Ute S

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SÜHNE?

Mit einem Klacken schloss sich die Autotür hinter ihr. Schloss sich und damit auch die Außenwelt aus von hier. Und mit jenem Klacken begann auch die Hitze in ihrem Gesicht, die röte ihrer Haut zu weichen.

Ute atmete tief ein, hielt ihren Atem für einen Moment an, bis ihr Blick sie instinktiv im Rückspiegel traf und atmete dann wieder aus. Sie konnte ihrem Blick kaum standhalten, schnell wich sie ihm wieder aus.

In ihr brodelte es, noch war sie emotional zu verwirrt um einen klaren Gedanken fassen zu können. Flucht war alles gewesen, woran sie in den letzten 10 Minuten gedacht hatte, doch nun, in der vermeintlichen Sicherheit ihres Autos fingen ihre Gedanken an sich gehör zu verschaffen. Das heißt, sie wollten es, doch Ute ließ den Motor an, drehte die Lüftung auf volle Stärke und das Radio auf laut. Innerlich war ihr immer noch warm und jeder Passant, der ihr, scheinbar nur zufällig, einen Blick zu warf geriet sofort in Verdacht.

Ihr Herz hämmerte immer noch laut in der Brust, doch wurde mit Kilometer über Kilometer langsamer, bis sie schließlich, zwanzig Kilometer später, in die Straße einbog, in der ihr Haus, ihr Mann und ihre Tochter… ihre Familie… auf sie warteten.

Das Garagentor surrte hoch und Ute verrenkte sich wie immer um rückwärts einzuparken. Immer noch leicht nervös verließ sie den Wagen und betrat ihr Haus durch den Seiteneingang in der Garage.

Es war ruhig, außer dem sich schließenden Tor der Garage war nichts zu hören. Zum zweiten Mal innerhalb der letzten Stunde atmete sie tief durch. Ihr Blick schweifte durch den Flur zu dem kleinen Tisch unterhalb der Garderobe. Sofort fiel ihr der kleine Zettel auf, der da sonst nicht lag.

Bin mit Melanie unterwegs, kann spät werden! Kuss Lea!

Ute nahm den Zettel mit in die Küche.

Am Kühlschrank nahm sie sich Orangensaft, schenkte ihn in ein Glas an der Spüle und blickte hinaus auf die Straße. Der Wagen von ihrem Mann war noch nicht da und ihre Tochter war auch nicht im Haus. Wie spät war es eigentlich? Ein Blick auf die Küchenuhr am Herd verriet ihr die Zeit. Sie hatte noch genug davon. Genug für was? Schnell ging sie im Kopf eine kleine Checkliste durch. Dadurch dass sie alleine war, hatte sich ihr Verstand entspannt und erkannt, dass er den Vorteil nutzen musste.

Duschen, Zähneputzen und die Kleidung direkt in die Waschmaschine, das sollte reichen. Zufrieden machte sie sich auf dem Weg nach oben ins Bad.

Nur eine Stunde später brummte die Waschmaschine im Keller, ihre Haut roch nicht mehr nach ihrem eigenen Schweiß, gepaart mit dem Geruch ihrer Lust und die Minze der Zahnpasta versuchte den Latexgeschmack aus ihrem Mund zu verdrängen. Ein klägliches Unterfangen, solange sie sich nicht explizit auf die Minze konzentrierte, hatte der Geschmack doch mittlerweile eher psychologischen Ursprung.

Dennoch fühlte Ute sich besser und sicher nicht ertappt zu werden. Kaum eine halbe Stunde später hörte sie, wie die Haustür sich öffnete. „Hallo Schatz, wie war Dein Tag?“, rief ihr Mann.

***

Sie schlug schweißgebadet die Augen auf. Draußen, hinter dem Vorhang und hinter dem offenen Fenster, herrschte eine schwüle Sommernacht, doch diese alleine war nicht der Grund für den Schweiß auf ihrer Haut. Sie atmete heftig und leise, bedacht darauf ihren Mann nicht zu wecken schlich Ute aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ins Bad.

Das warme gelbe Licht auf den ockerfarbenen Fließen half ihr, gemeinsam mit dem kühlen Wasser, was sie sich über ihre Unterarme laufen ließ einen klaren Gedanken zu fassen. Sie hatte es kommen sehen und spät in der Nacht, kaum zwei Stunden nach Mitternacht war es nicht mehr so leicht die Erinnerung zu verdrängen. Sie setzte sich auf das Klo und griff sich einen der Zeitschriften daneben. Ohne Ziel blätterte sie sie sich, auf der Suche nach Ablenkung, auf der Suche nach Zerstreuung, doch stattdessen kamen Bilder in ihr auf.

Lebhafte Bilder und mit ihnen Gefühle, mächtige Gefühle, die eine Lust in ihr weckten.

Ute zog ihren Slip nicht wieder an, als sie das Klo und anschließend das Bad verlies. Nackt, wie Gott sie geschaffen hatte, mehr als der Slip wären in dieser Nacht eh zu viel gewesen kehrte sie zurück in ihr Schlafzimmer, mit einem Ziel: Ihr Mann!

***

Ute spürte ihn, spürte seine Manneskraft warm und kräftig in ihr pulsieren.

Sie bewegte sich rhythmisch zum Knarzen des Betts und hatte ihre Augen geschlossen. Die Dunkelheit ermöglichte es ihr den Blickkontakt zu meiden. Ute wollte ihn dabei nicht sehen. Zum ersten Mal seit Jahren wollte sie ihren Mann beim Sex nicht sehen. Nicht, dass der Sex schlechter geworden wäre als am Anfang… mit Sicherheit anders… weniger… aber immer noch halt eben… SEX. In jenem Moment in ihrem Schlafzimmer, war es jedoch nicht ihr Mann mit dem sie eigentlich Sex haben wollte, ihr Mann spielte nur eine rein organische Rolle, eine Rolle die er zu genießen schien.

Noch halb im Tiefschlaf hatte er sich nicht gewehrt. Sie war leise ins Schlafzimmer geschlichen, hatte seine Hose heruntergezogen, handangelegt und wenige Augenblicke später hatten ihre Berührungen Wirkung gezeigt. Eigentlich war Ute sich zu keinen Zeitpunkt sicher gewesen, dass er wirklich wach geworden wäre. Bestenfalls im Halbschlaf hatte sein Grunzen sie davon überzeugt, dass er es genoss. Ansonsten passiv, die Augen geschlossen, soweit sie es in der Dunkelheit sehen konnte, war nur sein pulsierendes Glied, gepaart mit seinem Grunzen, das einzige Indiz für seine Lust gewesen.

Doch er war steif und ließ sich von ihr umschließen. Ließ sich aufnehmen in ihr heißes lüsternes Nass, das seine Form, seine Härte genoss.

Zuerst langsam, dann immer schneller hatte sie begonnen ihn zu reiten. Richtig wild hatte sie sich jedoch nicht zu werden getraut, denn eigentlich wollte sie nicht, dass er erwachte. Eigentlich wollte sie ungestört bleiben. Ungestört mit sich und den Bildern, die vor ihren Augen aufblitzen, wann immer sie sie schloss und sich der Lust hingab.

Und eigentlich hatte sie dieser Bilder auch gar nicht gewollt, hatte sie zu verdrängen gesucht, doch die Lust hatte gesiegt; wieder einmal!

Ute spürte es, wie es in ihr zu beben begann. Die Bilder, die vor ihrem inneren Auge aufblitzen wurden nun intensiver, deutlicher und länger. Sie sah sich von außen. Ließ das Erlebte des Tages, jene Augenblicke, die diese unheimliche Lust aufs Neue in ihr entfachten, und war es auch nur ein schwaches Echo des eigentlichen Moments, Revue passieren.

Dort war sie. Sie sah sich, wie sie in der Kammer hockte. Die Brüste vom Oberteil ihres Sommerkleids befreit, ihr Slip lag neben ihr, der Saum ihres Sommerkleids war hochgerafft und ihre Finger berührten sie dort, wo es nur die Lust ihres Mannes tat. Die kleine Kammer, war eng und hatte kein Fenster, aber eine Tür und eine ovale Öffnung gegenüber der Tür. Vor dieser Öffnung hockte sie, nein, hatte Ute gehockt, doch in ihrer Erinnerung sah sie sich dort hocken.

Sah sich dort hocken, ihre Brüste entblößt, vom Slip befreit, ihre Weiblichkeit berührend und mit der freien Hand…

Ute intensivierte ihre Bewegungen, auch wenn sie sie verlangsamte, so spannte sie doch jeden hilfreichen Muskel in ihrem Körper an. Ihre Erregung erwies sich dabei eher als grausam, denn deren Feuchtigkeit erschwertes ihr in jenem Moment nur unnötig und deren Ungeduld trieb sie eigentlich an sich schneller zu bewegen, doch Ute wollte nicht.

Sie wollte nicht, dass ihr Mann erwachte, sie wollte diesen Moment für sich.

Mit der freien Hand umklammerte sie ihn. Sie sah es ganz deutlich als dritte Person. Mit der freien Hand umklammerte sie die in Latex gehüllte Männlichkeit eines fremden Mannes. Ein Penis ohne Gesicht. Ein Penis nur mit Schutz darüber. Eigentlich nicht viel mehr als ein Lustobjekt, das nicht nur ihr Lust bereitete.

