Heilsame Wandlung

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/* Das ist eine Geschichte über die Bimboisierung einer intelligenten, selbstbewussten Frau. Es ist vielleicht für die Ungeduldigen zu langweilig, für die Politisch-Korrekten zu degradierend und für die Romantischen zu abgedreht. Gefällt es aber noch einen einzigen außer mir, hat sich das Posten gelohnt. Wie immer gibt es in meinen Geschichten nichts, was nicht auf Beidseitigkeit beruht. */

Offensichtlich habe ich meine Freundin Nia völlig falsch eingeschätzt. Ganz offensichtlich. So viel steht fest.

Nia war nie ein it-girl, nie besonders an Parties interessiert gewesen. Sie lebte das typische fröhliche Studentinnenleben mit mir, war ca. 1. 65m groß mit langen dunkelbraunen Haaren, einer sportlichen Figur, einem wunderbaren Lachen, grünen Augen und vielen Freunden. Sie war ein Bücherwurm wie aus dem Bilderbuch, mit Tee und Buch in der Hand auf dem Sofa, Teelichtern, Kerze, Rooibosduft und einer Vorliebe für Räucherstäbchen. Sie liebte es gemütlich, aber engagierte sich auch für dieses und jenes, und diskutierte bevorzugt politisch linksintellektuell, feministisch, kulturwissenschaftlich und weltoffen.

Und ja, ich liebte sie abgöttisch. Ich liebe sie immer noch, aber ob sie mich noch liebt, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Denn unerhbeblich, was ich von ihr gedacht und gehalten habe, etwas musste sich unter ihrer Oberfläche verborgen haben, irgendetwas, das diese Wendungen, diese seltsamen 'neuen‘ Seiten von Nia ermöglicht hatten. Es war gruselig, aber das etwas begonnen hatte, daran bestand kein Zweifel mehr, denn dass es begonnen hate, sah ich, und zwar in jenem Moment, als, ich konnte es nicht fassen, sich meine Freundin Nia auf ein weiteres Treffen mit Ulf vorbereitete! Mit Ulf!! Sie hatte mir zwar gesagt, sie wolle mit Freundinnen ausgehen.

Aber ich wusste durch Ulf bescheid. Nur wusste sie nicht, dass ich bescheid wusste, was alles sehr seltsam gestaltete.

Es war unglaublich.

Ich hörte ganz klar Ulfs Stimme in meinem Hinterkopf. „Du wirst noch sehen, Mark“, hatte er gesagt. „Du wirst noch sehen. Die Kleine hat es faustdick hinter den Ohren. Lass mich nur machen. „

Und ich sah es. Nia hatte sich in eine Richtung zu verändern begonnen, die mir nie in den Sinn gekommen wäre.

Nicht ich, Ulf hatte es gewusst, und er hatte es, wie gesagt, sogar angekündigt und zwar zu einem Zeitpunkt, als Nia ihn noch, zumindest oberflächlich, wie die Pest verabscheut hatte! Er war geradezu ihr Antipode, ihr Antichrist, mit seinen sexistischen Sprüchen, seinem machohaften Auftreten, seiner Vorliebe für Bimbos, High Heels und Make-Up, für seine Verachtung für intellektuellen Möchtegern-Tiefgang, seine Abscheu für Diskussionen und politische Korrektheit und seiner dreißig Jahre jüngeren, russischen Dessous-Model-Freundin.

Und plötzlich?! Plötzlich war Nia ganz aufgeregt, nervös vor ihrem Treffen mit Ulf.

Mit Ulf!! Ich erkannte sie kaum wieder. Ich hielt mir den Kopf. Meine Welt schwankte und geriet aus den Fugen. Sie gab es nicht zu, aber sie war nervös. Ulf hatte mir gegenüber angekündigt, dass er einen Gang zulegen wollte. Also war sie aufgeregt, neugierig, erregt und sehr sehr erotisiert. Sie strahlte eine unfassbare Willigkeit und Bereitschaft aus.

Nia summte leise und glücklich vor sich hin, als ich so vor mich hin dachte.

Ich hörte, wie sie ins Badezimmer ging und folgte ihr. Nia sah überwältigend aus. Elegant hatte sie die nackten und schönen Füße auf den Rand der Badewanne gestellt und rasierte ihre sowieso schon glatten, schönen und langen Beine noch glatter, noch feiner. Sie entfernte sorgsam jedes Haar. Alles. Ich stand in der Tür und schaute ihr zu. Sie bemerkte mich gar nicht, so konzentriert, versunken und selbstverliebt vollzug sie ihre Vorbereitungen.

Als sie mich endlich bemerkte, zwinkerte sie mir zu, und rasierte sich, um mich zu ärgern, noch sorgsamer, noch verführerischer, cremte ihre glatten, schönen Beine ein und entfernte mit entschlossenen Strichen Zug um Zug noch den letzten Rest ungewollten Haarwuchs.

Als sie fertig war, ölte sie sich ihre herrlichen Beine mit Vanilleöl ein. Sie glänzten prächtig, bronzefarben schön, straff und athletisch, wie gemacht, um bei jedem Schritt zu entzücken. Ja, auch gemacht, um in schönen Stöckelschuhen herumzuspazieren. Das wusste Nia sehr wohl. Sie gab es vor mir nur nicht zu. Offiziell besaß sie nämlich gar keine. Offiziell vertrat sie noch die Meinung, dass High Heels Frauenfüße verstümmeln, Frauen verobjektivieren und zum Symbol einer patriarchalen Lebensweise degradieren.

Inoffiziell jedoch, ich hatte den Beweis als Photos, die mir Ulf geschickt hatte, trug sie heimlich bereits 14cm Heels auf den Parties mit Ulf und besaß, laut Ulf, über ein Dutzend sündhaft teurer Plateauheels in allen Farben. Sie sei, so Ulf, besessen, geradezu obsessiv mit Heels und gefalle sich auf grotesken Stilettos am Besten.

Trotz dieser Schauspielerei und Heimlichtuerei war Nia war ein Traum. Sie war schon immer ein Traum gewesen.

Auch früher schon, aber nun, seitdem sie angefangen hatte, sich mit Ulf zu treffen, strahlte alles an ihr Sexiness und Willigkeit aus. Sie unterstrich von Tag zu Tag mehr ihre feminine Seite. Es war berauschend.

Mit einer obszön erregenden Geste zog sie routiniert die schwarzen Nylonstrümpfe über ihre bordeauxrot lackierten Fußnägel, über ihren zarten verlockenden Spann, den sie streckte. Nia liebte Details. Voller Sorgfalt strich sie die Strümpfe über ihren Beinen glatt, berührte sich sinnlich und zufrieden, während sie konzentriert ihre festen schönen Beine unter dem Nylon massierte.

Ihre Schenkel spannten sich herrlich und vielversprechend. Es war eine Wonne sie anzusehen. Da stand sie, meine Freundin, vor mir, in halterlosen schwarzen Strümpfen, und befestigte auch noch herrliche Strapse an die vorgesehenen Stellen. Ich seufzte. „Du bist atemberaubend!“

Sie lächelte nur. „Danke, Mark. “

Sie ergriff erneut den Rasierer und entfernte noch jeden Hauch eines Haares unter ihren Achseln. Ihre Achseln waren so blank und geschmeidig, so verführerisch und bar jeden Haares, so feminin und verletzlich, wie es nur ging, reinste Haut mit weichen Poren der Verführung.

Es war verstörend, so schön war es. Ich rieb mir die Augen, erregt, verwirrt, und ging in die Küche, um mir ein Glas Whiskey on the Rocks zu genehmigen. Ich ließ die kristallisierten Eisbrocken ins Glas klirren und goss einen strengen Caol Ila ein. Ich hörte Nia wieder summen. Das hieß, sie hatte angefangen sich zu schminken.

Ulf liebte es, wenn sie sich schminkte. Er lobte und pries sie für jedes Detail, das sie näher an seine Idealfrau heranbrachte, an die ultimative Weiblichkeit.

Er lockte sie in Salons, in teure Make-Up Läden, gab ihr Glamour-Magazine zu lesen und verglich sie mit den abgebildeten Frauen. Ich wusste davon. Ich wusste von seinem Spiel. Dennoch überraschte es mich, wie willig Nia darauf einging, wie bereitwillig sie sich hier und da schminkte, selbst wenn ich wusste, dass sie sich nicht mit Ulf traf. Sie hatte am Schminken gefallen gefunden. Auch daran konnte kein Zweifel mehr bestehen.

Ich stand verwirrt und neugierig auf und ging wieder in den Flur.

Sie strahlte mich an. Ich atmete durch. „Du verwirrst mich Nia. Das ist dir klar, oder? Warum schminkst du dich plötzlich? Das hast du doch früher nie getan!“

Sie küsste mich. „Alles halb so wild, Mark. Ist doch nur Make-Up! Ein kleines Spiel unter Freundinnen, außerdem ist ein bisschen Veränderung doch auch nicht schlecht. “ Und da drehte sie sich wieder zum Spiegel und begann sich sorgsam zu schminken.

Da stand sie nun, mit freiem Oberkörper, ihren wunderbaren prallen festen Brüsten, ihren langen schönen Haaren, die auf ihren Rücken wallten, in atemberaubenden Strapsen, in ihren schwarzen Netzstrümpfen und feinen, aber dezenten 3cm Absatzschuhen und schminkte ihre Augen.

Sie lächelte mich an, den Kopf schräg nach oben gehalten, während sie ihre Wimpern tuschte. „Dein Blick ist unbezahlbar, Mark. Wirklich. „

Ich schüttelte den Kopf. „Nein, du bist unbezahlbar. Jeder Mann auf der Straße wird sich nach dir umgucken. „

Sie lächelte selbstbewusst. „Dein verliebter Blick reicht mir vollkommen, aber wenn andere gucken, das kann doch nicht schaden, oder?“

Sie sah von Tag zu Tag verführerischer aus.

„Ich finde, du siehst perfekt aus. „

Sie strahlte mich an, warf ihre Haare nach vorn und bürstete ihre wallende Mähne durch. Unter den Haaren schaute sie zu mir, mit glühenden Augen. „Es geht immer noch perfekter, Mark. Immer noch viel perfekter. Du hast keine Ahnung wie perfekt. “

Sie lächelte vielversprechend. Ich ging erregt und atemlos ins Wohnzimmer und setzte mich aufs Sofa. Ich schaute auf ein Photos von uns, das im Bücherregal neben dem Sofa stand.

