Das Foto 02

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Anmerkung: Das ist die Fortsetzung der Geschichte ###. Auch wenn diese Geschichte eigenständig ist, so empfehle ich, zuerst Teil 1 zu lesen.

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Das Foto 02 – Jennys Fotoshooting

Es klingelte an der Tür. Es war Carolin, meine beste Freundin. Sie kam gerade aus dem Ausland wieder. Schon vor Monaten hatte ich ihr die gute Botschaft gesimst, dass ich nicht mehr Single war.

Und schon vor Monaten kündigte sie an, dass sie mich nach ihrer Rückkehr unbedingt als erstes besuchen kommen würde. Ich freute mich schon riesig auf das Wiedersehen!

Wir tranken Kaffee und aßen etwas Kuchen – und Caro wollte alles ganz genau wissen. Wir sprachen darüber, wie er aussieht, was für Hobbys er hat und natürlich auch seine Qualitäten – nicht zuletzt auch die im Bett. Ich schwärmte in höchsten Tönen.

Du, hast du eigentlich auch ein Foto vom ihm?

Ja, klar.

Wobei…

Wobei was?

Naja…

Mir fiel in dem Moment ein, dass zwar ein riesiges Foto im Schlafzimmer hing, aber ein Alltagsbild hatte ich noch nicht von ihm.

Na, komm, zeig schon!“ forderte mich Caro auf.

Ich ließ mich breitschlagen und führte sie zu meiner Schlafzimmertür. Ich öffnete die Tür und zeigte mit meinen Fingern in die entsprechende Richtung: „Voilà„.

Ach, das kenne ich doch schon. Das war doch dein Lieblingsfoto – oder bist du jetzt etwa mit diesem Typen? Nein, Moment, das ist ein anderes Bild.

Ich beobachtete, wie Caro den Typ musterte. Vor allem verharrte der Blick auf den Bauchmuskeln, aber ich konnte auch die Blicke auf sein Glied deuten.

Na, dann ist es kein Wunder, wenn dir der Sex mit ihm so gut gefällt„, sagte Caro und zwinkerte mir zu.

Wir sprachen noch lange über Sex, Penisse und Vorlieben, aber auch über die Vorgeschichte zu den Bildern.

Hat Micha eigentlich auch so ein erotisches Bild von dir?„, fragte sie plötzlich.

Ähm, nein.

Warum eigentlich nicht?

Die Frage erwischte mich kalt. Ich hatte mich noch nie nackt in der Öffentlichkeit gezeigt, geschweige denn ablichten lassen. Eigentlich war es nicht meine Art.

Mmmh, weiß nicht. “ war meine wenig überzeugende Antwort.

Ich kenne ihn zwar noch nicht. Aber ich wette, er wird sich bestimmt genauso freuen, wenn er ein Aktbild von dir hat! Ich meine, welcher Typ freut sich nicht über ein Nacktfoto seiner Freundin, auf der sie verführerisch lächelt?

Mit der Aussage hatte sie natürlich Recht. Aber irgendwie war es mir unwohl, nackt vor jemanden zu stehen.

Du hast vermutlich Recht. Aber irgendwie weiß ich nicht, ob ich mich so recht traue.

Naja, den Schritt musst du schon gehen. Wenn du willst, können wir gerne mal probieren, ob wir ein schönes Bild hinkriegen?

Du meinst hier und heute?

Ja. Ist nur ein Vorschlag. Oder fällt dir etwas besseres ein?

Mehr oder weniger zögerlich ließ ich mich darauf ein.

Meine Freundin spürte meine Zurückhaltung. Wir überlegten zusammen, was ein gutes Motiv im Hintergrund wäre, letztendlich kniend auf dem Bett, so dass im Hintergrund Micha zu erkennen war. Ich holte meine Digitalkamera und dann brachte ich mich in Position. Cora experimentierte mit dem richtigen Blickwinkel. Dann konnte es losgehen.

Wenn es ein Aktfoto werden soll, musst du aber noch ein paar Kleidungsstücke loswerden.

Ich zog mein T-Shirt und meine Hose aus.

Beim BH wurde ich zögerlicher.

Du stellst dich an. Ich habe schon hin und wieder Frauen nackt gesehen.

Ich ließ den BH fallen und präsentierte meine Oberweite. Ich musste einige Male tief durchatmen. Irgendwie war das Gefühl, mich nackt vor meiner besten Freundin zu präsentieren ungewohnt. Ich weiß, dass es andere Frauen öfters tun – aber irgendwie hatte sich das nie ergeben. Ich dachte an die schönen Fotos und an Micha – und das gab mir durchaus die Kraft.

Die können sich doch sehen lassen„, lobte meine Freundin. Dann blickte sie durch den Sucher – und ich in das Blitzlicht. ‚Wäh‘ dachte ich, als der erste Blitz mich traf. Cora machte gleich eine ganze Serie.

So, genug Fotos„, meinte sie nach 5 Minuten. Wie setzten uns auf das Bett, ich immer noch oberkörperfrei, und schauten uns die Bilder an.

Hilfe, sieht das schlimm aus!„, war mein erster Ausruf, „ich sehe ja da drauf aus wie eine Leiche.

Total bleich. Das kann ich ihm unmöglich schenken.

Mmmh. Ja, vermutlich hast du Recht.

Und was machen wir nun?

Naja, das war jetzt mit primitivster Technik. Wie wäre es mit einem professionellen Fotografen? Es soll ja was besonderes werden!

Caro ist bereits gegangen, als Micha bei mir klingelte. Auch wenn ich zwischenzeitlich schon darüber nachgedacht hatte, wie ich an so ein gutes Aktfoto kommen könnte, vergaß ich plötzlich alles um mich herum.

Ich knuddelte ihn bereits an der Wohnungstür ab. Und kaum war sie verschlossen, wurde er weiter von mit Küssen und Liebkosungen übersät. Er sprang gleich drauf an und erwiderte genauso stürmisch. Er war sehr geschickt, denn ich bekam dabei gar nicht mit, wie ich aus meiner Kleidung geschält wurde. Erst die Bluse, dann der BH – und schon präsentierte ich ungeplant meine süße kleine Handvoll Oberweite.

Er drehte mich um, ließ mich an seinen Schultern verweilen, während er mich von hinten küsste und seine Finger mit dem Knopf meiner Jeans spielten.

Ich nahm den süßen Duft seines Parfums war, es roch so herrlich männlich. Kurz massierte er durch den dünnen Stoff des Slips meine Schamregion. Die anderen Hand wanderte nach oben und massierte meine Brüste. Ich drückte meinen Po nun leicht nach hinten und spürte bereits seinen steifen Schwanz durch die Jeans. Ich rieb meinen knackigen Arsch etwas auf und ab, ich wusste, das machte ihn jedes Mal verrückt.

Dann lösten wir uns und beendeten den intensiven Kuss.

Micha führte meine Hände, so dass ich meine heruntergelassene Hose ganz auszog. Wir gingen ins Schlafzimmer und Micha setzt sich bereits aufs Bett. Ich stand noch vor ihm – und mit Ausnahme des Slips war ich bereits komplett nackt, während Micha noch mit Ausnahme seiner Jacke und der Schuhe komplett bekleidet war.

In dem Moment schoss mir der Gedanke mit dem Aktfoto noch einmal durch den Kopf und ich posierte einige Stellungen.

