Photokunst

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Zur Übersicht für die geneigte Leserin und den geneigten Leser — es gibt ja deren einige, denen meine Geschichten gefallen — hier noch einmal eine chronologische Übersicht meiner bisherigen Geschichten:

VOREHELICHES

[Der Unterschied]

[Die Grundbegriffe]

Das Obligatorische

[Über einen starken Typ]

[Ferienspaß I]

PennälerInnenfeten

Lernen fürs Abitur

[Ferienspaß II]

Erstes „Eheleben“

ERSTE EHE NEBST NEBENBESCHÄFTIGUNGEN

Auf Schlingerkurs in den Hafen (mit Ferienspaß III)

Der weltberühmte Pianist hat heute nicht seinen besten Tag

Auf der Durchreise

Der Wanderclub

Die Ernennung

[Hinter unverschlossenen Türen]

Vetternwirtschaft

Vom anderen Ufer

An der Ostsee hellem Strande …

Wenn der Herr außer Haus ist, tanzt das Mäuslein im Bette

Die Sportskanone

Rameaus Geburtshaus

Die Rettung aus der Gosse

Die Tröstung

NACH DER SCHEIDUNG: FREI FLOATEND

Gartenarbeit

Das Cembalo

Urlaub mit Mama

Als Scheidungswitwe — Ehevermittlung die erste

Nachgeholte Schülerliebe — oder Ehevermittlung die zweite

Heldenzeugen

Die Viererbande

Nachhutgefecht

AUSFLUG INS HORIZONTALE GEWERBE

Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt

Der Rußlandheimkehrer

Fast, aber nur fast

Der Ausstieg

Der Segeltörn

WEITER WIEDER ALS „NORMALE“ SCHEIDUNGSWITWE

Spanische Tage und Nächte und ein Abend in Frankfurt

Kontakte mit der freien Wirtschaft

Kuchen und Pizza — aber bitte mit Sahne

Es ist viel zu beichten

Verführung eines Unschuldigen

Saturnalia

Photokunst

Die mit [] markierten Texte sind nicht in ### zu finden, denn sie handeln von Jugenderlebnissen, bei denen einige der handelnden Personen noch keine achtzehn Jahre alt sind, oder sie sind kürzer als 750 Wörter.

Wer auch diese Texte oder mein Gesamtwerk in seinem gegenwärtigen Zustand lesen möchte, melde sich bei mir, möglichst per E-Mail.

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Dies ist ein Kapitel aus meinem Intimleben, auf das ich nicht besonders stolz bin. Aber die Bohème gehört ja auch zu unserem Leben — und Pornoaufnahmen werden ja von manchen Männern gebraucht, um warm zu werden — und eigentlich wurde mir ja auch nichts abgebrochen. Aber was rede ich daher wie eine Etepetete-Tante, die den Einbruch des Wahnsinns in ihr Teekränzchen fürchtet — nichts dergleichen ist geschehen.

Aber beginnen wir von vorn.

Trudi hatte nun schon fünf Jahre — oder waren es schon sechs? — einen Freund, Bernd, einen begabten Künstler, der Grafiken in ähnlichem Stil wie Janssen machte und auch mit diesem befreundet war. Sein Brotberuf war Lehrer für Kunsterziehung an einem Gymnasium. Dort war er „der“ Lehrer für Kunst. Er war bekannt dafür, daß er in Stunden, die der Kunstgeschichte gewidmet waren, hemmungslos auch Nackt- und Aktdarstellungen besprach und bei der Besprechung altägyptischer Malerei die Jungen in der zehnten Klasse fragte: „Na, ihr Bengel, woran sieht man, ob hier ein Mann oder eine Frau dargestellt ist? Das wißt ihr nicht? Na hier, die Gestalt mit den breiten Hüften, das ist eine Frau! Ist euch das noch nie aufgefallen?“

Dieser Bernd — es war ein großes Ereignis — hatte in einer bekannten Galerie eine Ausstellung seiner Grafiken, und es waren natürlich alle Freunde und Bekannten von nah und fern geladen, unter anderem auch Bernds Bruder Mike, der sich als Photograph bezeichnete (als moderner Mensch aber natürlich mit zwei f), mit seiner phänomenalen Photoausrüstung durch die Menge tigerte, immer wieder jemand mit seinen Riesenobjektiven anstieß und sich dann linkisch entschuldigte, hier und da eine Aufnahme machte, aber meist den anwesenden Damen auf die kurzen Röcke schaute.

