Flugzeuge im Bauch 07

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Es ist mal wieder Samstag und ich empfinde eine große Leere – denn du hast keine Zeit für mich. Ich will deine Haut auf meiner spüren, deine Hände auf meinen Brüsten, deine Zunge auf meiner Scham, aber mir bleibt nichts als Sehnsucht. Ich wälze mich im Bett hin und her, die Finger im Höschen, und versuche die Leere zu kompensieren – vergeblich. Meine Muschi schleimt geil vor sich hin, dass es für eine ganze Kompanie von Rekruten gereicht hätte, aber da ist nicht ein einziger, oder besser: nicht eine einzige, um ihren Hunger zu stillen.

Ich streichle mich zu einem leisen, sehnsuchtsvollen Orgasmus, der jedoch meine Leere nicht kompensiert – im Gegenteil!

„Auf geht's, Annelie“, sage ich mir, „die Stadt wartet auf dich!“ Ich will nämlich den Tag ohne dich nutzen, um mal wieder nach Herzenslust zu shoppen. Also raus aus dem Bett und unter die Dusche, in der Gewissheit, dass Aktivität gut gegen Melancholie ist. Später sitze ich schon fertig gedresst bei einer schnellen Tasse Kaffee, als mein Handy piept – eine neue Nachricht.

Die SMS ist von dir: „Hallo Anni, bist du schon wach? M. “ – Ich versuche, dich anzurufen, aber du drückst meinen Anruf weg. Also texte ich zurück: „Ja, mich hat niemand im Bett gehalten 🙁 A. “ – Deine Antwort kommt prompt: „Ich habe heute einen Auftrag für dich – bist du bereit?“ – Was war das jetzt wieder? Wofür willst du mich beauftragen? Allein schon dieses Wort – ich bin eine erfolgreiche Geschäftsfrau und wirklich nicht gewöhnt, Aufträge zu erhalten.

Aber ich bin neugierig und schreibe nur ein knappes „Ja“ zurück.

Deine Anweisung kommt prompt: „Geh ins Bad und schau in der Kommode hinter den rechten Handtuch-Stapel!“ – Ich geh‘ ins Bad, krame in meiner Kommode und fördere eine kleine, längliche Schachtel zu Tage. Neugierig öffne ich sie, darin liegt… ein Set mit Liebeskugeln! Drei pflaumengroße, weiße Kunststoffkugeln, verbunden mit einer weißen Nylonschnur, und an der letzten Kugel zwei kleine Kettchen, an denen zwei silberne Herzchen baumeln.

Ich nehme das Spielzeug aus der Verpackung. Die Kugeln sind offensichtlich zweischalig, denn als ich sie in meiner Hand drehe, klackert drinnen jeweils eine viel schwerer Kugel, vermutlich aus Metall. Meine Muschi meldet sich wieder – dieses Spiel beginnt, mir Spaß zu machen! Ich greife wieder zum Handy und schreibe an dich: „Danke!“

Doch dieses Spielzeug zu finden, war offensichtlich noch nicht der Auftrag, denn eine SMS kommt gleich zurück: „Steck sie dir in die Fotze – wie fühlt es sich an?“ – Ich raffe meinen Rock hoch, ziehe den Slip zur Seite, und streichle meinen Eingang zunächst mit einer Kugel.

Meine hungrige Muschi ist schon wieder feucht, ich kann mir ein Gleitmittel sparen, und schiebe mir also die erste Kugel mit dem Mittelfinger tief in die Vagina. Nummer zwei und drei folgen sogleich, nur die Kettchen bleiben draußen und ich verstecke sie im Slip, den ich wieder in Position bringe. Ich stehe auf und gehe ein paar Schritte in der Küche auf und ab. Die Kugeln in mir bewegen sich leise klackernd in den Kunststoffschalen, massieren mich sanft aber deutlich von innen her – ein schönes Gefühl! Ich greife zum Telefon und texte: „Geil!“

Das hast du wohl erwartet, denn postwendend kommt: „Zieh dir deinen kürzesten Rock an und deine höchsten Pumps.

