Vormundschaft 07

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Die Welt der Cathérine Ferrer soll Verbindungen mit inzestuösem Charakter in einer Welt mit mittelalterlichem Anstrich und entsprechend starken Tabus erkunden – und dies im Gegensatz zu der freien Welt der Catherina Mueller. In Teil 1 bis 6 wurden die beiden Welten beschrieben.

Die Vormundschaft – Teil 7

Was bisher geschah

Gräfin Cathérine Ferrer, geborene Mueller, war wegen ihrer aktuellen Situation im Jahr 2053 gestresst.

Ihr Ehemann galt seit nun bald zehn Jahren als vermisst, was ihr einen für eine Frau im streng katholisch ausgerichteten Catalunya beachtlichen Freiraum ermöglicht hatte. Sie war eine der wenigen Frauen, die als Vormund ihres minderjährigen Sohnes eigene Vermögensverwaltung betreiben konnte. Die meisten anderen Frauen hatten im Gegensatz dazu einen Vormund. In ihren Träumen als Catherina Mueller aus dem Jahr 2048 in einer parallelen Welt war sie aber noch freier. Dort gab es für Frauen keinen Vormund.

Sie war mit rund 33 Jahren an der Wasserscheide angekommen. Die Grafschaft von Perpignan hatte, wie die allermeisten der katholisch orientierten Kleinstaaten in Frankreich und Spanien, eine rein männliche Erbfolge in den Statuten verankert. Bisher hatte sie für ihren bis dato siebzehnjährigen Sohn Jean-Marie Baptiste die Vormundschaft, da ihr Mann nach einem Jahr Abwesenheit als offiziell vermisst galt. So hatte sie seit bald neun Jahren eigene Entscheidungen treffen können, auch wenn ihr Sohn diese auf dem Thron sitzend nach außen vertrat.

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Aber er war jetzt mit 18 Jahren volljährig geworden und alles änderte sich. Der Herzog würde sie heiraten wollen. Jean-Marie war zwar jetzt ihr Vormund, aber er würde es nicht verhindern können, denn der grausame Herzog war sein Lehensherr. Dem Schicksal hatte sie entkommen wollen und hatte das auch geschafft, aber zu einem hohen Preis!

So tauschte sie ihren Platz mit ihrer angeblichen Zwillingsschwester Katharina aus der diktatorischen Republik Marseille. Das ergab viele Verwicklungen! Auch die angebliche Katharina hatte nur die Wahl, entweder den Herzog zu heiraten oder ihren angeblichen Neffen Jean-Marie zu ehelichen.

Und nach einem Stromschlag war sie sich nicht mehr klar darüber, was sie in der jüngsten Vergangenheit gemacht hatte. Allmählich begann sie an ihrem Verstand zu zweifeln und an ihren Erinnerungen. Hatte sie nur als Cathérine von einem parallelen Leben als Catherina Mueller aus dem Jahr 2048 geträumt oder war sie vielleicht wirklich Katharina? Hatte sie jetzt als Cathérine ihren eigenen Sohn geheiratet oder wenn sie Katharina war, was war Jean-Marie dann für sie? Immerhin war sie sich am Anfang mit Jean-Marie darüber einig, dass ihre Ehe nur eine pro-forma Angelegenheit sein sollte.

Um ihre Identität als angebliche Zwillingsschwester Katharina zu schützen, musste sie verhindern, dass ihre Kammerzofe Colette, die Spionin des Bischofs, ihren Jean-Marie verführte. Jean-Marie war auf seiner Einführungsreise in der Grafschaft und hatte nur Colette auf die Reise mitgenommen. Der Bischof hatte ihr in einem persönlichen Gespräch unter vier Augen erklärt, dass es noch einen weiteren Spion, diesmal vom Herzog beauftragt, in der unmittelbaren Entourage des jungen Grafen gab. Das konnte nur der Kammerdiener Jules des Grafen sein.

Also musste sie verhindern, dass Colette auf der Reise ihren Ehemann verführen konnte. Sie reiste dem jungen Grafen nach und verführte ihn gewissermaßen selber vor den Augen der beiden Spione. So rettete sie ihre Identität, aber gefährdete den Status ihrer Ehe. Jean-Marie fand es schwer, den pro-forma Status der Ehe weiterhin zu akzeptieren. Er verlangte eine Alternative zur Enthaltsamkeit und bekam sie von ihr unter der Maßgabe, dass er eine strikte Verhütung einhielt.

Der junge Graf benimmt sich besser als erwartet

Jean-Marie lernte schnell — das musste man ihm lassen.

Er hörte auf meine Ratschläge, wie er mit den Bewohnern der Grafschaft umgehen sollte. Vielleicht war ein guter Teil davon der Tatsache geschuldet, dass er sexuell zufrieden war. Er hielt sich zu meiner Verwunderung komplett an die Regeln. Er trank den vorgeschriebenen Tee und war so rücksichtsvoll, dass ich sogar begann, mich zu fragen, warum ich das nicht eher gestartet hatte. Er hatte sogar den Vorschlag gemacht, dass Doktor Brenner die Knaus-Ogino-Methode überwachte, um ganz sicher zu gehen.

Ich war endlich auch nicht mehr sexuell frustriert…

Er hatte auch ein Händchen für die Leute. Jules war ihm inzwischen total ergeben. Er war inzwischen in seine Pflichten als Sekretär des Grafen hereingewachsen und war offiziell mit meiner Zofe Colette verheiratet, die inzwischen schwanger war.

Jean-Marie hatte inzwischen alle Adligen in der Grafschaft besucht und war jetzt wirklich bekannt und auch beliebt. An der Grenze zu der Republik von Marseille war es auch ruhig im Gegensatz zu der südlichen Grenze des Bistums, wo es aggressive Mullahs gab.

Es war eigentlich alles wieder entspannter für mich, als es noch vor einem guten halben Jahr gewesen war. Nur waren meine Pläne für Paris immer noch so diffus wie vor einem Jahr.

Der Herzog versucht es mit einer Erpressung

Ich hatte Jean-Marie am Morgen liebevoll verabschiedet, da er wieder eine Besuchsreise in der Grafschaft plante. Er würde in einer Woche wiederkehren. Das passte gut, weil Dr. Brenner für mich die nächsten acht Tage als nach Knaus-Ogino für unsicher erklärt hatte.

Am späten Vormittag desselben Tages wurde ich durch eine Nachricht überrascht. Der Herzog sei per Schiff in Hafen von Canet angekommen. Rasch verständigte ich den Hauptmann der Wache. Man konnte ja nie wissen…

Ich empfing den Herzog und seinen Adjutanten im Palast und stellte sicher, dass ich meine Zofe und den Hauptmann der Wache als Zeugen bei mir hatte. Zusätzlich hatte ich darauf bestanden, dass der Hauptmann vier Wachen abstellte. Ich traute dem Schweinehund von Herzog nicht und ich tat recht daran.

