Raststätten-Blues

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(c) 2003 by Megarat

Es war Sonntagmorgen. So ziemlich der einzige Tag, an dem Mark entspannen konnte. Die ganze Woche über war er mit Pauken beschäftigt. Die Prüfungen an der Uni lagen kurz bevor und er konnte sich nur diesen einen Tag leisten, um ein bisschen an die frische Luft zu kommen. Gemächlich saß er am Steuer des Golf, und genoss den Fahrtwind durchs offene Fenster. Er hatte kein bestimmtes Ziel -einfach irgendwo rumfahren war angesagt- und dieses Irgendwo war gerade die A81 Richtung Stuttgart, die er mit lockerem Tempo Hundertfünfzig runterbretterte.

Er legte irgendeine Heavy-Metal-CD in den Player ein, drehte den Sound laut und überlegte, was mit dem angebrochenem Vormittag anzustellen sei.

Das Auto passierte eben den Schönbuch-Tunnel, als Schilder mit Tempo Hundert vorbeirasten: „Licht?“ und „Schönbuch-Raststätte, 1km. „

„Ich glaube da fahren wir beide raus,“ sagte Mark. Mit „wir beide“ meinte er sich und seinen Golf, den er als Gesprächspartner mißbrauchte wenn sonst kein Opfer zu finden war.

Die Raststätte war noch ziemlich Menschenleer an diesem Morgen, von einigen Brummifahrern abgesehen, die hier im eigenen Auto die Nacht verbracht haben, und zeitungslesend ihr Frühstück einnahmen.

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„Menno, vollends die Party,“ dachte er beim Eintreten ins Gebäude, war aber nicht von der Vorstellung abzubringen, daß sich was aus diesem Tag machen ließe. Im Shop holte er erstmal ein paar überteuerte Colas aus dem Regal, denen einige Snickers und die Bildzeitung folgte.

Vorn an der Kasse lagen in schwarze Folie eingeschweißte Pornoheftchen, die offenbar den LKW-Fahrern die Träume versüßen sollten. Mark griff sich eins davon, achtete nicht auf den Titel, und ging zur Kasse.

„Man kann nie wissen. Wenn der Tag so öde bleibt, werde ich es vielleicht noch brauchen,“ dachte er grinsend.

Im Auto genoß er dann sein übliches Sonntag-Morgen-Studenten-Frühstück, von dem ihm jeder Arzt abgeraten hätte, worauf er aber mit seinen fünfundzwanzig Jahren und recht guter körperlicher Fitness pfeifen konnte.

Er warf einen Blick auf die Pornos und öffnete die schwarze Hülle, die die 12 Euro- Kostbarkeit freigab. Sie erwiesen sich als zwanzig- bis dreißig Jahre alte Schinken, in denen Frauen mit seltsam anmutenden Siebziger-Jahre Frisuren und lächerlich wirkenden Vorkriegs-Makeups die kunst des Fleischflötens übten.

„Meine Fresse,“ sagte Mark laut zu dem Auto, „Dafür sollten die in dem Laden einen Preis fuer die Abzocke des Monats kriegen.

Mit einer Miene, die „Was bin ich bloss fuer ein …“ ausdrücken sollte schmiss er das Schundheftchen auf den Rücksitz, und gab sich freudlos dem Essen hin.

Der Tag hatte mies angefangen und schien noch schlimmer zu werden als sich dunkle Wolken in einem prasselnden Platzregen entluden.

„Politiker verlässt Frau und zieht mit Boxenluder zusammen,“ las er laut eine Bild-Schlagzeile vor. „Baby mit 3 Nieren geboren.

„Orang-Utan greift Zoowärter an und…“

Er stockte als jemand von draussen an die Fensterscheibe klopfte. Draussen tobte der Sturm und die Scheiben waren beschlagen.

„Der muss ja nicht ganz bei Trost sein,“ dachte Marky, wie ihn seine Mitbewohner manchmal nannten.

Er öffnete die Tür und sah ein in Regenmantel gehülltes etwas.

„Kommen Sie rein! Schnell!“ rief er zu dem Wahnsinnigen, „bevor mein Auto ganz voll Wasser läuft.

“ Dieser ließ es sich nicht zweimal sagen und stieg samt klatschnassem Mantel in den Golf ein.

