Chiyo – Im Schatten der Zeit Teil 02

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(Teil 2, überarbeitete Fassung)

Die Story ist mit diesem Teil abgeschlossen.

Anmerkung:

Dass es mir in diesem Zweiteiler nicht um den Sex an sich geht, dürfte jedem klar sein, der die Story im Ganzen gelesen hat.

Ich versuche einen Blick in jene ‚Leere‘ zu werfen, in den schmalen Spalt, der sich auftut, wenn überkommene Werte sich auflösen und in eine Suche nach neuen Orientierungsmöglichkeiten münden.

„Chiyo“ steht für diesen „punktuellen Wechsel“, der unverhofft über sie kommt und in eine vermeintliche Leere mündet.

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Ich habe die Bedeutung der Namen der Protagonisten in Teil 01 entsprechen angegeben. Erschien mir wichtig.

Die Frage, die ich mir gestellt habe lautet:

„Kann sich „Chiyo“ (Zeitalter, Wechsel) als ‚Person‘ in ihrer Situation tatsächlich frei Entscheiden, eine Wahl treffen, wohin ihr Weg sie führen soll?“

Danke für Euer Interesse und für Eure Kommentare.

LG

Andy43

Alle Personen in dieser Geschichte sind über 18 Jahre alt

*

Chiyo — Lichter der Nacht

Mit hereinbrechender Dunkelheit änderte sich die Mimik der Stadt. Über dem alltäglichen, angestrengt geschäftigen Antlitz der Metropole legte sich ein zunehmend entspanntes Lächeln. Die Flut der Blechlawine schwappte zurück in die Vororte, aus denen sie am frühen Morgen entsprungen war.

Zurück blieben diejenigen, welche bis tief in die Nacht hinein am Schreibtisch saßen, sie zum Tage machten. Jene Weißhemden, die vor ihren Bildschirmen im kalten Bürolicht mit dem Rücken zur verglasten Welt sitzend, einen kleinen Lichtpunkt hinterließen; Machiavellisten, hinter schimmernde Mosaiksteine in den Fensterfassaden der Lichttürme. Sie waren nicht anders als jene, mit einem süffisanten Schmunzeln aus dem farblosen Dunkel tretende Gestalten, welche nunmehr mit dem letzten Sonnenstrahl erwachten; erweckt von den blinkenden Neonröhren, deren grell bunte Glashäute nur eine Tünche war und auf ihre unnachahmliche Weise, dass in ihnen funkend kühle Licht verschleiernd, eine künstliche Welt kolorierten.

Chiyo schloss leise die Tür hinter sich und schlug den Kragen ihres Mantels hoch. Es war in den letzten Tagen kühl geworden. Sie nahm einen tiefen Atemzug.

Das Gefühl der Anspannung, das sie noch vor wenigen Augenblicken in sich trug, wich im selben Moment und verwandelte ihr Bedenken in eine Gleichgültigkeit, die sie sich sehnlichst herbei gewünscht hatte. Eine Gleichgültigkeit, nicht im Sinne einer negativen Bewertung, als sei ihr alles nichts und nichtig.

Es glich eher einer ehrfurchtsvollen Demut vor den Dingen, vor jeglichem Handeln, vor jeder endgültigen Entscheidung.

Denn all ihr Tun, jede ihrer Entscheidungen habe einen Wert, einen Sinn, dachte Chiyo. Ein und denselben.

Amaya, ihrer Mutter, waren die kleinen Veränderungen an Chiyo´s Verhalten nicht entgangen. Sie sorgte sich, nahm sie doch an, dass ihre Tochter das Studium vernachlässigen könnte, um stattdessen zu viel Zeit mit ihren Freunden zu verbringen.

Ihr Vater schwieg zu alldem.

