Unpassende Momente Teil 07

Vorwort :

Das ist nun der siebte Teil und wir fangen in etwa so an, wie wir im sechsten Teil aufgehört haben.

Es sind mal wieder 12 Seiten geworden. Das letzte Drittel ist von einem Mutter Sohn Gespräch geprägt. Es erklärt Einiges zu Motivationen und Antrieb — und es wird in Zukunft auch eine Rolle spielen.

Zukunft, ein gutes Stichwort.

Die Veröffentlichung von Teil 6 lässt nun schon knapp einem Monat auf sich warten.

Ich habe diesen siebten Teil am 02. 05. eingereicht. Beide Teile (6 & 7) wurden durch das Forum zurückgewiesen.

Deshalb nochmals der Hinweis : Alle Protagonisten sind 18 Jahre oder älter.

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Der achte Teil steht bereits von der Rahmenhandlung. Ich mag nur so viel verraten : Neben Melanie wird jetzt auch Miriam eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Lassen wir die Spiele also beginnen.

Habt Dank für Eure Geduld.

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Und schon wieder klingelte der Wecker viel zu früh für meinen Geschmack. Nur wiederwillig öffnete ich meine Augen.

Melli lag immer noch auf mir und fing auch an sich so langsam zu rühren. Wir lagen eigentlich fast noch genau so, wie wir gestern ermattet eingeschlafen waren. Unsere zweite gemeinsame Nacht — beinahe selbst wie ein Traum.

Langsam nervte der Wecker. Melli drehte sich zum Wecker hin und ein scharfer Schmerz durchzuckte mich.

„Autsch!!!“

Melli jaulte genau im gleichen Moment auf. Das hatte eben ein paar Haare gekostet. Unsere Säfte, mit ihrem Blut vermischt, waren eingetrocknet und hatten uns verklebt; quasi miteinander verbunden.

Immerhin war ich jetzt wach und der Wecker war aus!

„Guten Morgen“, Sie strahlte mich an und drückte einen liebevollen Kuss auf meine Lippen.

Es war schon ziemlich lange her, dass ich mit einem Guten Morgen Kuss begrüßt worden bin.

„Guten Morgen auch Dir, Kleines“

„Gut geschlafen Roland?“

„Wie ein Stein. “ (Sie nannte mich schon wieder Roland, das tat sie doch sonst nie)

„Ich glaube wir müssen so langsam aufstehen. In einer dreiviertel Stunde ist gemeinsames Frühstück mit Oma, Opa und den Lütten und dann musst Du ja auch schon los, Halle und Feld fürs Spiel richten.

„Ach ja das Spiel. Schade, dass jetzt kaum noch Zeit ist. „

„Kaum Zeit für was da ist?“ Ich schaute sie unschuldig an.

„Kaum Zeit dafür“, sagte sie, drehte sich wieder auf mich und kam mit ihrem ganzen Gewicht auf mir zu liegen.

„Oh, da ist auch noch jemand aufgewacht“, grinste sie mich frech an und ließ dabei ein wenig ihr Becken kreisen.

„Ja, der ist morgens immer wach. Vor allem, wenn die Blase voll ist. Und Du drückst da gerade drauf!“ Unangenehm berührt, stöhnte etwas auf. Ein kaum beherrschbarer Urdruck!!!

„Melli, ich muss jetzt aufstehen und ins Bad, sonst gibt's gleich ein Unglück. Und dann verschwinde ich erst mal unter die Dusche. „

„Dusche? Prima! Ich komm schnell mit. „

Schnell drehte sie sich wieder von mir herunter; natürlich nicht ohne dabei noch einmal gut Gewicht auf meinen Unterleib zu verlagern.

Gequält stöhnte ich auf.

„Uuups! Sorry, Paps“ Und schon stand sie, die Decke aufgeschlagen und ich sah sie an und sie sah mich an und wir sahen beide das Bettzeug an … Alles über und über verkrustet mit unseren Säften und einer guten Portion Blut von der „prima nocta“ — ihrer ersten Nacht.

Was eine Sauerei! Und wir brachen beide gemeinsam in ein herzhaftes Lachen aus.

„Ich geh schon mal vor“, sprach sie und enteilte.

Gut, dachte ich bei mir. Mit ein paar schnellen Griffen stellte ich mir meine Kleidung für heute zusammen und begab mich in Richtung Bad.

Das Haus war noch ruhig. Die Anderen waren noch drüben. Die Badezimmertür stand offen. Ich trat durch den Türrahmen; Melli saß auf der Toilette und es plätscherte.

Einem erste Impuls folgend, wollte ich mich umdrehen und wieder in mein Zimmer umkehren.

„Komm nur her. Ich glaube, es gibt jetzt nichts mehr, was Du noch nicht an mir gesehen hast“, flötete sie offensichtlich amüsiert über meine Reaktion.

„Na ja, Du bist auf der Toilette und verrichtest Dein Geschäft. „

„Und hast Du das noch nie gesehen?“ Als ob es das normalste auf der Welt wäre spreizte sie ein wenig ihre Beine, gewährte mir damit Einblick; presste ein wenig und der gerade versiegte Quell sprudelte wieder.

„Oh Paps, Dein Gesichtausdruck ist urkomisch!“ Sie war amüsiert und regelrecht überdreht. Und bei mir bildeten sich erste Schweißtropfen auf der Stirn. Ich musste dringend und sie kostete die Situation fürwahr sehr weidlich aus.