Dabei schaute ich, wie groß seine Augen wurden. Vielleicht konnte ich so erkennen, was ihm am besten gefiel. Mal die Rückseite mit Blick über die Schultern, mal ein verlegenes Lächeln, mal ein Ablecken des Daumens, dann mit meinem Feuerstab, das ist mein Lieblingsdildo, in der Hand. Das Problem war nur: ich konnte kaum Unterschiede feststellen. Er schaute mir nur erwartungsvoll zu.

Dann fuhr ich mit meinen Händen durch den Saum des Slips.

Er schaute immer noch gespannt zu – aber ich hatte den Eindruck, er wurde noch unruhiger. Ihm lief das Wasser im Mund zusammen. Ich zog den Slip ganz langsam nach unten, so dass ich ihm recht früh Einblick auf meine Muschi gab. Er kannte sie ja nun schon intensiv, aber ihn erregte dieser Moment immer wieder.

Als ich den Slip ausgezogen hatte, ging ich zu ihm hin und setzte mich auf ihn.

Und versuchte sein Glied durch die Hose zu spüren. Ich reizte ihn total. Ich spielte mit ihm. Ich blickte ihm in die Augen. Seine Augen wurden größer. Ich stöhnte. Ich signalisierte ihm meine Erregung.

Er schob mich zur Seite und sprang auf. Auf den Moment hatte ich gewartet. Er zog seine Jeans aus, riss seinen Slip förmlich von Körper. Und auch sein Hemd war binnen Sekunden ausgezogen, ein Knopf flog durch den Raum.

Er legte mich auf den Rücken. Und dann jagt er mir sein großes Glied ohne viele Worte direkt in mich rein. Ich schrie kurz auf. Aber das hielt ihn nicht davon ab.

Ich mag es, wenn Sex natürlich und intuitiv ist. Ich mag es, wenn Micha keine große Rücksicht nahm und sich seinen Reizen und Gefühlen hingab. Ohne Pläne und Dinge, auf die man aufpassen muss.

Einfach nur Sex. Wie bei den Tieren.

Das war die letzten Wochen immer schwierig. Da musste ich Micha immer noch mal stoppen und ihn an das leidige Thema Kondom erinnern. Aber das war seit dem Tag Geschichte: die Pille sollte nun wirken. Und auch sonst konnten wir uns inzwischen vertrauen.

Micha beließ es jedoch nicht nur beim Eindringen, sondern setzte auch gleich seinen Prügel in Bewegung.

Auch wenn es theoretisch egal ist, ob er nun so ein Verhüterli drauf hatte oder nicht: er war an diesem Abend wilder – und das bewirkte auch bei mir einen feinen Unterschied. Mit schnellem Tempo und harten Stößen stöhnte er bereits nach kurzer Zeit. Er bäumte sich auf, er schrie. Und in dem Moment spürte ich, wie die Spritzer nun direkt an meine inneren Organe geschossen wurden. Und das fühlte sich schon anders an, als wenn ich nur spüre, wie die Spritzer im Kondom aufgefangen wurden und dann ggf.

die Kondomspitze noch mal sich in Bewegung setzte.

Micha zog nun sein erschlafftes Glied aus mir raus, es machte kurz plopp und wir mussten beide lachen. Wir betonten noch einmal, wie sehr wir uns doch lieben. Aber eins spürte ich noch anders als bisher: wie sein Saft in mir blieb.

Micha liebte es wie fast alle anderen Männer auch, wenn nach einem Orgasmus der Schwanz sauber geleckt wurde.

Und wenn mich eins bisher absolut abgetörnt hatte, dann war es der Kondom-Geruch. Wir hatten schon viele verschiedene probiert – nur im XXL-Bereich ist das Sortiment leider nicht so vielseitig bzw. schwerer zu bekommen. Dabei müsste man doch meinen, dass solche Typen, auch wenn sie statistisch seltener auftreten doch einen wesentlich höheren Verbrauch haben? Aber vielleicht dachten die meisten so wie wir – und stiegen lieber um?

Jedenfalls begann ich nun seinen Schwanz zu lecken.

Anders als bei seinem Vorgänger konnte ich allerdings dazu die Eichel nicht mehr in den Mund aufnehmen, sondern konnte nur ablecken. Aber Micha fand es auch toll.

Ich bestand nun darauf, dass eigentlich Micha nun auch einen meiner Wünsche doch erfüllen könnte: mich nach dem Sex zu lecken. Denn er hatte bisher ebenso einen guten Grund gehabt, das zu verweigern. Doch der galt nun nicht mehr.

Ich merkte wie Micha überlegte, ob er mir den Gefallen tun sollte. Normalerweise hatte er kein Problem mit Lecken. Und mir wurde in dem Moment auch bewusst, um was es ging: er käme nun mit seinem eigenen Sperma in Berührung. Doch mein scharfer, erwartungsvoller Blick ließ ihm keine Wahl – und so positionierten wir uns zur Neunundsechzig, Micha lag unten.

Ich fuhr meine Zunge aus und leckte den Schwanz. Der Geruch und Geschmack von Michas Spermas ist mir schon vom Blasen her vertraut gewesen.

Aber ich schmeckte natürlich auch mich selber dabei. Und diese Mischung fand ich durchaus interessanter. Ich merkte, wie Micha diese Erfahrung noch umgehen wollte. Die Zunge kreiste auffällig nur um meinen Kitzler und maximal die Hände stimulierten den Bereich um meinen Eingang – sonst war das für ihn auch kein Problem. Im Gegenteil: ich liebte es, wenn seine spitze Zunge sich in mein Loch reinbohrte – und das wusste Micha genau.

Ich genoss dieses Spiel – dann wollte ich handeln.

Ich nahm dazu zwei Finger, führt sie vorbei an seinen Fingern direkt in meine Muschi rein. Ich bewegte meine Finger und ließ sie wieder rausgleiten und strich mit den Fingern zu meinem Kitzler. Er leckte weiter und ich merkte, wie er langsam sich nun auch mit der Zunge meinem Eingang zugewandte. Nun genoss ich richtig, ich ließ mich richtig fallen. Ich öffnete noch weiter meine Beine. Ein Königreich für diese Zunge. Für einen Moment vergaß ich das Lecken und Micha machte es mit seinem Schwanz bemerkbar, in dem er ihn auffällig pendeln ließ.

Der war langsam wieder hart geworden. Ich wurde ebenso richtig rattig. Und uns beiden war schon klar, dass wir nicht mehr lange uns noch mit dem Mund befriedigen würden.

Ich richtete mich auf, drehte mich um und setzte mich auf ihn – und ließ nun seinen steifen Schwanz in mich reingleiten. Ich liebte den Reiter und vor allem den Moment, wo ich bestimmen konnte, wie tief ich den Schwanz in mir eigentlich aufnehmen möchte.

Und so ließ ich ihn ganz langsam in mich gleiten. Es war wie jedes Mal ein Genuss. Die Vorfreude beim Eindringen ist jedes Mal unbeschreiblich!

Mich machte sein Schwanz vor allem im Reiter wahnsinnig, es war jedes Mal wie eine Sucht. Das Gefühl, im Inneren sehr gut ausgefüllt zu sein. Die Reibung. Noch dazu die Eichel. Und obwohl der Sex doch jedes Mal ähnlich ablief, wurde es auch nach einem halben Jahr nicht langweilig.

Nun wurde ich zum Tier, zur wilden Bestie.