Sie in der dritten Person sah sich, wie ihre Hand dieses Lustobjekt, das erregte Glied eines fremden Mannes, berührte und rhythmisch massierte.

Bis jetzt hatte sie kein Bild vom dem Mann, der zu diesem Penis gehörte. Sie kannte nur den erigierten Schwanz und den Geruch des Latexgummis, welcher ihn umhüllte. Dennoch hatte es ihr solche Lust bereitet in dieser Kammer zu knien und diesen fremd Schwanz, ohne Gesicht, zu massieren und schließlich auch…

Es war ihr, als könnte sie trotz der Zahnpasta, trotz des Abendessens, trotz der Getränke und trotz der verstrichenen Zeit, immer noch den Gummi schmecken!

Ute kam und kurz bevor sie kam, an jenem Punkt ohne Widerkehr, war sie nicht mehr in der Kammer, war nur noch der Geschmack präsent in ihrem Mund und die Gewissheit, dass sie nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag kam und dabei sich an den Geschmack des ersten Males erinnerte.

In jenem Moment, als das Kommen sich wellenartig anbahnte, als sie das Rauschen der Orgasmusflut hörte, die sich unaufhaltbar bereit machte über sie hereinzubrechen, riss Ute die Augen auf und ihr Verstand arbeitete auf Hochtouren. In jenem Moment war sie hell wach, griff nach den Kissen und dämpfte damit den Schall ihrer Erregung, die sich den Weg aus ihren Körper heraus bahnte. Ute kam es so vor, als würde der Orgasmus durch all ihre Poren nach außen treten.

Sie zitterte und ihr wurde heiß und kalt und Nebel legte sich blitzartig über den eben noch so hellen Geist. Ein Nebel voller angenehmer Entspanntheit, voller glückseligem Rausch, der ihren ganzen Körper schließlich entspannte. Schweiß bedecke sie von den Schultern, über die elektrisierten Brustwarzen, bis in die Kniekehlen. Langsam genoss sie die Entspannung die sich über sie ausbreitete und schaffte es gleichzeitig ihren Mann weiter zu reiten. Sie spürte, dass ihre Vagina sich rhythmisch kontrahierte und bemühte sich den erregten Penis ihres Mannes daran teilhaben zu lassen.

Das zeigte Wirkung. Mit einem letzten Grunzen bäumte sein Körper sich im Halbschlaf kurz auf und sie spürte seine Wärme sich in ihr ausbreiten.

Zufrieden stieg Ute von ihm ab und ließ sich neben ihm, auf den Rücken liegend, von der nun angenehm kühlen Nachtluft auf ihrer verschwitzten Haut in den Schlaf wiegen. Dabei dachte sie daran, wie eigentlich alles begonnen hatte.

SÜNDE!

Schockiert schlug Ute den Laptop ihrer Tochter zu.

Gleich darauf blickte sie nervös über ihre Schulter, ängstlich mit dem Gefühl ertappt worden zu sein. Für einen Augenblick rechnete sie damit ihre Tochter Lea zu erblicken, wie sie vorwurfsvoll, mit der verschränkten Armen, ihre vollen Lippen zu einem schmollen Verzogen und die Stirn schon leicht in Zornesfalten gelegt, ihm Türrahmen stehen würde. „Was machst Du in meinem Zimmer?!“, würde sie sagen und Ute würde sich schrecklich schuldig fühlen, dabei hatte sie doch nur gewollt… dabei hatte sie sich doch nur… einsam gefühlt.

Und Einsam fühlte sich Ute schon eine ganze Zeit lang. Eigentlich schon seit Jahren. Nachdem ihre Tochter immer älter geworden war, war die Zeit gekommen, in der Ute ihrem Hausfrauendasein immer weniger abgewinnen konnte. Zu Anfangs hatte sie die neuen Freiheiten genossen. Nach Jahren für ihr Kind brauchte sie erst mal Jahre für sich, doch nur wenige davon. Ute hatte sich in verschiedenen Hobbies wie dem Malen, dem Schreiben, dem Singen, dem Schwimmen und dem Laufen probiert.

Beim Laufen war sie geblieben, auch wenn sie es nicht mehr täglich tat, auch weil ihre Lauffreundin Uschi nicht mehr in ihrer Nähe wohnte und sie sich dadurch immer seltener sahen. Danach hatte sie einen kleinen Laden aufgemacht. Einen kleine Laden, der Kinderspielzeug nur aus Holz verkaufte. 2 Jahre hatte sie ihn halten können. Zwei Jahre in denen ihre Tochter die Schule abschloss und zu studieren begann. Jetzt war sie nur noch in den Semesterferien mal da und dann auch nicht wirklich.

Dann waren Freundinnen wichtiger, als ihre Mutter.

Für ihren Mann war das alles kein Problem. Er hatte seine Arbeit und wenn Ute ihm ihr Leid klagte, verdrehte er meist die Augen, oder gab ihr zumindest das Gefühl sie nicht richtig zu verstehen. Deshalb vermied es Ute irgendwann immer öfter mit ihm über ihre Bedürfnisse zu sprechen und aus immer öfter war ein dauerhaftes Schweigen geworden. Sie lebten noch zusammen, sie teilen Haus, Essen und Bett, unterhielten sich, scherzten und liebkosten sich auch noch… gelegentlich… aber da herrschte immer mehr eine Distanz, wo früher großen Intimität, Verbundenheit war.

Eigentlich hatte Ute sofort das Zimmer verlassen wollen, doch nach dem ersten Gefühl des ertappt seins, nach der ersten peinlichen Gerührtheit, siegte eine Mischung aus Neugierde und Besorgnis. Einen Moment noch lauschte sie in die Stille des Hauses. War sie wirklich allein? Dann klappte sie vorsichtig den Laptop erneut auf und blickte auf das Bild ihrer Tochter, wie sie nur mit einem Slip bekleidet aufreizend auf ihrem Bett posierte.

Ute versuchte herauszufinden, was ihre Tochter dort trieb.

Sie kannte sich zwar nicht wirklich gut mit Computern oder dem Internet aus, kannte allerdings Ebay, E-Mail und hatte natürlich auch ein Facebook-Account. Doch das hier war etwas anderes. Auf dem Schreibtisch ihrer Tochter fand sie Zettel und Stift und notierte sich schnell die URL. Gerade noch Rechtzeitig, als sie unten die Haustür hörte.

„Hallo Mama! Bist Du zu Hause?“, die Stimme ihrer Tochter versetzte sie in Aufregung. Schnell klappte sie den Laptop wieder zu und verließ mit klopfendem Herzen das Zimmer.

Beinahe hätte sie den Zettel vergessen, doch schaffte es gerade noch ihn einzustecken und leise ins Bad zu huschen, als sie auch schon die Schritte ihrer Tochter auf der Treppe vernahm.

***

02:30 Uhr, es war still im Haus. Still und Dunkel. Nur das leise Klacken der Tastatur von dem PC, den Ute sich mit ihrem Mann teilte und das gelegentliche Klicken der Tastatur war zu vernehmen.

Ute saß in ihrem kleinen Hobbyraum und hatte die Tür fest verschlossen. Nicht abgeschlossen, deshalb lauschte sie auch mit einem Ohr angespannt in die Stille der Nacht. Ihr Mann schlief, würde in ein paar Stunden wieder aufstehen müssen und ihre Tochter war unterwegs mit einer Freundin, auch sie würde sie vor dem frühen Morgen nicht wieder sehen. Ute hatte nicht schlafen können. Der Tag hatte Ablenkung gebracht, doch gegen Abend musste sie an den Zettel denken, der immer noch in der Tasche ihre Jogginghose geruht hatte.

Nun lag die Jogginghose bei ihrem Mann im Schlafzimmer und Ute saß im Nachthemd auf dem alten Bürostuhl aus Leder, den Zettel neben ihr auf dem Schreibtisch und hatte sich beim gleichen Chat wie ihre Tochter angemeldet. Es war eigentlich nur ein harmloser Flirtchat und Ute war anonym. Kein Bild von ihr, keine genauen Daten von ihr. Andere Benutzer waren da weniger um Anonymität bemüht. Lilly_Wunder hat 217 Freunde, konnte sie schließlich lesen; und Lilly_Wunder war niemand anderes als ihre Tochter Lea.

Ute hatte sie sofort erkannt. Zwar war ihr Foto hier schwarzweiß und Lea trug einen Hut und posierte in schwarzer Unterwäsche auf einem Bett, dass sie nicht kannte, aber was für eine Mutter wäre sie gewesen, wenn sie ihre Tochter nicht erkannt hätte?!

Ute war schockiert und gleichzeitig auch irgendwie aufgeregt. Kaum hatte sie sich dort angemeldet häuften sich die Nachrichten in ihrem Postfach. Ute ignorierte sie, wollte sie bei Gelegenheit sogar löschen, doch tat es dann doch nicht.

Dafür war später noch Zeit! Jetzt wollte sie erst mal mehr über ihre Tochter herausfinden.

