Spotless 02

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Geistesabwesend folgte ihr Blick den Ausläufern des Rauches ihrer Zigarette, die sich langsam von ihr entfernten und durch das gekippte Fenster entschwanden. Genau, wie auch ihre Gedanken sich langsam von ihrem eigentlichen Vorhaben entfernten, endlich die lästige Elster zu füttern und ihre Steuer zu machen.

Eine Woche war seit ihrem Clubbesuch vergangen.

Eine Woche, in der der Wahnsinn der anschließenden Nacht nicht verblasst, sondern nur ein klein wenig zur Seite gerückt war.

Eine Woche, in der sie nichts von ihm gehört hatte.

Eine Woche in der sich ihr Leben wieder um sie gelegt hatte, wie ein Quilt aus all den anschmiegsam weichen Bequemlichkeiten aber eben auch den vielen teilweise kratzigen Nickligkeiten des Alltags.

Sie senkte ihren Blick wieder auf den Monitor ihres Laptops und las die Email abermals, die sich so massiv vor die Kilometerpauschale und Werbungskosten gedrängelt hatte.

„Na, meine Kleine…“ stand da.

Nur drei Worte in schmucklosem Arial 10pt.

Wie ein verliebtes Schulmädchen hatte sie ihm, Emailadresse und Handynummer notiert, bevor sie ihn letzte Woche verlassen hatte. Sein Lächeln, als er den Zettel einsteckte, ließ sie dies sofort wieder bereuen. Mit jedem Tag, den sie nichts von ihm hörte, wuchsen die Zweifel über Sinn und Unsinn dieser unausgesprochenen „Bitte-melde-Dich-Aktion“.

Täglich nahm die Unwirklichkeit der Nacht mit ihm zu. Ihr Verstand arbeitete mehr oder weniger erfolgreich am Rückbau des Gedankengebildes indem er es, mit Begriffen wie „hochstilisiert“, „verklärter Rückblick“ und ähnlichen, versuchte zu schmälern.

Und doch stießen die Gedanken etwas in ihr an, lotsten sie immer wieder zu der Frage, was sie mit ihm erlebt hatte, was sie mit sich erlebt hatte. Dabei wusste sie nichts über ihn, nicht einmal ob er verheiratet war.

Aber was wusste sie über sich?

Sie war keine Frau, die von sich selbst als Mauerblümchen sprechen würde. Sie selbst beantwortete sich die Frage: „Bin ich schön?“ eher mit dem für sie typischen unausweichlichen Mäandern, welches für gewöhnlich mit einem „Schon“ begann, sich über eine detaillierte Aufzählung ihrer optischen Mängel erweiterte und, im Stile von, „hier ein wenig zu viel“, „dort ein Quäntchen zu wenig“ endete.

Im Grunde genommen mochte sie sich, mochte ihren Körper, der ihr trotz ihres Phlegmas, was sportliche Betätigung anbelangte, keine Knüppel zwischen die Beine warf.

Trotzdem schrie sie nicht Hurra, wenn sie sich nackt betrachtete.

Gut, es gab einiges was ihr gefiel, was sie gerne an sich betrachtete.

Wenn sie nach dem Duschen mit der Bürste durch ihre Haare fuhr und sich dabei im leicht beschlagenen Badespiegel betrachtete, wie sich durch die Armbewegung ihre Brüste hoben und voll von ihrem Körper abstanden. Wenn sie sich, zur Seite gedreht, die Beine frottierte, eines ausgestreckt, den Oberschenkel angespannt, fand sie ihren Po durchaus zum Anbeißen.

Das Zähneputzen hingegen hatte sie vor das tägliche Eincremen ihres Körpers verlegt, da sie trotz des festen Vorsatzes, nicht in den Spiegel zu blicken, sich abscheulich fand, wie ihre Brüste, den Putzbewegungen folgend hin und her wackelten und, vornüber gebeugt, schamlos ihre 30 Lebensjahre in leicht hängender Version offenbarten. In diesen Momenten war ihr Stolz vergessen, den ihre üppige Oberweite, von den rückblickend kurzen Monaten der falschen Scham im Vergleich zu ihren Mitschülerinnen, mit sich brachte.

„Ich gehöre ihm!“ dieser Satz war ihr so oft in den Sinn gekommen und hatte ihr Unbehagen bereitet. Er hatte sie gejagt und gefangen, sie hatte sich unterwürfig aber doch begehrt gefühlt. Ein Gefühl des Ausgeliefert-Seins war präsent. Sie war das Opfer, das Ziel aber auch das Zentrum eines Spiels.

Spielen, genau wie früher, als der heiße Asphalt ein wenig unter den Fußsohlen gebrannt hatte, während sie unentschlossen hinter ihren Schulfreundinnen her trabte, sie das Gefühl genossen hatte, dass sich in ihren Füßen bei jedem Auftreten ausdehnte und in sich zusammenfiel, wenn sie das Bein wieder hob.

Das Klingeln des „Bäcks“, dem Wagen des Bäckers, der an jedem Vorabend durch ihren Ort fuhr, seine Glocke ertönen ließ und damit die Kids anlockte, die sich für das Klimpergeld in ihren Hosentaschen Schlangen (gelb = Zitrone oder vorzugsweise rot = Erdbeere) oder ähnlich berauschende Süßigkeiten besorgten.

Die große Spannung, wenn sie und ihre Freundinnen sich umblickten.

Wann würde es losgehen?

Wann würde der Startschuss in Form des Schreis „Hexen!“ fallen und sie alle auseinander stauben lassen?

Rückblickend waren es Kleinigkeiten, damals die elementaren Großartigkeiten, die den Sommer einer 9-jährigen bestimmten.

„Was machen wir heut noch?“ war das Zentrum aller Fragen zu dieser Zeit gewesen.

„Bloß nicht fangen lassen!“

war der erste Gedanke, der sie und ihre Freundinnen blitzartig loslaufen ließ, als der gellende Schrei „Hexen!“ ertönte und jegliche sommerliche Trägheit vergessen machte.

Die Jungs hatten, wie immer, unbemerkt bis Zehn gezählt und machten sich auf die Jagd. Sie hörte Schritte hinter sich, das Rascheln der Büsche am Rand der Straße, die sie entlang hetzte und ihr Herz, das nach einem kurzen Stolperer heftig pochend Blut durch ihren Körper pumpte.

Das Spiel war schnell, wild und aufregend.

Einige auf den Asphalt klatschenden Schritte später, schaute sie sich kurz um, sah ihre Verfolger langsamer werden und sich der Frage gegenüber, ob sie wirklich nicht erwischt werden wollte. Sie hatte die Möglichkeit ebenfalls langsamer zu werden, die Jungs anzuspornen oder einfach als „Siegerin“ um die nächste Ecke zu verschwinden und ihnen endgültig zu entkommen. Wollte sie wirklich langsamer werden, war das nicht aufgeben, würde sie dann nicht das Spiel verlieren? Wäre das nicht zu einfach, sich so billig fangen zu lassen? Die Verfolger zu verlieren, nicht mehr im Interesse ihrer Aufmerksamkeit zu stehen, zuzulassen, dass sie sich einer anderen zuwandten?

Oft blieb ihr der Moment des gefangen Werdens erspart.

Die siegessicher, grob nach ihr packenden Hände, das spielerische abgeführt Werden als Trophäe der Fänger und die Mischung aus Schadenfreude und Neid auf den Gesichtern der Freundinnen. Wollten sie nicht alle irgendwie gefangen werden oder zumindest möglichst lange das Ziel der Jagd sein?

Wieder im Jetzt aufgetaucht und dem Sommerkleidchen ihrer Erinnerung entwachsen, war ihr eine andere Frage gestellt worden, welche immer noch auf dem Monitor des Laptops prangte:

Na, meine Kleine… ein Anfang ohne Ende, ein Auftakt ohne Lied und mit jedem Punkt wurde der stumme Schrei, der zwischen Neugierde und Zorn pendelte, in ihrem Kopf lauter.

Na, meine Kleine, — Was?

… erinnerst Du Dich noch an mich?