Schließlich nahm sie etwas Toilettenpapier, wischte sich ab, erhob sich elegant und löste die Wasserspülung aus. Ihr Urin roch scharf, aber ich empfand das jetzt nicht als unangenehm. Mit meinen 42 Jahren war ich jetzt alles andere als unerfahren und in früheren Jahren schon gar kein Kind von Traurigkeit.

Aber mit so etwas hatte ich mich jetzt noch nicht beschäftigt.

Hey, die Kleine war abgebrüht. Sie hatte mich gewichst und ist auf mir geritten. Und doch war ich offensichtlich ihr Erster. War das wirklich meine Kleine? Sie steckte voller Überraschungen.

Sie trat von der Toilette weg, ging zur Dusche und stellte das Wasser an. Der Unterleib, die Scham und die Innenschenkel waren mit dem eingetrockneten Honig-, Blut-, Sperma- Scheidensekret verklebt.

Aber dafür hatte ich jetzt keine Augen mehr. Ich trat an die Toilette. Normal setzte ich mich, aber ich wollte jetzt nichts mehr riskieren und es pressierte jetzt wirklich. Also klappte ich die Brille schnell hoch, entspannte mich und ein harter goldgelber Strahl ergoss sich mit typischem Platschen in das Becken.

Nachdem der erste Druck ein wenig nachließ, drehte ich meinen Kopf und suchte Mellis Blick.

Sie verharrte im Duscheneingang und beobachtete mich — offensichtlich fasziniert!

Fluchs trat sie an mich heran, hauchte mir einen Kuss in den Nacken, umfasste mich und legte ihre Hand auf meine, mit der ich mein Glied umfasst hielt. Ich unterbrach meinen Strahl. Mein halberschlafftes Glied ruckte etwas nach oben.

„Darf ich?“ Unsicherheit und Neugier schwangen in ihrer Stimme mit. Ich ging auf das Spiel ein, nahm meine Hand ganz weg und legte damit meinen Penis voll in ihre Hand.

Ich versuchte mich wieder soweit zu entspannen, dass es wieder anfing zu laufen. Ich hatte wirklich noch gut Druck.

Der Strahl setzte wieder ein und sie guckte ganz überrascht. Er ging natürlich etwas zu weit nach links und traf Beckenumrandung und etwas die Wandfließen.

„Ein bisschen mehr in die Mitte zielen Melli … Und bitte nicht ganz so fest zudrücken. Das gibt sonst so ein unangenehmes Brennen in der Harnröhre“, wies ich sie mit zärtlicher Stimme an.

So etwas hatte ich so noch nicht erlebt.

„Das fühlt sich irgendwie seltsam an. Ich kann es im Inneren strömen spüren“, bemerkte sie offensichtlich gleichermaßen beeindruckt, wie erstaunt.

Sie legte ihren Kopf auf meine Schulter und ich spürte ihre kleinen festen Brüste an meinem Rücken. Große Strähnen ihres goldenen Haares lagen auf meiner Brust.

Die letzten Tropfen kamen; der Druck der Blase war weg und sie strich mit Daumen und Zeigefinger mit leichtem Druck mein Glied vom Schaft zur Eichel hin aus.

Ein paar letzte Tropfen liefen über ihre Finger.

Sie nahm die Hand von meinem Schwanz weg und führte sie wie gestern hin zu ihrem Gesicht, das jetzt direkt an meinem war. Sie besah sich die nassen Kuppen von Daumen, Zeige- und Mittelfinger, führte sie an ihren Nase und zu ihrem Mund. Testweise leckte sie über ihre Finger.

Ich wusste bis dahin nicht, wie mein eigener Urin schmeckt.

(Wissen Sie denn, wie Ihrer schmeckt, werte Leserschaft?). Jedenfalls hatte meine Tochter mir da jetzt was voraus.

Und schon ergriff sie meine Hand und zog mich mit sich in die Dusche. Es war eine schöne große Duschkabine mit Einstieg und Tür, in der man auch zu zweit gut Platz hatte. Eine große fest installierte Regendusche — wie in der Sauna — und eine normale, abnehmbare Handbrause.

Die Regendusche lief bereits und war angenehm warm.

Melli stand schon voll unter dem Strahl. Ihr nasses, langes goldenes Haar klebte in Strähnen an ihrem Körper. Sie machte mir etwas Platz, ich trat vollends hinein und schloss die Tür. Sie umarmte mich und gab mir die Flasche mit dem Duschbad.

Unsere nassen Körper; die Berührungen; die nur scheinbare Selbstsicherheit in ihrem Blick hinter der sich immer auch zugleich ein unsicheres Fragezeichen verbarg. Die Gesamtsituation, all das turnte mich wieder an.

Ich bekam Lust und das war mir auch direkt anzumerken. Und auch in ihrem Blick las ich Sehnsucht und Neugier und Lust auf mehr.

Doch merkte ich auch, dass sie es abermals nicht „schnell, schnell“ wollte. Ich verließ mich etwas auf meinen Instinkt, quetschte eine gute Menge von der Mango — Limonen Lotion in meine Hand und begann ihren Kopf einzuschäumen. Sie hatte ihre Augen geschlossen.

Ich massierte sanft mit den Fingerspritzen das Duschgel auf ihrer Kopfhaut ein; nahm mir die nassen, schweren langen Haare und schäumte auch sie ein.