Kein Slip!“ – Was soll das jetzt wieder? Aber ich tue, wie mir geheißen, suche einen knappen Rock heraus. Meine Nylonstrümpfe kann ich nicht anbehalten, denn sonst wäre das verzierte Bündchen unterhalb des Rocksaums, also runter damit – immerhin können sich meine Beine sehen lassen. Ich greife ins Schuhregal nach ein paar High-Heels mit 16-Zentimeter-Absätzen, die ich mir vor ein paar Jahren für eine Karnevalsparty gekauft hatte. Ich ziehe sie mir an und balanciere vorsichtig durch die Wohnung – auch wenn ich häufig hochhackige Schuhe trage, sind solche Mordsgeräte doch etwas ungewohnt für mich.

Vor dem Spiegel bleibe ich stehen und betrachte mich: „Annelie, wieviel kostest du in der Stunde?“ Mein Outfit war fast schon nuttig.

Ich simse an dich: „Ok!“ – Deine Antwort: „Der Slip ist aus?“ – Ah, fast vergessen! Ich ziehe also den Slip aus und antworte mit einem „Yes, Madam!“ – Deine Anweisung folgt: „Jetzt fährst du in die Stadt, nimm die U-Bahn-Linie 6. Aussteigen am Hauptmarkt. Dort meldest du dich wieder!“ – „Unmöglich, ich kann in diesem Outfit nicht in die Öffentlichkeit!!!“ – „Keine Wiederrede, oder ich werde dich bestrafen!“ – Wie wirst du mich bestrafen? Ich bin hin- und hergerissen.

Die Vorstellung, als halbe Nutte in die Öffentlichkeit zu gehen, macht mich an. Was aber, wenn ich jemanden Bekannten treffe? Schließlich gebe ich mir aber einen Ruck und entscheide mich, dein Spiel mitzuspielen. Ich lege aber noch einen dezenteren Lippenstift auf – davon hattest du schließlich nichts gesagt! Dann schreibe ich dir: „Ok. Ich gehe jetzt los. A. “

Im Treppenhaus begegnet mir Werner, der junge Mieter aus dem Erdgeschoss.

Er kommt gerade aus seiner Wohnung, als ich die letzte Treppe herunterstöckle, dreht sich um zu mir und schaut mit offenem Mund zu mir hinauf. Ich fühle geradezu körperlich, wie seine Blicke an meinen Beinen hochstreifen und am Rocksaum hängen bleiben. Oh Gott, was kann er sehen? Ich werfe ihm ein etwas gequältes „Hallo Werner!“ zu und beeile mich, die Treppe hinunter zu ihm zu kommen. „G-guten Morgen, Frau P-pütz“, antwortet er verunsichert, schließt aber immerhin seinen Mund wieder.

– „Na, was unternimmst du an einem so schönen Samstagmorgen?“ – „Ich wollt‘ g-grad‘ in die Stadt fahren und ein paar Sachen einkaufen. “ – „Fährst du mit dem Rad?“ – „Nein, es hat einen Platten. Muss die U-Bahn nehmen. “ – Auch das noch, fast wäre ich auf der Stelle wieder umgekehrt. Aber dann denke ich an unsere Abmachung und gebe mir einen Ruck: „Na, das trifft sich, dann können wir zusammen fahren!“

Ich wende mich in Richtung U-Bahn-Station und schlage einen scharfen Schritt an, so scharf es meine Schuhe eben zulassen.

Die Liebeskugeln in mir tanzen einen Sommerreigen, massieren mich tief in meinem Unterleib. Werner bemüht sich, mit mir Schritt zu halten, durch meine Pumps ist er sogar ein paar Zentimeter kleiner als ich. In der U-Bahn sitzen wir auf einer Bank quer zur Fahrtrichtung, vor uns der Mittelgang.

Ich fächle ich mir etwas Luft zu: „Ganz schön warm heute, nicht wahr?“ Hoffentlich akzeptiert er das als Erklärung für meine allzu sommerliche Bekleidung.

