnügtes Jauchzen. Leise seufzte und stöhnte sie, während sie von ihrem großen Bruder genommen wurde. Von seinem Schwanz fühlte sie sich unglaublich ausgefüllt, sodass sie keinen einzigen Gedanken an mögliche Schmerzen ihrer Entjungferung verschwendete.

In Flos Atem machte sich seine Erregung bemerkbar. Die enge Muschi seiner kleinen Schwester umschloss seinen Schwanz. Weil ihre Säfte sich miteinander vermischten, konnte er sich jedoch problemlos in ihr bewegen.

Die Geschwister verschmolzen vollständig miteinander. Flo variierte das Tempo, hob hin und wieder seinen Kopf, um Leonie anzusehen und senkte ihn dann, um sie voller Leidenschaft zu küssen. Gemeinsam gerieten sie in Ekstase.

Er zog seinen Schwanz ein Stück heraus.

Unter ihm wand Leonie ihren Körper lustvoll und legte den Kopf in den Nacken.

Er stieß ihn wieder hinein.

Leonie atmete schneller.

Flo atmete schneller.

Raus.

Rein.

Raus.

Rein.

Raus. Rein. Raus. Rein. Raus. Rein.

Beim letzten Stoß musste Flo innehalten. Ein riesiger Schwall Sperma ergoss sich in unzählbaren Schüben aus seinem Schwanz in die Muschi seiner geliebten Schwester. Er spürte die warme Samenflüssigkeit auf seiner Eichel.

Vom ersten Spritzer an fühlte Leonie, wie sich das Sperma ihres angebeteten Bruders in ihrer Muschi ausbreitete.

Ihr Körper reagierte mit unkontrollierbaren, wilden Zuckungen.

Die Orgasmen der Geschwister wurden von einem tiefen, höchst zufriedenem Ausatmen begleitet. Beiden war zwar nach einem lauten Aufstöhnen zumute, doch in der Anwesenheit ihrer Eltern im Haus trauten sie sich das nicht.

Flo ließ sich erschöpft auf seine Schwester fallen, die ebenso wenig wie er wusste, wie ihr geschehen war. Völlig fertig und außer Atem hechelten die beiden sich gegenseitig ins Ohr, bis sie wieder einigermaßen zur Ruhe gekommen waren.

Zaghaft kraulte Leonie ihrem Bruder den Rücken und berührte mit ihren Lippen sowie ihrer Nasenspitze hauchzart seinen Hals.

„Du bist unglaublich“, gab sie ihm sein Kompliment zurück.

„Wir beide zusammen, das ist unglaublich“, verbesserte Flo. „Unglaublich schön. Unglaublich heiß. Unglaublich geil. „

Ganz sachte küsste er sie mit Zunge.

Die Geschwister nahmen die zuvor beiseite gelegte Decke und kuschelten sich nackt, wie sie waren, darunter.

Flo löffelte Leonie und legte einen Arm um sie. In ihrem Nacken spürte sie seine Lippen und seinen jetzt sehr entspannten Atem. Sein Sperma in ihrer Muschi und auf seiner Schwanzspitze störte sie beide kein bisschen. Glückselig schliefen sie gemeinsam ein.

Nicht mehr in den Armen ihres Bruders, sondern neben ihm auf dem Rücken liegend wachte Leonie auf. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl erfasste sie sofort wieder und sie drehte sich zu ihm.

Nur seine Beine befanden sich noch unter der Decke, die ansonsten hauptsächlich ihr Wärme spendete. Anscheinend störte Flo sich aber nicht weiter daran. Er schlief tief und fest. Leonie fand Gefallen an dem Anblick seines leicht muskulösen Oberkörpers mit den starken Armen und einem zu erahnenden Sixpack. Sie kraulte seine Brust mit ihren Fingerspitzen, berührte mit ihrem Gesicht seinen Hals und schlang unter der Decke ihre Beine um seine. Entspannt schloss sie die Augen und berauschte sich an seiner Nähe.

Als Flo die Augen öffnete, durchströmte ihn auf der Stelle das Gefühl tiefster Zuneigung für seine an ihn gekuschelte Schwester. Sanft küsste er sie auf die Stirn. Ob sie noch schlief?

„Guten Morgen, mein Schatz“, raunte er leise.

In Leonies Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab, bevor sie ihre verschlafenen Augen öffnete und ihn verliebt ansah.

„Guten Morgen, großer Bruder“, begrüßte sie ihn, wobei sie ein leichtes Gähnen nicht vermeiden konnte.

Flo schnappte nach ihrem offenen Mund und küsste sie. Wie sie im nächsten Moment feststellen mussten, war das keine gute Idee. Die Nacht hatte bei beiden ihre Spuren hinterlassen, in Form eines unangenehmen Mundgeruchs. Mit verzogenen Gesichtern beendeten sie den Kuss.

„Zähne putzen?“, schlug Flo vor.

„Auf jeden Fall!“, stimmte Leonie zu.

Sie schlug die Decke beiseite, nahm ihren Bruder an die Hand und ging mit ihm ins Bad.

Beim gemeinsamen Zähneputzen drückte er sich von hinten an sie und legte sein Kinn auf ihrer Schulter ab. In der rechten Hand hielt er seine Zahnbürste, den linken Arm legte er auf Höhe ihres Bauches um sie. Das junge Geschwisterpaar betrachtete sich im Spiegel.

Auch an diesem Tag sahen Flos kurze Haare nach dem Aufstehen perfekt gestylt aus. Leonies Kopf dagegen war die wilde Nacht deutlich anzusehen. Ihr Bruder erfreute sich an diesem süßen Anblick.

Seine Augen wanderten im Spiegel zu ihren schönen, kleinen Brüsten und ihren von einem zarten Flaum bedeckten Schamlippen. Sein Penis war längst steif geworden und drückte sich von hinten an ihren Po.

„Ein schönes Paar“, stellte Flo mit Blick in den Spiegel fest.

„Der Junge ist irre süß“, fand Leonie.

„Das Mädchen auch“, erwiderte er das Kompliment.

Sie lachte.

„Ernsthaft? Ich sehe aus, als wäre ein LKW über mich drüber gerollt!“

„LKW? So grob war ich aber hoffentlich nicht!“

„Nein“, kicherte sie.

Flo wiegte sie hin und her.

„Du bist immer noch wunderschön. „

Leonie küsste seine Wange, säuberte ihre Zahnbürste und spülte ihren Mund aus. Er tat es ihr gleich, drehte sie zu sich und nahm ihren Kopf in seine Hände.

„Endlich wieder küssen!“, freute er sich und schob ihr seine Zunge in den Mund. Sie erwiderte den Kuss, der viel besser schmeckte als der erste im Bett. Leonie umarmte ihn und drückte ihn an sich. Ein wenig später hielt er inne und sah ihr voller Liebe in die Augen.

„Duschen?“, schlug sie nach einem kurzen Moment der Stille vor, „ich meine, zusammen?“

Flo grinste nur, nahm die Hand seiner Schwester und stieg mit ihr in die Dusche.

Das warme Wasser prasselte auf ihre ineinander verschlungenen Körper herab, bis sie sich voneinander lösten, um sich gegenseitig mit Duschgel einzureiben. Um sich den Geschmack von Seife im Mund zu ersparen, mussten sie währenddessen eine Kusspause einlegen. Umso leidenschaftlicher züngelten sie miteinander, als alles wieder abgespült war. Leonie nahm währenddessen Flos steifen Schwanz in die Hand und rieb daran. Eine seiner Hände wanderte in ihren Schritt und streichelte ihre bereits heftig triefende Muschi.

Zwei Finger bahnten sich den Weg in ihre Spalte hinein. Die Geschwister unterbrachen den Kuss. Flo sah Leonie mit einem heißen Blick eindringlich an, aus ihrem offenen Mund stöhnte sie immer lustvoller. Seinen Schwanz hatte sie zwar noch in der Hand, konnte sich aber nicht mehr darauf konzentrieren, sich dort zu bewegen.

Auf einmal glitten Flos Finger aus ihrer Muschi heraus, ihr Bruder packte sie lüstern, nahm seinen Schwanz selbst in die Hand und drehte sie herum.

Die Aussicht auf ihre süßen, kleinen, apfelförmigen Pobäckchen ließ ihn noch geiler werden und er führte seine Eichel von hinten an ihren Schlitz heran. Er schmierte ihre Spalte mit seinem Vorsaft ein, setzte den harten, dicken Ständer an ihrem engen, kleinen Loch an, nahm ihre Oberschenkel in seine Hände und drang tief in sie ein.

Erregt stöhnte Leonie auf. Der Schwanz ihres Bruders versank mit schmatzenden Geräuschen in ihrer Muschi, sein Unterleib klatschte gegen ihren Po.

Bei ihrer gegenseitigen Entjungferung am Abend zuvor hatten sie vielleicht miteinander geschlafen, aber das hier war etwas anderes, nämlich hemmungsloses Ficken. Ohne Grenzen ließ Flo sich von seinen Trieben leiten, wodurch auch sie unfassbar geil wurde. Leonie richtete ihren Oberkörper auf, er beugte sich ein wenig zu ihr herunter und keuchte ihr erregt ins Ohr, während sein fester Schwanz im Akkord in ihrem engen Schlitz versank.

Sie stöhnte immer heftiger.

Bald fühlte sie in ihrem Körper das wohlige Kribbeln aufsteigen, das ihren Orgasmus ankündigte, wie sie seit dem Vorabend wusste. Nach und nach änderten die Geschwister ihren Rhythmus, bis die Stöße nicht mehr von Flo kamen, sondern Leonie ihre nasse Spalte immer wieder über die Eichel ihres Bruders gleiten ließ, wobei sie mit einigen heftigen Seufzern kam. Ohne Pause übernahm Flo sofort wieder den aktiven Part und tauchte seinen Schwanz noch einige Male schnell ein, bevor er das Tempo völlig herausnahm und drei Mal ganz intensiv zustieß.

„Oooooh“, stöhnte Leonie beim ersten Mal auf.

Der zweite Stoß.

„Aaaaaaaaaaah“!“, seufzte sie etwas länger.

Beim dritten Stoß entfuhr Flo ein lustvolles Geräusch der tiefen Befriedigung, denn damit spritzte er tief in der feuchten, warmen Muschi seiner kleinen Schwester ab.

Nachdem er beim ersten Mal nicht in der Lage gewesen war, mitzuzählen, wollte er diesmal wissen, wie heftig Leonie ihn zum Kommen brachte.

Die ersten drei Schübe lagen nahe beieinander.

Vier. Fünf. Sechs. Die Abstände waren jetzt etwas größer.

Sieben.

Acht.

Das dürfte es gewesen sein.

Neun.

Ein großes Gefühl der Genugtuung erfasste Leonie, als sich Flos Spermamassen in ihr ausbreiteten. Einen Moment lang hielt er inne und blieb in ihr, küsste ihre Schultern und ihren Hals.

Obwohl sie nach wie vor unter dem laufenden Wasser der Dusche standen, waren sie nach dem heißen Akt völlig verschwitzt.

Langsam erschlaffte Flos Penis und rutschte aus Leonies Muschi heraus. Sie drehte sich zu ihrem Bruder herum und küsste ihn hingebungsvoll.

Ein weiteres Mal wuschen sie sich gegenseitig, trockneten sich ab und verließen zutiefst befriedigt das Badezimmer.

Es fiel den Geschwistern nicht ganz leicht, nach dieser Nacht vor ihren Eltern so zu tun, als wäre alles wie immer.

Andauernd trafen sich ihre wissenden Blicke, unter dem Frühstückstisch füßelte Leonie zärtlich mit Flo. Am liebsten hätten sie sich andauernd in den Arm genommen und geküsst, doch sie mussten sich in Beherrschung üben.

Im weiteren Verlauf des Tages schickte ihre Mutter sie für ein paar zusätzliche Einkäufe zum Supermarkt, während sie im Discounter den Wocheneinkauf tätigte. Kaum waren sie aus der Tür getreten, legte Flo den Arm um seine Schwester.

„Nicht!“, wollte sie ihn davon abhalten, „Wir sind auf der Straße!“

Verständnislos grinste er sie an.

„Und da darf man seine Schwester nicht in den Arm nehmen?“

Nach einem kurzen Zögern gab sie zu:

„Auch wieder wahr. „

Nach den ersten paar Schritten beschloss Leonie, Flo in ihre Gedankenspiele einzuweihen.

„Du hast dich ja jetzt viel mit Kati unterhalten…“

Ihr Bruder verdrehte genervt die Augen.

„Fängst du schon wieder damit an?“

„Nein, darum geht es nicht. Mich interessiert nur mal, wie sie so drauf ist. Was Beziehungen angeht. Liebe. Sex. „

„Was soll das denn? Ich dachte, wir hätten das geklärt!“

„Du verstehst mich falsch. Es geht nicht um uns. Sondern um Jonas. „

Verwundert ahnte Flo, worauf sie hinaus wollte:

„Du willst die beiden verkuppeln?“

„Vielleicht.

Aber dafür musst du mir erst mal meine Frage beantworten. „

Wenig überzeugt sah ihr Bruder sie an.

„Ich hab dir schon mal gesagt, dass ich es für keine gute Idee halte, wenn du das bei Jonas versuchst“, seufzte er.

„Du weißt doch gar nicht, was ich vorhabe. Meine Idee ist wirklich harmlos. Aber kriege ich jetzt erst mal eine Antwort auf meine Frage?“

„Also gut“, gab Flo nach.

„Kati war in Sachen Sex bisher sehr locker unterwegs. „

„War?“, horchte Leonie auf.

„Ist sie vielleicht immer noch, das kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nur, dass sie wirklich große Sehnsucht nach einer richtig ernsthaften, romantischen Beziehung hat. So ist es ja dazu gekommen, dass ich ihr von uns erzählt habe. Und sie liebt diese Geschichten. „

Leonie nickte.

„Das hört sich doch nicht schlecht an.