… erinnerst Du Dich noch an uns?

… erinnerst Du Dich noch an Dich?

Vollendete sie den Satz mit einem leichten Anflug von Wut selbst.

Dreimal hätte ihre Antwort „vage“ lauten müssen. Dreimal hätte sie damit gelogen und doch die Wahrheit gesagt.

Vieles hatte sich vermischt und sie war nicht in der Lage Wahrheit, Traum, Wunsch und Wirklichkeit auseinander zu halten.

Ein kleines verträumtes Lächeln huschte ihr, beim Gedanken, wie nah er ihr in den Träumen der letzten Nächte gewesen war, über ihr Gesicht.

„Ich will Dich!“ hatte er immer wieder flüsternd in ihr Ohr wiederholt, seine Finger von der kleinen, weichen Stelle, kurz hinter ihrem Ohrläppchen, ihren Hals hinabfolgen lassen.

„Vertrau mir!“ hörte sie seine Stimme sagen, als sie seine nackte warme Haut an der ihren fühlte.

„Gefällt 's Dir?“ — als seine Finger ihre Lippen umschmeicheln nur um sich gleich darauf zwischen sie, in die wunderbare Feuchtigkeit zu betten.

„Keine Angst! Alles kann, nichts muss, kleine Principessa!“, war der Satz, den sie noch hörte und…

Aufwachte.

An manchem Morgen angespannt auf dem Rücken liegend, die Decke zwischen den angezogenen, weit gespreizten Knien, den Kopf zur Seite gelegt und zwei Finger zwischen den Lippen, an denen sich bereits Speichel gesammelt hatte.

Die andere Hand fest an ihrer Brust liegend, die Finger sanft in die weiche Haut vergraben.

Pochend und leicht gerötet zeugte die fest aufgerichtete Brustwarze noch von dem offensichtlich vorangegangenen intensiven Spiel ihrer Finger.

An anderen, erwachte sie ganz aufgewühlt zwischen ebenso zerwühlten Laken, mit einer zur Unkenntlichkeit zerknautschten, sich am Boden befindlichen Bettdecke. Auf der Seite mit angezogenen Beinen liegend, der linken Hand zwischen den verschwitzen Oberschenkeln.

Der bequeme, weiße Baumwoll- „Schlafslip“, dessen sie sich in seiner Anwesenheit mit Sicherheit geschämt hätte, bewies, grob neben die Schamlippen zur Seite gezogen, mit seiner langsam auskühlenden Feuchtigkeit genauso den vergangenen wunderbaren Traum, wie der Duft der in ihre Nase stieg. Das Kissen, in die Ecke des Bettes gepfercht, wurde von ihrem Arm ersetzt und ihre Wange ruhte auf ihrer rechten Hand, auf deren Finger sie noch das leichte, jetzt antrocknende Glitzern ihrer Lust erahnen konnte.

Diese Aufwachmomente und diese Gedanken an ihn waren es, die sich immer mehr wie ein sanftes, wohliges, feinmaschiges Netz, wie eine zweite Haut zwischen sie und den Quilt des Alltags schoben.

Einengend und doch befreiend, beschämend und erregend.

Beinahe bildlich hatte sie dieses Netz vor Augen, stand damit vor ihrem gedanklichen Spiegel. Schwarz zogen sich die Fäden über ihre anmutig bleiche Haut.

Unzählige kleine Verästelungen zogen sich von den Handgelenken über die Arme bis hin zu den Schultern, marmorierten mit größeren Maschen ihren Brustkorb.

Automatisch nahm sie im Gedankenspiegelbild die Schultern zurück, sah wie sich das Netz über ihre Brüste dehnte, glaubte beinahe zu spüren, wie die Fäden sich minimal in die weiche Haut gruben.

Dicht verzweigt fielen sie über den flachen Bauch, dehnten sich abermals beim Überziehen der Hüfte, verjüngten sich über die Oberschenkel, ihre Waden und umschlossen sanft die Füße bis in die Spitzen.

Das Netz aus Worten, Gefühlen, Lust und Erinnerungen der einen Nacht hatten sie gefangen.

„Oh Gott, wie billig!“ dachte sie, als sie sich im Geiste vor dem Spiegel stehend sah und der Aussparung zwischen den Beinen gewahr wurde, die ihr Geschlecht beinahe obszön präsentierte. Angewidert drehte sie sich weg, nur um in Gedanken zu spüren, wie die feinen Fäden über ihren Körper glitten und ihn, eine andere, deutlich weniger angewiderte, Sprache sprechen ließen.

Ihre Brustwarzen neckten gegen die dünnen Knotenpunkte die auf ihnen lagen und die bis dato kühle Aussparung des Netzes füllte sich mit dem warmen, wohligen Kribbeln ihres Inneren.

„Was soll ich da antworten?“ riss sie sich selbst mit halblauter Stimme aus ihren Gedanken.

Letzten Endes stand nichts von Belang in dieser Mail, nichts was einer Deutung bedürfe, nichts was eine Deutung zuließ. Genau das würde sie auch antworten:

Nichts.

Mit einer schnellen Bewegung klappte sie den Laptop zu und mit ihm auch den Gedankenspiegel, in dem sie sich gerade noch beinahe beschämt betrachtet hatte. Als sie ruckartig aufstand, schüttelte sie kurz den Kopf, um zumindest den Versuch zu starten, auch die letzten Ausläufer des sie umschmeichelnden Netzes los zu werden, welches sich in Form von tropisch feuchter Hitze zwischen ihren Beinen und leicht geröteten Wangen, körperlich manifestiert hatte.

Na gut, Steuer verschoben, dachte sie sich, als sie sich bereits in der Garderobe befand, sich ihren Sommermantel griff und ziellos die Wohnung verließ.

Ziellos war ein gutes Stichwort. Seit dem letzten Wochenende plätscherten die Tage einfach so dahin. Grübelnd ohne ein klares Thema, mäßig gelaunt ohne einen ersichtlichen Grund.

Sie schalt sich für ihre eigene Antriebslosigkeit, blickte kurz, wie um sich zu bestätigen in die Seitenscheibe eines neben ihr parkenden Autos, streckte sich auf ihre ganzen 1,78m, nahm ihr Kinn ein wenig nach oben, die Schultern zurück und beschleunigte ihren Schritt.

Sie würde sich von dem nicht sommermäßigen Nieselregen, den leisen Selbstzweifeln, der kryptischen Mail der Wochenendbekanntschaft nicht den ganzen Tag plagen lassen.

Bewusst selbstbewussten Schrittes marschierte sie in Richtung des im Zentrum gelegenen Straßencafes, welches erfreulicherweise geöffnet hatte. Die großen Sonnenschirme, die wie ein traurig nasser Beweis des vorherrschenden Sommers aufgestellt waren, erlaubten es ihr draußen Platz zu nehmen und damit auch zu rauchen.

Sie winkte durch die Glastüren des Cafes nach dem Kellner, der es sich nicht nehmen ließ, einen kurzen aber unübersehbaren Blick auf seine Uhr zu werfen, als sie sich ein Glas Prosecco orderte, da 14 Uhr seiner Moralvorstellung entsprechend, offensichtlich zu früh für Alkohol war.

Ihr Körper sah das ganz ähnlich, stellte sie fest, als sich, nachdem sie zwei mal daran genippt hatte, bereits eine gewisse Wärme in ihr breit machte und auch ihr Kopf stimmte mit der zunehmenden Leichtigkeit ihrer Gedanken zu. Der erste Zug, der eben entzündeten Zigarette, den sie entspannt in die Luft blies, fühlte sich an wie der Startschuss zu einem, ab jetzt, guten Tag.

Sie legte das Feuerzeug wieder neben die Schachtel und betrachtete die, sie umgebende, aufgrund des Nieselregens, nur sehr mäßige Betriebsamkeit.

Aus der geöffneten Tür des Cafes, in der mittlerweile der gelangweilte Kellner lehnte, quoll gedämpft die Achtzigerwelle des Lokalradios.

„Your mouth, so hot…“

Trällerte sie im Kopf mit, obwohl Alice Cooper fernab ihres Musikgeschmacks war, welcher sich eher zwischen Charts und elektronischer Musik bewegte.