Chiyo errötete nicht mehr bei dem Gedanken, von wem sie sich an diesem oder kommenden Abend werde ficken lassen müssen. Sie hatte den Eindruck, als säße die Welt bei Dame Nanami familiär zu Tisch und Chiyo sei die Muse einer Kunst, die sich daran messen lassen müsse, ihren Liebhabern die höchste Erfüllung ihrer tiefsten Begierden zu sein. Sie stand dann nachsinnend zu Hause vor dem Spiegel, richtete ihr Haar, legte etwas Parfüm auf und konzentrierte sich auf ihre Aufgabe, wie an diesem Abend.

Doch am heutigen Abend würde sie nicht zu Dame Nanami gehen.

Chiyo schaute hinauf zum Himmel, an dem sich mit hereinbrechender Dämmerung vereinzelt Sterne zeigten, sobald die Wolkendecke aufriss. Sie streifte sich ihre wollenden Fingerhandschuhe über, steckte die Hände in die Manteltaschen und begab sich Richtung Haltestelle.

Der alte, verruchte Ortsteil der Metropole war ihr in den letzten Monaten zu einem vertrauten Ort geworden.

Nicht, dass sie sich dort gänzlich wohl fühlte, aber immerhin hatte sich ihr anfängliches Unbehagen gelegt. Chiyo fühlte sich nicht mehr fremd.

Sie kannte das eine oder andere Etablissement, die kleinen Kneipen, Restaurants und Bars. Bekannte Orte mit ihren immer gleichen Gesichtern. So fühlte es sich an wie immer, als sie sich auf den Weg machte, gleich einem gewöhnlichen Tag im Büro oder auf der Uni. Ein alltäglicher Lauf von Zeit.

Sie stieg in den Bus, der in Richtung City fuhr, setzte sich an ein Fenster und betrachtete die vorbeihuschenden, nur wenig beleuchteten Häuserfronten des Vorortes in dem sie wohnte. Hier kannte sie jeden Weg, jedes Haus, alles war ihr seid ihrer Kindheit an vertraut.

Der Bus bog in Richtung Zentrum auf einen der Zubringer ab. Aus der Ferne waren die bunten Lichtreklamen zu erkennen, die entweder an Häuserfronten zu kleben oder wie Luftschiffe über den Dächern zu schweben schienen.

Laufschriften brachten die neuesten Nachrichten auf den Punkt und tausend blinkende Lampen suchten den binären Duft eines neuen Parfums in dreidimensionalen Bildern zu beschreiben.

Chiyo hatte keinen Plan. Sie folgte lediglich einem immanenten Ruf, einer inneren Stimme, einem Bedürfnis, das sich in ihr zu einem spürbaren Verlangen artikulierte. Sie fühlte eine Leere in sich, die sich, so schien es ihr, mit nichts anderem aufzufüllen hätte, als mit dem, was andere in ihr sahen.

Sie stand im Spiegel fremder Träume und bot allen, die auf der Suche nach Erfüllung waren, eine äquivalente Antwort. Darin fand Chiyo letztlich, was sie für sich selbst suchte. Es war ihr nichts unangenehm, noch irritierte sie manch außerordentliche Facette menschlicher Begierden. Sie sah sich als Ikone einer künstlichen Welt, die sich des Nachts, unter den bunten, blinkenden Lichtern nobler Verheißungen, aus deren Schatten wagte, um sich zu einer neuen Wirklichkeit zu verändern.

Sie suchte ihre innere Leere mit einem zweiten, sinnhaften Leben zu füllen.

Der Bus erreichte Chiyo´s Station und hielt. Chiyo trat in die kühle Nacht. Am Busbahnhof herrschte wie immer reger Betrieb. Die meisten Fahrgäste nahmen die Linien in Richtung Peripherie.

Chiyo machte sich auf den Weg. Ihre Schritte lenkten sie ins Viertel des papierenen Drachen, unter dessen Feuer speiendem Lampenschirm auch Dame Nanami ihr Etablissement führte.