Der Verrückte zog seinen Mantel aus und es stellte sich heraus: Es war eine Verrückte. Und eine sehr hübsche dazu. Langes brünettes Haar entfaltete sich und eine Frau, die besser auf den Laufsteg gehört hätte sagte: „Hi, ich bin Jenny, danke dass du mich vor dem Regen gerettet hast. „

Mark sprach oft zu seinem Auto, das er liebevoll „Kleiner Stinker“ nannte, aber es kam nur selten vor, daß es ihm antwortete.

In Extremsituationen wie z. B. an Prüfungstagen stellte Mark sich manchmal vor wie der Golf ihm mit der Stimme des Professors Fragen stellte. Und als ihn seine Freundin verlassen hatte, redete ihm das Auto gut zu und machte ihm die Vorzüge des Singledaseins schmackhaft.

Jetzt hatte die eingebildete Stimme des Autos den Klang von James Hetfield, dem Sänger von „Metallica. „

„Damn, was fuer eine Braut,“ sagte Kleiner Stinker.

„The fucking Pornos kannste vergessen, here plays das wahre Leben! Hier on the road. “ Mark wusste nicht ganau weswegen sein Kinnladen fuer ein paar Sekunden herunterhing. War es das Model oder die Tatsache, daß der Golf wieder zu ihm sprach (halb englisch halb deutsch diesmal)? Egal, er schloß seinen Mund vorsichtshalber und versuchte cool zu wirken.

„Hallo Jenny, ich bin Mark,“ sagte Mark. „Wieso läufst du hier im Regen rum? In der Raststätte wärst du vor dem Ungewitter sicher…“

Er wartete auf einen Kommentar vom Auto aber es kam nichts.

„Ja, schon. Aber ich suche eine Mitfahrgelegenheit,“ sagte Jenny und ließ ein Lächeln auf ihrem Gesicht erscheinen, so dass Mark an sämtlichen Stellen seines Körpers durchblutet wurde.

Es kam wieder zu einem Kinnhänger, der aber diesmal nur Bruchteile von Sekunden gedauert hat. „Was fuer ein Hübsches Mädel,“ dachte Mark und die Hetfield-Stimme fügte hinzu: „Yea, und sie hat einen Arsch wie die Priestess of Hell höchstpersönlich.

“ In wirklichkeit sagte Mark aber:

„Wo willst du denn hin?“

„Ich habe in einer Stunde einen Flug nach Florida, Modeaufnahmen, weisst du, ich müsste gleich zum Flughafen Stuttgart, alles hängt davon ab. „

„Yeaaaa, so common, jump in the fire!,“ kam aus den Lautsprecherboxen, obwohl das Radio gar nicht an war. Und nur Mark konnte den Song hören. Kleiner Stinker sagte: „Das ist DIE Gelegenheit, die Braut ist in Not und du kannst Sie fuer eine Fahrt flachlegen, Yeeeahh!“ Mark drehte nervös an den Radioreglern bevor er merkte daß das sinnlos ist, und wandte sich zu Jenny:

„Sorry, aber der Flughafen ist zu weit weg.

Ich habe nicht genug Benzin dabei, und gerade habe ich mein ganzes Geld fuer Unsinn verplempert,“ sagte er und dachte mit Groll an die Pornoheftchen. „Aber wenn du Kohle hast, können wir vielleicht tan…“

Aber sie hatte keine Kohle. Sie erklärte, das ganze Geld wäre ihr letzte Nacht in einer Jugendherberge gestohlen worden. Reisepässe hätten die Diebe dagelassen, so daß sie fliegen könne, aber Geld kann sie erst wieder in den Staaten kriegen.

„Mist,“ sagte Mark. „Wenn ich jetzt zum Airport fahre bleibe ich auf dem Rückweg mit leerem Tank stehen. „

Es war ein tödliches Dilema und Jennys Verstand arbeitete auf Hochtouren um eine Lösung dafür zu finden. Wenn sie nicht bald etwas tat, würde Sie ihren bisherigen Job als Bedienung in einer abgehalfterten Bar weitermachen müssen, und die einmalige Chance, mit weltbesten Fotographen in Florida zu arbeiten wäre dahin.