„…your web, I'm caught…“

Oh Mann, wie wäre es denn mal mit richtiger Musik? Und dachte dabei an ihren Lieblingsclub.

„…your skin, so wet…“

Weggehen, Tanzen gehen, darauf hätte sie jetzt Lust. Sich zu den Beats bewegen und sich in den Rhythmus fallen lassen.

„…black lace on sweat…“

Die Tanzfläche und den Sound genießen, den Alltag verdrängen und das drum herum vergessen.

Selbstvergessen bewegte sie sich inmitten eines großen Wohnzimmers, lodernde Schatten zogen sich über die Wände bis unter das Gebälk.

Ganz ihrem spielerischen Tanz der vergangenen Stunden im Club gleich, kreisten ihre Hüften von ihren darüber gleitenden Händen untermalt.

Mal die Augen geöffnet, die Umgebung in sich aufsaugend. Das aufgrund der Jahreszeit, beinahe kitschig anmutende Feuer im Kamin, die Dimension des Raums, der ihr trotz seiner Weitläufigkeit und Höhe nicht das Gefühl von exponiertem Unbehagen vermittelte. Die wabernde Helligkeit, die immer wieder kurz die Dachschräge offenbarte, nur um sie kurz darauf im scheinbaren Endlos wieder verschwinden zu lassen.

„Dachschräge“ — sie musste kurz lächeln, da sie den Begriff bis dato nur mit kleinen spätausgebauten Zimmern Spätpubertierender in Verbindung gebracht hatte.

Mal mit geschlossenen Augen, Wärme unter ihren Fußsohlen fühlend. Die Textur der Fliesen, die, wenn sie zum Rhythmus der Musik einen Schritt zur Seite machte, ihr leicht geriffelt vorkamen und eine entspannende Abwechslung zu den High-Heels der vorangegangenen Stunden boten.

Die Musik, die sie einhüllte, sie umarmte und sie stellenweise trug; Ihre Beine mit den sanften Beats langsam über den Boden schob, mit den tiefen Flächen ihre Hände zu feinem, sinnlichem Gleiten über ihren Körper animierte.

Ihre Hände, die ihre Hüften verlassen, sich beinahe streichelnd über dem Bauch überkreuzen, dem Oberkörper folgen um nur noch mit den Fingerspitzen an ihren Brustansatz gelangen.

Abermals öffnet sie die Augen, um ihn dort einfach nur sitzen zu sehen…

Seine Augen ruhten auf ihr und strahlten neben der Begierde, die sie deutlich funkeln sah auch Bewunderung aus, die ihr zumindest so viel Sicherheit gab, nicht einfach aufzuhören.

Anstatt dessen floh sie lediglich wieder in ihre Welt, indem sie ihre Augen schloss.

Sie spürte die Wärme des Feuers auf ihren Unterarmen, als sich ihre Finger weiter über die Brüste tasteten und unter BH und Kleid die Erhebung ihrer Brustwarzen erfühlten.

So hatte sie sich noch nicht erlebt, dachte sie sich plötzlich, als die Finger weiter gewandert waren, die Überkreuzung der Arme sich entflocht und ihre Handrücken, nach oben streifend, den Hals erreicht hatten.

Kurz die Fingernägel auf ihrer Haut spürend fuhren ihre gespreizten Finger durch ihr Haar. Präsentierend die Ellenbogen nach außen gedrückt, bereute sie fast noch in dem Maße bekleidet zu sein, nur um sich im selben Moment über ihren eigenen Gedanken beschämt, zu wundern.

Eine, der musikalischen Untermalung zuzuordnende, halbe Drehung später, den Kopf, mit den mittlerweile dahinter verschränkten Händen, leicht zur Seite geneigt, schlug sie die Lider auf und sah ihre Silhouette.

Sanft, von den seitlich hinter ihr züngelnden Flammen, an die Wand geworfen. Sie mochte was sie sah. Ihre Beine, lang gezogen als Schatten über den Boden fallend, bis sie auf die Wand trafen. Wie das Feuer ihr Becken, weiblich wie es war, gegen die Wand warf, sich ihre Brüste als Schatten gegen die Decke ins Dunkel verliefen.

„Komm mal her. “ hörte sie ihn gegen die Musik ansprechen, als sie sich ihren eigenen Anblick, an sich für sie ganz untypisch, auf der Zunge zergehen ließ und das süße Gefühl mit wieder geschlossenen Augen genießen wollte.

Sie drehte sich zu ihm, sah ihn immer noch regungslos, mit einem genießenden Lächeln in der tiefen Couch sitzen, genüsslich zurück gesunken, die Knie angewinkelt und sie willkommen heißend gespreizt.

Sie machte ein paar kleine Schritte auf ihn zu. Noch ganz im wiegenden Tanz gefangen, sich nur auf den Ballen bewegend, setzte sie langsam einen Fuß vor den anderen, bis sie zwischen seinen Beinen zum stehen kam.

„Zieh dich aus.

“ glaubte sie mehr von seinen Lippen gelesen als gehört zu haben. Kurz abwägend, ob nun seine Forderung oder ein Nachfragen ihrerseits unangenehmer gewesen wären, wurde sie von einem „Für mich. “ und einem kurzen Wink mit den Fingern überrascht, der ihr wies ein Stück zurück zu treten. Beinahe konsterniert machte sie, ohne ihr rhythmisches „Durch-die-Musik-gleiten“ zu unterbrechen, die ihr aufgetragenen Schritte zurück, um nun von ihm wieder in voller Pracht wahrgenommen werden zu können.

„Mich ausziehen? Hier vor Ihm? Für Ihn?“ fragte sich der Teil von ihr, der durch die Unterbrechung und seine Stimme wieder erweckt worden war.

Der Teil, den sie beim Tanz bereits in die hinterste Ecke ihrer Wahrnehmung geschoben und nur noch als leises Murmeln zu sich vordringen hatte lassen. Einen kurzen Moment fühlte sie sich verloren und griff, wie so oft, wenn sie kurz davor war in Grübeln zu verfallen, nach ihrer Halskette.

Ihre Fingerspitzen berührten dabei kurz die weiche Haut über ihrem Brustansatz, brachten ihr damit das Bild ihres Tanzes vor wenigen Minuten vor Augen …

Sich dem erotischen Bild hingebend, ließ sie ihre Finger über ihre lange Halskette nach außen über die warme Haut ihres Brustansatzes rollen. Durch den Stoff des Kleides und des BHs konnte sie die Berührung ihrer Brustwarze durch die Kette nur erahnen und doch drückte diese sich weiter erhärtend gegen die feine Spitze ihres BHs.

Wie dem lautlosen Wunsch ihrer Warze folgend, schob ihre Hand den Träger ihres Kleides über die Schulter und ließ es, nachdem die andere Hand dem Beispiel gefolgt war, nun haltlos, ihren Körper ein letztes mal umschmeichelnd, zu Boden fallen. Beinahe schamhaft, ob des bereits den ganzen Abend fehlenden Slips, wandte sie sich ein wenig ab, gab mit einer kurzen Handbewegung auf ihrem Rücken und dem nach unten Strecken beider Arme ihren Brüsten die ersehnte Freiheit als sie, voll und wunderschön, aus dem zu Boden fallenden BH glitten.

„Du bist wunderschön“ rief er sich wieder deutlicher in ihr Bewusstsein und ließ damit ihren Körper weiter auf die erotische Stimmung reagieren und sich ganz langsam wieder in Bewegung kommen.

Sie wog sich im Spiel zwischen ihrer eigenen Hitze und den vom Feuer ausgehenden Wellen der Wärme. Ihre Finger glitten immer wieder über ihre Brüste, ohne die sich danach sehnenden Brustwarzen zu berühren. Bei jedem kleinen Schritt, den die Musik ihr vorgab, konnte sie spüren, wie zwischen ihren Beinen Haut an Haut glitt und sich weitere warme Feuchtigkeit zwischen ihnen ausbreitete.