Ich begann mit den Bewegungen und erhöhte sehr schnell das Tempo. Wie eine Unersättliche bewegte ich mein Becken auf und ab – und ließ ihn tief eingleiten und wieder rausfahren. Ich schrie, das Bett schwang bereits mit uns mit und Micha lag nur da und genoss nur noch, was da mit seinem Schwanz passierte. Und dieses dauerte auch wie immer eine kleine Ewigkeit.

Ich ließ völlig der Geilheit und meinen Gefühlen freien Lauf. Und Micha hatte den Schwanz, der mir auch über längere Zeit Stabilität sicherte – zumindest wenn er einmal gespritzt hatte, spritzte er nicht gleich wieder.

Als ich langsam immer mehr vibrierte, bewegte Micha seine Hände zu meinen Brüsten und bewegte auch mehr sein Becken auf und ab. Das gab mir den Rest. Ich schrie einen spitzen Laut raus, ich schüttelte mich und stöhnte sehr schnell und hastig.

Aber ich machte weiter. Während ich bei früheren Männern nach einem Orgasmus bereits k. o. war, lernte ich bei Micha kennen, dass für mich als Frau gilt: Nach dem Orgasmus ist vor dem Orgasmus. Und so bewegte ich mich nahezu pausenlos weiter, als die Wellen wieder abebbten.

Nun schauten wir uns in die Augen. Das war für uns beide ein Zeichen, dass wir einen gemeinsamen Orgasmus anstreben wollten. Mit einer Hand griff ich nach hinten zu seinen Eiern.

Micha liebte solche Massagen sehr. Nun ließ ich mich auch nicht mehr gänzlich fallen und mich nur danach treiben, was ich in mir spürte. Nun hörte ich auch wieder mehr auf Micha. Auf das, was er stöhnte.

Na los, mach mich fertig mit deinem großen Schwanz. Na los!

Micha liebte es, wenn ich beim Sex seinen Schwanz mit einer positiven Eigenschaft erwähnte – auch wenn ich ihn lieber direkt in den Mund nehme als nur davon zu sprechen.

Aber im Reiter war das für ihn immer ein Signal, nun stärker gegen meine Bewegungen zu bocken. Und das tat er auch. Ich spürte ihn so tiefer und intensiver — vor allem wurde er nun langsam wieder zum Tier. Wir stöhnten beide nur noch. Wir zitterten. Wir genossen. Und wir kamen. Schweiß überströmt zuckte mein ganzer Unterleib, noch heftiger als beim ersten Orgasmus. Ich spürte auch, wie sein Schwanz spuckte und zum zweiten Mal sein Sperma mit mehreren Schüben in mich pumpte.

Es war großartig, das erste Mal ohne Kondom. Wir duschten und ich spürte, wie so langsam sein Liebessaft aus mir wieder rausglitt.

Der Abend war mittlerweile soweit fortgeschritten, dass wir anschließend nur noch etwas kuschelten und ins Bett gegangen sind. In Gedanken reifte in mir der Gedanke, wie ich das Foto für ihm machen lassen sollte. Die Position hatte ich noch genau vor Augen, wie ich mit meinen Händen in meinen Slip griff und diesen herunterziehen will.

Das Motiv stand somit fest.

Am nächsten Tag hatte ich etwas Freizeit. So schlenderte ich durch die Stadt. Und neben dem Frauenvolkssport Numero 1, Einkaufstaschen mit schicken Klamotten sammeln, blieb ich dieses Mal auch verstärkt vor den Fotostudios der Stadt stehen. Die meisten hatten einige Aktbilder im Schaufenster, einige auch im Laden direkt. Bei einigen fragte ich nach Preisen. Doch so richtig war ich noch nicht überzeugt. Ich betrat einen Zeitungsladen und wollte mir noch eine Modezeitschrift kaufen.

Und da entdeckte ich eine Frauenzeitschrift, auf deren Titelblatt so ein muskolöser Typ abgebildet war. Das Bild sah fast so aus, wie das von meinem Freund oder George (dem Bild meiner Jugend). Ich blätterte durch die Zeitung und sah auch ein Nacktfoto von dem Typen. Keine Frage, das muss die selbe Fotografin sein. ‚Warum nicht zu ihr gehen?‘, schoss es mir durch den Kopf.

Kaum hatte ich meine vielen Einkaufstaschen zu Hause abgelegt, suchte ich im Internet nach der Fotografin.

Sie bewarb auf ihrer Homepage keine Aktfotografie, scheinbar brauchte sie es bei ihrem Ruf auch nicht. Die Adresse war noch die selbe gewesen. Spontan rief ich an und wollte mir ihr einen Termin für Aktbilder vereinbaren. Sie schien vom Frauen-Aktbildern nicht all zu begeistert zu sein, doch ich erzählte ihr den Grund. Letztendlich konnte ich sie überzeugen, als ich ihr sagte, dass mein Freund bereits bei ihr schon Model war.

Da ich das Foto nicht für die Veröffentlichung in Männermagazinen freigeben wollte, hatte die Fotografin ein ordentliches Honorar gefordert.

Sie würde mir noch ein Stück entgegenkommen, wenn wir einen Termin im Anschluss an eine ohnehin stattfindende Fotosession finden würden. Das gelang und so vereinbarten wir drei Wochen später einen Termin. Das Geld tat zwar meinen armen Studentenbudget weh – doch was tut man nicht alles, wenn man verliebt ist?

Für meinen Freund brauchte ich noch einen guten Ausrede für meine Abwesenheit: eine langweilige Familienfeier, auf die er ohnehin keinen Bock hatte!

Die Wochen vergingen wie im Fluge.

In Gedanken war ich nun schon häufiger bei der Fotosession. Ich malte mir aus, wie es ist, einmal nackt vor anderen Menschen zu stehen, mit denen ich weder verwandt bin, noch mit denen ich gevögelt habe. Ich versuchte mir vorzustellen, wie die fertigen Fotos aussehen und wie mein Freund reagieren würde. Vor allem stellte ich mir die Frage, wie ich mich körperlich darauf vorbereiten sollte. Ich legte mir noch einen Friseurtermin fest, ging noch in ein Nagelstudio.

Und natürlich legte ich vorher noch mal eine strikte Diät auf – nicht, dass ich es nötig hätte, aber die Fotos sollten schließlich perfekt sein.

Und dann stand der große Tag an. Ich fuhr mit der Bahn in meine Heimatstadt, ausnahmsweise war der Zug einmal pünktlich. Ich lief die Strecke vom Bahnhof in das Viertel, die Gegend kam mir jedenfalls noch sehr vertraut vor. Ich bog in die entsprechende Straße ein.

Die alte Kneipe gab es immer noch und da ich noch eine halbe Stunde Zeit hatte, beschloss ich schnell noch einen Kaffee zu trinken. Die Kneipe sah von innen noch genauso aus, wie früher, sie war halt nur mittlerweile in die Jahre gekommen. Ich schlängelte mich durch die Räume und suchte mir einen Platz. Obwohl es erst früher Nachmittag war, war sie schon gut besucht. Ich erreichte den Raum mit dem alten Sofa – und welch ein Glück: das Sofa existierte noch und es war frei.

Die Federn waren hart, es war fast schon etwas unbequem.

Ich bestellte einen Kaffee und trank ihn. Kurz bevor ich gehen wollte, griff ich noch mal zum Spaß unter das Sofa. Doch zu meiner Enttäuschung musste ich feststellen, dass da kein weiteres Bild lag.

