Drakan: Rynn’s First Adventure 01

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Anmerkung: Die Inhalte dieser Geschichte sind ein reines Produkt der Fantasie. Das Copyright der Charaktere und einiger Handlungselemente liegt bei den entsprechenden Inhabern.

Vielleicht mag der/dem einen oder anderen der Name Drakan noch etwas sagen, aber den meisten dürfte das Franchise rund um die beiden Videogames die anno 1999 und 2002 erschienen (der erste Teil „Order of the Flame“ für den PC, der Nachfolger „The Ancients‘ Gates“ für die PS2), kaum noch ein Begriff sein.

Das Entwicklerstudio Surreal Software hatte eine ausbaufähige Marke etabliert, leider ruinierten sie sich mit anderen (schlechteren) Spielen ihre Zukunft, sodass die Action-Adventure-Reihe bis heute keine weitere Fortsetzung fand, aber das nur am Rande.

Damals wurde Drakan mit seiner sexy Hauptprotagonistin Rynn als Konkurrentin zu Tomb Raiders Lara Croft gehandelt und schnitt dabei sehr gut ab. Die gebotenen Spiellandschaften/Level im Spiel an sich waren (nach damaligen Verhältnissen) riesig und grafisch auf der Höhe der Zeit.

Das Setting war eine düstere, von verschiedenen Monstern bevölkerte und von Schwert und Magie geprägte Welt. „Order of the Flame“ wurde wegen des hohen Gewaltgrades in Deutschland entschärft auf den Markt gebracht, „The Ancients‘ Gates“ hingegen war schon eher Mainstream und daher familienfreundlicher. Dennoch, beiden Spielen gelang es eine fantastische, atmosphärisch dichte Welt zu generieren, in welcher man gerne Abenteuer erlebte.

Drakan war voll an Geheimnissen, die ergründet werden wollten, und abstoßender Kreaturen, die man einen Kopf kürzer sehen wollte.

Zudem stellte man mit Rynn eine Hauptfigur zur Verfügung, die bis heute immer noch unangefochten den Thron der weiblichen Fantasyheldin (zumindest im Gamegenre) für sich beanspruchen kann. Da mir Drakan äußerst positiv in Erinnerung geblieben ist und noch viele Schatten über der Erzählung schweben, insbesondere der Vergangenheit der künftigen Drachenreiterin Rynn (ja, sie reitet in den Spielen einen Drachen 🙂 ) erzähle ich hiermit ein bislang noch unbekanntes und nicht ganz jugendfreies Kapitel aus ihren früheren Tagen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Geschichte ist Stand-Alone, beinhaltet aber viel Material und Querverweise auf die Handlungen der Spiele. Womöglich auch für Fans des Skyrim, The Witcher oder Dragon Age Zeitalters interessant oder generell für Fantasybegeisterte *g*

Außerdem bedanke ich mich (wie stets) herzlichst bei ### für das Korrekturlesen.

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Drakan: Rynns erstes Abenteuer I

1. Katakomben des Todes

Ein Mann wurde durch einen steinernen Korridor geschleppt.

Seine mit Gamaschen umwickelten Füße strauchelten über den staubigen Boden. Seine furchtsam geweiteten Augäpfel zuckten, von ungleichmäßigen Flammenschein beleuchtet, hektisch hin und her. Fresken, auf denen urtümliche Ungeheuer mit tapferen Helden aus der altvorderen Zeit stritten, zogen an ihm vorbei. Silberne Spinnennetze funkelten in den schattigen Kuhlen und Alkoven. Die traurigen Überreste von einstmals farbenprächtigen Bannern und Gobelins hingen löchrig und verschmutzt von der hohen Decke. Fiepende Ratten und anderes Ungeziefer huschten und krabbelten in der Düsternis außerhalb des Lichtscheins der blakenden Fackeln, die in gusseisernen Haltern an den Wänden befestigt waren, umher.

Die gutturalen Laute, die die beiden Kreaturen ausstießen, welche ihn zwischen sich gepackt hielten, hallten gespenstisch von dem antiken Mauerwerk wider. Eine den Körper lähmende Angst hatte von ihm Besitz ergriffen. Er war nur ein einfacher Bauer, der ein gewöhnliches Leben geführt hatte, bis ihm vor einer Stunde diese grausigen Bestien aufgelauert und ihn gefangen genommen hatten. Nie zuvor war ihm dergleichen Schreckliches widerfahren. Stets hatte er sich von den Tiefen des Waldes ferngehalten und die Höhlen des nahen Gebirges gemieden.

Es hieß, dass an diesen Orten nebst gefräßigen Raubtieren auch die nach Menschenfleisch gierenden Scavengerrudel hausten oder die rastlosen Seelen der Verdammten. Die Geborgenheit seines Hofes sowie der Schutz durch das nur wenige Meilen entfernte Dorf Heledd hatten ihm all die Jahre Sicherheit geboten. Die Jäger der Siedlung hatten selbst die ausgehungerten Wölfe im Winter von seinen Feldern vertrieben.

Gefahr war für ihn zu einem Fremdwort geworden, doch die scheußlichen Monstren in deren Gewalt er sich nun befand, waren plötzlich in seine Hütte eingefallen, hatten wild gewütet und ihn mit sich gezerrt.

Anfangs hatte er noch um Hilfe geschrien in der Hoffnung, dass jemand aus dem Dorfe seine Not erhörte. Aber als Reaktion darauf, begannen sie auf ihn einzuschlagen und befahlen ihm Stilschweigen zu bewahren. Aus Furcht vor weiterer Prügel hatte er den Mund gehalten. Seine Entführer waren nämlich ruppige Grulle, Tiermenschen von gedrungenem, aber kräftigen Wuchs. Ihre kantigen Schädel wiesen spitze abstehende Ohren auf, sie hatten einen ausnehmend breiten Kiefer aus dem seitlich scharfe Keilzähne ragten, und ihre kleinen Schweinsäuglein lagen tief in den Höhlen und funkelten vor Bosheit.

Die Haut war dick und bräunlich und sie trugen Felle oder Tierhäute, die ebenso ranzig stanken wie sie selbst.

Grulle waren barbarische und brandschatzende Wesen, sie galten als wahre Plage und ihre unberechenbaren Raubzüge wurden im ganzen Umland gefürchtet. Einzig ihre mangelnde Intelligenz und ihre claneigenen Zwistigkeiten hielten sie davon ab zu einer wahrhaften Bedrohung für die Städte der Menschen heranzuwachsen. Törichterweise stolperte er einen Moment später über loses Geröll, was seine Häscher wütend aufbrausen ließ: „Dummer Weichling! Schau gefälligst wohin du trittst! Sonst lassen ‚wir‘ dich beim nächsten Mal fallen.

“ Sie lachten hässlich und rissen ihn unsanft mit sich.

„Wohin bringt ihr mich?“, fragte der Bauer mit bebender Stimme.

„Das wirst schon noch sehen!“ antwortete ihm das Scheusal zu seiner Linken.

„Was… was soll mit mir geschehen?“, wagte er sich weiter vor. Der Zweite holte aus und versetzte ihm einen Hieb gegen den Hinterkopf.