„Gräfin Cathérine…. „

„Katharina, wenn ich bitten darf!“

„Wir wissen doch beide…. aber gut, also Gräfin Katharina, Ihr Gemahl hat bis jetzt noch nicht den Geldersatz für das Jus primae Noctis entrichtet. Also gehe ich davon aus, dass er…“

„Was soll das denn heißen? Das ist doch ein uraltes Märchen!“, ich unterbrach ihn, was nicht höflich war, aber angesichts seiner unglaublichen Frechheit das ‚Recht der ersten Nacht‘ auszugraben, war das wohl verzeihlich.

„Gräfin Katharina, ich muss Sie darauf hinweisen, dass die Anrede für Ihren Herzog immer noch Durchlaucht lautet! Unterbrechungen sind ein weiterer Affront! Also, es ist Ihnen offensichtlich entgangen, dass mit der Wiederherstellung der männlichen Erbfolge in der Grafschaft durch den Amtsantritt von Jean-Marie auch die alten Gesetze wieder in Kraft gesetzt wurden. Wenn die fällige Entschädigung nach sechs Monaten für das Jus primae Noctis noch immer nicht entrichtet ist, dann kann der Lehensherr mit einer persönlichen Mahnung im Hause des Vasalls die sofortige Umsetzung des Jus primae Noctis fordern oder die umgehende Zahlung am selben Tage verlangen.

Die Mahnung habe ich hiermit heute zur Mittagszeit ausgesprochen. Der Hauptmann der Wache ist mein Zeuge!“

Ich konnte ihn nur perplex anstarren. Wo zur Hölle hatte er das nur ausgegraben?

„Falls nach der persönlichen Mahnung weder die sofortige Zahlung durch den Lehensmann erfolgt noch das Jus primae Noctis innerhalb Tagesfrist ausgeübt ist, so kann der Lehensherr binnen drei Tagen nach der Mahnung die Ehe annullieren lassen und den Gemahl zum Fron- oder Kriegsdienst einteilen als Ersatz, sofern die Frau noch nicht schwanger ist.

Ich glaube kaum, dass der junge Graf heute noch zurückkehren kann, um die Zahlung zu leisten…“

Er grinste schmierig, während mir ein Schauer den Rücken entlang lief. Ich versuchte so rasch zu denken, wie es mir möglich war.

„Durchlaucht, die Mahnung hat meinen Gemahl noch nicht erreicht. Daher kann er noch nicht reagieren. Ich werde den Justitiar zur Prüfung beauftragen. Das Gesetz ist sicherlich nicht für das Lehensverhältnis von Graf zu Herzog anwendbar!“

„Gräfin Katharina, Sie können sich die Mühe sparen.

Ich habe Rechtsgelehrte in meinem Herzogtum dieses Gesetz und andere ausführlich für Monate prüfen lassen. Dann habe ich auch selbstverständlich den Bischof um Rat ersucht, da seine Exzellenz natürlich über diesen Schritt informiert sein muss. Er hat mir sowohl ein Gutachten als auch einen versiegelten Brief an Sie mitgegeben. Falls die Frau schon nachweislich schwanger sein sollte, so darf der Lehensherr über den Zehnten hinaus eine zusätzliche Entschädigung bis zum zweiten Zehnten einfordern, aber keine Annullierung mehr fordern.

So lautet der Buchstabe des alten Gesetzes. Da die Werte Dame sichtlich noch nicht schwanger ist, werde ich in drei Tagen die Ehe annullieren lassen. Sie werden mein Mündel, da während der Abwesenheit des jungen Grafen im Kriegsdienst er diese Rolle nicht weiter wahrnehmen kann. Die Wahrscheinlichkeit wird hoch sein, dass er von diesem Einsatz nicht zurückkommt und ich werde dafür sorgen, dass diese Wahrscheinlichkeit extrem hoch sein wird…“

Ich konnte ihn nur entsetzt anstarren.

Der Mann war noch skrupelloser als ich gedacht hatte.

„Sie werden dann meine Ehefrau, sobald das Aufgebot erstellt ist. Sie werden dann innerhalb der kürzest möglichen Frist von mir schwanger sein. Ich werde die Grafschaft so oder so übernehmen. Entweder geschäftsführend als Ihr Vormund, falls Ihr Sohn noch im nächsten Monat am Leben sein sollte – oder als Vater des Erben die Grafschaft übernehmen. “

Er ließ seinen Adjutanten die Briefe überreichen.

Das Siegel war unverletzt. Ich war perplex. Soviel Geduld und Raffinesse hatte ich ihm nicht zugetraut.

„Durchlaucht, ich werde den Justitiar trotzdem zur Prüfung beauftragen. „

Er trat nahe an mich heran und wisperte ganz leise:

„Gräfin Katharina, das können Sie gerne, aber es wird Ihnen wenig nutzen. Selbst wenn die Ehe nicht annulliert wird, werden Sie und Ihr Sohn die Grafschaft verlieren. In diesem Fall werde ich nämlich Anklage erheben lassen gegen den Grafen und Sie bei der Inquisition.

Entweder wegen illegaler Ehe zwischen Mutter und Sohn oder…. “

Er erhob wieder seine Stimme: „… wegen Schwangerschaftsverhütung entgegen den katholischen Regeln. Er hat während eines Besuches bei einem mir gut bekannten Baron einen Tee getrunken, der sehr verdächtige Kräuter enthält. Weiterhin sagt Ihre Zofe laut dem Bischof aus, dass er und Sie täglich diesen speziellen Tee trinken — und sie hat es mir gegenüber bestätigt. Sie sind nicht schwanger, Gräfin, sonst hätten Sie mir widersprochen.

„Durchlaucht, bei allem Respekt, solche Anschuldigungen muss ich strikt abweisen! Wann sollte denn meine Zofe dem Bischof etwas gesagt haben? Sie war die ganze Zeit bei mir!“

Offensichtlich hatte Colette ihm eine Nachricht zukommen lassen können. Die falsche Schlange war anscheinend in der Lage gewesen, die Überwachung durch ihren Ehemann zu durchkreuzen.

„Gräfin, lesen Sie die Briefe, insbesondere den letzten Satz. Ich bin bis morgen Mittag auf dem Schiff zu finden.

Falls Sie mich jedoch einen Monat lang besuchen, kann ich vielleicht auf die Anklage verzichten…“

Das sah ihm gar nicht ähnlich. Er musste noch irgendetwas im Schilde haben, wenn er auf weitere Ankündigungen verzichtete. Ich ließ sofort nach seinem Verlassen des Palastes die Zofe festnehmen, die schon bei den Worten des Herzogs bleich geworden war. Es war eine Sache, dem Bischof heimlich zu berichten. Es war eine ganz andere, öffentlich als Zeugin gegen die eigene Herrin und gegen den regierenden Grafen aufzutreten.