Der Alarm meines Telefons erinnerte mich, dass es nur nur zehn Minuten Zeit waren. Und ich ging langsam zur Fotografin. Ich holte noch ein paar Mal tief Luft.

Ich sprach mir noch mal Mut zu, ich wollte es. Ich wollte meinem Freund die geilste und beste Überraschung überhaupt machen, das war meine Vision.

Ich betrat den kleinen Fotoladen im Erdgeschoss und wurde freundlich von einer jungen Verkäuferin begrüßt. Ich stellte mich kurz vor und die Dame führte mich über eine alte Treppe im Jugendstil ins Obergeschoss. Dort gab es einen kleinen Vorraum mit einigen Sitzplätzen. An den Wänden hingen fünf Aktbilder.

Und ich erkannte auf Anhieb Micha und George wieder. Und die anderen drei Typen sahen ähnlich aus. Alle waren sie muskulös, hatten ein unglaublich sympathisches Lächeln und einen überdurchschnittlich großen, schlaffen Schwanz. Als ich die Typen so nebeneinander sah, wusste ich gar nicht, welcher von ihnen der schönste Typ war. Im Zweifel aber war ich dann doch loyal. Ich war sogar etwas stolz, dass ich die Freundin von Micha war. Und in meinem Unterleib kribbelte es schon wieder leicht.

Ich freute mich schon darauf, von ihm genommen zu werden, wenn er das Foto in der Hand halten würde.

Und während ich genussvoll die Bilder beobachtete, bemerkte ich kaum, wie die Fotografin aus dem Atelier kam.

Und, gefallen dir die Bilder„, wurde ich augenblicklich in die Realität zurückgeholt.

Äh, ja. Natürlich. Hallo.

Ja, die Männer sind alle umwerfend.

Ja, und der da ist mein Freund.

Sie blickte einmal kurz auf das Bild und klopfte mir auf die Schulter: „Sie Glückliche! Bei mir hat noch keiner von den Kerlen angebissen.

Die Fotografin sah schon aus, als hätte sie die schönsten Tage ihres Lebens schon hinter sich gebracht, sie war bestimmt schon 55. Sie sah zwar noch körperlich fit aus, aber ihre Haare waren bereits grau.

Wir klärten zunächst die Formalitäten.

Die Fotografin wollte es von mir schriftlich haben, dass sie von mir Aktfotos anfertigen darf und sie strich den Passus, die Bilder zu veröffentlichen. Nun stand das Honorar auch schwarz auf weiß auf dem Papier. Und da die Fotografin eine etwas familiärere Atmosphäre bevorzugte, wollte sie, dass wir uns duzen – gerade bei Aktbildern.

Sie öffnete die Tür zum Atelier und wir betraten es beide. Im Inneren sah ich zwei Leute, die miteinander beschäftigt waren: ein kräftig gebauter, sportlicher Mann, der nur in Unterhose bekleidet war und sich locker in die Reihe von George, Micha und den anderen dreien einreihen konnte, wurde von einer leicht molligen Frau gerade gepudert und für das Kameralicht vorbereitet.

Sie war gerade damit beschäftigt, einen Pickel auf seiner Stirn zu übertünchen. Die Fotografin sah meinen Blick auf den fast nackten Mann und grinste.

So, nun nicht auf den Mann starren. Da hinten kannst du dich ausziehen, wenn du dich frisch machen willst, hier drüben ist das Bad. Und Julia wird sich dann gleich um dich kümmern.

Ich legte in der Ecke meine Sachen ab und schlüpfte aus meinem Rock und meinen Shirt.

Julia meldete, dass sie fertig war und die Chefin inspizierte den Typen. Sie lobte Julia, dann sah ich, wie der Typ, Steffen hieß er, vor die Kamera trat und Julia auf mich zukam.

Wir begrüßten uns nun. Und wie sie so von Angesicht zu Angesicht vor mir stand, schien sie wohl ihren Beruf des Schminkens sehr gut zu beherrschen. Obwohl sie doch einige Pfunde zu viel auf den Rippen hatte, wirkte ihr Gesicht erstaunlich schmal.

Ich legte mich auf den Liegestuhl und sie zückte die Werkzeuge aus ihren Schminkkasten. Gelegentlich wurde sie von der Chefin herbeigerufen, wo sie für einige Fotos noch einmal nachpudern sollte. Damit es nicht so schweigsam ist, fing sie das Gespräch an.

Du bist übrigens die erste Frau, die ich hier in diesem Haus schminke. Sonst werden hier immer nur Männer geknippst.

Ja, ich bin, glaube ich, die Ausnahme.

Wie kommt es?

Ich will ein Geschenk für meinen Freund anfertigen lassen. Und da mein Freund schon hier Model stand, dachte ich: wer wird mich wohl besser in Szene bringen?

Oh, cool. Wie heißt er denn? Vielleicht habe ich ihn damals auch geschminkt…

Michael!

Michael…?

Ja, der hängt hier im Vorraum, der zweite von links.

Ah, das muss aber schon ein paar Jährchen her sein. Da war ich hier noch nicht tätig. Aber Glückwunsch! Das ist glaube ich bisher der geilste Typ, den ich je hier gesehen habe!

Ja, danke

So, nun kommt deine Oberweite dran!

Ich öffnete den BH und legte ihn zur Seite. Ich spürte, wie Julia mich musterte. Aber das war schließlich auch ihr Job.

Aber der Blick war nicht so wie bei einem Mann, der im Kopf für sich die Frage „fickbar oder nicht“ beantworten musste. Sie ging um mich herum und blickte mich aus verschiedenen Richtungen. Und half gelegentlich mit Make Up nach – und natürlich blickte sie auf die Gesamtwirkung.

Du hast einen echt schönen Busen. Da braucht man echt nicht mehr viel zu machen.

Sie erklärte mir, wie man mit Farbtönen und Licht-Schatten-Effekten die Wirkung eines Busens oder auch eines Schwanzes verändern kann.

Sie meinte, das kann man zwar heute auch alles nachträglich mit Fotoshop ausbessern – aber sie gehörte noch zur alten Schule, bei der man ein Model noch vor dem Blitzlichtgewitter aufhübscht.

Es fühlte sich gut an, als sie meinen Busen puderte. Es war ungewohnt. Und doch war es aufregend, wie ich die sanften Luftbewegungen an meinen Nippeln spürte. Mit etwas Farbe stärkte sie den Farbton meiner Brustwurzen. Und dann bat sie mich, auch den Slip auszuziehen.

Ich tat es einfach, wie das normalste der Welt eben. Sie bewunderte mich für meinen Umgang mit meinen Körper, sie sei leider eben nicht so mutig.

Da ist ja kein Härchen zu sehen. Das wird auf den Bildern gut zur Geltung kommen!

Sie puderte mich auch hier ein wenig. Als sie damit fertig war, sollte ich aufstehen. Wir stellten uns vor einem Spiegel und experimentierten noch mit der Frisur ein wenig.

Und dann waren wir praktisch soweit. Da die Chefin noch mit Steffen beschäftigt war, setzten wir uns in die Ecke und schauten den Typen gespannt zu. Er posierte vor der Kamera mit einer Hantel – und ließ seine Muskeln gut zur Geltung kommen. Sein Schwanz war nur wenig steif.

Ach, ich hätte auch gerne so einen Typen als Freund„, sagte Julia.

Kann ich verstehen… du hast ja wohl tagtäglich mit ihnen zu tun.

Ja. Vor allem, wenn ich hier bin. Die sehen echt scharf aus. Und mit so einer Ausstattung kann doch auch nichts schief gehen, oder?