Schnell musste Ute jedoch feststellen, dass ohne mit ihrer Tochter befreundet zu sein, sie dann doch nicht viel weiter, als zu ihrem Alter, den ersten Buchstaben ihrer Postleitzahl, ihrem Nickname und ihrem Foto, sowie so allgemeinen Daten, dass Lilly_Wunder Parties mochte und Leute zum Feiern und flirten suchte, kam. Alles weitere gab Lilly_Wunder erst dann Preis, wenn man mit ihr befreundet war.

Und war es Mut, oder Leichtsinn, Ute drückte den dazugehörigen Button und schon war eine Freundschaftsanfrage von Holzpuppe72 auf dem Weg zum Account von Lilly_Wunder.

„Kannst Du auch nicht schlafen?“, hörte sie die verschlafen Stimme ihres Mannes von der Tür. Schnell, fast panisch schloss sie das Fenster und war froh, dass ihr Mann so verschlafen war, dass er offensichtlich nichts gemerkt hatte. „Nein, ich dachte ich schaue ein wenig nach Nachrichten im Internet.

„, erklärte sie vielleicht etwas zu freundlich mit einem Lächeln und bemerkte dabei die Erektion ihres Mannes, die sich deutlich in seiner Schlafanzughose abzeichnete. Fast schon dankbar für die Ablenkung schaltete sie den PC aus und stand auf. „Vielleicht können wir ja gemeinsam was gegen unsere Schlaflosigkeit tun?“, fragte sie und versuchte dabei verführerisch zu wirken. An dem Blick ihres Mannes konnte sie sehen, dass ihre Verführungskünste noch Wirkung zeigten.

Ute spürte seine Zunge ihre feuchten Lippen verwohnen.

Dann schlossen sich erneut seine Lippen über die ihren und Ute genoss es. Dankbar und voller Lust tat sie es ihr möglichstes sich zu revangieren und nutze ihrerseits ihre Zunge, Lippen und ihre freie Hand um seine Männlichkeit zu verwöhnen. Sie lagen einander in der 69er Position zu gewandt. Ein eingespieltes Team mit Orgasmus Garantie. Vielleicht nicht voller Ekstase und Leidenschaft, aber Ute spürte aus Erfahrung, er würde bald kommen und er wusste auch, was er tun musste, damit sie kam.

8 Minuten später war es soweit. Ein vertrautes Grunzen, das bekannte Anspannen, der bekannten Muskeln und ihr Mann kam und ergoss sich in ihren Mund.

Es war nicht viel Sperma, das Ute schlucken musste und dazu noch von gewohntem Geschmack. Früher einmal war es mehr gewesen, doch sie wusste schon seit einiger Zeit, dass ihr Mann sich heimlich im Internet Pornos an sah und sich dort abreagierte. Anfangs hatte es sie gekränkt, ja sie hatte mit ihm darüber reden wollen, hatte an ihrer Beziehung arbeiten wollen, doch ähnlich wie mit so vielem anderen hatte er sie diesbezüglich auch ignoriert und Ute schwieg.

Mit ihrer nun freien Hand, half sie ihm, indem sie sich selbst mitstreichelte, bevor es zu anstrengend für ihn wurde und sie es merkte, dann wäre ihre Lust vorbei und damit auch der Orgasmus nach Garantie hinüber. Kurz darauf stellte er sich auch bei ihr ein und während ihr Mann wenige Augenblick später schon wieder selig schlief, auch wenn ihm dafür nicht mehr viel Zeit blieb, hatte Ute noch mit einem schalen Geschmack zu kämpfen, der nicht von den Resten seines Spermas stammte.

***

Gegen 10 Uhr saß Ute mit dem ersten Kaffee wieder, eigentlich noch total übermüdet, vor dem PC. Sie hatte ihre Tochter gegen halb Sechs heimkommen hören und als sie 3 Stunden später die Augen aufgeschlagen hatte, war eine der ersten Fragen für diesen Tag gewesen, ob Lilly_Wunder schon Freundschaft mit Holzpuppe72 geschlossen hatte? Eine halbe Stunde später war sie frisch geduscht und saß mit ihrem ersten Kaffee vor dem PC.

47 neue Nachrichten hatte sie seit dem sie ihren Account in der Nacht zuvor eingerichtet hatte. Leider noch keine Nachricht von Lilly_Wunder. Doch Ute gab die Hoffnung nicht auf. Ihre Tochter würde vielleicht noch bis 13 Uhr schlafen und dann bestimmt im Laufe des Mittags / Nachmittags online gehen, ihre Freundschaftsanfrage sehen und… Würde sie sie annehmen? Da konnte Ute sich nicht wirklich sicher sein, war aber frohen Mutes. Amüsiert las sie nun einige der Nachrichten von Herren die sie bekommen hatte, mit mehr oder weniger eindeutigen Angeboten.

Wenn sie auch die meisten belustigten, so merkte sie doch, dass einige der Komplimente Wirkung bei ihr zeigten. Viele der Männer schickten ihr Fotos, durchaus ganz ansehnliche und alle noch jugendfrei. Sie selbst hatte noch kein Foto online gestellt, und das eigentlich auch nicht vorgehabt, dennoch taten die Komplimente gut. Einige Herren schickten ihr auch anzüglichere Bilder von sich und wenn Ute diese auch erst mal abstoßend fand, so kam sie doch nicht umhin insbesondere bei Aufnahme die erregte Genitale in Großaufnahme zeigten, länger als nötig hängen zu bleiben.

Schon immer hatte sie männliche Genitale gemocht und in ihren Fantasien nahmen sie meist dominante Rollen ein und auch hier, beim Betrachten dieser Fotos von wildfremden Männern, von denen sie weder den richtigen Namen und meistens auch noch nicht mal mehr das Alter und / oder das Gesicht kannte, oder genauer betrachtet hätte, stellte sich beim Anblick von deren erregierten Penissen eine Erregung bei ihr ein, die sie unwillkürlich in ihrem Sitz hin und her rutschen ließ.

Schließlich verschwand ihre linke Hand in ihrer Hose und ertastete ihr feuchtes Nass. Ute wechselte von Bild zu Bild, von Penis zu Penis und merkte wie es sie beim Streicheln immer mehr erregte und ihr schließlich einen Orgasmus beschwerte, der sich mit dem von der Nacht davor messen konnte.

Vier Tage später hatte sich bei Ute bereits so etwas wie ein Ritual entwickelt. Anfangs hatte es sie gewurmt, dass ihre Tochter nicht mit ihr befreundet sein wollte, zumindest nicht auf dieser Plattform.

Doch die Mails von Verehrern nahmen kaum ab. Zwar meldeten sich wenige mehr als zweimal, dafür kamen neue hinzu! Neben den Mails hatte Ute sich dazu überwunden mehr Details in ihrem Profil auszufüllen. Dabei beschrieb sie ihre Figur, ihre Haarfarbe und ihre Körbchengröße. Je mehr Details sie preisgab umso eindeutiger schienen ihr die Mails zu werden. Das gefiel Ute, ja, so verrückt es klang, sie fühlte sich begehrt und anerkannt. Auch wenn in Momenten fern vom Bildschirm ihr Verstand ihr sagte, dass dieses Männer all das nur schrieben aus sexuellem Trieb, so verblasste ihr Verstand doch jedes Mal mehr, wenn sie vor dem Bildschirm saß.

Und innerhalb der letzten vier Tage war dies immer öfter der Fall gewesen.

Anfangs nur mal vereinzelt eine halbe Stunde, schlich es sich langsam immer mehr ein, das Ute ganze Stunden vor dem PC verbrachte, immer dann, wenn sie alleine war. Nun freute sie sich irgendwie schon ein wenig, wenn ihr Mann und ihre Tochter aus dem Haus waren.

Ein paar weitere Tage verstrichen, bis Ute sich mehr auf ihr Profil konzentrierte, als auf die vergeblichen Versuche mit ihrer Tochter befreundet zu sein.

Langsam begannen allerdings die Mails zu stagnieren und Ute sah sich gezwungen etwas dagegen zu unternehmen. Das ihre tägliche Mailrate stabil blieb, oder sich steigerte war ihr plötzlich unheimlich wichtig. Wichtiger aber noch wurde mit der Zeit die Intensität des Kontakts. Wenn Herren öfter schrieben, wenn sie mehr über sich verrieten, zählte das für Ute mehr als 10 neue Erst-Mails. Allerdings schrieben Herren nur dann mehr über sich, wenn Ute irgendwie auf ihre Mails reagierte.

So begann sie notgedrungen Einzeiler als Antwort zu formulieren, doch auch daran verloren die Herren schnell das Interesse. Für einen intensiveren Mailkontakt war Ute allerdings dann doch noch zu gehemmt.

Nicht selten fühlte sie sich schuldig. Insbesondere dann, wenn ihr Mann wieder etwas nettes getan hatte und sie Zeit hatte darüber nachzudenken.

„Was bist Du nur für eine schlechte Ehefrau?! Dein Mann ermöglicht Dir so vieles und Du siehst Dir geheim fremde Schwänze im Internet an!“, schalt sie sich dann oft selbst, verschwieg aber insgeheim, dass das eigentlich nur eine beschönigende Umschreibung war.