„Weihst du mich jetzt in deinen harmlosen Plan ein? Damit ich dich davon abhalten kann?“

„Ich glaube nicht, dass du das willst, wenn du ihn erst mal kennst…“

Ebenso wie ihr Bruder hielt Leonie es für falsch, sich zu sehr bei ihrem besten Freund einzumischen. Alles, was sie vorhatte, war deshalb, Kati einen kleinen Schubs in die richtige Richtung zu geben. Für sie sprach nicht mal etwas dagegen, dass Flo seine beste Freundin einweihte.

Wenn sie bisher ein so lockeres Sexleben geführt hatte, konnte sie ja nicht viel dagegen haben, Jonas einfach mal kennenzulernen. Leonie wollte auch nicht verbissen darauf setzen, dass der Plan letztendlich aufgehen würde.

„Es ist auch nicht schlimm, wenn es nicht klappt“, erklärte sie Flo auf dem Parkplatz des Supermarktes, „aber so lange es die Chance gibt, möchte ich es gerne versuchen. „

Tatsächlich fand Flo den Plan seiner Schwester unverfänglicher, als er erwartet hatte.

„Okay. Ich rede mit Kati. Vielleicht hat sie ja wirklich Lust und uns fällt etwas ein, wie die beiden sich kennenlernen können, so ganz zufällig natürlich. „

Die Augen seiner Schwester strahlten.

„Du bist der Beste!“

Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange.

„Hey!“, lachte er, „Wir sind auf der Straße!“

„Und da darf man seinem Bruder kein kleines Küsschen geben?“

Bester Laune betraten sie den Supermarkt.

Den Nachmittag verbrachten Leonie und Flo mit ihrer Urlaubsplanung. Ein Jahr zuvor hatten sie im Familienurlaub entschieden, in diesem Jahr einen eigenständigen Urlaub auf die Beine zu stellen. Ihr Traum waren Sonne, Sand und Meer, einsame Buchten und idyllische Strände. Leisten konnten sie sich ein Zimmer in einer kleinen Pension in den Niederlanden.

„Vielleicht haben wir ja Glück mit dem Wetter“, machte Leonie sich auch selbst Mut.

Dann sah sie ihrem Bruder in die Augen und ergänzte leise: „Wenn nicht, auch egal. Hauptsache, wir sind zusammen, dann scheint sowieso die Sonne. „

„Das ist meine Schwester“, grinste Flo sie an.

Die Geschwister hatten den Urlaub in Anwesenheit ihrer Eltern im Wohnzimmer geplant. In diesem Moment fühlten sie sich durch ihr gemeinsames Geheimnis sehr verbunden.

Den frühen Abend verbrachten die beiden in Flos Zimmer.

In Löffelchenstellung und Händchen haltend sahen sie gemeinsam fern. Am Beginn einer Werbepause drehte Leonie sich zu ihrem hinter ihr liegenden Bruder um und gab ihm verliebt Zungenküsse. Dabei machte sie sich mit ihrer Hand an seinem Gürtel zu schaffen, womit er zunächst nicht einverstanden war.

„Stop“, bremste er sie, „Mama und Papa könnten hochkommen und uns zum Abendessen rufen. „

„Die klopfen doch hoffentlich an, sie müssen ja auch mal damit rechnen, dass du gerade wichst“, grinste Leonie.

„Entspann dich“, empfahl sie ihm und zog ihm Jeans und Boxershorts so weit herunter, dass sein Schwanz freigelegt war.

Flos Penis war unbeschnitten, schon im schlaffen Zustand schön lang und dick, sodass er steif nur etwas größer wurde. Seine Schamhaare stutzte er.

Leonie umschloss seine Vorhaut mit der rechten Hand und schob sie langsam und vorsichtig zurück. Sie bewegte ihren Kopf auf die Schwanzspitze zu, nahm die Eichel in den Mund und saugte daran.

Ihr Bruder stöhnte auf.

„Du musst das nicht tun!“, gab er ihr zu verstehen.

Sie ließ die Eichel aus ihrem Mund flutschen.

„Ich weiß. Ich will aber. Für wen, wenn nicht für dich?“

Ihre Zunge glitt über seine Hoden, dann nahm sie wieder die Schwanzspitze in den Mund und ließ seinen Steifen ein Stück weiter hineingleiten.

Gleichzeitig rieb sie Flos Schwanz mit der Hand.

Es war das erste Mal, dass Leonie einen Schwanz blies und das erste Mal, dass ihr Bruder einen Blowjob bekam und doch konnte er es sich kaum geiler vorstellen. Sie war offensichtlich ein großes Naturtalent. Mit ihrer feuchten, kleinen Zunge leckte sie über seine Eichel, die im nächsten Moment von ihren saugenden Lippen umschlossen war. Um den Teil des Schwanzes, der nicht mehr in den Mund passte, kümmerte sie sich mit ihrer Hand, mit der sie auch ein paar Mal seine Eier streichelte.

Als Flo ihr gerade zu verstehen geben wollte, dass er das nicht mehr lange aushalten würde, ohne abzuspritzen, hörte sie plötzlich auf und entledigte sich hektisch ihrer Hose und ihres Slips. Sie stieg mit einem Bein über ihren Bruder, griff nach seinem Schwanz und bewegte ihr feuchtes Loch auf ihn zu. Behutsam führte sie ihn sich ein. Leonie beugte sich nach vorn und küsste Flo, dessen Hände unter ihr T-Shirt wanderten, ihren Rücken streichelten und ihren BH öffneten.

Zusammen mit ihrem Shirt zog er ihn ihr aus, sodass seine kleine Schwester nun mit ihrem nackten Prachtkörper auf ihm ritt. Er vergrub seinen Kopf zwischen ihren Brüsten und liebkoste ihre kleinen Nippel. Sie bewegte sich auf und ab, ihre vermischten Säfte liefen an seinem Schwanz herunter. Leonie legte ihren Kopf neben seinen. Daraufhin stöhnten sie sich gegenseitig ins Ohr.

„Pssst“, ermahnte Flo, woraufhin sie sich umgehend bemühte, leiser zu sein.

Im nächsten Moment überkam ihn eine Welle der Erregung, die er am liebsten laut herausgestöhnt hätte. Er presste die Lippen fest aufeinander und brummte:

„Mmmmmmmmmm!“, gefolgt von einem heftigen Seufzen.

„Pssst“, lachte Leonie und verschloss ihm den Mund mit ihren Lippen, sodass sie nun gegenseitig ihre Lust einatmeten. Währenddessen wurden ihre Schenkel immer aktiver und ritten den Schwanz ihres Bruders immer schneller. Flo packte seiner kleinen Schwester an den Po, womit er einen Rhythmuswechsel einleitete.

Bald ritt sie nicht mehr, sondern er stieß sie von unten, bis er ganz die Kontrolle übernahm und sie auf den Rücken warf. Ihre Lippen hatten sich in der Zwischenzeit wieder voneinander gelöst und sie seufzten sich ganz leise leidenschaftlich ins Ohr. Ein wenig später kam Leonie zum Orgasmus. Es erfüllte Flo mit Stolz, dass er in der Lage war, es ihr zuerst zu besorgen.

„Wenn ich gleich komme“, flüsterte er, nach wie vor mit dem Schwanz in der Muschi seiner Schwester, „darf ich dich dann mal anspritzen?“

Leonie grinste.

„Wohin?“

„Auf deine süßen Brüste. „

„Okay“, flüsterte sie zustimmend.

Flo wurde schneller, bis das nicht mehr möglich war, zog seinen Schwanz schnell heraus, kniete sich breitbeinig neben Leonie, nahm ihn in die Hand und wichste ihn noch kurz, bevor einige Spermaspritzer auf dem Busen seiner Schwester landeten. Dabei bewegte er sich ein wenig hin und her, um das Sperma gleichmäßig zu verteilen.

Glücklich betrachtete er den besamten Körper und wiederholte einen Satz von vor wenigen Stunden:

„Das ist meine Schwester. „

Leonie sammelte mit ihren Fingern ein wenig Sperma von ihren Brüsten ein und leckte es ab. Grübelnd runzelte sie kurz die Stirn und analysierte scherzhaft:

„Das ist mein Bruder. „

Lachend ließ Flo sich auf sie fallen.

„Kennst du etwa noch andere?“, grinste er, küsste sie und zettelte ein kleines Spaßkämpfchen an, bei dem sie sich vergnügt durch das Bett wälzten.

„Kinder! Essen!“, schallte es von unten durch das Haus, sodass die Realität sie wieder einholte. Gehetzt gingen sie sich waschen, zogen sich an und stolperten die Treppe hinunter.

Am Sonntagmorgen wachte Leonie früh in Flos Bett auf dem Bauch ihres Bruders auf und spürte seinen regelmäßigen Atem. Ihre Köpfe lagen nebeneinander und ihre Wangen drückten sich aneinander. Für sie war das die maximal mögliche Entspannung. Die Außenwelt war ihr völlig egal.

So lange sie die grenzenlos tiefe Liebe mit ihrem Bruder fühlte, konnte ihr überhaupt nichts passieren. Wäre es nur nicht schon wieder so verdammt warm gewesen.

Wenn das alles nur ein Traum ist, dachte Flo, dann ist es der mit Abstand schönste Traum meines Lebens und ich habe absolut kein Interesse daran, aufzuwachen und festzustellen, dass das alles nie passiert ist und Leonie gerade nicht auf mir liegt. Aber mit der nächsten Bewegung konnte es vorbei sein, wenn er dann feststellte, dass nicht seine Schwester, sondern vielleicht nur seine Bettdecke auf ihm lag.

Es erschien ihm gefährlich, dieses Risiko einzugehen, doch er musste es auch realistisch sehen: Ihm blieb ja gar nichts anderes übrig. Also berührte er mit seinen Händen Leonies Taille. Da war keine Bettdecke. Da war seine Schwester. Das war kein Traum. Es war das pure, echte, traumhafte Leben.

„Flo?“, sprach sie ihn an, um zu testen, ob er wach war.

„Hm?“, zeigte er sich gesprächsbereit.

„Es ist sechs Uhr morgens und mir ist jetzt schon viel zu warm!“

„Und was soll ich da jetzt machen?“

„Ich will, dass du mit mir schwimmen gehst.

Hinten im See. Im Sonnenaufgang. „

Anfänglich zierte Flo sich ein bisschen, denn eigentlich war er zu müde und zu faul, zu dieser frühen Zeit das Bett zu verlassen, doch Leonie leistete erfolgreich Überzeugungsarbeit und wisperte:

„Am See sind jetzt bestimmt nur wir beide. Da können wir uns im Freien lieben. Es ist schon hell, das heißt, wir können uns nackt sehen, mit dem erfrischenden Wasser auf unserer Haut.

Niemand wird sich dafür interessieren, ob wir uns küssen, streicheln oder Sex haben. Die nächste Gelegenheit dafür haben wir wahrscheinlich erst in einer Woche. Ab morgen ist wieder Schule. „

Flo öffnete die Augen und nickte.

„Schwimmen! See!“

Für den Weg durch den Wald zog Leonie sich einen roten Bikini an, ihr Bruder eine schwarze Badeshorts. Draußen waren die Temperaturen für diese leichte Bekleidung gerade warm genug.

Einem anderen Pärchen begegneten sie am See diesmal nicht.

Still und klar lag das Gewässer vor ihnen, die Oberfläche reflektierte die ersten Sonnenstrahlen des Tages und trug zu einer erholsam ruhigen Atmosphäre bei.

Flo nahm seine Schwester in den Arm und lobte sie:

„Das war wirklich eine tolle Idee. „

Er küsste ihre Wange.

„Hab ich ja gesagt“, erwiderte sie, genoss die Aussicht auf den See einige weitere Augenblicke lang und löste sich dann aus seinem Arm, um Bikinioberteil und -höschen auszuziehen.

Ihr Bruder nutzte den gleichen Moment, um sich seiner Badeshorts zu entledigen.

Die Geschwister hatten sich ihr Leben lang immer wieder nackt gesehen und waren sich in den letzten Tagen und Wochen ständig in sexuellen Zusammenhängen nackt begegnet, doch trotzdem hatte diese Situation den Zauber eines ersten Mals: Im Licht der aufgehenden Morgensonne im Freien war es eben noch eine Premiere. Sie standen sich gegenüber, Flo strich seiner kleinen Schwester durch ihre glatten, weichen, langen, braunen Haare und legte ihr liebevoll die Hand auf die Wange, während er ihren wundervollen Körper betrachtete.

Die zierliche Figur mit den kleinen Brüsten, den schlanken, relativ langen Beinen, den süßen Mädchenfüßen und dem jugendlichen, zarten Flaum auf ihren Schamlippen faszinierten ihn an diesem Morgen besonders.

In der Nähe ihres Bruders fühlte Leonie sich sicher und geborgen. Nicht nur, weil sie sich seiner bedingungslosen Liebe inzwischen absolut sicher war, sondern auch, weil sein Körper Stärke ausstrahlte. Für sie hatte er genau das richtige Maß an Muskeln in den Armen und am Bauch, seine Beine rundeten diesen sportlichen Eindruck ab und so weit sie das beurteilen konnte, war sein Penis weder überdimensional groß noch musste er sich vor anderen verstecken.

Wenn Flo sie ansah, strahlten seine dunklen, braunen Augen diese liebevolle Wärme aus, die sie wissen ließ, dass sie füreinander bestimmt waren.

„Du bist so süß“, raunte er leise und strich ihr zärtlich über die Wange. Die blauen Augen, die kleine Nase, die schmalen, rötlichen Lippen – das unglaublich hübsche Gesicht seiner Schwester empfand er als makellos.

„Das habe ich wohl von meinem großen Bruder“, antwortete sie ihm und wuschelte ihm durch die kurzen, struppigen, schwarzen Haare.

„Mama und Papa haben dich schon toll hinbekommen!“

„Ach was, da haben sie doch nur geübt“, widersprach Flo, „und bei dir wussten sie dann, wie es geht!“

Auf Leonies Gesicht erschien ein zartes Lächeln und sie ließ für einen kurzen, sanften Kuss ihre Zunge in den Mund ihres geliebten Bruders gleiten. Anschließend nahm sie ihn an der Hand und führte ihn zum See.