„Halt's Maul, Menschlein! Du hast nur zu reden, wenn unser Herr oder wir dir erlauben zu sprechen! Aber über eines sei dir gewiss, du bekommst noch deine Gelegenheit zum schwatzen und ich rate dir so schön zu singen wie ein Vöglein, solltest du nicht im Kochtopf landen wollen!“ grölte er und leckte mit seiner Zunge über sein aufblitzendes Gebiss.

Der arme Mann drohte das Bewusstsein zu einzubüßen, bei jenen unglückseligen Aussichten. Wie eine leblose Holzpuppe ließ er sich mitschleifen. Nur am Rande seiner Wahrnehmung bemerkte er die dutzenden Holzkarren, die mit Steinschutt beladen waren und achtlos in dem geräumigen Korridor abgestellt worden waren. Und drang da nicht das leise, jedoch unverkennbaren Geräusch an sein Ohr, das erzeugt wurde, wenn Eisen auf Felsen traf? Mochten die Grulle hier in dieser Ruine nach etwas graben? Etwas das von den Äonen selbst verschüttet worden war?

„Träum nicht du Wurm, geh weiter! Oder wir machen dir Beine!“ brummte es gehässig aus dem Maul einer seiner unfreiwilligen Begleiter.

Ein neuerlicher Gewaltakt ließ die Gelenke seines Armes knacken, als der Grull mitleidslos den Griff um diesen verstärkte und ihn gleichsam nach vorne drückte. Pein brandete durch seinen dünnen Leib und verbannte die Trübung seines Verstandes augenblicklich. Um weiteren brutalen Handlungen vorzubeugen, rief er sich ins hier und jetzt zurück, bemühte sich wach und aufmerksam zu bleiben. So gut es ihm möglich war, passte er seine Schritte denen der Ungestalten an.

Nach einer Weile hatten sie mehrere Gänge und große Kammern der Ruine durchwandert, waren an einigen Weggabelungen abgebogen und letztlich eine gewundene Treppe hinabgestiegen.

Überall fanden sich Anzeichen und verrottende Nachlässe ihrer früherer Bewohner. In der fernen Vergangenheit musste dies einmal eine imposante Burg gewesen sein, in der ein nobler Fürst über sein ehrenhaftes Gefolge geherrscht hatte, aber inzwischen war von ihnen und ihren Errungenschaften lediglich noch Staub übrig. Wahrscheinlich hätten sie sich vor Unmut in ihren Gräbern gedreht, hätten sie gewusst, dass ihr vormaliger Stammsitz nun einer Bande stinkender Grulle als Versteck diente. In den Korridoren selbst waren dem bangen Bauern noch drei weitere Angehörige jenes niederträchtigen Volkes aufgefallen, folglich konnten sich ein Dutzend und mehr in der verschachtelten Ruine befinden.

Erneut fragte er sich, was sie hier wohl trieben.

Je tiefer sie den Stufen hinunter folgten, desto vernehmlicher wurde auch das sich beständig wiederholende Geräusch von Spitzhacken, die auf Stein prallten. Schließlich gelangten sie zum Fuße der Treppe, welche geradewegs in eine Halle mit gar riesigen Ausmaßen mündete. Zwei Reihen mächtiger Säulen ragten empor, stützten ein Dach, dass so hoch war, das es von der Dunkelheit verschluckt wurde und den Anschein erweckte, dass ein schwarzer Abgrund über den Häuptern aller Anwesenden gähnte.

Die weit voneinander entfernten Mauern lagen im Schatten verborgen, aber jene Teilabschnitte, die beleuchtet waren, zeigten kunstvolle Reliefs und meisterliche Ornamentik von gewaltigen geschuppten Echsen, die die Himmel beherrschten und Macht über die Elemente hatten. Zwei Phalanxen von lodernden Kohlebecken führte an den ehernen Pfeilern entlang und kennzeichneten einen Weg zur Mitte des Saals.

Eben diesen Pfad zu beschreiten wurde er gezwungen, denn die Bestien an seinen Flanken zogen ihn mühelos mit sich.

Seit sie die große Halle betreten hatten war es auch um die heiter böse Laune der Grulle geschehen. Sie schwiegen nun, hatten aufgehört ihn zu verhöhnen oder ihn zu prügeln. Eine Veränderung die ihm eigentlich behagen sollte, doch das tat sie nicht, denn seine Schinder litten selber Angst. Der Bauer erkannte das und seine Bedenken, wie auch seine Furcht, verschlimmerten sich umso mehr. Allmählich schälten sich aus der ringsum währenden Finsternis Konturen heraus. Sie näherten sich dem Ende des von Feuern eingefassten Weges.

Unwillkürlich befiel ihn das Entsetzen und er meinte sein Herz für einen Schlag aussetzen zu fühlen. Seine panisch aufgerissenen Augen erblickten einen leeren, aber achtunggebietenden wie klobigen Thron.

Protzig war er mit hohem Rückhalt und breiten Armlehnen, offenbar gänzlich aus einem steinernen Block gehauen. Er war über und über mit kostbaren Pelzen bedeckt und wertvolle Edelsteine schillerten wie Intarsien in seinen grauen Fundament. Glich jene Zurschaustellung von Prunk aber noch denen anderer Regenten – nicht das der gemeine Mann je eines solchen angesichtig gewesen wäre, aber dennoch – so waren es die gekreuzten Stangen, welche hinter dem Thron aufstrebten und von denen jeweils ein prall gefüllter Netzbeutel mit abgetrennten halb verwesten Totenschädeln hing, die ihm die Blässe ins Gesicht trieben und ihn aufrichtig um sein Leben bangen ließen.

Zumal, wenn es nicht die Schädel der Enthaupteten gewesen wären, so hätten dies zweifellos die beiden an die drei Schritt großen muskelbepackten Riesen getan, welche neben dem Thron Posten bezogen hatten und in ihren großen dreifingerigen Pranken wuchtige Spaltäxte bereit hielten.

Schwarzes, fettiges und borstiges Haar wucherte über ihren kräftigen Nacken und das Rückgrat, das kein noch so starker Mensch hätte brechen können. Ein abnormer Zinken verformten Fleisches bildete die Nase und Ohren, groß und an den Läppchen zackig, verliehen ihnen ein fast dümmliches Aussehen.

Doch die böswillig glimmenden Pupillen und die dolchlangen Hau- und Stoßzähne, die ihren Mäulern entsprossen, straften diesen ersten Eindruck Lügen. Der Bauer hatte noch niemals zuvorderst einen leibhaftigen Wartok gesehen, ebenso wenig wie Grulle, doch am heutigen Tage, einem, den er vielleicht nicht überleben würde, kam er in die unerwünschte Erfahrung Vertretern beider Gattungen zu begegnen. Wenn Grulle die Quälgeister eines Landstriches waren, so waren die Wartoks ihre sprichwörtliche Geißel. Den Erzählungen nach bedurfte es vier menschlicher Kämpen um einen dieser Kolosse niederzuringen.