Ich wollte mit dieser Frau nicht wirklich meine sexuelle Erfahrungen austauschen – und antwortete nur ausweichend. Vielleicht hätte ich das mit Micha auch gar nicht erwähnen sollen? Dabei dachte ich mir auch so, dass mit ihrer Körperfülle sich bestimmt kein Mann für sie interessieren wird.

Zumindest nicht solche Adonis-Männer, die wahrlich die freie Auswahl haben.

Die Fotografin war mit Steffen fertig. Er lief an uns vorbei, sein Schwanz baumelte umher. Ich sah, wie Julia ihn anstarrte. Als er seine Tasche greifen konnte, zog er auch sofort seinen Slip an, gefolgt von der anderen Kleidung. ‚Schade‘, dachte ich so. Ich hätte ihn gern noch weiter beobachtet.

Nun stand die Bühne für mich bereit.

Die Fotografin holte einen Flipchart sowie das Bild von meinem Freund und stellte es neben die Kamera. Das war eine gute Idee, denn so hatte ich mein Objekt der Begierde direkt vor Augen. Mit der Fotografin stimmte ich noch mal die Pose ab: ich wollte ja mit den Fingern andeuten, wie ich meinen Slip herunterziehen würde. Ich war immer noch nackt und zog nun den den Slip an, den ich für das Fotografieren extra ausgesucht hatte.

Der hatte eine sehr markante rote Färbung, die auch der Fotografin gefiel.

Ich setzte mein verführerisches Lächeln ein. Das mag Micha und ich habe es vor dem Spiegel lange genug geübt. Ich ließ die Finger in meinen Slip gleiten. Doch so ganz schien es der Fotografin nicht zu gefallen.

Naja, das hat noch nicht die richtige Wirkung. Das wirkt noch nicht so authentisch. Versuche mal an deinen Freund zu denken.

Denke an sein bestes Stück. Denke wie er dich vernaschen wird, wenn du ihm das Bild schenkst. Schau deinen Freund an, lächle ihm zu!

Und ja, die Bilder wurden besser. Ich wurde entspannter. Auch wenn mir das Posieren nichts ausmachte, etwas aufgeregt war ich ja trotzdem. Die Fotografin war zufrieden.

So, und nun noch ein kleines, aber wichtiges Detail: ziehe mit deinen Händen das Höschen etwas tiefer.

Ich zog ein sehr kleines Stückchen.

Nein, richtig. Ungefähr bis hierhin“ – dabei lag der Slip so tief, dass man meine gesamte Scheide sehen konnte.

Aber dann kann man doch die Scheide sehen?

Ja, ist das ein Problem? Du willst doch deinem Freund zeigen, was er Schönes bei dir findet!

Ich ließ mich überreden. Also zog ich sie nach unten.

Das Posieren vor der Kamera ging dabei nicht spurlos an mit vorbei – und ich spürte eine sanfte Erregung. Obwohl ich noch nicht richtig feucht war, sollte Julia noch einmal ran und den Bereich pudern.

Feuchte Stellen sehen auf Bildern ganz schnell schrecklich aus!„, so die Erfahrung der Fotografin. Das Pudern kitzelte schon fast ein wenig und ich musste kurz lachen. Anschließend lobt sie uns: „Ja, das sieht doch schon viel erotischer aus!

In der Pose schoss die Fotografin ein gutes Dutzend Bilder.

Dann probierten wir auch ein paar Bilder ohne Slip. Mal mit gespreizten Schenkeln, mal lehnte ich mich an die Säule und räkelte meinen Hintern entgegen. Dann einmal liegend. Dann wollte sie noch ein paar experimentelle Bilder machen, in der sie makromäßig an meine Muschi heranzoomte. Ich wurde immer lockerer und entspannter und mir gefiel das Blitzlichtgewitter. Ich genoss es, nackt zu sein. Dann sollte ich noch einmal den Slip anziehen und wieder die ursprüngliche Pose gehen.

Julia puderte mich wieder kurz ab. Und es folgten noch gut ein Dutzend Bilder.

Ich stand noch im Rampenlicht, während die Fotografin sich die Bilder anschaute. „Ja, das war sehr gut. Gerade bei den letzten Bildern kann man sehr gut erkennen, dass du Spaß dabei hattest! Und das merkt man auf den Bildern besonders. „. Ich ging um sie herum, um ebenso auf ihre Digitalkamera zu werfen. „Hier sieh mal eins von den ersten an – und nun das letzte.

Ich denke, das können wir nehmen und dein Freund wird stolz auf dich sein!

Ich zog mich wieder komplett an. Im Atelier wurde wieder alles aufgeräumt. Auch das Bild von meinem Freund in den Vorraum gehangen. Julia hatte nun Feierabend und verließ das Atelier, nicht ohne noch einmal eine Anmerkung zu meinem Freund loszuwerden. In mir spürte ich eine gewisse Abneigung gegen Julia, irgendwie war sie unsympathisch. Mit der Fotografin besprach ich noch, welches Bild nun auf das Poster kommen sollte.

Und wir wurden uns schnell einig. Als sie ihre Gage von meiner EC-Karte abbuchte, sagte sie noch zu mir:

Du kannst dir ja noch überlegen, ob du die Fotos nicht doch noch zur Veröffentlichung freigibst. Ich brenne sie dir noch mal schnell alle auf CD, dann kannst du sie dir ja in Ruhe noch mal anschauen. Auf deinen Körper kannst du jedenfalls stolz sein. Und ich bin mir sicher, dass dein Freund auf das Poster abfahren wird! Du warst übrigens wirklich die erste Frau seit gut 20 Jahren, die ich nackt fotografierte – und es war auch für mich wieder eine neue Erfahrung.

Ich habe vorhin auch einen Moment lang überlegt, doch mein Spektrum zu erweitern. Doch dann dachte ich: Frauen fotografiert jeder, das ist ein harter Markt. Bei den Männern habe ich mich halt etabliert und einen Ruf.

Wir verabschiedeten uns und ich ging die Treppe wieder nach unten. Und wie ich auf die einzelnen Stufen trat, spürte ich meine Erregung im Schritt. Die Situation hat mich doch ein wenig erregt. Ich griff mit einer Hand durch den Bund der Hose und fühlte, wie mein Slip bereits etwas feucht war.

‚Nur schnell nach Hause‘, dachte ich.

Ich lief durch das Fotogeschäft auf die Straße und meine Füße liefen bereits zum Bahnhof. In Gedanken war ich noch bei dem Foto-Shooting und so ließ auch meine Erregung nicht nach. Dann schoss mir der entscheidende Gedanke durch den Kopf: ‚du hast doch einen Ersatzslip dabei, dann fühlst du dich wohler‘. So drehte ich mich um und lief erneut zur alten Kneipe. Ich bestellte an der Theke einen Latte Macchiato.

Die Bedienung war fix, ich trank ein paar Schlucke. Und dann ging ich zur Toilette. Ich wusch die Hände, kramte in der Handtasche nach meinem Slip und nach dem Betreten der Kabine schloss ich diese ab. Dann zog ich die Hosen nach unten, ebenso den Slip und setzte mich auf die Klobrille. Ich streifte Hose und Slip ab. Dann griff ich zum Klopapier und wollte mich etwas trocken legen.

Und wie ich so meine Muschi berührte, stöhnte ich kurz auf.