In Wahrheit war Ute schon viel weiter. In Wahrheit weckte das alles etwas in ihr, Gefühle die lange geschlafen hatte und nun teilweise mit einer Heftigkeit erwachten, die sie selbst überraschte. Sie wollte begehrt werden und sie wollte erobern. Sie wollte Objekt sein, aber gleichzeitig auch alle anderen Objektivieren. Ihr ging es dabei nie wirklich um den Mann. Ute wollte keine tiefgreifenderen Mails schreiben! Ute wollte sich nicht neu verlieben! Und das beruhigte sie zum einem, zum anderen machte es ihr aber auch Angst, denn was wollte sie dann? Insgeheim wusste sie es wohl schon, doch darüber zu sprechen, es auch nur zu denken, hätte ihr Weltbild erschüttert.

Es wiedersprach allem, was sie bisher als Rolle der Frau für sich definiert hatte. Doch wenn sie es auch verschwieg, wenn sie es auch nicht aussprach, so war es doch da. Es lebte, wuchs und gedieh mit jeder Stunde, mit jeder Minute vor dem Bildschirm, in der sie sich ihrem neuem geheimem Hobby widmete.

***

„Upload bestätigt“, Ute wischte sich die feuchten Finger an ihrer Hose ab, während sie die Nachricht las.

Es wurde ihr etwas flau im Magen, doch nun hieß es warten. Dabei fürchtete sie weniger, dass man sie erkenne könne, als mehr noch, dass ihre Bilder, dass SIE nicht gefiel! Was war, wenn ihre Bilder dafür sorgten, dass sie weniger oder gar keine Post mehr bekam?! Wie sollte sie das überstehen?! Schnell versetzte sie ihren Rechner und Ruhzustand und erhob sich. Sie musste sich ablenken, wollte nicht darüber nachdenken, diese Gedanken würden sie noch verrückt machen.

„Wieso habe ich das überhaupt getan?“, fragte sie sich noch, während sie das Zimmer verließ.

In den letzten Tagen hatten die Mails wieder abgenommen. Ute hatte zuvor bereits aussortiert. Sie wollte sich nicht neu verlieben und auch jegliche Liebesschwüre von anderen Männern turnten sie eher ab und daher antwortete sie auf Mails nicht mehr, sobald ein Kontakt einen solchen Status erreichte. Damit trennte sich die Spreu vom Weizen.

Und zu großer Mehrheit blieben so Männer, die wie sie in einer Partnerschaft lebten und so eine geheime Seite auslebten. Männer die dem Ehealltag entfliehen wollten, Männer die keine Zeit für viel Romantik hatten. Männer die schnell zur Sache kamen und kein Blatt vor den Mund nahmen. Aber genau solche Männer entwickelten auch schnell eine fordernde Haltung. Ähnlich wie sie selbst, wollten diese Männer schließlich mehr und da war Ute dann, so ehrlich musste sie sich selbst sein, im Hintertreffen.

Während sie deutlich die Merkmale anderer Männer hatte bewundern dürfen, mussten die bisher ihre Fantasie gebrauchen.

Zu Anfangs erregte es wohl viele überhaupt eine Antwort zu erhalten. Nach einer Zeit trennten sich dann die Einsamen, die all ihre Hoffnung in leere Versprechungen setzten. Die, die noch blieben konnte Ute mit eindeutigen Worten halten. Dabei war sie immer mutiger geworden.

„Ich würde gerne mal Deine Eier lecken!“, oder „Meine Muschi sehnt sich danach von dir gedehnt zu werden!“, waren Sachen, die ihr Mann nie von ihr gehört hätte.

In jeglicher anderer Situation wären ihre diese Wörter nicht über die Lippen, geschweige denn in den Sinn gekommen, doch hier war es was anderes. Hier war sie Holzpuppe72 und Holzpuppe72 tat so einige Sachen, über die Ute sich noch wunderte. Doch irgendwann reichten Worte auch nicht mehr. Die, die mit ewigen Treffen lockten konnte sie dann guten Gewissens auch noch ausschließen, sowas wollte sie nicht! Sie wollte nicht mit einem anderen Mann zusammen sein.

Eigentlich wollte Ute sich zwar schon als Objekt fühlen, sich schon benutzen lassen, aber das alles auf einer nicht körperlichen Ebene. Das einzige, was sie in ihrer Lust manchmal wirklich begehrte, nein, nachdem sie sich sogar immer öfter sehnte waren die erregten Geschlechtsteile ihre Korrespondenzpartner, die sie in Momentaufnahmen festgehalten immer wieder anschaute um ihre Begierde wenigstens kurzfristig zu befriedigen. Doch wie sollte es möglich sein, einen echten Schwanz ohne Mann zu bekommen?

Dildos hatte sie ausprobiert und zwei benutze sie auch immer noch.

Zwei, die schon seit Jahrzehnten ihre Freunde waren und sie in einsamen Stunden begleiteten. Früher hatte sie sie sogar mit ihrem Mann zusammen eingebunden, danach hatte sie sie eine Zeit lang nur noch in Badewanne benutzt, dann, wenn es besonders feierlich für sie gewesen war, wenn sie ihre Sinnlichkeit zelebriert hatte; doch die Phase der Sinnlichkeit war vorbei!

Nun, waren ihre zwei Freunde aus Plastik und Latex ihre stummen Begleiter, wenn sie schrieb und sich dabei an den Bildern erregte.

Doch genau diese Bilder waren es nun, die immer mehr ausblieben. Selbst die großzügigsten Männer verloren irgendwann ihr Interesse, wenn sie keine visuellen Reize bekamen, also musste Ute handeln und da kam ihr die Option einer geheimen Galerie gerade recht und gleichzeitig hatte es sie auch selbst sehr erregt, mit der Web-Cam ihres PC's Bilder von sich zu machen, bei deren Beschreibung Worte wie anrüchig eine pure Untertreibung gewesen wären. Ihr Gesicht blieb allerdings immer versteckt, entweder durch die Aufnahme selbst oder wurde danach von ihr unkenntlich gemacht.

Dennoch kamen die Männer auf ihre Kosten. Ihren Busen, ihren PO, ihren Körper und ja auch ihr intimstes weibliches durften sie nun bewundern und huldigen.

***

11 Stunden sollte es dauern. 11 Stunden die Ute teilweise quälend lange vorkamen, doch es ergab sich einfach keine Gelegenheit vorher wieder online zu gehen. Schließlich schiefen sowohl ihr Mann und ihre Tochter und Ute hatte sich verstohlen durch das Haus geschlichen und leise die Tür zum Arbeitszimmer geschlossen.

Dort saß sie und lauschte angespannt auf Geräusche in der Stille, während der PC wieder mal viel zu langsam startet, doch dann war sie endlich wieder online!

30 neue Nachrichten! Ute konnte ihr Glück kaum fassen und hätte fast laut aufgelacht, hätte sie nicht noch schnell ihren Mund zugehalten und geistesgegenwärtig wieder die Kontrolle erlangt. Bevor sie noch begann die Nachrichten zu lesen, merkte sie bereits ein angenehmes ziehen in ihrer Körpermitte.

10 Nachrichten später, war diese angenehme ziehen zu einem wohligen Kribbeln angeschwollen; ihre Bilder schienen zu gefallen und noch mehr! Immer mehr Männer sendeten ihr ganz eindeutige Bilder von sich. Teilweise in Pose, teilweise sogar mit anderen Frauen, doch das waren die Bilder, die sie weniger interessierten. Ute wollte mehr sehen, Nahaufnahmen von dem Fetisch ihrer Begierde, Nahaufnahmen von ihren Schwänzen!

Dieter_S war es schließlich, mit ihm hatte sie schon öfter geschrieben und ja, beim Anblick seines Schwanzes war sie schon mehr als einmal gekommen, auch wenn sie zugeben musste, ihn sonst wohl kaum wiedererkennen zu können.

Sie wusste noch, dass er behaart war und einen leichten Bauch hatte, dass aber nur, da es unweigerlich mit den Genitalaufnahmen verbunden war, die er ihr gesendet hatte. Und genau von diesem Dienter_S bekam sie nun ein Bild, ein neues Bild, dass ihre Erregung tatsächlich noch mal steigerte. So sehr steigerte, dass es sofort ihre Selbstbefriedigungsphantasien dominierte. Ute betrachtete es ganz genau, während ihre linke Hand in ihrem Slip verschwand und sie dort reizte, wo sie zu dem Zeitpunkt für Reize nur allzu empfänglich war.

Sie zitterte bei den ersten langsamen Berührungen und wohlige Schauer überkamen sie. Dann, als sie schließlich schneller wurde stellte sich ein Gefühl des elektrisiert seins ein. Ein Gefühl, dass ihre Lust immer mehr potenzierte. Verruchte Gedanken kamen in ihr auf. Hemmungen schwanden und ihre Lust wurde von immer wilderen Phantasien beflügelt. In ihrer Phantasie kniete sie nackt vor ihm. Kniete nackt vor Dieter_S, doch Dieter_S war keine wirkliche Person. Dieter_S war eigentlich nur ein Genital! Fokussiert auf die Mitte verschwand alles darum, wurde unscharf, unwichtig, um die Konzentration des Betrachters auf das wesentliche zu lenken, seinen erregierten Penis, den einen männliche Hand massierte, während sie vorm ihm kniete, ihre Brüste rieb, sich streichelte, sich ihm dabot.