Ihrer rohen Kraft und ihrem verheerenden Blutrausch waren schon ganze Armeen erlegen und Städte zu Opfer gefallen. Ohne dass er es selbst bemerkte, hatten seine Glieder angefangen zu schlottern.

„Oh, ich rieche den süßen Duft kalten Schweißes. Nackte, zügellose Angst veredelt die Luft. Wer fürchtet sich denn da gar so in meinem Reich? Wen habt ihr mir dargebracht, meine Kreaturen?“ fisperte auf einmal eine wohlgesittete Stimme und ein Mann in langen Gewändern aus wallender dunkler Seide und schwerem Samt trat hinter dem Throne hervor, der ihn bisher vollends verborgen hatte.

Er war von schmächtiger Statur. Sein bleiches Antlitz war hager und eingefallen und um seinen Mund schien ein ewiges Lächeln zu spielen, das jedoch seine Augen noch nie erreicht hatte. Um seinen langen Hals trug er ein silbernes Amulett das ein ihm unbekanntes Symbol offenbarte. Ein goldener Stirnreif, in dem ein blutroter Rubin eingefasst war, vervollständigte sein Erscheinungsbild.

„Der hier ist für Euch Gebieter! Den haben wir geschnappt. Lebt weit weg von dem Dorf.

Hat keinen interessiert, dass er nun verschwunden ist. “ berichteten ihm der eine Grull ehe sie ihn gemeinsam kurz darauf zu Boden stießen sodass er vor ihrem geheimnisvollen Herrn auf die Knie stürzte.

„Wie unerwartet zuverlässig von euch. Ich hatte schon beinahe befürchtet, dass ihr unterwegs eurer unersättlichen Fresslust anheim gefallen wäret und keinen Gedanken mehr an meine Befehle verschwendet hättet, immerhin ward ihr lange genug fort. Nur gut für euch, dass dem nicht so gewesen ist.

“ entgegnete der Schwarzgewandete den Tiermenschen zunächst im Plauderton, schwang zum Ende hin aber in einen unmissverständlich mahnenden Tonfall über. Seine augenscheinlichen Untertanen schienen sich unter seinem stechenden Blick zu winden, sie neigten demütig die hässlichen Fratzen und wichen einen Schritt zurück.

„Vergebt uns unsere Nachlässigkeit, ehrwürdiger Meister… wir erkundeten vorab die Gegend bevor wir uns der Menschensiedlung annäherten und das Gehöft entdeckten… dies Tal ist den Grulls fremd und wir waren neugierig.

Die dortige Erde ist widerlich fruchtbar, das Gras ist grün und saftig, die Bäume groß und stark, das Wasser der Bäche ekelhaft klar und erfrischend…“

„Schweig!“ donnerte der Schwarzgewandete gestreng und dem Bauern war, als echote ein Grollen durch die pompöse, unterirdische Halle. Unweigerlich zuckten die gedrungenen Schergen zusammen und schwiegen prompt. Als ihr Herr fortfuhr, war seine Stimme wieder vollständig ruhig und kultiviert.

„Ich kann mich nicht daran erinnern dich gebeten zu haben, mir Rechenschaft für eure ausgiebige Abwesenheit abzulegen.

Ich gönne euch euren… Auslauf und so lange ihr mir keine Schande macht, mögt ihr tun und lassen was euch beliebt. Nur eines verlange ich von euch; absoluten Gehorsam! Eine vergleichsweise einfache und verständliche Pflicht seinem Anführer gegenüber, oder nicht?“ Beide Grulle wiegten überschwänglich ihre garstigen Schädel und bejahten dies einhellig. Der unheimliche hagere Mann, der die Haltung und Aussprache eines Adligen oder Gelehrten hatte, wandte sich der zitternden Beute, die vor ihm auf den jahrhundertealten Steinplatten kauerte, zu.

„Nachdem diese Nebensächlichkeit nun geklärt wäre, so sage mir doch…“ Er stockte, schnalzte mit der Zunge, gestikulierte geziert mit einer Hand und deutete schließlich bedeutungsvoll auf ihn, den armen Bauern. Verängstigst erwiderte er den fragenden Blick, zuerst nicht begreifend, aber dann ereilte ihn doch noch die Erkenntnis und er antwortete rasch: „Colias…. Colias nennt man mich!“

Der andere schien damit zufrieden. „Ah, Colias, so erzähle mir doch bitte etwas über deine wunderschöne Heimat.

Ich nehme an, dass du hier geboren worden bist, nicht wahr?“ Ein eifriges Nicken erfolgte sogleich. „Das dachte ich mir, nun, du musst wissen ich bin ein wandernder Historiker und Chronist, ein überaus wissensdurstiger Intellekt schlummert in meinem Kopf und ich bin immerzu damit beschäftigt ihn mit frischen Erfahrungen und Geschichten zu stillen. Zudem schlägt in meiner Brust noch das Herz eines Abenteurers und Forschers, denn ich entdeckte für meine Sterblichkeit gerne in Vergessenheit gerate Orte und Relikte der Vergangenheit.

Die Suche nach diesen Dingen ist meine Obsession, der wahre Inhalt meines Lebens. Du wirst demgemäß verstehen, dass mir diese Obliegenheit sehr viel bedeutetet. „

Auf seine distinguiert vorgetragene Ansprache erntete er erneut ein emsiges Neigen Colias. „Wie ich deiner Kleidung entnehme, bestellst du das Land und weißt mit dem Pflug umzugehen. Eine anstrengende aber löbliche Arbeit. Demnach bewirtest du deinen eigenen Grund und Boden, bist dir also im vollen Bewusstsein darüber, was es heißt etwas bedeutungsvolles zu hegen und pflegen.

“ sponn er seine Rede weiter und fasste hierbei den knieenden Bauern immer schärfer ins Auge. Der bemerkte die leichte Veränderung, seine Schultern versteiften sich noch mehr und das Unbehagen war ihm in die kalkweiße Miene gemeißelt. Der Schwarzgewandete schob seine Hände in die weiten Ärmel seiner Kleider und nickte jetzt seinerseits das Thema unterstreichend.

„So, nun weißt du also wie wichtig ich diese Angelegenheit erachte. Ferner habe ich keine Zeit zu vergeuden, denn sie ist mir kostbarer als dein unnützes Leben.

Ich werde dir nun einige Fragen stellen und wenn du sie nicht zu meiner uneingeschränkten Zufriedenheit beantwortest, werde ich dich meinen Kreaturen überlassen. Hat dein ländlicher Dumpfschädel das verstanden?“ fügte er schließlich erbarmungslos hinzu und eine Gefühlskälte ging von ihm aus, die den Einheimischen sofort frösteln ließ.

„Ja… ja…doch… ich will Euch alles sagen, was Ihr wissen wollt. “ jammerte der. „Exzellent. So lass uns gleich beginnen. Wie steht es um die Wehrhaftigkeit des Dorfes Heledd? Wie viele Männer beherrschen dort das Kriegshandwerk und wie weit entfernen sie sich in der Regel von den schützenden Palisaden?“ drang der Bestientreiber unversehens auf ihn ein.

