Lernen fürs Abitur

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Diese Geschichte reiht sich zwischen meine beiden Texte „Das Obligatorische“ und „Erstes ,Eheleben`“ ein.

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Nach der Geschichte mit Rolf und Olaf war erstmal ziemlich Sense, auf Schulfeten hatte ich mich, wie beschrieben, zweimal mit Jungens eingelassen und mich bespringen lassen — es paßt wirklich kaum ein anderer Ausdruck. Ich machte nach einem Mal Schluß mit diesen Jünglingen, was einige körperliche und auch seelische Kräfte erforderte.

Der eine winselte wie ein Rüde um die läufige Hündin um mich herum bis zum klassischen kaltschnäuzigen Dialog: „Was soll ich denn ohne dich machen?“ „Hol dir einen runter!“

Kurz vor dem Abitur hatte ich noch eine Beziehung zu meinem Klassenkameraden Uli. Wir lernten zusammen fürs Abitur, ich half ihm bei Deutsch und Latein, er mir in Biologie. Er stammte aus einer Insektenforscherfamilie: der Vater Entomologe an der Uni, sein älterer Bruder studierte auch dieses Fach, und Uli wollte in die Fußstapfen seines Vaters und seines Bruders treten.

Eines Tages — wir waren gerade bei den deutschen Klassikern — sahen wir, wie auf meinem Schreibtisch zwei fliegenartige Mücken oder mückenartige Fliegen oder Mini-Libellen oder was weiß ich — Uli nannte mir gleich den lateinischen Namen, den ich aber vergessen habe –, wie also diese beiden Viecher miteinander bumsten. Uli erklärte mir ganz sachlich, wie die beiden ihre Hinterleibe umeinander bogen, damit eine Befruchtung zustande käme, wo das — natürlich! Männer! — meistens unten befindliche Weibchen seine Eier ablegen würde und wo ich deshalb, um das zu verhindern, besonders auf Sauberkeit achten sollte.

Mich interessierte das Insektenpaar nur insoweit, als ich plötzlich einen unwiderstehlichen Drang nach Zärtlichkeit und Sex verspürte. Es war auch eine seltene Gelegenheit: Wir waren allein zu Hause. Ich legte nur meine Hand auf Ulis Schenkel und hauchte: „Komm! Wir auch!“

Das ließ sich der liebe Uli nicht nur zweimal, sondern dreimal sagen: Er konnte es nicht fassen, von einem ans-tändigen (wie die Hamburger sagen) Mädchen auf so eine Weise aufgefordert zu werden.

Dann aber war er Feuer und Flamme, wir zogen uns schnell aus, schlossen auf alle Fälle die Tür ab und krochen in mein Bett. Und dann …

Ja, dann mußte ich noch einmal raus. Mein zweiter Partyhengst hatte in der Eile des Gefechts ein Päckchen Pariser auf den Boden fallen lassen. Als er mich fluchtartig verließ, hatte er es vergessen. Ich hatte es ihm nicht zurückgegeben, sondern in mein Handtäschchen gesteckt und später ganz hinten in meiner Schreibtischschublade verborgen, auf alle — insgeheim erhofften — Fälle!

Dieses Päckchen kramte ich also hervor, und ich fühlte dabei, wie Uli jede Bewegung meines nackten Körpers mit Hingabe verfolgte.

Ich kroch wieder in mein Bett zu Uli, er umarmte mich, und ich fühlte seinen harten Stab, aber ich mußte noch einmal die Bettdecke aufschlagen, ein Kondom auspacken, und es gelang uns gemeinsam, es ihm überzustreifen, ohne daß er schon abspritzte.

Beim Überziehen des Überziehers hatten wir auch Gelegenheit, uns unser immenses „Vorleben“ zu beichten. Ich mit meinen drei nicht „richtigen“ Erlebnissen und Fiete in den Dünen war etwas im Vorteil vor Uli, der nur von einem — wie bei den meisten Menschen — ebenfalls nicht richtig gelungenen Erstversuch erzählte.

Dann deckten wir uns wieder zu, weil wir dachten, man mache das gewöhnlich unter der Decke. Erst jetzt ging mir auf, daß dies mein erster Fick „im Bett“ war, wie man ja auch allgemein für Intimverkehr sagt — und das sogar in meinem eigenen! Uli hatte wohl realisiert, daß ich kein „ans-tändiges“ Mädchen, ja, überhaupt kein Mädchen mehr war, und ging jetzt etwas beherzter vor. Er erhob sich zur Missionarsstellung, und natürlich konnte er den Eingang nicht finden.

Ich ließ ihn etwas „bumsen“, um das Löchlein zu finden, schließlich, als ich selbst meinen Höhepunkt nahen fühlte, hatte ich Mitleid und führte Ulis Liebesstab an die richtige Stelle. Jetzt legte er heftig los — er meinte wohl noch, je kräftiger, desto besser — und stieß mit seinem langen Organ hinten immer an meinen Muttermund an. Das tat mir weh, und es gelang mir, ihm ohne Worte verstehen zu geben: „Bitte langsamer und nicht so tief!“ Wir kamen dann ziemlich gleichzeitig, und ich noch unerfahrenes Küken hielt ihn rein instinktmäßig fest, damit wir noch eine Zeit nebeneinander lägen.

Aber da hörten wir, wie mein älterer Bruder Hans mit seinem Moped knatternd von der Uni nach Hause kam. Wir sprangen aus dem Bett, zogen uns in einem Tempo an, daß einem Feuerwehrmann vor dem Einsatz zur Ehre gereicht hätte, glätteten hastig die Bettdecke, setzten uns an den Tisch und steckten die Nasen ins Lehrbuch.

