Der Duft Des Holzes

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Chapter 1

Hat jemand eine Ahnung, wie schwierig es ist, ein vernünftiges Studium abzuliefern, wenn im Hintergrund ein Vater steht, der bei jeder Gelegenheit anklingen lässt, dass er stolz auf seine Tochter ist, aber sein Betrieb doch eigentlich viel mehr Zukunft hätte als das seltsame Zeug auf der Uni?

Bis ich vor drei Jahren anfing, mein berufliches Heil in Marktforschung und Unternehmensanalysen zu suchen, hoffte mein alter Herr noch immer, dass ich mich für ein Studium der Holztechnik entscheiden würde…

Eigentlich hätte ich also schon misstrauisch werden sollen, als mein Dad kurz vor den Semesterferien plötzlich von Arbeit schier überrannt wurde und unbedingt meine Hilfe brauchte.

OK, als liebende Tochter kenne ich meine Pflichten und statt meiner Freundin in Starnberg einen ausgedehnten Besuch abzustatten, nehme ich meine Klamotten und ziehe wieder für ein paar Wochen zuhause ein.

Als ich mit meinem ganzen Stolz, einem ungefähr 18 Jahre alten, schrottigen dunkelblauem Golf-Cabrio (Blaubeerkörbchen, lästert meine beste Freundin…) auf den Firmenparkplatz meiner Eltern fahre, fühle ich mich sofort wieder in die Vergangenheit versetzt. Dieser Geruch der Hölzer, die in der Halle hinter der Schreinerei meines Vaters lagern, hat für mich etwas ganz Besonderes.

Auch wenn ich meinen Dad zur Verzweiflung gebracht habe, wenn ich als Kind zwischen den Maschinen rumgelaufen bin, fand ich das immer total klasse. Natürlich habe ich die üblichen Unfälle gebaut und verursacht: Vom Holzstapel gefallen, ein schon perfekt zugeschnittenes Stück Edelholz zu Kleinholz verarbeitet, die Leute von der Arbeit abgehalten, usw.

Mit fliegenden Fahnen kommen zwei Deerhounds um die Ecke gestürmt und rennen mich fast um. Die beiden großen silbergrauen Hunde sind lammfromm, aber im freudigen Doppelpack eine echte Überdosis… jedes Mal dasselbe witzige Theater!

Mein Dad kommt strahlend hinterher und belegt mich sofort mit Beschlag: „Schön, dass du da bist, mir ist da eben mein Rechner abgestürzt, als ich ins Internet wollte…“ Kurz und schmerzlos, wie immer.

Am nächsten Tag hat sich schon wieder alles eingespielt, ich stolpere ständig über einen der zwei Hunde und pendele zwischen Schreinerei und Büro. Ausnahmsweise hat mein alter Herr auch nicht übertrieben: Es gibt tierisch viel zu tun – die Hälfte der Leute ist ständig unterwegs auf Montage – die Hektik ist alles außer langweilig.

Abends tigere ich meistens mit den beiden grauen Riesen durch die Halle, genieße den Duft der Hölzer und schließe ab.

Verrückt oder? Manchmal nehme ich mir sogar ein Buch mit und verziehe mich auf einen der Holzstapel… Tja, unsere Familie war wohl schon immer etwas seltsam.

Als ich um kurz vor acht abends die Halle abschließen will, stürmen plötzlich die beiden Deers an mir vorbei und veranstalten einen Riesenradau am Tor. Als ich die zwei wieder unter Kontrolle habe, wird das Tor vorsichtig von außen einen spaltbreit geöffnet und ein hellbrauner Lockenkopf erscheint im Spalt.

Einigermassen überrascht schauen mich zwei haselnussbraune Augen an und registrieren belustigt meine Bemühungen, die grauen Riesen bei mir zu halten. Die einzige Methode, die beiden ruhig zu stellen ist, sie mit ihrem Objekt der Begierde anbändeln zu lassen – schlagartig verschwindet das (dumme!) Grinsen und der Lockenkopf bemüht sich um Haltung unter dem Ansturm der Hunde…

Eine halbe Stunde später sind die Fronten geklärt – er hat sich als neuer Meister für die „Feinarbeiten“ vorgestellt und er kennt meine „Springerfunktion“ im Betrieb.

Die Hunde haben sich inzwischen beruhigt; er kann sich aber trotzdem nicht so recht mit den beiden Riesen abfinden. Obwohl die ihn offensichtlich anbeten… „Seit 4 Monaten kriege ich jeden Morgen einen halben Herzinfarkt, wenn die beiden auf mich zugerast kommen!“ Oops, so lange war ich schon nicht mehr zuhause?? Schade, ist mir ja glatt was entgangen. Gut sieht er aus. Nicht im herkömmlichen Sinn – er hat einige Ecken und Kanten. Zum Beispiel eine einfach nur riesig zu nennende, knochige Nase.