„Mach ich Dich geil?“, fragte sie ihn in ihrer Vorstellung und ihre Stimme klang so perfekt sexy, wie sie in diesem Moment wohl nie klingen würde, aber so wünschte es, dass sie genauso klingen würde!

„Bist Du geil?! Willst Du mich?!“, während sie in Gedanken diese Worte formulierte, war sie bereits kurz davor zu kommen.

„Ich will, dass Du kommst! Ich will es sehen, dass Du kommst!“, jetzt war Ute wirklich kurz davor zu kommen und schlug die Augen auf.

Zu intensiv waren die Bilder, so intensiv, dass sie befürchtete wirklich die Kontrolle zu verlieren und was würde dann passieren? Sie konnte es sich nicht leisten laut zu werden, konnte es sich noch weniger leisten, dann betäubt, im Rausch ihrer Sinne handlungsunfähig, überrascht zu werden. Dann wäre alles vorbei, für immer! Denn so, oder so, konnte sie die Schmach nicht ertragen, sollte sie erwischt werden. Sie würde sich schuldig fühlen, unendlich schuldig… dann… doch jetzt war für solche Gedanken kein Platz, denn jetzt regierte sie das süße Verlangen, regierte sie das unbändige Gefühl der Lust.

Ihre Blicke waren auf den Bildschirm gerichtet. Ihre Nippel super steif, sie schwitze, ihre Augen glänzte, sie zitterte und ihr Blick war leicht verschwommen und dennoch sah sie alles super klar.

Sie sah sein Genital auf dem Bild, sah es hoch errichtet, sah Sperma von seiner Eichel tropfen. Sperma, das auf ein Bild tropfte. Ein Bild von ihr. Dem Spreizbild, beim sie ihr Lustzentrum ungeniert präsentierte. Sein Sperma tropfte von seinem erregten Schwanz direkt zwischen ihre gespreizten Beine.

Als Ute sich dessen vollends bewusst, gemischt, mit den Bildern aus ihrer Phantasie zuvor, überwältigte sie ein Orgasmus, denn sie nur grade so noch kontrollieren konnte. Sie biss sich in den Unterarm, dass es fast wehtat, während die Finger ihrer freien Hand sich verzweifelt in der Tischplatte festkrallten. Ihre andere Hand, machte wie autonom weiter. Gesteuert nicht länger von ihr, sondern ihrer unbändigen Lust. Ute keuchte und stöhnte, und versuchte dabei so leise zu sein, wie sie nur konnte.

Vor ihren Augen verschwamm für einen Moment alles. Für einen Moment waren all ihre Sinne taub. Dann ein Pochen. Ihr Herzschlag holte sie langsam wieder zurück und sie versuchte ihr heftiges Atmen zu unterdrücken.

„Ist alles ok Schatz?“, mit einem mal erschien es ihr, als wäre alles stehen geblieben. Sie war sich für den Bruchteil einer Sekunde sicher, ihr Herz würde nicht mehr anfangen zu schlagen und dann war sie hellwach, atmete heftig und zitterte am ganzen Körper.

Hektisch folgte ihr Blick der Richtung, aus der er die Stimme ihres Mannes vermutet hatte war zu nehmen. Die Zimmertür war immer noch geschlossen, doch die Stimme war so nahe. Ohne hinzuschauen tastet sie nach dem Ausschalter und fand ihn schließlich. Gerade noch rechtzeitig, bevor sich die Tür öffnete. Nur einen Spalt, doch weit genug, dass ihr Mann verschlafen hereinschauen konnte. Sie brachte alle Beherrschung auf um nicht rot zu werden und zu lächeln.

„Ja, ist alles ok! Nur meine Schlafprobleme, aber ich komme jetzt ins Bett ok?“, ihr Mann blickte sie verwundert an und ein Blick auf die Uhr zeigte ihr auch wieso: 5:30 Uhr.

Auch, wenn Ute sich gerne noch etwas hingelegt hätte, um ihre Gedanken zu ordnen, musste sie jedoch noch etwas warten. So lange, bis ihr Mann das Haus verlassen und zur Arbeit gefahren war. Dann kam der Haushalt und Ute war bereits nicht mehr müde.

Gegen Mittag telefonierte sie mit Uschi und wie so oft, wenn sie telefonierte, kritzelte sie etwas auf ein Blattpapier. Diesmal jedoch zerriss sie das Papier im Anschluss so sorgfältig, das wirklich niemand es mehr ohne große Mühe wieder hätte zusammensetzen können. Der, der sich die Mühe gemacht hätte, hätte damit allerdings auch nichts anfangen können, es sei denn, sein Name wäre Dieter_S.

SÜNDE 2. 0

Die Kopfhörer fühlten sich unangenehm an und dennoch traute sich Ute nicht ohne sie.

Das Mikrofon hatte sie vorsorglich schon in den Einstellungen ausgeschaltet. Auch wenn sie im Haus ganz alleine war und das mit Sicherheit, denn ihr Mann und ihre Tochter waren gemeinsam unterwegs und sie kämen auch gar nicht ins Haus, denn ihr Schlüssel steckte noch von innen. Etwas, dass ihr noch nie passiert war, dennoch eine Vorsichtsmaßnahme, denn die Verlegenheit, dass mit dem Schlüssel vergessen zu haben, wäre ihr tausendmal lieber, als wenn sie sie hierbei erwischen würden.

Wobei eigentlich? Noch hatte nichts begonnen, noch war das Bild schwarz, in dem, so denn alles gut ginge, sie in wenigen Augenblicken das Bild der Cam von Dieter_S sehen würde.

Mit Dieter_S verband sie nun schon seit mehreren Wochen, eine, ja, man konnte sagen online Affäre. Sie wusste eigentlich noch nicht mal wieso, doch halt, sie wusste es schon, nun ja, nicht rational, aber ansonsten… er befriedigte ihren Trieb… oder besser: Er befriedigte ihren Fetisch! Und ihm schien es auch zu gefallen, so gut, dass er hartnäckig blieb.

So hartnäckig, bis Ute schließlich einen neuen Nick bei Skype angelegt hatte und nun wartete sie auf ihn.

Ein letzter Blick auf das Bild von ihrer Kamera. Sah sie auch gut genug aus? Albern eigentlich, denn sie trug nur einen weißen Bademantel. Einen weißen Bademantel und die Kamera war so eingestellt, dass man ihr Gesicht nicht sehen konnte. Das war die einzige Bedingung gewesen, die ihr noch geblieben war und Dieter_S hatte akzeptiert.

Der prüfende Blick galt also mehr der Anonymität ihres Gesichtes und zufrieden stellte sie fest, dass diese gewährleistet war. Ute war sogar so zufrieden, dass sie ihren Bademantel leicht lüftete und verspielt ihre linke Brust zeigte. Dann jedoch erschrak sie ein Klang in ihren Kopfhörern und während sie mit der einen Hand hektisch ihren Bademantel wieder zuzog, schaffte sie es doch mit der anderen Hand den Lautstärkeregler zu finden und diese anzupassen. Dieter_S war nun online.

Ein zufriedenes Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen, als das Kamerabild ihres Chatpartners von schwarz auf aktiv wechselte. Sie sah von Bauchnabel abwärts, die Mitte eines sitzenden Mannes, nur mit einem schwarzen engen Slip bekleidet und das in ziemlich guter Auflösung und Ausleuchtung! Doch auch ohne diese hätte sie erkannt, dass der Mann am anderen Ende sich freute sie zu sehen!

„Hallo, schön das Du da bist! “, erschien kurz darauf im Chatfenster und Ute antwortete ihm, indem sie seinen Gruß erwiderte.

Leise Anspannung lag in der Luft und Sie wusste zuerst nicht wie sie weiter machen sollte.

„Hübscher Bademantel!“, folgte seinerseits, nach einer kurzen Pause, der Begrüßung und „Danke“ war, was sie kurz und knapp darauf erwiderte.

An ihre Teenagertage fühlte sie sich zurück erinnert. An jene Zeit, wo Sex noch nicht erforscht, aber so unheimlich und gleichzeitig anziehend für sie gewesen war.

Dorthin zurück, wo alles noch hölzern ablief. Der erste Kuss, die ersten Berührungen. Verkrampft und ungeschickt und doch auf eine ganz bestimmte Art und Weise herrlich erregend durch das Neue. Und genau da befand Ute sich nun wieder. Sie betrat Neuland.

„Es tut mir leid, ich bin etwas nervös, ich habe das noch nie gemacht. „, schrieb Ute nachdem erneut eine lange Pause entstanden war. Wieder dauerte es einen Moment, bis er antwortete: „Macht nichts!“ … dann Pause… „Geht mir auch so zu schreiben wäre zwar gelogen, aber ich bin dennoch aufgeregt.

“ Ute musste grinsen und merkte, dass sie sich schon etwas erleichtert fühlte.