Ich fühlte ein kleines angenehmes Zucken in meinem Unterleib. Ich ließ das Klopapier fallen und berührte nun mit meinen Fingern das Zentrum meiner Geilheit. Ich streichelte mich erst etwas und spürte, dass ich es wirklich in dem Moment brauchte. In mir gingen die Bilder und Posen von mir durch den Kopf, viel mehr noch erregte mich die Situation. In Gedanken stellte ich mir vor, wie der Typ von eben, Steffen, ebenso nach dem Shooting in eine Herrenkabine ging und da seinen großen Schwanz streichelte, bis er vor Erregung so zuckte, dass er den weißen Saft nicht mit dem Taschentuch auffangen konnte, sondern die Kabine besudelte.

Oder nein, ich stellte mir meinen Freund vor, wie er sich damals bei seinem Foto-Shooting nicht mehr ganz unter Kontrolle hatte, sein Glied immer mehr sich versteifte – und am Ende eine kleine Handbewegung ausreichte, um zu kommen und dann in die Kamera lächelnd seinen Saft verteilte. Die Fotografin hielt das Bild dann ganz genau fest. Und dann würde sie die dicke Julia bitten, die kleine Sauerei wieder wegzuwischen.

Im Unterbewusstsein nahm ich mit, wie auch andere Frauen die Toilettenräume betreten haben.

Ich versuchte, mein Stöhnen zu unterdrücken. Es fiel mir nicht leicht, doch ich pausierte kurz. Als ich wieder Ruhe hatte, machte ich weiter. Ich umfasste auch meine Brüste, allerdings war ich obenrum noch bekleidet. Aber ich merke, dass mir viel nicht mehr fehlte. Im Kopf schwebte die nächste Fantasie, wie die Fotografin sich erst von der Manneskraft eines Typen überzeugen ließ, ehe sie ihn ablichtete. Sie würde im Atelier noch einen geheimen Hinterraum haben, der mit einem antiken, noblen Bett ausgestattet war.

Und da mussten die Typen alle erst einmal es ihr besorgen. Es reichte. Ich kam. Ich bebte und zitterte auf dem Klositz und ließ mich meinen Gefühlen – soweit es an so einem Ort geht – leiten.

Mich holte ein Rütteln an der Tür zurück in die Realität. „Kannst du nicht mal bisschen hinmachen? Andere wollen vielleicht auch mal drauf!

Ich erschrak und errötete ungemein.

Ja, gleich fertig„, antwortete ich.

Ich nahm mir ein großes Stück Klopapier und wischte meine Sekrete ab. Dann zog ich den anderen Slip hoch, ebenso die Jeans. Ich spülte noch einmal, schloss auf – und mit gesenkten Haupt ging ich durch den Vorraum.

Ah, sehr schön…„, meinte die wartende Frau.

Ich wusch meine Hände und trocknete sie ab.

Ich glaube, du hast da was verloren…„, ertönte es wieder.

Mit den Füßen schob sie den Slip aus der Kabine. Dabei trafen sich – ohne dass ich es wollte – unsere Blicke. „Danke!“ – „Keine Sorge, es ist ja nicht so, als dass es mir noch nie auf der Toilette gemacht habe.

Wir lächelten uns kurz an, unschuldig sah mir die Frau absolut nicht aus. Ich bückte mich und griff nach dem Slip. „Ohne Slip auf Männerfang mache ich auch manchmal, aber nicht mehr um die Jahreszeit.

„, wieder lächelten wir uns an.

Äh, ich habe ihn nur gewechselt„, versuchte ich mich zu rechtfertigen.

Alles klar, deshalb riecht das in der Kabine auch so nach Frau beim Sex.

Dann schloss sie die Tür und ich verließ die Toilette.

Der Latte war mittlerweile kalt, doch das war mir latte. Ich trank einen Schluck, gab dem Kellner das Trinkgeld.

Als ich die Kneipe verließ, sah ich die Fotografin wieder – in Gegenwart eines weiteren sportlichen Mannes! Sie lächelte mir zu und zeigte hinter seinem Rücken mit dem Finger kurz auf ihn und dann mit dem Daumen nach oben. Ich erwiderte ihr lächeln. Vielleicht lag meine Phantasie ja doch nicht so weit von der Realität. Ich machte mich auf dem Heimweg.

Zu Hause angekommen, blieben die Bilder in meinem Kopf.

Sollte ich wirklich noch mal Aktmodel werden, der Hinzuverdienst sollte ja sehr gut sein, wie mein Freund meinte. Aber ich blieb eisern: die Bilder waren eine Ausnahme. Ich ließ den Tag Revue passieren, ich hatte die Photosession noch gut im Kopf. Ich steckte auch die CD in meinen Laptop und schaute mir die Fotos direkt an. An die 100 Photos befanden sich in der Galerie und ich zippte sie gut drei oder viermal durch.

Und während ich mich so in den verschiedenen Posen begutachte, wird mir bewusst, dass diese Bilder direkt aus der Kamera stammen – und noch nicht mit Photoshop aufgehübscht worden sind. Ich fand die Bilder jedenfalls gut und war froh, diesen Schritt getan zu haben.

Es dauerte eine Woche, dann bekam ich ein Paket: ein hübsch dekorierte Posterrolle. Ich war gespannt und rollte das Bild auf meinem Bett aus. Ja, es war wunderbar! Ich strahlte Selbstbewusstsein aus, ich wirkte souverän, mein Körper sah ebenso gut aus.

Und die Fotografin hatte durch aus Recht, dass ich meinen Slip etwas tiefer ziehen sollte. Und vor allem: es wirkte stilistisch so wie die anderen Bilder der Fotografin! Ich rollte das Poster wieder zusammen und verpackte es zum Geschenk zusammen mit einer Schleife und einer kleinen Widmung.

Am Abend hatte ich mich mit Micha bei ihm zu Hause verabredet – und so nahm ich das Geschenk mit. Wir aßen erst eine Kleinigkeit und als wir fertig waren, übergab ich ihm das Geschenk.

Er wirkte überrascht und öffnete die Schleife. Er zieht aus der Posterrolle das Foto raus und wollte es gleich ausbreiten, was aber mangels Platz nicht gleich klappte. So erhöhte sich die Spannung und Vorfreude. Ich glaubte, Micha hatte noch nie so schnell das Geschirr im Geschirrspüler verstaut.

Er rollte den ersten Zentimeter aus, dann konnte man in der unteren Ecke schon den Namen der Fotografin lesen. Er wirkte leicht enttäuscht, vermutlich dachte er, hier kommt ein weiteres Foto von ihm.

Aber er rollte es weiter aus. Und als ihm so langsam klar wurde, dass dies kein Mann ist, sondern eine Frau bzw. noch genauer sogar ich drauf war, fiel ihm die Kinnlade runter. Vielleicht irrte ich mich, aber ich glaubte, eine Glücksträne bei ihm gesehen zu haben. Ich dachte immer, Männer heulen nur, wenn ihr Fußballverein absteigt. Er schaute das Bild genauer an, er blickte auf die Augen, auf die Brüste. Ihm gefiel auch die Pose.

Er knuddelte mich. Ich spürte dabei, wie sich bei ihm schon was regte, vermutlich hätte er mich am liebsten sofort dafür gevögelt. Doch ich bestand erst einmal darauf, erst das Foto aufzuhängen. Er suchte einige Stecknadeln und ich den passenden Platz. Gegenüber von seinem Bett hat er sicherlich einen optimalen Blick drauf. Es war nicht leicht, so ein großes Poster an die Wand zu hängen, vor allem nicht, wenn das zwei Menschen taten, die gerade sehr kribbelig im Schritt waren.