Bald beobachtete ich, daß er seine Kreise immer so legte, daß er wieder in meine Nähe kam und meine Beine begutachtete, denn ich hatte zu dieser Gelegenhait auch ein recht kurzes Schwarzes angezogen.

Nach Ende der eigentlichen Ausstellungseröffnung saß der engste Freundeskreis noch zusammen, zu dem auch ich gehörte und natürlich auch Mike. Hier zeigte uns Bernd eine Grafik, die nicht ausgestellt war und die er Trudi zu ihrem sechsten — also doch sechs! — „Hochzeitstag“ schenkte — was immer er genau damit meinte, ich mußte Trudi mal danach fragen.

Diese Grafik stellte Trudi als Akt dar. Ihre frauliche Figur war nur angedeutet, aber meisterlich getroffen, noch faszinierender aber war, wie er Trudis meist etwas spöttischen, etwas schalkhaften Gesichtsausdruck mit wenigen Strichen getroffen hatte. Dieses Blatt übertraf nach einhelliger Meinung alles, was in der Ausstellung öffentlich zu sehen war, bei weitem — aber es war unverkäuflich.

Wir kamen in eine Diskussion über die Art, wie man auf schickliche, nicht pornographische Art den nackten menschlichen Körper, besonders der Frau, malerisch, graphisch und photographisch darstellen sollte.

Dabei fragte mich Mike unvermittelt:

„Melanie, du“ — er kannte mit allen Menschen nur die Du-Form — „du hast eine so tolle Ausstrahlung und eine so tolle Figur — ich muß dich photographieren. Hast du nicht Lust? Skrupel hast du doch wohl nicht?!“

Bernd pflichtete seinem Bruder bei:

„Das kannst du ruhig machen, Melanie. Mike hat auch Photos von Trudi gemacht — wollt ihr die nicht mal sehen?“

Alle waren hell begeistert, nur Trudi zog ein Gesicht und sagte zu Bernd:

„Laß das doch mal jetzt.

Es ist doch schon spät. Und ich bin ja doch klein und dick — überhaupt nicht photogen!“

Aber Bernd holte doch die Photos, nicht ohne Trudi vorher lieb geküßt zu haben, und die Photos zeigten Trudi sehr schön, wie sie leibt und lebt. Es waren Photos in Gebäuden — offenbar während Trudis und Bernds letzter Italien-Reise gemacht — im Wald und auf der Heide — und einige Photos neben verrosteten Maschinen, wie es heute offenbar in der Aktphotographie modern ist.

Ich bat mir dennoch Bedenkzeit aus und versprach Mike, in der kommenden Woche anzurufen.

Bis dann besuchte ich Trudi, um sie zu fragen:

„Sag mal, Trudi, was für ein Mensch ist dieser Mike denn nun wirklich?“

„Du hast ihn ja erlebt: leicht chaotisch. „

„Leicht?“

„Na ja, ziemlich!“

„Und kann er was?“

„Wie meinst du das? In welchem Zusammenhang?“

„Na, als Photograph?“

„Ich weiß nicht.

Mit mir hat er mindestens fünfmal so viel Aufnahmen gemacht, als uns Bernd gezeigt hat. Er sagt, das ist bei Photographen so üblich. Als Bernd ihn fragte, wo Photos von ihm veröffentlicht worden sind, nannte er nur zwei unbekannte Magazine. Er arbeitet, glaub ich, als Taxifahrer, wenn sein Geld alle ist. „

„Und, Trudi — du warst doch meistens nackt, wenn er photographiert hat — hat er da nicht –?“

„Und ob er hat! An manchen Tagen gar nicht.

An anderen, bei den verrosteten Maschinen zum Beispiel, ist er selbst nackt oder höchstens mit Badehose rumgelaufen — weil es ihm zu heiß war, wie er sagte. „

„Und dann hat er sich an dir vergriffen?“

„Red doch nicht so geschwollen — er hat halt Lust gekriegt — und er hat immer artig gefragt — ob ich ihn nicht ,inspirieren` wolle — so nannte er das. „

„Und?“

„– ich hab ihn inspiriert!“

„Weiß Bernd davon?“

„Wissen nicht, aber er ahnt es wohl — er kennt wohl seinen Bruder.