„Und nun?“, schrieb sie schließlich und wartete verheißungsvoll auf eine Antwort.

„Nun, könnten wir ja anfangen. Ich meine, Dein Anblick im Bademantel gefällt mir schon, ja, erregt mich sogar!“ Ute zögerte einen Moment, verblüfft über die Reaktion ihres Körpers, denn sie merkte, dann sie rot wurde.

„Danke, könntest Du mein Gesicht jetzt sehen, wüsstest Du, dass ihr rot wurde.

„, erklärte sie und bereute es gleich wieder, wollte sie ihm doch keine Vorlage geben. Doch natürlich stieg Dieter_S darauf ein: „Magst Du es mir vielleicht zeigen?“, wenigstens war er nicht zu fordernd und Ute hoffte, dass er sich mit einem einfachen Nein zufrieden geben würde. Sie wusste nur zu sehr, dass eine längere Diskussion darüber ihre Lust wieder vernichten könnte und sie eher genervt und unbefriedigt zurücklassen würde. Kein guter Start für ihr erstes Mal… Camsex!

„Nein!“, tippte sie ein und war schon innerlich darauf eingestellt eine Diskussion bestimmt, aber höflich abzuwürgen, doch Dieter_S schien den Wink zu verstehen: „Schade, aber ok, jedem seine Geheimnisse.

„, ein Zwinker-Smiley rundete seine Satz ab. Noch bevor Ute weiter schreiben konnte fuhr er jedoch fort; „Gefällt Dir denn auch was Du siehst? Ich kann mich auch umziehen! Ich habe noch rot, blau oder gepunktet zur Auswahl nur getigert muss ich passen. “ Ute musste lachen und zeigte dies auch durch einen Smiley. „Schon ok, ich gebe mich mit schwarz zufrieden. „, dann saß ihr doch der Schalk etwas im Nacken: „Wobei schwarz ja schlank / klein macht“ gefolgt von einem Zwinker-Smiley hoffte sie er würde den Wink verstehen.

Es dauerte einen Moment, dann: „OH, da habe ich wohl die falsche Garderobe fürs erste Mal gewählt, aber Du hast ihn ja schon auf Fotos gesehen und weißt, dass er größer ist. “ Das stimmte, natürlich hatte Ute sein Genital schon mehrere Mal, sie wollte es gar nicht zählen, auf Bildern gesehen und die besten davon auch gespeichert, und natürlich käme Ute auch nie auf die Idee etwas anderes zu sagen, als dass er groß sei, auch wenn dies vielleicht nicht ganz den Tatsachen entsprach — wenn er auch nicht klein war! — so wusste Ute, dass sie mit den falschen Worten in diesem Zusammenhang einen Mann durchaus auch die Stimmung rauben konnte und sie wollte fair sein, schließlich hatte sie ja auch was davon!

Als von Ute längere Zeit jetzt nichts kam, eigentlich genau in dem Moment, da sie auch etwas schreiben wollte kamen seine nächsten Worte: „Wenn der Slip Dir nicht gefällt, könnte ich ihn ja auch ausziehen, aber dann wäre es nur fair wenn…“ Ute wusste auch ohne das er weiter schrieb, was die drei Punkte bedeuten sollten.

Wollte sie es ihm wirklich so leicht machen? Sollte sie direkt ihren Bademantel fallen lassen, oder ihn vielleicht doch noch ein wenig necken. Was würde ihr mehr bringen? Sie überlegte nur einen kurzen Moment und entschied es dann aus dem Bauch heraus: „Mhm, klingt verlockend, doch so leicht bekommst Du mich nicht dazu meinen Bademantel fallen zu lassen. „

„OH, was müsste ich denn noch dafür tun? Mehr ausziehen kann ich ja schlecht!“, erwiderte er.

„Find es doch heraus!“, kam von ihr, gefolgt von einem Smiley, der ihm die Zunge zeigte. Am Bildschirm konnte sie sehen, wie er nervös in seinem Sitz hin und her rutschte. Auch wenn der Ausschnitt der Kamera nur seine Körpermitte preisgab, so sprach seine Körpersprache doch Bände zu ihr. War er etwa verlegen? Oder wägte er ab, ob es sich lohnen würde?! Noch bevor ihre Gedanken unsicherer werden konnten, sah sie wie er nach dem Bund seines Slips griff und dann begann es zu prickeln bei ihr.

Endlich sah sie seinen Penis nicht nur auf einem Bild, nein, ihm bewegt über die Cam zu beobachten war um einiges besser! Auch wenn er noch halb schlaf da hing und er ihn nur halbherzig und zögerlich liebkoste, so erregte sie der Anblick doch schon enorm.

Es dauerte einen Augenblick, und fast hätte sie schon den richtigen Zeitpunkt verpasst, bis sie realisierte, dass er ja auf eine Reaktion von ihr wartete.

„Nicht schlecht!“, tippte sie ein und dann war es an ihr etwas unsicher im Stuhl umher zu rutschen. Sie war sie wieder unschlüssig, öffnete dann jedoch ihren Bademantel gerade soweit, dass sie ihre Brüste freilegen konnte. Sofort sah sie die Reaktion an seinem Glied, das nun mehr anschwoll.

„Wow!“, schrieb er. „Die sind wirklich wunderschön!“ Und wieder wurde Ute rot und zeigte dies durch den passenden Smiley. „Danke, ich kann sehen, dass es Dir gefällt!“, erklärte sie und fügte ein Zwinkern hinzu.

„Oh ja, und wie!“, fuhr er nun etwas mutiger fort und Ute sah, dass seine Berührungen nun sicherer und zielstrebiger wurden. Er begann sich leicht und verspielt zu massieren. Ein Zeichen wohl dafür, dass er sich sicher war, ihre Unterhaltung würde einen Verlauf nehmen, bei dem er auch auf seine Kosten kam.

„Ich würde gerne mehr von Dir sehen! So ein Bademantel stört doch nur! Oder bist du nicht erregt?“, Ute kam nicht umhin ihm stillschweigend zuzustimmen.

Eine sich einstellende Erregung zu verneinen, hätte die Unterhaltung in eine Richtung gelenkt, in die sie nicht wollte und was zierte sie sich eigentlich?! Wollten sie nicht beide das gleiche und hatten sie es nicht ohne die Cam schon einige Male in Chats zum Ziel geführt?! „Doch, dass tut es!“, schrieb sie, bevor sie ihren Bademantel ganz öffnete.

***

Diesmal stöhnte Ute ganz ungeniert. Ihr Eines Bein über die Lehne gelegt, das andere weit abgespreizt, streichelte sie sich zwischen ihren Beinen und sah ihm gleichzeitig dabei zu, wie er es sich besorgte.

Es machte sie tierisch an! Anders konnte Ute es nicht nennen, denn Hemmungen und komplexere Gedanken waren vollends in den Hintergrund getreten. Sie bestand zum Großteil nur noch aus Körper, aus erogener Zone und wurde regiert von der Lust.

„Ich würde Dich so gerne hören!“, schrieb Dieter_S nicht zum ersten Mal bettelnd. Bisher hatte er damit bei ihr immer auf Granit gebissen. Schon in ihren vorherigen Chats hatte sie die Regeln — ihre Regeln — für den Cam-Chat deutlich abgesteckt.

Eine davon war kein Gesicht und eine weitere kein Mikrofon. „Würdest Du mich nicht auch gerne hören?“, fuhr er fort, als von ihr keine Reaktion kam und Ute, gefangen in ihrer Ekstase, übermannt von ihrer Lust, war noch nie vorher so gefährlich nahe daran gewesen ihm nach zu geben; doch sie hielt stand. „Und wenn ich nur mein Mirko anmache, damit ich nicht schreiben muss?!“, schlug er als nächstes vor. Ute hielt einen Moment inne und überlegte, was er deutlich an ihrer Körpersprache sehen konnte.

Sie meine fast zu spüren, oder konnte es sich wenigstens gut vorstellen, denn auch er hatte seine Bewegungen eingestellt und einen Penis, seinen Schwanz fest umklammert, wie er nun auch ungeduldig auf ihre Entscheidung wartete. „OK, ist gut!“, schrieb sie schließlich und kurz darauf konnte Ute Dieter_S zum ersten Mal auch hören.

Ein tiefes und dennoch auch kratziges, leicht verrauschtes Atmen schallte durch die Lautsprecher und sie erstarrte für einen Moment, ja wäre einem Herzinfarkt nahe gewesen, hätte sie es nicht längst in jenem Moment verinnerlicht, dass sie alleine im Haus war.

Dennoch schnellte Ute hervor, beugte sich an Tastatur und Maus vorbei und kramte die Kopfhörer heraus, die neben dem Rechner lagen. Gleich darauf verstummten die Lautsprecher und für sie war sein Stimme nur noch privat zu hören. Just in jenem Moment, da Ute sich wieder zurücksetzte, nun mit Kopfhörern, fiel ihr auf, dass sie nicht auf die Kamera geachtet hatte, als sie sich vorgebeugt hatte. Schockiert versuchte sie theoretisch nachzuvollziehen, sie konnte sich natürlich nicht noch mal hinunter beugen, für den Fall das, ob er sie gesehen haben konnte.