Colias schüttelte bestürzt mit dem Kopf. „Das… das weiß ich nich… da sind Arlogh, Sulien und Brioc, die geschicktesten Jäger des Dorfes… oh und natürlich Ehren, der legendäre Klingenmeister und… Tirion, der war früher Gardist in Surdana und dann ist da dieses junge Mädchen aus dem Osten, die bei Ehren in die Lehre geht…“

„Hah, wie erheiternd. Wenn die Deinigen sich schon der Mädchen aus benachbarten Dörfern behelfen, auf das sie anstatt ihrer selbst die Kunst des Schwertkampfes erlernen, dann lässt der Mut und die Beherztheit der Heledder maßgeblich zu wünschen übrig.

“ kicherte der gebildete Edelmann spöttisch. „Welch beschämende Wandlung, einst sollten hier tapfere Krieger in strahlenden Rüstungen gegen die Ausgeburten einer Höllenwelt gefochten und obsiegt haben. Das Blut dieser hehren Recken scheint im Gezeitenstrom verwässert und vollkommen versiegt zu sein. Ihre Nachfahren sind nichts weiter als rückgratlose Feiglinge. “ Er seufzte pathetisch.

„Fahren wir fort. Die Dörfler sind keine Gegner für meine wilde Horde an Schlächtern, sie täten gut daran uns nicht lästig zu werden.

Nächste Frage, guter Colias. Aus deinem erstaunten Glotzen deute ich, dass dir diese Ruine hier nicht geläufig ist, was im wesentlichen auch nicht verwunderlich ist, liegt sie doch tief im Berg verborgen. Doch sage mir, existieren womöglich noch weitere Relikte aus alten Tagen in diesem Tal?“ Der Schwarzgewandete hatte sich umgedreht und ging bedachtsamen Schrittes zu dem Thron, seinen Thron.

„Nein… mir sind keine… anderen Ruinen bekannt… ich schwöre es! Ich verlasse meinen Hof ja… so gut wie nie…“ stotterte der besorgte Farmer und wrang die Hände vor dem Körper.

Elegant ließ sich der Meister der Monstrositäten auf den Pelzen seines festlichen Sitzes nieder, der Königen würdig gewesen wäre.

„Das glaube ich dir aufs Wort… obgleich dir dadurch eine Welt angefüllt mit Mysterien und Kuriosa entgeht. Aber sei es drum, dein erbärmlicher Verstand würde die Wunder nicht zu schätzen wissen. Eine letzte Frage erwartet dich noch, dann seiest du erlöst. “ stellte er dem Gefangenen ihn Aussicht, welcher hieraufhin ermuntert aufblickte. Der Schwarzgewandete beugte sich vornüber, legte die Fingerspitzen aneinander und starrte den niederen Mann eindringlich an.

„Hast du schon einmal etwas von der Träne Styrkars gehört, Colias?“ erkundigte er sich ernst und der flackernde Feuerschein aus den Kohlebecken tauchte seine aristokratischen Züge in blutrotes Licht.

Der Angesprochene zitterte unter der gründlichen Musterung seines Gegenübers und eisige Schauder rannen seine Wirbelsäule herab. Die durchdringenden Augen des unheilvollen Adligen schienen ihm bis in die Seele schauen zu können. Aber was sollte er ihm erwidern? Er konnte ihm über solcherlei keine Auskunft geben.

Unschlüssig huschte sein Blick zu den bulligen Wartoks, die wie Dämonen aus dem Schattenreich den Thron bewachten. Zeit verstrich, er musste antworten, ansonsten würde er bestimmt bestraft werden.

„Verzeiht mir… aber… ich weiß nichts über irgendeine Träne von Styr… Stykars. Davon habe ich noch nie zuvor etwas vernommen. Bitte… es ist die Wahrheit. Bitte… glaubt mir…“ bat er und warf sich gefügig in den Staub.

Der Schwarzgewandete atmete enttäuscht aus.

Dann lehnte er sich zurück, die feinen Brauen schoben sich verärgert zusammen. Mit einer herrischen, wegwerfenden Handbewegung gab er seinen grotesken Geschöpfen ein Zeichen. Die Grulle handelten augenblicklich, packten den armen Bauern an den Schultern, der unbändig aufschrie und um sein Leben bettelte. Doch all sein Flehen nutze ihm nichts mehr, er wurde in die Finsternis hinter dem Thron gezerrt, wo ein großer Spalt im Boden klaffte, aus dessen Tiefe das Hämmern von Werkzeug drang.

Lachend stießen die Grulle ihn den Riss, in dem er schreiend verschwand.

2. Unstillbare Begierde

Golden warme Lichtstrahlen durchbrachen das dichte Laubwerk der Bäume, deren Blätter allmählich die mannigfaltigen Färbungen des Herbstes annahmen. Es war still im Wald, nur gelegentlich zwitscherte ein Vogel sein Lied, klopfte ein Specht im Takt gegen die Rinde einer auserkorenen Erle oder Birke oder reckte ein Rehkitz, die Ohren spitzend, sein dreieckiges Köpflein empor.

Der Wind wehte dieser Tage schwach über das Land, er sammelte noch seine Kraft für die baldig aufkommenden Stürme, die die sich anbahnende Jahreszeit mit sich brachte. Hie und da rieselten bereits vereinzelte rote oder gelbe Blätter gen Erdboden, wo sie binnen der nächsten Monde einen Teppich aus den sattesten Farben bilden würden. Im Moment jedoch trugen die Bäume noch die ganze Pracht ihrer raschelnden Last, ließen den sommerlichen Zyklus ausklingen und bereiteten sich in ihrer unerschütterlichen Ruhe auf die Vormachtstellung des kühleren Winters vor.

Sie störten sich nicht an irdischen Belangen, sie bestanden einfach nur und schätzten die Schweigsamkeit der Ewigkeit. Eine Tugend, die den kurzlebigen Menschen nicht von der Schöpfung gegeben war.

Kalan rannte durch den Forst. Findig hechtete er durch natürliche Breschen im Unterholz, sprang mit federnden Füßen über dicke Wurzeln und stieß sich mit den Händen von den aufragenden Bäumen ab um zusätzlichen Schwung für seinen Lauf zu gewinnen. Sein jugendliches Gesicht war vor Anstrengung gerötet, das Baumwollhemd klebte ihm schweißgetränkt an Brust und Rücken.

Seine bloßen Unterarme waren zerschrammt vom Dornengestrüpp, ebenso war seine Hose von feinen Rissen in Mitleidenschaft gezogen worden. Doch all das kümmerte ihn nicht, sein Denken wurde nur von einer Sache beherrscht und die wollte er um keinen Preis der Welt versäumen. Die elendige Arbeit daheim hatte ihn lange genug davon abgehalten seinem Wunsch nachzukommen, schlussendlich war die Sehnsucht derartig groß gewesen, dass seine Lenden angefangen hatten zu schmerzen. Er hatte es nicht länger ausharren können, es duldete keinen weiteren Aufschub.