Chiyo fröstelte es in der nasskalten Nacht. Sie steckte ihre Hände zurück in die Manteltaschen und legte ihre Arme dicht an ihre schlanke Taille. Die kleine Hauptstraße des alten Viertels war mit Menschen gefüllt. Hauptsächlich waren es Touristen, die an den kleinen Kneipen, Restaurants und Etablissements vorbei flanierten, als führte ihr Weg durch einen Erlebnispark. Chiyo drängte sich an Menschentrauben vorbei, die hier und da neugierig vor den Schaufenstern standen.

Im Gegensatz zu Chiyo sahen sie nur die Oberfläche. Nur das, was sie sehen sollten. Ein laszives Lächeln hinter grellem Rouge.

Chiyo nahm nichts von dem wahr. Sie bog in eine der kleinen Gassen, von denen aus man Zugang zu den Hinterhöfen der Lokale hatte. Sie waren nur spärlich beleuchtet. Hier im Halbdunkel der engen, farblosen Gassen, in die hinein kehliges Gelächter aus den Hinterzimmern schallte und Badeofenschlote ihren mit Schweiß getränkten Nebel hauchten, traf sich Chiyo´s Klientel, suchte man verruchte Kontakte zu knüpfen, ungeschminkt.

Sie standen zu zweit zusammen oder hockten Zigarette rauchend in Hauseingängen, beobachtend, abwartend, auffordernd blickend, suchend, unruhig, unbefriedigt.

Er trat aus einem der Hauseingänge auf die Straße, drückte mit seinem Schuh einen Zigarettenstummel aus, zog seine Geldbörse, kramte darin suchend und wandte sich wieder zurück zur Tür, als er plötzlich Chiyo aus dem nebelgesättigten Schatten der Gasse in den Lichtkegel treten sah, der aus der geöffneten Tür in die Dunkelheit fiel.

Er schaute sie neugierig an.

„Wem bist du denn verloren gegangen,“ meinte er und drehte sich zu ihr.

„Hättest du eine Tochter in meinem Alter, dann wüsstest du es,“ antwortete Chiyo hintergründig.

Er schaute sich um.

„Bist du alleine hier,“ fragte er.

„Jetzt nicht mehr,“ entgegnete Chiyo.

Er trat auf sie zu.

„Ein junges Ding wie du, sollte sich nicht hier herumtreiben. „

„Ich bin alt genug zu wissen, was ich tue und du?“

Er lachte leise.

Einen Moment hielt er inne und wollte sich wieder durch die Tür ins Haus begeben, an den Tisch der Spieler, doch seine Neugierde gewann die Oberhand.

„Und, was willst du tun,“ fragte er schließlich.

„Die Frage ist, was ‚du‘ willst,“ antwortete Chiyo.

Er war schon in die Jahre gekommen, eher schäbig gekleidet. Ein nur wenig erfolgreicher Spieler. Darüber konnte seine teure Uhr, deren Zifferblatt im Halbdunkel edel funkelte, nicht hinwegtäuschen, wenn sie denn echt war. Sein Anzug hatte schon bessere Zeiten gesehen und wirkte abgewetzt. Die Knöpfe seines Jacketts hatten Mühe, es wegen seiner Leibesfülle zusammen zu halten. Er wirkte ungepflegt.

Chiyo entging es nicht, sie sah jedoch darüber hinweg.

Der alte Kerl lachte leise.

„Ich will mich heute betrinken und vielleicht werde ich mir eine Hure nehmen,“ erklärte er herausfordernd.

„Schockiert dich das, Kleine. “

Er zog demonstrativ einen Flachmann aus seinem Jackett und nahm einen schnellen Schluck.

„Wie lange ist es her, dass du eine junge Frau wie mich hattest,“ fragte Chiyo sonor.

Der Alte lachte.

„Wenn ich will, kann ich das jeden Tag haben. „

„Ja, du kannst jede ‚Hure‘ haben,“ antwortete Chiyo betonend, „jedoch kein Mädchen von Dame Nanami. „

Der Alte machte große Augen.

„Du bist eine freche Göre,“ meinte er nur und wandte sich wieder zur Tür.