Außerdem hat der mir gegenüber zugegeben, daß er auch was mit der Primaballerina von der Staatsoper hatte, als er die zeichnete — du erinnerst dich, das Bild in der Ausstellung. „

„Und mit dir hatte er wohl auch was, als er dich zeichnete — das ist wirklich ein ganz besonders schönes Bild. „

„Wie du das wieder so scharfsinnig erkannt hast, Melanie! Wirklich, alle Achtung!“

„Dann muß ich wohl auch damit rechnen, Mike manchmal zu ,inspirieren`.

„Das mußt du wohl. Mike — aber auch Bernd — glauben wohl, das gehöre bei Künstlern so dazu. — Und noch was: Mike hat zwar ein kleines Auto, einen Morris Mini, in den nur er, sein Moddel und hinten seine Photoausrüstung reinpassen — übrigens hat er eine teure Digitalkamera –, aber sonst hat er immer kein Geld. Wenn ihr nach auswärts zu ,Dreharbeiten`, wie er es nennt, fahrt, mußt du ihn zum Essen einladen.

Aber da ist er bescheiden, ihm genügt eine Körri-Wurst!“

Also konnte ich mich darauf seelisch vorbereiten, Mike auch als Mann kennenzulernen. Da ich zur Zeit keinen Freund hatte — bis auf immer mal wieder einen Besuch von Stefan, der sich in all den Jahren nicht darüber klarwerden konnte, welches seiner drei Weiber, seine Ehefrau, seine langjährige Freundin Gerda — die immer mehr auf Scheidung und Heirat drängte, von der Stefan aber nicht loskommen konnte –, oder ich seine Erst-, Zweit- oder Drittfrau war — griff ich beherzt zum Telephon und rief Mike an:

„Hallo!“, tönte es verschlafen aus der Leitung.

„Hallo!“

„Bist du's, Nelly?“

„Nein, ich bin's, Melanie! — Wer ist Nelly?“

„Eine Kollegin von Trudi; die hab ich vor einem — nein: zwei — Monaten photographiert. Die hat eine ähnliche Stimme wie du. — Wollen wir es also zusammen versuchen?“

„Was — versuchen?“

„Na, wir haben ja geredet — ich muß dich einfach photographieren.

„Und wo wollen wir anfangen?“

„Bei dir zu Hause — das geht doch? Du wohnst doch allein — da stören wir niemand. „

„Wie sollen wir denn jemand mit Photographieren stören?“

„Was du jetzt wieder denkst — ach so, dir hat Trudi erzählt — nein, erstmal will ich dich in deiner Wohnung photographieren, und da muß ich wahrscheinlich ein paar Lampen aufstellen.

— Also, würde es dir nächsten Dienstag Nachmittag passen?“

„Okay! Du weißt, wo ich wohne?“

„Ja, das hat mir Bernd gesagt — oder war es Trudi — naja, egal — also bis nächsten Dienstag. „

Ich weiß auch nicht, warum ich mir Mike immer nur als schrägen Bettgenossen und nicht als Photographen vorstellte, jedenfalls sah ich dem Dienstag mit reichlich gemischten Gefühlen entgegen.

Am Dienstag zog ich mir eine weit geschnittene Bluse und einen weiten langen Rock an, um nicht gleich zu aufreizend zu erscheinen.

Mike kam statt um vier um sieben, war aber gut aufgelegt, entschuldigte sich gleich mit irgendwas —

„Und können wir gleich anfangen? Aber du mußt was anderes anziehen. Wir hatten doch abgemacht: erotische Aufnahmen, und da muß man doch was sehen. Zieh dir doch was ausgeschnittenes an und Jeans oder so, daß man deine wunderbaren Beine sieht!“

Irgendwie hatte Mike einen Ton, der keinen Widerspruch zuließ, und so ging ich ins Schlafzimmer, um Mikes Kleiderwünsche zu erfüllen.

Mike kam mir — wider Erwarten — nicht ins Schlafzimmer nach, sondern wartete artig im Wohnzimmer und baute dann schon im Arbeitszimmer Lampen auf, die meinen Schreibtisch beleuchteten.

Als ich vom Umziehen zurückkam, sagte Mike: „Ja, so ist es gut!“ und plazierte mich an den Schreibtisch. Er machte dann eine Serie von Aufnahmen von mir, und nach weniger als einer Stunde war er für heute fertig.

„Hast du nicht noch ein Bier?“, fragte er.

Ich holte eine Flasche aus dem Kühlschrank und zwei Gläser, und wir setzten uns an den Küchentisch.