Sie strich an meinem Körper entlang. Ihre Hände waren auf Wanderschaft und verursachten bei mir angenehme Schauer, während ich mich weiter um ihren Kopf kümmerte. Sie umfasste meinen voll erigierten Schwengel, führte ihn zwischen ihre Beine, umschloss ihn und fing an, sich leicht auf und ab zu bewegen.

Ich stöhnte auf. Meine Konzentration ließ nach. Ich konnte mich kaum noch beherrschen. Ich ließ Haare, Haare sein.

Heftig umarmte ich sie. Presste sie an mich. An mich, als ob es kein Morgen gäbe und sie erwiderte die Umarmung. Ein langer Kuss. Unsere Zungen spielten miteinander. Jetzt gab es für mich kein Halten mehr. Ich löste die Umarmung; entzog meinen Schanz der Umklammerung ihrer Schenkel; brachte Melanie leicht auf Distanz und drehte sie mit dem Gesicht zur Wand hin.

Ich führte sie mit meinen Händen und sie folgte willig meinen Vorgaben. Ich drückte ihren Oberkörper leicht nach vorn, nahm ihre Arme und führte sie zur Wand, damit sie sich etwas abstützen konnte. Ich spreizte etwas ihre Beine, positionierte mich direkt hinter ihr und nahm mein Glied in die eine Hand. Mit der anderen veränderte ich noch etwas ihre Position und rasch war ich soweit, um von hinten an ihre Pforte „zu klopfen“.

„Sei bitte vorsichtig.

Es ist von gestern noch alles ein bisschen geschwollen“, flüsterte sie mit unverhohlener Lust in der Stimme.

Ihre noch vorhandene Unsicherheit schwand vollends, als ich langsam wie in Zeitlupe in sie eindrang. Sie war nass — nicht nur von der Dusche herrührend. Sie spreizte noch etwas ihre Beine, um mir das Eindringen zu erleichtern. Sie war sehr eng; nicht unangenehm. Wirklich nicht!

Ich war drin und verharrte einen Moment.

Sie stöhnte lustvoll auf. Mit einem Arm umfasste ich sie in Brusthöhe und fing an eine ihrer Brüste zu kneten und zwischen meinen Fingern ihr kleines, spitzes und verdammt hartes Wärzchen zu zwirbeln.

Mit der anderen Hand umfasste ich von hinten kommend ihre Scham und suchte mit Zeige- und Mittelfinger den kleinen Knoten.

Immer noch verharrte ich in ihr. Es war warm, eng feucht; eben einfach nur geil.

Melli fing jetzt an, sich zu bewegen. Drängte ihren Kitzler meinen Fingern entgegen. Probeweise spannte sie ihre Beckenmuskulatur an. Meine letzte Beherrschung fiel.

Ich zog ihn etwas zurück und fing an, sie rhythmisch zu stoßen. Immer schneller! Immer fester! Tief und hart. Mit dem Becken und jedem Stoß einen leicht veränderten Winkel vorgebend.

Wir stöhnten jetzt beide und ich merkte, dass es ihr gefiel, was wir da gerade taten.

Erst drängte sie sich mir entgegen, aber dann wurden meine Stöße immer kräftiger. Ich drängte sie förmlich mit jedem Stoß mehr gegen die Wand.

Ich merkte, wie sich der Druck in mir aufzubauen begann (Jetzt schon?) und war gerade im Begriff mich etwas zurück zu nehmen. Doch Melli bewegte in dem Maße wie ich langsamer und sachter wurde, ihr Becken in schnellerem und härterem Rhythmus.

„Bitte nicht langsamer werden!“ Sie presste es förmlich — eingebettet in angestrengtem Keuchen — hervor.

Also erhöhte ich wieder Tempo und Härte meiner Stöße. Fest knetete ich das linke kleine Tittchen, während die Finger meiner anderen Hand auf ihren Kitzler eintrommelten.

Noch drei, vier Stöße dachte ich, als sie ihre Beine zusammenpresste und das typische Zittern ihren Körper zu durchlaufen begann. Ihre Möse wurde eng und enger, hielt mich umschlungen und auch ich kam. Begleitet von kehligem Stöhnen pumpte ich Stoß für Stoß meinen Saft in sie.

Melanie stöhnte und erstarrte für einen Moment. Ich hörte auf zu Stoßen, drückte jetzt ihren Kitzler und ließ das Becken kreisen. Eine erneute Welle der Lust durchflutete sie, abermals zog sich ihre Beckenmuskulatur rhythmisch zusammen und sie spannte ihren Körper an und stöhnte laut auf. Dann ebbte der Orgasmus langsam ab und wir lösten uns voneinander.

Sie drehte sich zu mir um, schmiegte sich an mich und ich sah dass sie weinte.

„Hab ich Dir gerade weh getan?“

„Nein Du Idiot! Das war das Schönste, was ich je erlebt habe. Ich bin einfach nur zufrieden. Zufrieden und glücklich. “

Und dann küsste sie mich wieder, umarmte mich und fing an, meinen Hals zu liebkosen, während ich noch ein wenig ihr Geschlecht streichelte.

Der Samen floss langsam wieder zurück und tropfte, kleine Fäden ziehend aus ihr heraus.