„Stelle dir vor, ich sei eine von Dame Nanami´s Mädchen, danach kannst du dich immer noch betrinken.

„Was meinst du damit,“ erwiderte der Alte.

„Ich bin auf der Suche nach einem erfahrenen Spieler,“ meinte Chiyo mit auffordernder Stimme, „und du scheinst ein erfahrener Spieler zu sein. „

Er schaute prüfend in die Dunkelheit um sich zu vergewissern, dass niemand ihrem Gespräch lauschte und zog die Tür bis auf einen kleinen Spalt in den Rahmen.

„Da kannst du dir sicher sein,“ antwortete er leise und kam nahe an sie heran.

Chiyo drückte sich an ihm vorbei.

„Du darfst mir in den Mund ficken, gleich dort hinten, komm schon,“ kokettierte sie halblaut und verschwand durch ein angrenzendes Hoftor.

Der Alte folgte ihr hinter einen Müllcontainer, der in einer wenig beleuchteten Ecke stand.

„Du bist sicher keine von Dame Nanami´s Edelhuren,“ flüsterte er grinsend und stellte sich vor sie hin.

Und du kannst keinen Bluff von einem guten Blatt unterscheiden sinnierte Chiyo.

„Mach´ deine Augen zu und fick mir in den Mund,“ kommandierte Chiyo, ging dabei in die hocke, zog ihre Handschuhe aus und nestelte mit ihren schlanken Fingern an des Alten Hosenschlitz.

Langsam zog sie den Reißverschluss herunter. Seine Augen gewöhnten sich allmählich an das spärliche Licht. Er schaute gierig nach unten auf Chiyo´s junges Gesicht, stellte seine Beine auseinander und schob erwartungsvoll seinen Unterleib nach vorn.

Chiyo hatte Mühe seinen bereits erigierten Riemen aus dem engen Hosenschlitz zu ziehen. Der Alte spürte Chiyo´s unterkühlte Hand, die sich fest um den Schaft seines Schwanzes legte, um ihn nach draußen zu befördern. Chiyo legte ihren Kopf in den Nacken und schaute den Alten an.

„Du kannst mir in den Mund ficken, tief, so tief du kannst, das ist es doch, was du willst,“ flüsterte sie, öffnete devot ihren Mund und stülpte ihre Lippen langsam über den harten Schaft.

Seine Augenlider zuckten nervös und verrieten seine Anspannung, als er mit seinen Händen hinter Chiyo´s Kopf fasste. Er fühlte ihr feines, seidenes Haar, tastete zunächst verhalten darüber, bis ihn schließlich seine Gier übermannte, er Chiyo´s Kopf fest in beide Hände nahm und vor seinen zügellos nach vorne schnellenden Unterleib fixierte.

Chiyo fühlte sich mit ihrem Kopf in einen Schraubstock gespannt. Seine Finger krallten sich in ihr Haar, während seine Handballen gegen ihre Ohren pressten.

So hörte sie sein dumpfes Stöhnen nicht, das jeden seiner tiefen Stöße begleitete.

Er fühlte, wie ihre Zunge an seinem Schaft klebte, Chiyo dabei an ihm saugte, bei jedem Stoß. Es war ihm, als stieße er mit seinem Schwanz in eine Möse, in einen engen, heißen, triefend nassen Schlund.

„Du hast vielleicht ein geiles Maul,“ raunte er, wobei er seinen Riemen tief gegen Chiyo´s Rachen drückte.

Chiyo röchelte und würgte den aufkeimenden, vegetativen Schutzreflex ihres Magens wieder nach unten. Speichel tropfte dabei aus ihren Mundwinkeln, der sich mit den zunehmend hektischen Stößen des Alten verband und so zu einem rhythmischen Schmatzen intonierte.

Chiyo schnaubte und versuchte durch die Nase Luft zu holen, als sich der heiße Schmand des Alten in ihren Mund ergoss, wieder und wieder gegen ihren Gaumen spritzte, zu einem breiigen Rinnsal anschwoll und sie nun unweigerlich zu Schluckreflexen zwang.

