Sina Teil 05

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Sina blickte aus dem Fenster während sie von Maik durch die Gegend gefahren wurde. Wohin es ging, wusste sie immer noch nicht und fragen wollte sie auch nicht. Nicht das es wieder Ärger gab. Sie waren bestimmt schon seid einer halben Stunde unterwegs und nun verließen sie auch noch die Stadt. Sina wurde etwas unruhig, da sie ja nicht wusste, auf was sie sich da eingelassen hatte. Doch Maik achtete nicht auf sie. Er steuerte den Wagen über eine Landstraße, kaum Verkehr war hier und so dunkel, dass Sina nicht wirklich wusste, wo sie war.

Maik wurde langsamer und bog in eine kleine Straße ein. Sina schaute sich um. Nein, hier war sie definitiv noch nie gewesen soweit sie ihre unmittelbare Umgebung sehen konnte. Die Straße führte an einem Wald entlang und endete vor einem großen, gusseisernen Tor. Maik stieg kurz aus und drückte auf einen Knopf neben dem Tor. Dann schien er kurz etwas zu sagen und kam zurück zum Auto, stieg ein und fuhr langsam durch das sich öffnende Tor eine lange Auffahrt hinauf bis auf einen großen Platz.

Dort standen schon mehrere Autos, zum größten Teil Limousinen aber auch normale Fahrzeuge.

Maik steuerte den Wagen bis an die breite Treppe, die zu der großen Flügeltür hinaufführte. Dann stieg er aus, ging um den Wagen herum und öffnete Sina die Tür und half ihr beim Aussteigen. Ein junger Mann nahm Maik den Schlüssel ab und fuhr den Wagen auf einen der vielen Parkplätze.

Sina stand vor der großen und breiten Treppe und bestaunte das Haus.

Es schien ein alter Gutshof zu sein und das Gebäude, vor dem sie standen, musste das Gutshaus sein. Rechts und Links war das Haus flankiert von Nebengebäuden, viele Fenster waren schwach erleuchtet. Das Haupthaus dagegen war ein einziges Lichtermeer. Es schien von innen her nur so zu strahlen.

Maik griff Sinas Hand und geleitete sie die Treppe hinauf bis zu der schweren Eichenholztür. An dieser war ein schwerer Türklopfer aus Eisen, der über die Jahre, und es mussten viele Jahre sein, schon ganz abgegriffen war.

Die schöne Verzierung war kaum noch zu erkennen. Nur der große Löwenkopf, der den Klopfer darstellte, war noch recht gut zu erkennen.

Maik ließ den Klopfer dreimal gegen die Tür fallen und Sina konnte hören, wie das Klopfen durch eine große Halle, die sich wohl hinter der Tür befand, hallte. Kaum war der dritte Schall verklungen, öffnete sich die schwere Tür und sie wurden von einem Butler empfangen. Seine Hände steckten in schwarzen Handschuhen und auch sonst trug er nur schwarze Kleidung.

Sina blieb in der Tür stehen und sah erstaunt in den großen Raum, der vor ihr lag. Überall standen Kerzenleuchter. Auch an den Wänden waren welche angebracht und hunderte von Kerzen erleuchteten den großen Raum.

Maik fasste Sina fester an der Hand und schritt mit ihr durch die Tür in den Raum. Zwei Treppen schwangen sich in den ersten Stock hoch und als Sina ihnen mit den Blicken folgte, sah sie eine weitere Treppe, die in den 2.

Stock führte. Das Dach wölbte sich als Kuppel über die Eingangshalle und die 2 Galerien im ersten und zweiten Stock. Ein riesiger Kronleuchter hing von der Kuppel herab und auch er erleuchtete die Stockwerke mit dem warmen Licht lauter Kerzen.

Maik lächelte, als er Sinas Blicken folgte und ihren erstaunten Ausdruck in den Augen sah. „Gefällt dir, was du siehst?“ fragte er leise. Sina brauchte eine Weile, bis sie seine Frage registrierte.