Sie lächelte in die Kamera. Wir waren in einem Park nahe der Sorbonne in Paris. Ich erinnerte mich gut an diesem Sommertag. Sie hatte früher nie Make-Up getragen. Sie liebte sich natürlich, frei und spontan. Man hätte sie als typischen Veggie-Anhänger eingestuft, sich für Tierrechte, Menschenrechte einsetzend, in Sneakers und Jeans. Lauthals hatte sie stets die Gleichberechtigung aller Geschlechter, Rassen und sexuellen Orientierungen gefordert, ging auf Demos gegen Atomkraft und organisierte Lichterketten gegen Ausländerfeindlichkeit.

Das war meine Nia, eine aufstrebende Anwältin in ihrem ersten Jahr nach dem zweiten, kräfteraubenden Staatsexamen, eine intelligente, zielstrebige selbstbewusste Frau, die nicht viel auf ihre Äußeres gegeben und lieber Taten als Worte sprechen lassen hatte. Sie wählte die Grünen. Sie schaute Arte TV und entsprach in jeder Hinsicht dem typischen Klischee der wohlsituierten gebildeten Mittelschichtstochter. An ein permanentes Achselrasieren war, weiß Gott, nicht zu denken gewesen, schon gar nicht woanders.

Die Beine, ja, das war das höchste der Gefühle gewesen, obwohl es auch als objektivierend eher abgelehnt, obgleich mit schlechtem Gewissen von ihr und ihren Freundinnen praktiziert worden war.

In dem Moment, kurz vor ihrem Date mit Ulf, entsprach sie ganz und gar nicht mehr diesem Klischee, denn mittlerweile würde sie, so schien es, nicht einmal im Traum daran denken, ungeschminkt auf die Straße zu gehen, jedenfalls nicht, wenn sie mit ‚den Freundinnen‘, also Ulf verabredet war.

Ulf! Allein schon dieser Name. Aber, das musste man ihm lassen, er hatte etwas ins Rollen gebracht. War ich blind gewesen? Oder wurde sie manipuliert? Gehirngewaschen? Ich konnte es nicht verstehen. Ich fühlte mich hin und her gerissen. Es war ja nicht so, als würde mir die neue Nia nicht gefallen, aber irritierend war es schon.

Ich lehnte mich zurück und dachte an die Gespräche mit ihm.

Ich sah ihn vor mir, wie er gesagt hatte. „Mark, deine Süße ist ein heißer Feger. Sie weiß es nur noch nicht. Sie weiß nicht, was sie wirklich will, aber ich kann ihr helfen. Sie hat großes Potential. „

Potential. Ich schüttelte den Kopf. Ich hatte gelacht. „Sie weiß genau, was sie will. Du kennst sie nur nicht. „

Ulf hatte nur gegrinst. „Ich kenne sie. Ich sehe es in ihren Augen, in ihrer Art sich zu bewegen, in den kleinen feinen Andeutungen, in der Weise, wie sie spricht, gestikuliert.

Ich irre mich bei so etwas nicht. Ich wäre nicht da, wo ich bin, wenn ich mich auf meinen Instinkt nicht verlassen könnte. „

Er hatte sich stolz gebrüstet, und ich hatte nur den Kopf geschüttelt. „Jeder irrt sich,“ hatte ich gesagt.

Ulf hatte selbstbewusst entgegnet. „In manchen Angelegenheiten vielleicht, in dieser speziellen, ganz sicher nicht. „

-. –

„Und?!“

Ich schreckte aus meinen Gedanken auf.

Nia stand in der Tür und schaute mich an. Mir blieb das Herz stehen. Das war doch nicht mehr Nia, nicht die Nia, die ich damals auf einer Demo kennengelernt hatte. Sie lächelte mich mit ihren blendend weißen Zähne an. „Gefällt dir deine Freundin?“

Ich nickte und sie strahlte. Sie ging mir klackend auf ihren dezenten Abschlussballschuhen für höhere Töchter entgegen. Sie trug ein elegantes Abendkleid mit tiefem Ausschnitt, der viel Hals, viel Schulter, viel Brust zeigte.

Sie wirkte sportlich, fast mager. Das Kleid ging ihr bis zu den Oberschenkeln und betonte ihre herrlichen Hüften. An der Seite war das Kleid eingeschnitten, so dass sie beim Gehen tiefe Einblicke gewährte, bis fast ganz nach oben. Sie trug klimpernde Reifen aus Silber an den Armen und am Knöchel. Ich schluckte. Sie wirkte edel und verheißungsvoll. Und ich fragte mich wieder, warum sie sich überhaupt so zurechtmachte. Ich wusste ja, dass das die reinste Show war.

Ulf war nicht an dieser eleganten Frau in Abendgarderobe interessiert. So zog sie sich nur für mich an. Für Ulf, ja, da ließ sie sich in Beauty-Salons zurechtkleistern. Er hatte nämlich andere Standards. Ganz andere. Er liebte Bimbos und er würde sie auch gleich wieder in eine verwandeln lassen, würde sie stylen lassen, neu ankleiden, wie eine Puppe, und Nia würde es gefallen, würde in wenigen Minuten stolz neben ihm dahin stöckeln und den Hass der Feministinnen auf sich ziehen, zu denen sie sich eigentlich auch zählte.

Ihre Augen funkelten.

Sie trat vor mich, ich öffnete meine Arme und sie ließ sich federnd auf meinen Schoß fallen. Sie duftete so wunderbar. Aber sie war viel leichter, viel viel leichter als früher. „Du siehst toll aus, Nia. Keine Frage, aber isst du genug, Nia. Du wirkst etwas mitgenommen, etwas abgemagert. „

„Das kommt vom vielen Feiern, Mark. Ich habe gerade eine gute Zeit. “ Sie lächelte und legte vielsagend ihre Arme um mich.

Ich sah ihr Gesicht von ganz Nahem. „Du feierst wirklich viel in letzter Zeit. Übertreibst du nicht ein bisschen?“ Seit kurzem ging sie fast jeden Abend mit den ‚Freundinnen‘ aus. Die Entwicklung ging exponentiell vor sich.

Sie küsste mich. „Mach dir keine Sorgen. “ Sie schaute zu Boden. „Diese zwei Jahre, in denen ich nur gepaukt habe, sitzen mir noch in den Knochen. Ich brauche das gerade.

Ich kann die Bücher, Akten, Loseblattsammlungen nicht mehr sehen. Ich will tanzen, feiern, ausgehen, Mark. Ich … “ Sie schaute mich an. „Ich brauche das gerade wirklich. Verstehst du das?“

Ich nickte und streichelte ihr über den Rücken. „Na klar, verstehe ich das. Überanstrenge dich aber nicht!“

Sie lachte. „Noch sehe ich ja nicht so aus wie die Freundinnen von Ulf!“

Ich schaute sie an.

„Wie kommst du jetzt auf Ulf?“

Sie schluckte, denn sie wusste, sie hatte sich verraten. Sie überspülte es mit einem bezaubernden Lächeln. „Weiß auch nicht. Hat er nicht immer dünne Freundinnen. Er ist doch dein Chef. „

„Du meinst Jekaterin!“

Jekaterin war Ulfs Lebensgefährtin, ein russisches Unterwäschemodel, oder so was ähnliches, und aufgedonnert bis ins letzte Detail. Sie war knapp 1. 70m, hatte, zumindest als ich sie das letzte Mal gesehen hatte, wasserstoffperoxidblondes Haar und ein bezauberndes Lächeln, aber sie wirkte anämisch und wacklig, viel zu dünn für ihre Größe.

Nia errötete leicht. „Ja, Jekaterin, stimmt. „

Ich schüttelte den Kopf. „Nia, das ist nicht dein Ernst. Jekaterin sieht verhungert aus. Sie ist ein Strich in der Landschaft und sieht aus, als würde sie Drogen nehmen. Die gilt als Vergleichsgröße nun wirklich nicht!!“

Nia grinste. „Mach dir einfach keine Sorgen, solange ich nicht aussehe wie sie. Ich gehe nur mit Freundinnen aus, ganz harmlos.

Wie gefalle ich dir?“

Sie zeigte sich. Sie war atemberaubend. Ich schluckte aber nicht wegen ihres Anblickes. Sie log, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich wusste ja, dass sie mit Ulf ausging, und trotzdem gab sie vor, mit ihren Freundinnen auszugehen. Ich wusste auch, dass sie Jekaterin bewunderte, denn sie kam dem Ideal einer lebendigen Puppe ziemlich nahe. Jekaterin war ihr girl-crush und ich wusste, spürte, wie gern sie wie Jekaterin aussehen und leben würde.

Sie lächelte mich mädchenhaft an. „So viel Spaß wie momentan hatte ich schon lange nicht mehr. Vielleicht seit diesem blöden Staatsexamen nicht. Das war so viel Lernerei. Schade, dass du nicht mitkommst. „

Ich seufzte. Es war schon krass zu wissen, dass die eigene Freundin mit dem eigenen Chef ausging, aber dieses Herumgelüge, als wollte sie, dass ich mitkomme. Ich nickte nur. „Nein, danke, Nia. Bin nicht in Stimmung.

Und nach diesem ganzen Lernen hast du es ohne Frage verdient, ein bisschen die Sau raus zu lassen. „

Sie küsste mich. „Danke, Mark! Vielleicht bist du ja dafür in Stimmung. “ Sie rutschte an mir herunter, öffnete meine Hose und begann meinen Schaft zu massieren. Er wurde sofort hart. Nia schaute mich süß und verdorben zugleich an. „Und? Bist du in Stimmung?“

Sie sah phantastisch aus und zwinkerte mir zu.

Sie hatte mich mit ihrem Manöver überrascht. „Nia!“

Sie kicherte. „Ich sehe doch, dass du schon die ganze Zeit in Stimmung bist!“

Sie hatte recht. In ihrer Gegenwart hatte ich eine Dauererektion. Nia zögerte nicht und nahm ihn in den Mund. Ich spürte diese Hitze, die weiche Zunge und da fing sie an zu saugen. Scheiße, fühlte sich das gut an. Sie saugte wie eine Weltmeisterin. Früher hatte sie oral abgelehnt, sie hatte es entwürdigend und degradierend empfunden, aber seitdem sie mit Ulf ausging, kam ich auf meine Kosten.