Der Alte presste seine Lippen fest zusammen, um nicht in die kühle Nacht zu schreien. Sein ganzer Körper erzitterte. Ein letztes Mal entließ er seine übermächtige Gier, genoss er zutiefst die Gunst dieses unerwarteten Gewinns, wobei er lang anhaltend aufstöhnte und seinen öligen Schwanz tief in Chiyo´s heißen Schlund trieb.

Langsam löste sich sein Griff. Er ließ von Chiyo ab, die ihren Mund öffnete und den klebrigen, halb erschlafften Riemen ausspuckte.

Ejakulat hing ihr wie eine mit Tau benetzte Spinnwebe an den Lippen. Sie hüstelte, spuckte, nestelte mit einer Hand in ihrer Jacke nach einem Papiertaschentuch und wischte sich über den Mund.

Chiyo stand auf, drückte den Alten beiseite, der noch immer keuchend vor ihr stand, rannte zurück auf die Gasse und verschwand ins Dunkel der Nacht.

*

Eine anonyme Masse an Fahrzeugen und Menschen quetschte sich durch die Straßen.

Das Wochenende trieb viele Menschen in diese Gegend, in die Kinos und Bars am Rande des Viertels, als an gewöhnlichen Wochentagen.

Chiyo trank aus ihrer Cola und schlenderte beobachtend durch die kleinen Straßen und Gassen. Sie beobachtete gern, vor allem Menschen, ihr Verhalten, ihre Gesichter, wenn sie lachten oder jemand anderem aufmerksam zuhörten. Dann versuchte sie sich in die Person hinein zu versetzen, sie zu verstehen, sie zu erkunden, wie ein fremdes Land und manchmal machte sie sich selbst zum Gegenstand ihrer Entdeckungsreise, war sie sich selbst ein fremdes Wesen, das es zu erforschen galt.

Sie waren ihr gefolgt. Nicht von ungefähr. Chiyo hatte ihnen Blicke zugeworfen, während sie im Schnellrestaurant auf ihre Cola wartete. Sie saßen an einem Tisch in der Ecke des Restaurants, unterhielten sich angeregt, lachten ausgelassen, zukünftige Machiavellisten, in Chiyo´s Alter, aber sicher nicht von ihrer Uni oder aus ihrem Stadtteil. Sie waren nicht von hier.

Die letzten Minuten ihrer halblauten Konversation handelten von ihr. Chiyo erkannte es an ihrer Gestik und Mimik, hörte es in ihrem süffisanten Lachen, das doch nur Schauspiel war und sie entlarvte.

Sie hatten mit ihr eine Übereinkunft getroffen, einen wortlosen Handel geschlossen. Jene mussten dennoch hoffen, Chiyo wusste es bereits.

Sie führte sie in die Nähe eines Parks, der vollends in die Dunkelheit der Nacht eingetaucht lag. Die kleinen Lichter der fernen Glastürme flimmerten am Horizont.

Sie gelangte an eine Mauer, die den Park umsäumte. Die Unbekannten waren ihr bis hierher gefolgt, hielten sich im Hintergrund, warteten auf ein Zeichen.

Chiyo schaute sich verhalten um, öffnete dabei den Gürtel ihrer Jeans, griff in den Saum und zog die Hose mit samt ihres Slips langsam über die Oberschenkel hinab bis in die Kniekehlen. Sie stand im Halbdunkel an der Mauer, warf einen kurzen Blick in Richtung der Männer und lehnte sich schließlich mit dem Oberkörper über den Mauersims.

Chiyo fröstelte. Die Kälte kroch über die nackte Haut ihrer Beine hinauf zu ihrem Po, selbst unter den Mantel, der ihr bis zur Hüfte reichte.

Sie schaute über den Sims hinaus auf den Park, der selbst in völligem Dunkel lag. Chiyo hörte Schritte hinter sich.