Und eine Narbe über dem linken Augenlid. Aber wirklich schöne Augen. Ein schrankbreites Kreuz und riesige Hände. Seine Haare sind witzig – ich schätze schulterlang, hellbraun und ein bisschen lockig.

Wir unterhalten uns noch kurz über die Hektik im Betrieb, dann muss ich mit den zwei Quälgeistern eine Runde Hunde-Sight-Seeing einlegen.

In den folgenden Tagen laufen wir uns mehr oder weniger häufig über den Weg. Als ich das nächste Mal abends mit Buch und ausnahmsweise einer Flasche australischem Rotwein bewaffnet auf dem Holz sitze (auch wieder so ein Unding, ich bin nicht schwindelfrei, aber auf dem 4 m hohen Stapel merke ich davon nix…), fühle ich mich plötzlich beobachtet.

Da steht er ganz ruhig auf dem Gang unten, an den gegenüberliegenden Holzstapel gelehnt und schaut zu mir nach oben. „Ich glaube, ich Hab‘ noch nie eine seltsamere Lesecouch gesehen, als Deine hier…!“ Langsam geht er zur Leiter und klettert zu mir nach oben. „Welche Literatur muss man denn im Holzlager lesen?“ Ich halte ihm mein Buch unter die Nase – „Paradies“ von Toni Morrison. „Worum geht's?“ Hat er nichts besseres zu tun, als sich hier nach Feierabend über die schwarz-amerikanische Literatur des ausgehenden 20.

Jahrhunderts zu unterhalten? Ok, ich gebe ihm einen groben Abriss der Handlung.

Zwei Minuten später sitzen wir nebeneinander und diskutieren unsere Einstellung dazu.

Ja, ich gebe ja zu, dass ich ihm gegenüber Vorurteile in dieser Hinsicht gehabt hätte – wenn er mir die Zeit gegeben hätte, welche zu entwickeln!

Nach anderthalb Stunden und der ganzen Flasche Wein sagt er plötzlich „Du hast recht – so unbequem ist es hier eigentlich gar nicht!“ „Sag ich ja – aber Sitzfleisch hab ich jetzt trotzdem keins mehr.

Außerdem muss ich noch eine Sight-Seeing-Tour machen…“ „Eine was?“ „Die Hunde rauslassen!“

Am nächsten Abend bin ich wieder an meinem Stammplatz. Und wieder steht er unten und beobachtet mich eine Zeitlang schweigend. Ich tue so, als bemerke ich ihn nicht – halte aber nicht sonderlich lange durch. Diesmal hat er eine Flasche Wein unterm Arm. „Literaturkritik zweiter Teil unter Alkoholeinfluss oder was soll das werden?“ „Vielleicht…“ lacht er zurück. Sein Lächeln macht mich langsam kribbelig.

Wir sind beide in T-Shirt und Latzhose unterwegs – sein Arm streift meinen, als er sich neben mir niederlässt. Sofort kriege ich eine Gänsehaut und zucke zusammen. Sein Grinsen wird noch breiter, als er es mitbekommt.

Eine Zeitlang sitzen wir schweigend nebeneinander – trinken Wein und vermeiden es, uns direkt anzuschauen. Plötzlich bewegt sich seine linke Hand zu mir herüber und streicht vorsichtig über meinen Unterarm nach oben.

Chapter 2

„Was tust du eigentlich hier? Ich weiß, du hast fundiertes Wissen in Sachen Fertigung und Verwaltung, aber das ist doch nicht wirklich das, was Du willst, oder?“ Was soll das denn jetzt werden? Muss ich hier eine Lebensbeichte ablegen oder wie? Langsam dämmert es mir: Er hat die Verbindung zwischen mir und meinem Vater nicht gezogen.

Seltsam – ich könnte schwören, ich hätte es ihm erzählt… Und wenn man an den Teufel denkt, kommt er prompt um die Ecke! Bevor ich dazu komme zu antworten, stürmt mein Dad den Gang runter und stutzt erstaunt, als er unsere holde Zweisamkeit hoch oben auf'm Holz entdeckt. „Gibt's da oben was umsonst oder wieso sitzt ihr da rum?? Komm, Kind, hilf mir mal lieber, ich glaube, unser Netzwerk oder wie man den Mist auch immer nennt, gibt den Geist auf.

Ich such‘ Dich schon überall!!“ „Hey Chef, so spät sollte hier aber keiner mehr Überstunden machen müssen! Und schon gar nicht am Freitag!“ plustert sich der Literaturkritiker in spe neben mir auf. Und erntet nicht mehr als einen belustigten Blick meines Vaters. „Also, meine Tochter hat noch immer selbst gesagt, was sie dachte – oder? Also kommst du jetzt runter oder muss ich diesen unfähigen Servicetechniker herbeizitieren?“

Mein Vater ist zwar ein Genie wenn es ums Holz geht, aber im Bereich der Netzwerktechnik liegt ganz klar nicht seine Kernkompetenz.

Na ja, meine auch nicht, aber ich mache mir wenigstens Gedanken über die eventuellen Auswirkungen, bevor ich das Netzwerkkabel aus dem Server rupfe….