„Ich hab mir Folgendes gedacht“, begann Mike, „das nächste Mal mach ich ein paar Aufnahmen von dir mit und ohne BH –„

„Du meinst: meinen Busen?“

„Ja, ja, natürlich, aber noch mit den Jeans — in denen siehst du toll aus — dann Aufnahmen im Slip und einige Aktaufnahmen — du bist doch rasiert?“

„Bin ich nicht!“

„Aber man kann doch heute keine modernen Aktaufnahmen mit Filzläusen machen!“

„Ich hab keine Filzläuse!“

„Aber einen Nährboden! — So was wollen die Leute heute nicht mehr sehen!“

„Ich weiß nicht — ich glaube, manche Leute wollen das auch heute noch sehen –„

„Ich hab einen Spezial-Rasierapparat, der macht das ganz ohne Probleme — wenn du dich nicht selbst rasieren willst, mach ich das — du wirst sehen: Du bist ein anderer Mensch!“

Und ich ließ mich dazu breitschlagen, daß mich Mike bei einem der nächsten Phototermine, spätestens aber vor den Aktaufnahmen, rasieren würde.

Schließlich hatte sich Trudi auch in diesem Zustand ablichten lassen.

Einige Tage später photographierte mich Mike mit nacktem Oberkörper — mit und „mit ohne“ BH. Im Gedenken an Trudis Reden hatte ich ein Spaghettigericht vorbereitet, und als Mike mit den Aufnahmen für heute fertig war, zog ich mir bei dem warmen Wetter oben rum nur den BH an und fragte Mike:

„Essen wir noch einen Teller Nudeln zusammen?“

„Danke, Melanie, das ist ganz lieb von dir!“

Wir kämpften lachend mit den widerspenstigen Spaghetti, und dabei sah mich Mike so an — und ich sah ihn an — und wir dachten wohl beide dasselbe — aber wer würde das erste Wort sagen? Mike war wohl doch nicht gar so draufgängerisch, wie ihn Trudi geschildert hatte — und ich ließ ihn schwitzen, mußte mir aber eingestehen, daß ich innerlich zu einer Probe des „Inspirierens“ bereit war.

Mike sagte nichts, ich sagte nichts, und als wir die Spaghetti aufgefuttert hatten, nahm ich die Teller und stellte mich an die Spüle, um sie abzuwaschen.

Manchen Männern tut es wohl der Frauen Hinterfront besonders an, jedenfalls trat Mike von hinten an mich heran, streichelte meine Seite und sagte:

„Du hast wirklich eine wunderbare Figur. Das werden wunderbare Aufnahmen!“

„Du wiederholst dich, Mike!“, sagte ich nur.

Mike hatte schon meinen BH wieder geöffnet, meine Brüste gefunden, maß und wog die „Äpfelchen“ —

„– hängenden Äpfelchen –„, korrigierte ich —

— Mike drehte mich um, gab mir einen zarten Kuß und fragte dann unverblümt:

„Willst du mich nicht auch ,inspirieren`?“

„Was meinst du damit?“, fragte ich gespielt unwissend.

„Trudi hat dir doch ganz bestimmt erzählt –„

„– daß du deine Models ins Bett schleppst, gehört das bei euch so dazu?“

„Irgendwie schon — weißt du, wenn man so mit einer schönen Frau den ganzen Tag künstlerisch zusammen ist –„

„– künstlerisch?“

„Ja: künstlerisch.

Bernd sieht das zwar anders, aber sonst gilt die Photographie als Kunst — wenn man also so den ganzen Tag mit den Venussen und Helenas zusammen ist –„

„– dann hat man als Mann so seine Bedürfnisse. „

„Du sagst es! Das weißt du doch! Du bist doch kein Backfisch mehr!“

Damit begann mich Mike so gekonnt zu küssen, zu streicheln und auszuziehen, daß er jeden Widerstand in mir brach, ich ihm auch half, aus seinen Schlabberklamotten rauszukommen — und als es soweit war, vereinigten wir uns am Küchentisch, ich auf demselben sitzend, Mike im Stehen fickend.

Ich bin weder vorher noch nachher auf so zarte, aber bestimmte Art zu einem Quickie verführt worden.

„Ich nehme an, du nimmst die Pille“, sagte Mike unvermittelt, als er abgespritzt hatte.

„Erstmal möchte ich auch einen Höhepunkt haben — dann können wir uns über das Kind unterhalten, das du mir gerade gemacht hast!“

Mike packte das helle Entsetzen. Sein Schwanz, der noch in mir steckte, schrumpfte im Nu zusammen und hängte sich über sein Säckchen — ich hätte den armen Mike doch nicht so erschrecken dürfen!