Sie näherten sich wie hungrige Wölfe. Ein paar Stimmen knurrten unverständliche Worte. Hände legten sich heiß an ihre Hüften, strichen über ihren Hintern, fühlten zwischen ihren Beinen oder krallten sich prüfend in ihr Gesäß.

Chiyo tat unbeeindruckt und schaute suchend in Richtung Dunkelheit.

„Fang´ du an“, flüsterte eine junge, männliche Stimme im Hintergrund.

Hände legten sich an Chiyo´s Hüften, zogen die festen Backen auseinander und nestelten schließlich an ihrer Scham.

Chiyo öffnete bereitwillig die Beine so weit es ging und reckte gleichzeitig ihr Gesäß nach hinten.

Sie stand da, als suchte sie in der Finsternis nach einem Licht, nach einem Orientierungspunkt, nach einem Leuchtfeuer.

Sie fürchtete sich nicht, kannte ihren Kurs, ihren Weg.

Tatsächlich war es so, dass Chiyo sich mit ihrem selbstgewählten Schicksal verbrüdert, es sich zu eigen gemacht hatte, jene überkommenden Werte zu nivellieren, die Chiyo zu etwas machen sollten, wovor sie sich im Grunde fürchtete.

Chiyo fühlte wie der Fremde in sie eindrang. Ihr Körper zuckte rhythmisch gegen die Brüstung der Mauer. Hände packten ihre Schultern, krallten sich in den dicken Stoff ihres Mantels und zerrten daran. Sie stöhnte leise auf, bei jedem heftigen Stoß des Fremden, in dem sich jene Sehnsucht manifestierte, die sie zu erfüllen bereit war.

Sie bekam, was andere in ihr sahen, ohne zu geben, was sie für sich selbst war. Sie war in jener Welt angekommen, vor der ihre Eltern sie schützen wollten, ohne zu erkennen, dass sie selbst ein Teil von ihr waren, ja, dass sie sogar mit ihr kollaborierten. Nur Chiyo nicht. Ihr war sie gleichgültig.

Chiyo fühlte die heißen Lenden des Fremden auf ihrer kalten Haut, Lenden, die sich wie Brandeisen anfühlten, während er tief in sie eindrang, ihren Leib kaltblütig gegen die eisige Mauer quetschte, als wäre er ein gefühlloser Teil von ihr.

Chiyo stand still wie eine Säule.

Begleitet von einem leisen, fremden Stöhnen rann Ejakulat aus ihrer Scheide und tropfte herab auf ihre Jeans. Man ließ ihr keine Zeit Atem zu schöpfen, sich zu säubern, gar zu regenerieren. Man nahm sich, was sie gab, glaubte, dass sie gäbe, wonach man doch verlangte. Sie nahmen es sich nicht teilnahmslos. So ließ der eine lachend von ihr ab, während der nächste sie nahm.

„Du nimmst es, wie es kommt, nicht wahr, du kleine Schlampe“, klang es zornig in ihr Ohr, während er sich über sie beugte und dicht an ihr Gesicht heran kam und sein Schwanz in ihrer Anus verschwand.

Chiyo starrte in die kühle Dunkelheit, hauchte ein zähes Gefühl und vermittelte so ihre wortlose Zustimmung.

Er tat zärtlicher als sein Vorgänger. Rollte mit seinem Unterleib genüsslich gegen ihren festen Hintern, fühlte dabei in die Enge ihres Darmes und drückte seine Wange zärtlich fordernd gegen ihr Ohr.

Er suchte gemeinsame Sache zu machen, umgarnte sie mit seiner Leidenschaft und erlag doch ihrem devoten Charme.

Sie kollaborierte nicht, nein, Chiyo ergab sich ihm, ohne sich hinzugeben. Der eine war ihr wie der andere.

Sie waren sich einig geworden, ihr Weg und ihr Ziel. Der ausgemachte Handel galt. Chiyo nahm es reglos hin.

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