Eine Stunde später bin ich wieder auf dem Weg zu meinem Holzstapel – ich habe natürlich mein Buch oben vergessen. Auf halber Höhe der Leiter stehend, sehe ich ihn. Lang ausgestreckt auf einer Decke (wo hat er die denn hergezaubert??) liegt er da, mein Buch in der Hand und lächelt mich an.

„Da habe ich ja wohl auf einer ziemlich dicken Leitung gestanden, oder?“ grinst er. „Komm her, du hattest recht mit Deinem Kommentar zum Rassismus unter den einzelnen Gruppen im siebten Kapitel… außerdem lässt es sich hier mit einer Decke echt aushalten!“

Wir sitzen eine Zeitlang schweigend nebeneinander. Hmmm, er riecht gut! Eine Mischung aus Holz und Casran von Chopard. Guter Geschmack, denke ich so bei mir, da spüre ich plötzlich seine Hand an meiner: Er zeichnet unsichtbare Linien auf meinem Handrücken, gleitet über das Gelenk weiter in Richtung Ellenbogen.

Prompt habe ich eine Gänsehaut den ganzen Rücken herunter. Mein Blick hängt wie gebannt an seinen Fingern, die jetzt meinen Oberarm hinaufgleiten, kurz auf meiner Schulter liegen und dann in meinen Nacken wandern. Vorsichtig hebt er mein Kinn an. Er hat hellbraune Augen. Seltsame Farbe. So leuchtend. David beugt sein Gesicht näher zu mir und fragt leise „Darf ich Dich küssen oder hetzt Du dann die beiden Riesen auf mich?“ „Kommt ganz darauf an“ stammle ich – ganz vertieft in den Anblick seiner Lippen.

Er stutzt – „Auf was?“ Seine Augen sind zum versinken wie geschaffen, denke ich noch kurz, dann berühren sich unsere Lippen. Wow – und erst sein Mund! Es ist ein wundervoller, vorsichtiger Kuss. Meine Hände machen sich selbständig – gleiten jetzt an seinen Armen nach oben – seine himmlisch breiten Schultern sind angespannt. Mein ganzer Körper kribbelt – es fühlt sich an, als würde eine Horde Ameisen meinen Rücken runterspazieren. „Wow…ich hätte nie gedacht, dass der Chef so interessanten Nachwuchs produziert könnte!“ flüstert er zwischen zwei Küssen.

Mehr als ein verwuscheltes „Hmmm…“ kriege ich nicht raus.

Unser Kuss ist endlos, intensiv und herrlich. Dieses Gefühl, das jeden Gedanken auslöscht und im Hirn einfach nur noch eine Mischung aus romantischer Watte und heißer Erregung zurücklässt… Man verliert den Boden unter den Füssen, schaut aus 15 Metern Höhe nach unten und denkt einfach nur „Höher! Weiter! Mehr!“!

Er hält mich an seinen Brustkorb gepresst und lässt seine riesigen Hände meinen Rücken hinunterwandern.

Langsam sinkt er nach hinten, zieht mich mit sich und schließlich liegen wir langgestreckt auf seiner Decke. Besser gesagt, ich liege auf ihm. „Solche Überstunden könnte ich mir täglich gefallen lassen…“ murmelt mein Supermann und knabbert an meiner Unterlippe. Ich zupfe seinen Zopf auseinander und lasse meine Hände durch seine Haare gleiten. Weich. Knisternd. Und sein Körper fühlt sich sooo gut an…

Er greift sich meinen (zugegebenermaßen nicht kleinen) Po und drückt mich an seine Hüften.

Ich fühle seine Erektion an meiner Bauchdecke… Ein Bein zwischen seinen Schenkeln, lasse ich eine Hand an seiner Seite hinuntergleiten. Hm, er hat so herrlich kräftige Oberschenkel!

Faszinierend, keiner von uns macht den Anfang, den anderen auszuziehen, obwohl der Sex wirklich nur einen Atemzug entfernt scheint. Trotzdem kann ich nicht wiederstehen und reibe mein Becken an seinem Schoss – sein ersticktes Stöhnen, seine Zunge tief in meinem Mund – jagt mir Schauer durch den Körper.

Vorsichtig rollt er sich herum, legt sich auf mich, nimmt meine Beine und schlingt sie um seine Hüften… Jetzt bin ich es, die am liebsten vor Lust schreien möchte: Er reibt seinen Ständer direkt über den magischen Punkt! Mit kurzen, gezielten Bewegungen bringt er mich fast zum abheben. Er hört nicht auf, steigert seinen Rhythmus sogar und saugt sich dabei an einer meiner empfindlichsten Stellen, direkt unter meinem rechten Ohr fest… Mit einem Knall explodiert ein Orgasmus zwischen meinen Beinen und rast mein Rückgrat nach oben ins Gehirn! „…aaaahhh….

wow!“

Seine Augen über mir sind riesig – hellbraun und – ziemlich erschrocken. Er schaut sich um – und fängt an zu lachen. Ich komme mir etwas seltsam vor; da erlebt man gerade einen himmlischen Höhepunkt und er findet es urkomisch?? Was ist das denn für ein Kerl??