Sie sagte kein Wort — und ich auch nicht. Dem Hauptmann brauchte ich auch nichts sagen, der sie nicht gerade sanft anfasste. Im Schlafzimmer setzte ich mich eiligst an den Sekretär und las den Brief vom Bischof.

Verehrte Gräfin,

früher als erwartet kommen die von mir vor einem guten halben Jahr angesprochenen Probleme hoch. Ich hatte gesagt, dass spätestens in ein bis drei Jahren Fragen hochkommen werden über die Thron-Nachfolge.

Es ist nur wenig mehr als ein halbes Jahr geworden. Ich hatte es Ihnen deutlich gesagt. Wenn sich kein Nachwuchs einstellt, dann sollten Sie dafür sorgen, dass es keinen Nachweis gibt, der auf die Anwendung einer Verhütungsmethode schließen lässt, die nicht dem katholischen Kanon entspricht. Jedweder Anschuldigung durch den Herzog müsste ich als Bischof sonst peinlich genau nachgehen, auch selbst für einen einmaligen Vorgang.

Offensichtlich sind Sie meinem Ratschlag nicht gefolgt.

Wenn Sie den Herzog nicht von seinem Vorhaben einer Anklage abbringen, dann wird mir nichts anderes übrig bleiben, als diese Angelegenheit offiziell zu prüfen. Eine einmal eröffnete Untersuchung wegen unchristlicher Praktiken ist nicht mehr zu stoppen.

Jus primae Noctis ist Ihre Angelegenheit und der Herzog kann dadurch gnädiger gestimmt werden. Sie haben bestenfalls einen Monat Zeit, den Herzog ‚umzustimmen‘, sonst wird er auch dann noch die Anklage erheben.

Das war ziemlich deutlich.

Ich musste Jean-Marie so schnell als möglich warnen. Offizielle Untersuchung konnte heißen, dass es in die Inquisition einmünden würde. Das musste auf alle Fälle und unbedingt vermieden werden. So langsam geriet ich in Panik. Ich sandte sofort einen Reiter aus, der sein Pferd nicht schonen sollte, um Jean-Marie sobald als möglich zurückzubringen.

Der junge Graf ist zunächst ratlos

Der Hauptmann informierte mich am frühen Morgen, dass der junge Graf von den Stadttoren aus gesichtet worden war.

Ich erwartete sehnlichst seine Rückkehr, damit wir eine Lösung für diese gefährliche Situation finden konnten. Ich hatte mehrere Ideen, aber selbstverständlich musste auch Jean-Marie beteiligt werden, denn die offizielle Untersuchung betraf ihn genauso gut wie mich. Ich wollte gute Stimmung schaffen und zog einen knielangen, engen Rock mit einem dezenten Seitenschlitz an und eine hübsche weiße Bluse. Ich wusste, dass er enge Röcke an mir liebte.

Er begrüßte mich mit einem Kuss und mit einem Lächeln, auch wenn seine Augen verrieten, dass er schon etwas gehört haben musste.

Er wirkte ziemlich besorgt. Ich gab ihm den Brief zum Lesen. Er nickte langsam.

„Ja, Mama — den Konflikt habe ich zwar nicht so früh erwartet. Ich wusste schon aus meinen Gesprächen mit den Rittern und den Baronen, dass ich früher oder später mit dem Thema der Erbfolge konfrontiert werden würde. Ich dachte hingegen, dass wir noch zumindest ein halbes Jahr Zeit hätten, bevor wir eine Entscheidung treffen müssten. Ich weiß, dass Du dieses Thema “ Also war auch ihm bewusst gewesen, dass ich früher oder später eine Flucht nach Paris ins Auge fassen musste.

Das mit seiner Anrede ließ ich ihm angesichts der Situation durchgehen. Offensichtlich konnten wir nicht mehr so tun, als ob das Vorspielen einer normalen Ehe für die Außenwelt auf längere Zeit funktionieren würde:

„Jean-Marie, ich fürchte, dass ich so bald als möglich allein eine Flucht nach Paris versuchen muss…“

„Das ist keine Lösung. Das ist viel zu gefährlich, wenn Du alleine in Richtung Norden reist. Der Winter ist im Norden noch nicht vorbei.

Das lasse ich nicht zu. “ Er schüttelte verneinend seinen Kopf.

„Ich kann mit einer Handelskarawane reisen, das ist bei weitem nicht so gefährlich, als hier die Gefahr einer Untersuchung zu bestehen. „

„Hast Du den Herzog vergessen, Katharina? Er wird Dir bei jedweder Flucht Leute hinterher schicken, die Dich einfangen. Das gilt auch für den Fall, dass Du eine Art Flucht in das Kloster planen würdest.

Also vergiss all diese Ideen über Fluchten. „

Wenn ich durch Flucht aus dem Land verschwand, dann trug ich alle Schuld und er war nicht zu belangen. Wenn ich im Lande blieb, trug er bei jeder Untersuchung der Inquisition automatisch einen Teil der Schuld, vielleicht mit Ausnahme eines Hexenprozesses. Das Kloster war in der Tat ein Alternativplan gewesen. Dann gab es allerdings nach meiner Ansicht nur noch zwei verbleibende halbwegs akzeptable Alternativen, die drohende Gefahr der Untersuchung durch die Inquisition abzuwenden.

Beide Alternativen empfand ich als nicht gerade attraktiv, denn entweder erhielt der Herzog seinen Willen oder der Bischof gewann an Einfluss. Und einer enthielt auch erhebliche Gefahren für Jean-Marie, was mir noch weniger gefiel.

„Jean-Marie, wir können die Ehe annullieren lassen und der Herzog bekommt seinen, seinen… Willen. Dann bist Du aus der Schusslinie. Das ist für Dich viel weniger gefährlich, als die offizielle Untersuchung zu riskieren. „

„Mama!! Wie kommst Du denn auf solche Ideen? Eine Annullierung würde ich nie im Leben zulassen! Ich will Dich nicht verlieren! Ich lasse Dich doch nicht den Herzog heiraten…“, er war sichtlich aufgebracht und schüttelte energisch den Kopf.

„Jean-Marie, ich kann die Einladung akzeptieren und der Herzog bekommt mich nur für einen Monat. Vielleicht reicht ihm das ja. Das ist für Dich aber ungefährlich, weil der Herzog zwar alles versuchen wird, um … na ja, um durch einen Erben die Grafschaft zu bekommen… Dr. Brenner kann aber vorher meine Eileiter…“

Er schüttelte seinen Kopf noch heftiger: „Ich will nicht, dass Du für alle Zukunft unfruchtbar bist, ist das klar!? Wir kommen meiner Ansicht nach nur heil aus der Situation heraus, wenn Du akzeptierst, dass Du sobald wie möglich schwanger wirst und wir einfach behaupten, dass Du es jetzt schon bist.