Mit den Füßen im Wasser wurde den Geschwistern klar, dass es sie diesmal mehr Überwindung kosten würde, ihre Körper im Wasser abzutauchen, als bei ihrem vergangenen nächtlichen Badeausflug.

Auch wenn es sich zu Hause unter dem Dach massiv aufgewärmt hatte, waren die Außentemperaturen nicht mit der damaligen Hitze vergleichbar.

„Bist du sicher, dass du das willst?“, bibberte Flo.

„Das ist doch nicht kalt“, versuchte Leonie tapfer, sich selbst zu überzeugen. „Und wenn wir erst mal drin sind, macht es uns bestimmt nichts mehr aus. Außerdem bist du doch ein Mann, oder?“, forderte sie ihren Bruder heraus.

„Ich messe mal nach“, kündigte er an und legte Daumen und Zeigefinger an seinem Penis an, um dann das Ergebnis hochzuhalten.

„So kalt ist es. „

Seine Schwester ging einen Schritt weiter ins Wasser und drehte sich zu ihm herum.

„Das können wir ändern“, grinste sie, tauchte langsam ihre Beine ins Wasser ein und kniete sich auf den sandigen Grund des Sees.

Mit einer Hand griff sie von unten erst nach den Eiern ihres Bruders, danach nach seiner Vorhaut und schob sie langsam vor und zurück. Sein Schwanz richtete sich auf.

Flo schloss die Augen, legte die Hände hinter den Kopf, fühlte die warme Morgensonne auf seiner Haut und genoss es, Leonies Mund bald darauf an seiner inzwischen recht prallen Eichel zu spüren. Seine Schwester ließ den Schwanz los, legte ihm beide Hände auf den Po und schob sich den Ständer so tief in den Mund, wie sie konnte, ohne ihn letztendlich im Rachen zu haben.

Feucht lutschte sie daran. Erneut ging Flo der Gedanke durch den Kopf, dass Leonie wirklich mit einem Naturtalent zum Blasen gesegnet sein musste. Dass er mit den Füßen in kaltem Wasser stand, hatte er zu diesem Zeitpunkt völlig vergessen. Sie hielt eine ordentliche Zeit lang durch, brach den Blowjob für sein Empfinden jedoch dennoch viel zu früh ab und stand wieder auf.

„Besser? Wärmer?“

„Viel besser. Kannst du nicht noch ein bisschen weiter machen?“

„Wir können zusammen weiter machen.

Im Wasser!“

Bei diesen Worten stürzte Leonie sich in den See. Im ersten Moment durchfuhr sie ein kalter Schauer, doch dann kam es genau so, wie sie es vorausgesagt hatte: Die Wassertemperatur machte ihr schnell überhaupt nichts mehr aus.

Flo blieb nichts anderes übrig, als seiner Schwester zu folgen, woraufhin er den gleichen Effekt erlebte. Zusammen schwammen sie ein Stück hinaus, tollten miteinander herum und tauchten sich gegenseitig unter.

Auf ihrem Rückweg ans Ufer blieben sie dort stehen, wo ihr Intimbereich gerade noch aus dem Wasser ragte, ließen sich die inzwischen noch etwas wärmere Sonne auf die nackten Körper scheinen, umarmten sich, genossen die Berührungen ihrer Haut und knutschten voller Leidenschaft. Flo führte seine Hand zwischen Leonies Beine und massierte ihre Schamlippen. Sein Schwanz, der unter Wasser zwischenzeitlich erschlafft war, drückte sich nun wieder hart gegen ihre Schenkel. Zaghaft strich er mit dem Zeigefinger über die Spalte seiner Schwester und sammelte einige Feuchtigkeit auf.

Den Finger leckte er vor ihren Augen ab.

„Ist das eigentlich normal, dass wir so oft können und wollen?“, interessierte Leonie, der bewusst wurde, dass sie den größten Teil ihres Wochenendes mit Sex verbrachten.

„Vielleicht“, verzichtete Flo darauf, sich festzulegen, „vielleicht ist das aber auch nur bei der großen Liebe so. „

Die Vermutung ließ Leonies Augen leuchten.

„Bin ich deine große Liebe?“, grinste sie.

„Können wir das schon wissen?“, antwortete ihr Bruder mit einer Gegenfrage und schob hinterher: „Zumindest liebe ich keinen anderen Menschen in meinem Leben so sehr wie dich. „

„Ich kenne das Gefühl“, strahlte Leonie, bevor das Gespräch im nächsten heißen Zungenkuss mündete.

Gleichzeitig tastete Flo sich mit zwei Fingern in die Muschi seiner Schwester vor. Tief und eindringlich sah er ihr in die Augen, wie er es schon einmal getan hatte, und fingerte sie in wechselnder Geschwindigkeit.

Es machte sie schier wahnsinnig, nicht zu wissen, in welcher Intensität sie die Finger ihres Bruders im nächsten Moment in sich spüren würde. Sie reagierte mit entsprechendem Aufstöhnen und einem vor Lust und Ekstase verzogenen Gesicht, in dem Flo richtig den Wunsch nach mehr las. So hob er nach einiger Zeit ihr rechtes Bein an, um es an seinem Körper vorbei zu bewegen und mit seiner Schwanzspitze an ihr Loch heranzukommen. Langsam führte er seinen Schwanz ein und hielt seinen eindringlichen Blick in Leonies Augen, während er begann, sie zu stoßen.

Unter ihnen plätscherte wegen ihrer Bewegungen das Wasser und sie machten sich einen Spaß daraus, damit möglichst laute Geräusche zu erzeugen. Ihre Köpfe lagen Wange an Wange, ihre geöffneten Lippen gaben erregte Seufzer für das Ohr des jeweils anderen frei.

Nach einem ihrer unzähligen leidenschaftlichen Zungenküsse entfernte Leonie sich ganz vom Grund des Sees, indem sie ihren Bruder ansprang. Sie hielt sich mit ihren Armen an seinen Schultern fest, er unterstützte sie mit seinen Händen unter ihren Oberschenkeln und hielt sie so in der Luft.

Lange war das für beide nicht durchzuhalten, doch Flos Kraft war es zu verdanken, dass seine kleine Schwester in dieser Position immerhin wenige Minuten auf seinem Schwanz reiten konnte, wobei sie sich lüstern in die Augen sahen. Nur noch Leonies Füße befanden sich knapp unter der Wasseroberfläche, auf der bei dieser Aktion das bisher lauteste Plätschern entstand. Übertroffen wurden diese Geräusche jedoch bald von dem Moment, in dem Flo seine kleine Schwester vorsichtig wieder herunterlassen wollte, die beiden aber trotzdem kurz den Halt verloren und Leonie fast ins Wasser fiel.

Reaktionsschnell fing ihr Bruder sie wieder auf.

„Mein Held!“, lachte sie, als sie wieder stand und bedankte sich mit einem hingebungsvollen Kuss.

Flo fasste ihr an den Po und drehte ihren Rücken zu sich. Ganz knapp über der Wasseroberfläche führte er seinen Schwanz von hinten wieder in ihre Muschi ein und legte seine Hände an ihre schlanken Schenkel. Leonie beugte sich nach vorn, er lehnte sich ganz leicht nach hinten und versetzte ihr immer schnellere, härtere Stöße.

Seine Lenden klatschten gegen ihren Po, das Wasser klatschte gegen seine Schenkel und von wurde von dort zu Leonie abgelenkt, was nicht nur zu einer faszinierenden Geräuschkulisse beitrug, sondern sich zusätzlich zum von einer engen, feuchten Muschi umschlossenen dicken Schwanz auch anregend gut anfühlte. Zum ersten Mal trauten die Geschwister sich, so lautstark und hemmungslos zu stöhnen, wie sie es bei ihrer Lust auf diesen Sex miteinander für nötig befanden. Ihre Geilheit wuchs ins Unendliche mit der Folge, dass sie sich in eine regelrechte Trance fickten.

Wie es sich entwickelt hatte, wie sie dort hingekommen waren, wo sie waren, was danach kommen würde – das spielte alles überhaupt keine Rolle. Das einzige Ziel war die nächste gemeinsame gegenseitige Befriedigung.

Flo wollte es seiner kleinen Schwester so richtig besorgen, wie diese süße Maus es verdient hatte.

Leonie fühlte sich von ihrem verehrten Helden begehrt, weil sie von ihrem großen, starken Bruder so heftig durchgenommen wurde.

Nichts vermittelte ihr dieses Gefühl in einem solchen Ausmaß wie der Moment, in dem ihr stolzer Hengst sein heißes Sperma tief in sie hinein pumpte.

„Oooo – Oooooooo – Oooooooooooooooo!“, keuchte Flo lang und lautstark, als das Ejakulat in die Muschi seiner Schwester schoss. Unmittelbar danach musste er seinen hektischen Atem mit einer kurzen Pause beruhigen, doch dann fickte er die prall gefüllte Spalte mit ein paar langsamen Stößen weiter.

Mit dem ersten Spritzer Samenflüssigkeit, der sich in ihr ausbreitete, befand Leonie sich jedoch längst ebenfalls auf dem Weg zu ihrem Höhepunkt.

„Jaaa – Jaaaaaaa – Jaaaaaaaaaaaaaaa!“, stöhnte sie leicht zeitversetzt zu ihrem Bruder und wurde von ihrem Orgasmus wild durchgeschüttelt. Außer Kontrolle zuckte ihr Körper für einen Moment hin und her, woran auch Flo mit seinen zusätzlichen Stößen nicht ganz unbeteiligt war. Seinen Ständer konnte er inzwischen jedoch nicht mehr halten und der erschlaffte Penis flutschte aus Leonies Scheide heraus.

Ein Teil des Spermas landete im Wasser und verwandelte sich in weiße Schlieren.

Sie drehte sich hektisch zu ihrem Bruder herum und überfiel ihn unterwürfig mit einem dankbaren, leidenschaftlichen Kuss, den er in der gleichen Intensität erwiderte und der immer langsamer und zärtlicher wurde. Währenddessen fanden die Geschwister in die Realität zurück und erinnerten sich daran, dass sie in der Morgensonne im See standen. Als sie sich voneinander lösten, kam ein kurzes Gefühl der Beklommenheit auf: Ihnen wurde klar, dass sie in ihrer Ekstase derartig die Kontrolle verloren hatten, dass ihnen zusätzliche Besucher am See gar nicht aufgefallen wären.

Sie hatten auch keine Vorstellung davon, wie lange ihr heißes Sexabenteuer gedauert hatte, wie viel Uhr es mittlerweile war und mit welcher Wahrscheinlichkeit sie infolgedessen mit anderen Menschen rechnen mussten. Der Blick ans Ufer verschaffte ihnen eine gewisse Beruhigung, denn es war keine Menschenseele zu sehen. Nachdem sie sich im See ein wenig gesäubert hatten, zogen sie sich jedoch sicherheitshalber Bikini und Badeshorts wieder an, bevor sie wie unschuldige Geschwister noch eine zweite Runde schwimmen gingen.

Als tatsächlich noch weitere Badegäste auftauchten, stellte sich diese Entscheidung als goldrichtig heraus.

Besonders ihren Eltern gegenüber fiel Leonie und Flo die notwendige Heimlichtuerei immer schwerer. Wirklich entspannt konnten sie zu Hause nur über Nacht miteinander schlafen, weil die Gefahr, dabei erwischt zu werden, sehr gering war. Ihr früher Ausflug an den See blieb eine Ausnahme, denn so hitzige Temperaturen, die sie am Wochenende so früh aus dem Bett trieben, erlebten sie erst einmal nicht mehr.

Außerhalb ihres Dachgeschosses blieben ihnen somit keine Orte, an denen sie sich ihrer Lust bedenkenlos hingeben konnten. Während der Schultage fiel auch Sex am Morgen aus, weil sie dafür einfach zu müde waren und lieber so lange wie möglich schlafen wollten. In der letzten Schulwoche kam dann noch Leonies Periode hinzu, die zwar ihr Kuschelbedürfnis verstärkte, ihr die Lust auf Sex aber vollständig raubte. Sie war allerdings glücklich, dass es sie ein paar Tage vor der Abreise in die Niederlande erwischt hatte, denn so würden die Geschwister ihren Trieben dort ungestört freien Lauf lassen können.

Ganz weit weg von Eltern und Freunden, die nichts mitbekommen durften. Sie konnten die Abreise deshalb kaum mehr erwarten und saßen überglücklich in einem relativ vollen Zug, als es endlich so weit war.

„Jonas und Kati haben übrigens ein Date“, berichtete Leonie ihrem Bruder wichtige Neuigkeiten.

„Super, dann hat es ja geklappt!“

Flo hatte Kati Leonies Plan tatsächlich offen geschildert. Seine beste Freundin hatte nicht leugnen können, dass es ihr immer Spaß machte, einen neuen Jungen kennenzulernen und so hatte sie sich darauf eingelassen, eine vermeintlich zufällige Begegnung mit Jonas im Kino zu inszenieren.

Leonie hatte ihn zu einem Film dorthin gelockt und Popcorn holen geschickt. „Versehentlich“ war Kati danach gegen ihn „gestolpert“ und hatte ein wenig Popcorn aus seiner Tüte verschüttet, ihm dann unglaublich beschämt eine zweite, kleine Tüte als Ersatz gekauft und ihn zur Entschädigung zu einem weiteren Kinobesuch eingeladen, zu zweit. Ein Date mit der ihm durchaus bekannten Kati hatte Jonas gerne angenommen.

„Er war völlig von der Rolle, als er mit dem Popcorn zurück in den Kinosaal kam“, erzählte Leonie.

„Das kann ich mir vorstellen. Es lädt einen nicht jeden Tag eine Traumfrau auf ein Date ein. „

„Traumfrau?“, wiederholte Leonie leicht böse.

„Für Jonas, meine ich. „

Flo nahm die Hand seiner Schwester.

„Du weißt doch, dass es für mich nur noch eine gibt. „

Unsicher sah sie sich um.

„Das ist der letzte Bahnhof vor der holländischen Grenze“, beruhigte er sie.