Sie sah ihn an und nickte lächelnd. „Ja, es gefällt mir sehr. Darf ich fragen, was dieser Ort hier ist?“ Maik nickte. „Du darfst fragen aber ich werde es dir nicht beantworten. Du wirst es erleben, was dieser Ort ist. “ Er schmunzelte als er Sinas enttäuschtes Gesicht sah. „Nur Geduld, Kleines. Es wird dir hier gefallen. “ Sina nickte und folgte Maik in einen angrenzenden Raum. Dort waren ein Empfangstresen und die Garderobe.

Der Boden knarrte leicht, das alte Holz war von vielen Füßen abgewetzt und dunkel. Das verlieh dem ganzen Raum eine angenehme Atmosphäre.

Maik trat an den Empfangstresen und nannte seinen Namen. Kurz darauf tauchte ein Butler auf, der sich kurz vor Maik verbeugte, Sina aber keines Blickes würdigte. Er winkte sie, ihm zu folgen und Maik legte eine Hand auf Sinas Rücken und schob sie leicht neben sich her. So folgten sie dem Butler, der sie zurück in die Eingangshalle führte.

Sina fielen die beiden schmalen Türen unter den Treppen auf, doch dort hielt der Butler nicht an. Er schob einen Vorhang bei Seite und ließ Maik den Vortritt in den großen Saal. Sina dagegen musste sich beeilen, wollte sie den Vorhang nicht vor sich zufallen sehen. Der Butler hatte sie auch dieses Mal völlig ignoriert, als wäre sie nicht da. Schnell schlüpfte sie durch den Vorhang und folgte Maik in kleinem Abstand. Der Butler wies ihnen einen der kleinen Tische zu, die in kleinen Nischen verborgen vor fremden Blicken am Ende des Saales waren.

Maik half Sina beim Hinsetzen und bestellte dann eine Flasche Chianti bei dem Kellner, der kurz nach ihnen an den Tisch gekommen war.

Sina warf dem Kellner einen erstaunten Blick hinterher. Er trug eine Schürze um die Hüfte und eine Fliege um den Hals. Über seinem linken Arm hatte er ein weißes Tuch hängen, Zettel und Stift hielt er in der rechten Hand. Ansonsten war er völlig nackt.

„Von so einem Kellner bist du bestimmt noch nicht bedient worden, nehme ich an“ sagte Maik leise.

Sina lächelte. „Nein, ganz sicher nicht. “ Neugierig sah sie sich um. Zwei Butler standen neben dem Vorhang, der zurück in die Eingangshalle führte und zwischen den Tischen huschten bestimmt an die 10 Kellner hin und her ohne je ein Wort zu sagen. In ihrer Nähe sah sie eine Frau, die ein kurzes schwarzes Kleid trug. Auf dem Tisch lag neben ihrem Platz eine lange, schwarze Gerte. Ihr gegenüber saß ein schlanker junger Mann, Sina schätzte ihn kaum älter als sich selbst.

Er saß mit gesenktem Kopf vor dieser Frau, seine Hände flach neben seinem Teller liegen. Er wirkte bedrückt, zumindest aber ganz bestimmt nicht glücklich. Die Frau blickte Sina plötzlich direkt in die Augen und Sina wandte sich beschämt ab. Irgendwie wusste sie, dass sie etwas falsch gemacht hatte, aber was es gewesen war, konnte sie nicht sagen.

Maik schmunzelte als er sah, dass die Frau aufstand, sich die Gerte nahm und zu ihnen an den Tisch kam.

Er erhob sich, verbeugte sich leicht und half der Frau, sich auf seinen Platz zu setzen. Er setzte sich ihr gegenüber neben Sina die verlegen lächelte.

„Du hast ein neues Objekt gefunden? Ich dachte, du wolltest aufhören. “ Maik lachte. „Ja, das hatte ich eigentlich vor, aber MR kam mir dazwischen. Er bat mich, dieses Objekt auszubilden, da er keine Zeit hat. “ Nun war es an der Frau, zu lachen.