Doch Werner sitzt neben mir und starrt nur auf meine Beine. „Werner? Alles in Ordnung?“ – Er schreckt aus seinen Gedanken auf: „Äh ja, hatten sie was gesagt?“ – Er drückt seine Tasche auf einen Schoß – hat er etwa eine Beule zu verbergen? – und schaut mich mir roten Flecken auf den Wangen an. – „Annelie, da hast du einem jungen Burschi den Kopf verdreht!“, denke ich mir, und sage an ihn gewandt: „Ist etwas mit meinen Beinen? Habe ich mich irgendwo eingesaut?“ Ich blicke prüfend am ihm zugewandten rechten Bein hinunter.

– „Nein, es ist nur… Ich meine… Sie haben, äh,…“ – „Was habe ich, Werner?“ – „Sie haben sehr schöne… äh… Beine. Entschuldigung, ich wollte nicht…“ – „Aber Werner“, lache ich hell auf, „du brauchst dich doch nicht für ein Kompliment entschuldigen!“ Und etwas gedämpfter, mit verschwörerischem Ton: „Aber sie können doch sicher nicht mit den Beinen der Mädels in deinem Alter mithalten, oder?“ – „D-doch…“ – „Du hast doch sicher eine Freundin mit ebenso schönen Beinen?“ Annelie, welcher Teufel reitet dich hier? – Werner ist jetzt vollkommen verunsichert.

„N-Nein, ich habe… Ich meine, ich… muss derzeit viel für die Schule lernen!“ – „Ja, ja, und die Mädels nehmen immer so viel Zeit in Anspruch“, flöte ich unschuldig.

An der nächsten Haltestelle steigt eine Mutter mit vermutlich ihrem Sohn ein und setzt sich uns gegenüber auf die andere Seite des Mittelgangs. Der Junge mag etwa ein Achtklässler sein mit dicker Hornbrille, sie ist etwa in meinem Alter, macht aber einen extrem humorlosen und prüden Eindruck – trotz der Sommerhitze trägt sie lange Jeans und eine bis zum Hals geschlossene, weiße Bluse.

Für mich hat sie nur einen sehr abschätzigen Blick übrig, ihre Augen scheinen mir geradezu das Wort ‚Flittchen‘ an den Kopf zu werfen. Da reitet mich der Teufel: Während die Mutter den Kopf verrenkt und den Streckenplan hinter ihrer Schulter studiert, warte ich, dass mich ihr Filius anschaut, und biete ihm dann eine kleine Show im Stil von Sharon Stone im Kino-Klassiker ‚Basic Instinct‘. Also einmal das rechts übergeschlagene Bein absetzen und das andere Bein nach links überschlagen, zwischendrin etwas ‚lüften‘ und sicher machen, dass er mein wohlgestutztes Dreieck sieht.

Der kleine holt tief Luft, einen Moment bekomme ich Angst, dass ihm die Augen aus dem Kopf fallen. Er dreht sich rasch zu seiner Mutter um, um beruhigt festzustellen, dass sie nichts gesehen hat, dann wieder zu mir und heftet seine Augen fest an meinen Schoß. „Das war's, mein Kleiner“, möchte ich ihm zurufen, aber zwinkre dann doch nur verschwörerisch mit einem Auge wie um zu sagen: „Zumindest deine Instinkte funktionieren noch, mein Kleiner — bewahre sie dir!“

Das alles waren nur ein paar Sekunden, während derer ich mit Werner neben mir unsern Smalltalk fortsetze, als ob nichts wäre.

„Oh, wir sind ja gleich schon am Hauptmarkt, da muss ich raus. Du auch?“ Ich schaue ihm ins Gesicht. – „Nein, ich muss noch eine weiter. “ – Das ist auch besser so, denke ich mir. Aber wahrscheinlich hat er wegen meiner Beine einen Steifen und traut sich nicht, aufzustehen. „Also gut, dann einen schönen Einkauf noch. Tschüss Werner!“ – „Auf Wiedersehen, Frau Pütz!“ – Ich steige aus dem U-Bahn-Wagen und denke: „Hm, Annelie, wenn du mal wieder einen Schwanz brauchst… Da wohnt einer unter dir, den du noch formen kannst!“

Doch ich habe derzeit keinen Schwanz-Bedarf, ich habe nur Bedarf nach dir! Ich krame mein Handy aus der Handtasche und tippe eine SMS an dich: „Bin am Hauptmarkt.