„Hier weiß keiner, wer wir sind. „

Ein junges Pärchen bahnte sich seinen Weg durch den Gang. Dazu gehörte ein hübsches, blondes Mädchen, das erfreut die zwei freien Plätze bei Flo und Leonie erblickte.

„Dürfen wir uns zu euch setzen?“, erkundigte sie sich höflich.

„Nur zu“, gab Leonie ihr Einverständnis, weil sie die beiden sympathisch fand.

„Ich bin Vivien“, stellte das Mädchen sich vor.

„Jannik“, fuhr ihr Freund fort.

Auch Leonie und Flo sagten ihre Namen.

„Seid ihr auch zusammen?“, fragte Vivien neugierig. Offensichtlich war ihr nicht entgangen, dass die beiden Händchen hielten.

„Ja“, preschte Leonie vor, mit den Worten ihres Bruders im Hinterkopf: Hier weiß keiner, wer wir sind.

„Cool, wie lange?“, wollte die Sitznachbarin wissen.

Flo und Leonie warfen sich ratlose Blicke zu.

„Ihr seid euch wohl nicht ganz einig?“, beteiligte sich jetzt auch Jannik freundlich an dem Gespräch.

„Na ja“, begann nun Flo eine Erklärung, „der Zeitpunkt ist ein bisschen schwierig festzumachen. Wir kennen uns einfach schon von klein auf, waren schon immer die besten Freunde und auch, wenn wir nicht von Anfang an rumgeknutscht haben, war uns tief in uns glaube ich immer klar, dass wir zusammengehören.

Man könnte also sagen, wir sind schon unser ganzes Leben lang zusammen. „

Leonie staunte, wie viel Wahrheit ihr Bruder in seine Geschichte gepackt hatte, ohne zu verraten, dass sie Geschwister waren. Vivien war beeindruckt:

„Oh Mann, ist das toll!“

„Und wann habt ihr euch dann das erste Mal geküsst?“, wollte Jannik wissen.

„Kommt drauf an, welche Art Kuss du meinst“, erwiderte Flo.

„Mit Zunge natürlich!“

Leonie grinste.

„Das ist erst ein paar Wochen her. „

„Wie süß! Schon ewig zusammen und trotzdem ganz frisch verliebt!“, freute Vivien sich.

„Und wie habt ihr euch kennengelernt?“, fragte Flo.

Diesmal sahen Vivien und Jannik sich kurz fragend an, bevor das blonde Mädchen antwortete:

„Zuerst sind seine Mutter und mein Vater zusammengekommen.

Wir waren plötzlich Stiefgeschwister. Und jetzt sind wir sozusagen ein Inzestpaar“, scherzte sie.

Leonie und Flo versuchten, möglichst natürlich auf diesen Witz zu reagieren, obwohl ihnen eigentlich das Lachen im Halse stecken blieb. Zu ihrem Glück merkten Vivien und Jannik nichts und erzählten ihnen ihre Liebesgeschichte, die damit endete, dass das Paar gerade auf dem Weg in den ersten gemeinsamen Urlaub ohne Eltern war. Allerdings wollten sie in eine andere Ecke der Niederlande als Flo und Leonie, sodass sie umsteigen mussten und den Zug vor den beiden wieder verließen.

„Die waren echt nett“, stellte Flo fest, nachdem sie sich voneinander verabschiedet hatten.

„Und ein süßes Pärchen“, fand Leonie. „Die haben es gut. Können leicht Witze über Inzest machen, weil sie ja nur Stiefgeschwister sind. „

Flo nickte und dachte kurz nach.

„Hast du mal darüber nachgedacht, wie das mit uns weitergeht?“, warf er dann eine Frage auf, die Kati ihm schon vor einiger Zeit eingepflanzt hatte.

„Ich hab immer gehofft, für immer genau so wie jetzt“, gab Leonie zu, „und dass wir uns diese Frage niemals stellen müssen. „

„Dann… vergiss es einfach. Ich habe sie nicht gestellt. „

„Nein, du hast ja Recht. Damit müssen wir uns beschäftigen. „

„Ich weiß“, erwiderte er, „aber nicht jetzt. Wir haben noch genug Zeit, darüber nachzudenken, wenn wir wieder zu Hause sind.

Leonie lehnte ihren Kopf an seine Schulter.

„Ich hab dich lieb“, flüsterte sie.

„Ich dich auch, Süße“, antwortete er leise und küsste sie nachdenklich auf die Stirn.

Die Tür zu ihrem schlichten Zimmer in der kleinen Pension, in der sie sich eingemietet hatten, war kaum zugefallen, da züngelte Leonie wild mit Flo, der von diesem stürmischen Überfall seiner Schwester ein wenig überrascht wurde, ihn aber allzu gern über sich ergehen ließ.

Sie wurde langsamer, kraulte ihn zärtlich hinter seinem rechten Ohr und löste den Kuss.

„Liebesurlaub“, lächelte sie glücklich und steckte Flo mit ihrem freudigen Strahlen an.

„Sachen auspacken?“, schlug er vor.

Sie schüttelte den Kopf und kam seinem Gesicht wieder näher.

„Ich will jetzt mit dir schlafen“, gestand sie ihm.

Flo grinste. Wie hätte er diesem Wunsch widerstehen können?

Er hob seine Kleine hoch, sie schlang ihre Beine um ihn und er trug sie zum Bett.

Diese Entfernung war ganz knapp die Strecke, auf der er Leonie sicher halten konnte. Erleichtert legte er sie auf dem Bett ab. Viel Zeit für das Ausziehen ließen sie sich nicht. Ihr letztes Mal war inzwischen eine Woche her, was für ihre Verhältnisse einer halben Ewigkeit glich. Bald kugelten sie sich nackt knutschend durch das Bettzeug, bis Leonie sich auf ihrem Bruder herumdrehte, ihm ihre feuchte Muschi ins Gesicht streckte und ihren Mund auf seinen Schwanz herabsenkte.

Sie begann, ihm den Schwanz zu blasen, während er seine Zunge in ihre Spalte schob, um sie zu lecken und ihren Saft aufzunehmen. Die 69 war jedoch noch nicht das Intensivste, was sie bei diesem Sex erlebten.

Denn anschließend drehte Leonie sich ihrem Bruder wieder zu, er richtete seinen Oberkörper auf und sie setzte sich mit ihrem nassen Schlitz auf seinen harten Schwanz. Sie gaben sich heiße Zungenküsse, ihre Haut berührte sich nahezu überall.

Leonie ritt Flo, ihre festen Brüste berührten seinen starken Oberkörper, ihre Hände hatte sie auf seine Schulterblätter und er seine Arme um ihren Bauch gelegt. Auf diese Art und Weise waren sie nicht nur miteinander verschmolzen, sie waren ganz und gar Eins.

Genau so kamen sie dann auch zum Orgasmus, der nach ihrer vergleichsweise langen Enthaltsamkeit nicht lange auf sich warten ließ. Es war nicht Leonie, die als Erste von dem wohligen Gefühl durchströmt wurde, es war auch nicht Flo, der als Erster mit der erfüllenden Empfindung sein Sperma in die Muschi seiner Schwester spritzte, sondern das alles passierte tatsächlich zum ersten Mal exakt gleichzeitig.

Minutenlang danach blieb Flo in ihr und sie lagen sich in den Armen, bis sie sich nebeneinander legten und mindestens noch einmal so lang aneinandergeschmiegt einfach nur dalagen. Erst danach packten sie doch noch ihre Sachen aus, zogen sich wieder an und gingen zum Abendessen.

In den nächsten Tagen erfüllte sich Leonies Wunsch nach gutem Wetter in besonderem Maße: Die Temperaturen und Sonnenstunden vermittelten ihnen manchmal sogar den Eindruck, sie wären in den Süden gefahren.

Ab dem vierten Tag hatten sie eine lockere Regelmäßigkeit in ihren Tagesablauf gebracht: Noch vor dem Frühstück joggten sie in Bikini, Badehose und Sneakers eine kleine Runde und jagten sich gegenseitig durch die Düne, dann setzten sie sich in der Pension hungrig an den Frühstückstisch, sprangen danach zusammen unter die Dusche und hatten dort jedes Mal Sex.

Sie cremten sich gegenseitig ein, verbrachten den Tag am Strand und im Meer, knutschten dort natürlich jede Menge, kraulten und streichelten sich zärtlich und wenn sie die Welt um sich herum völlig vergaßen, fingen sie auch schon mal an, ihre Körper lustvoll aneinander zu reiben.

Durch Bikini- und Badehose blieb dabei selten unbemerkt, wenn sie feucht waren. Trotz des allmorgendlichen Sex unter der Dusche gab es Tage, an denen sie sich nicht weiter zurückhalten konnten und kurz ein Waldversteck in der Düne aufsuchten, in dem Flo Leonie schnell im Stehen nahm.

Ihr Mittagessen nahmen sie an einer Strandbude zu sich. Abends gab es wieder etwas in der Pension, wo die freundlichen Gesichter der anderen Gäste ihnen immer wieder verrieten, dass diese sie für ein schönes Paar hielten.

Nachts im Bett hatten die Geschwister hier nicht so oft Sex wie zu Hause. Eher schliefen sie sich entspannt aneinandergekuschelt aus. Den ein oder anderen Tag, an dem sie es nach der Dusche am Morgen und dem Versteckspiel im Wald tagsüber in ihrem Zimmer abends noch ein drittes Mal trieben, gab es natürlich trotzdem.

Nach einer Woche hatten Leonie und Flo die Hälfte ihres Urlaubs hinter sich. Am Abend dieses Tages hatten sie keinen Sex.

Ausnahmsweise kuschelte Leonie sich als großer Löffel von hinten an Flo und die beiden entspannten sich, als plötzlich sowohl auf seinem als auch auf ihrem Nachttisch das Handy vibrierte.

„Nanu?“, wunderte Leonie sich, drehte sich ein wenig und streckte ihren Arm weit aus, denn sie hatte aus ihrer Position heraus einen viel weiteren Weg zu ihrem Handy als ihr Bruder zu seinem.

Die Geschwister hatten die gleiche Nachricht von unterschiedlichen Absendern erhalten: Ein Foto eines innigen, verliebten Kusses.

Kati hatte das Bild Flo geschickt, Leonie hatte es von Jonas erhalten.

„Es hat geklappt!“, jubelte Leonie, als sie die Botschaft begriffen hatte. Sowohl sie als auch ihr Bruder bombardierten ihre besten Freunde sofort mit Fragen. Sie erfuhren, dass es beinahe Liebe auf den ersten Blick gewesen war. Weil Kati die Beziehung nicht auf einer Lüge aufbauen wollte, hatte sie sich relativ schnell entschieden, reinen Tisch zu machen und Jonas von den Kuppelplänen seiner besten Freundin erzählt.

Nachdem er sich zu diesem Zeitpunkt längst in Kati verliebt hatte und total begeistert von ihr war, konnte er Leonie das überhaupt nicht mehr übel nehmen, sondern war ihr eher wahnsinnig dankbar. Darüber hinaus hatte Flo beruhigende Nachrichten von Kati für Leonie: Sie war sich sicher, mit Jonas das erste Mal in ihrem Leben so richtig verliebt zu sein und hoffte selbst, damit einen Strich unter ihr lockeres Sexleben machen zu können.

Aufgeregt war Leonie inzwischen vom Bett aufgestanden und lief im Zimmer hin und her.

„Wie cool ist das denn!“, wiederholte sie immer wieder. „Wir können voll die super Clique werden, wenn wir wieder zu Hause sind! Wir und unsere besten Freunde! Zu viert! Zwei Jungs, zwei Mädchen, zwei Pärchen! Vielleicht freunde ich mich auch mit Kati an und du kannst Jonas‘ Kumpel werden und dann sind wir alle Freunde… Das wird so toll!“

Flo fand es sehr süß, seine Schwester so begeistert zu sehen und ließ ihr die Freude eine Zeit lang, fing dann aber an, sich ganz leichte Sorgen um sie zu machen.

Also stand er ebenfalls vom Bett auf, nahm Leonie in den Arm und drückte sie an sich.

„Ja, das sind gute Nachrichten“, äußerte er sich ruhig, „aber jetzt atme mal ganz tief durch, du kriegst ja gleich vor lauter Freude noch einen Herzinfarkt. Ich brauch dich doch noch. „

Die Worte ihres Bruders zeigten Wirkung. Leonie sah ein, dass sie viel zu aufgedreht war, presste Flo fest an sich, befolgte seinen Ratschlag und atmete einmal ganz tief ein und aus.

Zu ihrer Beruhigung trug allerdings auch Flos Nähe bei.

Dann traf es sie wie ein Blitzschlag.

„Oh Mist!“, kommentierte sie ihre Erkenntnis und sprach sie aus: „Jonas weiß ja gar nichts von uns. Also – wenn Kati dichtgehalten hat. „

„Das hat sie“, wusste Flo, „es ist unsere Sache. Und was Jonas angeht, alles andere als eine leichte Entscheidung. „

Damit sollte er Recht behalten: Leonie wollte ihren besten Freund nicht belügen und das auch nicht von seiner Freundin verlangen.

Das sprach dafür, ihn einzuweihen. Diese Wahrheit war allerdings sehr riskant: Wer wusste schon, wie er auf die Nachricht reagieren würde, dass seine beste Freundin mit ihrem eigenen Bruder zusammen war? Bis spät in die Nacht überlegten Flo und Leonie hin und her, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Es wurde das nächste Problem, das sie auf die Zeit nach dem Urlaub verschoben, um die zweite Hälfte möglichst stressfrei genießen zu können.

Für den letzten Abend ihres Urlaubs hatten die Geschwister sich etwas Besonderes vorgenommen und waren schick Essen gegangen.

Das bedeutete auch, dass sie nach Tagen in Bademode oder allerhöchstens T-Shirt und kurzer Hose ausnahmsweise in etwas feinerer Garderobe gekleidet waren: Flo trug ein edles Hemd in einem dezenten Grün zu einer dunkelblauen Stoffhose, Leonie ein violettes Sommerkleid, dazu Schuhe mit Absätzen, die sie jedoch so schnell wie möglich wieder loswerden wollte. Deshalb trug sie die Schuhe auf dem Rückweg zur Pension an der Düne entlang in der Hand und ließ sich barfuß den Sand durch die Zehen rieseln.