Eine Drehung später war sie bei ihrem Weinglas angekommen, und spürte das kühle Glas zwischen ihren Fingern, welches sie sich an die Lippen führte. Ihr durstig-unfein, großer Schluck, lies den Wein über den Rand schwappen und ihn in kleinen roten Tropfen über ihr Kinn und ihre Brust perlen.

Mit der rechten Handfläche versuchte sie den kühl erregenden Fauxpas zu verdecken, nur um im nächsten Moment das Gefühl ihrer Hand auf der vollen Brust zu genießen.

Sie gegen sich zu drücken und mit den Fingern das weiche Fleisch zu massieren. Der kurze Schwenk ihres Blickes über die Couch rückte ihn wieder in ihr Gedächtnis. Führte ihr das Bild vor Augen, das er, immer noch mit einem beinahe selbstgefälligen Lächeln in der Couch sitzend, nun vor sich hatte.

Sie, die sich selbst fast ausschließlich eher zielgerichtet Befriedigung verschaffte. Es zwar als schön, aber eben auch als Notwendigkeit betrachtete, stand nackt, die Beine leicht gespreizt, nur noch lasziv das Becken zur Musik bewegend, inmitten des Wohnzimmers.

Das halbvolle Weinglas zwischen den Fingern und mit der anderen Hand ihre Brust verwöhnend.

„Wie eine Schlampe!“ blitzte es moralisch, kurz in ihren Gedanken auf, als sie sich so betrachtete.

Die leichte Rötung ihrer Wangen, die sie dort als Hitze spüren konnte, änderte beim gedanklichen Aussprechen des Wortes „Schlampe“ ihren Urheber. War es bis dato noch der Wein gewesen, so war es jetzt die wieder aufkeimende Scham ob ihres Benehmens.

„Noch einen Schluck… einen großen!“ gab sie sich selbst den Befehl, um sich an das Gefühl zu klammern weiterhin über alle Schatten springen zu können, um vielleicht ein paar neue zu entdecken. Ebenso ungestüm wie eben, nahm sie den nächsten Schluck und war sich beim Abstellen des Glases gar nicht mehr sicher, ob sie das weitere kleine rote Rinnsal, das sich jetzt seinen Weg über ihre Brüste suchte, nicht absichtlich provoziert hatte.

Einen kurzen Augenblick später sammelte sich einer der kleinen roten Ausläufer als Tropfen an ihrer Brustwarze und sie wünschte sich, er würde ihn von dort weg küssen, ihn zumindest auffangen. Allein der Gedanke an seinen Atem, wie er über den Tropfen und die Brustwarze streicht, ließ diese sich noch mehr erhärten. Sie machte zwei Schritte auf die Couch zu, ihre Hand legte sich unter die Brust und hob diese leicht an.

Fasziniert beobachtete sie das Funkeln des Feuers in dem Tropfen, den sie ihm nun, immer noch gut einen Meter von ihm entfernt, auf ihrer erregt aufgerichteten Brustwarze, anbot.

Sie bot ihm den Tropfen an, sie bot ihm ihre Brustwarzen an, ihre Lust, ihre Lippen, ihre Scham, ihren Körper…

SIE bot sich ihm an.

Beide folgten mit ihren Blicken dem Tropfen, als er sich mit einem kleinen Kitzel löste, fiel und wie ein kleiner weiterer Beweis seiner Macht über sie zwischen ihnen auf den Fliesen landete.

Ihr Finger lag auf dem Fuß des fast leeren Proseccoglases und fing den letzten Kondenstropfen auf, der über den Stiel hinab rann, als sich ihr Verstand widerwillig aus der Nacht nach dem Clubbesuch löste und beinahe unsanft im Hier und Jetzt aufschlug.

Warm war ihr, unter ihrem Mantel und doch ließ sie die abrupte Rückkehr kurz frösteln, als der Kellner sie, seiner genervten Stimme nach zu urteilen, offenbar zum wiederholten Mal,

„Kann ich Ihnen noch etwas bringen?“ fragte.

„Wie eine Schlampe!“ wiederholte die Stimme in ihrem Kopf, während ihre Lippen ein „Ääääh, nein Danke. “ hervorbrachten und sie sich aus ihrer Starre lösend begann nach ihrem Geldbeutel zu kramen. Umständlich beförderte sie einen 10 Euro Schein zu Tage. Mit einem „Der Rest ist für Sie. “ kaufte sie sich aus der peinlichen Situation frei.

Damit wurde sie zwar den, jetzt erfreut lächelnden Kellner, nicht aber das Gefühl los, von ihm, bei einem intimen Moment beobachtet worden zu sein.

Beim Aufstehen verstärkte sich dieses Gefühl noch, als die Enge ihrer Jeans ihren feuchten Slip gegen ihre Haut presste und die warme Luft, die aus ihrem Mantel aufstieg, einen winzigen Dufthauch von Lust in ihre Nase fächelte.

Sie machte, Handy und Zigarettenschachtel in die Manteltasche nestelnd, drei schnelle Schritte weg vom Tisch, weg vom Kellner. Drei Schritte zwischen den Pflanzkübeln hindurch, die als Begrenzung des Cafes aufgestellt waren, in die Fußgängerzone.

Weg von dem zwar unwirklichen, aber unangenehmen Moment, bei ihren intimsten Gedanken Gesellschaft gehabt zu haben. Das Bild des nächsten Schrittes, den sie in der einen Nacht auf ihn zu gemacht hatte, nahm sie jedoch mit.

Es zog sie zur Einkaufspassage.

Shoppen würde sie ablenken, war der Vorsatz beim Betreten des H&Ms, vielleicht könne sie sich ja noch ein wenig an den Sommer klammern, wenn sie sich zumindest noch ein paar Tops und Sommerkleider besorgte.

Mit einer kleinen Auswahl bewaffnet betrat sie die Umkleide und begann sich umzuziehen. Aus den Augenwinkeln betrachtete sie sich dabei im Spiegel.

Hatte er sie so gesehen?

Als sie die Jeans über den Po nach unten schob war sie froh darüber, an dem Abend ein Kleid getragen zu haben, und sich damit diesen ungelenken Moment erspart zu haben.

Im Moment als sie eins der Kleider, das ihr leider zu groß war, wieder über die nach oben gereckten Arme auszog und sich aufgrund der Körperspannung und den im BH angehobenen Brüsten so gut gefiel, dass sie sich nicht mehr nur aus den Augenwinkeln im Spiegel beäugte, klingelte ihr Handy, eine SMS.

Kaum aus der Tasche des aufgehängten Mantels gekramt, bekam sie: „Du bist wunderschön!“ zu lesen.

Es war wohl nicht notwendig sich in der Kabine umzusehen und auch, dass sie den Vorhang ganz zu gezogen hatte war ihr klar, weshalb ihr Verstand auch „Zufall!“ in das warm kribbelnde Gefühl eines Kompliments zu richtigen Zeit hinein schrie. „Findest Du?“ flüsterte der andere Teil in ihr dagegen, während sie sich, den Blick fest im Spiegel verankert, leicht zur Seite drehte und sich ihre Hand, die sich eben noch erschrocken schützend vor die Brust gelegt hatte sich jetzt eher stützend, fühlend auf eine der beiden Brüste legte.

Ohne ihre Hände von den Brüsten zu nehmen machte sie entschlossen einen weiteren Schritt auf ihn zu, überschritt den Tropfen, wollte sich, zwischen seinen Knien stehend, zu ihm beugen, um ihn seiner Kleidung zu entledigen.

Als sie ihre Hände dazu von ihrem Körper löste und sie in seine Richtung bewegte, setzte er sich ruckartig auf, ergriff ihre Hände und legt diese an ihre Hüfte. Sie hatte sich wieder aufgerichtet und stand etwas hilflos zwischen seinen Beinen, als sie seinen Atem zwischen den ihren spürte.

Die warme Luft, die ihren Venushügel umschmeichelte und sie erwartungsvoll einatmen ließ. Ihren Kopf in den Nacken gelegt spürte sie seinen Atem über die haarlose Haut wandern, seine Hände noch auf den ihren liegen.