Als es hing, begutachtete er noch einmal das gesamte Bild. Er wollte mich schon ins Bett ziehen, doch ich blockte wieder einmal ab. Ich zeigte ihm, er solle sich auf das Bett legen. Als er da lag, begann ich vor dem Bild einen kleinen Strip. Ich zog mein Shirt aus und bewegte mich erotisch hin und her. Dann spielte ich mit dem Rock, ich zog ihn langsam herunter – und ließ so langsam den Slip durchschimmern.

Wohlbedacht war es der selbe wie auf dem Foto. Den BH warf ich anschließend auf ihn. Dann steckte ich noch einmal einen Finger ganz genüsslich in den Mund, ehe ich damit über meinen Körper bis in den Saum des Slips damit wanderte.

Ich zog ihn ein Stück runter, bis mein Freund auch meine Muschi sehen konnte. Dann hatte ich ungefähr die Pose wie auf dem Foto erreicht. Vielleicht nicht ganz so professionell geschminkt wie beim Fotoshooting, aber das war ja auch nicht notwendig.

Nun spielte ich mit meinen Freund, denn ich zog den Slip nicht weiter aus. Viel mehr spielte ich damit. Ich ließ mal einen Finger wieder zu meinen Brüsten gleiten, wieder in den Mund, und wieder zurück. Dann schob ich einen mal leicht in mich rein. Und bei allen Aktionen hielt ich den Blick zu Micha. Er saß schon lange nicht mehr ruhig da. Seine Hose war zwar schon die ganze Zeit ausgebeult, doch ich hatte so langsam das Gefühl, sie würde platzen.

Ich provozierte ihn. Dann steckte ich wieder einen Finger in meine Muschi und mir entwich ein sanftes Stöhnen.

Nun platzen alle Sicherungen bei ihm.

Er sprang auf, zog sich in einem Bruchteil einer Sekunde Shirt, Hose und Slip vom Leib. Ich konnte mich gar nicht so schnell in Sicherheit bringen, wir er mich aufs Bett warf. Er hätte mir wohl am liebsten den Slip von den Beinen gerissen, doch da konnte ich ihn noch irgendwie rettend selber abstreifen.

Und dann lag ich auf dem Rücken, er legte sich auf mich. Und ganz missionarsmäßig hatte ich seinen großen Penis in mir. Mittlerweile bin ich an sein Glied ja gewöhnt, so dass er es auch mit Schwung in mich eindringen kann. Als wir noch frisch verliebt waren, hätte vermutlich alles in mir gebrannt. Auch konnte sich Micha sehr schnell daran gewöhnen, nun auf das Kondom zu verzichten.

Es dauerte auch nicht lange und da kam er zum ersten Höhepunkt.

Er stöhnte auf. Ich spürte, wie er sein Sperma in mich reinpumpte. Und wie der Schweiß von seiner Stirn rann.

Und obwohl Männer sonst nach einem Orgasmus immer erschlaffen, dachte er gar nicht an Pause. Er blieb tief in mir stecken. Ich spürte, wie er kurz an Härte nachließ. Das störte ihn nicht, er bewegte ihn sanft in mir weiter. Und ich spürte auch, wie er kurz danach wieder erhärtete.

Und dann zeigte er wahre Ausdauer. Es fühlte sich gut an. Ich spürte, dass er vor allem seinen Gefühlen freien Lauf ließ, so blieb im Eifer des Gefechtes die sonst zusätzlichen Stimulationen mit seinen Händen an meiner Klit oder meinen Brüsten aus. Oder die vielen kleinen Tricks um meine Lust zu steigern. Er fickte mich sehr animalisch. Und ich ließ es zu. Ich wollte es auch. Ich ließ mich völlig fallen und blieb völlig passiv.

Ich genoss einfach nur, was ich spürte. Harte, schnelle Stöße.

Und es reichte. Ich kam. Und wie. Ich krümmte mich kurz zusammen. Ich hechelte nach Luft. Doch Micha fickte ohne Pause weiter. Im Gegenteil: nun erhöhte er das Tempo noch mal. Und kurze Zeit später kam er noch einmal. Wieder spürte ich, wie das Sperma aus seinem Schwanz herausspritzte.

Nun war das Tier gebannt und glücklich.

Der Schwanz wurde wieder weicher und sanfter, blieb aber noch in mir stecken. Wir schauten uns tief in die Augen. Wir gaben uns einen langen, innigen Zungenkuss. Und wie wir uns wieder in die Augen schauten, war uns beiden klar, dass wir noch nicht fertig miteinander waren. Wir stimulierten uns erst im 69er, unweigerlich schleckten wir beide die Mischung unserer Körpersäfte. Mittlerweile hatte auch Micha nichts mehr dagegen. Als ich sein Glied einigermaßen in Form gebracht hatte, ritt ich auf ihm – und zwar so, dass er je nach Blickrichtung auf mich oder mein Bild schaute.

Dann gab es noch mal Sex von hinten – auch hier wählte ich meine Position auf dem Bett so aus, dass er einen guten Blick auf das Geschenk hatte. Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es mit Löffelchen weiter, ehe wir völlig geschafft ineinandergekuschelt einschliefen. Insgesamt konnte ich ihm an dem Abend vier Orgasmen rauslocken, das war mein persönlicher Rekord überhaupt bei einem Mann bisher. Und auch mir ging es nicht schlechter.

Am nächsten Morgen waren wir noch völlig schlaftrunken.

Wir standen trotzdem auf und frühstückten. Micha wollte nun alles wissen, wie es zu dem Bild kam. Doch ich wollte es als kleines Geheimnis für mich behalten. Die Hauptsache war doch, dass es ihm gefiel – und das tat es ohne Zweifel!

In den folgenden Wochen sahen wir uns sehr häufig. Wir verbrachten viel Zeit mit- und ineinander. Häufig bei ihm oder bei mir. Dann war der schöne Frühling vorbei und im Sommer standen meine Prüfungen an.

Da ich viel lernen musste, musste ich leider auch die Intensität unserer Treffen einschränken. Schließlich wollte ich weiter studieren. Das verstand auch Micha. In einer der Prüfungswochen hatte ich drei Prüfungen, da konnten wir uns folglich gar nicht sehen. Aber ich freute mich schon auf den Tag X, an dem ich meine letzte Prüfung hatte.

Dann kam der Tag X.

Der Tag fing natürlich super an.

Da einige Studenten krank waren, zog mein Professor meine mündliche Prüfung vor. Die meisterte ich mit Bravour. Ich sprang natürlich vor Freude in die Luft, hatte ich doch gerade vor dieser Prüfung die meisten Sorgen gehabt. Ich schnappte mir spontan meine Unisachen und machte mich auf den Weg zu Micha.

Die Eingangstür stand offen, so ging ich direkt hinein. Ich stieg voller Vorfreude die ersten Treppenstufen hinauf. Dann hörte ich, wie eine Tür aufgeht.

Das war toll, Micha„, sagte eine Frauenstimme.

Ich blieb stehen. Ich versuchte es zu deuten. Ich glaube, ich kannte die Stimme. Micha, mein Freund? Wer ist die Frau, fragte ich mich.

Keine Ursache, Julia. Ich ruf dich an, wenn es wieder geht.