Bis ich merke, dass er auf den Boden, ein paar Meter unter uns schaut. Oops, der „Knall“ war wohl nicht nur in mir zu hören: Irgendwie haben wir es geschafft, mein Buch so auf die Kante des Holzstapels zu manövrieren, das es im Eifer des Gefechts runtergefallen sein muss.

Das flaue Gefühl, das sich in mir breit macht als ich feststelle, wie nahe wir der Kante tatsächlich gekommen sind, macht das gerade erlebte nur noch prickelnder…

„Vielleicht sollten wir lieber aufhören, bevor wir auch noch da unten landen?“ fragt David und zieht sich von mir zurück. Seine Augen haben einen etwas seltsamen Ausdruck angenommen – irgendwie in sich gekehrt – und ich frage mich, ob ich jetzt einen riesigen Fehler gemacht habe…

Chapter 3

Oh, ich hasse es! Hat mir meine Mutter vererbt: Immer frage ich mich sofort, was ich falsch gemacht habe… Ich komme immer zu spät auf die Idee, das andere Menschen auch Fehler machen – nicht nur ich!

David ist auf jeden Fall im Rückzug begriffen.

Seltsam – warum ist er jetzt so komisch? Ich entscheide mich für den Frontalangriff und halte ihn zurück, als er die Leiter runterklettern will. „Moment – ich verstehe das nicht so ganz – was ist passiert?“ „Na ja, ich überfalle dich hier so…. “ Ich glaube es nicht: Er hat ein schlechtes Gewissen! Gerade so, als hätte er mich zu irgend etwas gezwungen. Bis ich ihm klargemacht habe, das er mir keine Gewalt angetan hat (wie kommt er bloß auf das schmale Brett??) und das ich mehr als nur ein bisschen Spaß dabei gehabt habe, vergehen einige Minuten.

Seine Reaktion passt so gar nicht in das Bild, das ich bisher von ihm hatte…

Wir sitzen noch eine Zeitlang eng aneinandergekuschelt auf dem Holz und schmusen. Witzig – das ist das einzige Wort, das wirklich passt. Wir genießen die Nähe des anderen, küssen und streicheln uns, ignorieren aber beide das spürbare, tiefe sexuelle Prickeln. Wieso eigentlich? Nach diesem „Schrecken“ sind wir beide wohl nicht so schnell bereit für mehr.

Ich habe ihn seit fünf Tagen nicht gesehen.

Nachdem wir uns mit einem ewig langen Kuss am Tor der Halle verabschiedet haben, ist er mir nicht mehr begegnet. Mein Dad legte in der Zwischenzeit ein perfektes Timing an den Tag und hat mich derart mit Beschlag belegt, dass ich keine Chance hatte, auf dem Holzstapel nach ihm zu suchen.

Mittwoch abend. Endlich ist es kurz nach sieben, die zwei Riesen sind mit meinem Vater unterwegs und ich kann in Ruhe meine Internetrecherche fertig machen.

Konzentration ist trotzdem Mangelware. Meine Gedanken wandern immer wieder über den Hof, durch die Halle, auf den Holzstapel…

Mein Blick fällt durchs Fenster, auf das Tor gegenüber. Im schmalen Lichtkegel der Hofbeleuchtung sehe ich eine Silhouette – ruhig und gelassen lehnt er an der Wand und schaut zu mir herüber.

Eine Bewegung auf meinem Bildschirm lenkt mich ab, ich schließe das Programm, schaue wieder hoch und – weg ist er! Grinsend denke ich bei mir: „Na klasse, wird das jetzt die geheimnisvolle Masche??“ Aber jetzt lässt mich der Gedanke an ihn nicht mehr in Ruhe.

Ich fahre den Rechner runter, aktiviere die Datensicherung und schließe das Büro ab.

Mit den sprichwörtlichen Schmetterlingen im Bauch gehe ich hinüber zur Halle. Drinnen ist es fast dunkel – ein Teil der Deckenbeleuchtung lässt ein wenig Licht durch die Gänge zwischen den Hölzern fallen. ER ist nirgends zu sehen. „Ein bisschen seltsam ist das Ganze schon…“ denke ich gerade, als ich ihn plötzlich langsam auf mich zukommen sehe. „Du hast mir ganz schön zugesetzt… Wie kann sich jemand bloß so in meinem Kopf festsetzen?“ fragt er, als er dicht vor mir stehen bleibt.

Ich würde ihm ja gerne antworten, dass ich auch nicht den leisesten Schimmer habe, aber meine Zunge klebt an meinem Gaumen und lässt mich gnadenlos im Stich.