Seine Stimme und seine Worte brachten sie dann aber wieder von diesen Gedanken ab und zurück zu ihrer Lust, die immer noch in ihr loderte und mit jedem Wort, mit jedem Stöhnen und jeder Bewegung auf dem Bildschirm mehr genährt wurde.

„Mhm, Du gefällst mir wirklich!“, stöhnte er leise, fast schüchtern oder heisern und setzte seine eigene Stimulation fort. „Ich will sehen wie Du es Dir machst!“, fuhr er schon etwas mutiger fort.

„Ich will Dich kommen sehen!“, seine Stimme zeigte nun schon deutlich seine Lust und seinen Worten folgte heftiges Atmen und Stöhnen. Ute gefiel das, sorgte dafür, dass auch sie immer erregter wurde und sich immer hemmungsloser streichelte. „Willst Du, dass ich für Dich komme?! Und kommst Du auch für mich?“, fragte er sie mit zitternder Stimme und sie merkte, dass er Mühe hatte seine Lust zu kontrollieren, doch da hatten sie was gemeinsam. Ihr ging es ja auch nicht anders und noch nie, oder sagen wir fairerweise nur ganz ganz selten, dass es fast als nie durchgehen konnte, war Ute auch schon so schnell voller Erregung gewesen, wie jetzt.

„Ja ich will es und ja, ich will auch mit Dir kommen!“, tippte sie nun ein und gab ihm insgeheim Recht, gleichzeitig zu tippen war wirklich umständlich.

„Oh, ich würde Dich so gerne hören, wenn wir gemeinsam kommen!“, flehte er erneut und diesmal, auch wenn sie später wohl den Kopf darüber schütteln würde, doch diesmal klickten ihre Finger das Mikrofon frei.

„Ute?!“, fragte er verwundert, als er wohl die ersten Geräusche vernahm.

Es musste sich entweder um ihr heftiges Atmen, oder die Geräusche, die ihre Finger in ihrer nassen Muschi verursachten handeln, die er zuerst von ihr vernahm. „Ja?“, erwiderte sie zögernd und unsicher. „Bist Du da wirklich dran?“, seine Stimme klang sehr erfreut und aufgeregt. „Ja!“, Ute blieb jedoch einsilbig. „Wahnsinn, oh Du bist echt klasse, ich komme jetzt gleich, kommst Du auch?“, seine Stimme transportierte seine Lust und diese wiederum bereitete Ute noch viel mehr… Lust! „Ja!“, presste sie dieses Mal zum dritten Mal hervor.

„Oh ja, Ute, oh mein Gott, ich komme auch! Ich will Dich hören wie Du kommst, oh Ute!“, ihren Namen bis ins unendliche langezogen, vermischte sich mit ihren Lauten, die keine direkten Worte waren, sondern und lautes Fiepen, gepaart mit Stöhnen und unterbrochen durch heftiges Atmen oder pressendes anhalten der Luft. Dieter_S kam und Ute kam mit ihm. Ein Orgasmus, der sie wild im Stuhl herumzucken ließ, sie laut und hemmungslos stöhnen lies. Heftig atmend brauchte sie danach einen Moment, um wieder Herrin ihrer Sinne zu werden.

„Du hast übrigens tolle Augen!“, dieser Satz, eigentlich als Kompliment gemeint, brachte Ute, die grade noch im Begriff war ihren Orgasmus ausklingen zu lassen und so langsam wieder zu sich kam, direkt zurück.

***

Verbindung offline… zeigte der Bildschirm in weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund genau dort an, wo gerade noch ein langsam erschlaffendes Glied zu sehen war, aus dem die letzten Tropfen Sperma herausgefrungen wurden.

Ute war schockiert. Ihre größte Angst hatte sich eingestellt. Er hatte sie erkannt. Dieter_S wusste wie sie aussah! Und nicht nur wie ihr Körper aussah! Nein, Dieter_S würde sie nun im Supermarkt, oder auf der Straße erkennen können! Wenn er nun nach ihr im Internet suchte! Sie war schon so vertrauensselig gewesen ihm ihren echten Namen zu schreiben (eigentlich hatte sie sich da nur verschrieben), was war, wenn er sie nun bei Facebook finden würde? Was war, wenn der sie finden und Stalkern würde? Wenn ihr Mann, oder ihre Tochter von ihm angesprochen, oder angeschrieben würden?! Ute wollte gar nicht daran denken.

Es dauerte einen Moment bis sie sich wieder beruhigt hatte, doch ein Entschluss blieb bestehen: Sie löschte ihren extra dafür angelegten Skype-Account und versuchte ihre Spuren so gut zu verwischen, wie sie nur konnte.

SÜNDE IN 3D

Es ging ihr nicht aus dem Kopf, blieb dort und nervte sie. Ute setzte den Blinker links, dann noch mal links und fuhr erneut an dem Laden vorbei.

Heute war es das vierte Mal, dass sie es soweit geschafft hatte, doch bisher hatte sie immer der Mut verlassen. Immerhin war sie beim letzten Mal schon aus dem Wagen ausgestiegen, hatte extra gut einen halben Kilometer entfernt geparkt, damit auch ja niemand ihren Wagen erkennen konnte. Dabei war das eigentlich lächerlich, schließlich war sie eh schon gut 50 Kilometer weit gefahren um anonym zu sein. Mit zitternden Knien und pochendem Herz, sowie hochrotem Kopf, war sie beim letzten Mal dann so oft an dem Eingang vorbei marschiert, bis ihr die Füße wehtaten.

Passanten waren ihr ganz wenige nur begegnet und keiner hatte wirklich Notiz von ihr genommen, jedenfalls nicht mehr als sonst auch. Dennoch hatte sie bei jedem gefürchtet gleich erkannt und angesprochen zu werden. Wieder im Schutz ihres Autos kam ihr das alles dann immer lächerlich vor. Heute war sie nun schon dreimal an dem Laden vorbei gefahren und diesmal parkte sie nicht ganz so weit weg, holte tief Luft und lief zielstrebig los.

Eigentlich hatte sie vorgehabt erst wieder Luft zu holen, wenn sie angekommen, wenn es über die Türschwelle, durch die schwarze-, nichtsagende Tür geschafft hatte, doch dafür fehlte ihr die Kondition eines Tiefseetauchers.

Standhaft bleib sie dennoch. Auf ihre eigene Weise. Atmete nur flach, zwang sich an nichts zu denken, zwang sich ihren Herzschlag, ihre Angst, die Panik zu ignorieren. Die Übelkeit die in ihr aufstieg und sich auf ihre Lust zu konzentrieren, die, zugegeben, wenn auch abgelenkt, da immer noch war. Eine Lust die sie in den letzten Wochen nicht in Ruhe gelassen hatten. In Wochen der Internetabstinenz, zu groß war die Angst vor Dieter_S, oder vor irgendjemanden von dort, doch erwischt zu werden.

Wochenlang hatten sie Angst und Lust gleichermaßen Ruhelos gemacht und sie immer wieder in eine unbefriedigende Patt-Situation gebracht. Es war nicht so, als hätte sie in den letzten Wochen keine Orgasmen gehabt, doch die Orgasmen durch die Erinnerung waren nur wenig besser, wenn überhaupt, als die Orgasmen mit ihrem Mann und befriedigten nicht ihre Begierde… ihren Fetisch. Ute hatte immer mehr gewollt und war in keinem Moment bereit für Kompromisse gewesen.

Zu keinem Zeitpunkt war dies ihr als adäquate Lösung erschienen. Gefangen in ihrem Dilemma hatte sie schließlich begonnen zu recherchieren. Anonym, wie es im Internet nur ging, war sie schließlich auf eine neue Spur gestoßen, die sich bald für sie zu einem neuen Weg entwickelt hatte. Einen neuen Weg, der bisher immer vor dieser schwarzen Tür geendet hatte.

„Nicht anhalten!“, mahnte sie sich kurz streng innerlich, als sie merkte, dass sie langsamer wurde.

Die Tür war nun fast in Reichweite. Eigentlich wollte Ute nicht nach links oder rechts schauen, wollte zielstrebig hineingehen, dennoch erwischte sie sich dabei, wie sie sich vorsichtig umschaute. Dies war jedoch eine gelungene Ablenkung, denn in jenem Moment, da sie noch darüber nachdachte, dass sie das eigentlich nicht hatte tun wollen, hatte ihr Körper sie schon ausgetrickst und die Tür geöffnet und wieder hinter ihr geschlossen.

***

Es war angenehm warm und roch auch gar nicht streng oder so.

Ute inspizierte den Raum. Ein kleiner Stuhl, ein Kleiderhaken, ein Papierspender und sogar ein kleines Handwaschbecken, bis auf letzteres ähnelte es mehr einer Umkleidekabine in einem Geschäft, außer vielleicht noch, dass der Boden mit einer harten Gummimatte ausgelegt war, ähnlich, wie sie sie noch aus Schulzeiten kannte, nur im knalligem Rot. Sie schloss den Riegel der Tür hinter sich und schaute auf dem Schieber genau richtig in kniender Höhe. Dahinter würden sie warten.