Als er sie plötzlich ein wenig nach hinten schob und sie widerwillig den kleinen Schritt aus seinem Atem machte, ließ sie den Hals erwartungsvoll überstreckt und ihr Blick verlor sich dabei im Dunkel der Dachschräge.

Von seinen Berührungen allein gelassen hörte sie Rascheln, Reiben von Stoff an Stoff und Bewegung vor ihr in der Couch.

Er zog sich offensichtlich aus.

Als sie den Kopf wieder nach vorne nahm traf sie seinen Blick, der ihr die Königin für eine Nacht versprach, bevor er sich von ihrem löste und über ihren Körper wanderte. Sie hatte kurz das Bedürfnis ihre Hände von den Hüften zu nehmen, um die Nacktheit ihrer Brüste zu schützen, während seine Augen brennend darüber glitten und sich für einen Moment in die annähernd schmerzende Härte ihrer Brustwarzen verbissen.

Ihre Hände blieben wo sie waren. Sie ließ ihren Blick sinken.

Während sie sich noch fragte, wieso ihr das Wort „demütig“ in diesem Moment in den Sinn kam, sah sie seine Männlichkeit auf seinem Oberschenkel ruhen. Dies multiplizierte die Wärme in ihrem Unterleib. Strahlte von dort in Wellen auf den ganzen Körper aus und explodierte schließlich, als seine Augen, die mittlerweile über ihren Bauch, tiefer geglitten waren, auf ihr Piercing trafen.

Wie ein elektrischer Schlag blitze sein Blick über die Ringe ihres Klitorisvorhautpiercings, durchfuhr ihren Körper mit der Hitze flüssigen Metalls und machte sich in ihrem Inneren mit der Eruption geiler Feuchtigkeit Luft.

Sie wollte die Augen schließen, um das Gefühl auszukosten, konnte aber nicht anders als seinem Zeigefinger zu folgen, der damit begann, sanft über die ganze Länge seines immer noch nur halbsteifen Schwanzes streicheln.

Das war zu viel.

Ein schneller Schauder jagte durch ihren Körper, ließ die Ringe ihres Piercings kurz zittern und eine kleine Spur ihrer Lust überwand das Hindernis ihrer erblühenden Lippen. Deutlich konnte sie den Weg auf ihrer hitzigen Haut nachspüren, der die Lippen hinter sich ließ und wie eine im Feuerschein vermutlich schillernde Träne ihren Oberschenkel hinab lief.

Auch sein Blick wanderte über ihren Oberschenkel und verstärke ihre Empfindungen noch.

Millimeterweise schob sie ihre Füße weiter auseinander, gefangen vom Wunsch sich hin zu geben, sich zu öffnen, sich zu offenbaren und natürlich nicht zuletzt, um ihre Scham mit dem beinahe verdorbenen Gefühl ihrer auseinander gleitenden feuchten Schamlippen zu konfrontieren. Den Blick unablässig auf seinen Finger gerichtet, der mittlerweile spielerisch nur durch die haarlose Haut davon getrennt über einen Hoden glitt, drückte sie auch noch ihre Knie nach außen, wodurch sich automatisch ihr Becken nach vorne schob.

Sie sah sich gedanklich vor ihm stehen. Feucht glänzend, erregt, ihr Innerstes in voller Blüte zur Schau für ihn auf Augenhöhe, präsentierend. Beschämt kühlend legte sich dieser Gedanke über ihre Lust und drohte ihren freien Fall der Hingabe, den sie eben noch so genossen hatte, zu bremsen. Ein fester Blick auf sein Glied, das sich wohl auch aufgrund des Anblicks ein wenig weiter gereckt hatte und dessen Eichel sich allmählich durch die Vorhaut schob, gab ihr den Willen nicht dem Bedürfnis nachzugeben, die Beine zu schließen.

Beherzt drückte sie ihre Knie nach außen und berührte die seinen.

Diese Berührung brachte sie wieder zurück auf Kurs. Sie hatten Kontakt und sein weiter wachsender Schwanz war genau so ein Beweis für ihre Lust aufeinander, wie ihre mittlerweile unübersehbar feuchte Scham, die den aus ihr sickernden Säften entsprechend, eher einem Nach-, denn einem Vorspiel glich. Sanft strich er über die Unterseite seines Geschlechts, das sich immer mehr von der Eichel entblößend, gen Bauchnabel erhob.

„Fass Dich an!“, hörte sie nach einer gefühlten, wortlosen Ewigkeit wieder seine liebevoll befehlende Stimme.

„Oh mein Gott. “ atmete sie mehr als zu sprechen in die, von den anderen Umkleiden, murmelnde Umgebung, als die neonberöhrte Helligkeit des Ladens sie einholte und ihr Spiegelbild, das eine Hand unter den BH geschoben hatte, sie anstarrte, während sie leicht nach vorne gebeugt, die andere Hand in den Schritt vergraben hatte.

Ihr beschämt schneller Griff nach ihrer Kleidung offenbarte, dass der Rückblick nicht spurlos an ihr vorübergegangen war und einen feucht-dunklen Fingerabdruck als stummer Zeuge ihrer Phantasie auf ihrem Slip hinterlassen hatte.

Noch nicht ganz den Fängen dieses „Flashs“ entkommen, griff sie anstatt nach ihrer Kleidung nach ihrem Handy und tippte:

„Danke Dir“ als Antwort, während sie sich verwirrt auf den kleinen, weißen Schemel setzte, der für gewöhnlich nur zu Kleiderablage genutzt wurde.

Sie versuchte zu sortieren. Nicht die Kleidung sondern ihre Gedanken. Wofür hatte sie sich gerade bedankt? Sie kam zu dem Schluss, dass es für das Kompliment war, das war das Einfachste und Offensichtlichste.

Als sie die nächste SMS erhielt:

„Fass Dich an!“

Ungläubig starrte sie auf das Display.

Während ihr Kopf sich noch fragte, ob nun sie oder der quasi Unbekannte am anderen Ende der Verbindung jetzt völlig wahnsinnig geworden wäre, begannen ihre Hände, das Handy achtlos zur Seite legend, wie von selbst über ihren Körper zu wandern.

Das Halbdunkel des Wohnzimmers ergriff wieder Besitz von ihr und gerade noch fast vergessen an ihren Hüften ruhend, setzten sich ihre Hände sofort in Bewegung, als hätten sie nur auf eine Gelegenheit gewartet.

Eine fand sofort den Weg zu ihren Brüsten, umfasste sie, ließ ihre Brustwarze in den Zwischenraum von Zeige- und Ringfinger gleiten, um sie sanft zu drücken, während die anderen Finger sich greifend in der weichen Haut vergruben.

„Nicht genug!“ skandiert das immer noch anwachsende Verlangen, woraufhin sich die Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger wieder fand, welche sie zuerst nur leicht neckend an ihr zogen, um sie kurz darauf beinahe grob zwischen sich hin und her zu rollen.

Als dieser kleine Lustschmerz sie traf, war ihre zweite Hand, die bis gerade noch streichelnd über ihren Bauch wanderte, bei ihrem Piercing angelangt, befühlte die beiden Ringe und drückte sie gegen ihren Kitzler.

Die Mischung aus Wohlbehagen und Wollust lies sie halblaut aufstöhnen und als ihre Knie dabei waren nachzugeben schoben sich zwei seiner Finger nicht unangenehm aber bestimmt und fordernd in sie. Sie hatte das Gefühl gegen seine Hand zu sacken, als das Übermaß der Empfindungen über sie hereinbrach.

Ihre Knie zuckten gegen seine, die sie ein wenig stabilisierten und zumindest zwei Anhaltspunkte der Realität, wie Bojen im aufgewühlten Meer, boten.

So schnell es heran gerauscht war; die eine Hand, immer noch fest, mit fast männlich groben Griff in ihre Brust vergraben, die Finger der anderen den Piercingring beinahe hektisch über ihren Lustknopf hin und her schiebend; war es auch wieder vorbei, als er seine Finger wieder aus ihr zog.