Selbstredend war dies einer der Hauptgründe, warum ich sie nicht auffliegen ließ. Sie war viel entspannter, viel glücklicher, viel freizügiger, seitdem sie mich betrog. Sie leckte mit weit herausgestreckter Zunge meine Eier ab. Es war einfach toll. Sie ließ mich nicht aus den Augen und genoss jede Erregungsgeste, die ich zeigte. Ich stöhnte. Sie stülpte schnell ihren heißen, geilen Mund über meine Eichel und spielte mit der Zungespitze herum, dann überraschte sie sich, indem sie tiefer und tiefer den Schwanz in ihren Mund nahm.

Es war krass, worin Ulf sie bereits trainiert hatte. Ich spürte ihren Rachen, und sie trieb ihn weiter und begann hart ihren Kopf hoch und runter zu bewegen. Ich kam sofort. Ich spritzte ihr mitten in den Hals. Sie schluckte, stöhnte, saugte alles sauber und frei. Es war unfassbar, wie gut sie darin geworden war. Als sie meinen Schwanz freiließ, war nichts mehr vom Sperma zu sehen.

Sie strahlte. „Und?“

Ich seufzte.

„Einfach nur geil, Nia. Von mir aus kannst du häufiger ausgehen, wenn ich das als Dankeschön bekomme!“

Sie strahlte. „Deal!“ Sie leckte sich die Lippen und stand fröhlich auf. „Ich ziehe mir das Make-Up nach! Ich will bei meinen Freundinnen Eindruck schinden. „

Ich konnte nicht anders und quälte sie ein bisschen. „Mit wem gehst du noch mal aus?“

Sie stockte kurz. „Das weißt du doch, mit … mit Sabrina, Heike und Sophie.

Ich grinste. „Ach so, da bist du ja in guter Gesellschaft. „

Sie lächelte übers ganze Gesicht. „In bester Gesellschaft!“

Sie tänzelte aus dem Zimmer, und ich sackte zurück ins Sofa, nahm einen großen Schluck von meinem Whiskey und schüttelte den Kopf. Nia! Was war bloß in sie gefahren? Nicht nur ging sie mit einem alten kapitalistischen, sexistischen Sack aus. Nein, sie log auch noch.

Sie log wie gedruckt. Und ich saß herum und schaute mir das Spiel an. Es war verwirrend, aufregend, aber eben auch völlig surreal.

Sie trafen sich bereits seit Wochen, fast Monaten, beinahe täglich, und doch spielte sie mir immer noch die treue Freundin vor. Ich hätte aus der Haut fahren können, aber dann musste ich zugeben, dass sie glücklich war, viel fröhlicher als früher, mehr Elan und Schwung an den Tag legte.

Ich sah einfach, dass sie noch nie so leicht, glücklich und hemmungslos in den Tag gelebt hatte wie momentan. Sie diskutierte nicht. Sie machte sich keine Zukunftssorgen. Sie echauffierte sich nicht über schlimme Rechtsurteile. Nein, sie summte, sie war verspielt und fröhlich, zog sich die Lippen nach, statt aggressiv die neuesten Nachrichten zu verfolgen; zupfte sich die Augenbrauen, statt verbittert die Weltlage zu sondieren; und rasierte sich die Beine glatt, statt über das Weltschicksal zu räsonnieren.

Und früher hätte sie auch nie, nur so nebenbei, mal kurz, während ich einen Whiskey trank, mich oral verwöhnt. Das Ganze hatte definitive Vorteile, wenn es auch eine emotionale Achterbahnfahrt blieb.

Meistens flammte nämlich kurz ein wenig Verärgerung auf. Ich fühlte mich betrogen und verarscht, aber eben nur, wenn ich abstrakt darüber nachdachte. Nicht wenn ich sie mit roten Wangen sah, wie sie vor Lebendigkeit übersprudelte. Die Affäre tat ihr gut. Das war klar.

Ich atmete durch. Es war ein Spiel mit dem Feuer. Es war von Anfang an ein Spiel mit dem Feuer gewesen, aber mittlerweile spitzte sich die Lage zu. Wie konnte sie immer noch denken, dass ich nichts mitbekam? Dachte sie gar nicht mehr nach? Dachte sie, Ulf und ich würden nicht miteinander reden? Dachte sie überhaupt noch nach oder hörte sie nur noch auf ihren Sextrieb, auf ihre Lust, ihre Leidenschaft, koste es was es wolle? Hatte Ulf recht, war Nia tatsächlich dabei, ein ganz neues Leben zu beginnen? Oder stellte sich diese Frage gar nicht mehr und das neue Leben hatte bereits angefangen?

Ja, es war Fakt.

Meine Freundin betrog und belog mich nach Strich und Faden. Aber es war auch Fakt, dass sie sich in einem Zwiespalt befand, denn die Liebe zu mir war nicht gespielt. Das merkte ich. Die Liebe war noch echt, aber sie hatte begonnen, sich zu verändern.

„Nia, gib mir doch mal die Telefonnummer von Sabrina, wärst du so nett. Falls irgendetwas ist. „

Sie kam ins Wohnzimmer und schaute etwas nervös.

„Na gut. Kann ja nicht schaden. “

Sie seufzte und diktierte mir die Nummer. Ich bedankte mich. Sie lächelte und ging ins Schlafzimmer. Ich hörte, wie sie die Tür schloss. Es war so offensichtlich, dass sie nun Sabrina anrief. Es war lächerlich. Ich wählte Nias Nummer, und ja, es war besetzt. Sie bereitete ihr Alibi vor. Es erregte mich unwillkürlich, wie eiskalt sie ihre Affäre verbarg. Die Tür öffnete sich und Nia kam wieder herein, lächelte.

Plötzlich überkam mich eine Art Revanchismus. Ich wollte ihr schlechtes Gewissen auszunutzen und schaute sie verdorben an. Sie runzelte die Stirn. „Ist was, Mark?“

Ich schüttelte den Kopf. „Ich finde, du musst noch mehr essen. „

Sie schaute mich überrascht an. „Du meinst?“

Ich zeigte mit den Finger nach unten. „Hock dich noch mal hin!“

Ihre Augen funkelten. „Mark, wie redest du mit mir!“

Ich schaute sie an.

„Na los, keine Widerrede, Nia!“

Sie schluckte, aber sie sah den Ernst in meinen Augen. Ich hielt ihrem Blick stand. Ulf hatte mir klar und deutlich gesagt, wie man Nias andere Seite zum Vorschein bringen konnte, nämlich indem man bestimmt und kompromisslos etwas von ihr forderte. Sie liebte den harten und guten Ton eines Mannes. Seiner Meinung nach hatte sie eine überaus ausgeprägte devote Ader. Ich konnte es nicht glauben und probierte es einfach aus.

Sie zögerte, aber Ulf hatte recht. Es erregte sie. „Hast du noch etwas für mich?“

In der Tat, denn ich konnte schon wieder. Ich öffnete meine Hose, zog mir die Hose über die Knie und zeigte meine Erektion. Sie sank auf die Knie und schaute mich verdorben an. „Das ist aber nett von dir, Mark. Ich bin tatsächlich noch etwas hungrig!“

Ich streichelte ihr über den Kopf.

„Dann bediene dich, meine Süße. “ Sie beugte sich über meinen Schwanz und leckte. Sie war tatsächlich gierig und lutschte wie verrückt. Sie stöhnte. Die Degradierung zum Blasmaul erregte sie, und ich drückte ihren Kopf weiter auf meinen Schwanz. Sie gab nach, begann durch die Nase zu atmen, und ließ mich bis in ihren Rachen hinein. Ich begann sie in den Mund zu ficken, als wäre sie eine Plastiksexpuppe. Sie hielt still und schaute mich von unten mit großen Augen an.

Sie flehte vor Dankbarkeit und da spritzte ich schon wieder. Diese ganze Situation ließ mich verrückt vor Geilheit werden. Sie schluckte, leckte sich die Lippen. Da klingelte es. Nia stand auf und grinste. „Na dann mal los. Warte nicht auf mich!“

Nia winkte mir, ergriff ihre Handtasche und verabschiedete sich mit wehender Mähne. Wenige Sekunden später knallte die Tür zu. Und da saß ich, allein, mit mir, dem Whiskey und meinen Gedanken und Erinnerungen und meinen ausgesaugten, fürs erste befriedigten Schwanz.

Ich wählte sofort die Nummer von Sabrina. Auch nur aus Gehässigkeit. Sie hob ab. „Mark?“

Ich erkannte die Stimme ihrer Studienkollegin wieder. Sie arbeitete auch in einer Kanzlei in der Stadt. „Ja, Sabrina, es ist Mark. Nia ist schon los. Ich wollte nur wissen, wohin ihr geht, falls ich nachkommen möchte. „

Sabrina stockte. „Ach ja, Mark. Ähhh, wir sind im … warte mal. Wir sind im Hitchcock's, in der Nähe vom Hyatt.

Aber wahrscheinlich ziehen wir bald weiter. Ich … ähhh … ich sag Nia bescheid. Bis bald, Mark. Mein Taxi kommt. „

Ich legte auf und schüttelte den Kopf. Statt mein Smartphone wegzulegen, klickte ich unwillkürlich auf die Whatsapp-Kontakten und wählte „the man“. Das war der lächerliche Name von Ulf. Ich klickte atemlos, in Angst und Vorfreude auf den Kontakt, und da poppten schon die ganzen Bilder auf, die Ulf von Nia aufgenommen hatte.

Es war krass. Nia sah heftig gestylt aus und lächelte verzückt und unterwürfig in die Kamera. Das war einfach nicht mehr sie. Die ersten Male hatte ich wieder und wieder versucht einen definitiven Hinweis darauf zu finden, dass sie es nicht war, sondern nur irgendeine seiner beliebig vielen Bimbofreundinnen. Aber sie war es. Wie konnte das sein? Kaum noch war etwas von ihrer Haut zu sehen. Über und über gepudert, gecremt, dass sie eine vollendete Puppenhaut hatte.

Heftiger Lippenstift, pinkfarben, mit einer noch dunkelroten Umrandung als Abstrich. Ihre Lippen glänzten vor lauter Lipgloss. Ihre Augenlider waren dunkelgrau geschminkt. Die ganze Augenpartie war matt hinterlegt, umhaucht von einem attraktiven geheimnisvollen, angedeuteten Silberflair. Auf einem anderen Photo lächelte sie mit Blick nach unten, ganz bescheiden, von der Seite aber sah man wunderschöne Ohrringe und die kräftig auf Volumen getrimmten Wimpern, die künstlich verlängert waren.

Diese Photos erregten mich enorm.