Der Boden war zu dieser Tageszeit angenehm kühl. Auf der anderen Seite der Düne rauschte das Meer. Flo hielt Leonies freie Hand.

„Schade, dass es vorbei ist“, bedauerte sie. „Können wir nicht einfach zusammen für immer bleiben? So lebendig, so… glücklich wie hier habe ich mich noch nie gefühlt. „

„Ich weiß, was du meinst. Hier bleiben zu können, wäre echt schön“, gab Flo zu, „aber noch ist es ja nicht vorbei.

Wir haben noch die eine Nacht. „

An der Abzweigung zur Pension blieben sie kurz stehen, weil Leonie ihre Schuhe wieder anziehen wollte. Über ihnen schien ein heller Mond, während sie den gröbsten Sand von ihren Füßen entfernte. Sie war so beschäftigt damit, wieder in die Schuhe hineinzufinden, dass sie zunächst nicht bemerkte, dass ihr Bruder auf seine Knie ging.

„Was machst du?“, fragte sie irritiert, als es ihr schließlich auffiel, nachdem sie die Schuhe verschlossen hatte.

„Stell dich hin“, bat er sie.

Leonie erfüllte ihm den Wunsch und wartete gespannt ab.

„Leonie, ich liebe dich über alles. Tief in meinem Herzen war mir das schon immer klar, aber in den letzten Wochen habe ich es erst so richtig begriffen. Ich kann einfach rund um die Uhr mit dir zusammen sein, eine Pause davon brauche ich nicht nur nicht, ich will sie gar nicht.

Dazu macht das alles viel zu viel Spaß und ich würde dich sofort vermissen. „

Diese Liebeserklärung hörte sich wunderschön an, doch eines verstand sie nicht:

„Das ist total süß und lieb von dir und ich liebe dich ganz genau so – aber warum kannst du mir das nicht im Stehen sagen?“

„Lass mich ausreden. Du weißt, unsere Liebesbeziehung hat einen kleinen Haken. Und ich weiß, wir sind noch sehr jung, aber wenn es diesen kleinen Haken nicht gäbe, Leonie, ich würde trotzdem jetzt genau so hier vor dir knien und dir eine ganz bestimmte Frage stellen.

Elektrisiert hielt sie sich die Hand vor den Mund und murmelte zitternd hinein:

„Oh Mann, Flo!“

„So kann ich dich leider nur fragen: Leonie, nehmen wir mal an, ich wäre nicht dein Bruder und ich könnte dich vor diese Entscheidung stellen: Würdest du meine Frau werden?“

Erst jetzt fiel ihr Blick auf die geschlossene Hand, die Flo die ganze Zeit hoch hielt und nun öffnete.

Auf der Handfläche glitzerten zwei silberne Ringe im Mondlicht.

Leonie schossen Tränen in die Augen, die aber nicht verhinderten, dass sie ohne jeden weiteren Gedanken

„Ja! Auf jeden Fall! Natürlich würde ich deine Frau werden!“

in die Nacht rief. Flo stand auf, schob ihr sachte einen Ring auf den Finger und gab ihr den zweiten, damit sie das Gleiche bei ihm tun konnte.

„Sieh ihn dir bei Licht noch mal genau an“, riet er seiner Schwester geheimnisvoll, bevor sie sich fest umarmten und innig küssten.

„Lass uns aufs Zimmer gehen“, raunte sie ihm zu.

Er nahm ihre Hand und sie schlugen den Weg Richtung Pension ein.

„Wann hast du die Ringe besorgt?“, forschte sie neugierig nach.

„Kurz, bevor wir hierhin gefahren sind“, erklärte er stolz.

Auf dem Weg von der Zimmertür zum Bett knöpfte Leonie Flos Hemd auf, unter dem sie direkt seine Brust streicheln konnte, während sie ihn innig küsste.

Er zog es aus, stieg aus seinen Schuhen und streifte die Socken ab. Auch Leonie befreite ihre Füße wieder aus ihren Schuhen. Sie tauschte heiße Blicke mit ihrem Bruder aus, öffnete seine Stoffhose und entfernte sie. Flo zog ihr das Kleid über den Kopf. In farbenfroher Unterwäsche legten sie sich gemeinsam ins Bett. Leonie hatte einen BH in der Farbe ihres Kleides mit einem olivgrünen Slip kombiniert. Für Flo war es einer der seltenen Tage, an denen er statt einer Boxershorts eine blaue Retroshorts trug, was zur Folge hatte, dass sich sein steifer Schwanz in der engen Unterhose schon jetzt mit einer deutlichen Beule abzeichnete.

Die Geschwister machten sich einen Spaß daraus, ihre Unterwäsche der Vorfreude wegen noch eine Weile anzubehalten und ihre Körper nur an den bereits freien Stellen zu liebkosen. Dann begaben sie sich wild knutschend sogar schon in die Missionars-, Reiter- und Löffelchenstellung und bewegten sich sexähnlich intensiv aufeinander. An Flos Schwanz, der sich nach unten hängend die ganze Zeit hart gegen die Retroshorts drückte, war das ein ungewohntes, aber nicht unangenehmes Gefühl. Manchmal musste er das Tempo ein wenig drosseln, um nicht schon hineinzuspritzen.

In der Löffelchenstellung bohrte sich seine Beule in Leonies Poritze. Seine Schwester schob ihm schließlich die Unterhose herunter und ihren Slip beiseite, er drang von hinten in ihre nass triefende Muschi ein. Während er sich langsam in ihr bewegte, öffnete er ihren BH, zog ihn ihr aus und legte ihn beiseite. Er legte seinen rechten Arm um Leonie, fasste mit der Hand ihre rechte Brust an, drückte seine kleine Schwester an sich, küsste ihren Nacken und ließ sie seinen Schwanz intensiv in ihrer Muschi spüren.

Das schönste Gefühl für Leonie war die flächendeckende Berührung ihrer beider Haut. Im Einklang der Lust wiegten sie sich lange hin und her, dann drehte ihr Bruder sie auf den Bauch, zog sich die Retroshorts und ihr den Slip ganz aus und legte sich auf sie. Auch jetzt berührten ihre Körper sich überall und sie fühlte sich ihm äußerst nah. Unter ihm liegend kam sie in dieser Position nicht mehr weg, doch statt aus dem engen „Gefängnis“ ausbrechen zu wollen, empfand sie einzig und allein große Geborgenheit.

Flos linke Hand wanderte unter ihr zu ihrer linken Brust und hielt diese sanft fest. Mit der rechten Hand fasste er ihr zwischen die Beine und massierte ihren Kitzler. Gleichzeitig ließ er seinen Schwanz von hinten in ihre Muschi gleiten. Eng aneinandergeschmiegt steigerten sie ihr Tempo kontinuierlich, bis er sie in dieser Position nicht mehr schneller stoßen konnte.

Daraufhin richtete Flo seinen Oberkörper leicht schräg auf.

Der Blick auf Leonies süßen Po war freigelegt und steigerte seine Lust, er begann, sie härter zu ficken. Das heftige Gerammel brachte das Bett zum Quietschen, die Geschwister seufzten, stöhnten und keuchten laut.

Diese Nacht gehörte ihnen. Und weil sie hier keiner kannte, war es völlig egal, wenn jeder mitbekam, dass sie den geilsten Sex des Universums miteinander hatten.

Leonie fühlte sich ihrem Bruder vollkommen ausgeliefert.

Das war aber kein schlechtes Gefühl, im Gegenteil: Sie war überglücklich damit. Ihr Vertrauen war unendlich und von Flo so richtig durchgefickt zu werden, ein absoluter Hochgenuss mit unfassbaren Orgasmen, wie sie auch diesmal wieder einen bekam. Vermutlich jedoch für einige Zeit zum letzten Mal mit lauten Lustschreien:

„Ja, geil, genau so, aaah! Oooh jaaa! Ja, Flo, ich komme! Ja – jaaa – jaaaaaaaaaaaaaaaaa!“

Ihr Bruder hechelte ihr ins Ohr und versenkte seinen Schwanz zeitgleich mit ihrem Höhepunkt ein paar letzte Male in ihrer Muschi, bevor er ihn herausflutschen ließ und ihre süßen Pobäckchen mit seinem Sperma vollspritzte.

Nach einem tiefen Seufzer legte er sich erschöpft auf sie und sie verharrten in dieser Position, bis ihre Körper zur Ruhe gekommen waren.

Einige Zeit später betraten sie gemeinsam das Bad ihres Pensionszimmers, um sich zu waschen. Leonie erinnerte sich an Flos Hinweis, den Ring unter Licht noch einmal genauer zu betrachten. Auf der Innenseite ihres Rings war „Flo / 2016“ eingraviert. Sie ließ sich seinen Ring zeigen, in dem erwartungsgemäß „Leonie / 2016“ stand.

„Damit wir für immer wissen, dass wir zusammengehören“, erläuterte ihr Bruder die Idee dahinter.

Am nächsten Morgen trafen sie im Frühstückssaal der Pension verschiedene Blicke der anderen Gäste. Manche nickten ihnen mit einem anerkennenden Grinsen zu, andere mieden den Sichtkontakt beschämt. Offensichtlich war ihre lustvolle Nacht diesmal nicht unbemerkt geblieben. Diese neue, leicht unangenehme Stimmung erleichterte ihnen den Abschied ein wenig.

Auf der Rückfahrt saß Flo in Fahrtrichtung links am Fenster im Zug, Leonie auf dem Platz neben ihm.

Sie hielt seine Hand, schmiegte ihren Kopf an seinen Hals, hatte die Augen geschlossen und war bald an ihn gekuschelt eingeschlafen. Ihr Bruder sog den lieblich süßen Duft ihrer frisch gewaschenen Haare ein. Aus dem Fenster heraus sah er grüne Landschaften vorbeiziehen und lauschte den Klängen seiner Kopfhörer, auf denen sein Smartphone einen Fettes Brot-Song spielte:

„Sie sagen, ich bin nicht

der Richtige für dich

und hoffen sicherlich

bald verlässt du mich

Sie finden, ich bin's nicht wert

Kein Prinz auf keinem Pferd

pleite und schlecht ernährt

einfach komplett verkehrt

Doch wenn ich bei dir bin,

macht endlich alles Sinn

Ich war beim Loseziehen

und du bist mein Hauptgewinn

Und wenn ich weinen muss,

gibst du mir einen Kuss

Du bist die einzige,

der ich nichts mehr beweisen muss

Sie halten uns für misslungen

Wir halten sie für zu dumm

Denn sie wissen nichts…“

„Die Fahrscheine bitte!“

Ein Kontrolleur war auf dem Gang aufgetaucht.

Höflich nahm Flo die In-Ears aus den Ohren und kramte die Tickets aus dem Rucksack. Der Kontrolleur prüfte sie, bedankte sich und ging weiter. Als Flo seine Kopfhörer wieder eingesteckt hatte, war das Smartphone bereits beim nächsten Song.

„Du fickst deinen Bruder?!“, wiederholte Jonas fassungslos. Leonie hatte sich entschieden, ihren besten Freund direkt beim ersten Treffen nach dem Urlaub einzuweihen, und Kati zur Unterstützung dazugeholt.

„Und du hast das gewusst?!“, sprach Jonas seine Freundin mit der gleichen Fassungslosigkeit an.

Zu dritt hatten sie einen Spaziergang durch den Wald hinter Leonies Elternhaus gemacht, waren etwas weiter gegangen als zum See und hatten es sich jetzt auf einer Bank an einer Picknickstelle gemütlich gemacht. Die Ruhe war nach Leonies Geständnis jedoch schnell dahin, weil Jonas aufgestanden war und immer wieder hektisch von einem Fuß auf den anderen trat.

„Mir stand es nicht zu, dir das zu sagen“, erklärte sich Kati zuerst, „als Flo und Leonie in den Urlaub gefahren sind, waren wir außerdem noch gar nicht zusammen.

Eigentlich hast du es jetzt so früh wie möglich erfahren. „

„Soll ich das jetzt so verstehen, dass du das normal findest? Dir ist aber schon klar, dass wir hier von Inzest reden?“

Kati seufzte.

„Was ist schon 'normal‘? Ja, ich weiß, dass es Inzest ist. Trotzdem glaube ich an die Liebe. Zwischen dir und mir, zwischen Männern und Frauen miteinander, zwischen Männern und Frauen untereinander und wenn beide alt genug sind und sich frei dafür entscheiden, von mir aus auch zwischen Geschwistern! Ich finde nicht, dass wir das Recht haben, sie dafür zu verurteilen!“

Leonie meldete sich wieder zu Wort:

„Ich hab mir das nicht ausgesucht.

Inzwischen wäre mir auch fast lieber, Flo wäre nicht mein Bruder, dann wäre alles einfacher. Aber jetzt ist es nun mal so gekommen und es lässt sich nicht ändern. Und ich weiß ganz sicher, dass er meine große Liebe ist und ich für immer mit ihm zusammenbleiben möchte!“

„Wie bei uns“, unterstützte Kati Leonies Argument.

Doch Jonas schüttelte nur mit dem Kopf. Leonie fuhr fort:

„Jonas, wir sind fast unser Leben lang beste Freunde.

Ich konnte mit dir immer über alles reden, was übrigens der Grund dafür ist, dass ich mich getraut habe, dir die Wahrheit zu sagen und das auch genau so wollte. Nach Kati bist du der zweite Mensch, der von uns weiß. Als du mit ihr zusammengekommen bist, habe ich mich riesig für dich gefreut…“

„Ja, weil euer Kuppelplan aufgegangen ist!“, ätzte er.

„Nein! Weil ich mich freue, wenn du glücklich bist! Und ich bitte dich nur, dich auch für mich zu freuen! Weil du mein bester Freund bist und genau so zu meinem Leben gehörst wie Flo!“

Nun sah Jonas sich vollkommen überfordert im Wald um.