Keine Frage, das konnte nur diese Julia sein. Es hörte sich nach einer kleinen Abschiedszeremonie an – und ich trat die Stufen zurück und flüchte in Richtung Keller.

In mir wühlte sich nun alles auf. Was war da? ‚Hat er mich betrogen? Nein, das glaube ich nicht. Dafür ist unser Sex viel zu gut‘, schoss es mir durch den Kopf. Ich wollte es wissen. Doch ich musste warten, bis die Frau das Haus verlassen hatte. Wenn es wirklich diese Julia war, dann erklärte es auch die schwungvollen Tritte, sie war ja nicht die Schlankeste.

Als die Geräusche das Haus verließen, kam ich von der Kellertreppe hervor.

Ich blickte kurz nach draußen – und sah eine Frau mit schnellem Schritt davon laufen – und von der Statur passte es voll auf Julia.

Ich ging mit gemischten Gefühlen die Treppen hoch. Ich wollte wissen, was passiert war. Und ich hoffte, es war alles ganz harmlos und würde sich aufklären. Ich erreichte Michas Wohnungstür. Ich betätigte den Klingelknopf.

Wäre ich angemeldet, hätte die Türe längst offen gestanden – doch so muss ich einige Sekunden warten, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen.

Ich nahm einen süßen Deogeruch im Treppenhaus wahr, vermischt mit Schweiß. Nicht viel, aber die Brise war deutlich.

Dann klinkte endlich die Tür. Ich sah Micha. Er wirkte überrascht.

Hallo, was machst du hier? Ich dachte, du hast gerade Prüfung.

Nee, die habe ich schon hinter mir. Bestanden

Ich trat in die Wohnung ein.

Glückwunsch„, höre ich noch durch den Raum schallen.

Doch so richtig nahm ich das nicht mehr wahr. Es roch nicht nur nach Julia, Deo und Schweiß: es roch nach Sex – und das obwohl das Fenster offen war.

Wer war diese Frau?

Äh, naja„, stammelte er, „die war vom Fotografen und wollte was klären.

Was denn?„, fragte ich zweifelnd.

Naja, wegen den Bildrechten und so.

Soso, da sah aber Julia ganz schön zersaust aus.

Woher kennst du sie?

Es roch eindeutig nach Muschi in Benutzung – nur dass es nicht meine war. Ich antwortete ihm nicht mehr, ich blickte mich umher. Ich ging auf das Schlafzimmer zu – und mich traf der Schock: das Bett war total zerwühlt. Man konnte die Schweißflecken noch sehen. Als ich die Decke ein Stück angehoben haben, sah ich ein Kondom. Gefüllt mit Sperma, zugeknotet!

Ich griff nach dem ekligen Stück, es fühlte sich noch warm an.

Ich ging auf Micha zu – und warf es ihm ins Gesicht.

Warum hast du mir das angetan? Warum?

In Sekundenbruchteilen stürzte in mir eine Welt zusammen. Ich schrie ihn an, so laut hatte ich noch nie geschrien. Ich wollte mit meinen Fäusten schlagen, doch fühlte mich dazu zu schlapp. Ich wollte ihm in die Eier treten, doch auch dieser Angriff wurde abgewehrt. Ich zappelte vor mich hin – und wiederholte die Frage:

Warum?

Er schwieg.

War ich dir nicht gut genug? Hatten wir nicht genug Spaß im Bett?

Er wich mir aus, er schaute ertappt weg.

Und dann auch noch mit diesem Biest? Und lass mich raten. Es war nicht das erste Mal hinter meinen Rücken gewesen? Aber das ist eh egal!

Jetzt mach mal halblang. Das hat mir doch nichts bedeutet!

Nichts bedeutet? Immerhin soviel, mit ihr in die Kiste zu steigen!

Sie hat mich reingelegt…

Ja, und du bist völlig unschuldig oder wie? Und es war auch nur einmal?

Nur einmal? Ihr habt doch den Folgetermin schon ausgemacht!

Ich versuchte ihm eine Ohrfeige zu geben, aber er konnte meine Hand abwehren.

Völlig wutentbrannt ging ich wieder zur Tür.

Ich habe dich geliebt, du Schwein! Aber nun ist es aus! Stecke doch deinen Mutantenpimmel in Zukunft da rein, wo du willst. Du kannst die fette Julia nun vögeln, wie du willst.

Komm, entspann dich. Du wirst dich noch an unseren Sex sehnen, wir haben doch eine geile Zeit miteinander gehabt, Schätzchen.

Ich bin nicht mehr dein Schätzchen! Merk dir das!

Ich war erstaunt, wie aggressiv und verletzend er plötzlich wurde.

Es war nicht mehr mein Freund, der da zu mir sprach. Das war mir zumindest erst einmal klar. Ich knallte die Tür mit Schwung zu und war bereits zwei Stockwerke tiefer, als mir mein Poster wieder in den Sinn kam. Ich wollte es wieder mitnehmen. Ich rannte wieder hoch und klingelte bei ihm.

Na, so schnell habe ich noch gar nicht damit mit dir gerechnet!

Ich habe nur etwas vergessen!

Ohne auf einen dummen Spruch von ihm zu warten, bin ich ins Schlafzimmer.

Ich riss das Bild von mir von der Wand, rollte es zusammen und nahm es unterm Arm mit. Ich verließ die Wohnung, rannte die Treppe hinunter und ging zur Bahn. Dabei hielt ich das Poster gut fest – ich durfte es schließlich nicht verlieren – und es sollte auch keiner reinschauen! Kaum zu Hause angekommen, ließ ich mich aufs Bett fallen und heulte.

Ich heulte bestimmt zwei Stunden, dann rief ich meine beste Freundin an.

Sie machte sich auf die Socken und stand in Windeseile vor meiner Tür. Mit Schlafsack und Wechselkleidung ausgestattet, stellte sie sich auf eine lange Nacht bei mir ein. Wir redeten stundenlang, sie machte mir Mut. Irgendwann ging es auch um seine Qualitäten als Mann. Als ich ihr zu sehr davon schwärmte, wurde es ihr wohl zu viel. Sie stand auf und lief ins Schlafzimmer. Nach wenigen Minuten kehrte sie mit dem Poster von Micha zurück.

Ach toll, nun willst du dir das Poster etwa aufhängen?

Nein, nein. Hast du ein Feuerzeug?

Wir gingen ins Badezimmer und rollten das Bild in der Badewanne aus.

So, wir beenden dieses Kapitel nun auch symbolisch. Los, zünd es an!

Ich schaute es mir noch einen Moment an. Ich spürte noch immer den stechenden Schmerz in mir.

Ich war den Tränen nahe.

Ich kann nicht. Ich bringe es mir nicht übers Herz. Er hat mir immerhin viele schöne Stunde spendiert…

Quatsch nicht! Er hat dich verarscht, er hat dir Schmerzen zubereitet. Befreie dich. Na los.

Etwas zitternd betätigte ich das Feuerzeug. Das Fotopapier brannte schnell. Ich zündete es von vier Ecken an und legte das Bild wieder in die Badewanne.

Seine Haare brannten, dann sein charmantes Lächeln. Reflexartig pustete ich, doch damit konnte ich das kleine Feuer nicht löschen. Es gab nun kein Zurück mehr. Von unten brannten die Beine, dann die Arme, der Oberkörper. Und zum Abschluss sah ich, wie Stück für Stück sein Schwanz verbrannte und zu Asche wurde.

Wie symbolisch„, dachte ich.

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