Kurz herrschte noch der Aufruhr im Inneren, kurz flammte noch der Wunsch auf, seine Finger hätten sich in ihr bewegt,

kurz blieb sie noch, wie eine sehnsüchtige Einladung an seinen Schwanz geöffnet,

kurz noch…

Stille….

„Stopp!“ schrie ihr Verstand.

Saß sie gerade in der Umkleide, den Kopf in deren Ecke gelegt, die Beine gespreizt?

„Ja. “ Kommentierte der Blick in den Spiegel, der aufgrund des zur Seite gezogenen Slips und der gerade erst zum Stillstand gekommenen Finger noch tiefere Einblicke gewährte.

Sie konnte es kaum glauben, aber irgendetwas in ihr mochte das was sie sah, bewunderte die Frau, die nur von drei dünnen Pressspanplatten und einem Vorhang von der Umwelt getrennt langsam ihre Finger aus sich zog und ihr beinahe seufzendes Inneres unerfüllt zurück ließ.

Noch ganz gebannt von dem Anblick hob sie ihren Arm und legte ihren Zeigefinger auf ihre Lippen, wie um zu überlegen. Ihr Aroma stieg in ihre Nase und ließ das sie umgebende Gemurmel außerhalb ihrer Kabine und in ihrem Kopf verstummen und sie anstatt dessen die Lippen öffnen…

…. als seine Finger über ihren Mund strichen, den sie öffnete, um ihn zumindest irgendwo in sich spüren zu dürfen

Sie schmeckte ihre Lust, als ihre Zunge zwischen seine Finger glitt, konnte die vergangenen Stunden erahnen.

Das Aroma der Leidenschaft und des wilden Begehrens stieß wie beim Domino so viele weitere Gedanken an,

Hingabe,

Dominanz,

Scham,

Stolz,

Vertrauen,

Erfüllung,

die sich wie seidene Bänder fest um ihren Körper legten, sie einhüllten und sie sich selbst spüren ließen. Sich alle vermischten, sich zu ihrer Person auflösten und ihr Halt gaben.

Seine Finger zogen sie nach unten, holten sie aus ihren Gedankenkreiseln. Sie stützte sich kurz auf seinen Oberschenkeln ab, bevor ihre Knie den Boden berührten und sie zwischen seinen Beinen kniete. Er nahm seine Finger, benetzt mit Speichel, aus ihrem Mund. Der dünne Faden, der sich als Verbindung zwischen ihrem Mund und seinen Fingern dabei zog, hing schnell der Schwerkraft folgend nach unten durch, um auf ihren Oberkörper und ihren Busen zu landen.

Dort einen kleinen glänzenden Striemen zu hinterlassen.

„Das Scheißteil passt mir nicht!“ gellte eine Stimme in ihrer Nähe und entzauberte den Striemen, den Speichel und sämtlichen angenehmen Gefühle des eben durchlebten Moments.

„Unfassbar“ gestand sie sich noch ein, als sie ihre Kleidung an sich raffte, sich schnell bekleidete und hastig die Kabine verließ.

Nach Hause, schrieb sie sich selbst vor, dort ein gemütlichen Glas Rotwein, für sie in diesem Moment, der Inbegriff der Ruhe und des zu sich und zur Ruhe Kommens.

Vielleicht hoffte sie damit auch nur dem Gedankenkarussel zu entkommen, das sie immer mehr schwindlig zu machen drohte.

Ernest & Julio Gallo, las sie beim Entkorken auf dem Etikett des Weins, den sie von ihren Eltern geschenkt bekommen hatte. Dunkelrot schwappte er aus der Flasche, behielt seinen Schwung, als sie das Glas an die Lippen setzte und davon trank.

Was sollte das?

Was war los?

Was war geschehen?

Waren die Fragen, die ihr durch den Kopf gingen, als sie sich in die Couch fallen ließ.

Sie war ja nicht erst seit gestern auf der Welt und hatte auch ein paar Beziehungen durchlebt. Kürzere, wenn sie sich eingeengt fühlte, längere, in denen sie sich irgendwann gefragt hatte, ob Alltag wirklich erstrebenswert sei.

Für gewöhnlich hatte sie sowohl in dem einen als auch in dem anderen Fall die Zügel in der Hand gehabt. Hatte so viel Nähe zugelassen, wie sie brauchte aber auch immer den innerlichen Abstand gewahrt.

Sie war die bestimmende und treibende Kraft gewesen, hatte ihre Grenzen und auch die Grenzen des jeweiligen Partners im Umgang mit ihr bestimmt.

Als ihr Blick über das auf dem Couchtisch liegende Handy glitt, nahm sie das Blinken wahr, das das Vorhandensein einer ungelesenen Mitteilung signalisierte. Sie musste deren Eingang wohl auf dem eiligen Heimweg überhört haben. Die Neugier ließ sie sich schneller als beabsichtigt von der Couch rutschen und auf Knien mit der Hand über den Glastisch nach dem Handy greifen.

Die SMS, „Ein wahrhaft traumhafter, erregender Anblick Dich nackt auf Deinen Knien zu sehen!“, ließ ihre Gedanken, wie eine Kamerafahrt, um sich selbst drehen, immer schneller. Das Bild, wie sie zwischen Couch und Tisch kniete, auf das Display starrte, verwischte zusehends, es wurde dunkler …

Aufrecht kniete sie dort, zu ihrem eigenen Erstaunen die Hände wieder an ihre Seiten gelegt, wie er es vorhin im Stehen wortlos gefordert hatte.

Nur kurz glitten ihre Augen über seine, bevor sie den Blick senkte, ihn über die haarlose Brust wandern ließ und schließlich zwischen seinen Beinen zum stehen kam.

Seine Männlichkeit lag durchaus erregt, aber noch nicht in voller Pracht, mit halb entblößter Eichel auf seinem Bauch. Seine Hände hatte er neben seinem Körper auf der Couch abgelegt und sie spürte, wie er sie unablässig beobachtete.

Sich dessen bewusst, atmete sie ein wenig ein, nahm ihre Schultern ein wenig zurück, um ihre Brüste im besten Licht erscheinen zu lassen.

Die Musik war an einer kaum hörbaren Stelle angekommen und bis auf das fast nicht wahrnehmbare Pulsieren seines Schwanzes fand keinerlei Bewegung statt.

Sie spürte leicht die Fersen gegen ihre Pobacken drücken, die sich dadurch etwas teilten. Aufgrund der leicht gespreizten Knie, spürte sie die nach wie vor anhaltende Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln. Sie spürte aber auch die wahnsinnige Spannung, die sich gerade zwischen ihren regungslosen Körpern aufbaute.

Sie wartete, über sich selbst verwundert, ganz eindeutig auf einen Hinweis, wenn nicht gar eine Anweisung seinerseits.

Nur worauf wartete er?

War es ihm nicht genug, dass sie im Grunde bereit war alles zu tun, was er wollte?

In dieser atemlosen Stille raubte ihr der ausschließliche Anblick seines Schwanzes, der vom Leben durchströmt wurde, fast den Verstand. Er ließ sie nicht klar denken.

Was wollte er?

Wenn es sein Ansinnen war, dass sie ihn in den Mund nimmt, hätte er ihren Kopf genau dort hin dirigiert.

Ihre Hand zwischen seinen Beinen?

Er hätte sie einfach genommen und am Wunschort platziert.

Was wollte er von ihr?

Diese Spannung machte sie ganz kribbelig, eine andere als die bisherige Hitze breitete sich in ihrem Körper aus, die, die sie eher aus Prüfungen kannte, die Hitze, die ihr unlösbare Aufgaben bescherten. Die dadurch über ihre Haut streifenden Wallungen ließen den noch nicht ganz getrockneten „Striemen“ wieder mehr in den Vordergrund treten.

Plötzlich wusste sie was er wollte…

Er wollte dass sie genoss,

dass sie sich genoss,

dass sie sich fallen ließ,

sich selbst vergaß

und dass sie fiel…

Um sie aufzufangen.

Ihre Hand erhob sich und strich unentschlossen eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht, während sie die Augen schloss und ihr langsam bewusst wurde, dass sie zwar offensichtlich die Antwort auf die unausgesprochene Frage, jedoch nicht die Lösung für das Problem hatte.