Ich konnte nicht anders, als mir sofort wieder einen herunterzuholen. Es war zu krass. Nia, meine Nia, total aufgestylt, als Trophy-Bimbo-Wife, das erregte mich bei aller Verwirrung zutiefst. Viele Photos von ihr, wie sie auf heftigen Stöckelschuhen die Straße entlang lief, mit viel zu kurzem Rock, mit wallender Mähne, Schmuck an Armen und Beinen. Sie lächelte. Sie zeigte Ausschnitt. Langsam näherte ich mich meinem Lieblingsbild. Ich wichste schneller, in vollem Bewusstsein, wie erbärmlich das war, aber ich konnte nicht anders.

Und da war es. Nia ganz in Pink gekleidet lächelte mädchenhaft. Sie stand in einem Schmuckladen. Überall hingen Reifen, Ketten, Ringe umher. Es sah luxurös aus. Ich hatte sie noch nie in einem solchen Laden gesehen, um sie herum nur aufgedonnerte Frauen in Miniröcken und Männer in dunklen Anzügen. Sie lächelte verzückt, und hielt etwas in den Händen mit pinkfarben lackierten Nägeln. Auf dem nächsten Photo sah ich, was sie in der Hand gehalten hatte, eine Kette mit dem Schriftzug „Barbie“, aus funkelnden Perlen und etwas Strass.

Ihre Hände waren frisch manikürt. Mit langen künstlichen Fingernägel, behutsam lag diese Kette in ihrer Hand. Ihr Augen glänzten.

Das nächste Bild zeigte sie in der Bar, mit ultrakurzem Rock, wallenden Haaren, sehr stark geschminkt. An ihrem Hals funkelte es. Ich konnte es nicht fassen. Ich musste es mir immer wieder ansehen, wie Nia in dieser Bar saß, und auf dem nächsten Photo ihr Goldkettchen präsentiert. ‚Barbie‘, unfassbar, ich kam immer wieder zu diesem Photo.

Sie saß in einer öffentlichen Bar voller alter Säcke und labelte sich selbst als ‚Barbie‘, nicht nur das. Sie wirkte glücklich, strahlend, exponiert und in sich ruhend vor Zufriedenheit. Es war verstörend. Nicht nur hatte ich Nia nicht gekannt, ich kannte auch mich selbst nicht.

Ich trank noch einen Whiskey, lehnte mich zurück. Es war erst sieben Uhr abends. Ich legte meine Beine hoch, schaltete den Fernseher an und driftete mit meinen Gedanken ein paar Monate zurück.

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-. –

Alles begann vor einem Jahr mit meinem neuen Job. Frisch promoviert in Technomathematik ging ich in die Finanzbranche. Ich spezialisierte mich auf algorithmische Erfassung potentiell ertragreicher Minitranskationsprotokolle. Ich war war gut, also bekam ich auch einen guten Job und zwar in einem multinationalen Unternehmen, das in dieser Stadt eine Filiale besaß. Und ja, Ulf Rogers war der Vorgesetzte, der Verantwortliche dieser Filiale und selbst ein hohes Tier inmitten dieser weltumspannenden Firmenhierarchie.

Ulf war als Sexist verschrien, und Nia als glühende Feministin der Alice Schwarzer Sorte. Sie hasste ihn von Anfang an und so kam es bei der ersten Firmenfeier zu einem kleinen Eklat. Nia bekam mit, dass Ulf keine Administratorinnen einstellen und von Mathematikerinnen gar nichts wissen wollte. Frauen, so seine These, interessierten ihn nur als Repräsentationsfiguren.

Nia protestierte lauthals. „Das ist doch Diskriminierung erster Güte!“

Ulf lächelte und trank genüsslich von seinem Whiskey.

Ganz offensichtlich fand er Gefallen an Nia, die trotz ihrer sehr konventionellen Kleidung und Sportschuhen aufregend gut aussah und sich vor ihm empörte. Gemächlich antwortete er. „Das höre ich immer wieder, meine Kleine. „

Nia schnaubte. „Aus gutem Grund! Und ich bin nicht deine ‚Kleine‘. „

Ulf legte den Kopf zur Seite. „Aber du bist doch kleiner. Schau her. “

Er stellte sich neben sie.

Sie war ein Kopf kleiner als er. Er lächelte sie von oben herab an. „Du solltest hohe Schuhe tragen. Das würde dir stehen. Mit hohen Schuhen wären wir fast auf Augenhöhe. Aber nur fast. Du bräuchtest schon sehr hohe Schuhe!“

Er zwinkerte sie an. Nia konnte nicht fassen, was sie hörte, schaute hoch zu ihm, runzelte die Stirn, schluckte und ging ein Schritt zurück. „So was Unverschämtes. Hohe Schuhe schränken unsere Bewegungsfähigkeit ein.

So etwas trage ich nicht. Keine Frau, die etwas auf sich hält, trägt so was. „

Ulf lächelte. „Hast du es denn schon mal versucht, Kleines? Es würde dir sehr stehen, und vielleicht sogar gefallen. Es gefällt vielen Frauen. Man sollte alles erst einmal probieren, bevor man es verurteilt. „

Nia schnaubte wieder. „Ich muss mir nicht einen Arm amputieren, um zu wissen, dass das Mist ist. Danke! Und was anderen gefällt, muss noch lange nicht mehr gefallen.

Und bitte nenn mich nicht ‚Kleines‘. „

Sie nahm erregt einen Schluck von ihrem Sekt. Ulf schnippte mit den Fingern und ein Kellner kam heran und gab Nia ein neues Glas. Er schaute herzlich. „Ich nenne dich solange ‚Kleines‘, wie du in diesen jämmerlichen Sportschuhen herumläufst. Schlimm, ich gebe dir sofort 1000 Euro, damit du dir anständige Louboutins kaufst. „

Sie starrte ihn an. „So was Unfassbares. Und sie lenken nur von dem eigentlichen Thema ab, nämlich dass Frauen genauso gut Mathematik können, wie Männer!“

Er schüttelte den Kopf.

„Langweilt euch die Leier nicht. “ Ulf seufzte. „Ich habe die Verantwortung für ein Multimillionen-Dollar Unternehmen und ihr kommt mir mit eurem politischen Kleinkram. Ich sage ja nicht, dass Frauen schlechter Mathematik können, ich sage bloß, dass mich das nicht interessiert. Meinetwegen können sie sogar besser Mathematik als Männer, darum geht es ja gar nicht. Vielleicht bist du besser als ich in Algebra, Kleines, und trotzdem verdiene ich hundertmal mehr als du. Ich würde dir gerne 10,000 Euro geben, damit du dich bei Gucci einkleiden lässt.

Kannst du dasselbe von dir behaupten? Trotz binomischer Formel?“

Nia prustete. „Politischer Kleinkram! Dass ich nicht lache, warum stellen Sie dann keine Frauen als Admins oder Algorithmistinnen ein, wenn sie besser in Mathematik sind?“

Ulfs Augen glühten. „Meine geehrte Dame, weil meine Kunden nichts von Mathematikerinnen wissen wollen. Sie wollen schöne, aufregende Frauen, die ihnen Kaffee servieren und schöne Augen machen. Sie wollen stöckelnde wunderbare Geschöpfe, die sie daran erinnern, warum sie sich eigentlich den ganzen Tag den Arsch aufreißen.

Ich leite ein Service-Unternehmen, Herzchen, keinen Ponyhof. „

Nia schnaubte, trank von ihrem Prosecco und starrte mich an. „Was sagst du dazu, Mark? Findest du das in Ordnung?“

Es traf mich wie ein Blitz, als sich die Blicke der Anwesenden auf mich richteten. Ich wollte in den Boden versinken und mit diesen ätzenden Diskussionen nichts zu tun haben. Warum hatte Nia nur diese Diskussion vom Zaun gebrochen. Egal wohin sie ging, sie begann über Feminismus zu diskutieren Sie wusste doch, dass die Menschen das Thema hassten.

Ich seufzte, schaute Nia, dann Ulf an und schüttelte mit dem Kopf. Es hätte alles so schön sein können, und nun das. Aber ich ergab mich meinem Schicksal, schaute noch einmal um mich, genoss die herrliche Luxusatmosphäre, das Gefühl, einen guten Job zu haben und sagte: „Ich gebe dir recht, Nia. Es ist nicht richtig. Frauen sind sehr gute Mathematikerinnen, das weiß ich aus erster Hand, und nicht nur Sexobjekte für reiche alte Säcke.

Nia küsste mich. „Danke, Mark. Das bedeutet mir viel. „

Ulf schaute mich belustigt an. Ich erwartete nun ein Grollen, eine abschätzige Geste, oder eine süfisante Kündigung, aber er hielt mir stattdessen sein Glas hin. „Mark, ein Mann steht zu seiner Frau. Du gefällst mir! Du wärst ein Idiot, einer solchen Frau nicht den Hof zu machen. Und ja, Frauen sind mehr als nur Sexobjekte, aber sie sind auch Sexobjekte, und was für welche.

Und manche Frauen sind sogar sehr gerne Sexobjekte. „

Er lachte. Nia ergriff meine Hand. „Er ist meiner Meinung, weil es die richtige Meinung ist, nicht weil ich gutaussehe. Ich bin eben kein Sexobjekt für ihn. „

Ulf zuckte mit den Achseln. „Wenn du das meinst, aber ich bin mir sicher, dass Mark keinen 300000 Euro Job für eine Frau riskieren würde, die nicht so traumhaft gut aussieht wie du.

Nia errötete zu meiner Überraschung. Er lachte. „Mark, keine Sorge, mir sind solche Gespräche total egal. Meinungen sind wie Arschlöcher, jeder hat eins. Aber deine Leistungen und Fähigkeiten sind über allem Zweifel erhaben, und deine Freundin auch. Mich interessieren Worte nicht halb so viel wie Schönheit, Fleiß und Pragmatismus, und davon habt ihr beide mehr als reichlich. Auch wenn ihr beide offensichtlich gerne gequirlte Scheiße redet!“

Nia schnaubte.

„Du stellst also wirklich keine weiblichen Fachkräfte ein? Und zwar kategorisch?“

Ulf nickte. „Nein, meine Kleine, ich stelle ganz sicher keine weiblichen Fachkräfte ein. Definitiv kategorisch. Es sei denn, ich habe irgendwann Großkunden, die der Meinung sind, Frauen seien bessere Investmentstrategen. Momentan aber mache ich Geschäfte mit Japanern, Saudis, und Chinesen. Ich mache mit Männern Geschäfte, die keine Zeit für politische Korrektheit haben, und sich dafür auch nicht interessieren. Also brauche ich sexy Sekretärinnen, heiße gutaussehende junge Frauen, die meine Kunden bezirzen, und kompetent arbeitende, vertrauenserweckende männliche Analysten, die harte und gute Zahlen versprechen.

