Die Ministerin

In Zeiten von Corona ist es wichtig, körperliche und soziale Kontakte auf ein Minimum herunter zu fahren! Bordelle schließen, die sexuelle Lust ist dennoch weiter da. Warum nicht deshalb mal Camsex ausprobieren, der virtuelle Sex ohne Gefahr für beide Seiten! Schützen Sie sich!

Vorwort:

Für gewöhnlich sind irgendwelche Promis aus dem Showbiz Objekt von erotischen Phantasien. Hier ist mal etwas völlig anderes. Auch im Aufbau. Die Personen, der Hintergrund werden beleuchtet. Es dauert bis der Bogen zum erotischen Moment geschlagen werden kann. Und wenn es dann zu knistern beginnt, knistert es zwischen zwei Personen, die erfahren sind und Sex anders erleben als gierige Teens oder Twens, die Praktiken und Partner testen. Es geht um Personen, denen ein Candle-Light-Dinner ein erotisches Vorspiel ist und nicht bloße Nahrungsaufnahme, denen ein Blick weiche Knie beschert und nicht ein fragendes Augenrollen.

Kurzum Menschen, denen keine Sexualität mehr zugetraut wird, von denen aber alles gelernt werden kann. Und Menschen, die wegen ihrer Position eher asexuell zu sein scheinen. Und sowieso hat diese Geschichte wenig wirklichen Sex zu bieten, sondern soll eher dazu anregen sich zu überlegen, was zwischen dem ersten Kuß und dem letzten Seufzer passieren könnte

————————————

Es war wieder einer dieser miesen Tage.

Heinrich war genervt.

Er hing nun schon seit sieben Wochen in der Kurve, wie er es nannte. Vor sieben Wochen fing alles an schief zu gehen. Erst wurde er mit Verdacht auf Herzinfarkt von seinem Hausarzt direkt ins Krankenhaus eingeliefert. Und dann wurde er zwei Wochen später ohne Spuren eines Infarktes wieder entlassen. Aber zur Arbeit durfte er trotzdem noch nicht.

Heinrich ist Kranführer und für den Job muß man topfit sein. Das allerdings muß vom Amtarzt bescheinigt werden und der hatte bis jetzt noch Zweifel.

Er ließ sich auch nicht dadurch beeindrucken, daß Heinrich erst 52 Jahre alt ist, ein Bulle von Kerl und bisher kerngesund. Heinrich lag auf Eis. Er vertrieb sich den Tag mit Spaziergängen, durchs Tv Programm zappen und hin und wieder ein wenig in dicken Büchern schmökern. Was sollte er auch sonst machen als Witwer. Seine Frau war vor eingen Jahren buchstäblich unter die Räder gekommen. Ein unachtsamer Autofahrer hatte sie beim Abbiegen übersehen und sie vom Fahrrad geschossen.

Seitdem hatte Heinrich nur seine Arbeit und seine erwachsenen Kinder. Und dann waren da noch die Enkel. Sie waren auch der Grund, daß er sich intensiver mit Politik befaßte als früher.

Ihm ging die heutige Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik auf den Sender. Alles Luschenkram, fand er. Damals, als er noch jung war wurde die Jugend nicht so in Watte gepackt. Da wurde noch richtig gelernt. Und noch mehr für die Arbeitslosen gesorgt.

Da mußte man keine Angst haben. Aber jetzt? Irgendwann vor seinem ungeplanten Krankenhausbesuch hatte er sich sich hingesetzt und einen Brief verfaßt ans zuständige Ministerium. Son richtig gesalzenen Brief. Er hat seinen ganzen Frust, seine ganze Wut in diese Zeilen gepackt. Eine Antwort waren sie ihm bisher schuldig geblieben. Er hatte es auch nicht anders erwartet. Die Ministerin war eben nur eine Schaufensterpuppe. Hübsch anzuschauen dafür, daß sie auch nicht mehr die jüngste war.

Aber mehr um ihr Image bemüht, als um die Sorgen und Ansichten ihrer Wähler. Naja, direkt gewählt hatte er sie nicht, aber immerhin ihren Verein, obwohl man als Arbeiter eher die Sozen wählt. Aber mit denen hatte er noch nie viel am Hut gehabt.

Der Nachmittag war schon fortgeschritten, draußen wurde es allmählich dunkel. Völlig normal für Mitte Oktober und Heinrich zappte sich durchs TV. Auf dem Wohnzimmertisch stand ein kleines Bier.

Das konnte ihn aber auch nicht aufmuntern. Das Programm ging ihm gehörig auf die Nerven. Nur Soaps, Talkrunden mit geistig minderbemittelten oder Comicfilme ohne Sinn. Er wurde ein wenig schläfrig.