Des Nachts träumte er von ihr, er sah ihre schlanke Gestalt vor sich, welche zumeist in enges bräunliches Leder gekleidet war. Die fest geschnürten kniehohen Stiefel, die Wildlederhose, die sich wie eine zweite Haut an ihre langen, wohlgeformten Beine schmiegte und von einem lässig gebundenen Gürtel gehalten wurde. Ihren unbedeckten flachen Bauch, den Mieder aus Weichleder, der die Rundungen ihrer anbetungswürdigen jungen Weiblichkeit verhüllte aber ihr Dekolleté und die mit Arme freiließ.

Ihr hübsches Antlitz, den ebenmäßigen Schwung ihrer Lippen, die das wundervollste Lächeln herbeizuzaubern vermochten, ihre süße Stupsnase und die vor Selbstbewusstsein glitzernden grünen Augen, rotbraunes Haar, das ihr gleich einem Feuerschweif tief in den Nacken fiel… Ja, gestand er sich ein, er war vernarrt in sie, richtiggehend verliebt. Vielleicht sogar mehr, er verehrte und vergötterte sie, allein ihr Anblick reichte aus um ihm den Verstand zu vernebeln.

Begegneten sie einander auf den Straßen von Heledd so schlug er stets das Haupt nieder, er schaffte es nicht ihr in diese atemberaubenden Smaragdaugen zu schauen.

Einmal hatte sie ihn gegrüßt, war womöglich sogar geneigt gewesen mit ihm ein knappes Gespräch zu führen, aber er hatte nicht den Schneid besessen darauf einzugehen. Hatte nur etwas Unverständliches gemurmelt und war dann weitergegangen. Was hatte er sich im Nachhinein für seine Scheu verflucht! Seiner Begierde nach ihr tat dies aber keinen Abbruch. Oftmals schon war sie ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen, unentwegt hatte er ihre Lieblichkeit vor seinem geistigen Auge gesehen und sich ausgemalt was wäre, wenn ihr Herz nur für ihn schlagen würde.

Diese Vorstellung hatte ihn so manche Nacht schier den Schlaf geraubt, auf das er am folgenden Morgen so ermattet war, dass er kaum für die harte Arbeit beim Holz hacken oder Brot backen taugte.

Mehr als einmal hatte er das erzürnte Gebrüll seines Vaters ertragen müssen, der nicht erkannte, weswegen sein Sohn zu solch einem Taugenichts geworden war. Und Kalan war die Unwissenheit seiner Eltern nur recht, schließlich hätten sie seiner Erklärung sowieso keine Beachtung gewidmet.

Mädchen gab es immerhin genug im Dorf, mit denen hätte er sich ihrer Meinung nach gerne vergnügen können. Doch nicht aber mit der Fremden, die erst seit geraumer Weile in Heledd lebte und das wahrscheinlich lediglich für die befristete Dauer, die der Unterricht bei Ehren in Anspruch nahm. Aber die ansässigen Mädchen waren seiner Auffassung nach schal und wenig begehrenswert, ganz anders diese Rynn, das war ihr Name, die mit ihrer temperamentvollen Art und Weise ihre Geschlechtsgenossinnen mit Leichtigkeit in die unbedeutenden Schatten verwies.

Sie mochte in seinem Alter sein, um die achtzehn Lenze, vielleicht ein oder zwei Jahre älter, wirkte aber schon mehr als Frau als jede im Dorf, die bereits das Doppelte an Frühlingen auf den Buckel hatte und bislang nur schreiende Bälger gebärt hatte. Ihr haftete das Wilde und Ungestüme eines Abenteuers an, sie leuchtete wie der hellste Stern am Firmament und alles was sie tat, dünkte nicht so herkömmlich wie wenn es andere taten.

Ihm fehlte schlicht die Kunstfertigkeit ihr Wesen, ihre beispiellose Schönheit und ihre Außergewöhnlichkeit in Worte zu fassen, drum verheimlichte er seine Liebe zu ihr, die beinahe an Besessenheit grenzte. Aber heute, so hatte er sich geschworen, würde er mehr Wagemut zeigen. Heute war der Tag, an dem er nicht zu weggucken beabsichtigte.

Es war pures Glück gewesen, dass er zufällig in dem Moment die Stube seines Elternhauses betreten hatte, in welcher seiner Mutter die Backwaren verkaufte die sie zubereiteten.

Als diese Ehren, dem Klingenmeister und derzeitigen Lehrer Rynns, einen Becher Wasser einschenkte und einige Laibe Brot veräußerte. Der alternde Schwerttänzer war schweißüberströmt und gab munter einen Scherz zum Besten. Während er, Kalan, einige neu angefertigte Holzschalen und Trinkgefäße in die Regale verteilte, kamen die beide Erwachsenen plötzlich auf Ehrens Schülerin zu sprechen und wo sie denn sei. So erfuhr er, dass sie hinab zum See gegangen war um sich von den Mühen der Schwertübungen zu erfrischen.

Mehr hatte es nicht gebraucht um alle Gedanken in seinem Hirn auf nur ein Ziel zu richten.

Geschwind und so unauffällig wie möglich hatte er sich zurückgezogen und war anschließend schnurstracks in Richtung des Waldes gehastet. Seine Pflichten den Nachmittag betreffend waren für ihn unerheblich geworden in Hinsicht auf diese glückliche Fügung der Götter. Das war der Grund weshalb er wie ein Irrsinniger durch die Gebüsche wetzte und sich fast schon den Knöchel verstaucht hätte, weil er so blindlings und unachtsam durch das tückische Dickicht eilte.

Natürlich kannte er den Wald, wie jeder andere Halbwüchsige aus dem Dorf hatte er hier die Hälfte seiner Kindheitstage veralbert und getollt, und so bediente er sich gewisser Schleichpfade und Abkürzungen, die nur Eingeweihten vorbehalten war. Dies gestattete ihm innerhalb kürzester Zeit zum See zu gelangen, denn im Gegensatz zu jenen die dem Feldweg folgten, benötigte er hierfür nicht annähernd die übliche halbe Stunde.

Der See lag am Fuße einer steilen Felswand und wurde von einem rauschenden Wasserfall gespeist, der aus mehreren Schritt Höhe seine funkelnde Kaskade in das Becken ergoss.

Die Bäume des Forstes umkränzten den Teich wie einen grünen Wall und machten es damit zu einem wunderschönen Fleckchen Natur. Kalan hatte es immer gemocht und nun würde es noch mehr angehoben werden durch die Gegenwart einer ganz bestimmten Persönlichkeit. Je näher er dem angestrebten Ziel kam, desto vorsichtiger wurde er. Er unterdrückte das Gekeuche, das seine brennenden Lungen verursachten, und schlich behände eine Anhöhe hinauf, von der er wusste, dass sie die großzügigsten Aussicht über den See gewährte.

Früher hatte er hier schon mit anderen Jungs aus dem Dorf gelegen um die Mädchen beim Waschgang zu belauern, auch jetzt fühlte er sich nahezu wieder wie damals. Die Aufregung, die in ihm tobte, war verwandt mit jener aus seiner Knabenzeit. Nur eines hatte sich ganz wesentlich geändert, seinerzeit war es ein dummer Jungenstreich gewesen, heute kreiste es wahrlich um ein Objekt seiner Begierde. Mit angehaltenem Atem kroch er bäuchlings die Erhebung empor, schob etwas Geäst beiseite und lugte behutsam über den Rand.