„Jaja, dem guten MR kann man nichts abschlagen. Unbezwingbar, der Gute. “ Sina saß weiterhin mit gesenktem Kopf am Tisch, wie sie es bei dem Sklaven der Frau beobachtet hatte. Doch spitzte sie ihre Ohren um ja nichts von dem Gespräch zu verpassen. MR war also hier bekannt? Sie wurde immer Neugieriger auf diesen Mann, der sie so gut zu kennen schien. Sie brannte innerlich darauf, ihn zu sehen.

„Wie lange bist du schon hier, Constanza?“ richtete Maik seine nächste Frage an die Frau.

Sina lächelte innerlich. Constanza war ein schöner Name und auch die Frau gefiel ihr. Lange, schwarze Haare umspielten ihren Kopf, der Körper war schlank aber kräftig. Die Augen der Frau jedoch faszinierten Sina. Sie waren grün! Grüne Augen und schwarze Haare hatte Sina noch nie zuvor gesehen. Das Kleid verdeckte nur schwer die fülligen Brüste, die schwer und doch fest unter dem Kleid hervor traten. Sina wurde rot bei dem Gedanken, diese Brust berühren zu dürfen und gleich darauf schämte sie sich ihrer Gedanken.

So hatte sie nicht bemerkt, wie Maik eine Frage gestellt hatte und Constanza und Maik sie nun abwartend ansahen.

„Nun? Hast du deine Zunge verschluckt oder warum antwortest du mir nicht?“ schimpfte Maik. Betroffen blickte Sina auf ihre Hände, die sich wie von selbst an die Tischplatte zu krallen schienen. „Nein, Herr, ich war in Gedanken und habe euch nicht zugehört. “ antwortete sie leise. Ihr ganzer Körper verkrampfte sich, wusste sie doch, dass ein Fehler augenblicklich eine Strafe hervorrief.

Doch nichts geschah. Stattdessen wiederholte Maik ruhig seine Frage: „Ich habe gefragt, ob wir was essen wollen oder gleich in die oberen Stockwerke gehen. „

Bevor Sina aber antworten konnte fuhr er fort: „Dafür, dass du nicht zugehört hast, wirst du noch deine Strafe erhalten, keine Sorge. “ Seine Augen schienen Sina böse anzulächeln. Sina sah ihren Lehrer nicht an als sie ihm antwortete. „Herr, ich würde gern ein wenig essen, wenn ihr es mir gestattet.

“ Maik nickte ohne zu lächeln aber als Sina einen scheuen Blick in Constanzas Richtung warf, sah sie diese anerkennend lächeln. Doch ging auch eine eigenartige Bedrohung von ihr aus, die Gerte neben ihrem Platz tat wohl ihr übriges.

„Constanza, würdest du uns beim Essen Gesellschaft leisten?“ richtete Maik nun das Wort an die Lady. Die nickte und sah kurz zu ihrem Tisch rüber, an dem noch immer ihr Sklave mit gesenktem Kopf saß und sich nicht rührte.

Doch er schien die Blicke seiner Herrin zu spüren, denn er hob seinen Kopf und auf ein kaum sichtbares Nicken von Constanza stand er auf und kam zu seiner Herrin. „Setz dich, Dreckstück. “ war das einzige, was Constanza zu ihm sagte. Sofort richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Maik und Sina. Ihr Sklave dagegen hatte wieder seine Hände flach auf den Tisch gelegt und den Kopf gesenkt. Sina tat es ihm abermals nach.

Maik lächelte, als er Sina so sitzen sah. Er hatte es nicht von ihr verlangt und es war auch nicht seine Absicht gewesen, sie an diesem Abend als Sklavin zu behandeln. Doch scheinbar war es ihre Natur, sich so unterwürfig zu zeigen und Maik war innerlich stolz auf sie. Constanza bemerkte seine Blicke, sprach es aber nicht an. Sie merkte sehr deutlich, dass Maik eigentlich nicht der Sinn danach gestanden hatte, die ihm anvertraute Sklavin zu erziehen an diesem Abend, dass aber alles anders gekommen war.

Er wandte sich an Constanza und begann sich mit ihr zu unterhalten. Zu Anfang lauschte Sina noch aufmerksam um ja nichts zu verpassen, doch mit der Zeit drifteten ihre Gedanken immer wieder ab. Vor allem waren die Gespräche zwischen Maik und Constanza sehr belanglos und dementsprechend uninteressant für Sina.