Sein Zeigefinger gleitet vorsichtig über meinen Nasenrücken, seine Augen schauen in mich hinein. Es fühlt sich an, als ginge er auf dem Grund meiner Seele spazieren, während er mit einer Hand leicht über die Wände meiner Nerven streicht. Innere Elektrizität. Anspannung. Wärme. Wohlige Betäubung… Meine Phantasie geht mit mir durch.

Und ich schwöre, dass er jeden meiner Gedanken sehen kann!

Eine Hand liegt auf meiner Schulter, gleitet an meinem Arm abwärts, über meine Hüfte. Langsam wandert sie nach hinten, fasst meinen Oberschenkel und zieht mich an sich. Noch immer verursachen seine Augen einen Höllenaufstand in meinem Hirn – seine Hände auf meinem Körper haben den gleichen Effekt in meinem Bauch…

Ich stehe mit dem Rücken gegen die Wand (oder Holz? Keine Ahnung…), er hebt mein Bein an, zieht meinen Schenkel zu seiner Hüfte und presst seinen Unterleib in meinen Schoss.

Hmmmm – falls ich noch irgendwelche Zweifel an seinen Gefühlen hatte – die Härte seiner Erektion an meinem Schambein belehrt mich auf jeden Fall eines Besseren!

Noch immer diese Augen – als wir uns endlich küssen, ist es fast eine Erlösung.

Er lässt mich los, nimmt meine Hände und zieht mich lächelnd mit sich. Vor der an „meinem“ Holzstoss angelehnten Leiter bleibt er stehen. Wir wissen beide, dass es dieses Mal keinen Weg zurück gibt.

Hört sich fatalistisch an, war aber so. Die Location, unser Erlebnis ein paar Tage vorher, alles ging in einander über und ließ irgendwie nur einen Weg offen: Nach oben, auf das Holz….

Chapter 4

Lässig an die Leiter gelehnt bleibt er stehen, dreht sich zu mir um und zieht mich wieder langsam an sich. Nicht dass ich ausweichen wollte… Seine Hände liegen in meinem Nacken, seine Daumen unter meinem Kinn.

Er kommt mir riesig vor. Trotzdem fühle ich mich nicht klein – was normalerweise ein gern auftauchender Effekt ist, leider. Es gibt Menschen, die leben von der Energie anderer – saugen den Elan und die Kraft aus ihrem Gegenüber heraus und lassen nur eine unsichere, in die Defensive gedrängte Person zurück. Damit meine ich noch nicht einmal so sehr mich selbst – obwohl ich die leidige Erfahrung auch schon mal gemacht habe.

Bei David habe ich das Gefühl, größer und kraftvoller zu werden, als ich in Wirklichkeit bin. Fühlt sich gut an…sicher.

Oft finde ich an einem Menschen der mir nahe kommt sofort irgend etwas negatives. In etwa so: „Oh Gott, diese Füsse sind ja riesig. Und hässlich!“ Oder „furchtbar, ein unmusikalischer Mensch, der trotzdem glaubt, er könnte tanzen!“ Bei IHM habe ich gar keine Zeit darüber nachzudenken, was an ihm verkehrt sein könnte oder was er vielleicht in Zukunft alles falsch macht.

Mein Blick fokussiert sich in seinen Augen, ich fühle mich richtig geladen vor Energie, mein Körper kribbelt und fast ärgert mich seine Ruhe jetzt doch ein bisschen.

Gerade will ich luftholen und irgend etwas – mehr oder weniger – intelligentes sagen, da kommt er mir zuvor: Dreht mich herum, so dass mein Rücken wieder an das Holz gedrückt ist. Wieder hebt er mein Bein an und legt es um seine Hüfte.

Diesmal presst er aber eine Hand in meinen Schoss, drückt die Naht meiner Jeans mit dem Daumen in meine Scham, unterstützt von den kurzen, drängenden Bewegungen seines Beckens. Ich stelle mir vor, wie wir für einen Beobachter aussehen – ich mit großen Augen an seinem Blick hängend, er zwischen meinen Beinen, sein offenes, helles Jeanshemd wirft herrliche Falten auf seinem Rücken, die sich bei jeder Bewegung seiner Hüften verändern….

Ruckartig lässt er mich los – starrt mich an.

„Komm mit…. “ Und meinem vorlauten Mundwerk wäre beinahe ein „endlich!“ entwischt, als er schnell die Leiter raufklettert. Oben angekommen, schaut er auf mich hinunter, streckt mir seine Hand entgegen, hilft mir auf den Holzstapel. Meine Beine fühlen sich an wie das viel zitierte Gummi. Im Rest der diffusen Hallenbeleuchtung sieht sein Gesicht weich aus – als hätte jemand die harten Kanten geglättet.

Irgendwie bringen wir es fertig, übereinander herzufallen ohne auf kürzestem Weg wieder unten im Gang zu landen, sondern auf der weichen Decke, die er offensichtlich in weiser Voraussicht (ach ja??) dort hingelegt hat.