Mama, ist es denn so schlimm, mein Kind unter Deinem Herzen zu tragen? Du wirst Deine Wahl rasch treffen müssen. Das muss Dir klar sein. „

Er hatte so unbefangen geredet, als ob dies ganz normal sei — ein Kind von ihm…meinem Sohn. Mir wurde ganz anders. Sicher war ich jetzt tiefrot. Ich versuchte trotzdem so sachlich zu argumentieren, wie es mir nur irgendwie möglich war, trotz der Emotionen, die in mir tobten.

Klar, meine potentielle Schwangerschaft würde dem Grafen die meisten seiner Argumentationen entziehen, aber mir gleichzeitig auch eine Flucht nach Paris unmöglich machen, aber nicht nur das:

„Jean-Marie, das woran Du jetzt denkst, ist in der aktuellen Situation nicht weniger gefährlich als eine Flucht, ist Dir das nicht klar? Wenn wir mehrere Monate Zeit hätten, dann könnte es eine Lösung sein. Aber erstens kann ich das Risiko nicht akzeptieren, dass diese Behauptung als Lüge entlarvt wird und zweitens wird der Herzog alle Hebel in Bewegung setzen, um diese Behauptung zu widerlegen.

Er sah mich nachdenklich an und räusperte sich. Dann öffnete er seinen Mund und schloss ihn wieder. Er zog die Augenbrauen zusammen und dann sprach er betont:

„Seit ich erkannt habe, dass Du auf Colette eifersüchtig warst, wusste ich…. Also, Dich kampflos dem Herzog zu überlassen, das würde ich mir nie verzeihen können. Kannst du das verstehen?“

„Jean-Marie, es geht um das hier und heute.

Ich habe noch eine andere Alternative, die ich vorschlagen kann…“

„Beinhaltet diese, dass Du mein Kind unter Deinem Herzen zu tragen gewillt bist?“

Ich konnte nur den Kopf schütteln, da es mir gerade darum ging, das zu vermeiden. Er war so jung, da war es einfach nicht … Ich wollte ihm das ausführlich erläutern und erklären. Aber auf mein Kopfschütteln hin drehte er sich abrupt um und verließ den Raum.

Ich war mehr als konsterniert. So alternativlos kannte ich ihn gar nicht. Hatte ich die ganze Zeit an eine hehre Illusion geglaubt? Er klang jetzt so, als wäre ihm seit das seit ich ihn im Gasthof verführt hatte, wichtig gewesen. Warum hatte er sich dann überhaupt danach noch auf die Idee einer Scheinehe eingelassen? Und warum war er sofort nach seiner Frage weggegangen, ohne meine Antwort abzuwarten?

Die Verhandlung mit dem Herzog

Ich war noch schwer am Grübeln, als sein Kammerdiener und Sekretär Jules mich aufsuchte, um mich in die Halle zu bitten.

Das löste eine Idee in meinem Kopf aus. Er war doch einmal der Spion für den Herzog gewesen und seine Frau war die Spionin des Bischofs. Das musste sich doch ausnutzen lassen. Ich redete mit ihm und konnte ihn überzeugen…

In der Halle warteten schon Jean-Marie und der Herzog und dessen Kammerdiener sowie einen mir unbekannten Mönch. Was ging hier vor?

„Durchlaucht, ich möchte von Ihnen in Gegenwart meiner Frau hören, welche Forderungen Sie ihr gegenüber vorgebracht haben.

Nämlich, dass sie angeblich das Jus primae Noctis geleugnet hat und Euch nicht die Eurer Person zustehende Ehrerbietung erwiesen hat. Weder das eine noch das andere kann ich mir vorstellen. “

Ich blickte Jean-Marie etwas überrascht an. Er sprach so beherrscht und distanziert, als ob dies alles ein reiner Verwaltungsakt sei. Was hatte er vor?

„Junger Graf, ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Du gestern einen Hinweis und eine Mahnung zum Jus primae Noctis erhalten hast, die ich der Gräfin Cathérine übermittelt habe.

Dies habe ich mit dem Bischof abgestimmt. Deine Ehe wird annulliert werden. Ich werde die Gräfin heiraten und die Grafschaft übernehmen, während Du in den Kriegsdienst geschickt wirst. „

Jean-Marie war sprachlos. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Ich reagierte sofort und warf Jules einen schnellen Blick zu:

„Durchlaucht, offensichtlich sind Sie über die neuesten Entwicklungen noch nicht informiert, weil Jean-Marie erst später die offizielle Mitteilung herausgeben wollte.

Er wird die Leibesfrucht von meiner Zofe Colette als offiziellen Bastard von ihm anerkennen. Falls es ein Sohn sein sollte, so wird der Titel an diesen übergehen. „

Es wurde totenstill im Raum. Sowohl der Herzog als auch Jean-Marie und der vom Bischof entsandte Mönch waren fassungslos. Der Mönch fasste sich als erster.

„Durchlaucht, macht es dann noch für mich noch Sinn, die Ehe annullieren zu lassen und die Hochzeit vorzubereiten?“

Genau das war mein Ansatzpunkt gewesen.

Das allergrößte Motiv für den Herzog war es gewesen, direkten Zugriff auf die nach seinem Geschmack viel zu sehr unabhängige Grafschaft zu bekommen. Mit einem Erben, der nicht seiner Vormundschaft unterstand, wäre dieses Vorhaben gescheitert. Mich zu heiraten, würde dem Herzog jetzt nur noch ein ungewisses Versprechen bringen.

„Pater, noch haben wir weder eine schriftliche Bestätigung dafür noch den Beweis, dass diese Colette tatsächlich schwanger ist…“

Der Herzog war puterrot angelaufen und schnaubte bald vor Wut.

Es war nicht schwer zu erraten, dass ihm diese Entwicklung gar nicht passte.

„Durchlaucht, in dieser Hinsicht muss ich Ihnen die folgende Mitteilung machen, dass ich inzwischen Colette, die im dritten Monat ist, zur Frau genommen habe und über eine Kopie des Schreibens vom Herrn Grafen verfüge. Mit allem Verlaub, Sie hatten mir doch aufgetragen…“

Der Herzog unterbrach ihn wutschnaubend: „Jules, Er ist ein Trottel! Vor einem halben Jahr direkt nach der Hochzeit von Graf und Gräfin wäre eine Liaison mit Colette ein Beweis für eine Scheinehe des Grafenpaares gewesen.

Pater, schafft mir dieses Frauenzimmer, deren Mutter und das Papier her!“

Der Mönch eilte aus der Halle. Dann flüsterte der Herzog mit seinem Kammerdiener und Jules. Und zu meinem Schock packten beide Jean-Marie, stopften einen Knebel in seinen Mund und fesselten den schlanken, zierlichen jungen Mann an Armen und Beinen.