“ – Deine Antwort lässt nicht lang warten: „Gehe ins Kaufhaus A. Fahre in die 3. Etage. “ – Das Kaufhaus A. ist das größte der Stadt und liegt direkt am Hauptmarkt. Noch in der U-Bahn-Station ist ein Eingang ins Basement. „Die Rolltreppe kannst du nicht nehmen“, sage ich mir und strebe zu den Aufzügen. Ich warte noch auf den Lift, als mein Handy eine neue SMS meldet: „Nimm die Rolltreppe!“ Ich schaue mich verdutzt um – bist du hier irgendwo und kannst mich sehen? Doch die Haushaltswaren-Abteilung hier unten ist ziemlich menschenleer, ich kann deine braune Mähne nirgendwo entdecken.

Unsicher gehe ich zur Rolltreppe, ziehe meinen Rocksaum hinten möglichst herunter. Die erste Treppe ist kein Problem, doch im Erdgeschoss kommen viele Menschen dazu. Ich schaue mich gehetzt um, ständig auf der Ausschau nach bekannten Gesichtern. Doch die kann ich – Gott sei Dank! – nicht entdecken. Langsam gewinne ich wieder so viel Selbstsicherheit, dass mich die Situation erregt – der Gedanke, dass andere Leute auf der Rolltreppe mir womöglich unter den Rock schauen und meine Nacktheit bemerken können macht mich an, meine Fotze saftet vor sich hin.

Auf der dritten Treppe steht ein junges Pärchen zwei Stufen hinter mir, beide vielleicht siebzehn, achtzehn Jahre alt. Ich brauche wieder ein kleines Spielchen: Ich stelle das rechte Bein auf die nächste Stufe und bücke mich, als ob ich an meinem Schuh etwas zu richten habe, und bedaure, dass ich mich nicht gleichzeitig umschauen kann… doch das ist gar nicht nötig: Es tut plötzlich einen lauten Klatsch, und als ich mich aufrichte und nach dem Pärchen umschaue hat sie die Arme vor dem Busen verschränkt und schaut demonstrativ weg, während er sich völlig verstört die Wange reibt, auf der sich fünf rote Finger abzeichnen.

Ich muss mir fest auf die Unterlippe beißen, um nicht lauthals aufzulachen, und setze die Fahrt bis in den 3. Stock fort.

Dort angekommen tippe ich eine neue SMS: „Und jetzt?“ – „Jetzt nimmst du die Brücke ins Sporthaus. Gehe zu den Laufschuhen auf dieser Etage. “ – Das Kaufhaus A. erstreckt sich über zwei separate Häuser, die durch die Fußgängerzone getrennt sind. Die zweite, dritte und vierte Etage beider Häuser sind durch eine Brücke verbunden, auf die ich jetzt zusteure.

Dort angelangt stockt mir der Schritt, denn der „Fußboden“ auf der Brücke besteht aus hochtransparentem Sicherheitsglas. Normalerweise ein netter Gag, werde ich mir hier wieder meiner fehlenden Unterwäsche bewusst.

Ich warte einen Moment ab, bis die Brücke unter mir menschenleer ist und gehe dann mit zügigem Schritt auf das gegenüberliegende Haus zu. Auf halbem Weg blicke ich mich um: Während auf meiner Brückenetage niemand ist, geht auf der Etage unter mir eine andere Frau mit wilden roten Haaren auch in meine Richtung.

„Sie kann dich sehen“, denke ich mir, „wenn sie jetzt raufschaut, kann sie deine Fotze sehen!“ Der Gedanke geilt mich weiter auf. Ich beschließe, ihr eine kleine Show zu bieten, bleibe stehen und schaue aus den Seitenfenstern hinunter auf die belebte Fußgängerzone, spreize meine Beine bewusst und gehe sogar etwas in die Hocke. Ich fühle mich wie Marilyn Monroe auf der legendären Fotografie über dem U-Bahn-Schacht. So unbeobachtet, wie ich mich fühle, muss ich mir einmal schnell an die Brüste greifen und fest meine Nippel zwirbeln.