„Du warst dir Deiner Sache wohl sehr sicher, oder?“ frage ich ihn, der Länge nach auf seinem Körper ausgestreckt. „Hmm, überhaupt nicht…“ brummelt er. „Ich Hab‘ hier auf dich gewartet…aber du bist erst jetzt gekommen. “ Aber ich habe jetzt eigentlich keine Lust mehr auf eine verbale Unterhaltung. Mir schwebt da etwas erotischeres vor…

Sein Hemd geht als erstes den Weg alles irdischen – das enge weiße Shirt, das er darunter trägt, fliegt sofort hinterher.

Hmmm – wie find‘ ich denn das, sonst fahre ich total auf blanke Oberkörper ab, aber seine Lockenpracht ist fast Magnum-verdächtig… Und Tom Selleck ist ja wohl unbestritten der Herr des schönsten Brusthaars…

Langsam ziehen wir uns gegenseitig aus, bis wir beide nur noch im Slip nebeneinander liegen. Seine Haut ist heiß, die kleinen Härchen auf seinen Oberschenkeln richten sich bei jeder noch so kleinen Berührung auf. Ich verliere mein Zeitgefühl in dem Moment, als sich seine Augen in meinen Blick versenken und wieder einmal bis in meine Seele tauchen.

„Du hast richtige Katzenaugen. Außen blaugrau, innen grün und wenn Deine Pupillen ganz klein sind, sieht man einen gelben Ring…seltsam…schön…“ „Frag mal meinen Dad was er dazu sagt. Er sagt immer ich wäre genau so schwer erziehbar gewesen, wie eine Katze. Aber wie kannst du das jetzt sehen? Normalerweise funktioniert das nur, wenn es irgendwo ganz hell ist. “ „Hmmm…“ brummt er, während er an meiner Halsbeuge saugt. Ok, mehr werde ich wohl nicht aus ihm herauskriegen.

Ist mir auch egal. Es tut viel zu gut, was er da mit seiner Zunge an meinem Hals, meinem Schlüsselbein, meinem Busen macht.

„Aaaahhh…“ seine Mund saugt an meinem Nabel, seine Hände gleiten unter den Rand meines Slips und ziehen ihn nach unten.

-5-

David kniet zwischen meinen Beinen, seinen Blick auf mein Gesicht gerichtet, als er langsam meinen Slip nach unten zieht.

Ich kann es nicht mehr ertragen, seine Augen sind so erschreckend intensiv… ich lasse mich einfach fallen, lehne mich zurück und konzentriere meine Sinne auf das Fühlen. Grosse Hände legen sich um meine Knöchel, spreizen meine Beine ein wenig und gleiten dann über meine Knie nach oben, fahren über die Innenseite meiner Oberschenkel und…. halten Millimeter vor dem Ziel (meiner!) Wünsche an. Gleiten wieder nach außen, schieben sich unter meinen Po, streicheln weiter nach oben, an meinen Seiten entlang.

Plötzlich sind sie weg. Einfach verschwunden. Ich krümme mich, strecke den Rücken durch und die Arme nach ihm aus, in der Hoffnung, ihn zu erreichen und wieder zurückzuholen. David lässt mich zappeln. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ich kann mich nicht beruhigen, mein Körper wehrt sich gegen diesen rüden Zärtlichkeitsentzug und versucht, selbst die Initiative zu ergreifen, ihn wieder zu finden. Mit fest geschlossenen Augen ein schwieriges Unterfangen.

Genauso plötzlich wie sie verschwanden, sind seine Hände wieder da: Er legt sie in meine Kniekehlen und drückt meine Beine nach oben, drängt sie auseinander, so dass ich weit offen vor ihm liege.

„Bleib so!“ kommandiert er mit rauer Stimme. „Aaaaahhhh, Daviddddd……. “ Die schnellen, kleinen harten Schläge, die seine Zunge auf meiner Clitoris vollführt, bringen mich so schnell nach oben, dass ich meine Lust nicht mehr kontrollieren kann. Mit beiden Händen öffnet er vorsichtig meine Scham, leckt mit breiter Zunge über mein Geschlecht, legt dann seinen Mund über meine Clit und beginnt – langsam, dann mit schnellem Rhythmus – zu saugen. Immer wieder jagen kurze, heftige Orgasmen durch meinen Unterleib, bis die Intensität einfach zu stark wird und ich ihn irgendwie aufhalten muss.

Ich habe keine Kraft mehr, jede Energie hat sich zwischen meinen Beinen versammelt und ich frage mich einen kurzen Moment lang, ob ich sie da je wieder loseisen kann…

„Schau mich an. “ Er stützt sich mit seinen Armen neben meinem Kopf ab und senkt sich langsam auf mich herunter und sein Blick vergräbt sich in meinem umnebelten Bewusstsein. Sein Körper liegt auf meinem, unsere Haut ist wie elektrisiert. Mit einer weichen, rotierenden Bewegung seiner Hüfte bringt er seine Erektion an den Eingang meines Geschlechts und dringt langsam, jeden Millimeter genießend, ein.