Das Brausen des herabstürzenden Wassers dröhnte über die Lichtung und wurde von der Steilwand zurückgeworfen. Kalans Neugier fraß ihn förmlich auf, seine auskundschaftenden Augen jagten über die kristalline Fläche des Sees, die durch das Gefälle in ständiger Bewegung war. Eifrig suchte er den See ab, der keinen Speerwurf entfernt war, doch er entdeckte… nichts.

Kein Leib stand im niedrigen Wasser des Ufers, kein Kopf wiegte über den seichten Wellen, es war niemand da! Eine weidliche Enttäuschung befiel sein Gemüt und merzte die Vorfreude, die er eben noch verspürt hatte, gnadenlos aus.

Das lebendige Pochen seines Herzens verwandelte sich im Nu in die Schwere eines Klumpen Erzes, der ihm die Rippen zu durchbrechen dräute. Womit hatte er so viel Unbill verdient? Er war schon im Begriff sich abzuwenden und sein Versteck aufzugeben, als sein schweifender Blick plötzlich an etwas interessantem hängen blieb. Er kniff seine Augen zusammen und schärfte seine Sicht. Über einem umgestürzten Baumstamm, dessen eines Ende bis in den See reichte, hatte jemand Kleidungsstücke abgelegt.

Mit einem Male war seine Neugierde wieder vollends entfacht und er verkroch sich nach bester Manier um sich vor unwillkommener Aufmerksamkeit zu abschirmen.

Sein spähender Blick erfasste freudig, dass es sich bei den Kleidern um jene handelte, die Rynn zu tragen pflegte. Die Götter hatten ihn also doch erhört, sie war noch hier. Er hatte die richtigen Schlüsse gezogen, war gerannt wie ein Dämon und nun bewilligten sie ihm seinen gerechten Lohn! Doch wo war sie? Ungeduldig forschte er erneut den Teich ab und endlich wurde ihm sein Ausharren vergolten.

Sie brach wie eine Nymphe aus dem Wasser hervor, eine Fontäne aus funkelnden Tropfen blühte um sie herum auf um dann wie ein silberner Regen in den Schoß seines nassen Ursprungs zurückzukehren. Ihr Haarschopf wirbelte durch die Luft und leuchtete in der Sonne dunkelrot auf, ehe sie ihn mit ihren zarten Fingern aus ihrem Gesicht und in den Nacken strich. Ihr von der Eigenkraft empor getragener Körper rauschte beinahe bis zur Taille aus den Fluten, sodass ihre wunderbaren apfelgroßen Brüste für einen Lidschlag über der Wasserlinie seinem starrenden Augenmerk dargeboten wurden, bevor sie aufs Neue in das kühle Wasser eintauchten.

Kalan spürte wie ihn die Erregung packte und seine rechte Hand löste ohne sein Zutun die Kordel um seinen Hosenbund um dann sogleich an seinem strammen Glied zu reiben. Unter ihm schwamm seine Angeschmachtete mit kraftvollen Zügen in Richtung Ufer. Er konnte es kaum erwarten bis sie endlich aus den das Sonnenlicht spiegelnden Wogen trat um sie in ihrer gesamtenen Schönheit betrachten zu können. Schon dieser eine Blick auf ihren entblößten Busen hatte ausgereicht um den Liebessaft in Strömen aus seinem Penis fließen zu lassen.

Gleich einem ungezügelten Hund hockte er im Dickicht und stierte sabbernd den Abhang hinunter, an dem die junge Kriegerin gerade aus den Fluten glitt und gemessenen Schrittes zu dem gekippten Stamm ging. In feinen Rinnsalen tröpfelte das Wasser von ihren anmutigen nackten Gliedern hinab oder glitzerte betörend auf ihrer heller Haut.

Kalan vergaß das atmen, als er sie in ihrem vollen, makellosen Liebreiz zu bestaunen vermochte. Seine Augen klebten geradewegs an ihren festen Schenkeln, ihrer bezaubernden Scham, die eine Wonnespalte beherbergte, die von feinem dunklen Härchen umrahmt wurde, die wie eine süße Einladung deuchten.

Ihren schmalen Hüften, den herrlichen Brüsten und ihrem Gesicht, das einer Göttin ebenbürtig war. Sein umfasster Riemen war schon ganz schlüpfrig durch seine emsige Handarbeit. Es verlangte ihm einiges ab um nicht wie ein brünstiger Keiler aufzustöhnen. Das Glück war ihm selten so hold gewesen wie in diesen unbeschreiblichen Momenten. Er presste seine Lippen aufeinander und seine Nasenflügel blähten sich vor lüsternen Fron, welche er an sich selbst verrichtete. Die sich allein und unbeobachtet meinende Rynn blieb stehen, das Wasser umplätscherte ihre Knöchel, helle Widerscheine tanzten über ihre Haut.

Anmutig neigte sie ihren Kopf zur Seite, sodass ihr klatschnasses Haar frei in der Luft baumelte. Während Kalan ihren geraden Wuchs und das Spiel ihrer gut ertüchtigten Rückenmuskulatur bewunderte und zudem nichts lieber täte als die köstlichen Backen ihres Hinterns zu begrapschen, begann sie mit ihren Händen ihre frisch gewaschene Mähne auszuwringen. Der Anblick genügte selbstredend um die tosende Glut, die durch seine Adern wallte, anzuheizen, dennoch fluchte er insgeheim.

Er wollte sie von vorne sehen, den Ausdruck ihres hübschen, unbefangenen Gesichtes genießen und sich an ihren ansehnlichsten Vorzügen ergötzen. Seine Rechte ribbelte immer toller über seinen Schaft, der bereits eine erkleckliche Fülle seines weißen Liquors abgesondert hatte.

Er spürte, dass etwas großes bevorstand, etwas einmaliges, etwas derart erquickliches, das es seinen ganzen Körper zum zittern brachte. Beinahe hätte er einen frohlockenden Laut von sich gegeben, als sie sich kurz darauf umwandte, als hätte sie seinen innigsten Wunsch erahnt, und sich ihm nochmals in ihrer vollkommenen arglosen Nacktheit präsentierte.

Und nicht nur das, sie reckte und streckte sich, lockerte ihre Muskeln und vollführte einige Gelenkübungen, die nahe an die Kunstfertigkeit einer Akrobatin hereinreichten. Kalan gaffte gleich einem Ertrinkenden, der das rettende Eiland erspähte, ein Speichelfaden rann ihm aus dem Mundwinkel und sein Atem ging heftiger als ein Blasebalg. Rynn ließ die Feuchte ihres Bades einfach von den wärmenden Strahlen des Himmelsgestirns wegtrocknen und nutzte nebenher die Zeit um ihren agilen Leib zu trainieren.