Ich nahm das Duschgel, gab etwas davon in meine Hand und fing an, sie unten herum einzuschäumen. Die Handbrause stellte ich auf Punktstrahl; überprüfte und regulierte die Härte an meinem Oberschenkel und fing an, mit dem Wasserstrahl vorsichtig ihren Intimbereich mit kreisenden Bewegungen zu massieren.

Ein erstauntes Aufjauchzen verriet mir, dass die Idee wohl ganz gut gewesen sein musste. Ihre Hand legte sich über meine und sie fing an, meine Hand und damit die Brause zu führen.

Vor, zurück; nach links, mal nach rechts. Ich ging in die Hocke, sie löste wieder ihre Hand und ich richtete den Strahl von unten kommend nach oben, direkt gegen ihre Möse.

Melli nahm jetzt ihre beiden Hände und zog die Schamlippen weit auseinander. Ihr Scheideneingang öffnete sich — dunkel und feucht. Noch immer floss etwas Flüssigkeit aus ihrem Inneren nach unten — jetzt direkt auf mich. Ich richtete den Strahl — jetzt etwas sanfter eingestellt — genau auf ihr rotes, leicht geschwollenes Löchlein.

Melli lehnte sich intuitiv mit dem Rücken gegen die geflieste Wand; ging ein wenig nach unten und spreizte ihre Beine, sodass ich den Wasserstrahl überall hin lenken konnte. Aber dazu kam ich gar nicht mehr groß, den wer jetzt schon wieder kam, das war sie; und während ihr Gesicht sich zu Aphrodites Wonnefratze verzog, umfasste sie mit einem Arm mein Handgelenk um presste meinen Arm mit der Handbrause direkt an ihren Kitzler.

Lautes Grunzen quittierte den Erfolg.

Als ihre heftigen Geräusche langsam abebbten, kam ich zu dem Schluss, dass Melanie keine leise Genießerin war. Sie ging beim Sex ganz schön ab. Gut dass noch keiner im Haus war.

Wir würden künftig etwas vorsichtig sein müssen, wenn wir unbemerkt bleiben wollten.

Melli stellte das Wasser ab, öffnete die Kabinentür und verließ die Kabine, nicht ohne mir im Vorbeigehen liebevoll über die Brust zu streichen.

Wir trockneten uns gegenseitig ab und suchten gegenseitig immer wieder unseren Blick. Worte waren nicht notwendig, um den Gefühlen, die uns gerade bewegten, Ausdruck zu verleihen.

Ein langer, zärtlicher Kuss. Wir zogen uns an und gingen gemeinsam nach oben.

Melli blickte mich auf halben Weg die Treppe rauf, erschrocken an. Musik und ein Klappern in der Küche verriet, dass wir im Haus doch nicht so ganz alleine gewesen sind.

Verdammt! Wir hätten vielleicht doch etwas sorgsamer sein sollen. ?

Ich öffnete die verschlossene Küchentür.

„Na ihr zwei beiden Schlafmützen? Ausgeschlafen, oder nur aufgewacht?“

Meine Mutter strahlte uns gewohnt gut gelaunt an. Der Frühstückstisch war eingedeckt; aus dem Backofen verströmten die Sonntagsbrötchen bereits den ihnen typischen Duft; Orangensaft, Kakao, Marmelade, Käse, Wurst, Obst und Yoghurt. Kein Wunsch blieb offen.

„Hei Mom“, ich umarmte sie und gab ihr einen flüchtigen guten Morgen Kuss.

„So früh schon in Aktion?“

„Ich muss doch alles richten, damit unser Star“ — sie wies mit einem Kopfnicken auf Melanie — „heute mit Power durchstarten kann. „

Melli schob mich leise lachend, mit leichtem Druck aus der Küchentür kommend, weiter in die Küche hinein : „Mach mal Platz Roland, Du stehst wie immer mal wieder im Weg“, sagte sie im scherzenden Ton, strich im Vorbeigehen mit ihrem Arm beinahe zufällig an meinem Gesäß vorbei und setzte sich auf ihren Stammplatz die Eckbank

Meine Mutter hob fast unmerklich den Kopf, warf mir einen leichten Seitenblick zu, zog ihre rechte Augenbraue hoch und lächelte mit angedeutetem Kopfschütteln.

Scheiße!!! Die hat jetzt was gemerkt, dachte ich so bei mir, als die Haustür aufgeschlossen wurde und der anschwellende Geräuschpegel von Einfall der hungernden Horden, also dem Kommen meines Vaters, Sabine und Achim (meinen beiden Lütten) kündete.

Das Frühstück war Klasse. Wir hatten viel Spaß miteinander und dann ging´s so langsam an die konkrete Tagesplanung.

Melanie musste schon vor dem Spiel zum Aufbau in die Halle.

Mein Vater hatte sich als Grillmeister angeboten. Sabine und Achim wollten auch helfen. Damit stand schon mal die erste Fraktion fest.

Ich wollte mit meiner Mutter und drei Blech selbstgebackenen Kuchen im zweiten Stepp nachkommen.

Melli bat mich noch, ob wir im Anschluss an das Spiel auf dem Nachhauseweg noch kurz bei Miriam in Krankenhaus vorbei schauen könnten, um ihr vom gewonnenen Spiel zu berichten. (Selbstverständlich ging sie davon aus, dass Spiel zu gewinnen und damit heute den Aufstieg klar zu machen)

Sabine schlug begeistert vor, mit meinen Eltern nach Hause zu fahren.