Nia starrte ihn an und seufzte. „Das ist doch oberflächlich!“

Ulf grinste. „Liebe Nia. Alles ist oberflächlich. Von Tiefe und Erhabenheit reden nur inkompetente, häßliche Möchtegern-Typen, die nichts zu bieten haben, als tiefe Einsichten in das Weltuniversum. Wer gutaussieht, wer gut reden kann, wer fähig ist, der muss nicht von inneren Werten faseln. Du auch nicht, mein Liebes. Du hast viel mehr zu bieten als nur deine inneren Werte.

Nia schaute ihn gewitzt und schlagfertig an. „Und warum stehen wir hier herum und faseln noch darüber? Meine Meinung scheint dich wenigstens zu interessieren. „

Ulf trat auf Nia zu und schaute ihr tief in die Augen. „Nicht deine Meinung, Kleines, sondern weil du einfach hinreißend gut aussiehst und ich es genieße, in deiner Nähe zu sein, ob wir nun über den Welthunger diskutieren oder über meinen neuen Maserati.

Dein Aussehen gibt diesem Gespräch alle Tiefe der Welt, und mein Angebot steht noch. Ich bezahle dir deine ersten drei Paar Louboutins deiner Wahl. Der Preis ist egal. Ich will dich nur endlich auf mindestens zehn Zentimeter hohen Absätzen sehen, wie es sich für eine so atemberaubend schöne Frau wie dich gehört! Diese Beine schreien nach High Heels. Du verdienst ein Podest!“

Nia errötete nun massiv, schaute zur Seite. Ulf trat einen Schritt zurück und winkte einer großgewachsenen Frau mit langen platinblonden Haaren zu, die in einem knappen silbernen Minirock an der Bar auf absurden Stöckelschuhen stand und eine Zigarette rauchte.

Sie lächelte sofort Ulf zu und stöckelte zu uns. „Liebe Nia, das ist meine Freundin Jekaterin, aus Lettland. Jekaterin, das ist Nia und das ist Mark. „

Jekaterin lächelte uns mit perfekten Zähnen zu. „Freut mich sehr! Ihr seid Freunde von Ulf?“

Ulf lachte. „Nun, Mark ist einer meiner Angestellten, einer meiner liebsten. Und das ist seine Lebensgefährtin Nia. „

Jekaterin schaute mich fröhlich und Nia etwas irritiert an.

„Du siehst seltsam aus, Nia. Was ist mit Kleidung von dir. “ Jekaterin hielt sich die Hand vor dem Mund. „Diese Schuhe! Was passiert?!“ Ihre Augen weiteten sich. Sie atmete durch und schaute dann Nia ganz herzlich an. „Tut mir leid, aber du sehen nur ganz anders aus. Sehr ungewohnt für mich. „

Nia schaute sich Jekaterin mit großen Augen an. Alles an dieser Russin war beeindruckend, die äußerst glatte Haut, die künstlich verlängerten Fingernägel und Wimpern, das sexy Make-Up, und die erregend großen Brüste trotz der sehr schlanken Taille.

Es waren offensichtlich Implantate. Nia zuckte mit den Schultern. „Und du siehst aus wie eine Barbie-Puppe. „

Jekaterin lächelte entzückt. „Danke, Liebes. Das ist aber nett. „

Nia verzog den Mund unsicher. „Es war nicht unbedingt als Kompliment gemeint, aber bitte schön. Du wirst schon deine Gründe haben, so herumzulaufen. Mit deinem Look machst du es mir nicht gerade einfacher, ernstgenommen zu werden. „

Jekaterin giggelte und strahlte Ulf an.

„Ich fühlen mich aber ernstgenommen, Nia. Ich lieben es, wie Ulf mir anschaut, wie ich den Blicken auf mich ziehe. Es macht mich fröhlich. Nimmst du mir nicht ernst, Ulf?“

Ulf stellte sich zu ihr. „Ich nehme dich sehr ernst. “ Und da küsste er sie.

Nia schnaubte und sah Ulf an. „So stellst du dir also eine Frau vor? Und das ist im übrigen kein Ernstnehmen! Gibt er dir Aufgaben? Vertraut er dir, zieht er deine Meinung in Betracht, hört er auf deine Ratschläge?“

Jekaterin lächelte nur.

„Ulf, was sie sagt sie da?“

Ulf winkte ab. „Ach, liebe Nia, hör doch auf. Wir trinken hier Champagner und haben eine fröhliche Zeit. Was redest du da von Arbeit. Schaue dir Jekaterin an. Sieht sie nicht wunderbar aus? Sag schon, Mark!“

Ich konnte mein Glück an diesem Abend nicht fassen. Wieso liebten es die beiden, mich von einer Bredouille in die nächste zu bringen. Nia schaute mich neugierig an.

Aber dass mir Jekaterin gefiel, war wohl zu offensichtlich. Alles an ihr war sexy, ihre Schlankheit, ihre tollen weiblichen Kurven, ihr Make-Up, diese atemberaubenden High Heels, diese langen schlanken nackten Beine und aufsehenerregenden langen rotlackierten Fingernägel. Nicht zu sprechen von ihrer wallenden langen platinblonden Mähne, die hell leuchteten. Ich hob also mein Glas. „Auf die Vielfalt weiblicher Schönheit. „

Ulf lachte, Nia kräuselte ihre Lippen, Jekaterin lächelte und wir stießen an.

Ulf zwinkerte mir zu. „Nice safe, Mark. Really nice safe. “ Dann drehte er sich zu Nia. „Sei jetzt ehrlich, liebe Nia. Jekaterin sieht doch fabelhaft aus. „

Nia errötete und Jekaterin stellte sich zu ihr und nahm sie bei der Hand, lächelte Nia herzlich an. Nia schluckte. „Ja, sie ist makellos, und entspricht perfekt dem patriarchalen Schönheitsideal. Wolltet ihr das hören?“

Jekaterin giggelte. „Wie nett von dir, liebes Nia.

Ulf greinte. „Nia, so ein Unsinn. Das Patriarchat sieht die Kontrolle der Frau vor, hat aber kein Schönheitsideal. Das müsstest du besser als ich wissen. Ich unterdrücke keine Frauen. Das habe ich nämlich gar nicht nötig. Jekaterin muss nicht zu Hause bleiben, Kind, Küche, Kirche, das kommt gar nicht in Frage. Du verwechselst ja alles. Jekaterin ist frei und darf tun und lassen, was sie will. „

Nia schaute verdattert.

„Nun gut, ja, sie sieht halt aus wie ein erotischer Männertraum. Zufrieden. „

Ulf lachte und küsste Jekaterin auf die Wange. Jekaterins Augen leuchteten. „Danke, Nia. Ich bin das gerne, so ein Männertraum. “ Sie schaute Ulf an. „Jetzt ich wissen, warum du dieses Person magst. Sie hat Feuer!“

Nia protestierte. „Wieso redet ihr, als wäre ich nicht da. „

Ulf lachte. „Weil du noch nicht ganz da bist.

“ Er schaute zu Jekaterin. „Hast du nicht Lust mit der Kleinen Louboutins kaufen zu gehen. Ich zahle natürlich. Ich ertrage sie in diesen Schuhen nicht mehr. „

Jekaterin giggelte. „Gerne, Ulf. Ich würden gerne mit Nia shoppen gehen. Meine sind auch schon über Monat alt. „

Nia schnaubte. „Ich gehe nirgendwohin mit! Egal wie alt meine Schuhe sind. „

Ulf nickte. „Na gut, rufe mich an, wenn du es dir anders überlegst.

“ Und dann beugte er sich zu Nia und flüsterte ihr etwas ins Ohr, dass ich beinahe nicht gehört hätte. „Wie sieht eigentlich dein erotischer Frauentraum aus, Nia? Hundert Paare Louboutins? Einen ganzen Schrank voll? Du weißt doch genau, welche Schuhe ich meine, meine Kleine! Ich kaufe sie dir. Versprochen. Jeden Tag ein neues Paar! Mit so hohen Absätzen wie du willst!“

Nia errötete bis über beide Ohren, ging zur Seite und winkte ab.

„So eine Unverschämtheit. “

Jekaterin und Ulf gingen heiter, und wir gingen bald darauf nach Hause, ohne über den Zwischenfall zu reden. Kaum waren wir zuhause, fiel Nia vor Erschöpfung ins Bett. Sie hatte einen langen Tag im Büro gehabt, und die Party hatte ihr noch den letzten Rest Kraft genommen. Sie ging müde ins Bett und ich trank noch einen Absacker im Wohnzimmer. Der heiße Whiskey rann mir den Hals herunter.

Was für ein Abend! Ich blieb im Dunklen sitzen, hörte Musik und erholte mich. Kein Licht. Keine Worte. Nichts.

Als ich irgendwann müde wurde, ging ich ins Schlafzimmer. Ich war nun tatsächlich betrunken, und schwankte ins Bett. Ich blieb auf dem Rücken liegen und hörte plötzlich ein leises Stöhnen. Es war Nia! Nia stöhnte im Schlafen. Sie hechelte sogar. Ich lehnte mich zu ihr. Sie hatte einen erotischen Traum. Es war offenkundig.

Sie rieb die Decke zwischen ihren Beinen. Je länger ich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnte, desto klarer sah ich es. Sie masturbierte im Schlaf. Sie hechelte, stöhnte, schluckte. Sie murmelte etwas Unverständliches, etwas wie ‚Bitte‘ und ‚ja‘. Sie wälzte sich im Schlaf. Diese warme, sonore Ton ihres stöhnenden Atems war erregend und so begann ich es mir auch zu besorgen. Sie murmelte ins Kissen, hob ihr Gesäß, rieb die Decke, murmelte, stöhnte. Ich näherte mich.

Ich wollte wissen, was sie murmelte, und plötzlich hörte ich es ‚Louboutin‘, ja, ich hörte noch mal hin, ‚Louboutin‘. Sie wiederholte dieses Wort wieder und wieder und kam. Sie brummte laut und fiel ins Kissen, im Schlaf, im Traum, abwesend und besänftigt. Sie wachte nicht auf und ich kam ins Laken und schlief auch ein, verwirrt, aber zu betrunken, um mir noch weiter Gedanken zu machen.