„Das ist doch völlig krank! Du bist krank! Ihr seid krank!“, keifte er Leonie und Kati dann an und lief weg in die Richtung, aus der sie gekommen waren.

„Jonas!“, rief Leonie ihm verzweifelt hinterher und wollte ihm folgen, doch Kati hielt sie auf.

„Lass ihn“, bat sie Leonie, „du kennst ihn doch, da ist jetzt nichts zu machen. Aber du hattest ein paar gute Argumente.

Wenn er ein bisschen darüber nachdenkt, sieht die Welt bald ganz anders aus. Und wenn das nicht reicht, bin ich ja auch noch da. Ich bieg das hin, versprochen. „

Zweifelnd sah Leonie ihrem besten Freund nach und atmete einmal tief durch.

„Okay. „

Mit einigem Abstand zu Jonas gingen auch die Mädchen den Waldweg zum Haus zurück. In etwa auf Höhe des Sees fasste Leonie sich ein Herz und erzählte Kati etwas:

„Ich hab mich wirklich riesig gefreut, als wir in Holland von euch erfahren haben, dass ihr zusammen seid.

Aber nicht nur für euch beide. Ich hatte sofort den Traum, dass wir alle Vier richtig gute Freunde werden. „

„Das kann ich gut verstehen“, erwiderte Kati.

„Und jetzt gerade habe ich irgendwie das Gefühl, das hier ist vielleicht der richtige Moment, dich zu fragen, ob wir… also, ob wir Freundinnen sein könnten?“

„Hast du keine Angst mehr, dass ich dir deinen Bruder wegnehmen könnte?“, grinste Kati.

„Der wollte dich eh nie haben. Kriegt ja nicht mal einen hoch bei dir“, rutschte es Leonie heraus.

„Du bist ja eine tolle Freundin“, kommentierte Kati den Spruch ironisch, ohne ihn übel zu nehmen.

Leonie wurde wieder ernst:

„Jonas und dir werde ich auch nicht im Weg stehen. „

„Na, dann führt wohl kein Weg dran vorbei, oder?“

„Woran?“

„Wenn wir die Jungsfrage geklärt haben, schätze ich, wir müssen Freundinnen werden.

Vielleicht sogar beste. Hast du eine beste Freundin?“

Leonie ging das Herz auf.

„Jetzt schon“, grinste sie.

Kati lachte.

„Wir sind uns ähnlicher, als du dir bisher vielleicht vorstellen konntest“, stellte sie fest und erzählte, wie sie Flo gegenüber in Prag in einem sehr ähnlichen Wortlaut geantwortet hatte.

Die nächsten Tage vergingen, ohne dass Leonie etwas von Jonas oder Kati hörte.

Dennoch kreisten ihre Gedanken zunächst pausenlos um ihren besten Freund. Flo gab sein Bestes, seine Schwester abzulenken. Wenn das Wetter gut genug war, gingen sie im See schwimmen, sie sahen sich gemeinsam Kinofilme an und sie spielten zusammen Tischtennis auf einem Spielplatz. Er war einfach für sie da und es wirkte: Irgendwann stellte sie fest, dass sie tatsächlich für ein paar Stunden nicht mehr an Jonas gedacht hatte.

Einen Tag später saß ihr Bruder wie gewohnt nach dem Frühstück in ihrem Zimmer wartend auf ihrem Bett.

Normalerweise erzählte er ihr nun ungefragt, welches Tagesprogramm er sich ausgedacht hatte, doch diesmal kam sie ihm gut gelaunt mit einer Frage zuvor:

„Na, was machen wir heute?“

Flo zog die Mundwinkel herunter.

„Ich weiß es nicht. „

„Wie? Du hast kein Ablenkungsprogramm vorbereitet?“

„Irgendwann sind meine Ideen auch mal erschöpft. Außerdem kann ich dich nicht unser Leben lang ablenken.

„Aber in mein Zimmer gekommen bist du trotzdem. „

„Ich passe eben auf dich auf. Es freut mich aber, dass du heute so gut drauf bist. Vielleicht musst du ja gar nicht mehr abgelenkt werden. „

Leonie ging zurück zur Zimmertür. Ihrem Bruder fiel ihr knappes Outfit ins Auge, das aus einem roten, bauchfreien, im Nacken zugeschnürten Top, einer engen Mini-Jeanspants und pinken Sneakersocken bestand.

Nachdem sie die Tür geschlossen hatte, drehte sie sich wieder zu Flo um und raunte ihm verführerisch zu:

„Ich wüsste da schon noch einen Programmpunkt…“

Die Geschwister hatten seit der Rückkehr aus den Niederlanden keinen Sex mehr gehabt. Abgesehen davon, dass ihnen zu Hause tagsüber die Gelegenheiten fehlten, war Leonies Kopf wegen der Probleme mit Jonas nicht frei genug dafür gewesen. Auch jetzt war eigentlich keine gute Gelegenheit, fand Flo:

„Ich würde auch gerne.

Aber Mama und Papa sind da und können uns jederzeit stören. Das ist zu gefährlich. „

Leonie kam auf ihn zu und strich zärtlich durch seine Haare. Ihr schöner Bauch erschien direkt vor seinen Augen.

„Gefährlich – und spannend“, flüsterte sie, „bitte, Flo, übermorgen kriege ich wahrscheinlich meine Tage und wir können eine Woche lang nicht… Sie werden uns schon nicht stören, lass es uns einmal riskieren!“

Flo war nicht überzeugt, schmiegte sich jedoch mit seiner Wange an ihren Bauch.

Sie schob ihre Hand hinten in sein T-Shirt, das er mit einer kurzen Hose kombiniert hatte, und kraulte ihm den Nacken. Eine prickelnde Gänsehaut bildete sich auf seinem ganzen Körper.

„Oder wir bleiben einfach genau so“, schlug er mit seinem halb gegen Leonies Bauch gepressten Mund vor.

Heimlich löste sie den Knoten, der ihr Top im Nacken zusammenhielt, konnte vor ihrem Bruder aber nicht verbergen, dass sie es auszog.

Sie trug keinen BH darunter.

„Wirklich, Maus, das geht nicht…“, trat Flo abermals auf die Bremse.

„Nur ein paar Küsschen auf meine Brüste“, bettelte Leonie mit Schmollblick, dem ihr Bruder nicht widerstehen konnte. Er legte seine Arme um ihre schmale Taille und saugte mit den Lippen an ihren kleinen Nippeln, die schnell hart wurden.

Leonie öffnete den Knopf an ihrer Jeanspants, führte ihre rechte Hand in den schwarzen Slip, den sie darunter trug und massierte ihre Muschi ein wenig von außen.

Unsicher blickte Flo sie von unten an, seufzte resigniert, stand auf und stellte sich hinter sie, um ihr seine rechte Hand ebenfalls in den Slip zu schieben. Er küsste ihren Hals, Leonie streckte den Kopf zu ihrem Bruder nach hinten und berührte seinen Schritt mit ihrem Po. Sein Schwanz drückte sich hart durch die kurze Hose an Leonies Jeanspants, in der ihre Hände gemeinsam mit ihrer Muschi spielten, bis seine Schwester sich zu ihm herumdrehte und ihn leidenschaftlich küsste.

Mit einem eindringlichen Blick schubste er sie sanft auf das Bett, zog ihr Jeanspants und Slip herunter und streifte sie von ihren Beinen ab, die er dann spreizte, um seinen Kopf dazwischen zu platzieren.

Leonie legte ihre Füße auf seinen Schultern ab, er tauchte seine Zunge in ihre feuchte Spalte ein und genoss es, endlich wieder den herrlichen Saft seiner Schwester zu schmecken, von dem ihm erst jetzt klar wurde, wie sehr er ihn in den letzten Tagen vermisst hatte.

Er leckte ihren Schlitz und bahnte sich seinen Weg zu ihrem Kitzler, auf den er immer wieder ganz leicht Druck ausübte, bis Leonies Körper sich beim Orgasmus unter bemüht leisem Seufzen hin und her wand und ihre Muschi wild zuckte. Er kam zwischen ihren Beinen hervor und küsste sie liebevoll.

Sie schob ihn vom Bett weg. Ihm blieb nichts anderes übrig, als aufrecht davor stehen zu bleiben. Seine Schwester setzte sich auf die Bettkante, öffnete seine Hose und zog sie zusammen mit der Boxershorts darunter auf den Boden.

Flos Schwanz sprang steil in die Luft stehend heraus, seine Vorhaut hatte sich bereits hinter die Eichel zurückgezogen. Am Schaft nahm Leonie ihn in die Hand, dann öffnete sie ihren Mund und umschloss mit ihren Lippen die Schwanzspitze, um den Ständer anschließend kontinuierlich zu blasen und zu wichsen.

Seine Schwester von oben zu sehen, wie sie mit ihrem kleinen Mund seinen dicken Schwanz lutschte und ihm mit ihren süßen, dunkelblauen Augen einen unterwürfigen Blick schenkte, war absolut traumhaft.

Erneut genoss Flo ihre hervorragende Blastechnik. Schnell wollte er die Notbremse ziehen, als er einen Samenerguss in sich aufsteigen spürte.

Aber es war zu spät.

Es gelang ihm gerade noch, seinen Schwanz aus Leonies Mund herauszuholen, er verlor aber völlig die Kontrolle über das, was danach passierte und spritzte seiner Schwester mit sieben Schüben direkt ins Gesicht. Sie reagierte blitzschnell, schloss die Augen, öffnete den Mund weit und streckte ihre Zunge heraus.

Leonie hatte Glück: Ihre Augen blieben verschont. Die Spritzer trafen ihre Stirn, die Wangen, das Kinn und größtenteils die Zunge, auf der sie das Sperma leicht in den Mund befördern und herunterschlucken konnte.

„Entschuldige“, meldete Flo sich schwer atmend, „das hatte ich nicht mehr unter Kontrolle. „

„Schon okay“, antwortete seine bespritzte Schwester, „ich wollte mir sowieso mal von dir ins Gesicht spritzen lassen.

Ist ja irgendwie auch ein Kompliment, wenn es so schnell passiert. „

Flo fasste einen klaren Gedanken und hob Leonies Slip und die Jeanspants vom Boden auf, um sie ihr zuzuwerfen.

„Wir müssen uns wieder anziehen. Bevor Mama und Papa was merken!“

„Das war's jetzt schon?“, beschwerte sich Leonie. „Wir haben doch noch gar nicht gefickt!“

„Leonie!“, ermahnte Flo sie, „wir hatten jetzt schon mehr Glück als Verstand und sind beide gekommen! Es dauert, bis ich wieder einen hoch kriege! Lass es uns nicht ausreizen!“

„Ich hab dein Sperma im Gesicht.

Du könntest mich mit deinem Sperma im Gesicht ficken“, hielt sie frech dagegen.

„Hör auf damit!“

„Das macht dich geil, wenn ich das Wort Sperma sage, oder?“

Genüsslich breitete sie das Wort ein weiteres Mal vor ihm aus:

„Speeer – maaaaaa!“

„Zum letzten Mal: Nicht jetzt!“

Leonie schmollte.

„Also gut. Aber komm wenigstens noch ein bisschen kuscheln.

Sie breitete ihre Arme aus.

„Meinetwegen“, gab Flo nach und wollte sich zu seiner Schwester legen, die den Zeigefinger erhob.

„Shirt aus!“

Er verdrehte die Augen, zog das T-Shirt aus, stieg zu Leonie ins Bett und schmiegte sich an sie. Die beiden küssten sich innig. Zwischen ihren Beinen richtete Flos Schwanz sich wieder auf. Sie nahm ihn in die Hand, rieb ein wenig daran und raunte ihm zu:

„Hörst du das? Meine nasse Muschi ruft ganz leise: Fick mich, Flo, komm, bitte fick mich!“

Nervös sah er zur Tür und erlag der Versuchung.

„Also gut! Aber schnell und leise!“

Um für diesen Anspruch die richtige Stellung zu finden, brauchten die Geschwister einen Moment. Sie probierten die Missionarsstellung, in der Flo den Anblick des vollgespritzten Gesichts seiner Schwester genoss, doch sie wollte es beim vermutlich letzten Sex für eine Woche nicht nur in einer Stellung treiben. In der Reiterstellung ging es Flo zu langsam voran für seinen Plan, schnell fertig zu werden.

Letztendlich einigten sie sich auf Doggystyle. Als er von hinten mit seinem Schwanz auf ihre Muschi zukam, erfreute er sich am reizvollen Anblick ihrer pinken Socken. Dann drang er in sie ein und fickte sie immer schneller. Währenddessen tropfte Leonie ein wenig von dem Sperma, das sie noch auf der Stirn hatte, ins rechte Auge. Sie kniff das brennende Auge zu, in dem sich nun Tränen bildeten. Doch sie wollte das aushalten, bis sie beide ein weiteres Mal gekommen waren.

Flos Schwanz versank in Leonies Muschi.

Die Schenkel ihres Bruders klatschten gegen ihren Po.

Aus dem Auge flossen die Tränen.

Die Türklinke wurde heruntergedrückt und die Zimmertür öffnete sich. Die Mutter der beiden stand mit einem Wäschekorb davor und sah ihnen frontal in ihre Gesichter.

Geschockt ließ sie den Wäschekorb fallen.

Die Geschwister sprangen auseinander, Leonie verschwand hektisch unter ihrer Bettdecke, Flo griff panisch nach Boxershorts und T-Shirt und zog sich an.

Kaum war er nicht mehr nackt, hatte seine Mutter den ersten Schock überstanden, packte ihn und beförderte ihn ruppig aus dem Zimmer.

„Verschwinde!“, fuhr sie ihn voller Hass an, „und komm ja nicht auf die Idee, dich hier ungefragt wieder blicken zu lassen!“

„Nein, Mama!“, wimmerte Leonie unter der Bettdecke, „Du verstehst das nicht!“

„Es ist alles gut, Kleine, ich bin bei dir.

Du musst keine Angst mehr haben“, sprach sie ihre Tochter ruhig an. In Flos Richtung zischte sie:

„Raus hier! Sonst rufe ich sofort die Polizei!“

„Mama, Flo hat mir nichts getan! Wir lieben uns! Das ist doch alles ganz anders!“, schrie Leonie schluchzend.