Dieser Moment, dieses Gefühl ist für mich fast noch intensiver als jeder Höhepunkt. Oder ist es ein Orgasmus für sich? Keine Ahnung. Ganz sicher ist es einfach superschön, dieses langsame aber unwiderstehliche Vordringen zu spüren…zu fühlen, wie sich mein Inneres an IHN anpasst und immer tiefer hineinzieht… David vergräbt sich zwischen meinen Schenkeln, zieht langsam zurück, um dann plötzlich und schnell wieder einzudringen …

Seine Augen lassen mich nicht los, geben mir keine Chance, mich in meine Gefühle zurückzuziehen.

Jedes Mal wenn ich die Augen schließe, bringt er mich dazu, sie sofort wieder zu öffnen. „Nein, lass‘ mich jetzt hier nicht allein…aahhh… ich will Deine Lust sehen…sieh mich an, bitte…“

Die Gefühle, die sein Rhythmus, sein Sex, seine Zärtlichkeit bei mir auslösen, sind beängstigend. Fast habe ich Angst vor einem weiteren Höhepunkt – ich weiß genau, ich würde in Ohnmacht fallen, wenn es wirklich dazu käme.

Sein Rhythmus wird schneller, unsere vom Schweiß nassen Körper kleben aneinander fest, jede Bewegung verursacht saugende Geräusche.

„Oh jezzzzt…jetzt…. oooaaahhh…“ seine Augen werden groß, sein Blick abwesend und in mir spüre ich sein heißes Geschlecht zucken. Mit einem kehligen Geräusch stößt er noch einmal zu und presst seinen Körper in seiner ganzen, wunderschönen Länge an mich.

Er fängt sein Gewicht mit seinen Armen ab, um mich nicht ganz zu erdrücken. Ich winde mich unter ihm ein wenig – ich liebe es, seine Haut auf meiner zu spüren, meine Hände über seine Arme, seinen Rücken und diesen herrlichen Po gleiten zu lassen.

Die Muskeln in seinem Hinterteil spannen sich bei meiner Berührung an, sein Schwanz vibriert und….. Hmm, er küsst fantastisch!

„Au, hey, was ist das – irgendwas piekst in meine Schulter!!“ „Warte – Moment, hör doch mal auf zu zappeln!“ David versucht über meine Schulter zu sehen und seine Bewegung lässt uns alle beide zittern. „Wow, eigentlich will ich hier ja noch gar nicht raus, aber wenn du „verletzt“ bist…“ grinst er mich an, als er eine Hand zwischen uns schiebt und vorsichtig das Kondom festhält, während er sich aus mir zurückzieht.

„Hmmm – komm sofort zurück!! Am liebsten würde ich ihn da für die nächste Ewigkeit behalten!“

Ich wundere mich über das Gummi. Ich hatte es nicht bemerkt. Gleichzeitig war ich beeindruckt. Erstens von meiner Gedankenlosigkeit. (Ok, ich nehme die Pille, aber die Gründe für Safen Sex muss ich wohl nicht näher darlegen…) Zweitens von seiner Besonnenheit (aus den gleichen Gründen). Und drittens von der Intensität dieses Aktes, den Gefühlen, die David auslöste.

„Los, dreh dich um, ich will mir Deine Schulter ansehen…Oh, sorry, ich glaube, du hast dir da einen ziemlichen Splitter reingezogen…der muss raus. Und dann brauchen wir was zum desinfizieren!“ Fachmännisch und ungerührt „operiert“ er meine Schulter, während ich vor dem scharfen Schmerz zurückzucke. Nachdem er offenbar mit seinem Werk zufrieden ist, kriege ich wenigstens noch einen tröstenden Kuss, dann schnappen wir uns unsere Klamotten und machen uns auf den Weg ins Büro – er will die Sache unbedingt desinfizieren.

Ich bin ein bisschen überrumpelt, dass diese erotische Session so unromantisch endet, aber dann kommt mir eine ziemlich heiße Idee…

-6-

Wir laufen halb an- und halb ausgezogen über den Hof und spurten die Stufen zum Büroeingang nach oben. Im „Giftschrank“ in der Küche findet er ein Desinfektionsspray und geht damit recht großzügig auf meinen Rücken los. Endlich hat er die doch ziemlich schmerzhafte Behandlung beendet, pappt ein Pflaster über die offene Stelle und lässt seine Lippen über meinen nackten Rücken wandern… hmmmm.

Ich ziehe ihn im Dunkeln durch die Büros bis wir an meinem Schreibtisch angekommen sind. Er lehnt sich dagegen, zieht mich an sich – seine Hände gleiten an meiner Wirbelsäule nach unten, legen sich auf meinen Po und pressen mich gegen seine Hüften. Ich winde mich in seinen Armen, bis er mich schließlich loslässt und ich an seinem Körper abwärts gleite. Ehe er reagieren kann, habe ich seine Jeans geöffnet und befreie sein kostbares Stück aus der Enge.