Da rasselte seine Türglocke. Überrascht hob er den Kopf und lauschte. Es rasselte schon wieder. Er hatte es sich nicht eingebildet. Wer könnte das sein? Er erwartete niemanden. Da rasselte es ein drittes Mal. Er wuchtete seine 95 Kilo aus seinem Sessel und ging zur Tür.

Bevor er öffnete, warf er einen Blick aus dem kleinen Fenster neben der Tür. Auf der Straße vor seinem Garten stand eine große dunkle Limousine. Davor ein ebenso dunkler Kombi mittlerer Größe und an die Autos gelehnt insgesamt drei auffällig unauffällige Männer. Er hatte keine Ahnung, was er davon halten sollte und öffnete ein wenig beklommen die Haustür.

Vor ihm stand eine mittelgroße, schlanke Blondine in einem eleganten Businesskostüm. Dunkelgrauer Rock, dunkelgrauer Blazer, hellblaue Bluse und dunkelblaues Halstuch.

Sie sah ihn mit ausdruckslosen Augen an und fragte: „Bin ich hier richtig bei Heinrich Schoffel?“

„Ja, sind sie. Was ist passiert? Wer sind sie?“

In ihm stieg die Panik hoch. War irgendwas mit seinen Kindern passiert? Oder noch schlimmer, mit seinen Enkeln?

„Darf ich eintreten? Ich würde mich gern mit ihnen unterhalten. Aber nicht zwischen Tür und Angel. „

„Ja, natürlich.

Kommen sie herein. Was ist denn los?“

Er ließ die Tür aufschwingen und ließ die Dame eintreten. Sie blickte kurz zu den Männern auf der Straße, nickte und trat dann ein. Heinrich schloß die Tür hinter ihr.

„Entschuldigen sie, daß wir…. daß ich so unangekündigt bei ihnen reinplatze. Aber wir waren gerade in der Nähe und da dachte ich, ich schau mal rein. „

„Ja schön.

Nett von ihnen. Aber was ist denn nun los? Wer sind sie denn?“

Langsam wurde er ungehalten. Sie waren mittlerweile in seinem Wohnzimmer angelangt und er wurde immer nervöser.

„Oh, entschuldigen sie. Ich ging davon aus, daß sie mich erkannt hätten. Sie hatten mir vor längerer Zeit einen ausführlichen Brief geschrieben und darüber wollte ich mich mit ihnen unterhalten. Ich bin Ursula von der Leyen. „

Heinrich sagte nichts.

Seine Beine versagten den Dienst und er plumpste auf sein Sofa. Er muß ein selten dummes Gesicht gemacht haben, denn sein Gast fing schallend an zu lachen.

„Oh mein Gott“, sagte sie dann mit ernsterer Miene, „ ich muß sie ja ziemlich erschreckt haben. Wie dumm von mir. Wahrscheinlich haben sie gedacht, daß wir von der Polizei sind und ihnen schlechte Nachrichten überbringen. Sie haben natürlich Kinder und wenn dann so ein Team wie ich und meine Beamten vor der Tür stehen….. Tut mir echt Leid.

Daran habe ich garnicht gedacht. „

„Ist schon ok. Lassen sie mich ein wenig durchatmen und dann erzählen sie mir, was sie zu mir führt. „

„Abgemacht, Herr…. „

„Nennen sie mich Heinrich. Ich habs nicht so gern so förmlich. „

„Nur wenn sie mich dann Uschi nennen. Damit wir uns auf Augenhöhe unterhalten können. „

Heinrichs Blutdruck ging abermals in die Tiefe.

Er fragte sich, was ihn geritten hatte, daß er ihr das DU anbot. Und mußte nebenbei verkraften, daß sie locker darauf einging. Er war froh, daß er schon saß. Sonst hätte er sich ganz sicher einen Stuhl suchen müssen.

Sie ließ ihm Zeit zur Besinnung zu kommen. Derweil sah sie sich in seinem Wohnzimmer um. Es war schlicht aber gemütlich eingerichtet. Die übliche 3-2-1-Sitzgarnitur, ein rustikaler Kiefernschrank gehobener Preisklasse. Darin untergebracht ein Flatscreen-TV und eine alte Stereoanlage bestehend aus den Standardelementen Tapedeck, Tuner, Verstärker und CD-Player, sowie eine ansehnliche Sammlung CD'S bekannter und unbekannter Jazzmusiker.

Sie war beeindruckt. Auch von dem, in einer Ecke stehenden, gut bestückten Bücherregal..

Sie drehte sich zu ihm um und fragte dann: „Gehts wieder? Überraschung verdaut?“

„Ja, alles wieder ok. Ich bin wieder wach. „

„Gut, Heinrich. Reden wir also über das, was mich zu ihnen geführt hat. Ihr Brief. Ich war beeindruckt. Solch Briefe erreichen mein Ministerium selten. „

Sie setzte sich auf den Sessel ihm gegenüber und sie vertieften sich in ihren Gedankenaustausch.