„Darüber reden wir noch mal“, bestimmte ihre Mutter und empfahl Flo ein drittes Mal nachdrücklich:

„Geh jetzt!“

Langsam setzte er sich in Bewegung.

Seine Mutter nahm das zur Kenntnis und wandte sich Leonie zu, die sich im Bett weinend zusammengerollt hatte. Mit dem herzzerreißenden Schluchzen seiner Schwester im Ohr lief Flo barfuß in T-Shirt und Boxershorts die Treppe hinunter und aus dem Haus auf die Straße, ohne seinen Vater noch eines Blickes zu würdigen. Der Schock ließ ihn den harten Asphalt unter seinen Fußsohlen beim Weglaufen nicht spüren. Erst drei Straßen weiter blieb er völlig außer Atem stehen, stützte sich mit seinen Händen auf den Knien ab und holte tief Luft.

Es war vorbei.

Ihm schossen Tränen in die Augen. Er setzte sich auf die Straße und fing an, bitterlich zu weinen.

Drei Tage lang hörte Leonie absolut nichts von ihrem Bruder. Sie quälten die Gedanken, wo er war, wie es ihm ging und wie es jetzt weitergehen sollte. Ihre Eltern hatten ihr das Handy abgenommen, Kontakt zur Außenwelt war nicht mehr möglich.

Den Anblick, wie Flo sie gefickt hatte und ihr dabei Tränen aus dem Auge gelaufen waren, hatte ihre Mutter so interpretiert, dass er Leonie vergewaltigt hatte. Die Beteuerungen ihrer Tochter, dass alles vollkommen freiwillig passiert war, verstand sie als einen daraus entstandenen psychischen Schaden, bei dem Leonie ihren eigenen und Flos Willen nicht mehr auseinanderhalten konnte. Nachdem die Schülerin bemerkt hatte, dass ihre Eltern ihre Version gar nicht hören wollten, redete sie lieber gar nicht mehr.

Im Besonderen weigerte sie sich, Flo bei der Polizei anzuzeigen.

Am vierten Tag überreichte ihre Mutter ihr vermeintliche Post von ihrem Mobilfunkanbieter. Weil sie davon ausging, dass sich in dem Umschlag Werbung befinden würde, öffnete sie ihn in Anwesenheit ihrer Eltern.

„Nein, Danke“, kommentierte Leonie den Brief, als wäre er tatsächlich ein Werbeangebot, „das kommt direkt ins Altpapier!“

Sie ging mit dem Zettel in die Küche, wo die Familie in einem Korb das Altpapier sammelte.

Dann las sie noch einmal genau:

„Komm zu mir. J. Um den Rest kümmern wir uns. K. Alles wird gut. F. „

Leonie überlegte, was das für sie bedeutete und begriff, dass ihre Aufgabe war, es irgendwie zu Jonas zu schaffen. Schnell hatte sie eine Idee. Sie faltete Umschlag und Brief mehrfach und steckte sich beides zusammen in die Hosentasche.

Um für ihre Eltern keinen Zusammenhang mit der angeblichen Mobilfunkanbieterpost herzustellen, wartete sie bis zum nächsten Tag.

Beim Frühstück zeigte sie sich einsichtig:

„Vielleicht habt ihr Recht. Ich muss mit jemandem darüber reden. „

Ihre Mutter nahm ihre Hand.

„Wir sind für dich da“, versicherte sie.

Ihr hört mir nicht zu, dachte Leonie.

„Ich habe eher an jemand anderen gedacht. Nicht aus der Familie. „

„Einen Therapeuten?“, kombinierte ihre Mutter.

„Das ist bestimmt keine schlechte Idee. „

„Vielleicht später“, spielte Leonie weiter, „ich meinte eher einen Freund. Kann ich mich mit Jonas treffen?“

Ihre Mutter nickte.

„Warum nicht. Ruf ihn an und lad ihn zu uns ein. „

Genervt verdrehte Leonie die Augen.

„Muss das hier sein? Ich will mal wieder raus…“

Ihre Mutter tätschelte ihren Kopf.

„Wir machen uns doch nur Sorgen um dich. „

„Vielleicht ein bisschen zu viele“, schaltete ihr Vater sich jetzt ein. „Leonie konnte seit fünf Tagen das Haus nicht verlassen. Eigentlich ist sie alt genug, frei zu entscheiden, wo sie hingeht. Oder willst du sie ihr Leben lang einsperren?“

Das war das Vernünftigste, was Leonie seit Tagen von ihren Eltern gehört hatte.

„Nein, aber so lange ich nicht weiß, wo er ist!“

Er hat einen Namen und ist dein Sohn, dachte Leonie traurig.

Doch jetzt war nicht der Moment, unnötig Öl ins Feuer zu gießen.

„Wir können sie ja zu Jonas hinbringen, vor der Tür warten und wieder nach Hause fahren“, schlug ihr Vater vor.

Das war schon wieder ein bisschen weniger vernünftig.

Kurz zögerte ihre Mutter, nickte aber dann.

Leonie hatte nicht viel erreicht, aber dennoch ihre Aufgabe erfüllt. Vielleicht reichte es für Jonas‘, Katis und Flos Plan.

Sie musste sich in Anwesenheit ihrer Eltern über das Telefon mit Jonas verabreden und ließ in dem Gespräch beiläufig fallen, dass ihr Vater sie zu ihm bringen würde. Jonas verstand den versteckten Hinweis, sodass Flo und Kati einige Zeit früher bei ihm aufgeschlagen waren und längst in seinem Zimmer auf Leonie warteten, als sie dort auftauchte. Sie fiel ihrem neu eingekleideten Bruder um den Hals und hielt ihn fest im Arm.

Dann begrüßte sie auch Kati mit einer Umarmung und wollte von Jonas wissen, warum er ihr und Flo auf einmal half.

„Ich hab doch gesagt, ich bieg das hin“, klopfte sich Kati auf die Schulter.

„Da hast du eine echt gute Freundin“, bestätigte Jonas. „Sie hat mir klar gemacht, dass du Recht hast: Mir sollte nur wichtig sein, dass du glücklich bist.

„Danke“, strahlte Leonie.

„Beste Freunde – für immer?“

„Für immer!“, nickte sie froh.

Von Flo erfuhr sie, dass er in den letzten Tagen bei Kati untergekommen war. Da er nur in T-Shirt und Boxershorts vor ihrer Tür gestanden hatte, hatte sie ihm zunächst ein paar Sachen von ihrem Vater geliehen, damit sie so zusammen das Nötigste shoppen gehen konnten.

„Wie läuft es mit Mama und Papa?“, stellte er dann die Frage, die ihm auf den Nägeln brannte.

„Nicht gut“, gab Leonie zu. „Sie lassen sich nicht von der Idee abbringen, dass du mich vergewaltigt hast. Deshalb wollen sie mich vor dir beschützen, also sitzt Papa jetzt gerade vor der Tür und wartet darauf, mich wieder mit nach Hause zu nehmen. „

Flo nickte mit leerem Gesichtsausdruck.

„So in etwa habe ich das befürchtet. „

„Wir haben ihn immerhin jetzt schon ausgetrickst“, versuchte Kati, Hoffnung zu verbreiten.

Flo nahm Leonies beide Hände und sah ihr in die Augen.

„Hör zu, Süße: Wir haben immer gewusst, dass das mit uns hier niemals eine Zukunft hat. Und die Chancen sind gerade ganz bestimmt nicht besser geworden. Du weißt, dass ich dich über alles liebe und für immer mit dir zusammenbleiben möchte, aber wenn das noch klappen soll, sehe ich da leider nur einen Ausweg.

Leonie wurde hellhörig.

„Es gibt einen Ausweg?“

Flo warf ihr einen ernsten Blick zu.

„Freu dich nicht zu früh. Dieser Ausweg würde bedeuten, wir lassen alles hinter uns und gehen weg von hier. „

Sie war hin- und hergerissen, ob sie mehr wissen wollte. Kati nahm ihr die Entscheidung ab.

„Ich habe einen Bekannten, der übrigens zufälligerweise Leon heißt“, erklärte sie und sah dabei Leonie an, „dessen Mutter ist zum einen ziemlich locker drauf und betreibt außerdem ein Gästehaus in Spanien.

Ich habe ihr eure Geschichte erzählt. Sie würde euch erst mal gratis dort wohnen lassen. „

„In Spanien…“, wiederholte Leonie gedankenverloren.

Jonas sah Kati fragend an.

„Ist das…“, setzte er an und Flo bestätigte prompt:

„Céline Juna. „

„Wer?“, hakte Leonie irritiert nach.

„Eine ehemalige Pornodarstellerin, die sich ein neues Geschäft aufgebaut hat.

Die Geschichte war neulich in vielen Zeitungen“, erläuterte Jonas.

Flo sah seine Schwester an.

„Wir müssen das nicht sofort entscheiden. Stell dir die Frage, ob du dir vorstellen kannst, mit mir zusammen heimlich zu verschwinden und nicht wieder zurückzukehren. Fahr wieder nach Hause und lass dir genug Zeit. Du musst dir nur klar machen: Hier werden wir nicht zusammenbleiben können. Und ich bin für dich zu allem bereit.

„Okay“, antwortete Leonie, „aber nur mal theoretisch angenommen, wir entscheiden uns dafür: Wie entkomme ich dann unseren Eltern?“

Flo grinste.

„Die Ferien sind nicht mehr lang. In der Schule werden sie dich nicht pausenlos überwachen können. „

Kati ergänzte:

„Und egal, ob Flucht, ein heimliches Leben in Spanien oder ein wie auch immer geartetes Leben hier: Ihr werdet immer auf eure besten Freunde zählen können.

„Immer“, unterstrich Jonas die Aussage noch einmal.

Nach sorgfältigem Abwägen entschied Leonie sich für den einschneidenden Schritt, gemeinsam mit Flo ihr bisheriges Leben zu verlassen. Natürlich fiel es ihnen beiden nicht leicht, doch unter dem Strich war es ihre Liebe, die größer war als alles andere und die sie deshalb unter keinen Umständen aufgeben wollten. Ihre Entscheidung übermittelte sie ihrem Bruder in geschickt codierten Botschaften an Jonas, der ihr in den Augen ihrer Eltern als Freund guttat und zu dem sie deshalb Kontakt haben durfte.

In der ersten Schulwoche nach den Ferien ergab sich für Leonie und ihn in den großen Pausen auch die Gelegenheit, offen über den nun anstehenden Plan zu sprechen. Kati und Flo hielten sich auf dem Schulhof bewusst fern von den beiden, um kein unnötiges Aufsehen zu erregen. Am Freitag sollte es so weit sein.

Laut Stundenplan endete dieser Schultag für Leonie und Jonas mit einer Doppelstunde Sport, sodass sie problemlos Sporttaschen mit in die Schule bringen konnten, in denen sie Leonies wichtigste Sachen verstaut hatten.

In der zweiten großen Pause verließen sie das Schulgelände, machten sich auf dem Weg zum Bahnhof und stiegen in einen Zug, der sie in das ausreichend entfernte Frankfurt brachte. Auf dem Weg stiegen Kati und Flo hinzu, die der Schule schon den ganzen Tag fern geblieben waren und auf diesen Moment gewartet hatten.

Der Fluchtplan war kompliziert und barg auch ein paar Risiken: Er sah vor, dass sie in Frankfurt zu viert unter falschem Namen in einem Hotel übernachteten, von dem aus Flo und Leonie früh am nächsten Morgen eine etwas umständliche Zugstrecke nach Spanien fahren sollten.

Kati und Jonas verbrachten für ihre Eltern offiziell ein romantisches Wochenende in Frankfurt, das nach dem Abschied ihrer Freunde auch genau so stattfinden sollte. Damit Leonies und Flos Eltern nicht sofort verrückt vor Sorge wurden und sich auf die Suche nach ihrer Tochter machten, bettelte Leonie nach dem offiziellen Schulschluss von einem Münztelefon aus darum, den Nachmittag bei Jonas verbringen zu dürfen. Mit Bauchschmerzen erlaubten sie es ihr schließlich, bestanden aber unbedingt darauf, sie bei ihrem besten Freund abzuholen.

Damit war klar, dass sie am Abend auffliegen würde. Allerdings wusste dann niemand, wo sie war und selbst, wenn sie ahnten, dass sie mit Jonas in Frankfurt war, war über Nacht nicht genug Zeit, sie dort aufzuspüren, solange Jonas sie nicht verriet. Am nächsten Morgen würden Flo und sie bereits auf ihrer Zugreise nach Spanien sein und Kati und Jonas „ahnungslos“ ihr romantisches Wochenende in Frankfurt verbringen.

Das Einchecken in dem schlichten Hotel, das Kati vorab organisiert hatte, klappte problemlos.

Nachdem sie sich kurz in den Zimmern eingerichtet hatten, kam sie mit Jonas zusammen aus dem Nachbarzimmer herüber zu Flo und Leonie, um die beiden ein bisschen von ihrer Nervosität abzulenken.

„Ich habe über deinen Traum nachgedacht“, sprach sie Leonie an.

„Welchen Traum?“, entgegnete diese.

„Von uns Vieren als cooler Clique. „

Leonie wurde traurig.

„Ja, schade, dass wir nicht mehr Zeit zusammen hatten.

Und, dass wir keine anderen Dinge miteinander erleben konnten. „

Kati holte mit ihrem Zeigefinger aus und zeigte auf sie.

„Genau deshalb sind wir zu euch gekommen!“, verkündete sie feierlich. „Noch haben wir ein paar Stunden zusammen. Hier um die Ecke ist ein toller Club. Wir haben nur die eine Nacht, aber die können wir zu etwas Besonderem machen!“

„Das ist doch total gefährlich“, sprach Flo seine Bedenken aus, „da werden wir von tausend Leuten gesehen.

Kati warf ihm einen mitleidigen Blick zu.

„Ich komm gerade nicht drauf… Wer war das noch mal, der seine Schwester am helllichten Tag gevögelt hat, während Mama und Papa zu Hause waren? Ach, das warst ja du!“

„Und daraus habe ich gelernt“, verteidigte er sich.