Achim hatte mit seinen acht Jahren den glorreichen Geistesblitz, dass Opa ja auf dem Rückweg einen Abstecher bei Burger King machen könne, was von meiner Mutter mit nachsichtig wohlwollendem Lächeln und von meinem Vater mit einem trockenen „Für mich wie immer zwei Doppel Whopper mit Käse“ quittiert wurde … Als das Telephon klingelte.

Ich ging ran — unbekannte Rufnummer.

„Unverdorben, guten Morgen „

„Hei Herr Unverdorben.

Hier ist Katharina Petterson. „

„Hallo Frau Petterson, eben haben wir gerade on Miriam gesprochen. Die ganze Familie sitzt am Frühstückstisch. Wie geht es Miriam?“

„Sehr viel besser. Gerade war Visite. Sie bekommt heute noch zwei Blutkonserven, aber es geht ihr schon wieder deutlich besser. Sie hat kaum noch Schmerzen und ist wieder gut drauf. Es gibt bisher keinerlei Komplikationen. Wir sind gerade bei ihr. „

Im Hintergrund war ein eingeworfenes „Grüße!“ von Miriam deutlich vernehmbar.

„Na, dass es ihr jetzt schon deutlich besser geht, das freut uns Alle“, wiederholte ich laut, um die anderen Mithörenden ins Bild zu setzen.

„Melli wollte mit mir nach dem Spiel mal kurz bei Ihrer Tochter vorbei schauen. Jetzt wo sie heute nicht mitspielen kann, wird sie sich, denke ich, sehr freuen, eine nachträgliche Spielberichtserstattung aus erster Hand vernehmen zu können. „

„Da haben sie absolut Recht, Herr Unverdorben.

Sie kommen heute Nachmittag?“

„Ja, irgendwann nach dem Spiel. Ich schätze zwischen 14:00 und 15:00 Uhr, wenn es Ihnen und Miriam Recht ist. Wir wollen natürlich nicht stören. Ich denke, sie wird auch ihre Ruhe brauchen. „

„Das ist gut. Wir haben ein organisatorisches Problem und ein Anliegen, bei dem wir gut Hilfe brauchen könnten. Das würden wir gerne mit Ihnen besprechen. “

Sie klang etwas unsicher, bezüglich meiner Reaktion.

„Och, es gibt doch keine Probleme — nur Lösungen; sagt zumindest immer meine Mutter“, lachte ich meiner Mutter zu (die meinen Kommentar mit einem amüsierten Kopfschütteln quittierte) und nahm damit zugleich für Frau Petterson etwas Tempo aus dem Gespräch.
„Wenn wir irgendwie helfen können, machen wir das doch sehr gerne. Wirklich. „

„Das klingt doch wirklich sehr gut. Wir sind Ihnen und Ihrer Familie jetzt schon sehr dankbar, für das, was Sie alles für und bereits getan haben.

„Machen Sie sich da mal keinen Kopf. Wir kommen zwischen Zwei und Drei. Herzliche Grüße von Allen an Miriam. „

„Herzlichen Dank Herr Unverdorben. Viele Grüße unbekannterweise auch an Ihre Familie“, sie machte eine kurze Pause, „und bis später. „

Ich legte auf und berichtete den anderen kurz von dem Telefonat.

Mit dem Blick auf die Uhr drängte mein Vater langsam zum Aufbruch.

Melli verschwand kurz nach unten in ihr Zimmer, um ihre Sporttasche zu richten. Mein Vater krallte sich die Lütten, um das Grillgut, den Grill und das restliche Equipment zu verladen und ich begann mit meiner Mutter zusammen, den Tisch abzuräumen und die Spülmaschine zu beschicken.

Keine 5 Minuten später fuhr der Van meines Vaters vom Hof.

Meine Mutter schenkte uns beiden jeweils noch einen Pott Kaffee ein, holte den Aschenbecher und eine angebrochene Schachtel Zigaretten aus der Anrichte heraus, setzte sich an den Küchentisch, zündete sich die Zigarette an und winkte mir einladend zu.

Sie rauchte nur so zwei, drei Zigaretten am Tag und grundsätzlich nie, wenn Sabine oder Achim in der Nähe waren.

„Und?“ Fragend schaute sie mich an.

Ich setzte mich, das Unvermeidliche kommen sehend, neben sie. „Und was?“ (Eine unverfängliche Gegenfrage)

„Na ja, hat sie es endlich geschafft. ?. “ (Ein neutraler, leicht fragender, aber eher feststellender Unterton)

„Hat wer, was geschafft?“ Ich beschloss, mir möglichst wenig aus der Nase ziehen zu lassen.

„Melanie! Hey Sohnemann. Ich bin es. Deine Mutter. Du brauchst Dich nicht zu verstellen. “

Sie sah mich an, wirkte amüsiert und schwieg einen kurzen Moment.

Keine Anklage? Ich fühlte mich schlecht und ertappt. Jetzt kam das dicke Ende. Es gibt Dinge, vor denen man nicht weglaufen kann und denen man sich stellen muss, auch wenn es weh tut.

Es machte aus meiner Sicht einfach keinen Sinn, das Gespräch jetzt abzublocken oder abzuwürgen.

Oder wie ein ertappter Schuljunge alles leugnen zu wollen.