Als das Essen kam, bekam Constanza's Sklave nur einen Napf neben seinen Platz auf den Boden gestellt. Sina blickte zu Maik hinüber.

Doch den interessierte das gar nicht. Im Gegenteil schien es für ihn total normal zu sein, dass ein Sklave aus einem Hundenapf am Boden aß. Sina bekam Angst, dass auch ihr dieses Schicksal nicht erspart bliebe. Doch der Kellner, der Maik und Constanza zuerst bewirtet hatte, setzte nun auch ihr einen Teller vor. Erleichtert seufzte Sina leise, was Maik und Constanza nicht entging und beide lächelten, wussten sie doch scheinbar nur zu gut, was Sina befürchtet hatte.

Schweigend aßen die beiden Sklaven während sich die Herrschaften weiter angeregt unterhielten.

Als der Kellner kam, um die leeren Teller und auch den Napf wieder mitzunehmen, stand Constanza auf. „Ich werde mich nun von euch verabschieden und mich in die unteren Räumlichkeiten zurückziehen. “ und mit einem schelmischen Lächeln fügte sie hinzu: „Mir gelüstet es nach etwas Entspannung. “ Maik lachte. „Eine gute Idee, doch ich denke, dass es dafür noch zu früh ist.

Ich wünsche dir aber einen schönen Abend und bis nächste Woche, Verehrteste. “ sprach Maik und gab Constanza einen Kuss auf die Wange. Constanza nickte Sina zu und ging ohne ein Wort zu ihr zu sagen. Der Sklave folgte in einem gebührenden Abstand und mit gesenktem Kopf. Dabei trug er die Gerte seiner Herrin auf Händen. Sina beobachtete ihn sehr genau. Würde sie wohl eines Tages genauso sein wie er? Würde sie es überhaupt aushalten? Dieser Sklave hatte den ganzen Abend kein Wort gesprochen und wurde auch überhaupt nicht beachtet.

Das letzte, was Sina von den beiden sah, war Constanza, die durch den Vorhang trat der von einem Butler aufgehalten wurde und der Sklave, der sich beeilte ihr zu folgen. Doch er schaffte es nicht durch den noch geöffneten Vorhang zu kommen und so musste er die Gerte in eine Hand nehmen und mit der anderen Hand den schweren Vorhang bei Seite schieben um hindurchzugehen. Maik schüttelte den Kopf. „Das hätte er nicht tun dürfen.

Das gibt Schläge mit der Gerte auf die Hände. „

Sina zuckte zusammen. Es waren die ersten Worte seid dem Essen, die er scheinbar an sie gerichtet hatte. „Tja, daran wirst du dich gewöhnen müssen. “ fügte er hinzu als er das Zucken bemerkte. Sina nickte leicht. „Nun, unterhalten wir uns. Möchtest du auch noch etwas trinken? Ich hätte nichts gegen einen Rotwein. “ sagte Maik mit einem Blick auf die Karte.

Sina nickte „Rotwein klingt schön. “ antwortete sie. Worüber Maik wohl mit ihr sprechen wollte?

Maik legte die Karte an den Rand des Tisches und sofort kam ein Diener an ihren Tisch und nahm Maik's Bestellung auf. Schweigend warteten beide, bis der Diener ihre Gläser gefüllt und die Flasche neben Maik auf einen kleinen Beistelltisch gestellt hatte.

„Hast du fragen, die du mir stellen willst oder möchtest du dir anhören, was ich zu sagen habe?“ fragte er Sina ohne sie anzusehen.

„Bedenke nur, dass du nachher keine Fragen mehr stellen darfst. Entweder jetzt oder gar nicht. “ fügte er mit ernstem Blick in Sina's Augen hinzu. Sina wollte gerade eine Frage stellen, doch dann schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf. „Nein, Herr. Ich möchte euren Worten lauschen und keine Fragen stellen. Sie werden wohl alle mit der Zeit beantwortet werden. „

Maik lächelte sie und aller Ernst war aus seinem Blick verschwunden.