„Entschuldige mein loses Reden“, sagte ich mit zartem Ton und streichelte Mike an Brust und Armen, „du hattest recht, ich nehme die Pille! Und nun möchte ich wirklich einen Orgasmus haben — du weißt doch wohl, wie man das macht!“

Mike legte meinen Oberkörper auf den Küchentisch und leckte meine Muschi, die sich ihm auf diese Weise einladend — aber mit Haarpracht — darbot, bis ich einen starken Höhepunkt hatte, der mich den Oberkörper aufrichten und die Beine anziehen ließ.

„Hat dich das nun ,inspiriert`?“, fragte ich Mike.

„Ja, das hat es — danke, Melanie — aber mir steckt immer noch der Schreck in den Gliedern –„

„– besonders in einem! –„

„– wegen dem Kind, was du gesagt hast!“

„Ja, das war wirklich nicht nett von mir! — Aber nun mal was anderes: Du redest dauernd von Rasieren, aber deine Haarpracht hier unten –„

Mike Gemächte war nämlich von langem schwarzem Schamhaar bedeckt, das sich nach oben auf Bauch und Brust fast ebenso dicht fortsetzte.

Da auch Mike Säckchen von langen schwarzen Haaren bedeckt war, sah sein Gießkännchen in kleinem Zustand kaum aus dem Urwald heraus — man kennt diesen Typ des Haarwuchses.

„Das ist doch ganz etwas anderes“, antwortete Mike. „Ich hab keine Absichten, Aktaufnahmen von mir oder anderen Männern zu machen –„

„– warum eigentlich nicht?“

„Das sind doch immer nur Aufnahmen für Schwule!“

„Wieso ,nur`? Und ich glaub auch nicht nur für Schwule –„

„Du weißt doch wohl selbst, daß sich kaum eine Frau Nacktaufnahmen von Männern ansieht!“

„Das mag ja sein, aber es gibt doch auch künstlerische Aktaufnahmen von Männern, wie es auch Nicht-Porno-Aktaufnahmen von Frauen gibt.

À propos: Willst du von mir künstlerische oder Porno-Aufnahmen machen?“

„Natürlich künstlerische — vielleicht etwas pornohaft aufgepeppt. „

„Und keine Männer oder Paar-Szenen?“

„Wie kommst du da drauf? Niemals! Mit welchem Mann willst du denn Paar-Aufnahmen machen?“

„Mit dir zum Beispiel — beim ,Inspirieren`, wenn wir schon einmal beim Photographieren sind!“

„Kommt überhaupt nicht in Frage! Und welcher Photograph soll denn solche Aufnahmen von uns machen?“

„Vielleicht mit stehender Kamera?“

„Das wär dann wirklich Porno! Nicht mit mir! Wenn du so was willst, kann ich dir einen Studienfreund empfehlen, der macht so was, ist sonst aber seriös.

„Nein, nein, laß mal — bleiben wir bei Aufnahmen von mir. „

„Okay, dann wär das also geklärt. Wo wir jetzt schon einmal so weit sind, soll ich dich nicht eben rasieren?“

„Wenn du meinst. „

Und Mike kramte ein kleines Etui aus seiner riesigen Phototasche, holte den Rasierapparat heraus und verpaßte mir in Nullkommanichts ein Glatze da unten.

„Mensch, siehst du so geil aus –„

„– geil — aber auch erotisch? Ich seh das doch etwas anders!“

„Lassen wir es jetzt so –„

„– mir wird nichts anderes übrigbleiben –„

„– und es wächst ja auch wieder nach, wenn du es wieder anders haben willst!“

Bei dieser Prozedur war wieder — man kann sich denken, was wieder war.

Diesmal ,inspirierte` sich Mike in meinem Bett — und ich merkte vom Standpunkt der begatteten Frau eigentlich keinen Unterschied zu meinem früheren Leben, als ich meine Liebhaber in ein bewaldetes Gärtchen einließ.

Kaum war Mike fertig, machte er Anstalten aufzustehen und sich anzuziehen. Vorher sah er mich aber doch fragend an, und ich sagte:

„Wenn du willst, kannst du ruhig gehen, diesmal bin ich auch fertig — diesmal hast du das auch geschafft!“

Kaum war die Tür nach Mike ins Schloß gefallen, ging das Telephon.