Sich willentlich fallen zu lassen. Die Quadratur des Kreises, besonders jetzt, da ihre Erregung ob der eben zu lösenden Aufgabe zurück gegangen war.

Eher planlos legte sie die Hände an ihre Brüste, um erfreut fest zu stellen, dass zwar ihre geistige Erregungskurve einen Knick erlitten hatte, ihr Körper aber noch durchaus sofort auf Stimulation ansprang.

Ihre Brustwarzen waren immer noch fest und reckten sich sofort gegen die sie berührenden Finger.

Sie informierten sie aber auch gleich über ihre Empfindlichkeit, als die trockene Haut ihrer Finger etwas fester über sie glitt. Verträumt steckte sie ihren Daumen in den Mund, um ihn zu befeuchten, ihre Brust anschließend in die Handfläche zu betten und mit dem Daumen die Feuchtigkeit auf der Brustwarze zu verteilen. Die andere Hand tat es ihr gleich.

Das feuchte Gefühl genießend, musste sie darüber lächeln, dass ihr beim dauerhaften Anblick seiner Männlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes, das Wasser im Mund zusammen gelaufen war.

Ihr Kinn ein wenig nach unten nehmend, die Brust mit der Hand anhebend, schob ihre Zunge einen Tropfen Spucke über die Unterlippe, welcher mit einem kleinen „Plitsch“ auf der weichen Haut über ihrem Nippel landete. Der Daumen zog den feuchten Film darüber, wie um sich selbst zu ärgern, umfuhr gleich darauf nur ihr Zeigefinger die Warze und ließ sie schon begieriger durch die leicht geöffneten Lippen atmen.

In Kreisen zog ihre Fingerspitze die kleiner werdenden Bahnen über ihren Hof und sie genoss das Gefühl, das wachsende Bedürfnis ihre Brustwarzen zu berühren, immer weiter vor sich her zu schieben.

Sie hatte ihren Blick auf die glänzende Oberfläche geheftet, über die sie, wie ein Wasserläufer glitt. Ein kurzes Tippen auf die umkreiste Mitte initiierte einen wohligen Schauer durch ihre Brust.

Ihre Zunge glitt kurz über ihre Unterlippe, sie sammelte ein wenig Spucke, die sie, nach einer kleinen Kopfdrehung, durch die nur einen schmalen Spalt geöffneten Lippen fallen ließ. Wie an einem dünnen Faden gezogen fiel der Tropfen und traf die an der anderen Brust liegenden Finger, welche weniger zögernd sich eher grob sofort um die Brustwarze legten, um sie feucht eingehüllt zwischen sich zu schieben.

Die dadurch wieder zur Gänze erwachte Lust ließ sie ruckartig Luft durch die Nase einziehen und, den Brustkorb hebend, ihre Brüste den Fingern fordernd entgegen drücken. Dabei kurz blinzelnd fiel ihr Blick auf seinen Schwanz, der immer noch auf seinem Bauch lag, sie sah wie die Adern leicht hervor traten und sich unter weicher faltiger Haut minimal seine Hoden bewegten. Dieser Anblick setzte ihren eigenen Unterleib wieder in sanfte Aufruhr, das beinahe automatische Anspannen ihrer Muskeln produzierte das Gefühl ihm ihr Becken entgegen zu drücken.

Ihre Brustwarzen zwischen den Fingern, teilweise massierend, teilweise kneifend. In das in ihrem Unterleib stattfindende Spiel aus Spannung und Entspannung hinein spürend, entging ihr seine kurze Bewegung, mit der er wieder seine Finger an ihren Mund legte, den sie für ihn, bereitwillig öffnete.

Er glitt kurz über ihre untere Zahnreihe, streichelte über die Zunge, die sich ihm sofort entgegenreckte, als sie ihre Lippen um ihn schloss. Immer noch seine Männlichkeit vor Augen begann sie an den Fingern zu saugen und sie mit der Zunge zu umspielen.

Dankbar, dass er sie nicht ganz allein in ihrem Spiel ließ. Als sie die Lippen leicht öffnete, um, ganz in Gedanken an seinen Schwanz versunken, über die Unterseite seiner Finger zu lecken, entzog er sich ihr.

Sie konnte ihm nur noch mit den Augen folgen, als er seine Hand Richtung seines Bauches bewegte und die von ihr feuchten Finger über seine halb entblößte Eichel gleiten lies und dabei ein kaum hörbares „mmhhmm“ von sich gab.

Mit zwei Fingern schob er an der Unterseite die Vorhaut zurück und seine Eichel lag frei. Der Anblick faszinierte sie und ihre Knie schoben sich weiter auseinander, als ob sie ihrem Unterleib den Ausblick auf die sich langsam dicker werdende Lustspitze nicht vorenthalten wollten.

Als hätte sein stimmhaftes mmhhmm ihr Mut eingeflößt, der sich in rasch zunehmender Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen niederschlug, beendete eine Hand das Spiel mit ihrer Brust, um sich ohne große Umschweife auf ihre weiche Scham zu legen.

Sie hätte ihrer Lust gerne ähnlich leise Ausdruck verliehen, wie er zuvor, als zwei ihrer Finger, ihre Lippen zur Seite drängten und stürmisch in sie eindrangen. Daran war nur leider nicht zu denken, als ihr Unterleib sie empfing, entkam ihr zu ihrem eigenen Schrecken ein halblautes und weil sich ihre Finger sofort begannen in ihr zu bewegen, viel zu lang gezogenes „aaaaaahhhhh“.

Während der Ton in all seiner, für sie, beschämenden Art noch im Raum stand, sah sie, wie sich seine Finger um seinen Schwanz gelegt hatten und langsam an ihm auf und ab fuhren.

Gemächlich wichste er sich, wie um sie zu bestätigen, direkt vor ihren Augen. Ihre Finger versuchten aus und in sie gleitend, seinen Rhythmus zu übernehmen.

„Ich ficke mich hier, zu seinen Füßen, wie er es möchte mit den Fingern!“

Bei dem Gedanken wurde ihr heiß, sie spürte, wie in ihr wieder der Kampf zwischen Geilheit und Scham aufkeimte. Ihre Finger wurden immer nasser, seine Geschwindigkeit war so quälend langsam, sie wollte mehr.

Sie brauchte mehr. Als sich ihr dritter Finger zu den anderen gesellte, sie einatmete, als ob sie ihm dadurch mehr Platz verschaffen könnte, verlor sie seinen Rhythmus. Merkte aber gleichzeitig, wie ihre Lust dabei war die Oberhand zu gewinnen, als sie ihre Finger immer schneller, ja mittlerweile schon in sie stoßen ließ.

Ihr Handballen, wenn er auf die feuchte, glatte Haut und ihre Schamlippen traf, erzeugte diese kleine Klatschen, dass sie für gewöhnlich selbst beim Sex so abtörnte.

Jetzt aber hier vor ihm, für ihn, für sich, war es eher wie ein Beifall.

Mit nun geschlossenen Augen trieb sie wild ihre Finger in sich und sich immer mehr dem Höhepunkt entgegen. Sie wusste nicht mehr wann sie es sich selbst schon einmal so besorgt hatte, noch nicht einmal wann sie das letzte mal so gefickt wurde und ob überhaupt. Ihre Finger glitten aneinander und auseinander, füllten sie aus, ihre Handfläche traf immer wieder auf ihr Piercing und den Kitzler, vervielfachte das Gefühl des heranrollenden Orgasmus.

Gerade als sich Sternwerferfunken vor ihrem inneren Auge bildeten, packte er sie in den Haaren und zog sie an ihrem Hinterkopf zu sich.

Sie musste ruckartig ihre Hand aus sich entfernen, um sich reflexartig nach vorne abzustützen.

Wütend über die rüde Unterbrechung, die sie nicht nur gedanklich beinahe zu Fall brachte, schlug sie in dem Moment die Augen auf, als ihre Wange an seinem Oberschenkel ankam.