Da war Hans auch schon an meiner Tür und wollte, wie er es immer tat, die Nase durch die Tür stecken und mich mit „Na, wie geht es heute, Melanie?“ begrüßen.

Aber er fand die Tür verschlossen: Das hatten wir vergessen: sie aufzuschließen! Verschlossene Türen waren in meinem Elternhaus nicht üblich.

„Mensch, Melanie, was ist denn mit dir los?“, fragte er und rieb sich die Beule an seiner Stirn.

„Ach, entschuldige, Hans“, flötete ich, „ich hab dich gaaaar nicht kommen hören!“

„Blödsinn! Mir meinem kaputten Auspuff hört mich doch die halbe Stadt! — Aha, du hast Besuch!?“

Und er drohte Uli: „Daß du ja deine Finger von meiner Schwester läßt!“

Aber das in einem Ton, der aussagte: Wenn schon ein Junge seine Finger an mir hat, dann ist Uli immerhin einer der besseren!

„Und du läßt gefälligst deine Finger von meiner Schwester Inge!“, gab Uli zurück.

Was man so für Intimitäten hört, wenn man einen Liebhaber hat. Von Hans und Inge wußte ich noch gar nichts.

Darauf ging Hans nicht ein, aber als echter Sadist fuhr er fort:

„Du machst doch sonst dein Bett so ordentlich; du läßt doch nie Falten in der Bettdecke!?“

Der Schuft! Ich war viel zu faul zum ordentlichen Bettenmachen, und meine Bettdecke hatte immer Falten! Aber dann umarmte uns Hans herzlich, sagte zu Uli: „Sei lieb zu Melanie! Tu ihr nicht weh!“, und wir waren akzeptiert.

Hans wußte übrigens ebensowenig wie meine Eltern, daß ich nicht mehr Jungfrau war. Ich hatte mich nicht getraut, ihm das zu „beichten“; ältere Brüder reagieren ja manchmal sehr komisch darauf. Viel später, als wir schon erwachsen waren, „beichtete“ mir mein Bruder, daß er genau bei dieser Gelegenheit geahnt, ja eigentlich schon gewußt hatte, daß ich „es“ schon hinter mir hatte.

„So, ihr beiden, ich sehe, die Luft ist rein, die Eltern und unser kleines Brüderlein Werner sind noch nicht zurück! Dann will ich mal die Inge reinholen, die wartet unten.

Ich wollte sie dir heute sowieso vorstellen!“, sagte er zum Schluß zu mir gewandt.

Inge war ein schüchternes, etwas pummeliges, mit mir gleichaltriges Mädchen, das meinen um zwei Jahre älteren Bruder vergötterte.

„So, jetzt laßt uns etwas allein“, sagte Hans sehr bald, „ihr müßt ja angeblich lernen!“

Sprach's und verschwand mit Inge in sein Zimmer — und schloß die Tür ab!

Uli und ich zogen uns schnell aus und versuchten es noch einmal, und es gelang.

Wir schliefen sogar noch ein wenig. Wir wachten davon auf, daß jemand sehr hörbar ins Badezimmer schlich. Es war wohl das liebe Trampel Inge. Sie duschte schnell, dann schlich sich sich Hans ins Badezimmer, als er zurückkam, klopfte er bei uns an:

„Wollt ihr auch schnell ins Bad? Es ist jetzt frei!“

Uli schaffte es noch, aber als ich als letzte dran war, hörten wir meine Eltern kommen, und ich konnte nicht mehr als frische Wäsche anziehen.

Als wir fertig waren, versammelten wir uns alle in der Küche. Hans stellte Inge auch unseren Eltern vor, Uli kannten sie schon, aber ich dachte die ganze Zeit, alle müßten es riechen, was ich gerade gemacht hatte.

Mit Uli ging es noch bis zum Abitur. Es half sehr, daß wir beim Planen unserer Schul- und Liebes-Lern-Treffen nicht mehr auf den Terminkalender von Hans achten mußten. Meine Eltern waren am Nachmittag meist aushäusig, und mein jüngerer Bruder hatte eine Menge Nachmittags-Aktivitäten: Klavierunterricht, Handballtraining und eine (noch platonische?) Freundin, von der nur ich wußte.

Mit Uli hatte ich nicht nur meine erste Bettgeschichte, sondern auch meine erste Erwachsenen-Liebschaft in dem Sinne, daß ich mir den Glauben abgespeckt hatte, jeder Teenagerfick müßte normalerweise zur Ehe führen. So konnte ich frei von Skrupeln und Erwägungen, wie wohl diese Liebe nach 30, 40, 50, 60 Jahren aussehen würde, den immer zärtlicheren Sex von Uli genießen. Und, wenn ich mein bisheriges Leben rückblickend überschaue, genoß ich mit Uli zum ersten Mal die Freuden und auch die Spannungen eines regelmäßigen Liebes-, um nicht zu sagen Geschlechtslebens.

Ich fühlte mich als reife Frau in einer eheähnlichen Beziehung — sicherlich reichlich hoch gegriffen, denn ich war objektiv ja noch ein Backfisch.

Und so war ich auch nicht allzu geknickt, als sich Uli auf der Abiturfete „plötzlich“ in ein anderes Mädchen verliebte, männertypisch natürlich in eine Jüngere — um mindestens eineinhalb Monate –, und wir uns bald darauf in Freundschaft trennten, begann doch im Herbst mein Studentinnenleben, von dem ich mir neue, interessante Bekanntschaften erhoffte.

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