Ein langer Korridor mit bläulich rotem Licht, düster beleuchtet, aber das war gerade richtig für sie gewesen, hatte sie an mehreren Kabinen vorbei geführt.

Die dritte war offen gewesen. Ute war sich nicht sicher gewesen, ob die anderen auch besetzt waren, aber sie hatte es auch nicht probieren wollen. Am Ende des Flurs hatte sie eine ältere Frau gesehen. Überschminkt, sonnenbankgebräunt und mit billiger Dauerwelle, erfüllte sie das Klischee schlechthin. Für einen Moment wäre sie gerne wieder weggerannt, doch die Gleichgültigkeit, mit der sie die Frau kurz musterte und dann wieder weg sah machten ihr in diesem Moment sogar Mut.

An der Wand gegenüber der Kabinen hing ein Kondomautomat, doch Ute hatte schon eigene besorgt. Sie wollte nur so schnell wie möglich in die Kabine und atmete erleichtert aus, als sie den Riegel hinter sich einrasten hörte.

Ute begann sofort damit sich auszuziehen. Merkwürdigerweise, früher hätte sie sich nie gedacht, dass sie so mal reagieren würde, wollte sie ihre Kleidung so schnell wie möglich los werden, damit sie dies nicht mit dem in Verbindung bringen konnte, was sie im Anschluss vor hatte.

Sie brauchte klare Grenzen und ihre Kleidung bildete eine dieser Grenzen. Zuvor hätte sie gedacht, sie würde sich dann schutzlos fühlen, ausgeliefert, doch die kleine Kabine, der einfache Riegel an der Tür, gaben ihr Schutz und ja auch eine Art Geborgenheit. Geborgenheit dass zu tun, was keiner sehen, was keiner wissen durfte, was sie aber so unbedingt tun wollte. Ihre Kleider legte sie sorgsam auf den Stuhl und hängte sie auf die Haken an der Wand.

An der Wand gegenüber der Tür befand sich eine kleine Heizung, zwar war es im Raum schon angenehm war, wohl aber auch wegen der Aufregung fröstelte sie leicht und drehte sie daher mehr auf.

Langsam und bedächtig kniete sie sich nackt vor den Schieber in der Wand. Sie brauchte einen Moment, bis sie eine bequeme Position für sich gefunden hatte. Dann atmete Ute tief durch und die Angst, die schon längst einer nervösen Anspannung gewichen war, verwandelte sich nun in ein anregendes Prickeln.

Sie fühlte sich frei. In jenem Raum war sie nicht mehr Ute S. , Hausfrau und Mutter, in jenem Raum war sie nur noch sie! Niemand der sie in irgendeine Rolle reinzwängte, niemand, der sie verurteilen würde können. In jenem Raum war sie anonym und damit frei genau das zu tun, was sie tun wollte. Ein Gefühl von Macht und Unbesiegbarkeit, so komisch es auch klang, doch es war so, stellte sich ein und das machte die ganze Situation nur noch prickelnder, irgendwie sexy.

Ute öffnete den Schieber. Dahinter befand sich eine ovale Öffnung in der Wand, groß genug, dass ein männliches Genital bequem hindurchpasste, wenn es sein musste, sogar mit ein bisschen Schieben, mit Anhang. Wie es auf der anderen Seite aussah wusste Ute nicht. Doch sie stellte sich vor, dass dort auch Kammern waren, ähnlich wie bei ihr, nur im Gegensatz zu den Kammern auf ihrer Seite nicht für Frauen, sondern für Männer.

Das öffnen und zugehen einer Tür auf der anderen Seite der ovalen Öffnung schien ihre Vermutung noch zu bestätigen. Geduldig und gespannt wartete Ute auf das, was nun kommen würde. Sie hörte das Surren eines Reisverschlusses, das Klappern einer Gürtelschnalle, das rascheln von Kleidung und schließlich ein Knistern, dass Ute als Kondomverpackung deutete und damit einläutete, dass es gleich losgehen würde.

Das Glied des Mannes war schnell und routiniert durch die Öffnung geschoben worden.

Nicht wie bei einem Neuling, der wahrscheinlich eher zögerlich gewesen wäre, wie Ute vermutete. Voll erregt reckte es sich ihr entgegen und glänzte in Gummi gehüllt vor ihr. Dieses Glied, so stellte sie es sich vor, gehörte wohl zu einem Mann, der schon öfter hier war und es bisher noch nie bereut hatte und daher voller freudiger Erregung war. Zögerlich begutachtete sie ihn noch einen Moment, nahm sich dann aber vor, ihn nicht enttäuschen zu wollen.

Ein Lächeln huschte ihr über die Lippen, als sie ihn mit ihrer Hand sanft berührte und er sofort leicht zu zucken begann. Etwas mutiger nahm sie ihn schließlich ganz in die Hand und begann ihn zu massieren. Forschend versuchte sie zu erspüren, ob es ihm gefiel. Der Penis in ihrer Hand wurde immer praller durch ihre Massage und streckte sich ihr förmlich entgegen. Es schien dem anderen zu gefallen.

Fast automatisch, ja, man könnte sagen unwillkürlich, glitt ihre freie Hand zwischen ihre nackten Schenkel und berührte sie an ihrer feuchten Stelle.

Auch ihr schien es zu gefallen.

Ute setzte die Massage noch einen Moment fort und stimulierte sich dabei selbst. Etwas mutiger beugte sie sich vor und ließ die Eichel in ihrem Mund verschwinden. Von der anderen Seite vernahm sie ein gedämpftes, unterdrücktes Stöhnen und Ute legte nun richtig los. Sie gab sich ihrer Lust hin und bearbeitete den Schwanz auf der anderen Seite wie wild mit ihren Lippen und streichelte sich gleichzeitig dabei.

Bei ihrem Mann beherrschte sie es ihn zu leiten, erkannte, selbst mit Kondom, wann er wie weit war und konnte ihn so steuern, hier gelang es ihr leider nicht und so kam ihr gegenüber viel zu früh und kurz darauf entzog er sich nicht nur ihrem Mund, sondern auch gänzlich er ovalen Öffnung.

Enttäuschung begann sich in ihr auszubreiten. Ihre eigene Stimulation verlangsamte sich abrupt, dennoch verharrte sie vor dem nun leeren Loch, fast so als könnte sie es nicht fassen.

Zu ihrer Verwunderung, aber auch zu ihre Freude vergingen nur wenige Minuten, bis ein neuer Schwanz durch das Loch geschoben wurde.

Es war nicht mehr der gleiche, das konnte sie deutlich erkennen und er hatte kein Kondom darüber geschoben, doch Ute genoss sogar seinen Geruch, mehr als typischen Geruch eines Kondoms. Auch wusste sie irgendwie, dass sie in jenem Moment Glück gehabt hatte, dass es bestimmt nicht immer so schnell ging, also musste sie sich üben die Männer zu bessern zu steuern.

Für einen Moment war sie sogar versucht ihn ohne Kondom in den Mund zu nehmen, doch ihr Verstand setzte alle seine Reserven ein um sie zu warnen, daher massierte sie ihn nur mit der Hand pur, während sie mit ihrer freien Hand ein Kondom aus ihrer Handtasche hervor holte. Dennoch fremdes Fleisch zu berühren, seine Wärme, das Pochen zu spüren, gefiel ihr sehr gut.

Diesmal konnte Ute ihn besser steuern und diesmal kam sie sogar vor ihm.

Immer wieder brachte sie ihn bis kurz davor und schaffte es dann ihn wieder zu kontrollieren. Sie übte an ihm und als sie schließlich zum ersten Mal kam, war es so ein wahnsinniger Orgasmus, dass sie ihn aus ihren Mund entlassen und nach Atem ringen musste. Ihr war schwindelig und sie drohte in Strudel des Rausches sich zu verlieren. Sich fest an seine Penis klammernd, brauchte sie ein paar unendliche geile Augenblick lang um sich soweit wieder zu fangen, dass sie ihre Umgebung war nahm und dann entfachte der Orgasmus in ihr ein Feuer eine Lust nach mehr! Sie verschlang den steifen Penis förmlich und schaffte es noch mal zu kommen, bevor auch er in den Gummi ejakulierte und sich ihr entzog.

***

Als Ute später wieder durch die schwarze Tür hinaus in die wirkliche Welt trat und schnellen Schritts in Richtung Auto entschwand, waren 2 Stunden vergangen. Zwei Stunden in denen sie wohl gut fünf verschwinde Schwänze massiert und geblasen hatte und von keinem kannte sie denn Mann der daran hing und noch besser keiner kannte sie! Dennoch waren sie auf geheimnisvolle Weise durch Lust und Geilheit verbunden gewesen.

Erschöpft, aber auch herrlich entspannt ließ sie sich in ihren Autositz fallen.

Sie war verschwitzt und ihr Körper fühlte sich an, wie nach 2 Stunden intensiven Sports. Ihre Mitte brannte durch die viele Stimulation und ihr Glückshormonvorat erschien aufgebraucht und dennoch brauchte sie nur an das Gefühl zu denken und sie bekam schon wieder Lust umzudrehen, doch draußen gab es eine andere Welt und da wurde Ute erwartet.

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