Ich versuche zu erkennen, was die Rothaarige unter mir macht. Hat sie nicht auch ihren Schritt verlangsamt? „Genug jetzt, Annelie!“ Ich nehme wieder Schritt auf und strebe auf das „rettende Ufer“ zu. Dort angekommen bleibe ich einen Moment stehen und blicke mich nochmals um. Die Rothaarige ist jetzt auch auf dieser Seite angekommen, aber auf dem gläsernen Steg sehe ich zwei Tropfen einer glasklaren Flüssigkeit, genau dort, wo ich eben stehengeblieben bin. Ich schrecke zusammen: „War ich das?“ Ich fasse mir unwillkürlich in den Schritt und finde dort einen Teich vor.

Also gehe ich erstmal auf die Kundentoilette, trockne meine Liebessäfte mit etwas Klopapier und setze dann meinen Weg zu den Laufschuhen fort.

Unterwegs piepst mein Handy schon wieder: „Such dir ein paar Schuhe aus und lasse eine Laufband-Analyse machen!“ Das kann nicht dein Ernst sein – in meinem Zustand auch noch filmen lassen! Wütend schaue ich auf mein Handy, ich weiß nicht, wie lange, da piepst es schob wieder: „Tu es! Jetzt!“ Seufzend gehe ich zum Schuhregal, suche ein Paar Laufschuhe in meiner Größe aus und mir dann einen Verkäufer, einen jugendlichen Typen in einem Muscle-Shirt.

„Da haben sie sich aber für ein gutes Modell entschieden!“ – Kunststück, ist ja auch eines der teuersten! „Können Sie davon eine Laufbandanalyse machen?“ – „Ja, selbstverständlich! Hier ist ein Hocker, da können Sie die Schuhe anziehen. Warten Sie, ich helfe Ihnen!“ – „Nein danke, ich komme allein klar!“ Das hätte er wohl gern! – „Gut, dann mache ich schon mal das Laufband da drüben klar!“ – Ich hocke mich hin in Richtung Wand, so dass mich ja niemand von vorn sehen kann, und schlüpfe in die Schuhe.

Der Verkäufer fragt: „Ich brauche von Ihnen noch Namen und Email-Adresse, dann können wir Ihnen das Video hinterher zusenden. – „Auch das noch“, denke ich, und gebe geistesgegenwärtig einen Fantasienamen an sowie eine Freemail-Adresse, die ich hin und wieder für etwas „anrüchige“ Internet-Transaktionen benutze. „Haben Sie schon mal eine Laufband-Analyse gemacht?“ – Ich bejahe. – „Dann brauche ich ja nicht viel erklären. Hier ist der Not-Aus-Knopf, falls es Ihnen zu schnell wird.

Das Laufband läuft an und ich gehe langsam los. Vor mir sehe ich auf einem Monitor meine Beine, Gott-sei-Dank nicht das Gesicht! Der Verkäufer steigert die Geschwindigkeit des Bandes und ich verfalle in einen leichten Trab. Bei jedem Laufschritt geben jetzt die Liebeskugeln tief in meinem Inneren einen Impuls nach oben und einen nach unten, ich meine auch, ihr Geklacker zu hören. Die Massage meiner Vagina und meines G-Punkts bringt mich langsam aber sicher immer höher, mein Laufstil wird unkontrollierter, ich beginne zu schnaufen.

Der Verkäufer beschleunigt nochmal das Band, um nicht hinten runterzufallen muss auch ich noch schneller laufen, wird meine Fotze noch stärker erregt. Ich spüre wie sich in meinem Inneren langsam ein Orgasmus aufbaut. „Nein, Annelie, das darf nicht passieren! Oh, lass es vorbei sein!“ Doch es ist noch nicht vorbei. Der Verkäufer beschleunigt nochmals das Band, ich habe genug und schlage nach dem Not-Aus-Knopf, drei, viermal, immer daneben, kann meinen Körper nicht mehr kontrollieren.