Sie atmete tief ein.

„Fällt Dir schwer drüber zu reden, oder? Also fange ich mal an. Rolf und ich, wir beide wussten, das dieser Tag früher oder später kommen würde. Und es hat länger dazu gebraucht, als wir gedacht haben. “ Sie machte eine kleine Pause und nahm einen tiefen Zug.

„Aber jetzt hat sie Dich endlich ins Bett gekriegt oder?“ So einen direkten Hammer, konnte nur meine Mutter loslassen.

„Wie kommst Du denn darauf?“ Ich fragte so unschuldig, wie ich nur konnte.

„Nun, sie nennt Dich seit gestern „Roland“; sie tätschelt Dir, wenn sie sich unbemerkt wähnt über den Arsch und das was Ihr heute morgen im Bad abgezogen habt, solltet Ihr definitiv nicht bringen, wenn die Kinder im Haus sind — zumindest im Moment noch nicht. Die müssen sich da erst langsam dran gewöhnen.

Meine Mutter war immer ehrlich und direkt. Ziemlich direkt. Aber das hatte sie eben bar jeden Vorwurfs gebracht und sie grinste mich obendrein gerade ziemlich verschwörerisch an.

„Und es hat länger gedauert, als wir gedacht haben?“ Ich imitierte sie und machte eine kurze Pause.

„Mutter, wie meinst Du das jetzt genau?“

„Genau so, wie ich es gesagt habe. Wir dachten, sie würde es früher schaffen.

Ich atmete tief durch und betrachtete meine Mutter, die mich zunehmend amüsierter musterte.

„Also ehrlich gesagt Mutter, finde ich das gerade alles andere, als lustig. Was da gerade passiert, ist kompliziert und gefährlich“

„Junge, bist Du blind? Bist Du naiv? Oder bist Du am Ende Beides???“

„Ich bin blind, naiv und komme mir gerade ziemlich überfahren vor“, räumte ich innerlich immer mehr resignierend ein.

„Kläre mich mal auf. „

„Roland, im Ernst. Dass das gerade ziemlich vertrackt und alles andere, als einfach für Dich ein muss, ist mir klar. Wir unterhalten uns natürlich auch mit unseren Enkeln. Ich unterhalte mich mit unseren Enkeln. Uns gerade mit Melli rede ich oft und führe gute und ernsthafte Gespräche mit ihr. Gespräche über Dinge, die sie trotz aller Vertrautheit zu Dir, nicht mit Dir thematisiert.

Und wie Du noch sehen wirst, auch gar nicht ansprechen konnte. “

Sie nahm erneut einen tiefen Zug. Die Zigarette war fast aufgeraucht.

„Ich hole mal ein bisschen weiter aus. Als Miriam krank wurde und zum Schluss mehr im stationären Aufenthalt, als zu Hause war, ist Melanie gezwungenermaßen ziemlich schnell erwachsen geworden. Sie hat viele Aufgaben, Pflichten und damit Verantwortung übernommen. Gerade auch wenn Miriam dann mal wieder zu Hause war, tat Melli es, um ihre Mutter zu entlasten.

Ich weiß das und Du weißt das.

Und Du warst beruflich bedingt ja auch nicht immer da. Aber das sollst Du jetzt bitte nicht als Vorwurf missverstehen.

Und irgendwann kam Deine Frau, ihre Mutter, eben nicht mehr nach Hause und wir haben uns alle neu geordnet und die Aufgaben in der Familie neu aufgeteilt. Rolf und ich sind in die Bresche gesprungen. Aber auch Melanie mit ihren damals zwölf, dreizehn Jahren hat ihre neue Rolle gefunden und ist an ihr und mit ihr gewachsen.

Ich nickte zustimmend. Mal wieder. Irgendwie hatte ich gerade ein „Déjà Vu“. Hatte ich so ein ähnliches Gespräch nicht erst vor zwei Tagen erlebt?

„Sie ist früh erwachsen geworden. Haushaltsführung, Essenkochen, Hausputz, Einkaufen, Haushaltsführung, Bankgeschäfte, Überweisungen, die Erziehung ihrer Geschwister; mittlerweile geht sie sogar uns, ihren Großeltern zur Hand … Schule, später noch Studium? Sie hat immer für alle ein offenes Ohr und Zeit. „

„Ja“, stimmte ich zu, „wir sind ein gutes Team.

„Genau. Ein Team. Ihr seid Partner. Du sprichst viel mir ihr; beziehst sie in Deine Gedanken, Problem und Sorgen; in all Deine Entscheidungsprozesse beziehst Du sie mit ein. Wohin geht's im Urlaub? Welche Familienkutsche wird angeschafft? Wo kann man unauffällig einsparen, wenn ein Monat mal enger ist? Achim hat Probleme mit der Rechtschreibung; Sabine versagt in Mathe; Rolf hat einen Prostatakrebs und ich dann und wann meine Herzprobleme …“

Ihre Zigarette war längst verloschen.

Sie öffnete ihre Packung, schnippte sich eine Neue raus, zündete sie an und nahm einen tiefen Zug, bevor sie fortfuhr.

„Wie gesagt. Ich habe oft mit ihr gesprochen. Ihr seid ein gutes Team und sie mag ihre Rolle. Ihre Rolle neben Dir. Sie ist nach und nach zu einer wertvollen Partnerin für Dich erwachsen. Und erwachsen, das ist sie jetzt auch.