Trudi war am Apparat. Hatte sie telepathische Fähigkeiten, oder beobachtete sie meine Wohnung von irgendwo gegenüber?

„Wie geht es dir, Melanie? Hat dich Mike schon photographiert?“

„Wir hatten schon zwei Termine. „

„Und?“

„Was ,und`“?

„Hat er sich schon ,inspirieren` lassen?“

„Neugierige Ziege!“

„Also: Er hat! Wir war's denn?“

„Im Anpirschen zart, im Abschuß kräftig und energisch.

„Aber er rammelt doch wie ein Karnickel. „

„Solche Typen hab ich auch erlebt, aber bei mir war er nicht von der Sorte. „

„Aber er hat doch immer so was Eiliges, Gehetztes. „

„Ja, da hast du recht. „

„Vielleicht muß er zum nächsten Termin. „

„Ob er noch mehr Frauen hat — ich mein, Photomodelle?“

„Bestimmt hat er das! — Habt ihr schon mal über das Geld gesprochen?“

„Nein, bisher nicht.

„Mich hat er auch umsonst photographiert, aber mir auch nichts gegeben. Ich frag mich, was er mit den Bildern macht. „

„Hat er denn welche zurückbehalten?“

„Ich glaube ja — er hat welche gemacht, wo ich meinen gelben Tanga anhatte, und die sind in der Sammlung nicht mehr vorhanden, die wir jetzt haben. „

„Ich frag ihn mal das nächste Mal.

„Tu das! War sonst noch was Besonderes?“

„Nicht, daß ich wüßte. „

„Na, dann erhol dich mal von deinen Freiübungen! Tschüs!“

Wir werden mit Trudi wohl nie von unserer anzüglichen Redeweise loskommen!

Im Laufe der nächten Wochen machte Mike von mir verschiedene Serien — wie er sagte: erotischer, wie ich sagen würde: teilweise pornohafter — Aufnahmen von mir: nur selten ganz nackt, aber mit Slip, im Badeanzug, in Strapsen, in einem halbgeöffneten Bademantel — diese im Physiksaal der Schule, an der Bernd unterrichtete, am Nachmittag, als nur Bernd in der Schule war, Pinsel auswusch und andere Vor- und Nachbereitungsarbeiten ausführte und Schmiere stand; Mike meinte, solches Ambiente sei heutztage modern für Aktaufnahmen — und an einem Tag hat es ihn gepackt, und er machte eine Serie Großaufnahmen meiner rasierten Muschi, ließ sich aber von mir davon abhalten, sie auch in gespreiztem Zustand zu photographieren.

Während vieler, wenn nicht der meisten Phototermine bat er mich, ihn zu ,inspirieren` beziehungsweise ihm zu erlauben, sich in mir ,inspirieren` zu lassen — an dem Tag, an dem er meine Muschi ablichtete, aber gerade nicht, obwohl er an diesem Tag selbst nackt herumlief und während der Aufnahmen einen starken Ständer bekam. Warum er an diesem Tag kein Verlangen nach mir hatte oder seinem Verlangen nicht nachgab, das soll uns ein Psychologe sagen.

Als Mike mit den Aufnahmeserien, die er sich vorgenommen hatte, fertig war, verschwand er einfach.

Nach zwei Wochen klingelte er kurz bei mir und gab mir eine CD mit einigen seiner Aufnahmen, aber längst nicht mit allen, wie ich am PC schnell feststellte.

Noch etwa zwei Wochen später traf ich ihn bei Trudi und Bernd in Begleitung einer feschen jungen Dame, von der er sagte, er mache mit ihr Modeaufnahmen für die „Vogue“. Auf meine Frage nach den restlichen Bildern antwortete er mit Ausflüchten, „außerdem sind sie vom künstlerischen Standpunkt nicht vorzeigbar, schlechter Bildaufbau und so –„

„Warum hast du denn dann abgedrückt?“

„Mit der Digitalkamera macht man doch immer viel mehr Aufnahmen, als man später braucht — aber ich schick dir noch ein paar.

Obwohl ich mir sechs Monate für teures Geld die „Vogue“ kaufte, fand ich kein einziges Photo von Mike darin. Und die versprochenen Bilder kamen auch nie. Als ich Bernd einmal darauf ansprach, zuckte er nur mit den Achseln und sagte: „Ja, so ist er nun mal, mein Bruderherz. Mit Trudis Bildern ist es ja das gleiche!“.

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