-. –

Wenige Tage nach dem Ereignis auf der Firmenfeier kam Ulf in mein Büro.

Ich war gerade dabei, ein paar C#-Bibliotheken zu aktualisieren und schreckte auf, als er mich ansprach.

„Nette Freundin hast du da! Nia ist ein richtiger Hingucker, muss ich schon sagen. Ich bin beeindruckt. So was Edles zieht nicht jeder ans Land. „

Ich schaute ihn verworren an. „Ulf! Was?“ Ich pausierte den Aktualisierungsprozess auf dem Server und schaute Ulf wieder an. „Tut mir leid, wegen dieser blöden Diskussion.

Nia ist eine etwas übereifrige Feministin musst du wissen. „

Ulf grinste und setzte sich auf die Schreibtischkante. „Als hätte ich mir das nicht selbst zusammenreimen können. Warum ist sie eigentlich Feministin? Das hat eine Frau wie sie doch gar nicht nötig!“

Ich schaute ihn irritiert an. „Nicht nötig. Ich verstehe nicht. Was ist denn das für ein Spruch!“

Ulf spielte mit einem Kugelschreiber. „Feministinnen plärren doch nur.

Wie Hunde, die bellen, aber nicht beißen. Wahre Feministinnen studieren Informatik oder Maschinenbau und gründen ihren eigenen Konzern und ziehen mich im Golf ab, wie Condolezza Rice. “ Ulf lachte laut los.

Ich überlegte, was wohl Nia darauf erwidern würde, aber dann zuckte ich mit den Achseln. „Höre mal, Ulf. Ich weiß nicht, was da zwischen euch los ist, aber ich bitte dich, damit aufzuhören. Ich mache hier gerne meine Arbeit.

Die Bezahlung ist gut, aber dieses Gespräch nervt nur. Mich nervt alles Politische. Wirklich. Mich nervt auch Nias permanentes Diskutieren mit allen über diese Gender-Fragen. Also noch mal, es tut mir leid, aber es kommt wahrscheinlich wieder vor, wenn du sie das nächste Mal triffst. „

Ulf grinste. „Davon gehe ich aus. Nia wirkt sehr renitent. Hast du dir nie die Frage gestellt, warum sie so schlecht gelaunt ist? Ich meine, schaue dir Nia an.

Sie ist gutaussehend, intelligent, weiß sich zu präsentieren. Sie ist phantastisch. Wirklich! Ich bin mir sicher, sie wird eine großartige Karriere als Anwältin haben. Wieso beklagt sie sich also? Wieso zieht sie diese dunkle Wolke mit sich? Wieso fängt sie auf einer herrlichen Party mit Lachs und Kaviar, Champagner und Whiskey, Cocktails und guter Soul-Musik eine solche widerborstige Diskussion an?“

Ich schaute ihn verdattert an. „Müssen wir darüber reden. Ich habe hier wirklich zu tun, und das Gespräch ist mir sehr unangenehm.

Ulf schaute mich ernst an. „Mark, ich bin zufrieden mit dir. Du bist schneller als meine meisten Mitarbeiter, also nimm dir kurz die Zeit und höre auf deinen Vorgesetzten. Ich bin nicht nur dein Chef, ich bin auch dein Kumpel, vielleicht werden wir auch irgendwann Freunde. Wer weiß. Ich setze jedenfalls große Hoffnung in dich. „

Er schaute mich durchdringend an. Ich atmete durch. „Nun gut. Ich denke, Nia diskutiert aus Solidarität, um den weniger Glücklichen zu helfen.

Sie ist ein sehr sozialer, sehr solidarischer Mensch. Wenn du es so ausdrücken willst, sie hat vielleicht ein kleines Helfersyndrom. „

Ulf nickte. „Genau! Aber gibt es irgendwelche Anzeichen, dass die, wie sagst du es so schön, ‚weniger Glücklichen‘ sich helfen lassen wollen? Also ich sehe keine. Vor meiner Firma demonstrieren keine Frauen, die gerne als Admins eingestellt werden wollen, und meine Sekretärinnen werden fürstlich belohnt, und soweit ich sehe, sind sie auch sehr zufrieden, wenn ich ihre Schönheitsoperationen finanziere.

Nein, Mark, ich weiß, dass Nia das denkt, aber ich sage dir was, Nia ist schlecht gelaunt, weil sie nicht das Leben lebt, das sie eigentlich leben will. Und hier komme ich ins Spiel. „

„Du?“

Ulf lächelte. „Ja, ich. Ich bin gut darin, und es ist mein Hobby. Lass mich ein paar Mal mit mir ausgehen, und du wirst sehen. „

Ich staunte ihn verdattert an.

„Sie will aber nicht mit dir ausgehen. „

Er grinste wieder. „Lass das meine Sorge sein. Ich will nur ‚fair and square‘ mit dir sein. Ich hoffe auf ein langes und gutes Arbeitsverhältnis mit dir. Ohne deine Erlaubnis geschieht nichts. Ich verspreche es. Aber alleine Nia zu sehen, lässt meine Finger kribbeln. Mark, sie ist wie eine Raupe, die in einen Schmetterling verwandelt werden will. „

Ich rief verärgert aus.

„Sie ist keine Raupe. Was soll das!“

Ulf grinste. „Doch, das ist sie, eine sehr gut aussehende Raupe, aber eine Raupe. Sie läuft in Sneakers und abgetragenen Sweatshirts herum. Sie schminkt sich nicht und sie versucht alle in intellektuelle und dazu noch sinnlose politische Debatten zu involvieren. Warte nur ab, wenn ich mit ihr fertig bin. Sie wird mein Meisterwerk. Ich spüre es. Sie wird die ultimative Bimbobarbie, das sogar Jekaterin vor Neid erbleichen wird.

Du wirst dein blaues Wunder erleben. Und es wird nicht zu deinem Nachteil gereichen. Aber wie gesagt, überlege es dir! Ohne dein OK geht nichts. „

Ich starrte ihn an. „Du willst ein Verhältnis mit Nia beginnen, und was ist mit Jekaterin? Und was redest du da überhaupt für einen Quatsch von Bimbobarbie?“

Ulf lächelte. „Jekaterin weiß um mein Hobby, und sie hat im übrigen ihre eigenen. “ Er lachte heftig und schüttelte den Kopf.

„Nein, im Ernst, sie hat nichts dagegen, selbst wenn ich ein Verhältnis wollte, ich will aber keines. “ Er pausierte, schaute mich an. „Aber bei Nia mache ich vielleicht eine Ausnahme. Sie ist ein Prachtexemplar!“

Mit diesen Worten verließ er mein Büro und ließ mich verwirrt zurück. Der weitere Tag verlief ereignislos. Die nervige Aktualisierungsprozedur lenkte mich ab, weil irgendwelche secure copy Befehle von Oracle nicht funktionierten. Irgendwann klappte es, irgendwann ging ich dann nach Hause.

-. –

Kaum war ich zuhause angekommen, berichtete ich Nia von meinem Gespräch mit Ulf. Nia sah bezaubernd in ihrem Norwegerpulli aus. Sie hatte sich die Haare hochgesteckt und saß im Schneidersitz auf dem Sofa mit einer Tasse Tee in der Hand. Sie hatte die Haare zu einem Zopf zusammengebunden und sich einen wunderschönen Dutt gedreht. „So ein Schwein. Das ist Nötigung, würde ich sagen. In den USA könntest du ihn jetzt kräftig verklagen.

Ich nickte. „Er will mit dir ausgehen. Ich habe ihm gesagt, dass du im Traum nicht daran denken würdest. „

Nia lachte auf. „Und wie du da recht hast. So einen alten schmierigen Sexistensack. Meine Güte, wie alt ist er, doppelt so alt wie ich! So ein Kapitalistenschwein. Es ist verrückt, was bildet der sich ein. Nur weil er mir Louboutins in Massen kaufen kann?“

Ich überlegte kurz und wischte den Gedanken an ihren Traum weg.

Die Louboutins hatten es ihr definitiv angetan. „Weiß auch nicht, und ja, ich glaube er ist Mitte fünfzig. Es ist absurd. Ich weiß. Ich wollte es dir nur erzählen. Er hat einen Narren an dir gefressen. „

Sie prustete los. „Krass. Selbst wenn ich solo wäre, würde ich mich niemals mit einem so alten Sack verabreden. Was denkt der bloß! So ein konservativer Idiot mit seinen Alpha-Allüren. Ich bekomme einen Brechreiz.

Dass diese Typen immer größenwahnsinnig werden, nur weil irgendwelche osteuropäischen Tussen mit ihnen ausgehen, um sich Schuhe kaufen zu lassen. “ Sie schnaubte. „Diese dusseligen Hühner sind eine Schande. Der könnte ihr Vater sein. Eklig so was. „

Ich war beruhigt und streichelte ihr über den Arm. Wir küssten uns. Sie duftete perfekt. Sie war perfekt. Ich liebte sie.

„Keine Sorge, Nia. Ich kann da jederzeit aufhören zu arbeiten.

Und außerdem, er war trotz allem sehr zivilisiert. „

Nia lachte. „In seinem Alter hat er auch kaum etwas anderes als seine graumelierte, verwichste Patriarchal-Zivilisation. „

Ich war erleichtert und fügte lachend hinzu. „Also lässt du dich nicht von ihm in eine dusselige Bimbobarbie verwandeln?“

Sie staunte mich an. „Bimbobarbie? Was redest du da? So ein Quatsch. Natürlich nicht. Der spinnt wohl. „

Ich lachte.

„Ja, er denkt, du bist die geborene Bimbobarbie und willst es nur nicht zugeben. Ich habe ihn verspottet, aber er hat nur gelächelt und meinte, du wirst sein Meisterwerk werden. „

Sie nahm einen Schluck von ihrem Tee. „Sein Meisterwerk? Ist der krank?“

Ich nickte. „Wahrscheinlich gehen mit ihm einfach alle Pferde durch, so reich wie er ist, und so sehr, wie er gewöhnt ist, dass ihm alle in den Arsch kriechen.

Sie schaute nachdenklich. „Was meint er eigentlich mit ‚Bimbobarbie‘?“

Ich runzelte die Stirn. „Weiß ich nicht genau, wahrscheinlich ein giggelndes, total aufgedonnertes, mit Silikonbrüsten versehenes, hirnloses und weißblondes Girlie mit ultralangen Fingernägeln, das nur auf High Heels schwankt, nur auf Parties geht, und sich nur um ihr Aussehen kümmert. Jedenfalls krasser als Jekaterin, denke ich. Du sollst ja sein Meisterwerk werden. „

Sie schaute mich irritiert an.