„Nur, dass das Risiko hier gar nicht so groß ist“, argumentierte Kati. „Noch hat die Polizei kein Fahndungsfoto von euch veröffentlicht.

Und wenn sich morgen jemand daran erinnern sollte, dass er euch im Club gesehen hat, wird es zu spät sein, denn dann seid ihr längst über alle Berge. „

„Sie hat Recht“, stimmte Leonie zu, „komm schon, Bruderherz, an diese Nacht werden wir uns ewig erinnern!“

Es fiel Flo so verdammt schwer, seiner Schwester einen Wunsch abzuschlagen.

Die vier Freunde bereuten es nicht. Im bunt flackernden Licht des Clubs dröhnte ihnen die laute Musik ins Ohr und der wummernde Bass sorgte für eine Atmosphäre, die sie in eine völlig andere Welt transportierte.

Hier und jetzt waren sie nicht mehr auf der Flucht oder Fluchthelfer, sondern einfach nur vier junge Menschen, die feierten, die Nacht durchtanzten und sich in ihrer jeweiligen Pärchenkonstellation mit wilden Zungenküssen und viel Körperkontakt der Liebe und ihrer Lust am Leben hingaben.

Dann holten Flo und Jonas neue Getränke, Leonie und Kati fegten weiter vergnügt über die Tanzfläche. Leonie beugte sich zu Kati herüber und bedankte sich lautstark für die Idee, in den Club zu gehen.

Grinsend suchte Kati daraufhin den Körperkontakt mit ihr, worauf sie sich gerne einließ.

„Wir sind doch beste Freundinnen“, rief Kati ihr auf einmal ins Ohr.

Leonie nickte.

„Weißt du, wovon ich schon immer mal geträumt habe?“

Leonie antwortete mit einem Kopfschütteln.

„Mit meiner besten Freundin rumzulecken!“, gestand Kati und grinste sie herausfordernd an.

„Du bist betrunken!“, erwiderte Leonie.

„Na und?!“

Gelächter.

Langsam verstummte das Lachen.

Während sie sich in die Augen sahen, konnten sie ihre Gedanken lesen.

Es ist unsere letzte Gelegenheit, dachte Leonie.

Wollen wir wirklich?, las sie in Katis Augen.

Lass es uns tun!, drückte sie mit ihrem Blick aus.

Kati legte Leonie ihre Hände in den Nacken.

Leonie umarmte ihre Freundin an der Taille. Ihre Lippen bewegten sich aufeinander zu, sie schoben ihre Zungen ein Stück heraus und berührten sich damit gegenseitig, bevor sie zu einem hemmungslos leidenschaftlichen Kuss übergingen. Sie drückten sich fest aneinander, Leonie griff an Katis Po und spürte ihre eigene Erregung durch das wilde Zungenspiel: Ihre Muschi wurde feucht.

„Wow“, staunte Flo, der mit Jonas und den Getränken in der Hand die Treppe von einer Empore aus hinunter stieg und seine Schwester und seine beste Freundin beobachtete.

„Wahnsinn“, stimmte Jonas ihm zu.

Als die beiden wieder bei ihnen ankamen, hatten die Mädchen sich schon wieder voneinander gelöst.

„Na, habt ihr Spaß?“, brüllte Flo über die Musik.

„Habt ihr uns gesehen?“, fragte Leonie unsicher nach.

„Heißer Kuss“, grinste ihr Bruder.

„Bist du jetzt sauer?“

Flo nahm sie in den Arm und schüttelte den Kopf.

„Wenn es einen Menschen gibt, den du außer mir küssen darfst, dann ist es Kati!“

Sie stießen mit den Getränken an, machten sich darüber her und tanzten weiter. Im permanent wechselnden Scheinwerferlicht lag Leonie in den Armen des hinter ihr stehenden Flo, der sein Becken an ihres und seinen halbsteifen Schwanz durch ihre Hosen hindurch zwischen ihre Schenkel drückte. Sie drehte ihren Kopf zu ihm herum und verriet ihm:

„Ich bin feucht!“

Dann nahm sie sie seine Hand, forderte ihn auf, mitzukommen und führte ihn auf die Frauentoilette, in der sie schnell in einer Kabine verschwanden.

Sie drehte ihm den Rücken zu, zog Hose und Slip herunter und beugte sich nach vorne. Aufgeregt befreite Flo seinen Schwanz aus Hose und Boxershorts, ließ die Eichel ein paar Mal über die nasse Spalte seiner kleinen Schwester gleiten, bis er richtig hart geworden war und rammte ihn ihr in ihr Loch, um sie hart von hinten zu ficken.

Für beide stand außer Frage, dass das diesmal kein romantischer Akt war.

Es ging einzig und allein um die Befriedigung der aufgekommenen Triebe, ihre Lust hatte sie so heftig überkommen, dass sie unbedingt hier und jetzt auf dem Discoklo vögeln wollten. Dementsprechend hemmungslos rammelte Flo drauflos, bis es ihnen beiden kam.

„Oh ja, Flooooooooo!“, schrie Leonie ihren Orgasmus laut heraus.

„Leonie?“, erklang verwundert eine bekannte, männliche Stimme aus der Nebenkabine.

„Jonas?“, fragte sie genau so verwundert zurück.

„Das ist die Frauentoilette!“

„Dann hat Flo hier aber auch nichts zu suchen!“, meldete sich eine weitere bekannte, diesmal weibliche Stimme.

„Kati?“, wunderte sich nun Flo.

„Ihr seid nicht die einzigen, die mal spontan heftig Lust aufeinander haben!“, erklärte sie daraufhin trocken.

Nachdem sie sich alle wieder angezogen hatten, marschierten die Vier frech grinsend an der Warteschlange der Toilette vorbei zurück auf die Tanzfläche.

„Gute Nacht“, verabschiedete Leonie Kati und Jonas vor Flos und ihrem Hotelzimmer und gab ihnen beiden ein Küsschen auf den Mund. Kati küsste Flo auf die Wange, er und Jonas nickten sich kurz zu, bevor die Paare in ihr jeweiliges Zimmer verschwanden.

Leonie und Flo legten sich auf das Bett. Flo lag auf dem Rücken, Leonie rechts neben ihm auf der Seite. Sie stützte den Kopf auf ihrem linken Arm ab und sah ihren Bruder voller Zuneigung an.

„Es war die richtige Entscheidung, noch mal rauszugehen“, resümierte sie ruhig, „Danke, dass wir das gemacht haben. „

Lieb lächelte Flo sie an.

„Ich fand's auch schön“, stimmte er ihr zu und legte einen Arm um sie, „und ich freue mich, wenn du glücklich bist. „

Nun legte sie ihren Arm beiseite und lehnte ihren Kopf an seine Schulter.

„Mit dir bin ich überall glücklich.

Flo, du bist alles für mich. Du bist mein Zuhause. „

„Und das wird immer so bleiben“, versprach er ihr.

Sie rollte sich auf ihn, sah in die dunkelbraunen Augen und küsste ihn zärtlich. Er streichelte ihren Rücken und wanderte mit den Händen auf ihren Po. Leonie schob ihre Arme unter sein Shirt und legte die Hände entspannt auf seine Brust, während sie innige Küsse austauschten und Flo ihre Pobacken sanft massierte.

Dann zog sie ihr Shirt über den Kopf und warf es aus dem Bett, Flo öffnete und entfernte ihren BH, küsste ihre Brüste und knabberte zaghaft an ihren Nippeln. Sie zog ihm Hose und Boxershorts aus, massierte seine prallen Eier und lutschte ihm beim Blasen seinen herben Vorsaft von der Eichel, bis er sie herumdrehte, sie von Hose und Slip befreite und seine Zunge in ihre Muschi gleiten ließ. Gleichzeitig drang er zunächst mit einem, dann mit zwei Fingern in seine Schwester ein, spürte und schmeckte ihren herrlichen Saft und verschaffte ihr wunderbare Gefühle.

Sein Mund wanderte von dort über ihren Bauch und ihre Brüste, um schließlich wieder leidenschaftliche Zungenküsse mit ihr auszutauschen. Dabei griff ihre kleine Hand nach seinem großen Schwanz und wichste ihn wieder hart.

In der Missionarsstellung drang er in sie ein und bewegte sich ganz langsam. Immer wieder trafen sich ihre liebeserfüllten Blicke und mündeten in zärtlichen Küssen. Voller Hingabe schliefen sie miteinander und genossen die Intensität.

„Ich liebe dich“, flüsterte Flo seiner Schwester erregt ins Ohr.

„Ich liebe dich auch. Über alles“, antwortete sie ebenfalls flüsternd.

Leonie schloss die Augen und gab sich glücklich der Liebe und Nähe ihres Bruders hin, dessen Haut sie überall berührte und wärmte. Auf einmal stieg ganz langsam ein Orgasmus in ihr auf, den sie bei diesem Tempo noch gar nicht erwartet hatte.

Flo sah den schlanken, jugendlichen Körper seiner kleinen Schwester mit den süßen Brüsten und den zierlichen Beinen.

Ihre langen, braunen Haare verteilten sich über das ganze Kopfkissen. Er ergötzte sich an ihrer Schönheit. Ihre geschlossenen Augen verrieten ihm ihr unendliches Vertrauen, das ihm selbst ein sehr männliches Gefühl gab.

Leise aufstöhnend kam Leonie mit ganz leichten Zuckungen ihres ganzen Körpers, woraufhin er seinen Schwanz am Schaft griff, aus ihrer Muschi herauszog und sein Sperma in hohem Bogen von ihrem Bauchnabel bis zu ihrem Kinn spritzte.

„Oh Mann, du Ferkel“, lachte sie, „hättest du nicht wieder reinspritzen können? Dann hätten wir jetzt direkt schlafen können! Wir haben nicht mehr viel Zeit, bis der Zug kommt!“

„Duschen können wir auch nach dem Aufstehen“, fand er.

„In dem Bett hier schlafen wir eh nie wieder, warum sauen wir es also nicht einfach ein?“

Mit diesen Worten deckte er Leonie und sich einfach mit der Decke zu und schmierte so ein wenig Sperma auf den Bettbezug. Bei einem Kuss wanderte auch etwas davon von ihrem Kinn an seines.

„Du hast Recht, ist jetzt auch egal“, gab Leonie sich geschlagen. Die Aussicht, einfach liegen bleiben zu können, war einfach zu verlockend.

„Gute Nacht, mein großer Schatz. „

„Gute Nacht, kleine Maus. Morgen starten wir in unser neues Leben!“

Ganz fest aneinandergekuschelt schliefen die Geschwister ein.

Mit von der Nacht gezeichneten Gesichtern standen Leonie, Flo, Kati und Jonas keine drei Stunden später am Bahnhof und warteten auf den Zug.

Flo reichte Jonas die Hand.

„Ich hätte wirklich gerne rausgefunden, ob Leonies Traum wahr wird und wir beste Kumpels werden“, erklärte er, während sie sich gegenseitig auf den Rücken klopften.

Währenddessen fiel Leonie Kati um den Hals.

„Du bist die beste Freundin, die ich jemals hatte!“, wimmerte sie.

„Du für mich auch“, stimmte Kati wehleidig mit ein.

Als die Mädchen sich nach einer intensiven Umarmung wieder voneinander gelöst hatten, umarmte Flo Kati mit Tränen in den Augen und schaffte es nicht, einen Satz zu Ende zu bringen:

„Was du für uns getan hast… Danke, einfach nur Danke!“

„Nichts zu danken“, lachte Kati schluchzend, „wahre Liebe findet ihren Weg.

Ich hab auch zu danken. Durch dich bin ich echt erwachsener geworden, da kannst du dir ruhig was drauf einbilden!“

Tieftraurig sah Leonie in Jonas‘ Augen und schluchzte:

„Ich werd dich so vermissen!“

Mit diesen Worten nahm sie ihn ganz fest in den Arm.

„Ich dich auch“, antwortete er mit zitternder Stimme, „aber ich werde dich nie vergessen. Und dass ich jetzt mit Kati zusammen bin, wird mich immer daran erinnern, dass du die beste Freundin bist, die ich mir wünschen konnte.

Der Zug fuhr ein. Hektisch kramte Kati etwas aus ihrer Tasche.

„Wir haben noch was für euch, für alle Fälle“, erläuterte sie und überreichte Flo ein Handy.

„Prepaid, damit euch keiner findet. Aber vielleicht kommt der Tag, an dem ihr froh seid, wenn ihr es habt. Ihr werdet ja sowieso neue Handys brauchen. „

„Oh, Daaanke!“, erwiderte Leonie gerührt.

„Es ist auch ein bisschen Musik drauf“, fügte Jonas hinzu und gab Leonie Kopfhörer. „Für die Reise. ‚Euer‘ Song natürlich auch. „

Leonie fehlten die Worte. Sie umarmte ihren besten Freund noch einmal.

Dann stiegen die Geschwister in den Zug und warfen ihren Freunden bei der Abfahrt letzte Blicke zu. Kati und Jonas standen Arm in Arm am Bahnsteig und winkten.

Wortlos steckte Leonie die Kopfhörer im Handy ein, gab ihrem Bruder einen der Ohrstecker und lehnte sich an seine Schulter.

Wehmütig sahen sie vor dem Fenster die Landschaften vorbeiziehen, während das Handy ‚ihren‘ Song von Fettes Brot spielte, wie Jonas ihn genannt hatte. Es ertönten die Zeilen:

„Sie sagen, eigentlich

wäre ihnen das egal

doch das mit uns beiden

ist nicht mehr normal

Sie fragen sich, ob uns das

überhaupt nicht peinlich ist

ob uns denn absolut

gar nichts mehr heilig ist

Denn so wie wir sind

das kann kein Mensch kapieren

und das Beste wär

wir gingen einfach weg von hier

Doch ich glaub fest daran

sie könnten uns verstehen

würden sie es nur einmal

mit unseren Augen sehen

Sie halten uns für misslungen

Wir halten sie für zu dumm

Denn sie wissen nichts

– Von der Liebe.

ENDE.

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