Anerkennend nickte er und nippte an seinem Rotwein. „Das war eine gute Antwort und du hast recht. Mit der Zeit werden all deine Fragen beantwortet werden. Doch jetzt ist der Zeitpunkt noch nicht reif dafür. Erstmal solltest du mehr über dieses Haus erfahren. Du hast sicherlich bemerkt, dass es kein gewöhnliches Restaurant ist. Gewöhnlicher Weise würde man es SM- Club nennen aber das ist doch sehr Geschmacklos. „

Wieder machte Maik eine kleine Pause um einen Schluck zu trinken.

„Nein, das hier ist das Haus der Leidenschaft. Hier kommen nur Herrschaften hin, die wie ich dominant sind. Alle Herrschaften sind in einem großen Buch verzeichnet. Sklaven dürfen mitgebracht werden, aber andere Menschen, die sich gerne als ‚Normal‘ bezeichnen, dürfen wir nicht mitbringen. Auch herrscht Schweigepflicht. Das heißt, dass du niemandem von diesem Ort erzählen darfst. Außerhalb dieser Mauern darfst du kein Wort über dieses Haus sprechen, auch nicht mit mir. Daran musst du dich halten, andernfalls wirst du es niemals wieder betreten dürfen und ich wage zu behaupten, dass du dann wohl auch keinen Herrn mehr finden wirst.

Hast du das soweit verstanden?“

Maik blickte sehr ernst. Sina nickte beklommen. Nie würde sie mit jemandem über das hier erlebte reden dürfen? Aber wenigstens hier konnte sie über das Haus und seine Menschen reden. Wenigstens etwas, dachte sie und nickte dann sehr entschlossen. Maik trank einen Schluck Wein, ehe er fortfuhr. „Du hast sicherlich bemerkt, dass die Butler dich keines Falls bemerken. Im Gegenteil, Sklaven existieren für sie nicht. Du solltest auch nicht versuchen, mit ihnen zu sprechen.

Sie werden durch dich hindurchschauen als wärst du Luft. “ Maik machte eine Pause.

„Dann hast du bemerkt, dass die Diener hier im Speiseraum niemals ein Wort sagen. Tun sie es, werden sie sofort von den Butlern bestraft. Die Diener stehen in diesem Haus an unterster Stelle, sogar noch unter den Sklaven der Herrschaften. Sie werden dir niemals eine Frage beantworten, im Gegenzug aber wissen sie immer ganz genau was du willst, wenn du die richtigen Zeichen gibst.

Natürlich gibt es hier in diesem Haus auch einen Herrn, der über allen steht, er steht selbst über den Herrschaften, aber das hat und wird er niemals ausnutzen. Denn auch er muss sich an gewisse Verhaltensregeln halten, die du noch bei Zeiten lernen wirst. Soweit klar?“ Sina trank einen Schluck und nickte.

Maik machte eine kleine Pause. Er fand, dass es noch zu früh war, Sina mit den anderen Räumen zu konfrontieren.

Noch war sie nicht bereit dazu und Maik befürchtete, dass sie davonlaufen würde, wenn sie sah, was sich in den Kellergewölben und in den beiden oberen Stockwerken abspielte.

„Nun, dann weißt du alles Grundlegend über dieses Haus. Mehr wirst du heute nicht erfahren. Aber du kannst dir sicher sein, dass du schon bald viel mehr entdecken wirst. “ Maik schmunzelte und erhob sich. „Lass uns gehen. “ waren seine letzten Worte.

Maik half ihr in ihren Mantel und geleitete sie zurück in die große Halle. Der Butler, der ihnen die Tür öffnete, verneigte sich leicht vor Maik und Sina war fast nicht schnell genug, um an ihm vorbei durch die Tür zu gehen.

Sie hatte gerade den letzten Fuß auf die steinerne Treppe gesetzt, als die Tür auch schon mit einem dumpfen Schlag ins Schloss viel. Ein junger Mann, Sina vermutete, dass es ein Sklave war, brachte Maik die Schlüssel zu seinem Wagen und half Sina beim Einsteigen.