Der Verkäufer erkennt, dass irgendwas mit mir nicht stimmt und stoppt jetzt seinerseits das Band. Es bremst unvermittelt, ich bin aber noch im Lauf und renne gegen die Haltestangen, fühle in dem Moment etwas in meinem Kopf explodieren. Mein Unterleib krampft zusammen, meine Knie geben nach, ich hänge über der Haltestange und lasse mich von meinem Orgasmus überrollen – in aller Öffentlichkeit! Ein Schwall Liebessaft spritzt an meinem Bein herab auf einen Schuh und das Band.

Der Verkäufer stürzt besorgt zu mir: „Geht es Ihnen nicht gut? Kann ich etwas für Sie tun?“ – „Ich muss… hinsetzen…“ Er hilft mir vom Band und auf eine Bank daneben, ich versuche, mich zu beruhigen und erstmal den Kerl loszuwerden. „Wasser bitte!“ – „Ja, sofort!“ Der Verkäufer stiebt davon, fast im Laufschritt. – „Lass dir Zeit“, denk ich noch, doch da ist er schon verschwunden. Ich komme langsam wieder zu mir und sehe mir die Bescherung an, die ich hinterlassen habe: Auf dem Laufband eine durchgehende Spur von Tropfen, am Ende ein wahrer See.

Während ich noch nach Fassung ringe, sehe ich eine Frau mit wilder, roter Mähne aus den Umkleidekabinen neben der Schuhabteilung kommen, direkt auf mich zu, sie bückt sich zu mir und gibt mir einen Kuss, steckt mir ihre Zunge in den Mund. Ehe ich protestieren kann ist sie schon wieder davon in Richtung Rolltreppe, und ich halte etwas in den Händen: Eine rote Karnevals-Perücke und eine kleine Filmkamera. Ich blicke konsterniert der Frau nach, die sich – jetzt mit ihren richtigen, kastanienbraunen Haaren! – nochmal nach mir umdreht, mich schaut dein Gesicht an, du wirfst mir eine Kusshand zu und verschwindest endgültig auf der Rolltreppe.

Hast du mich etwa die ganze Zeit gestalkt und gefilmt?

Der Verkäufer kommt zurück und reicht mir in Glas Wasser, das ich dankend in einem Zug leere. Er schaut irritiert an mir herunter, bis mir auffällt, welche unsittliche Sitzhaltung ich wohl eingenommenen habe. Ich schlage die Beine übereinander, ziehe meinen Rock herunter und schlüpfe umständlich aus den Laufschuhen. „Wenn sie wollen, können wir dann das Video anschauen!“ – Der Kerl ist wirklich penetrant, aber ich habe derzeit wenig entgegenzusetzen.

Ich stehe auf und folge ihm barfuß zum Computermonitor, wo er den Film zunächst im schnellen Vorlauf abspielt. An der Stelle, wo ich in Laufschritt verfalle, verlangsamt er die Geschwindigkeit und geht schließlich in Zeitlupe. Er zeigt mir, wie ich mit einem Fuß einknicke und doziert über Schuhe mit stärkerer Stabilisierung, aber ich höre ihm gar nicht mehr zu. Mein einziger Blick gilt nur noch meinem Rocksaum, unter dem es bei jedem zweiten Schritt aufblitzt.

Jetzt hält er den Film ganz an, und im Standbild meine ich deutlich die Form eines Herzchens in dem blitzenden Lichtreflex zu erkennen. Plötzlich merke ich, dass er mich offensichtlich irgendwas gefragt hat und auf eine Antwort wartet. Er schaut mich an, folgt meinem Blick und entdeckt vermutlich auch den Lichtreflex unter dem Rocksaum. Ich will nur noch raus. „Vielen Dank“, sage ich, „ich werde es mir doch nochmal überlegen!“ Wende mich um, bücke mich nach Pumps, Perücke, Kamera, und strebe barfuß der Rolltreppe zu.

„He, ich brauche noch ihre Adresse … für den Computer…“ – „Das hättest du wohl gerne“, sage ich halblaut und drehe mich nicht mehr um.

Mein Handy piepst, nochmal eine Nachricht von dir: „Du Kaufhaus-Nutte, das war eine geile Show. Wäre auch fast gekommen… Ich warte in deiner Wohnung! Meike“ – Oh, wenn ich dich erwische! Dann, dann werde ich dich… aber das ist ein anderes Kapitel!.

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