Sie mochte auf den ersten Blick schmal gebaut und verletzlich wirken, doch unter dieser zarten Schale verbargen sich die geschulten Kräfte und Reflexe einer werdenden Kämpferin. Garel, ein Prahler und Herzensbrecher aus dem Dorf, hatte ihr nur wenige Tage nach ihrer Ankunft eine unanständige Wette vorgeschlagen, das sie sein Lager teilen möge, wenn er sie im Zweikampfe niederringen könne. Rynn war lachend darauf eingegangen, gänzlich zur Begeisterung Garels. Er hatte in Mädchen noch nie ernst zu nehmende „Raufkumpanen“ gesehen.

Die fremde Rothaarige bescherte ihm die größte Überraschung und Schande seines Lebens. Danach machte er stetig einen gewissenhaften Bogen um sie und behandelte Frauen fortan erheblich besser. Es war ein immenser Spaß gewesen und möglicherweise war dies sogar der Augenblick gewesen, in welchem sie sein Herz in Brand gesteckt hatte und er ihr hoffnungslos verfallen war.

Kalans eigene Haut kribbelte vor Hitze und Mühsal. Unablässig plinste er über den Rand der Anhöhe, sich in seinem Unterschlupf sicher wähnend.

Seine stierenden Augen kosten sie, hüpften von ihren leicht wippenden Brüsten mit den harten Knospen immer wieder zu ihrer anziehenden Pforte, deren sinnliche Lippen sich durch ihre abgewinkelten Beine geweitet hatten. Rynn dehnte die Arme über den Kopf, zog sie in einer fließenden Bewegung rechter- dann linkerhand wieder nach drunten, verlagerte ihr Gewicht zunächst auf den einen Fuß, dann auf den anderen. Kreiselte einmal um die eigene Achse, setzte ein Bein zurück und ließ das andere zügig vorwärts schnellen.

Ihr rechter Arm zuckte vor, als führe sie ein unsichtbares Schwert und spießte einen ebenso körperlosen Feind auf.

Das Licht der Sonne umschmeichelte ihre federnden Schritte und Gesten des Kampfes. Ihr Talent war unbestreitbar, doch er achtete weniger auf ihre Fertigkeiten der Klingenführung, sondern vielmehr auf die unverkennbaren Vorzüge ihrer weiblichen Grazie. Seine Hand bediente ohne Unterlass seinen strammen Riemen und sein Nacken begann schon zu schmerzen, weil er sich den Hals so verrenkte.

Aber dies wurde rasch zur Belanglosigkeit, als er merkte wie glühende Wellen der Erregung sein Innerstes durchschüttelten und Schübe heißen Samens einen hämmernden Herzschlag darauf aus seiner Eichel spritzten und das Gras und Erdreich neben ihm benetzten. Unterdessen die Erfüllung über ihn gekommen war, hatte er die Lider geschlossen und sich unwissentlich aufgebäumt.

Der Augenblick, als er den Gipfel der Lust erklommen hatte, war schlicht zu tiefgreifend gewesen und hatte ihm die Kontrolle über seinen Körper entzogen und ihn kurzweilig benommen gemacht.

Vielleicht hatte sich sogar ein röhrender Laut aus seinem Kiefer gelöst. Nun, im Nachhinein, fiel es ihm auf und er duckte sich wieder eilends ins Unterholz und betete zu den Göttern, dass Rynn nichts von alledem wahrgenommen hatte. Reglos verharrte so ein wenig und getraute sich erst dann wieder über die Anhöhe hinab zu blinzeln, als die Unruhe in seiner Brust zu übermächtig wurde. Behutsam und zögerlich musterte er die Fläche unter ihm. Erschrocken stellte er zu allererst fest, das die junge Kriegerin nicht mehr ihren Schwerttanz ausübte und überhaupt verschwunden war.

Hastig flog sein Blick über das Ufer und den See, aber nirgendwo erkannte er ihr auffälliges rotes Haar. Ihm wurde ganz mulmig und sein Beine rieten ihm schon das Weite zu suchen. Er wollte dem Drang gerade nachgegeben, als er auf der Oberfläche des glänzenden Sees sich ausbreitende, konzentrische Kreise und fast im selben Zuge ihre Kleider auf den gestürzten Baumstamm sah. Erleichterung durchströmte ihn. Sie war mitnichten weggelaufen, das ziemte sich ohnehin nicht für eine tapferes Mädchen wie sie eines war, nein, sie war einfach nur zurück ins Wasser gesprungen.

Sie hatte nichts vernommen.

Die Anspannung wich aus ihm und er sackte etwas ab, gab sich der behaglichen Entschlackung seines Gliedes hin, welches schlaff in seiner Hand hing. Sein Kopf war noch immer überschwemmt von den Eindrücken ihrer nackten Gestalt und allein der Gedanke an sie ließ seinen Schwanz schon wieder gedeihen. Ein verträumtes Lächeln schlich sich in sein Gesicht, als er phantasierte wie es wohl wäre sich mit ihr im Stroh zu wälzen…

Entrückt durch seine eigene anregende Vorstellung, wurde er vollkommen überrascht, als sich plötzlich etwas von hinten um seinen Hals wand und eine zweite Kraft ihn grob an den Haaren nach oben riss.

Kalan schrie entsetzt auf und fuchtelte mit seinen Armen und strampelte mit seinen Beinen, wodurch er ein überaus grillenhaftes Bild abgegeben musste, da ihm die Hose bis zu seinen Füßen rutschte, wo sie ein Knäuel formte und ihn ungelenk herum tapsen ließ. Seine unbeholfenem Bemühungen sich zu befreien, brachten ihm nichts ein, außer das der Griff um seine Kehle sich noch fester zuzog und er das Gefühl hatte, als würde ihm jeden Moment das Haar Büschelweise ausgerissen werden.

Er wollte um Hilfe rufen oder um Gnade, aber lediglich ein Röcheln quoll über seine Lippen. Und dann erklang eine Stimme nahe an seinem rechten Ohr und seine Angst schlug in Windeseile in völlige Beschämung um.

„Hab ich dich, du kleiner Lump! Ich hoffe dir hat gefallen, was du gesehen hast, denn eines ist gewiss, du wirst noch sehr lange davon zehren müssen, da ich dir eine Abreibung verpassen werde, die du so bald nicht wieder vergessen wirst!“ zischte diese bedrohlich, aber auch leicht zufrieden, vermutlich darüber ihn geschnappt zu haben.

Es war unzweifelhaft Rynn, seine Verherrlichte, die ihn gestellt und so barsch gepackt hielt.

Kalan hätte am liebsten vor Scham im Boden versinken wollen, doch keine höhere Macht erwies ihm diesen Wunsch. Seine ärgste Befürchtung hatte sich bewahrheitet, sie hatte ihn doch bemerkt, wie dumm von ihm anzunehmen, dass ihre feinen Sinne ihn nicht entlarvt hatten. Jetzt spürte er auch erst, das sein bloßes Gesäß gegen die Haut ihrer Hüfte drückte und sein Rücken in den Genuss des weiches Polsters ihrer Brüste kam.

Wären die Umstände anders gewesen, er hätte sich im Paradies befunden. Hier wurde ihm allerdings die Luft in seinen gequetschten Lungen dünn.