Plötzlich fiel ihnen auf, daß es draußen mittlerweile stockfinster war. Ein Blick auf die Uhr verriet, daß es nach 19 Uhr war. Sie hatten sich hemmungslos verplaudert.

„Wäre es ok, wenn ich uns einen Kaffee koche? Ich denke, daß wir gut einen haben könnten“

„Klar. Gute Idee. Aber werden ihre Mitarbeiter nicht nervös?“

„Nö, denke ich nicht. Die werden sicher schon etappenweise das nächste Drive-In Restaurant heimgesucht haben.

Stören werden sie uns jedenfalls nicht. „

„Na dann. „

„Gut. Und nun Heinrich, wo finde ich den Kaffee?“

„Lassen sie nur, Uschi. Ich mach das schon. „

„Nichts da, Heinrich. Ich habe gesagt, daß ich den Kaffee koche und dabei bleibts. Sie müssen mir nur zeigen, wo der Kaffee steht. Und die Kaffeemaschine und die Becher und so. „

„Am besten komme ich dann mit in die Küche.

Ich setz mich ans Fenster, dirigiere sie und laß sie machen. „

„Gute Idee“

Sprachs und ließ sich von Heinrich in die Küche führen. Dort lümmelte er sich an den Tisch und überließ ihr das Feld. Sie wirbelte bald hierhin, bald dorthin und binnen Minuten begann die Kaffeemaschine zu blubbern.

„Sowas vermisse ich in Berlin. Diese Gemütlichkeit. Dort habe ich für alles mein Personal“, sinnierte sie.

Er sah sie verträumt an und ihm wurde bewußt, was ihm fehlte. Sie stand vor der Kaffeemaschine und sah zu wie die Kanne langsam vollief. Wie ferngesteuert erhob er sich von seinem Stuhl, ging zu ihr und legte seine Hände auf ihre schmalen Schultern.

Sie drehte sich zu ihm.

„Uschi“

„Heinrich“

Sie sah ihn an. Er beugte sich zu ihr und ihre Lippen fanden sich.

Er küßte sie sanft und begann ihren Mund mit seinen Lippen und seiner Zunge zu erkunden. Sie setzte ihm keinen Widerstand, keinen Unwillen entgegen. Seine Hände wanderten ihre Arme entlang und schlußendlich fanden seine Finger die ihren und verflochten sich mit den ihren. Langsam sanken sie auf den Küchenboden, sich immer noch küssend. Bald war sie über ihm, dann wieder er über ihr. Das Leben bestand nur aus diesem Kuß. Keiner hatte das Bedürfnis dem anderen die Kleider vom Leib zu reißen.

Und doch, auf einmal fanden seine Hände den Weg unter ihren Rock und er zerrte ihr das Höschen runter. Sie kämpfte derweil mit seinem Hosengürtel und seinem Reißverschluß. Und plötzlich hatte sie seinen harten Schwanz aus der Hose befreit und zeigte ihm den Weg zwischen ihre Beine. Einen kurzen Augenblick trafen sich ihre Blicke und dann war er in ihr. Einfach so. Ganz tief.

Er bewegte sich nicht. Er öffnete seine Augen und fing ihren Blick.

Wieder suchten und fanden sich ihre Finger. Und dann bewegte er sich sich in ihr. Und sie kam ihm entgegen. Erst langsam und kaum spürbar, dann aber immer fordernder. Und er stieß fester in sie. Er sah ihr in die Augen. Sie sah ihm in die Augen. Ihre Blicke bohrten sich förmlich ineinander. So wie er sich immer tiefer in sie bohrte. Und plötzlich verdrehte er die Augen. Durch seine Adern fegte eine heiße Lohe und er ergoß sich in sie.

Er hatte die unsinnige Befürchtung, daß das was er ihr in den Leib jagte durch sie hindurch fegte und ihr zum Mund und zur Nase wieder herauskam. Diese Vorstellung ließ ihn wie irrsinnig auflachen. Dann senkte er seinen Kopf über dem ihren und sie versanken wiederum in einem weltentrückten Kuß. Ihr Mund kribbelte und in ihrem Unterleib bebte es. Sie wußte nicht wohin mit sich und ergab sich einfach der Woge des Höhepunkts, die sie wegschwemmte.

Als sie irgendwann zu sich kam, spürte sie sein Gewicht auf sich und den sanften Hauch von frisch gebrühtem Kaffee in der Luft.

Heinrich wurde wach, als er das Rasseln seiner Türklingel vernahm. Im TV lief eine dummbräsige Talkshow, draußen wurde es langsam dunkel und durch das Fenster neben der Haustür konnte er zwei auffällig unauffällig dunkle Pkw vor seinem Garten stehen sehen……….

Keine Kommentare vorhanden


Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*