Und sie wollte ziemlich schnell erwachsen werden.

Was meinst Du, warum sie immer soviel gebüffelt hat? Warum sie soviel gelesen hat? Immer beinahe schon etwas altklug klingt? So rein gar nicht, wie eine Achtzehnjährige normalerweise klingt?

Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre Rolle weiter ausweitet. „

„Aber Mutter“, erwiderte ich etwas genervt, „ich bin mir nicht wirklich sicher, ob Du das jetzt so Alles richtig siehst und einordnest. Wenn Dich ein Bekannter, der gute alte Helios, jetzt hören könnte, würde er wahrscheinlich mal wieder sein geflügeltes Wort der „Küchentischpsychologie“ mit einwerfen — und womit? Mit Recht!!!“

„Junior, ich bin keine Psychologin.

Aber ich sehe und ich sehe es nicht allein. Dein Vater sieht es ebenso. „

„Ihr habt die Entwicklung kommen sehen. Im Gegensatz zu mir. Warum habt Ihr nichts zu mir gesagt? Warum habt Ihr mich nicht gewarnt? Ich hätte es nicht soweit kommen lassen. Und warum habt Ihr nichts getan? Warum hast Du nicht mit Melli gesprochen und auf sie eingewirkt?

Wir haben da gerade einen Schritt gemacht, der in seiner letzten Konsequenz bewirken könnte, dass unsere Familie daran zerbricht.

Dass Deine Enkelin, meine Tochter daran zerbricht. Dass ich selbst daran zerbreche. „

„Wir haben mit ihr darüber gesprochen, mehrfach — und das kannst Du mir glauben. Sie liebt Dich von ganzen Herzen. Sie liebt Dich als ihren Vater aber eben auch als Partner. Und ihre Liebe ist nicht von heute auf morgen gekommen.

Bei den meisten von uns entsteht Liebe über körperliche Anziehung. Oder auch seltener, weil wir jemanden als Typ oder rein vom Intellektuellen her anziehend finden.

Hier ist etwas sehr langsam in ihr über Gewohnheitsbildung, Vertrauen und Vertrautheit; über ihre Rolle in der Familie und Euer Zusammenspiel gewachsen.

Auch wenn der Gedanke für Dich unvertraut sein mag — Melanie liebt Dich schon ziemlich lange. Und sie bewundert Dich. Bewundert, wie treu Du zu ihrer Mutter standest. Wie Du sie und ihre Mutter vor ihrem leiblichen Vater geschützt hast. Ja, auch wenn sie nicht darüber redet.

Sie erinnert sich noch an diese Zeit und es gibt immer noch Nächte, wo sie schweißgebadet und voller Panik aufwacht. Sie bewundert, wie Du zu Deiner Verantwortung stehst und standest.

Und sie sah auch schon lange, dass Du einsam warst. Dass Dir jemand fehlte, mit dem Du reden konntest. So reden konntest, wie mit Miriam, Deiner Frau und ihrer Mutter, bevor sie erkrankte. Sie sah dass Du Jemanden brauchtest, dem Du Dich anvertrauen und dem gegenüber Du Dich völlig fallen lassen konntest.

Und als Du Dich zunehmend vor der Welt und den anderen Frauen auf dieser Welt abgeschottet hast, wollte sie diejenige sein.

So zumindest sieht sie die Sache. Und als sie alt genug war und Du sie langsam als Person auf Augenhöhe akzeptiert hast, war das der nächste Schritt für sie.

Ich habe sie nie gefragt; wir haben sie nie gefragt, worüber Ihr so alles gesprochen habt.

Mir war nur wichtig, dass es passiert; dass Du ein Ventil hast und dass sie damit nicht überfordert war.

Die letzten zwei, drei Jahre ging es Dir wieder besser. Es hat Dir geholfen, auch wenn es Dir nicht bewusst gewesen sein mag. „

Sie zog ein letztes Mal an ihrer Zigarette, bevor sie diese im Aschenbecher ausdrückte.

„Natürlich wussten wir alle, dass Du nie eine andere Frau angesehen hast.

Und ebenso war Rolf und mir klar, dass Du neben seelischen auch körperliche Bedürfnisse hattest. Das war auch Melli bewusst.

Aber auch sie hatte zunehmend diese Bedürfnisse. Sie wurde älter und aus dem Kind wurde die Frau.

Menschlich wollte sie von Dir als Partnerin wahrgenommen werden und ihre körperlichen Bedürfnisse? Da war die Sehnsucht nach Dir, weil sie auch ihre Rechte als Partnerin wahrnehmen und einfordern wollte.

Klingt jetzt für Dich, wie gequirlter Psychoscheiß, aber ich finde im Moment keine besseren Worte, um Dir das zu verdeutlichen.

Denk jetzt einfach irgend wann mal in Ruhe darüber nach. Und akzeptiere, dass Du nicht der Einzige bist, der so eine Probleme mit der momentanen Situation hat.

Melanie himmelt Dich seit über zwei Jahren an. Du bist der Traum ihrer schlaflosen Nächte.

Und glaube mir, davon hat sie viele erlebt. Nur hast Du sie so nie gesehen und bemerkt.