„Krasser als Jekaterin? Wie soll das denn gehen? Sie ist doch schon die perfekte Männerphantasie! Künstlicher geht es doch gar nicht!“

Ich zuckte mit den Achseln. „Weiß ich doch nicht. Er meint nur, Jekaterin wird vor Neid erbleichen, wenn er mit dir fertig ist. Er hat etwas von der ‚ultimativen Bimbobarbie‘ geredet. „

Sie schaute mich mit großen Augen an. „Er will Jekaterin vor Neid erblassen lassen? Mit mir?!“

„Das hat er jedenfalls gesagt.

Nia schaute zur Seite. „Ich kann mir gar nicht vorstellen …“

Ich winkte ab. „Ist doch egal, Nia. Er will wahrscheinlich noch größere Silikonbrüste, noch aufgeblasenere Lippen, noch platinblondere Haare und höhere Absätze. Ich glaube, die Idee ist recht simpel bei einem Mann wie Ulf. Vielleicht will er dir auch Diamanten in die Augenbrauen setzen lassen. Was weiß ich!“

Nia schluckte. „Noch größere Brüste? Jekaterins sind doch schon riesig, viel zu groß für ihre schlanke Figur.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich mit solchen Brüsten aussehe. Das ist doch total unproportioniert!“

Nia irritierte mich etwas. Ich winkte ab. „Das Unproportionierte gehört doch dazu, Nia. Er will die absurdesten Maße realisieren. Er holt sich bei dem Gedanken wahrscheinlich einen runter, wenn er sich vorstellt, wie du mit 1500ccm Brustimplantaten auf 14cm Heels herumstöckelst und die Balance zu halten versuchst, während du aus deinen aufgespritzten Lippen kaum ein gerades Wort herausbekommst.

Nia schaute nachdenklich. „Wir leben in einer seltsamen Welt, Mark. Dass es solche Männer wie Ulf gibt? Findest du solche Brüste gut?“

Ich schluckte. Auf diese Frage war ich nicht vorbereitet gewesen. Sie schaute mich neugierig an. „Sag schon, Mark, stelle dir vor, ich würde mich entschließen, mir gigantische Brüste machen zu lassen. Was würdest du sagen?“

Mir wurde die Situation langsam unangenehm. Ich schaute zur Seite.

Sofort hörte ich Nia schnaufen. „Ich fasse es nicht. Du fändest das geil. Die wären doch viel zu groß, Mark. Damit kannst du dich doch nicht in einer Anwaltskanzlei sehen lassen. Das wäre total unprofessionell. Die würden mich feuern. Das Studium, alles umsonst, nur um ein Tittenfreak zu sein. “

Ich schaute zu ihr. Sie sah mich zornig und verblüfft an und malte riesige Brüste vor sich in die Luft.

„So in etwa, oder? So gigantische dicke Kunstdinger, damit man auch an nichts mehr denkt, wenn man mich sieht, nur noch Titten denkt, geile Titten, was für eine geile Tittenmaus. Ich bin dann nur noch die mit den Titten, willst du das, Mark?! Die Plastiktitten-Anwältin, die vor lauter Plastiktitten nicht mehr schreiben, noch ihre Füße sehen kann. Unfassbar!! Willst du etwa ein Silikontittenleben für mich. „

Ich schüttelte den Kopf. „Meine Güte, Nia, das habe ich doch gar nicht gemeint.

Brüste sind ein heikles Thema. Wir mögen sie nun mal groß. „

Sie schluckte. „Groß, aha. Wie groß denn?“

Ich winkte ab. „Komm schon. Lassen wir das!“

Sie schüttelte mit dem Kopf. „Nein, ich möchte das jetzt wissen. Vielleicht willst du ja in Wirklichkeit, dass mich Ulf umtransformiert. Das wäre schon eine wichtige Information für mich, findest du nicht? Das sollte ich schon wissen.

Vielleicht willst du ja lieber mit einer dummen Bimbobarbie und Fickpuppe zusammensein, die vor lauter Tittenmasse kaum gerade stehen kann. Das wäre mir neu, aber man lernt ja nie aus. Findest du mich etwa zu intelligent, zu nervig? Zu natürlich, willst du mehr Silikon an mir dran haben? Willst du, dass ich so aussehe wie Jekaterin. Die fandest du ja offenkundig heiß!“

Ich wurde zornig. „Nia, hör‘ auf. Ich war das nicht.

Ich habe damit auch nichts zu tun. Das ist dieser beknackte Ulf, der uns Flöhe ins Ohr setzt. Also lass gut sein. Ich liebe dich exakt so, wie du bist. Du bist toll! Du kannst gar nicht toller sein. „

Sie schaute mich zurückhaltend und abwartend an. Nach ein paar Sekunden hatte ich offenkundig den Test bestanden. „Ok, Mark. Tut mir leid. Es ist nur so eine Unverschämtheit. “ Sie trank ihren Tee aus und schaute mich plötzlich amüsiert an.

„Verrückte Sache. “ Sie streichelte mir über den Arm und lehnte sich zu mir. „Würdest du mich denn wirklich nicht mehr lieben, wenn ich mit Silikonbrüsten durch die Gegend stöckle und giggele wie eine dumme Pute. “

„Nia!“

Sie lachte. „War nur ein Witz, Mark. Wie du geguckt hast, zum Schreien. “

Wir lachten beide und entspannten uns wieder. Es war ein schöner Abend und am Ende hatten wir sogar wieder Sex miteinander.

Unsere Jobs fraßen viel Zeit und wir waren ja schon seit Ewigkeiten zusammen, so dass es nicht so häufig mehr zum Sex kam. An jenem Abend aber hatten wir anscheinend lange genug über Erotik, Brüste und Schönheit geredet, dass wir in Stimmung waren, und zwar beide.

Nia war mehr als bereit, hauchte und küsste mich immer intensiver. Es war verblüffend, wie gut sie darin war, wenn sie wollte, und ich ließ mich in die Stimmung gleiten, ließ mich streicheln und küssen, bis ich nicht mehr an mich halten konnte, und sie einfach hochhob.

Sie lächelte. „Ach, Mark. „

Ich küsste sie wild, in meinem Armen halten, die ganze Nia, nur für mich, für mich alleine. Ich war stolz und trug sie ins Schlafzimmer. „Du gehörst alleine mir, Nia. Allein mir!“

Sie küsste mich wild zurück. Ich legte sie vorsichtig aufs Bett, entkleidete sie und schaute sie verliebt an. „Du bist einfach perfekt. „

Ihre Augen funkelten. Sie spreizte erregt ihre schlanken schönen Beine.

Ich drückte sie an den Knien weiter auseinander und drang entschlossen in sie. Sie stöhnte sofort auf. Ich war überrascht von ihrer Erregtheit. Sie jauchzte, als ich bis zum Heft in sie stieß, ihn schnell und hart bewegte, mich in sie rammte. Es war eine neue Nia, die mehr wollte, nach mehr verlangte, mich ergriff, mich biss. Es war toll, neu, überraschend. Ich konnte mir nicht erklären, wieso weshalb, aber sie küsste mich so leidenschaftlich wie noch nie.

Sie zog mich an sich, sie kratzte, wühlte, stöhnte laut und lauter und trieb mich an.

Wir trieben es wild und wilder. Ihre Schreie, ihr lustverzerrtes Gesicht waren der Himmel. Ich ergriff ihre Brüste, drehte sie um, nahm sie von hinten. Zitternd, geil, lusterfüllt reckte sie ihr Gesäß in die Luft. Sie hatte es nie von hinten gemocht, aber an jenem Abend war sie mehr als willig. Ich hielt ihre Hüfte.

Ich stieß. Sie stöhnte so laut, dass es der ganze Hof hören konnte. Aber er sollte es hören. Er sollte hören, wie meine Nia sich dem Mega-Orgasmus näherte, wie er sich in Wellen ankündigte.

Ich trieb es hart, rieb mich, presste mich an sie, spürte ihren heftigen, wilden Atmen und massierte sie, drückte ihre Brüste von hinten, und da schrie sie. Sie schrie absurd laut und machte mich stolz. Ich allein, ich brachte sie zum Schreien.

Sie heulte fast vor Glück. Sie tränte. Ich drehte sie um, küsste sie. Ich umklammerte sie heiß, und sie kam erneut, unersättlich, geil und willig, bebte, Wellen sich überschlagender Lust katapultierten sie in den siebten Himmel. Sie zitterte vor Erregung und ich stieß zu und kam auch. Es war phantastisch. Wir fielen Seite an Seite ins Bett und küssten uns. Sie schaute mich mit Sternchenaugen an, und ich fragte mich, warum wir nicht viel häufiger miteinander schliefen.

-. –

Im Nachhinein hätte ich es damals also schon erkennen können, dass Ulf nicht ganz fehllag. Wieso sonst wäre Nia nach diesem Gespräch so erregt gewesen sein sollen. Aber damals war ich zu naiv. Es war zu abwegig. Ich ließ mich fallen, genoss es, Nia zu spüren, zu schmecken, ohne ein Gedanken an die Zukunft, an Ulf zu verschwenden, auf die Schemen zu achten, die sich unter der Oberfläche zu formen begonnen hatten.

-. –

-. –

Aus meinen Gedanken wurde ich durch das Smartphone gerissen. Es brummte. Es lag neben mir, neben dem Glas, neben Nias Haarspange, die sie nicht mitgenommen hatte, weil sie es nun im Gegensatz zu früher vorzug, die Haare offenzutragen. Ich hatte eine neue Nachricht bekommen. Sie war sicherlich von Ulf, von dem Ulf, den sie noch vor Monaten verabscheut hatte. Ich erinnerte mich noch genau, wie sie sich noch Tage nach diesem Gespräch über ihn lustig gemacht hätte.

Sie hatte ihn immer „Bimbo-Ulf“ genannt. Aber das war nun schon einige Monate her und seitdem hatte sich offenkundig viel getan. Ich aktivierte mein Smartphone und klickte auf die Nachricht. Selbstredend von ‚the man‘: „Hi Mark, Nia riecht nach Sperma. Nicht schlecht. Ich werde mich revanchieren, du Mistkerl :-D. „

Ich schüttelte den Kopf. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Es war einfach zu seltsam. Ich legte die Beine hoch und überlegte, was ich tun sollte, in welche Lage ich geraten war.