„Bitte… vergib mir… das war… unschi… cklich… tut mir wirklich…. krieg keine Luf… mehr!“ keuchte er gequält. Hernach herrschte einen Atemzug lang Stille und er fühlte wie die Kraft des Armes, den sie um seinen Hals geschlungen hatte, sich milderte und schließlich gänzlich von ihm genommen wurde. Gleiches geschah mit den Nägeln, die sich in seine schulterlangen Haare vergraben hatten.

„Kalan? Bist du das?“ rief Rynn ungläubig aus, packte ihn bei den Schultern und drehte ihn schmissig zu sich herum. Auf einmal stand er ihr dicht gegenüber, so nah wie noch niemals zuvor, und obwohl es das ungünstigste sein mochte, was er in dieser Lage tun konnte, so kam er nicht umhin sie sprachlos anzustarren. Seine Augen schienen von einem Eigenwillen besessen und glitten über ihren unverhüllten Körper, fuhren erneut über die ebenmäßigen Kurven ihrer Schenkel, der Taille, des Bauches und ruhten etwas länger auf ihrem ambrosischen Geschlecht und den reizenden Busen.

Zu ihrem grimmigen Antlitz gelangte er erst zum Ende hin. Eindeutig zu spät. Schon fegte ihm eine heftige Ohrfeige den Kopf zur Seite.

„Himmel und Hölle, ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber nicht mit dir! Bisher hatte ich immer gedacht, dass du ein anständiger Bursche seiest, nicht so wie Cuinn, Garel und wie sie alle heißen. Hah, ich bin regelrecht erstaunt. Wir haben nie mehr als ein paar Worte miteinander gewechselt, ich wusste nicht einmal, dass du Interesse an Mädchen oder mir insbesondere hegst, wo du doch von eher stillerer Natur bist!“ Ehrliche Verwunderung lag in ihrer Aussprache und dass sie die „anständige“ Betrachtung, die sie von ihm hatte, nun vor ihm abwertete, versetzte ihm einen feurigeren Stich, als ihr Hieb ihn je hätte verursachen können.

Betreten schaute er auf den Boden vor seinen Füßen, versuchte nicht ihre schlanken Beine zu streifen oder seinen Blick hinaufwandern zu lassen.

„Wie lange geht das jetzt schon so? Bespitzelst du mich schon seit ich in Heledd bin oder war dies hier eine fixe Idee deinerseits? Oder wurdest du angestiftet mich zu belauern? Steckt möglichenfalls einer der anderen Lüstlingen dahinter? Na los, antworte mir oder hast du deine Zunge verschluckt?“ stutze sie ihn zurecht und schüttelte ihn leicht an den Schultern.

Flüchtig flackerte in ihm der Einfall auf, die Gelegenheit zu nutzen und die Schuld einem anderen zuzuschieben, aber damit verleumdete er sich selbst und seine Gefühle zu ihr. Irgendetwas tief in ihm drin wollte das nicht, er konnte es nicht mit sich vereinbaren. Zaghaft sagte er: „Nein, niemand hat mich angestachelt. Es hat mir auch keiner gedroht… ich habe es aus eigenen Willen getan. Ich meine… ich hatte lediglich vor in den See zu tauchen, die Arbeit… das Holz hacken war sehr schweißtreibend…“

„Oh ja, natürlich, es war bestimmt das Holz, das du klein geschlagen hast, welches dir den Schweiß aus den Poren getrieben hat.

Und dazu noch etwas anderes, nicht wahr?“ entgegnete sie ihm scharf und er konnte sich denken, worauf sie damit anspielte. Die Zeugnisse seiner ungezügelten Leidenschaft hafteten nämlich wie sämiger weißlicher Honig an seinen Fingern und auf den Grashalmen nahebei. Rynn schnaubte abfällig und ließ ihn los. „Verflucht, wenn du dich schon die ganze Zeit über wie eine Ratte versteckt hältst, dann sei wenigstens jetzt Manns genug und schau mir in die Augen! Ich hasse es mit einem Bückling zu reden.

Zaudernd gehorchte er ihr, konnte aber nicht verhindern wiederum ihren schönen Rundungen zu huldigen. Wie gerne hätte er seinen Mund über diese silberlinggroßen Warzenhöfe gestülpt und an den harten Nippeln gesaugt. Augenblicklich bereute er sein lüsternes Gedankengut, denn seine Lanze richtete sich streitlustig wieder auf. Schnell legte er seine Hände über seine Lenden, doch das fortschreitende Unheil war schon herbeigeführt.

Empörung zeigte sich auf Rynns Miene, die sich aber geschwind in ein listiges Schmunzeln wandelte.

Offenbar erfreute sie sich an dem Wirrnis seiner Empfindungen. Sie stemmte ihre Arme in die Hüften und eine ihrer Brauenbögen hob sich abschätzig. „Na sie mal einer an, es geht doch. Augenscheinlich bevorzugt auch etwas anders an dir diese Aussicht. Ich möchte wetten, dass du noch nie die Wärme einer Frau gespürt hast, habe ich Recht?“

Kalan nickte verlegen, die Röte brannte auf seinen Wangen. Er konnte seinen steifen Schwanz kaum beugen, derartig geschwollen war er.

Die junge Frau ihm gegenüber neigte das Haupt schief und grinste ihn spöttisch an. „Dann merke dir eines: indem du dich wie der letzte Trottel und Jämmerling benimmst wirst du nie eine Frau beeindrucken können. Zumindest keine meines Schlages. Du kannst von Glück sprechen das ich mit dir fühle und um deine Schüchternheit weiß, ansonsten hätte ich dich schon längst diesen Abhang hinuntergestoßen um dein Gemüt abzukühlen. “ erklärte sie ihm unverblümt.

Jedes ihrer Worte bohrte sich in seine Seele wie der Biss eines abgewetzten Dolches. In ihrem Beisein schrumpfte er zu einem kleinen, Unsinn brabbelnden Mickermännchen. Ihre Wesen waren halt grundverschieden, was ihm an Selbstbewusstsein fehlte, hatte sie ihm Überfluss.

„Tut mir… aufrichtig Leid. Ich sollte wohl… jetzt besser verschwinden. Und keine Sorge, ich gelobe mich von dir… fern zu halten. “ druckste er und bückte sich nach seinen Beinkleidern, die er hölzern emporzog um seine ungebrochene Erregung darin zu verstauen.

Rynn beobachte ihn erheitert bei seiner Hampelei und sagte abschließend: „Gut, das will ich dir auch geraten haben. Eines Tages vielleicht, solltest du bis dahin deinen Weg gefunden haben und wissen wer du bist, dann kannst zu mir kommen und mich offen fragen, ob ich etwas an dir finde, aber momentan wirkst du auf mich keinesfalls erstrebenswert. Und nun troll dich, Kalan, und wage es nicht anderen Mädchen im Dorf hinterherzuschleichen, das ist widerwärtig.

Wenn ich davon hören sollte, suche ich dich und treibe dir diese Flausen gebührend aus. Hau ab!“

Wie ein geprügelter Hund parierte er, hielt mit beiden Händen seinen Hosenbund und hetzte taumelnd von dannen. Tränen der Demütigung funkelten in seinen Augen und seine Eingeweide verknoteten sich vor rasender, aufkeimender Wut.

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