Und sie hat versucht, ihre wahren Gefühle vor Dir zu verbergen. Sie wollte sie Dir nicht zeigen. Auch weil es die Familie zu diesem Zeitpunkt gesprengt hätte. Die Zeit war aus ihrer Sicht noch nicht reif. Und das wusste sie. Du warst einfach noch nicht so weit.

Und wir? Wir haben ihr versprochen, Dir nichts zu sagen.

Wir haben weder etwas dafür, noch dagegen getan. Aber wir haben Euch beiden in der letzten Zeit etwas den Rücken frei gehalten und Freiräume geschaffen. „

„Mutter. Du redest und redest und hast eine Sache nicht benannt. Ich gehe auf die 43 zu. Ich bin mehr als doppelt so alt. Sie ist meine Tochter. „

„Sie ist nicht Deine Tochter. Sie ist Deine Stieftochter. Und, Sohnemann? Hast Du sie von Deiner Bettkante geschubst, als sie darauf saß?“

Oh welch bitterböser, zuckersüßer Unterton!!!

Mein Mutter war nicht sauer.

Sie war nicht genervt. Sie hatte wirklich damit gerechnet. 2 ½ Jahre war ich blind. 2 ½ Jahre, was musste das für eine Qual für Melli gewesen sein. Und jetzt? Jetzt war es offenbar soweit.

Hatte mich Melli manipuliert? Hatte mich meine Mutter manipuliert? Hatten mich meine Eltern manipuliert? War das alles etwa geplant und von langer Hand vorbereitet?

Aber dazu gehören immer Zwei — Diejenigen, die manipulieren und diejenigen, die sich manipulieren lassen.

Und ehrlich gesagt hatte ich die letzten Stunden genossen und mich schon viele Jahre nicht mehr so wohl gefühlt.

Meine Mutter hatte in diesem Punkt wirklich Recht.

„Mutter, das ist jetzt aber ein ziemlich direktes, schwieriges und für meinen Geschmack viel zu intimes Gespräch. Ich gebe Dir Recht. Ich muss über das was Du gesagt hast; über die momentane Situation und über das nachdenken, was die nächsten Tage bringen werden.

Ehrlich! Ich habe wirklich davor Angst, dass die gute Beziehung zwischen Melli und mir Schaden nimmt. Und ich glaube, dass Ihr Beiden auch für die momentane Situation mitverantwortlich seid. Das ist mir gerade klar geworden.

Ihr habt die letzte Zeit ziemlich häufig die Lütten über Nacht zu Euch genommen. Die Sauna war gestern perfekt gerichtet. Melli war unerfahren, definitiv Jungfrau, aber „verblüffend“ gut aufgeklärt und ziemlich abgebrüht.

„Das macht mich jetzt ein bisschen stolz. Mein Sohn merkt langsam was wirklich abgeht!“ Ihr glucksendes Lachen war nach meinem Geschmack ziemlich deplaziert.

„Aber Du hast Recht Junior. Ich habe mit Melli über viele Dinge gesprochen und auch viele ihrer Fragen beantwortet. Sie wollte vor etwas mehr als einem Jahr ein paar Tipps, quasi von Frau zu Frau, fürs erste Mal.

Na ja, neben dem Üblichen hab ich halt zu ein paar spezielleren Sachen geraten.

Kurz zusammengefasst : Erst mal Tempo rausnehmen, indem man dem Partner einen runterholt. Alles ausprobieren und keine Berührungsängste haben.

Dann das Tempo selbst bestimmen indem man oben bleibt. Den Penis wie einen Vibrator nutzen und unmittelbar vor dem Orgasmus durch Selbstpfählung selbst entjungfern. Und? Hat es geklappt???“

Die letzten Worte gingen in ihrem schallenden Lachen unter. Ein Lachen das ansteckend wirkte.

„Wie ich sie kenne, wird sie es im Geist tausend Mal durchgegangen sein, damit es perfekt ist.

Aber jetzt ist es vorbei. Die Karten sind neu gemischt und Ihr fangt an, Euch neu kennen zu lernen und zu entdecken.

Im Ernst Roland, sie liebt Dich. Das ist keine Mädchenschwärmerei. Also genieß es. Genießt es Beide. Beide!!!

Mach Dir bloß keinen Kopf. Wir halten Euch auch weiterhin den Rücken frei. Und jetzt müssen wir uns mal langsam losmachen. „

Warum hatte ich nur zunehmend das Gefühl, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren?!?

Aber sie hatte Recht.

„Carpe diem et vivos noctem“

Es gibt keine unpassenden Momente. Und so packten wir den Kuchen ein und fuhren zu den anderen in die Sporthalle. Ein langer Sonntag erwartete uns.

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Wird fortgesetzt.

Kommentare

WolfPeter 24. August 2017 um 0:44

Danke! Danke für eine wundervolle, einfühlsame Geschichte, in der das Erotische ganz natürlich wirkt und einfach dazu gehört. Eine sehr gut entwickelte Handlung mit Höhen und Tiefen fesselnd geschrieben, es könnte sich zu einem Buch auswachsen. Und enttäuscht stelle ich fest, dass ich auf die weiteren Fortsetzungen noch warten muss.

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You me her 11. Mai 2019 um 6:45

Wow ich begeistert das war die letzten tage unse gute nacht Lektüre. Absolut mega und eine feine würze von verwirrung wir dachten zwischendrin die landschaftsgärtberin ist die auserkorene.
Einfach der hammer bitte um Fortsetzung

Gruß jan u jessy

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