„Cathérine, Du magst glauben, dass Du meinen Einfluss damit ausschaltest, aber da hast Du Dich geirrt! Der Graf wird seine Erklärung widerrufen, wenn er begreift, was sonst alles mit Dir passiert… und den Mönch habe ich erstmal als Zeugen nicht dabei.

Ich hatte damit gerechnet, dass der Herzog ausrasten würde und meinen Sohn und mich fesseln würde. Soweit war das planmäßig. Eigentlich hatte ich allerdings erwartet, dass er natürlich Jules schicken würde, um Colette zu holen und der sofort die Wache alarmieren konnte, sobald der Graf gefesselt wurde. Aber vielleicht war das ja in einer Hinsicht noch besser, wenn der Mönch später mitbekam, wie Herzog alles Illegale versuchte, um die Grafschaft direkt in seine Hände zu bekommen.

Nur war der Preis wohl meine Misshandlung, aber wenn das den Herzog vor Zeugen illegal handeln ließ, dann war es das wert.

„Jules, leg‘ die Cathérine über die Strafbank — die beiden werden das Strafmaß indirekt dadurch bestimmen, wie gut sie kooperieren. „

Der Herzog musste ihm das zweimal zu sagen, denn Jules blickte den Herzog und mich abwechselnd ungläubig an. Ich nickte ihm unmerklich zu. Dann war er jedoch mit einigen Schritten bei mir und packte mich an meinen Hüften.

Ich wusste zwar nach seiner Demonstration mit Colette, dass Widerstand eigentlich nutzlos war, aber ich musste mich ja wehren, damit weder der Herzog noch Jean-Marie irgendeinen Argwohn hegten. Es war weiß Gott nicht so, als ob ich ein Spielzeug in seinen Armen wäre, aber es kostete ihn keine große Mühe. Ich zerrte aufgeregt an seinen Armen, die mich festhielten, aber er ließ mich nicht los. Ein paar Schritte weiter – und er setzte sich auf den Sessel.

Ebenso mühelos beförderte er mich quer über seinen Schoß. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien, aber es hatte keinen Zweck.

Mit der linken Hand presst er mich fest herunter, während er mit seiner rechten meinen Rock am Saum erfasste und dann wartend zum Herzog hinschaute. Ich wendete meinen Kopf und blickte gespielt aufgebracht zu dem alten Herzog hin, aber er nickte Jules zu.

Nach einer Instruktion vom Herzog öffnete der Kammerdiener vom Colette und Claudine die Tür, während der Mönch in seiner Kutte noch auf der Suche nach den angeblichen Papieren war.

Dann holten alle drei Männer zusammen die hölzerne Bank mit den Fesseln für die Arme und die Knöchel sowie einer Kopfstütze mit einer ledernen Leine für meinen Hals. Binnen einer Minute war ich auf dem hölzernen Ding festgeschnallt, wobei ein lederner Gurt meine Taille fixierte und ein Knebel aus Leder mich still stellte. Jean-Marie beobachtete das alles unruhig, aber mit dem Knebel konnte er kein Wort äußern. Ich hoffte nur, dass meine Einschätzung des Herzogs richtig war.

Colette hatte eine strahlende Laune, während Claudine ziemlich ängstlich zu sein schien. Claudine, die das wie in einem Schockzustand beobachtete, wurde auf einen Stuhl gesetzt und ebenfalls gefesselt.

„Cathérine, jetzt wirst Du eine Lektion erhalten, die Dich lehren wird, mir jemals zu widersprechen. Und sie wird eine Bestrafung dafür sein, dass Du es gewagt hast, mich anzulügen. Colette, zieh den Rock von Catherine hoch. Nimm Dir den Gürtel von der Hose des Grafen und zieh‘ auch gleich seine Hosen runter.

Colette zeigte ein triumphierendes Lächeln – binnen Sekunden hatte sie den Gürtel in der Hand und mein Sohn war von der Taille an ab nackt bis auf den engen Tangaslip. Er stand dort mit heruntergelassener Hose und sein Gesichtsausdruck war eine Mischung aus Wut und Verlegenheit. Sein Penis hing schlaff herab, soweit es durch den engen Slip zu erkennen war. Er funkelte Colette aus seinen Augen aufgebracht an, aber außer einem undefinierbaren Knurren kamen keine interpretierbaren Laute aus seinem geknebelten Mund.

Und dann war mein enger Rock ganz hoch auf meinen Hüften. Ich konnte nichts dagegen tun und verfluchte meinen Entschluss den sexy Tanga aus roter Seide gewählt zu haben. Das war schlimm, aber es war noch schlimmer ihre Kommentare zu hören, die sie in meine Ohren höhnisch flüsterte.

„Na, das hast Du wohl nicht gedacht, Du dumme Kuh! Mein Mann arbeitet immer noch für den Herzog und er wird mich mit sich nehmen.

Und heute wirst Du die Revanche bekommen!“

Jetzt kämpfte ich gegen die Panik an. Hatte ich auf die falsche Karte gesetzt? Hatte mich Jules verraten? Wenn ja, dann konnte keiner die Palastwache oder den Hauptmann alarmieren. Ich war denen dann ausgeliefert. Dann hörte ich den Herzog grausam lachend den Befehl gegeben:

„Colette, mach‘ den fetten Arsch der Dirne so rot wie ihre Unterwäsche ist. „

Zinggggggggg—kam der Ledergürtel herunter — und ein brennender Schmerz zog sich wie ein Band über meinen Po.

Und gleich noch einmal. Ich konnte nur scharf einatmen. Binnen weniger Sekunden verteilte sich die Hitze.

„Colette, mach‘ den Arsch des unzüchtigen Weibes nackt. Nackt, damit jeder sehen kann, wie sündhaft sie ist. So unsittlich, dass sie sich vor den Augen ihrer eigenen Diener in einem Gasthof ausziehen lässt, um mit ihrem Sohn ins Bett zu gehen. „

Ich kämpfte bei seinen Worten verzweifelt gegen die Gurte an und schüttelte verneinend meinen Kopf, aber das half nichts.

Er musste das mit dem Ausziehen von Jules berichtet bekommen haben. Ich wurde blass und rot, als ich daran dachte und an den Kammerdiener, der interessiert zuhörte. In aller Ruhe hakte Colette derweil die Finger ihrer Hände in den Bund meines straff sitzenden Tangas und zog ihn langsam über meinen Po herab, bis auf die Knie herunter. Ich fühlte mich gedemütigt, als ich ihn auf meinen Knien fühlte und mir vorstellte, wie es aussehen mochte.