Maik ging um den Wagen herum und setzte sich ans Steuer. Langsam fuhren sie die Auffahrt hinunter zu dem großen gusseisernen Tor, das sich hinter ihnen schloss. Maik fuhr zurück in die Stadt während Sina neben ihm auf dem Beifahrersitz eingeschlafen war.

Sina befand sich auf einem breiten Bett in einem großen Zimmer. Die Tür war nur angelehnt und von draußen hörte sie leise Stimmen. Zwei Männer mussten es sein dem Klang der Stimmen nach zu urteilen.

Sina wollte aufstehen, doch seidige Bänder hinderten sie daran, ihre Arme zu bewegen. Sie drehte den Kopf und versuchte einen Blick durch den Türspalt zu werfen. In diesem Augenblick wurde die Tür geschlossen und ein Schlüssel drehte sich mit einem leisen Klicklaut. Dann hörte sie durch die nun geschlossene Tür ein Klingeln und ein etwas lauteres Gespräch. Immer wieder viel ihr Name, doch mehr verstand sie nicht.

In diesem Augenblick berührte Maik sanft ihre Schulter.

„Aufwachen, Kleines. Wir sind wieder zu Hause. “

Sina zuckte zusammen. Sie brauchte eine Weile, um richtig wach zu werden. So viel war heute und gestern geschehen und der Traum war so real, dass sie fest damit gerechnet hatte, genau wie in ihrem Traum auf diesem breiten Bett aufzuwachen.

Sie blickte zu Maik. Er lächelte und reichte ihr die Hand. Es war kühl geworden heute Nacht und Sina beeilte sich, aus dem Auto zu steigen.

Maik brachte sie schweigend zu ihrer Wohnung, gab ihr noch einen Zettel und verabschiedete sich dann von ihr. Als sich die Türen des Fahrstuhls geschlossen hatten, wollte sich Sina umdrehen und die Tür öffnen. Da fiel ihr ein, dass Maik noch den Schlüssel hatte. Das Kleid und auch der Mantel hatten keine Taschen. Sina wollte um keinen Preis so die Nacht hier vor der Tür verbringen. Dazu war es ihr zu kalt.

Aber wohin ohne Geld, Handy und Schlüssel? Nicht mal ihr Auto nutzte ihr etwas.

Gehetzt schaute sie unter der Fußmatte nach. Auch da war kein Schlüssel. Dann viel ihr der Zettel in ihrer Hand ein. Hastig faltete sie ihn auseinander. „Jaja, such du nur deinen Schlüssel. Wenn du ihn haben willst: Ich warte unten vor dem Haus auf dich. Du solltest aber vorher deine Kleider ausziehen. Und um deine Frage zu beantworten: Ja, ALLE! Und denk nicht mal daran, den Fahrstuhl zu benutzen.

Du wirst hübsch die Treppe nehmen. “

Sina schloss für eine Weile die Augen. Was hatte sie sich da bloß eingebrockt?? Es war noch nicht so spät, dass hier im Haus absolute Ruhe herrschte. Nebenbei sei gesagt, dass in diesem Haus nie Ruhe war denn zu viele Studenten lebten hier, die sich ein besseres Leben leisten konnten. Sina streifte ihren Mantel ab. Es nutzte ja doch nichts, wenn sie in ihre Wohnung wollte und am nächsten Tag pünktlich in der Uni sein wollte.

Dem Mantel folgten die Stiefel und das Kleid. Nun stand sie völlig nackt im Hausflur und warf einen Blick auf die Tür ihres Nachbarn. Doch alles war ruhig. Keine Geräusche drangen an ihr Ohr. Sina erhob sich und ging langsam die Treppe hinunter. An jeder Tür lauschte sie und huschte dann weiter. Fünf Stockwerke hatte sie hinter sich als ein Stockwerk über ihr eine Tür aufgemacht und kurz darauf geschlossen wurde.

Sina's Herz schlug schneller und sie beeilte sich, weiter die Treppe nach unten zu laufen.