Sie erkannte sein Glied, von seiner Hand immer noch im gleichen langsamen Rhythmus wichsend hoch aufgerichtet und ließ sich, von seinem selbstgefälligen Lächeln noch weiter provozieren.

Die Begriffe, mit denen sie ihn in diesem Moment betitelte, hätten zu jeder anderen Zeit ein Zusammenziehen ihres Magens bewirkt. Jetzt galt diese Grenze nur noch als Relikt ihrer guten Erziehung, welches zwar die Worte noch in ihr hielt, sie aber den Kopf zurückziehen und ihn anspucken ließ.

Ihr Blick flog über den seinen, wie um sich in ihrer Wut nochmals zu bestätigen und sie, die sich bereits angewidert abwandte, wenn jemand das gen Boden vollführte, spuckte auf seine Hand, die noch über seinen Schwanz glitt. Sein Lächeln änderte sich nicht, als er sie ansah, sie selbst war es, die erschrocken war ob ihres eigenen Ausbruchs, wieder einmal glaubte zu weit gegangen zu sein, als sie ihren Gefühlen und Bedürfnissen Ausdruck verlieh.

So sanft, wie sich seine Finger in dem Moment an ihrem Hinterkopf anfühlten, zog er sie wieder zu sich. Das kleine, milde, entschuldigende Gefühl das seine Hand beim Verlassen ihres Kopfes hinterließ, brachte sie dazu ihre Zungenspitze zwischen ihren Lippen hervor gleiten zu lassen. Seine Entschuldigung annehmend strich sie damit über die hin gespuckten kleinen Blasen und die Tropfen, die sich langsam über seine Männlichkeit und auch seine Hand zogen, die zu keiner Zeit aufgehört hatte sich zu bewegen.

Die Rücken seiner Finger strichen über ihre Zunge, bei jeder seiner Bewegungen. Sie hauchte mit ihren Lippen einen Kuss auf den Zeigefinger seiner rechten Hand, wenn er ganz unten am Schaft angelangt war. Seine motorische Aufwärtsbewegung verschmierte den Film auf ihren Lippen, bevor sie den nächsten Kuss auf seinem kleinen Finger platzierte. Sie war ihm zu Diensten und ihre Wut verwischte wie ihr Speichel auf seinem Schwanz und ihren Lippen.

Ihre Hand schmuggelte sich wieder zwischen ihre Beine. So vorgebeugt fand sie ihre Lippen geöffnet und empfangsbereit. Legte die Hand auf sie.

Schützend lagen alle fünf Finger auf ihrer Scham und konnten ihre nicht nachlassende Erregung spüren. Der Wutausbruch hatte diese in keinster Weise beeinträchtigt, ganz im Gegenteil. Sie lief förmlich über vor Lust und spürte – etwas irritiert – wie sich aus ihrem immer noch tobenden Inneren die Feuchtigkeit des Begehrens über ihre Finger senkte, während sie die Feuchtigkeit ihrer Wut von seinen Fingern leckte.

Ihre Zunge glitt der schimmernden Spur folgend tiefer und spielte in kleinen Kreisen über die warme faltige Haut die seine Hoden beherbergte. Ihre Lippen legten sich auf das darunter befindliche Ei und saugten es sanft dazwischen.

Die zwischen ihren Beinen liegende Hand begann sich zu bewegen. Geschlossene Finger rieben über ihre erregte Scham, verteilten den glänzenden Film immer wieder zwischen ihre Schamlippen, tauchend über ihren Unterleib.

Sie konnte genau spüren wie die empfindsam geröteten Blüten ihrer erregten Blume unter ihren Fingern, wenn diese zwischen ihren Oberschenkelansätzen pendelten, hin und her glitten.

Beinahe grob zur Seite gedrängt wurden, wenn der geschlossene Verbund ihrer Fingerspitzen sich vom Kitzler aus wieder Richtung ihres erwartungsvollen Eingangs schob.

Immer fester und schneller ließ sie so ihre Hand über ihren Unterleib gleiten, um mit der ansteigenden Lust das Bild, dass sie im Moment abgab – auf Knien nach vorne gebeugt, erregt atmend, seine Hoden leckend und mit einer Hand ihre Lust großflächig zwischen ihren gespreizten Beinen verteilend – als geil und nicht als beschämend zu interpretieren.

Seine Erregung direkt vor ihren Augen, der Beweis, dass sie ihn damit auch erregte, hatte sie bis dato dabei unterstützt. Das Auf und Ab seiner Hand war Kompliment und Gemeinsamkeit zu gleich gewesen. Sie erschrak kurz, als diese Bewegung plötzlich verstummte, sie seine Hand wieder an ihrem Kopf spüren konnte, den er sanft zurückschob, sich aufsetzte und aufstand.

Kurz stockten ihre Finger.

„Mach weiter“ hörte sie ihn sagen, als er bereits einen Schritt zur Seite und damit fast aus ihrem Blickfeld gemacht hatte.

Sie wollte gar nicht aufhören sich weiter zu treiben, zu sehr wollte sie wissen was noch passieren sollte, zu weit war sie bereits gekommen, um jetzt einfach die Beine zu schließen, zu „schmutzig“ war ihr bisheriges Benehmen, als dass sie nicht zumindest den eventuellen Lohn dafür kennen lernen mochte.

Sie konnte gar nicht aufhören! Streckte ihren Oberkörper und schloss die Augen, als sie den Kopf in den Nacken legte, um mit einem Anflug von Stolz den Moment zu genießen, ihrem Bedürfnis nach zu geben, der Lust nach zu gehen, sich Befriedigung zu verschaffen und vielleicht so vieles hinter sich zu lassen.

Ihre Knie rutschten wie zur Bestätigung des neuen Gefühls weiter auseinander, ihre Hand wirbelte schneller, mit einem mittlerweile hörbaren, leichten Schmatzen, zwischen ihren heißen Lippen und malträtierten beinahe schon den glücklicherweise gut geschmierten Kitzler.

Das lauter werdenden Keuchen wandelte sich zu einem Stöhnen, dessen Vibration in ihrem Oberkörper sie noch mehr anpeitschte. Sie drückte rhythmisch ihr Becken nach vorne gegen die grob über ihre Clit fliegenden Finger, was ihr Mund mit einem stimmhaften „nnnnn“ quittierte.

Ihre Pomuskeln spannten sich an, kurz darüber entstand das Gefühl, rollte in Form einer Kugel langsam ihre Wirbelsäule nach oben. Die hinter ihren Lidern tanzenden Funken schien es der immer größer werdenden Kugel entgegen zu ziehen, als diese, kribbelnd, in ihrem Nacken angekommen war. Ein letzter Strich über ihr Lustzentrum und sie fiel, die Kugel fiel, heiß leuchtend nach unten, um von einem hallenden „AAAAAAaaaaaahhhhhhh“ begleitet in ihrem nun konvulsiv zuckenden Innersten aufzuschlagen und zu explodieren.

Ihr Unterleib bockte gegen die sich auf ihren Kitzler pressenden Finger, die nass von ihrer Lust umspült wurden. Schauer um Schauer zog sich durch und über ihren Körper, der nach hinten sackte, gegen seine Brust prallte und warm von einem Arm umfangen wurde.

„Aufgefangen“

spülte durch ihre aufgewühlten Sinne, als sie lächelnd den Kopf nach hinten gegen seine Brust sinken ließ, während die letzten süßen, warmen Ausläufer der Erfüllung noch über ihre Finger liefen und auf den Boden zwischen ihren zitternden Knien tropften.

Tief hatte sich ihre eine Hand in ihre Jeans vergraben, deren Knöpfe sie wie in Absence geöffnet hatte, die andere unter dem Shirt, grob unter den BH geschoben, als sie sich in ihrem Wohnzimmer wieder fand. Immer noch kniend, zwischen Couchtisch und Sofa, schwer atmend und ihren Unterleib gegen ihre Hand pressend, während sich die Bilder in ihrem Kopf langsam klärten und lediglich die Frage zurück ließen, was gerade eben passiert war.

Erschöpft lehnte sie sich gegen das Sofa, ergriff das abermals leuchtende Handy und las:

„Willst Du meine kleine Schlampe sein?“.

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