Da brummte das Telephon wieder. „Damit du einen Eindruck von deiner wirklichen Freundin hast. The man. „

Einige Sekunden später kam ein Photo. Ich sah Nia mit Jekaterin Händchen haltend an der Bar an einem Cocktail nuckelnd. Nia und Jekaterin waren aufreizend gekleidet. Aufreizend war eigentlich das falsche Wort. Zwar hatte Nia unsere Wohnung als elegante, verheißungsvolle Frau verlassen, mit dezentem Make-Up, mit einem feinen Abendkleid und geschmackvollen Schuhen, aber das hieß nicht viel.

Denn so, wie noch vor zwei Stunden aus der Wohnung gegangen war, sah sie nicht mehr aus. Ganz und gar nicht.

Ulf hatte sie wohl in einen Beauty-Salon geschleppt, oder sie erst einmal von Jekaterin stylen lassen. Es war krass und verschlug mir den Atem. Sie trug einen extremen kurzen weißen Minirock aus Leder, mit Nieten an den Seiten. Die Nylonstrümpfe hatte sie noch an, aber an ihren Füßen befanden sich absurde weiße Plateauheels mit roter Sohle statt der dezenten Schuhe, die sie noch vorhin getragen hatte.

Sie hatte ein bauchfreies weißes Topp an, das ihre Brüste unterstrich, und auf dem ‚Party‘ stand. Ihre Haare waren voluminös aufgesprayt und große Kreolen hingen von ihren Ohren. Neben ihr saß Jekaterin, die den Bimbolook mit ihren großen Brüsten vervollständigte. Sie trug Fishnet-Strümpfe, schwarze High Heels, auch mit roten Sohlen, und hatte extrem lange rote Fingernägel. Sie sahen beide eher wie Prostituierte aus.

Da ploppte das nächste Photo auf, und zwar von Nias Gesicht.

Es war nicht mehr Nias Gesicht. Sie war kaum noch zu erkennen. Sie hatte einen Glimmerlook, ihre Lippen glänzten wie irre, ihre Augen waren voller Mascara und ihre Brauen kaum noch zu sehen, so gezupft waren sie. Sie hatte das reinste Puppengesicht. Ich wurde sofort hart. Ich schluckte. Es sah einfach so geil, so verdorben, so absurd künstlich aus. Wie konnte man sich das erklären?

Auf dem nächsten Bild lachte Nia ausgelassen.

Sie hielt Händchen mit Jekaterin, während sie beide auf der Tanzfläche tanzten, oder wahrscheinlich zu tanzen versuchten, denn die Höhe der Absätze war absurd. Eine Gruppe Männer standen um sie herum und begafften die beiden. Sie lachten beide und sahen großartig aus, verlockend, mit Glitzerschmuck behängt im Discokugellicht. Nia war fröhlich, so fröhlich, wie ich sie selten erlebt hatte. Ausgelassen zeigte sie viel Ausschnitt und genoss die Aufmerksamkeit der Typen um sie herum.

Plötzlich rief mein Telefon an.

Ich ging ran. Lautes Rauschen erklang. Ein dumpfer Discobeat. Dann hörte ich Ulf. „Mark?“

Ich seufzte. „Ja, Ulf, warum rufst du an. Das ist mir alles zu viel. „

Ulf lachte. Er war ganz offensichtlich betrunken. „Mark, du musst das mitbekommen. Nia ist total auf Bimbo heute abend. Sie macht unfassbar schnelle Fortschritte. „

Ich überlegte. So schnell waren die Fortschritte nun auch nicht. Seit Monaten arbeitete Ulf im Hintergrund an ihrer Transformation.

Aber nun gut. Ich seufzte. „Bitte, Ulf. Lass mich einfach in Ruhe. Sie ist in einer seltsamen Phase, ok, ich habe es akzeptiert. „

Ulf lachte laut. „Eine Phase!! Ich lach mich schlapp. “ Er lachte tatsächlich laut los. Dann räusperte er sich. „Egal, höre zu. Ich hole sie mal ran und lasse das Telefon laufen, und zwar in meiner Brusttasche. Du musst das mitbekommen! Ich habe was vor. „

Es knisterte.

Ich überlegte kurz, das Gespräch zu beenden, aber ich war einfach zu neugierig, auch zu betrunken, zu interessiert. Ich hörte Ulfs Stimme. „Nia, komm mal zu mir, setzt dich auf meinen Schoß, Kleines!“

Ich hörte es wieder Rascheln und Kratzen. „Und? Wie fühlst du dich? Ist das nicht besser als deine Bücher und Teesorten?“

Nias Stimme erklang. „Wieso fragst du so komisch? Du siehst doch, dass ich mich prächtig amüsiere.

Ich würde gerne weitertanzen, Ulf. Jetzt hat Kati die ganze Aufmerksamkeit. „

Das war Nia, wie ich sie kannte. Ich hörte Gelächter. „Lass doch Jekaterin den Spaß, und sei brav und gib mir einen Kuss!“

„Ok. “ Ich hörte es wieder rascheln. „Jetzt lass mich aber wieder tanzen. Ich will Party machen, Ulf. Richtig Party!“

Ulf seufzte. „Du willst einfach nur diese Typen da heiß machen.

Nia giggelte. „Vielleicht. Ist das so schlimm?“

„Nein, Kleines, aber ich sage dir, wie du sie noch viel heißer machen kannst. „

Ich sah vor dem inneren Auge, wie sie Ulf ergeben anschaute. Ulf räusperte sich. „Gib mir noch ein Kuss und kuschle dich an mich heran!“

Nia seufzte. „Ok. “ Es raschelte.

„Jetzt küss mir den Hals und presse dich an mich.

Ganz eng. „

Nia atmete etwas schwerer, wahrscheinlich nicht nur aus Anstrengung. „So?“

„Ja, Nia, so ist es brav. Bist du ein braves Mädchen, Nia?“

Nia stöhnte leise. „Ich war schon immer ein sehr braves Mädchen, Ulf! Was soll ich jetzt tun?“

Ulfs Atem wurde auch schwerer. „Ich möchte jetzt, dass du allen zeigst, wie gern du mich hast. Ich möchte, dass alle sehen, wie reich und mächtig ich bin, dass ich eine solch junge Freundin habe, die sich an mich schmiegt.

Nia giggelte. „So?“

„Ja, Nia. So ist es gut. Bemühe dich noch ein bisschen mehr um mich. Streichle mein Kinn und lächle!“

Nia giggelte weiter. „Du hast ein schönes Kinn, Ulf. So männlich. Du bist sehr gut in Form. „

„Ich weiß, Nia, und nun lege deinen Kopf auf meine Brust und schaue ganz selig und verträumt. „

Es raschelte wieder.

Ich hörte nach ein paar Sekunden Nia seufzten. „Scheiße, Ulf, du hast recht. Wie du uns anstarren! Alle starren uns an. „

„Streichle mir über die Brust, Nia. Sei ein braves Mädchen! Alle sollen sehen, was für ein gehorsames und williges Kätzchen du bist. „

Es knisterte. Nias Stimme zitterte. „Ulf, es macht mich heiß, wie die uns anstarren. „

Ulf flüsterte. „Starre nicht zurück, Nia.

Öffne etwas den Mund, zeige deine Erregtheit. Dann fangen sie gleich an, Photos zu machen. „

Nia bebte. „Einer filmt schon, Scheiße Ulf. Warum macht mich das nur so geil?“

„Weil du eine Aufmerksamkeitsnutte bist, kleine Nia! Deshalb. Und jetzt zeige mir Ausschnitt und lass nebenbei deinen Rock etwas höher gleiten. Die wollen deinen Slip sehen, aber lass mich nicht aus den Augen. Deine Aufmerksamkeit muss ganz auf mich gerichtet sein.

Das ist wichtig. „

Nia giggelte. „Geil. Wieviele Telefone sind schon auf mich gerichtet?“

„Warte, ich sehe acht, nein zehn. „

Nia stöhnte nun sehr laut. „Scheiße ist das geil. Filmen die alle?“

„Ja, Kleines. Die roten Lampen leuchten. Bist du bereit den nächsten Schritt zu gehen?“

Nia schluckte hörbar. „Ja, Ulf, das bin ich. Wieviele sind es jetzt?“

„Die Zahl hat sich verdoppelt.

Jetzt greif mir zwischen die Beine und öffne meinen Hosenschlitz, Nia. Du willst doch deinen Fans etwas bieten. „

Nia sagte nichts. Es knisterte. „Jetzt massiere ihn ordentlich und genieße ihn in deiner Hand. „

Nia stöhnte. „Ich werde es wirklich tun, Ulf. Ich mache es. Krass. „

„Ja, sei jetzt brav und zeige allen, wie gut du in Fellatio bist. „

Nia giggelte.

„Ok, lehn dich zurück, Cowboy. „

Plötzlich stöhnte Ulf auf. „Sie filmen jetzt alle Nia. Sie stehen na an dir dran und machen Close-Ups. Achte auf nichts, lass dich gehen. Das ist das A und O. „

Ulf schluckte. Ich hörte es rumoren. Ulf stöhnte. Es knisterte, raschelte. Plötzlich hörte ich Applaus. Ulf grunzte. „Geil, Nia. Einfach geil. „

Ich hörte nichts, nur Rumoren, Beifall, Knipsgeräusche, oder irgend so etwas in der Art.

„Jetzt kuschle dich wieder an mich heran, schließe die Augen, sei verträumt und brav. „

Nia seufzte. „Ich bin so geil, Ulf. „

„Du bist wunderbar, Nia. Wirklich wunderbar!“

Und da verlor ich die Leitung. Oder die Leitung verlor mich. Ich sackte zurück und schüttelte den Kopf. Das konnte nicht wahr sein. Das war nicht wahr. Wenige Minuten später rief Ulf wieder an.

„Mark!“

„Ja.

„Und?“

„Ja, du hattest recht. Zufrieden?“

Ulf lachte. „Und ob ich zufrieden bin. Nia ist jetzt auf der Toilette und macht sich wieder frisch. Sie ist spitz bis oben hin. Würde mich gar nicht wundern, wenn sie sich von einem x-beliebigen Typen gerade vögeln lässt. „

Ich schluckte. „Ok, du hast deinen Punkt gemacht. Es ist spät. Ich wünsche euch noch viel Spaß.

Ulf lachte. „Den werden wir haben. Keine Sorge, ich bringe sie sicher zurück. „

Wir legten auf.

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