„So schamlos, dass sie ihren eigenen Sohn zur Sünde verführt und mit ihm Beischlaf hat. Sie wird es heute noch zugeben oder Claudine wird es machen. “

Claudine bekam vor Angst geweitete Augen, als sie nun nahe zu dem Herzog gebracht wurde. Sie wurde einfach auf ihrem Stuhl herübergetragen. Der Herzog riss ihr das Kleid auf — und fetzte ihr den Büstenhalter mit einer raschen Bewegung vom Leib. Sie schrie auf, als ihre großen, leicht hängenden Busen so rasch entblößt wurden.

Er zog schnell den Rohrstock über beide Busen und sie kreischte grell und markerschütternd auf. Sofort zeigte sich ein roter Striemen, der von einer Schnur von winzig kleinen Blutströpfchen entlang dieser Linie noch akzentuiert wurde.

„Keine Lügen, Claudine. Wie lange kennst du die Metze schon, die sich selbst als Katherina bezeichnet?“

Sie zögerte mit einer Antwort — und jetzt sah ich zum ersten Mal, wie Jean-Marie echt Sorgen auf seinem Gesicht erkennen ließ.

Er zog den Rohrstock kratzend über den rechten Nippel ihres Busens und sie schluckte nervös. Die Brustwarze richtete sich als Reflex auf, während gleichzeitig sich feine rote Tröpfchen zeigten. „Keine falschen Aussagen, Claudine!“

Es sprudelte regelrecht aus ihr heraus: „Sie sind sich doch beide so ähnlich. Gräfin Katharina ist doch die Zwillingsschwester der Gräfin Cathérine, Durchlaucht!“

Der Herzog lächelt unheilvoll und schien sich schon auf die Antwort auf seine nächste Frage zu freuen.

„Hat Katharina schon zugegeben, dass sie illegalen Kräutertee benutzt?“

Wenn Claudine das bejahte, dann waren Jean-Marie und ich selber reif für die Inquisition. Claudine war starr vor Angst. Sie wusste sehr wohl, dass sie der Beihilfe angeklagt würde, aber sie wusste auch, was der Herzog machen würde, wenn sie nicht antwortete. Ich musste eingreifen, wenn ich nicht schon im nächsten Moment verloren sein wollte und ihr mit einem Stichwort helfen.

Ich hörte mich schrill aufjaulen, als er den Stock erneut über meinen Oberschenkel und auch über meine Schamlippen mit wütender Wucht hieb. Dann verlor ich die Besinnung und kam erst wieder zu mir, als Claudine weiter aussagte. Sie war nahe dran, sich zu verheddern. Immerhin hatte sie mein knappes Argument aufgegriffen.

„Du lügst doch, Weib. Das ist doch erstunken und erlogen. Es gibt keine Kräuter, die die Empfängnis eines Sohnes bevorzugen, sondern bestenfalls solche mit empfängnisverhütender Wirkung.

Und noch weniger ist es dafür erforderlich, vor dem Eisprung auf Beischlaf zu verzichten. Wenn sie wirklich jetzt nahe an ihrer fruchtbaren Zeit dran ist – keiner hat sie doch je Beischlaf ausüben sehen, wie mir Colette sagt. Die Kräuter sind nur Propaganda, um die Fakten zu verschleiern, dass sie Sohn und Mutter sind! Gräfin Cathérine spielt nur Charade! Sie schläft doch mit ihrem Sohn!“

Ich konnte nicht anders, ich musste einen Blick zu Jean-Marie werfen.

Ja, ich schlief wirklich mit ihm. Das konnte ich nicht leugnen und ich fühlte trotz allem eine Wärme in mir aufsteigen. Aber ich würde nie zugeben, dass er tatsächlich mein Sohn war. Er zeigte einen irritierten Gesichtsausdruck, wohl weil sein Schwanz nun reagierte bei dem Anblick, den ich ihm bot. Sein Slip fing an sich zu spannen und auszubeulen.

„Und die Schlampe wird auch noch nass bei diesen Worten…“

Colette holte nach diesen Worten kräftig mit dem Gürtel aus und ließ ihn schwer auf meinen armen Hintern klatschen.

Ich musste meine Zähne zusammenbeißen, um nicht laut zu schreien und bloß nicht mit den Beinen zu strampeln. Das hätte das Zusammenpressen meiner eigenen Knie verhindert, was allein meiner Schamhaftigkeit noch einen kleinen Rest bewahren half.

„Colette, löse ihre Fesseln am Knöchel und nehme ihr den Knebel raus! Sie soll schreien und strampeln – ich will sie heulen hören!“

Der Herzog war genauso wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Ein grausames Schwein, das keine Rücksichten kannte. Und Colette eiferte ihm nach. Sie zog den Gürtel hart über meine Oberschenkel, so nahe an meinen Schamlippen, dass alle Nerven vibrierten. Ich konnte nicht anders, ich kreischte empört auf und warf ihr einen Blick zu, der sie hoffentlich in Stein verwandeln würde, aber ich tat ihr und dem Herzog nicht den Gefallen heulend und hilflos zu strampelm. Wenn ich sie jemals zu fassen bekommen würde, dann würde sie sich wünschen, aus Stein zu sein.

In schneller Folge schlug sie dreimal zu, als stille Antwort auf meinen Blick. Es brannte wie Feuer. Diesmal war es reine Empörung, die meine Stimme erklingen ließ:

„Wenn ich Dich kriege, Du Miststück—„

Das hätte ich lieber lassen sollen. Sie legte an Stärke zu und es wurde die Hölle. Ich konnte es jetzt nicht mehr verhindern, dass meine Beine heftig strampelten nach jedem Schlag.

Ich musste es ganz aufgeben, meine Beine ganz geschlossen halten zu wollen. Der Herzog lächelte nun amüsiert, als Colette ihre Revanche in vollen Zügen genoss:

„So Schlampe, wer ist denn nun jetzt so schamlos und spreizt vor aller Augen ihre Schenkel auf? Wer zeigt uns so freigiebig ihre Schamlippen?“

Das war zu viel. Ich konnte nach dieser Demütigung die Schläge nicht mehr ertragen. Ich hörte mich gellend aufschreien.

Und dann war es vorbei mit meinem Widerstand. Es setzte ein heftiges Schluchzen bei mir ein.

„So liebe ich es, wenn die Weiber wissen, wer hier die Macht hat — und wer nicht. “

Der Herzog lachte röhrend auf. Er erhob sich von seinem Sessel und kam näher. Sein Grinsen war sadistisch.

„Du und dein perverser Sohn, ihr werdet bald Geschichte sein.

Ich werde Jules, meinen Diener Marc und Colette als Zeugen haben, wenn du gleich zugibst, dass du Unzucht mit deinem Sohn betreibst. Und du wirst es gleich zugeben, sonst wirst du mich gleich erleben … und dann wirst du erst richtig um Gnade wimmern!“

Ich hatte richtig Angst vor ihm, denn sein berüchtigter Ruf über seinen Sadismus war absolut gerechtfertigt. Alleine der Rohrstock, den er trug, und mir jetzt zeigte, zeugte von seiner Kreativität, wenn es um Grausamkeiten ging.

