Am Ende steht ein neuer Anfang

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von Andrew Schlagweizen 2019Ich sehe aus etwas Entfernung wie nervös sie ist. Sie steht da, trippelt von einem Bein auf das andere, auch weil ihr kalt ist. Sie trägt genau das, was ich angewiesen habe. Ihre nackten Beine schauen aus dem langen Mantel hervor und enden in dünnen, flachen Sandalen. Sie ist perfekt, so alt wie ich und nur unwesentlich schlanker. Ihre Proportionen zeichnen sich unter dem Mantel ab und sagen mir, dass sie im Chat nicht gelogen hat.

Ich halte einen Jungen auf, der auf dem Bahnsteig herumtollt. Ich gebe ihm ein Päckchen und zehn Euro und zeige auf sie. Während er losflitzt, wechsele ich meinen Standort und sehe, wie sie das Päckchen in Empfang nimmt und sich suchend umblickt. Sie gibt dem Boten, wie vereinbart, einen Lutscher. Vorsichtig öffnet sie das Päckchen, und ich sehe sie den Brief lesen, sehe ihre Finger über die Federn der Maske gleiten, sehe sie lächeln.

Sie steckt alles ein und macht sich auf den Weg. Ich nehme einen anderen Weg. Im Club sind nur wenige Menschen. Es wäre zu früh, mehr zu erwarten. Die Tanzfläche ist von rotem Licht erleuchtet. Eine Fußfessel hängt von der Decke, genau eingestellt auf ihre Maße. Monatelang haben wir uns geschrieben, haben unsere Fantasien ausgetauscht, uns an denen des anderen ergötzt. Vor einer Woche habe ich das beendet und schickte ihr einen Brief – von Hand geschrieben.

Darin standen meine Anweisungen, die sie befolgen sollte. Ich schickte sie zu einem Schneider, der ein Kleid perfekt an ihren Körper anpasste. Es ist genau das Kleid, in dem sie gerade mit unsicherem Schritt aus dem Dunkel in den Schein des roten Lichtes tritt. Da steht sie, erotisch, verführerisch, dreht sich mit nackten Füßen im Kreis und zeigt sich. Ihre Knospen lugen erregt über die Ränder des – in das Kleid integrierten – Büstenhebers, der ihre Brüste so vorteilhaft in Szene setzt.

Ihr Gesicht, durch die mit Federn besetzte Maske halb bedeckt, zeigt ein Lächeln. Ihre satten grünen Augen glitzern. Sie schaut ins Dunkel, doch noch gebe ich mich nicht zu erkennen. Endlich entdeckt sie das letzte Geschenk, das ich für sie vorbereitet habe. Mit der Hand greift sie nach der Fessel und öffnet ihre Schnallen. Langsam hebt sie ihr Bein bis ihr Knie vor ihrer Brust ist, streckt es wie eine Ballerina Richtung Decke. Sie kann es noch, genau wie sie gesagt hat.

Mit schnellen Handbewegungen schließt sie die Schnallen der Fessel und präsentiert sich so den Blicken ihres Bewunderers, meinen Blicken. Ihre Scham, nun offen sichtbar, zeigt ihre Erregung. Ihr Hintern sagt mir, dass ich bei weitem nicht der erste bin, der sie dort verwöhnte, aber offenbar hat sie sich schon seit Jahren nicht mehr getraut. Noch hält sie sich an ihrem Bein fest. Die letzte Sicherheit, bevor sie gleich vollkommen frei hängt. Ich sehe, wie sie die Augen schließt, vielleicht ein letztes Mal überlegt ob oder ob nicht, sich noch einmal in festem Stand wiegt und sich dann – fallen lässt.

Das ist mein Signal. Ich trete in den Kreis des roten Lichtes und offenbare mich ihr. Sie kann gar nicht erwarten, das zu spüren, was ich für sie mitgebracht habe. Sie schaut auf die glänzende Spitze, und ich sehe in ihren Augen die erwartungsvolle Hingabe, mit der sie gleich alles empfangen wird, was ich ihr gebe.

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