Am untersten Absatz angekommen warf sie einen Blick in die leere Eingangshalle. Zu hören war nichts, auch der Fahrstuhl blieb ruhig. So lief sie schnell auf die Eingangstür zu und warf vorsichtig einen Blick auf die Straße. Was, wenn mich jemand sieht außer Maik? Am peinlichsten wäre ein Passant, der noch so spät nachts unterwegs war. Sina schüttelte den Kopf, als würde sie die Gedanken abschütteln wollen und öffnete die Tür.

Da, auf der anderen Straßenseite stand Maik. Lässig lehnte er an seinem Auto, seine Hände in den Taschen seiner Jacke vergraben. Sina zitterte, als ein kalter Windhauch über ihre Haut strich. Es war ausgesprochen kalt für diesen doch ansonsten heißen Sommer.

Als Sina kein Auto und auch keinen Spaziergänger entdecken konnte, rannte sie schnell über die Straße hinüber zu Maik. „Hier hast du deine Schlüssel“ sagte Maik und reichte ihr den Bund.

Dann drehte er sich um, stieg in sein Auto und startete den Motor. Mit einem letzten Blick auf seine völlig nackte Sklavin fuhr er davon.

Sina war völlig sprachlos. Durch eine zuklappende Tür schreckte sie aus ihrer Erstarrung auf, sah sich um und rannte dann zurück zum Haus. Zum Glück musste sie nicht noch mit dem Schlüssel hantieren, die Tür war nur angelehnt. Und das Glück blieb ihr auch bei dem Fahrstuhl treu.

Er war unten und so konnte sie schnell hineinflüchten. Endlich war sie in Sicherheit. Ohne Zwischenfälle fuhr sie nach oben. Keiner hatte den Fahrstuhl angehalten.

Erleichtert trat sie auf den Flur vor ihrer Wohnung. Vor Schreck hätte sie beinahe die Schlüssel fallen gelassen. Ihr Nachbar stand vor ihrer Tür und wollte gerade klopfen als er sie sah. Sina blieb versteinert stehen und wurde knallrot als sie den Mann grinsen sah.

Er nahm den Mantel von seinem Arm und reichte ihn Sina. Sie brauchte ein paar Sekunden, bis sie sich bewegen konnte und riss ihm dann den Mantel aus der Hand. Schnell zog sie sich ihn über die Schultern und hielt ihn vorne zusammen. Vor Schreck hatte sie ihre Schlüssel fallen gelassen, schweigend hob ihr Nachbar den Schlüssel auf und steckte ihn ins Schloss. Mit einem grinsen drehte er sich um und trat den Rückzug in seine Wohnung an.

Sina griff sich ziellos ihre Sachen und hastete in ihre Wohnung. Nie zuvor hatte sie sich so sehr geschämt. Immer noch mit dem Gefühl knallrot im Gesicht zu sein, lehnte sie sich an die Tür und rutschte an ihr hinunter, bis sie auf dem Boden saß. Ihr Herz raste immer noch und ihre Knie schienen sie nicht mehr tragen zu wollen.

Lange musste sie wohl so da gesessen haben.

Die Zeit kam ihr zumindest so vor. Langsam erhob sich Sina, sie war hundemüde, froh immer noch ein bisschen und am nächsten tag war doch wieder Uni. Sie musste dringend ins Bett. Und so schleppte sie sich in ihr Schlafzimmer, viel auf das Bett und kuschelte sich in ihre Decke. Will ich das wirklich? Immer wieder solchen Situationen ausgesetzt sein? Immer wieder ertappt werden von völlig fremden Menschen? Sie drehte sich auf den Rücken.

Andererseits, will ich dieses geile, erregende Gefühl der Demütigung je wieder missen müssen? Energisch schüttelte Sina den Kopf. Wie dumm ich doch war, zu glauben, dass es immer nur schön sein würde wie in diesem Haus. Es wird hart werden, es wird schmerzlich sein und mich wohl vieles kosten. Aber ich will es! Erschrocken hielt sie sich die Hand vor den Mund. Hatte sie das wirklich gerade laut heraus geschrieen?

Sicher war sie sich an diesem Abend darüber nicht.

Völlig erschöpft viel Sina in einen traumlosen und tiefen Schlaf. Wie anders sollte es doch in nur all zu naher Zukunft weitergehen.

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