Es war mit kleinen Dornen versehen, die überall den langen Stab säumten, mit Ausnahme des gesäuberten Handgriffes. Der infame Rohrstock musste von einem der Dornbüsche stammen, die sich zahlreich an den trockenen Hängen der Pyrenäen befanden. Ich hörte mich gellend aufschreien, als er ihn hoch angesetzt erst über meinen Oberschenkel und dann auch über meine Schamlippen mit Verve hieb. Ich dachte, ich würde die Besinnung verlieren. Nur wie von fern hörte ich ihn wiederholen:

„Gib es zu — du bist Cathérine, die Mutter von Jean-Marie, dem jungen Grafen, nicht wahr?“

In diesem Moment kam der Mönch wieder zurück und berichtete, dass er das Papier nicht gefunden hätte.

Der Herzog runzelte die Stirn und wartete einen kleinen Moment. Dann setzte er an mich adressiert mit trügerisch sanfter Stimme hinzu:

„Gib die Unzucht offen zu — du bist seine Mutter und lässt dich trotzdem von deinem jungen Sohn ficken, nicht wahr? Und damit nicht genug, du betreibst widernatürliche Empfängnisverhütung, weil du selber Angst vor der resultierenden Höllenbrut aus dem sündigen Inzest hast. „

Ich sah, wie der Mönch unruhig wurde.

Das sah auch der Herzog und runzelte die Stirn. Er sah ihn missmutig und gereizt an, als der seine Bedenken äußerte:

„Durchlaucht, sollte so eine harte Anschuldigung nicht besser sachgemäß vor der heiligen Inquisition verhandelt werden? Vorher habt ihr argumentiert, dass die Ehe annulliert werden sollte. Das würde doch eher heißen, dass sie nicht das Bett teilen. „

„Cathérine, der Mönch hat Recht. Noch könnt Ihr die Schutzbehauptung aufführen, dass die Ehe nicht vollzogen ist und damit der Kardinalsünde ausweichen.

James und Jules, ihr bringt jetzt den Grafen her. Dann haben wir gleich den Beweis…“

Mein Herzschlag setzte bald aus, als ich richtig begriff, was er andeuten wollte. Das ganze Kartenhaus, was ich so sorgsam aufgebaut hatte, war am Zusammenstürzen. Ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Sie nahmen Jean-Marie den Knebel ab und er protestierte sofort:

„Durchlaucht, ich bin Euch zwar zu Gehorsam verpflichtet, weil Ihr mein Lehensherr seid.

Aber auch dafür gibt es Grenzen. Ich werde mich offiziell beim Bischof beschweren, wenn Ihr dem Ganzen nicht sofort Einhalt gebietet und alle meine Untertanen, insbesondere meine Gemahlin, sofort frei lasst und Eure haltlosen Anschuldigungen zurückzieht. “

Der Herzog lachte spöttisch auf und musterte meinen Ehemann mit einem durchdringenden Blick: „Junger Bursche, Ihr verkennt die Situation. Mit Eurem Protest habt Ihr jetzt schon den Verdacht geschürt, dass Ihr tatsächlich die Nagelprobe fürchtet und verweigern wollt.

Ich bin mir sicher, dass der Mönch als Abgesandter des Bischofs dies im Gedächtnis behalten wird. „

Jean-Marie starrte den Herzog aufgewühlt an.

„Nun zu Dir, Gräfin Catherine. Bist Du bereit, Dich von deinem Sohn Jean-Marie ficken zu lassen? Ich kann mir schon die Antwort denken. „

Ich musste schnell denken, sehr schnell. Ich musste irgendwie den Mönch auf meine Seite ziehen, denn hinter dem stand der Bischof.

„Durchlaucht, erstens ist Jean-Marie mein Ehemann und nicht mein Sohn. Zweitens, ich strebe natürlich danach, ihm einen Erben zu schenken, aber natürlich nicht in der Öffentlichkeit, Herzog!“

Ich hatte versucht meine Stimme so würdevoll klingen zu lassen, wie es unter den Umständen nur irgendwie möglich war. Aus den Augenwinkeln nahm ich wahr, wie der Mönch durchaus mit dem Kopf nickte. Der Herzog lachte hingegen:

„So, wie ich es mir dachte.

Ein Nein mit einer hübsch verbrämten Entschuldigung. Aber das zieht nicht. Wenn der Mönch als Zeuge dabei ist, dann wird sicherlich auch der Pater mit mir einer Meinung sein, dass dieses keine Öffentlichkeit im Sinne der Regeln ist. So, und jetzt noch einmal genau dieselbe Frage in abgewandelter Form. Bist Du bereit, Dich gleich von dem jungen Grafen als Deinem rechtmäßigen Ehemann nehmen zu lassen, wenn nur der Pater als Zeuge dabei ist?“

Der Gauner kannte alle Winkelzüge und benutzte jetzt auch Vokabeln, die dem Kirchenrecht in der Grafschaft entsprachen.

Ich war mir im Klaren darüber, dass der Mönch seinen Kopf abwägend bewegt hatte und das Argument des Herzogs nicht rundherum abgelehnt hatte. Hier konnte ich nur versuchen, ob Jean-Marie noch ein besseres Argument hatte.

„Durchlaucht, das kann nur mein Ehemann entscheiden. Ich werde ihm nicht vorgreifen, wenn unsere Intimität kompromittiert wird. “ Der Herzog lachte röhrend auf und konnte sich gar nicht mehr einkriegen. Irgendwas schien ihn ungeheuer zu amüsieren und dann gab er Colette einen flüsternden Befehl, den sie sofort umsetzte.

Sie riss meine Bluse auf und fetzte meinen Büstenhalter herunter. Dann fesselte sie meine Knöchel weit gespreizt an den Rahmen. Es machte ihr sichtlich Freude mich zu demütigen.

„Das ist nicht ohne Witz. Du hast wirklich Chuzpe, Cathérine. Du redest geziert von Intimität, während Deine Titten, Dein roter Arsch und Deine offene Muschi für jeden im Raum frei zu sehen sind. Derweil hast Du hochtrabende Formulierungen darüber, dass Du dem jungen Grafen einen Erben schenken möchtest – dafür hattest Du mehr als sechs Monate Zeit gehabt.

Entweder kriegt er seinen Schwanz nicht hoch bei Dir oder Du lässt ihn nicht ran. Erzähl also keine Märchen!“

„Durchlaucht, ich fordere Euch hiermit zum Duell. So etwas lasse ich mir nicht bieten. Selbst ein Lehensherr darf gewisse Grenzen nicht überschreiten. Ich verlange die sofortige Freilassung von ihr und meine, auch. Jetzt gleich!“ Inzwischen war Jean-Marie's Stimme nicht mehr so beherrscht.