Ich stelle mir das Bild vor, das wir beide dort im dämmrigen Licht das durch die Fenster dringt, abgeben. Sein nackter Oberkörper hebt sich als riesiger Schatten über mir empor – ich knie vor ihm und halte seinen steifen Schwanz in meinen Händen… und fühle mich unglaublich machtvoll. Würde jetzt nicht jede Emanze auf die Barrikaden gehen? Vielleicht. Vielleicht hätte ich mich ihr sogar angeschlossen – wenn ein anderer Mann vor mir stünde. Aber jetzt habe ich nur einen Gedanken: Ich will ihn vor Lust vergehen, schreien und stöhnen hören… Langsam lecke ich von unten nach oben, presse meine Zunge mit kleinen, kurzen Stößen zwischen seine Hoden, gleite wieder zur Eichel nach oben und sauge den Kopf in meinen Mund.

Seine Augen leuchten und sein Gesicht spiegelt pure Wollust wieder. Dieser Anblick, dieses Gefühl fährt mir im wahrsten Sinne zwischen die Beine. Aber ich konzentriere mich jetzt nur auf ihn. Langsam, quälend langsam sauge ich ihn immer tiefer ein, unterdrücke den reflexartigen Würgedrang und lasse ihn weit eindringen. „Oooaauhhh…warte, nein,… Jeezzzzussss…. was stellst Du… mit mir an…“ stöhnt er mit zusammen gebissenen Zähnen, als ich anfange, rhythmisch vor und zurück zu gleiten, an ihm zu saugen und seine Hoden zu streicheln.

„Wenn du so weitermachst…aaaahhh…dann…!“ Ich lasse ihn aus meinem Mund herausgleiten – federnd prallt er gegen seine Bauchdecke… „Was dann?!“ „Oohhhh…dann kann ich … nicht aufhören…“ stöhnt er, während ich IHN wieder tief einsauge. Es dauert offensichtlich noch ein wenig bis er kapiert, das ich genau das im Sinn habe!

Jedes Mal wenn sich unsere Blicke treffen, spüre sein Geschlecht zucken. Und als ob genau dieser Anblick zuviel für ihn wäre, wirft er den Kopf in den Nacken und schließt die Augen.

Oh nein, wer hat mich da eben immer wieder aus der Versenkung zurückgeholt? Keine Chance! „Schau mich an! Sieh mir zu!“ Ich will ihm in die Augen sehen -in dem Moment, wenn er sich nicht mehr zurückhalten kann… Sein Blick wird starr als er mir dabei zusieht, wie seine Eichel mit der Zunge umkreise und an dieser herrlichen, dicken Spitze sauge, ihn immer wieder ein und aus gleiten lasse. Dann plötzlich fühle ich seinen Schwanz zucken, vibrieren und mit einem kehligen Schrei kommt er, entlädt er sich in meinem Mund.

Ich kann nicht aufhören zu saugen und erst als seine Knie nachgeben und er seine Hände um meinen Kopf legt, halte ich an. „Du…. warte, willst du mich umbringen, oder was hast du vor??“ grinst er zu mir herunter und hilft mir schließlich wieder auf die Beine. „Ich glaube kaum, dass du mich hier raustragen willst, oder? Wow – das war einfach nur…Wahnsinn!“ Hmmm, ich schmiege mich an seinen herrlichen Körper, versinke in seinen Brustmuskeln.

Ein paar Minuten stehen wir so in meinem Büro, versuchen irgendwie wieder Kraft zu bekommen und die „Ereignisse“ der letzten Stunden zu verarbeiten.

„Hast du Dein Auto hier?“ fragt er leise.

„Ja. Ich hab sogar eine Decke dabei…“

„Woher weißt du schon wieder, was ich gedacht habe??“

„Hm – keine Ahnung. Ich dachte, es wäre meine Idee gewesen…. „

„Los, lass uns wegfahren!“

Diesmal ziehen wir unsere Sachen wieder an, bevor wir uns vor die Tür wagen.

Kunststück – mein Blaubeerkörbchen steht auch „prominent“ unter einer Straßenlaterne. Wäre sonst sicher ein interessanter Anblick geworden…

Die Nacht ist warm und klar – eine echte Cabrio-Nacht! Also, Dach auf und raus aus der Stadt! Es fühlt sich gut an, ihn neben mir zu haben… da könnte ich mich glatt dran gewöhnen.

Nach einer Viertelstunde Fahrt stelle ich mein Auto auf einem kleinen Parkplatz am See ab.

Der Mond ist nicht ganz voll, reflektiert aber gerade genug Licht, um die Landschaft rundherum erkennbar zu machen.

David steigt aus, geht um den Wagen herum und öffnet – ganz Gentleman – meine Tür.

„My Lady…“

„Aha…. „

„Würden Sie mir die Ehre geben…“

Oh Schande, gleich muss ich lachen – denke ich gerade, als er mich plötzlich in seine Arme reißt und eine Hand schlangenartig in den Bund meines Slips gleiten lässt!

„…hier die Nacht mit mir zu verbringen?“

Eine verbale Antwort bleibe ich schuldig….

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