Es gab keine Möglichkein, kein Entrinnen, dachte sie.

Enttäuscht drehte sie sich nach hinten und ihr Blick fiel auf das Pornoheftchen auf dem Rücksitz.

Sie nahm es in die Hand und blätterte darin. Mark hatte gerade die Augen geschlossen und dachte angestrengt nach (Wielleicht sprach er auch mit dem Golf).

Es waren die seltsamsten Verrenkungen, die die Darsteller in dem Heftchen vollführten.

Sie trugen seltsam geschmacklose Kleider, waren komisch geschminkt und die Frauen hatten an bestimmten Stellen unglaublich viele Haare…

Und erst der Text zu diesen Bildern… An einer Stelle las Jenny:

„Komm, rammel mich durch, du wilder Hengst! Und spritz mich voll! Spritz mich voll! Ich will durchgefickt werden du Tier!“

In Jennys Kopf machte es KLICK. Das wars also was er wollte. Auf SOWAS stand er also.

Sie brauchte nicht weiter zu überlegen, der Plan war geschmiedet.

Sie warf das Heftchen auf den Rücksitz zurück und räkelte sich lustvoll.

Dann sagte sie: „Ich bin ja ÜBERALL nass!“

Mark erwachte aus seinem Wachtraum und sagte: „Hä?“

Jetzt senkte Jenny die Stimme, um wie Marlene Dietrich zu klingen und sprach (möglichst rauchig) „Wenn du mich zum Flughafen bringst, kannst du mich durchficken, durchrammeln und alles… äh und vollspritzen.

“ Nach ein paar Sekunden fügte sie hinzu: „Du Tier. „

Das wars. In Marks armem Studentenhirn gab es schon immer Wirrungen. Jetzt brachen aber alle Dämme. Und das Auto meldete sich : „Baaabbbeeee! siehste, was habe ich dir gesagt, sie will es ja selber!“

Die Stimme von Kleiner Stinker schien jetzt nicht auf Marks Kopf begrenzt, sondern schien reell, er hörte sie nun WIRKLICH aus dem Lautsprecher kommen.

Sein Auto sprach nun zu ihm und er konnte es mit den Ohren wahrnehmen.

Hörte sich genau an wie James Hetfield. Besorgt schaute sich Mark um, ob nicht irgendwo tatsächlich Hetfield steckte (oder zumindest ein Imitator von ihm), aber dem war nicht so.

Jenny war gerade dabei, sich auszuziehen. Sie streifte ihren BH ab und entblößte unendlich wunderschöne Brüste (woraufhin Golf/Kleiner Stinker/Hetfield ein anerkennendes Pfeifen abliess).

Sie streifte auch den Slip ab, und als Mark auf ihren rasierten Schritt blickte, meinte sie: „Na schön! Ich bin zwar nicht so bewaldet wie du es magst, aber du wirst es schon überleben…“

Daraufhin zerzauste sie sich das Haar noch etwas, um punkiger auszusehen, malte sich mit ihren Make-up-set irgendwas ins Gesicht, das wohl nach Seventies (oder Eighties) aussehen sollte, setzte sich auf Marks Schoß und sagte „Ich will jetzt ficken!“

Schade.

Der arme Student wollte ein wenig Aufregung am Sonntag und bekam nun soviel davon ab, daß sich sein Hirn verabschiedete. Er kriegte nicht mehr mit wie eine der hübschesten Frauen der Welt mit wilden Grimassen, sehr viel Dirty-talk (und seltsamem Make-up) wild mit ihm kopulierte.

Wirklich schade. Die Polizei fand ihn halb-nackt mit leerem blick in seinem Auto auf dem Parkplatz des Flughafens sitzen (der Tank war leer).

Er sprach zu sich selbst.

Das meiste seines Gebrabbels hörte sich an wie irgendwelche Songtexte oder ähnliches. Er würde zunächst in eine Psychiatrische Klinik eingeliefert werden, bis man genaueres sagen konnte.

Als ihn die Pfleger fortbrachten brach ein Passagierflugzeug die Luft.

Er hinterließ einen Kondensstreifen , der, wenn man es genauer betrachtete wie ein „M“ aussah…

„So common, jump in the fire! „.

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