„Junger Graf, Ihr tut Euch gar keinen Gefallen mit der Duell-Forderung.

Aber ich werde es annehmen, falls Ihr vorher die Nagelprobe des Beischlafs vor dem Mönch besteht. Falls einer von Euch beiden sich weigert, kann man sicher annehmen, dass die Gräfin Cathérine ist und ihr beide ein Inzest-Paar seid. Mit dem Ehemann und Sohn einer Frau, die beide garantiert die Inquisition vor den Augen haben, werde ich mich nicht duellieren. „

„Der Mönch wird mein Zeuge beim Bischof sein. Ich werde Euch beim Bischof verklagen und gleichzeitig das Duell auf Tod und Leben einfordern.

Auf die eine oder andere Art und Weise werdet Ihr nicht mehr mein Lehensherr sein!“ Jean-Marie klang sehr wütend.

Es war das erste Mal, dass das Selbstbewusstsein des Herzogs Risse zeigte. Der Mönch nickte beifällig zu dem Wort meines Ehemannes. Merkwürdig, dass jetzt mein Gedanken schon zum zweiten Mal Ehemann gedacht hatte und nicht mehr Sohn. Was ging mit mir vor?

„Alle rein in den Nebenraum, bis auf den Mönch und die beiden.

Na, wird's bald!?“, der Herzog bellte regelrecht in den Raum hinein.

Als alle aus dem Saal raus waren, dröhnte das Lachen des Herzogs wieder durch den Raum:

„Na, junger Stier, dann zeig mal, ob Du ihn überhaupt hochkriegst, wenn Du vor Deiner Mutter stehst. „

Als wortlose Antwort streifte Jean-Marie mit seinen Ellenbogen trotz seiner gefesselten Hände seine knappe Unterhose ab, während sein steil aufragender Penis ins Freie sprang und seine Eichel fast komplett frei war und in rotem Glanz erstrahlte.

Ich konnte es nur unscharf aus den Augenwinkeln wahrnehmen, aber mir wurde ganz schwach dabei. Es war nicht daran zu zweifeln, wie stark er mich begehrte. Und das trotz all der sehr widrigen Begleitumstände. Der Herzog zeigte sich nicht mehr ganz so sicher.

Der Mönch machte unwillkürlich ein Kreuzzeichen, aber er konnte seine Augen auch nicht abwenden. Und ich, was fühlte ich? Ich wusste nur, dass wir damit den Rubikon überschritten.

Danach würde nichts mehr so sein, wie es vorher der Fall gewesen war. Genau dasselbe Wissen las ich in seinen Augen, als ich meinen Kopf so weit wendete, wie es die Fesselung gerade noch eben erlaubte, während er sich mir näherte. War ich dafür bereit? Nein, nicht in dem Sinne, dass ich es anstrebte oder es mir wünschte. Aber in einem anderen Sinn war ich durchaus bereit.

Ich war feucht – mehr als feucht – bereit ‚ihn‘ aufzunehmen.

Ich hatte Geschichten darüber gehört, dass im Angesicht von gefährlichen Umständen die sexuelle Lust angeregt wird, und sie immer als Ammenmärchen abgetan. Die drohende Inquisition war nun wahrhaftig lebensbedrohend — und doch war ich erregt wie selten zuvor.

Gleichzeitig hoffte ich immer noch darauf, dass Jules mich nicht im Stich lassen würde — und den Herzog nicht triumphieren lassen würde.

„Herzog, was ist Euer Versprechen wert, wenn Ihr noch hier seid, während es hieß, dass nur der Mönch anwesend sei?“, Jean-Marie war trotz seiner Fesselung nicht unterwürfig.

„Junge, du denkst wohl, dass du hier noch das Maul aufreißen kannst? Ich kann auch anders! Es ist deine Wahl, ob ich in die Fotze deiner Schlampe Cathérine gleich meinem Rohrstock einführe oder du das lieber mit deinem Schwanz machst vor dem Mönch als Zeugen. „

Er trat drohend näher und Jean-Marie schluckte kurz, während ich bleich wurde. Ich mochte mir nicht vorstellen, wie der infam dornenbesetzte Rohrstock meine delikaten Schamlippen verletzen würde.

„Nimm mich einfach, Jean-Marie. Er darf einfach nicht…..“, mir versagte die Stimme.

Dem Mönch fielen bald die Augen aus dem Kopf, als Jean-Marie meiner Aufforderung folgte. Das konnte ich gut sehen, aber mein Sohn war jetzt genau hinter mir. Ich konnte auch aus meinen Augenwinkeln nichts mehr erkennen, sondern es mir nur vorstellen. Natürlich musste es in seinen Augen eigenartig aussehen, wie der schlanke, gefesselte Jüngling ohne Hilfe seiner Hände seinen brettharten Penis von hinten in mich als hilflos gefesselte Frau langsam hinein schob und meine üppigen Hüften einen sicherlich eigenartigen Kontrast zu seiner eher zarten Figur bildeten.

Sein Schwanz war allerdings alles andere als zart.

Es war kein Zweifel an seiner Erregung möglich. Er hatte mich bisher noch nie von hinten genommen und schon gar nicht, wenn meine Schenkel durch die gefesselten Knöchel obszön weit geöffnet waren. Ich biss die Lippen zusammen, als er ansetzte. Er schob sich langsam hinein und ich spürte jeden einzelnen Zentimeter. Ich hörte ihn ausatmen, als seine Schenkel meinen Po berührten. Ich wollte mir nicht vorstellen, wie mein Anblick auf ihn wirken musste.

Das war es vielleicht auch, was ihn sofort abspritzen ließ, sobald er ganz tief in mir drinnen war. Damit war etwas geschehen, was ich die ganzen Monate vorher so sorgfältig vermieden hatte. Ich fühlte eine eigenartige Mischung aus Furcht und Erregung, als mir klar wurde, dass zum ersten Mal wirklich die Möglichkeit bestand, dass ich sein Kind tragen könnte. Mir wurde ganz schwach.

In diesem Moment platzten die Türen auf und Jules schrie laut:

„Der Graf ist gefesselt und gedemütigt worden.

Glaubt ihr mir jetzt endlich, Hauptmann der Wache?“

Der Mönch ließ sich widerstandslos festnehmen, aber der Herzog zog sein Schwert. Beim Kampf wurde er getötet — wir waren frei…

Epilog

Es kam, wie es kommen musste. Ich konnte nicht mehr davon träumen, nach Paris zu fliehen, denn ich wurde tatsächlich schwanger. Sobald sein Sohn das Licht der Welt erblickte, verstummten alle Gerüchte, die an der Regentschaft in der Grafschaft rüttelten.

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